[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Trennen einer zu einer zweibahnigen Verarbeitungseinrichtung
der tabakverarbeitenden Industrie geführten Ausgangs-Hüllmaterialbahn in zwei Teilbahnen
durch einen Längsschnitt.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem eine Vorrichtung zum Trennen einer zu einer zweibahnigen
Verarbeitungsmaschine der tabakverarbeitenden Industrie geführten Ausgangs-Hüllmaterialbahn
in zwei Teilbahnen mittels einer rotativen Längsschneideinrichtung.
[0003] Verfahren und Vorrichtungen der eingangs bezeichneten Art kommen zum Einsatz bei
doppelbahnig arbeitenden Maschinen zum Konfektionieren von strang- bzw. stabförmigen
Produkten, wie Zigaretten oder Filterstäben, auf entsprechenden Strangmaschinen oder
Filteransetzmaschinen, d. h. überall dort, wo aus entsprechend verarbeiteten, doppeltbreiten
Hüllmaterialstreifen durch Längsschneiden hälftig getrennte Teilstreifen erzeugt und
mit dem zu konfektionierenden Produkt verbunden werden sollen.
Ebenso sind darunter beispielsweise doppelbahnige Packmaschinen zu verstehen, auf
denen die Tabakprodukte beispielsweise in sogenannte Weichbecherpackungen eingehüllt
werden, deren Zuschnitte aus einer doppeltbreiten Endlos-Hüllmaterialbahn erhalten
werden.
[0004] Der eingangs genannten Gattung zuzuordnende Einrichtungen sind beispielsweise durch
die der EP-PS 0 309 818 entsprechende US-PS 4 960 234 sowie die der DE-PS 35 02 009
entsprechende US-PS 4 627 319 bekannt geworden.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf einfachere Weise die Qualität der auf
zwei parallelen Bahnen hergestellten Produkte zu verbessern und diese in jedem Fall
für beide Bahnen unter allen Produktionsbedingungen und Materialbeschaffenheiten der
Ausgangsmaterialien anzugleichen.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Breite der beiden erhaltenen
Teilbahnen gemessen wird, dass die Breiten-Messwerte miteinander verglichen werden
und dass bei einer Breitenabweichung zwischen den Teilbahnen durch eine relative Querverstellung
die Mittenlinie der Ausgangs-Hüllmaterialbahn mit dem Längsschnitt zur Deckung gebracht
wird, wobei nach einem weiteren Vorschlag dabei so vorgegangen wird, dass die Ausgangs-Hüllmaterialbahn
quer zur Schneidebene in eine die jeweils breitere Teilbahn schmälernde bzw. die jeweils
schmalere Teilbahn verbreiternde Richtung verstellt wird.
Im Sinne der Erfindung wäre es möglich, das den Trennschnitt ausführende Organ quer
zur Laufrichtung der Hüllmaterialbahn zu verstellen. Außerdem wäre es denkbar, die
Trennschnittebene stationär vorzusehen und alternativ durch seitliche Querverschiebung
der Hüllmaterialbahn eine Korrektur vorzunehmen. Eine bevorzugte Verfahrensweise besteht
nach einem weiteren Vorschlag hingegen darin, dass die Relativverstellung zwischen
Ausgangs-Hüllmaterialbahn und Trennschnitt durch Einwirkung einer rotativ erzeugten
Querkraft auf die Ausgangs-Hüllmaterialbahn erfolgt.
Zweckmäßigerweise werden nach einem weiteren Vorschlag die durch den Längsschnitt
erhaltenen Teilbahnen mit einem definiert einstellbaren gegenseitigen Abstand geführt,
wobei die Breite der mit definiertem gegenseitigen Abstand geführten Teilbahnen gemessen
wird.
[0007] Der vorstehend erwähnte definiert einstellbare Abstand der beiden Teilbahnen ist
notwendig, um die Papierstreifen bzw. die Teilbahnen unabhängig voneinander zu einem
nachfolgenden Zigarettenformat bzw. den nachfolgenden Leimdüsen einzustellen.
Zur Automatisierung dieses Vorgangs dient ein weiterer Vorschlag von selbständigem
erfinderischen Rang, in dem in Abhängigkeit von den erhaltenen Breiten-Messwerten
der Teilbahnen die Teilbahnen quer zu ihrer Laufrichtung verstellt werden. Auf diese
Weise werden bestehende Breitentoleranzen des Ausgangsmaterials mit wenig Aufwand
präzise kompensiert, wobei infolge einer entfallenden Seitenkantenführung der Papierstreifen
das Papier geschont wird.
