[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Erzeugung einer Vibrations-Rückkopplung.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zur Erzeugung einer
Vibrations-Rückkopplung von einer (akustischen Musik-) Basstrommel oder einer (akustischen
Musik-) Basspauke an einen Musiker.
[0002] Für Musiker, die ein Musikinstrument spielen, dessen Klangkörper nicht im direkten,
physikalischen Kontakt mit dem Musiker steht, beispielsweise Musikinstrumente die
mittels Schlägern gespielt werden, wie Trommeln, Pauken, Xylophone oder andere Perkussionsinstrumente,
stellt sich oft das Problem, dass sie kein Gefühl für ihr Musikinstrument, respektive
für die von ihrem Musikinstrument generierten schallwellenerzeugenden Vibrationen
haben, da sie keinen direkten Körperkontakt mit dem Klangkörper des Musikinstruments
haben. Dieses Problem vergrössert sich zudem, wenn das betreffende Musikinstrument
zusammen mit anderen Musikinstrumenten in einer Musikgruppe gespielt wird, da die
vom betreffenden Musikinstrument abgegebenen Schallwellen zusätzlich im Geräuschpegel
der anderen Instrumente untergehen. Insbesondere Schlagzeugspieler haben grosse Mühe,
die von ihren akustischen Basstrommeln und/oder akustischen Basspauken erzeugten niederfrequenten
Schallwellen wahrzunehmen.
[0003] In der Patentschrift US 5744738 wird eine starre, mechanische Rahmenkonstruktion
beschrieben, auf welche Schlagzeugkomponenten wie Trommeln und Becken sowie ein Schlagzeugstuhl
so angebracht werden, dass der Musiker die von den Schlagzeugkomponenten abgegebenen
Vibrationen über die Rahmenkonstruktion und den Schlagzeugstuhl spüren kann. Obwohl
eine solche Rahmenkonstruktion das oben beschriebene Problem merklich verbessern kann,
hat sie doch den Nachteil, dass sie eine ansehnliche Grösse und ein beträchtliches
Gewicht aufweist, was sich nachteilig auf den Transport der Rahmenkonstruktion auswirkt,
und dass das Aufstellen und Justieren der Rahmenkonstruktion mit einem ziemlich grossen
Aufwand verbunden ist.
[0004] Es ist eine Aufgabe dieser Erfindung, eine neue und bessere Vorrichtung zur Erzeugung
einer Vibrations-Rückkopplung von einer Basstrommel oder einer Basspauke an einen
Musiker vorzuschlagen, welche insbesondere nicht die oben angeführten Nachteile des
Stands der Technik aufweist.
[0005] Gemäss der vorliegenden Erfindung wird dieses Ziel insbesondere durch die Elemente
der unabhängigen Ansprüche erreicht. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen gehen
ausserdem aus den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung hervor.
[0006] Dieses Ziel wird durch die erfindungsgemässe Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
insbesondere dadurch erreicht, dass sie ein Eingangsmodul zum Empfang von Schallwellen
von der Basstrommel oder der Basspauke und zur Wandlung dieser Schallwellen in entsprechende
Signale, und/oder zum Empfang von Signalen, die diesen Schallwellen entsprechen, umfasst,
dass sie ein mit dem Eingangsmodul verbundenes Filtermodul, dessen Filterfrequenz
durch den Musiker einstellbar ist, zur Erzeugung eines gefilterten Signals aus den
gewandelten und/oder empfangenen Signalen umfasst, dass sie ein Verstärkermodul zur
Verstärkung des gefilterten Signals umfasst, und dass sie einen mit dem Verstärkermodul
verbundenen Vibrationstreiber zur Erzeugung von durch den Musiker spürbaren Vibrationen
aus dem verstärkten, gefilterten Signal umfasst. Der Vorteil einer derart ausgestalteten
mobilen und tragbaren Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung besteht insbesondere darin,
dass sie kostengünstig ausgeführt und ohne grossen Aufwand transportiert, installiert
und betrieben werden kann. Eine derart ausgestaltete Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
kann insbesondere ohne speziellen zusätzlichen mechanischen Anpassungsaufwand mit
sämtlichen Typen und Grössen von herkömmlichen Basstrommeln und Basspauken verwendet
werden, da die Filterfrequenz des Filtermoduls durch den Musiker an die Frequenzen
der von der jeweiligen Basstrommel oder Basspauke abgegebenen Schallwellen angepasst
werden kann, wobei insbesondere an den Musikinstrumenten, das heisst an der Basstrommel
oder der Basspauke, keine Änderungen vorgenommen werden müssen.
