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(11) |
EP 1 184 826 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.12.2005 Patentblatt 2005/49 |
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Anmeldetag: 21.07.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: G08B 29/14 |
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Vorrichtung zur Funktionsprüfung des Temperaturfühler eines Melders
Device for the functional testing of a temperature sensor in a detector
Dispositif pour le test fonctionnel d'un capteur de température dans un détecteur
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
18.08.2000 DE 10040570
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.03.2002 Patentblatt 2002/10 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Schneider, Joachim
82008 Unterhaching (DE)
- Pfefferseder, Anton
82054 Sauerlach-Arget (DE)
- Siber, Bernd
85625 Glonn (DE)
- Hensel, Andreas
71665 Vaihingen (DE)
- Oppelt, Ulrich
85604 Zorneding (DE)
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 710 046 US-A- 5 005 003 US-A- 5 785 891
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DE-A- 2 717 014 US-A- 5 691 699
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Melder bzw. von einem Verfahren zur Funktionsprüfung
eines Temperaturfühlers eines Melders nach der Gattung der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Es ist bereits bekannt, dass Brandmelder in Deutschland nach der Vorschrift VDE 0833
wenigstens einmal pro Jahr im Hinblick auf ihre Funktion überprüft werden müssen.
Weist der Brandmelder einen Rauchmelder end einen Temperaturfühler auf, so werden
der Rauchmelder und der Temperaturfühler separat im Hinblick auf ihre Funktion überprüft.
Der Temperaturfühler wird dabei mittels Heißluft getestet.
[0003] Die DE-A-2717014 offenbart ein Verfahren zur Funktionsprüfung eines Temperaturfühlers
in einem Melder, wobei der Temperaturfühler mit einem sprühbaren Stoff durch eine
Prüfvorrichtung besprüht wird und wobei das Besprühen des Temperaturfühlers mit dem
sprühbaren Stoff eine Temperaturabsenkung verursacht.
Vorteile der Erfindung
[0004] Der erfindungsgemäße Melder bzw. das erfindungsgemäße Verfahren zur Funktionsprüfung
eines Temperaturfühlers des Melders haben demgegenüber den Vorteil, dass der Temperaturfühler
mittels eines sprühbaren Stoffs, vorzugsweise eines Aerosols, das auf ihn gesprüht
wird und damit eine Temperaturabsenkung bewirkt im Hinblick auf seine Funktion überprüft
wird. Damit werden vorteilhafterweise Mittel zum Bereitstellen von elektrischer Energie,
wie es bei Heißluft notwendig ist, überflüssig. Das Besprühen mittels des sprühbaren
Stoffs des Temperaturfühlers führt zu einer Abkühlung und damit zu einem entgegengesetzten
Temperaturverlauf, wie er bei einem Brand auftritt, was leicht als Kriterium für einen
Prüfmodus verwendet werden kann.
[0005] Darüber hinaus ist die Messung mittels Aerosols auch für den gleichzeitigen Funktionstest
eines Rauchmelders verwendbar, so dass durch eine einmalige Positionierung der Prüfvorrichtung
beide Meßverfahren der Rauchmelder und der Temperaturfühler auf ihre Funktion hin
gleichzeitig getestet werden können. Dies führt zu einer vereinfachten, schnelleren
und leichteren Überprüfung eines Brandmelders.
[0006] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen und Weiterbildungen
sind vorteilhafte Verbesserungen des Melders und des Verfahrens zur Funktionsprüfung
eines temperaturfühlers eines Melders möglich.
[0007] Besonders vorteilhaft ist, dass die Umschaltung des Melders in einen Prüfmodus entweder
durch eine an den Melder angeschlossene Zentrale oder durch einen am Melder befindlichen
Schalter oder durch eine Fernbedienung oder durch den Melder selbst vorgenommen wird.