Dadurch, dass sich die Mitte der Formateinrichtung exakt mit dem Trennschnitt deckt
und somit auch immer bekannt und konstant ist, wirkt sich eine Breitenschwankung der
Ausgangs-Hüllmaterialbahn nur auf die Lage der Außenkanten und nicht auf die Lage
der Schnittkanten der Teilbahnen aus. Da andererseits die Formateinrichtung nicht
spiegelbildlich aufgebaut ist, wird bei der einen Teilbahn die Schnittkante und bei
der anderen Teilbahn die Außenkante beleimt.
Um bei den vorstehenden Gegebenheiten eine optimale Einstellung der Leimspuren mit
gleichbleibendem Abstand zur Außenkante der Papierstreifen zu erzielen, wird gemäß
weiteren Ausgestaltungen des Verfahrens vorgeschlagen, dass in Abhängigkeit von der
Breite der Ausgangs-Hüllmaterialbahn die Teilbahnen zwecks Kalibrierung der einen
Teilbahn gemeinsam verstellt werden, und dass in Abhängigkeit von schwankenden Breiten-Messwerten
der Teilbahnen die Lage der einen Teilbahn relativ zur Lage der anderen Teilbahn verstellt
wird. Auf diese Weise ergibt sich eine einmalige Kalibrierung der einen Teilbahn und
eine davon unabhängige laufende Lagekorrektur der anderen Teilbahn.
[0008] Die Vorrichtung zur Durchführung des eingangs bezeichneten Verfahrens besteht aus
zwei die Breite der Teilbahnen überwachenden Messorganen sowie einem eine Relativverstellung
zwischen der Ausgangs-Hüllmaterialbahn und der Längsschneideinrichtung vornehmenden
Stellorgan, das über ein in Abhängigkeit von Breitenabweichungen der Teilbahnen die
Mittenlinie der Ausgangs-Hüllmaterialbahn mit der Längsschneideinrichtung zur Deckung
bringendes Steuerorgan mit den Breiten-Messorganen in Wirkverbindung steht.
Im Sinne der Erfindung könnte die aus rotierenden Ober- und Untermessern bestehende
Längsschneideinrichtung quer zur Förderrichtung des Hüllmaterialstreifens verstellt
werden. Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht hingegen vor, dass das Stellorgan die
Ausgangs-Hüllmaterialbahn relativ zur Längsschneideinrichtung quer verstellend ausgebildet
ist.
Das Stellorgan könnte im Sinne der Erfindung ein linear quer verschiebbares Führungsmittel
für den Hüllmaterialstreifen sein. Eine bevorzugte Weiterbildung besteht hingegen
darin, dass das Stellorgan als die Ausgangs-Hüllmaterialbahn ober- und unterseitig
kontaktierendes Walzenpaar ausgebildet ist, welches um eine gemeinsame senkrecht zu
den Walzenachsen verlaufende Drehachse verschwenkbar ist.
[0009] Zweckmäßigerweise werden ― bezogen auf die Förderrichtung der Ausgangs-Hüllmaterialbahn
― stromab der Längsschneideinrichtung die erhaltenen Teilbahnen ober- und unterseitig
aufeinander folgend durch auswärts gekippte Walzenpaare geführt, um auf diese Weise
die Teilbahnen in einem gegenseitigen definierten Abstand relativ zu den überwachenden
Messorganen exakt zu führen, welche nach einem weiteren Vorschlag ― bezogen auf die
Förderrichtung der Teilbahnen ― den Teilbahnen stromab der diese führenden Walzenpaare
zugeordnet sind.
Eine schnell und leicht durchführbare sowie ohne weiteres automatisierbare Spreizung
der Teilbahnen in Anpassung an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, ist nach einem
weiteren Vorschlag von selbständiger erfinderischer Bedeutung dadurch möglich, dass
die auswärts gekippten Walzenpaare relativ zueinander höhenverstellbar sind, was am
einfachsten dadurch realisiert werden kann, dass das die horizontal geführten Teilbahnen
unterseitig kontaktierende Walzenpaar mit einer Höhenstelleinrichtung versehen ist.