[0007] Das Filtermodul ist vorzugsweise ein parametrisches Filtermodul, insbesondere ein
Bandpassfilter mit einer im wesentlichen im Bereich zwischen 50Hz und 250Hz einstellbaren
Filterfrequenz und mit einstellbarer Steilheit. Der Vorteil eines solchen einstellbaren
Bandpassfilters besteht insbesondere darin, dass die Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
durch den Musiker frequenzmässig an die betreffende Basstrommel oder -pauke angepasst
werden kann.
[0008] Vorzugsweise ist der Vibrationstreiber so an einer Sitzvorrichtung, beispielsweise
ein Schlagzeugstuhl, befestigt, dass der darauf sitzende Musiker die durch den Vibrationstreiber
erzeugten Vibrationen wirkungsvoll spürt. In einer Ausführungsvariante ist der Vibrationstreiber
so an einer Plattform befestigt, dass ein sich darauf befindender Musiker die durch
den Vibrationstreiber erzeugten Vibrationen wirkungsvoll spürt.
[0009] In einer Ausführungsvariante umfasst das Eingangsmodul einen Empfänger zum Empfang
von elektrischen Signalen oder von Funksignalen. Der Vorteil eines solchen Empfängers
besteht darin, dass ein externes Mikrofon ausserhalb der Vorrichtung, das beispielsweise
in der Basstrommel oder -pauke angebracht wird, mittels eines Kabels, zur Weiterleitung
der vom Mikrofon erzeugten elektrischen Signale mit dem Eingangsmodul der Vorrichtung
verbunden werden kann, respektive dass ein externes Funkmikrofon kontaktlos mit dem
Eingangsmodul der Vorrichtung verbunden werden kann.
[0010] In einer Ausführungsvariante sind das Eingangsmodul, das Filtermodul, das Verstärkermodul
und der Vibrationstreiber in einem gemeinsamen Gehäuse ausgeführt und beispielsweise
an der oben erwähnten Sitzvorrichtung oder Plattform befestigt. Diese Ausführungsvariante
hat insbesondere den Vorteil, dass ein Kombinationsprodukt, bestehend aus der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
und der Sitzvorrichtung, respektive der Plattform, an der die Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
befestigt ist, optimal hinsichtlich der geometrischen Dimensionen und der wirkungsvollen
Vibrationsübertragung ausgeführt werden kann.
[0011] In einer Ausführungsvariante sind das Eingangsmodul, das Filtermodul und das Verstärkermodul
in einem gemeinsamen Gehäuse ausgeführt und der Vibrationstreiber über eine Kabelverbindung
mit dem Verstärkermodul verbunden. Diese Ausführungsvariante hat insbesondere den
Vorteil, dass der Vibrationstreiber möglichst wirkungsvoll an einer Sitzvorrichtung
oder einer Plattform befestigt werden kann während das Gehäuse, mit dem Eingangsmodul,
dem Filtermodul und dem Verstärkermodul, für den Musiker beispielsweise bedienungsfreundlich
in Griffnähe oder direkt in oder bei der Basstrommel oder Basspauke positioniert werden
kann.
[0012] In einer Ausführungsvariante sind das Eingangsmodul und das Filtermodul in einem
gemeinsamen ersten Gehäuse ausgeführt und das Verstärkermodul und der Vibrationstreiber
in einem gemeinsamen zweiten Gehäuse ausgeführt, wobei das Filtermodul und das Verstärkermodul
beispielsweise über eine Kabelverbindung oder eine kontaktlose Schnittstelle miteinander
verbunden sind. Diese Ausführungsvariante hat insbesondere den Vorteil, dass die Vibrations-Rückkopplung
von einer Basstrommel oder -pauke an mehrere Musiker geleitet werden kann, indem mehrere
zweite Gehäuse, mit jeweils einem Verstärkermodul und einem Vibrationstreiber, mit
einem gemeinsamen ersten Gehäuse, mit dem Eingangsmodul und dem Filtermodul, verbunden
werden.