Damit wird sichergestellt, dass der Prüfmodus erkannt und eingestellt wird und somit
die Funktionsfähigkeit des Temperaturfühlers und gegebenenfalls des Rauchmelders überprüft
wird. Insbesondere durch die Verwendung des Aerosols oder eines anderen sprühbaren
Stoffs für die Funktionsprüfung des Temperaturfühlers ist es möglich, dass der Melder
eine Funktionsprüfung selbst erkennt, denn die rasche Abkühlung, die durch das Besprühen
des Temperaturfühlers mit Aerosolen bewirkt wird, ist sonst nicht zu erwarten. Dabei
ist ein Temperaturgradient von -10°C/sec. zu erwarten, der im Normalfall nicht vorkommen
wird. Da viele Melder insbesondere im professionellen Bereich, mit einer Zentrale,
beispielsweise über einen Bus, vernetzt sind, kann über die Zentrale, wenn die Funktionsprüfungen
vorgenommen werden sollen, dies den Meldern signalisiert werden, so dass sie im Prüfmodus
eingestellt sind. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass während der Einleitung
des Funktionsprüfvorgangs entweder durch die Prüfvorrichtung oder durch einen Bediener
mittels einer Fernbedienung der Prüfmodus des Melders aktiviert wird.
Zeichnung
[0008] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt Figur 1 eine Prüfvorrichtung
mit einem Melder, Figur 2 ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Melders, der an
eine Zentrale angeschlossen ist, Figur 3 ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen
Melders, der einen Schalter bzw. einen Empfänger zur Aktivierung in den Prüfungsmodus
aufweist und Figur 4 das erfindungsgemäße Verfahren als Flußdiagramm.
Beschreibung
[0009] Eine Prüfung von Brandmeldern, insbesondere solchen, die Temperaturfühler und Rauchmelder
aufweisen, ist in großen Hallen und Gebäuden, wo die Brandmelder einige Meter vom
Boden entfernt an der Decke plaziert sind, eine mühsame Arbeit. Erfindungsgemäß wird
daher ein Verfahren zur Funktionsüberprüfung von Temperaturfühlern vorgestellt, das
auch für die Funktionsüberprüfung von Rauchmeldern verwendbar ist und dass in einem
Arbeitsgang beide Sensoren, Temperaturfühler und Rauchmelder, überprüft werden. Dazu
werden Aerosole verwendet, die auf den Temperaturfühler gesprüht werden und dort durch
die Druckabsenkung und/oder durch die Verdunstung des Treibmittels eine proportionale
Temperaturabsenkung bewirken. Weiterhin führen die Aerosole dazu, dass ein vorhandener
Rauchmelder auf seine Funktion hin durch die Aerosole überprüft wird, die einen Rauch
imitieren. Um einen Brandmelder in einen Prüfmodus zu versetzen, dass er also erkennt,
dass eine Funktionsprüfung des Temperaturfühlers und gegebenenfalls des Rauchmelders
vorliegt, wird entweder eine an den Brandmelder angeschlossene Zentrale oder einer
am Melder vorhandener Schalter oder eine dem Melder eigene Intelligenz verwendet.
[0010] Aerosole sind Flüssigkeitströpfchen, die sich in einem Gas, hier einem Treibmittel
befinden. Es liegt dann eine Art Nebel vor. Durch einen Gasstrom, der durch Besprühen
hervorgerufen wird, kommt es zu einer Druckabsenkung und zur Verdunstung des Treibmittels,
was bekanntermaßen beides zu einer proportionalen Temperaturabsenkung führt. Soll
nur ein Temperaturfühler getestet werden, können auch andere sprühbare Stoffe verwendet
werden, um die rasche Temperaturabsenkung zu bewirken, beispielsweise Wasser oder
Propanol.
[0011] In Figur 1 ist eine Prüfvorrichtung im Einsatz mit einem Melder dargestellt. Ein
Melder 2 ist an eine Decke 1, die auch alternativ eine Wand sein kann, angebracht.
Der Melder 1 weist einen Temperaturfühler 3 auf. Darüber hinaus ist es möglich, dass
der Melder 2, der hier als Brandmelder ausgeführt ist, einen zusätzlichen Rauchmelder
aufweist, wobei ein Rauchmelder üblicherweise einen labyrinthähnlichen Gang aufweist,
durch den der Rauch in den Melder bei einem Brand eindringt, um in eine Meßkammer
zu gelangen, wo mittels einer optischen Messung eine Rauchdetektion vorgenommen wird.