Eine bevorzugte konstruktive Ausgestaltung besteht darin, dass das höhenverstellbare
Walzenpaar und eine die Teilbahnen horizontal führende Umlenkwalze an einer gemeinsamen
entlang einer Schwalbenschwanzführung verschiebbaren Aufnahmeplattform angeordnet
sind, so dass nach einer jeden Höhenverstellung des Walzenpaares die beiden Teilbahnen
immer horizontal geführt werden.
Zur Sicherung der vorgenommenen Höheneinstellung wird weiterhin vorgeschlagen, dass
die Aufnahmeplattform mit einer parallel zur Schwalbenschwanzführung verlaufenden
Stellspindel sowie mit einem in die Plattform und in eine ortsfeste Gehäusewand eingelassenen
Ankerbolzen versehen ist.
[0010] Um im Hinblick auf eine exakte Nahtbeleimung der Teilbahnen im Zigarettenformat die
Bahnkanten immer in einem vorgegebenen Abstand zur Leimdüse zu führen, sieht eine
Ausgestaltung der Erfindung vor, dass das die Teilbahnen unterseitig kontaktierende
Walzenpaar mit Höhen-Stellantrieben versehen ist, die mit dem mit den Breiten-Messorganen
verknüpften Steuerorgan in Wirkverbindung stehen.
[0011] Dem Umstand, dass eine der Teilbahnen immer an der Schnittkante beleimt wird, die
sich immer mit der Mitte der Formateinrichtung deckt, wird die Erfindung mit einer
Weiterbildung dadurch gerecht, dass ein die Höhenstelleinrichtung des Walzenpaares
beaufschlagender Stellantrieb eine die Breite der Ausgangs-Hüllmaterialbahn repräsentierende
Signalverbindung mit dem Steuerorgan aufweist.
[0012] Da die andere Teilbahn wegen der Asymmetrie der Formateinrichtung immer an der Außenkante
beleimt wird und sich Breitenschwankungen des Ausgangs-Hüllmaterialstreifens nur auf
die Außenkanten der Teilbahnen auswirken, wird zwecks Korrektur der Lage der zweiten
Teilbahn und damit des Verlaufs der Leimnaht relativ zur Außenkante der zweiten Teilbahn
vorgeschlagen, dass ein eine Walze relativ zur anderen Walze des Walzenpaares verstellender
Stellantrieb eine die Breiten-Messwerte der Teilbahnen repräsentierende Signalverbindung
mit dem Steuerorgan aufweist.
[0013] Der mit der Erfindung erzielte Vorteil besteht darin, dass Schwankungen der Breite
der ungeteilten Ausgangs-Hüllmaterialbahn sich zu gleichen Teilen in den Breiten der
Teilbahnen niederschlagen und damit die prozentuale Schwankung gleich bleibt.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert.
[0015] Hierbei zeigen:
- Figur 1
- einen Bahnverlauf für einen doppeltbreiten Zigarettenpapierstreifen in der Draufsicht,
- Figur 2
- eine Teildraufsicht auf den Bahnverlauf der geteilten Ausgangsmaterialbahn,
- Figur 3
- eine Vorderansicht entgegen der Bahnlaufrichtung auf die Anordnung gemäß Figur 2,
- Figur 4
- eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils X auf den Bahnverlauf der Teilbahnen gemäß
Figur 3,
- Figur 5
- einen Schnitt entlang der Linie A-A durch eine Einzelheit gemäß Figur 4,
- Figur 6
- eine Draufsicht auf eine Spreizung der Teilbahnen bewirkende Stellmittel,
- Figur 7
- eine Vorderansicht auf die Stellmittel gemäß Figur 6,
- Figur 8
- eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils Y gemäß Figur 7 auf die Stellmittel und
- Figur 9
- die Lage der Teilbahnen im Bereich des Formats einer Strangmaschine.
[0016] Die dargestellte Ausgangs-Hüllmaterialbahn in Form eines Zigarettenpapierstreifens
1 wird in Förderrichtung 2 einer nicht dargestellten doppelbahnigen Zigarettenstrangmaschine
zugeführt, weshalb sie in zwei Teilbahnen 3 und 4 geschnitten werden muss, welche
in der Strangmaschine parallel verarbeitet werden.
