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EP 1 184 101 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.07.2006 Patentblatt 2006/27 |
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Anmeldetag: 25.07.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Verformen von rohrförmigen Hohlkörpern aus Metall
Method for forming metal tubular hollow items
Procédé pour former des articles tubulaires creux métalliques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
29.08.2000 DE 10042465
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.03.2002 Patentblatt 2002/10 |
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Patentinhaber: Hydro Aluminium Deutschland GmbH |
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51149 Köln (DE) |
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Erfinder: |
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- Rempe, Wolfgang, Dipl.-Ing.
30625 Hannover (DE)
- Steimmel, Franz, Dipl.-Ing.
53619 Rheinbreitbach (DE)
- Wähner, Frank, Dipl.-Ing.
30457 Hannover (DE)
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Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- und Rechtsanwälte
Bleichstrasse 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 372 360 SU-A- 1 175 592
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EP-A- 0 548 859
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verformen von rohrförmigen Hohlkörpern aus
Metall gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Zum Verformen von rohrförmigen Hohlkörpern aus Metall ist es bekannt, den Hohlkörper
weichzuglühen, je nach Erfordernis der angestrebten endgültigen Form weiter zu bearbeiten
und schließlich in einem Gesenk durch ein in den Hohlkörper eingeleitetes Medium hydroumzuformen.
[0003] Da sich das Material mit fortschreitender Verformung beim Hydroumformen verfestigt
und dadurch einer weiteren Verformung widersetzt oder gar reißt, sind bei einem Zyklus
des Hydroumformens in der Praxis lediglich Änderungen des Querschnittes bis etwa 10%
gegenüber dem Ausgangsquerschnitt möglich.
[0004] Ein entsprechendes Verfahren zum Hydroumformen von längsnahtgeschweißten Rohren aus
Aluminium ist aus der EP 0 548 859 A1 bekannt.
[0005] Aus der EP 0 372 360 A2 ist dagegen bekannt, einen Hohlkörper mechanisch vorzuexpandieren
bevor dieser hydroumgeformt wird. Einzelheiten zum mechanischen Vorexpandieren werden
jedoch nicht offenbart.
[0006] Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, auf einfache Weise größere Änderungen
des Querschnittes innerhalb eines rohrförmigen Hohlkörpers zu ermöglichen.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch
die Merkmale dieses Anspruchs gelöst.
[0008] Weiterbildung und vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Durch die vorgeschaltete Bearbeitungsphase kann dem rohrförmigen Hohlkörper bereits
eine vorläufige Querschnittsform aufgeprägt werden, die zu der endgültigen Querschnittsform
tendiert. Dabei wird durch das anschließende Weichglühen erreicht, dass zum Hydroumformen
wieder der maximale Umformweg zur Verfügung steht. Beim abschließenden Hydroumformen
lässt sich so eine endgültige Querschnittsform erreichen, die gegenüber der ursprünglichen
Querschnittsform des rohrförmigen Hohlkörpers nach der Längsnahtschweißung erheblich
über den bisher erzielbaren Maximalwerten liegt.
[0010] Gemäß einer Weiterbildung können die Bearbeitungsphasen mechanisch partiell Aufweiten
und Weichglühen mehrfach nacheinander durchgeführt werden. Dadurch lassen sich noch
größere Umformwege erzielen.
[0011] Außerdem kann der rohrförmige Hohlkörper auch vor der vorgeschalteten Bearbeitungsphase
weichgeglüht werden. Dadurch werden auch Verfestigungen durch den Umformvorgang zu
einem geschlossenen Rohr beseitigt und eine hohe Verformungsreserve für die vorgeschalteten
Bearbeitungsphasen erzielt.
[0012] Die partielle Aufweitung des rohrförmigen Hohlkörpers kann an denjenigen Stellen
vorgenommen werden, an denen die größte Änderung des Querschnittes nach dem Hydroumformen
gegenüber dem Ausgangsquerschnitt auftritt.
[0013] Zwischen der Bearbeitungsphase Weichglühen und Hydroumformen können an sich übliche
weitere Bearbeitungsphasen, wie mechanisches Biegen und mechanisches Verformen vorgenommen
werden.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Diese zeigt schematisch
eine Reihe von aufeinanderfolgenden Bearbeitungsphasen.
[0015] Ausgegangen wird von einem rohrförmigen Hohlkörper 10 aus Aluminium mit konstanter
kreisringförmiger Querschnittsfläche, wie er bei a) dargestellt ist.
[0016] Dieser Hohlkörper 10 wird nun durch ein Bearbeitungswerkzeug partiell aufgeweitet,
hier durch einen konischen Dorn 12, der axial in den Hohlkörper 10 eingetrieben wird.
Um eine Aufweitung nur innerhalb des rohrförmigen Hohlkörpers 10 vorzunehmen, wird
ein spreizbarer Dorn verwendet, der zuerst eingeführt, anschließend gespreizt und
dann axial über eine begrenzte Strecke weiter getrieben wird.
[0017] Anschließend wird der aufgeweitete Hohlkörper 10', wie bei b) dargestellt, bei ca.
300 Grad Celsius weichgeglüht.
[0018] Nach eventuellen weiteren Bearbeitungsphasen, wie Biegen und/oder mechanisches Vorformen
erfolgt ein Hydroumformen in einem Gesenk 14.