[0012] Ein Ventil 4 ist mit einer Öffnung auf den Temperaturfühler 3 gerichtet, so dass
ein von der Öffnung ausströmendes Aerosol direkt auf den Temperaturfühler 3 gesprüht
wird. Das Ventil 4 sitzt auf einer Leitung, die an eine Spraydose 5 angeschlossen
ist. Die Spraydose 5 beinhaltet das Aerosol mit einem Treibmittel, das in der Spraydose
5 als Flüssigkeit vorliegt. Die Spraydose 5 befindet sich hier innerhalb eines Gehäuses
6 der Prüfvorrichtung, während sich das Ventil 4 innerhalb eines Prüftopfs 7 befindet,
der über den Melder 2 gestülpt wird, um die Messung durchzuführen. Das Gehäuse 6 umfasst
den Prüftopf 7 und ist an diesem befestigt.
[0013] Alternativ ist es möglich, dass die Spraydose 5 in den Prüftopf 7 hineinragt, wobei
Durchführungen durch den Prüftopf 7 wie auch für die Leitung abgedichtet sind, so
dass das Aerosol, das mittels des Ventils 4 in den Prüftopf 7 gesprüht wird, in dem
Prüftopf 7 verbleibt, um für die Messung bereitzustehen. Der Prüftopf 7 ist an der
Wand befestigt oder wird daran gedrückt. Das Gehäuse 6 der Prüfvorrichtung wird durch
eine Stange 8 gehalten. Die Stange 8 dient einem Bediener, um die Prüfvorrichtung
über den Melder zu stülpen. Der Prüftopf 7 und das Gehäuse 6 können jeweils aus einem
transparenten Kunststoff angefertigt sein, so dass der Bediener ein möglichst einfaches
Plazieren der erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung durchführen kann. Damit wird insbesondere
vermieden, dass das Ventil 4 gegen den Melder 2 stößt und somit gegebenenfalls beschädigt
werden kann. Die Spraydose 5 ist an dem Gehäuse 6 beispielsweise mittels Klammern
befestigt, so dass ein einfaches Austauschen der Spraydose 5 leicht möglich ist. In
Fig. 1 sind nicht die Mittel zum Öffnen des Ventils dargestellt, die rein mechanisch
oder elektromechanisch ausgebildet sein können.
[0014] In Figur 2 ist als Blockschaltbild eine erste Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Melders dargestellt. Ein Temperaturfühler 9 und ein Rauchmelder 10 sind jeweils über
ihre Ausgänge an eine Signalverarbeitung 11, und zwar jeweils an den ersten und zweiten
Eingang angeschlossen. Ein Datenausgang der Signalverarbeitung 11 führt zu einem Dateneingang
eines Prozessors 12. Ein erster Datenein-/-ausgang des Prozessors 12 führt zu einem
Speicher 13. Ein zweiter Datenein-/-ausgang des Prozessors 12 führt zu einem Kommunikationsbaustein
14, wobei ein zweiter Datenein-/ausgang des Kommunikationsbausteins 14 an eine Kommunikationsleitung
15 angeschlossen ist. Ein Datenausgang des Prozessors 12 führt zu einer Signalverarbeitung
16, an die Mittel 17 zur optischen und akustischen Wiedergabe angeschlossen sind.
Die Mittel 17 zur optischen und akustischen Wiedergabe sind hier eine Leuchte und
eine Sirene, wobei auch nur die Leuchte oder nur die Sirene oder ein Lautsprecher
verwendbar sind.
[0015] Die Sensoren, der Temperaturfühler 9 und der Rauchmelder 10, liefern Signale an die
Signalverarbeitung 11. Die Signalverarbeitung 11 verstärkt und digitalisiert diese
Sensordaten. Weiterhin bildet die Signalverarbeitung 11 einen Multiplex aus diesen
Sensordaten, der dann an den Prozessor 12 übermittelt wird.
[0016] Der Prozessor 12 führt eine Analyse der Sensordaten durch, wobei im Normalbetrieb
diese Sensordaten mit Schwellwerten verglichen werden, um eine Branderkennung durchzuführen.