[0013] Vorzugsweise umfasst das Eingangsmodul ein Vorverstärkermodul mit einem oder mehreren
Vorverstärkern zur Vorverstärkung und Summierung der gewandelten und/oder empfangenen
Signale und das Eingangsmodul umfasst eine Übersteuerungskontrollanzeige zur Kontrolle
der Aussteuerung des vorverstärkten und summierten Signals.
[0014] Nachfolgend wird eine Ausführung der vorliegenden Erfindung anhand eines Beispieles
beschrieben. Das Beispiel der Ausführung wird durch folgende beigelegten Figuren illustriert:
Figur 1 zeigt ein Blockdiagramm, welches schematisch eine Vorrichtung zur Erzeugung
einer Vibrations-Rückkopplung mit drei verschiedenen alternativen oder sich ergänzenden
Varianten zum Empfang von Schallwellen, die von einer Basstrommel oder einer Basspauke
abgegebenen werden, illustriert.
Figur 2a zeigt ein Blockdiagramm, welches schematisch eine Ausführungsform der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
mit einem gemeinsamen Gehäuse illustriert.
Figur 2b zeigt ein Blockdiagramm, welches schematisch eine Ausführungsform der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
illustriert, in welcher der Vibrationstreiber über eine Kabelverbindung mit den anderen,
in einem gemeinsamen Gehäuse ausgeführten Modulen verbunden ist.
Figur 2c zeigt ein Blockdiagramm, welches schematisch eine Ausführungsform der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
in einem ersten und einem zweiten Gehäuse illustriert, die über eine Kabelverbindung
miteinander verbunden sind.
Figur 2d zeigt ein Blockdiagramm, welches schematisch eine Ausführungsform der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
in einem ersten und einem zweiten Gehäuse illustriert, die über eine kontaktlose Schnittstelle
miteinander verbunden sind.
Figur 3a zeigt eine schematische Ansicht eines Vibrationstreibers, der an einer Sitzvorrichtung
befestigt ist.
Figur 3b zeigt eine schematische Ansicht eines Vibrationstreibers, der an einer Plattform
befestigt ist.
Figur 4 zeigt einen elektronischen Schaltungsplan einer möglichen Ausführung der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung.
[0015] In der Figur 1 bezieht sich die Bezugsziffer 1 auf eine Vorrichtung zur Erzeugung
einer Vibrations-Rückkopplung von einer Basstrommel 2 oder einer Basspauke 2 an einen,
oder möglicherweise mehrere, Musiker, welche Vorrichtung in diesem Text auch als Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
1 bezeichnet wird. Die Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1, die in der Figur 1 schematisch
dargestellt ist, umfasst ein Eingangsmodul 4 mit drei verschiedenen Mechanismen zum
Empfang von Schallwellen 20, die von der Basstrommel oder -pauke 2 abgegeben werden,
respektive zum Empfang von Signalen 30, die diesen Schallwellen 20 entsprechen. Jeweils
einer der drei verschiedenen Mechanismen kann als Alternative in verschiedenen Ausführungsvarianten
der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1 eingesetzt werden, es sind aber auch Ausführungsvarianten
der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1 möglich, in denen mehrere dieser drei verschiedenen
Mechanismen, sich ergänzend, in eine Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1 eingesetzt
werden.
[0016] Der erste Mechanismus umfasst einen elektroakustischen Wandler, insbesondere ein
Mikrofon 3a, das in das Eingangsmodul 4 der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1
eingebaut ist und das geeignet ist, die von der Basstrommel oder -pauke 2 abgegebenen
Schallwellen 20 zu empfangen und in elektrische Signale zu wandeln, die diesen Schallwellen
entsprechen.