[0019] Dazu wird der aufgeweitete Hohlkörper 10' gemäß c) in das Gesenk 14 eingesetzt, dessen
Innenraum die künftigen Außenabmessungen des Hohlkörpers 10' darstellen.
[0020] Nach Einfüllen eines Mediums 16 und Druckbeaufschlagung durch Stempel 18 erfolgt
dann die Umformung in die endgültige Form des Hohlkörpers 10'' gemäß d).
1. Verfahren zum Verformen von rohrförmigen Hohlkörpern (10) aus Metall, insbesondere
aus Aluminium, wobei nach Umformen eines plattenförmigen Halbzeugs zu einem geschlossenen
Querschnittsprofil und Längsnahtschweißung der gegenüberliegenden Kanten des Halbzeugs
der gebildete rohrförmige Hohlkörper weichgeglüht und schließlich in einem Gesenk
(14) durch ein in den Hohlkörper (10) eingeleitetes Medium hydroumgeformt wird, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Hohlkörper (10) in einer vorgeschalteten Bearbeitungsphase erst mechanisch
partiell aufgeweitet wird und anschließend weichgeglüht wird, wobei ein spreizbarer
Dorn verwendet wird, der zuerst axial eingeführt, anschließend gespreizt und axial
über eine begrenzte Strecke weiter getrieben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsphasen mechanisch partiell Aufweiten und anschließendes Weichglühen
mehrfach nacheinander durchgeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der rohrförmige Hohlkörper (10) auch vor der vorgeschalteten Bearbeitungsphase weichgeglüht
wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die partielle Aufweitung des rohrförmigen Hohlkörpers an denjenigen Stellen vorgenommen
wird, an denen die größte Änderung des Querschnittes nach dem Hydroumformen gegenüber
dem Ausgangsquerschnitt auftritt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Bearbeitungsphase Weichglühen und Hydroumformen weitere Bearbeitungsphasen,
wie mechanisches Biegen und mechanisches Vorformen vorgenommen werden.
1. A method for deforming tubular hollow bodies (10) made from a metal, particularly
aluminium, wherein after a panel-like semi-finished product has been reshaped to give
a closed cross-sectional profile and the opposing edges of the semi-finished product
have been seam heat sealed, the tubular hollow body obtained thereby is annealed and
finally hydroformed in a die (14) via a medium that is introduced into the hollow
body (10),
characterised in that
the tubular hollow body (10) is first partly flared by mechanical means in a preceding
processing phase, and is then annealed, wherein an expandable mandrel is used and
is first introduced axially, then expanded and advanced axially over a delimited distance.
2. The method in accordance with claim 1,
characterised in that
the processing phases of partial flaring by mechanical means and subsequent annealing
are performed multiple times consecutively.
3. The method in accordance with either of claims 1 or 2,
characterised in that
the tubular hollow body (10) is also annealed before the preceding processing phase.
4. The method in accordance with any of claims 1 to 3,
characterised in that
the tubular hollow body is partially flared at the points where the greatest change
in the cross section compared with the original cross section occurs following hydroforming.
5. The method in accordance with any of claims 1 to 4,
characterised in that
additional processing phases, such as mechanical bending and mechanical preforming
are carried out between the annealing and hydroforming phases.
1. Procédé pour le moulage de pièces creuses (10) en métal ayant une forme tubulaire,
en particulier en aluminium, dans lequel, postérieurement à la transformation d'un
produit demi-élaboré ayant une forme de plateau en un profil transversal fermé et,
une fois réalisée la couture longitudinalement soudée des arêtes situées, l'une face
à l'autre, du produit demi-élaboré, la pièce creuse ayant une forme tubulaire déjà
formée est détrempée et finalement, elle est hydrauliquement transformée en une matrice
(14) par un moyen introduit dans la pièce creuse, caractérisé en ce que la pièce creuse, ayant une forme tubulaire, (10) est, tout d'abord, , partiellement
élargie, de façon mécanique, lors d'une étape d'élaboration préalable et, par la suite,
celle-ci est détrempée à la fois qu'un mandrin élargible est employé, lequel est,
tout d'abord, introduit de façon axiale et, par la suite, celui-ci est élargit à la
fois qu'il continue à être poussé, de façon axiale, le long d'un parcours limité.
2. Procédé, conformément à la revendication 1, caractérisé en ce que les étapes d'élaboration de l'élargissement partiel, de forme mécanique, et le détrempage
mené à bout, par la suite, sont réalisés à plusieurs reprises, de façon consécutive.
3. Procédé, conformément aux revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la pièce creuse, ayant une forme tubulaire, (10) est également détrempée avant de
l'étape d'élaboration préalable.
4. Procédé, conformément à l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'élargissement partiel de la pièce creuse, ayant une forme tubulaire, est mené à
bout à partir des positions dans lesquelles est réalisée la plus grande modification
de la coupe transversale, postérieurement à la transformation hydraulique face à la
section transversale initiale.
5. Procédé, conformément à l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce qu'entre l'étape d'élaboration du détrempage et la transformation hydraulique, sont menées
à bout d'autres étapes d'élaboration comme le cintrage mécanique et le prémoulage
mécanique.