[0017] Diese Schwellwerte sind im Speicher 13 abgelegt, der auch als Arbeitsspeicher für
den Prozessor 12 verwendet wird.
[0018] Wird über die Kommunikationsleitung 15 von einer an die Kommunikationsleitung 15
angeschlossenen Zentrale eine Signalisierung übertragen, dass der Melder 2 in einen
Prüfmodus geschaltet wird, dann wertet der Prozessor 12 die Prüfsignale dahingehend
aus, ob eine normale Funktionalität der Sensoren 9 und 10 gegeben ist. Auch dies wird
anhand im Speicher 13 abgespeicherter Schwellwerte durchgeführt. Alternativ ist es
möglich, dass diese Meßwerte der Zentrale über die Kommunikationsleitung 15 übertragen
werden, so dass die Zentrale diese Auswertung vornimmt. Nimmt der Prozessor 12 die
Auswertung selbst vor, kann er mittels den Mitteln 17 zur optischen und akustischen
Wiedergabe dies anzeigen. Nimmt die Zentrale dies vor, kann die Zentrale ein entsprechendes
Signal dem Melder 2 übertragen, so dass wiederum mittels der Mittel 17 zur akustischen
und optischen Wiedergabe eine vorhandene oder eine fehlende Funktionalität angezeigt
werden kann.
[0019] Die Signalverarbeitung 16 wandelt einen vom Prozessor 12 kommenden Befehl in ein
entsprechendes Signal für die Sirene und die Leuchte um. Der Kommunikationsbaustein
14 ist hier ein Modem, der den Melder an die Kommunikationsleitung 15 anschließt.
Alternativ ist es möglich, dass der Kommunikationsbaustein 14 als Buscontroller ausgebildet
wird und die Kommunikationsleitung 15 ein Bussystem ist, beispielsweise der bekannte
LSN-Bus, über den Melder zusammenschaltbar sind. Die Signalverarbeitung 11 kann alternativ
in jeweils zwei für den jeweiligen Sensor dedizierten Signalverarbeitungen aufgeteilt
werden, wobei sie dann aus einem jeweiligen Signalverstärker, einem Analog-/Digital-Wandler
besteht und die digitalisierten Signale in einem Multiplexer zusammengeführt werden,
um den Datenstrom für den Prozessor 12 zu bilden.
[0020] In Figur 3 ist als Blockschaltbild eine zweite Ausführungsform des Melders dargestellt.
Der Temperaturfühler 9 und der Rauchmelder 10 sind dann jeweils an den ersten und
zweiten Eingang der Signalverarbeitung 11 angeschlossen. Die Signalverarbeitung 11
ist an einen ersten Dateneingang des Prozessors 12 angeschlossen. An einen zweiten
Dateneingang des Prozessors 12 ist hier ein Schalter 18 angeschlossen, der anzeigt,
ob für den Melder 2 ein Prüfmodus vorliegt oder nicht, und der bewirkt, dass der Melder
2 in den Prüfmodus geschaltet wird. An einen Datenein-/-ausgang des Prozessors 12
ist der Speicher 13 angeschlossen. An einen Dateneingang des Prozessors 12 ist die
Signalverarbeitung 16 angeschlossen, an die wiederum die Mittel 17 zur akustischen
und optischen Wiedergabe angeschlossen sind.
[0021] Der Schalter 18 ist hier als Reed-Kontakt ausgebildet. Bei einem Reed-Kontakt werden
mittels magnetisierter Federn ein Schaltelement geschlossen oder geöffnet. Damit ist
der Reed-Kontakt 18 für von außen beaufschlagte Magnetfelder zugänglich. Solch ein
Magnet wird hier in der Prüfvorrichtung beispielsweise im Gehäuse 6 angebracht, um
diesen Reed-Kontakt 18 mittels dieses Magneten zu aktivieren. Wird dann der Prüftopf
7 über den Melder 2 gestülpt, dann schaltet der Magnet bei dem Überstülpen den Reed-Kontakt
18, so dass der Melder 2 in den Prüfmodus geschaltet wird. Alternativ ist es möglich,
dass der Schalter 18 als Infrarot- oder als Funkschnittstelle mit angeschlossener
Elektronik ausgebildet ist, so dass mittels einer Fernbedienung mittels Infrarotsignalen
oder mittels Funksignalen der Melder 2 in einen Prüfmodus schaltbar ist.