[0017] Der zweite Mechanismus umfasst eine Steckerverbindung 11, beispielsweise eine Steckerbuchse
oder einen Empfangsstecker, die in das Eingangsmodul 4 der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
1 eingebaut ist und über welche ein elektroakustischer Wandler, das Mikrofon 3b, oder
ein Vibrationssensor 3b, mittels eines Verbindungskabels 12 mit dem Eingangsmodul
4 der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1 so verbunden werden kann, dass elektrische
Signale, die den von der Basstrommel oder -pauke 2 abgegebenen Schallwellen, respektive
Vibrationen, entsprechen, vom Mikrofon 3b, respektive vom Vibrationssensor 3b, an
das Eingangsmodul 4 geleitet werden können.
[0018] Der dritte Mechanismus umfasst einen Funkempfänger 42, der in das Eingangsmodul 4
der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1 eingebaut ist und mittels welchem Funksignale
30, die vom Funkmikrofon 3c abgestrahlt werden und die den von der Basstrommel oder
-pauke 2 abgegebenen Schallwellen, respektive Vibrationen, entsprechen, empfangen
und als elektrische Signale weitergeleitet werden können.
[0019] Wie in der Figur 1 dargestellt wird, werden die den von der Basstrommel oder -pauke
2 abgegebenen Schallwellen entsprechenden empfangenen oder gewandelten elektrischen
Signale im Eingangsmodul 4 an das Vorverstärkermodul 41 weitergeleitet. Das Vorverstärkermodul
41 umfasst einen oder mehrere Vorverstärker, die jeweils entsprechend der Signalstärke
des betreffenden elektrischen Eingangssignals ausgelegt sind. Im Ausführungsbeispiel
der Figur 4 wird beispielsweise ein Mikrofonvorverstärker 413 und ein Leitungsvorverstärker
414, beispielsweise zum Anschluss des elektrischen Signals einer Bassgitarre, dargestellt.
Die Verstärkung (Gain) dieser Vorverstärker zur Aussteuerung des betreffenden elektrischen
Eingangssignals kann vom Musiker jeweils mit einem Vorverstärkungsregler 412 eingestellt
werden. Gemäss dem in Figur 4 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Ausgangssignale
der Vorverstärker im Vorverstärkermodul 41 summiert und zur visuellen Kontrolle der
Aussteuerung der Übersteuerungskontrollanzeige 411 zugeführt.
[0020] Das Ausgangssignal des Vorverstärkermoduls 41, respektive die summierten Ausgangssignale
des oder der Vorverstärker 413, 414, werden an das Filtermodul 5 weitergeleitet, wie
in den Figuren 1 und 4 dargestellt ist. Das Filtermodul 5 ist vorzugsweise ein Bandpassfilter,
dessen Filterfrequenz und Steilheit vom Musiker mittels des Filterfrequenzreglers
51, respektive mittels des Filtersteilheitsreglers 52, eingestellt werden kann. Da
die Grundfrequenz der Basstrommel oder -pauke 2 in einem ungefähren Bereich von 80
Hz bis 90 Hz liegt, kann das Bandpassfilter des Filtermoduls 5 beispielsweise so ausgelegt
werden, dass die Filterfrequenz im wesentlichen im Bereich von 50 Hz bis 150 Hz einstellbar
ist. Mit einem verstellbaren Bereich der Filterfrequenz im wesentlichen im Bereich
von 50 Hz bis 250 Hz kann zudem auch noch das Signal eines Basses, beispielsweise
eine Elektrobassgitarre, durch das Filtermodul 5 passieren, so dass zusätzlich zu
der Vibrations-Rückkopplung von der Basstrommel- oder Basspauke 2 auch eine Vibrations-Rückkopplung
vom Bass erzeugt werden kann. In einer Ausführungsvariante ist es auch möglich, jeweils
einem Vorverstärker des Vorverstärkermoduls 41 ein separates, individuell einstellbares
Filtermodul 5 zuzuordnen.