[0022] Für die Funksignale eignet sich beispielsweise das für kurze Entfernung geeignete
Übertragungsverfahren Bluetooth.
[0023] In Figur 4 ist das erfindungsgemäße Verfahren zur Funktionsprüfung des Temperaturfühlers
3 in dem Melder 2 als Flußdiagramm dargestellt. In Verfahrensschritt 19 wird die Prüfung
durch einen Bediener eingeleitet, indem der Bediener die Prüfvorrichtung mit dem Gehäuse
6 und dem Prüftopf 7 über den Melder 2, der an der Decke 1 angebracht ist, stülpt.
Dazu verwendet der Bediener die Stange 8. In Verfahrensschritt 20 wird der Melder
2 in den Prüfmodus geschaltet. Dies erfolgt entweder über eine Fernbedienung durch
den Bediener wie oben dargestellt oder durch das Überstülpen der Prüfvorrichtung,
indem der Reed-Kontakt 18 aktiviert wird oder über eine an den Melder 2 angeschlossene
Zentrale, die den Melder 2 in den Prüfmodus schaltet. Alternativ ist es möglich, dass
der Melder 2 anhand der von dem Temperaturfühler 3 kommenden Signale erkennt, dass
eine Funktionsprüfung vorliegt und damit automatisch selbst in den Prüfmodus schaltet.
[0024] In Verfahrensschritt 21 wird durch das vom Benutzer geöffnete Ventil 4 Aerosol aus
der Spraydose 5 auf den Temperaturfühler 3 gesprüht und führt somit zu einer raschen
Temperaturabsenkung. Der Prozessor 12 überprüft nun anhand dieser gemessenen Temperaturabsenkung,
ob der Temperaturfühler 3 noch richtig funktioniert. Dies wird in Verfahrensschritt
22, der für die Temperaturmessung gedacht ist und in Verfahrensschritt 23, wo der
Prozessor 12 die eigentliche Auswertung vornimmt, durchgeführt. Gegebenenfalls führt
hier der Prozessor 12 die Schaltung in den Prüfmodus durch, falls der Prozessor 12
erkennt, dass es sich um ein Prüfsignal handelt. Gegebenenfalls werden hier auch noch
Meßsignale vom Rauchmelder 10 ausgewertet, ob der Rauchmelder 10 noch Rauch korrekt
detektiert. In Verfahrensschritt 24 wird dann überprüft, ob der Prozessor festgestellt
hat, dass eine korrekte Funktion des Rauchmelders 10 und des Temperaturfühlers 9 vorliegt.
Ist das der Fall, dann wird in Verfahrensschritt 26 angezeigt, dass alles in Ordnung
ist. Ist das nicht der Fall, oder funktioniert zumindest einer der Sensoren 9 und
10 nicht richtig, dann wird in Verfahrensschritt 25 durch die Mittel 17 zur akustischen
und optischen Ausgabe dies angezeigt. Alternativ ist es möglich, dass dies zusätzlich
oder anstatt zu der Zentrale übertragen wird.
1. Melder, wobei der Melder (2) einen Temperaturfühler (3, 9) und einen Prozessor (12)
aufweist, wobei der Melder (2) in einen Prüfmodus umschaltbar ist, wobei der Melder
(2) Mittel (17) zur optischen und/oder akustischen Wiedergabe zur Anzeige einer Funktionsfähigkeit
des Melders (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Prozessor (12) im Prüfmodus anhand einer gemessenen Temperaturabsenkung überprüft,
ob der Temperaturfühler (3, 9) noch richtig funktioniert.
2. Melder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Temperaturfühler (3, 9) mit einer Zentrale über Kommunikationsmittel (14, 15)
verbunden ist, dass zwischen dem Melder (2) und der Zentrale der Prüfmodus vereinbart
ist und dass im Prüfmodus der Temperaturfühler (3) oder der Melder (2) bei einer Funktionsprüfung
des Temperaturfühlers (3, 9) mit einem gesprühten sprühbaren Stoff ein Signal an die
Zentrale in Abhängigkeit von der Funktionsprüfung abgibt.
3. Melder nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder (2) einen Rauchmelder (10) aufweist, der mittels eines Aerosols als dem
sprühbaren Stoff auf seine Funktion gleichzeitig zum Temperaturfühler (3) überprüfbar
ist.
4. Melder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder einen Schalter (18) zur Umschaltung in den Prüfmodus aufweist.
5. Melder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (18) als ein Reed-Kontakt ausgebildet ist.
6. Melder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder einen Prozessor (12) zur Erkennung eines Funktionstests des Temperaturfühlers
(3) aufweist und dass dann der Prozessor (12) den Melder (2) in den Prüfmodus schaltet.
7. Melder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder (2) einen Infrarotempfänger oder einen Funkempfänger aufweist und dass
der Melder (2) mittels Infrarotsignalen oder Funksignalen in den Prüfmodus schaltbar
ist.
8. Verfahren zur Funktionsprüfung eines Temperaturfühlers (3, 9) in einem Melder (2),
wobei der Temperaturfühler (3, 9) mit einem sprühbaren Stoff durch eine Prüfvorrichtung
besprüht wird, dadurch gekennzeichnet, dass eine Temperaturabsenkung aufgrund des Besprühens mit dem sprühbaren Stoff gemessen
wird und dass in Abhängigkeit von der Messung eine Funktionsfähigkeit des Temperaturfühlers
(3, 9) angezeigt wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder (2) für die Funktionsprüfung in einen Prüfmodus geschaltet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder (2) durch einen Schalter (18) in den Prüfmodus geschaltet wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter (18) durch einen Magneten der Prüfvorrichtung geschaltet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder (2) durch eine mit dem Melder (2) verbundene Zentrale in den Prüfmodus
geschaltet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Melder (2) eine Funktionsprüfung selbst erkennt und sich dann in den Prüfmodus
schaltet.
14. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Fernbedienung der Melder 2 in den Prüfmodus geschaltet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig zur Funktionsprüfung des Temperaturfühlers (3, 9) die Funktion eines
Rauchmelders (10), der sich in dem Melder (2) befindet, mit einem Aerosol als dem
sprühbaren Stoff überprüft wird.
1. Detector (2) having a temperature sensor (3, 9) and a processor (12), it being possible
to switch the detector (2) over to a test mode, the detector (2) having means (17)
for visual and/or audible reproduction for indicating the ability of the detector
(2) to function, characterized in that in the test mode the processor (12) uses a measured drop in temperature to check
whether the temperature sensor (3, 9) is still functioning correctly.
2. Detector according to Claim 1, characterized in that the temperature sensor (3, 9) is connected to a central control system via communication
means (14, 15), in that the test mode is arranged between the detector (2) and the central control system,
and in that, in the test mode, when the temperature sensor (3, 9) is functionally tested by a
sprayable substance being sprayed, the temperature sensor (3) or the detector (2)
emits a signal to the central control system as a function of the functional testing.
3. Detector according to Claim 1 or 2, characterized in that the detector (2) has a smoke alarm (10) whose functioning can be checked at the same
time as the temperature sensor (3) using an aerosol as the sprayable substance.
4. Detector according to Claim 1, characterized in that the detector has a switch (18) for switching over to the test mode.
5. Detector according to Claim 4, characterized in that the switch (18) is in the form of a reed contact.
6. Detector according to Claim 1, characterized in that the detector has a processor (12) for identifying a functional test of the temperature
sensor (3), and in that the processor (12) then switches the detector (2) to the test mode.
7. Detector according to Claim 1, characterized in that the detector (2) has an infrared receiver or a radio receiver, and in that the detector (2) can be switched to the test mode by means of infrared signals or
radio signals.
8. Method for functionally testing a temperature sensor (3, 9) in a detector (2), the
temperature sensor (3, 9) being sprayed with a sprayable substance by a testing apparatus,
characterized in that a drop in temperature owing to the said temperature sensor being sprayed with the
sprayable substance is measured, and in that the ability of the temperature sensor (3, 9) to function is indicated as a function
of the measurement.