[0021] Das durch das Filtermodul 5 gefilterte Signal, welches im wesentlichen diejenigen
Frequenzanteile des ungefilterten Signals umfasst, die zur Erzeugung der Vibrations-Rückkopplung
verwendet werden, wird, wie in den Figuren 1 und 4 dargestellt ist, vom Filtermodul
5 an das Verstärkermodul 6 geleitet und dort verstärkt. Die Signalstärke des an das
Verstärkermodul 6 angelegten Eingangssignals kann durch den Musiker mittels des Signalstärkereglers
62 eingestellt werden. Die durch den Signalstärkeregler 62 bestimmte Aussteuerung
dieses Eingangssignals kann, wie in der Figur 4 dargestellt wird, durch den Musiker
mittels der Aussteuerungskontrollanzeige 61 kontrolliert werden. Durch die Einstellung
der Signalstärke des Eingangssignals an das Verstärkermodul 6 mittels des Signalstärkereglers
62 wird die Leistung des verstärkten Ausgangssignals des Verstärkermoduls 6 bestimmt.
Das Verstärkermodul 6 ist beispielsweise so ausgelegt, dass es eine Leistung von 50W
an eine Lastimpedanz von 4Ω abgeben kann.
[0022] Wie in der Figur 1 illustriert wird, wird das Ausgangssignals des Verstärkermoduls
6 an den Vibrationstreiber 7 weitergeleitet. Durch die Einstellung der Signalstärke
des an das Verstärkermodul 6 angelegten Eingangssignals mittels des Signalstärkereglers
62 wird somit die Vibrationsstärke der vom Vibrationstreiber 7 erzeugten Vibrations-Rückkopplung
bestimmt.
[0023] Wie in den Figuren 3a und 3b schematisch illustriert wird, ist der Vibrationstreiber
7 an einer Sitzvorrichtung 8, respektive an einer Plattform 9, befestigt, so dass
ein Musiker, der auf der Sitzvorrichtung 8 sitzt, beispielsweise ein Schlagzeugstuhl,
oder der auf der Plattform 9 steht, die durch den Vibrationstreiber 7 erzeugten Vibrationen
durch seinen Körper spürt. Die Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1 ermöglicht also
einem Musiker Vibrationen, respektive Körperschallwellen wahrzunehemen, die den von
einer Basstrommel oder einer Basspauke 2 abgegebenen Schallwellen entsprechen. Der
Vibrationstreiber 7 ist beispielsweise ein herkömmlicher Vibrationstreiber 7, wie
er in Kinos oder Autos eingesetzt wird, zum Beispiel ein Vibrationstreiber PSM 600
(4Ω, 50W) der Firma Aura. In einer anderen Ausführungsvariante ist der Vibrationstreiber
7 so ausgelegt, dass er von einem Musiker mittels geeigneten Tragemitteln so auf seinem
Körper, respektive auf einem Körperteil, getragen werden kann, dass er die durch den
Vibrationstreiber 7 erzeugten Vibrationen auf seinem Körper spürt. Da in der letztangeführten
Ausführungsvariante die Übertragung der Vibrationen direkt auf den Körper erfolgt
und die Vibrationen nicht über eine Sitzvorrichtung 8 oder eine Plattform 9 übertragen
werden müssen, kann das Verstärkermodul 6 für eine bedeutend kleinere Ausgangsleistung
dimensioniert werden. Die Speisung der Vorrichtung 1, respektive der verschiedenen
Komponenten und Module der Vorrichtung 1, erfolgt mittels eines Speisemoduls, beispielsweise
ein Speisemodul für den Direktanschluss ans Stromnetz, das zusammen mit anderen Komponenten
und Modulen der Vorrichtung 1 in ein gemeinsames Gehäuse oder in ein separates Gehäuse
eingebaut ist.
[0024] In den Figuren 2a, 2b, 2c und 2d sind verschiedene Ausführungsvarianten der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
1 illustriert, welche verschiedene Anordnungen von Komponenten und Modulen der Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung
1 betreffen. In der Ausführungsvariante gemäss der Figur 2a sind das Eingangsmodul
4, das Filtermodul 5, das Verstärkermodul 6 und der Vibrationstreiber 7 in einem gemeinsamen
Gehäuse 10, respektive auf einem gemeinsamen Träger 10, ausgeführt und beispielsweise
an der oben erwähnten Sitzvorrichtung 8 oder Plattform 9 befestigt. In der Ausführungsvariante
gemäss der Figur 2b sind das Eingangsmodul 4, das Filtermodul 5 und das Verstärkermodul
6 in einem gemeinsamen Gehäuse 10, respektive auf einem gemeinsamen Träger 10, ausgeführt
und der Vibrationstreiber 7 ist über eine Kabelverbindung 67 mit dem Verstärkermodul
6 verbunden. In den Ausführungsvarianten gemäss den Figuren 2c und 2d sind das Eingangsmodul
4 und das Filtermodul 5 in einem gemeinsamen ersten Gehäuse 10 a, respektive auf einem
gemeinsamen ersten Träger 10a, ausgeführt und das Verstärkermodul 6 und der Vibrationstreiber
7 sind in einem gemeinsamen zweiten Gehäuse 10 b, respektive auf einem gemeinsamen
zweiten Träger 10b, ausgeführt, wobei das Filtermodul 5 und das Verstärkermodul 6
in der Ausführungsvariante gemäss der Figur 2c über die Kabelverbindung 56a verbunden
sind, und wobei das Filtermodul 5 und das Verstärkermodul 6 in der Ausführungsvariante
gemäss der Figur 2d über die kontaktlose Schnittstelle 56b miteinander verbunden sind.
Die kontaktlose Schnittstelle 56b ist beispielsweise eine Funkschnittstelle, welche
mittels eines Funksenders im Gehäuse 10a, respektive auf dem Träger 10a, und einem
entsprechenden Funkempfänger im Gehäuse 10b, respektive auf dem Träger 10b, ausgeführt
wird. In einer alternativen Ausführungsvariante ist die kontaktlose Schnittstelle
56b als bidirektionale Funkschnittstelle ausgeführt, beispielsweise als Bluetooth-Funkschnittstelle.
[0025] Nachdem ein Mikrofon 3a, 3b, 3c oder ein Vibrationssensor in der oder bei der Basstrommel
oder -pauke 2 positioniert wurde, respektive das Mikrofon 3a auf die Basstrommel oder
-pauke 2 ausgerichtet wurde, kann die Vibrations-Rückkopplungsvorrichtung 1 folgendermassen
zur Erzeugung der Vibrations-Rückkopplung von der Basstrommel oder -pauke 2 zum Musiker
eingestellt werden. Mittels des Filtersteilheitsreglers 52 wird die Steilheit des
Filtermoduls 5 beispielsweise maximal eingestellt und während die Basstrommel oder
Basspauke 2 betätigt wird, wird mittels des Filterfrequenzreglers 51 das den von der
Basstrommel oder der Basspauke 2 abgegebenen Schallwellen entsprechende Signal "gesucht",
indem die Filterfrequenz des Filtermoduls 5 so eingestellt wird, dass dieses Signal
möglichst gut über den Vibrationstreiber 7 gespürt werden kann. In diesem Einstellungsprozess
kann auch die Übersteuerungskontrollanzeige 411 zu Hilfe genommen werden, wobei mittels
des Vorverstärkungsreglers 412 die Verstärkung des betreffenden Vorverstärkers jeweils
so reduziert wird, das eine Übersteuerung vermieden wird. Nachdem eine optimale Vibrations-Rückkopplung
eingestellt wurde, kann die Steilheit des Filtermoduls 5 reduziert werden, so dass
beispielsweise auch das Signal eines zusätzlichen Bassinstruments, beispielsweise
eine Bassgitarre, durch das Filtermodul 5 passieren kann und zu der Vibrations-Rückkopplung
beiträgt.