9. Method according to Claim 8, characterized in that the detector (2) is switched to a test mode for functional testing.
10. Method according to Claim 9, characterized in that the detector (2) is switched to the test mode by a switch (18).
11. Method according to Claim 10, characterized in that the switch (18) is switched by a magnet of the testing apparatus.
12. Method according to Claim 9, characterized in that the detector (2) is switched to the test mode by a central control system which is
connected to the detector (2).
13. Method according to Claim 9, characterized in that the detector (2) itself identifies functional testing, and then switches to the test
mode.
14. Method according to Claim 9, characterized in that the detector (2) is switched to the test mode by means of remote control.
15. Method according to one of Claims 8 to 14, characterized in that the functioning of a smoke alarm (10) which is located in the detector (2) is checked
using an aerosol as the sprayable substance at the same time as the temperature sensor
(3, 9) is functionally tested.
1. Détecteur (2) comprenant un capteur de température (3, 9) et un processeur (12), le
détecteur (2) pouvant être commuté sur un mode test, le détecteur (2) présentant des
moyens (17) de reproduction optique et/ou acoustique pour indiquer une capacité fonctionnelle
du détecteur (2),
caractérisé en ce que
le processeur (12) vérifie dans le mode test, au moyen d'une diminution de température
mesurée, si le capteur de température (3, 9) fonctionne encore correctement.
2. Détecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le capteur de température (3, 9) est relié à une centrale par le biais de moyens de
communications (14, 15), le mode test est accordé entre le détecteur (2) et la centrale
et, dans le mode test, le capteur de température (3) ou le détecteur (2) émet un signal
vers la centrale en fonction du test fonctionnel lorsque le capteur de température
(3,9) est soumis à un test fonctionnel réalisé en pulvérisant une substance pulvérisable.
3. Détecteur selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le détecteur (2) présente un détecteur de fumée (10) dont les fonctions peuvent être
testées en même temps que le capteur de température (3) au moyen d'un aérosol servant
de substance pulvérisable.
4. Détecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le détecteur présente un commutateur (18) pour la commutation dans le mode test.
5. Détecteur selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le commutateur (18) a la forme d'un contact à lames souples.
6. Détecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le détecteur présente un processeur (12) servant à détecter un test fonctionnel du
capteur de température (3) pour que le processeur (12) commute alors le détecteur
(2) dans le mode test.
7. Détecteur selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le détecteur (2) présente un récepteur infrarouge ou un récepteur radioélectrique
pour pouvoir être commuté dans le mode test au moyen de signaux infrarouge ou de signaux
radioélectriques.
8. Procédé de test fonctionnel d'un capteur de température (3, 9) dans un détecteur (2),
le capteur de température (3, 9) étant vaporisé avec une substance pulvérisable par
un dispositif de contrôle,
caractérisé en ce qu'
on mesure une diminution de température suite à la vaporisation de la substance pulvérisable
et on indique une capacité fonctionnelle du capteur de température (3, 9) en fonction
de la mesure.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
pour le test fonctionnel, on commute le détecteur (2) dans un mode test.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce qu'
on commute le détecteur (2) dans le mode test au moyen d'un commutateur (18).
11. Procédé selon la revendication 10,
caractérisé en ce qu'
on commute le commutateur (18) à l'aide d'un aimant du dispositif de contrôle.
12. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce qu'
on commute le détecteur (2) dans le mode test à partir d'une centrale reliée au détecteur
(2).
13. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
le détecteur (2) détecte automatiquement un test fonctionnel et se commute alors dans
le mode test.
14. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce qu'
on commute le détecteur (2) dans le mode test au moyen d'une télécommande.
15. Procédé selon l'une des revendications 8 à 14,
caractérisé en ce qu'
en même temps que le test fonctionnel du capteur de température (3, 9), on contrôle
au moyen d'un aérosol servant de substance pulvérisable, la fonctionnalité d'un détecteur
de fumée (10) qui se trouve dans le détecteur (2).