Liste der Bezugszeichen
[0026]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Basstrommel oder -pauke
- 3a
- eingebautes Mikrofon
- 3b
- kabelverbundenes Mikrofon
- 3c
- Funkmikrofon
- 4
- Eingangsmodul
- 5
- Filtermodul
- 6
- Verstärkermodul
- 7
- Vibrationstreiber
- 8
- Sitzvorrichtung (Schlagzeugstuhl)
- 9
- Plattform
- 10
- Gehäuse
- 10a
- erstes Gehäuse
- 10b
- zweites Gehäuse
- 11
- Steckerverbindung
- 12
- Verbindungskabel
- 20
- Schallwellen
- 30
- Funksignale
- 41
- Vorverstärkermodul
- 42
- Funkempfänger
- 51
- Filterfrequenzregler
- 52
- Filtersteilheitsregler
- 56a
- Kabelverbindung
- 56b
- kontaktlose Schnittstelle
- 61
- Aussteuerungskontrollanzeige
- 62
- Signalstärkeregler
- 67
- Kabelverbindung
- 70
- Vibrationen
- 411
- Übersteuerungskontrollanzeige
- 412
- Vorverstärkungsregler
- 413
- Mikrofonvorverstärker
- 414
- Leitungsvorverstärker
1. Vorrichtung (1) zur Erzeugung einer Vibrations-Rückkopplung von einer Basstrommel
oder einer Basspauke (2) an einen Musiker,
gekennzeichnet durch:
ein Eingangsmodul (4) zum Empfang von Schallwellen (20) von der Basstrommel oder der
Basspauke (2) und zur Wandlung dieser Schallwellen (20) in entsprechende Signale,
und/oder zum Empfang von Signalen, die diesen Schallwellen (20) entsprechen,
ein mit dem Eingangsmodul (4) verbundenes Filtermodul (5), dessen Filterfrequenz durch den Musiker einstellbar ist, zur Erzeugung eines gefilterten Signals aus den gewandelten
und/oder empfangenen Signalen,
ein Verstärkermodul (6) zur Verstärkung des gefilterten Signals, und
einen mit dem Verstärkermodul (6) verbundenen Vibrationstreiber (7) zur Erzeugung
von durch den Musiker spürbaren Vibrationen aus dem verstärkten, gefilterten Signal.
2. Vorrichtung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermodul (5) ein Bandpassfilter mit einer im wesentlichen im Bereich zwischen
50Hz und 250Hz einstellbaren Filterfrequenz und mit einstellbarer Steilheit ist.
3. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrationstreiber (7) so an einer Sitzvorrichtung (8) befestigt ist, dass ein
darauf sitzender Musiker die durch den Vibrationstreiber (7) erzeugten Vibrationen
spürt.
4. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vibrationstreiber (7) so an einer Plattform (9) befestigt ist, dass ein sich
darauf befindender Musiker die durch den Vibrationstreiber (7) erzeugten Vibrationen
spürt.
5. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsmodul (4) einen Empfänger zum Empfang von elektrischen Signalen und/oder
von Funksignalen umfasst.
6. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsmodul (4), das Filtermodul (5), das Verstärkermodul (6) und der Vibrationstreiber
(7) in einem gemeinsamen Gehäuse (10) ausgeführt sind.
7. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsmodul (4), das Filtermodul (5) und das Verstärkermodul (6) in einem gemeinsamen
Gehäuse (10) ausgeführt sind, und dass der Vibrationstreiber (7) über eine Kabelverbindung
(67) mit dem Verstärkermodul (6) verbunden ist.
8. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsmodul (4) und das Filtermodul (5) in einem gemeinsamen ersten Gehäuse
(10a) ausgeführt sind, und dass das Verstärkermodul (6) und der Vibrationstreiber
(7) in einem gemeinsamen zweiten Gehäuse (10b) ausgeführt sind.
9. Vorrichtung gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Filtermodul (5) und das Verstärkermodul (6) über eine kontaktlose Schnittstelle
(56b) miteinander verbunden sind.
10. Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Eingangsmodul (4) ein Vorverstärkermodul (41) mit einem oder mehreren Vorverstärkern
zur Vorverstärkung und Summierung der gewandelten und/oder empfangenen Signale umfasst,
und dass das Eingangsmodul (4) eine Übersteuerungskontrollanzeige (411) zur Kontrolle
der Aussteuerung des vorverstärkten und summierten Signals umfasst.