Zum Trennen der Ausgangs-Hüllmaterialbahn 1 ist eine Längsschneideinrichtung 6 in
Gestalt zweier rotierender ober- und unterseitig der Materialbahn 1 angestellter Kreismesser
7 vorgesehen, von denen nur das Obermesser dargestellt ist. Stromab der Längsschneideinrichtung
6 ist ein erstes Walzenpaar 8 aus zwei die Teilbahnen 3, 4 oberseitig führenden Walzen
9, 11 vorgesehen, die nach außen abgekippt angestellt sind bzw. die Teilbahnen 3,
4 zu den Außenrändern hin aus der Förderebene wegdrücken, so dass sie divergierend
auseinanderlaufen. Anschließend folgt ein zweites Walzenpaar 12 aus zwei die Teilbahnen
3 und 4 unterseitig bzw. auf der Gegenseite führenden Walzen 13, 14, die ebenfalls
nach außen abgekippt angestellt sind.
Das die Teilbahnen 3, 4 oberseitig beaufschlagende Walzenpaar 8 ist an einem mit einer
ortsfesten Gehäusewand 16 verbundenen Lagerträger 17 gelagert. Das die Teilbahnen
3, 4 unterseitig beaufschlagende Walzenpaar 12 ist Bestandteil einer Höhenstelleinrichtung
18 und gemeinsam mit einer Umlenkwalze 19 zur Horizontalführung der Teilbahnen 3,
4 an einer Aufnahmeplattform 21 gelagert, welche entlang einer Schwalbenschwanzführung
22 mittels einer Stellspindel 23 an der Gehäusewand 16 verschiebbar ist.
Zur Fixierung der jeweiligen Höhenstellung des Walzenpaares 12 relativ zum Walzenpaar
8 dient ein lösbarer und arretierbarer Ankerbolzen 24 zwischen der Gehäusewand 16
und der Aufnahmeplattform 21. Durch die Höheneinstellung des Walzenpaares 12 relativ
zum Walzenpaar 8 wird die Neigung der Teilbahnen 3, 4 zwischen den beiden Walzenpaaren
8 und 12 und damit der Parallelabstand zwischen den aufeinanderfolgenden horizontalen
Bahnabschnitten der Teilbahnen 3, 4 verändert, woraus sich eine mehr oder weniger
große Spreizung der Teilbahnen beeinflussen lässt.
Stromab der Walzenpaare 8, 12 sind den Teilbahnen 3, 4 Messorgane 26, 27 zum Überwachen
der Breite der Teilbahnen 3, 4 zugeordnet. Diese Messorgane 26, 27 können als fotoelektrische
Kompakt-Laserlichtschranken ausgebildet sein, beispielsweise in einer Ausführungsform
gemäß der Modellreihe LX2-13W der Firma Keyence.
Die Messorgane 26, 27 sind mit einem Steuerorgan 28 verknüpft, dessen Ausgang mit
einem Stellorgan 29 verbunden ist.
Das Stellorgan 29 besteht aus einem die Ausgangs-Hüllmaterialbahn 1 unterseitig und
oberseitig kontaktierenden Walzenpaar 31, 32, das um eine gemeinsame senkrecht zu
den Walzenachsen verlaufende Drehachse 33 motorisch verschwenkbar ist.
Als Stellorgan 29 kann beispielsweise ein von der Firma FIFE GmbH, Kelkheim/TS., Germany
vertriebenes sogenanntes Microsymat-Bahnlaufregelsystem eingesetzt werden.
Beim Vorlauf der Ausgangs-Hüllmaterialbahn 1 in Pfeilrichtung 2 ist die Längsschneideinrichtung
6 so angestellt, dass die Hüllmaterialbahn genau mittig durchtrennt wird. Dies gilt
auch für schwankende Ausgangsbreiten der Hüllmaterialbahn. Sollte eine exakte mittige
Trennung beispielsweise durch seitliches Auswandern der Ausgangs-Hüllmaterialbahn
nicht mehr gewährleistet sein, so werden mittels der Messorgane 26, 27 unterschiedliche
Breitenabmessungen der Teilbahnen 3, 4 registriert und entsprechende Signale an das
Steuerorgan 28 geleitet. Das Steuerorgan 28 gibt bei einer größeren Breite der Teilbahn
3 bzw. einer geringeren Breite der Teilbahn 4 oder umgekehrt einen entsprechenden
Steuerbefehl an den Motor M zur Links- oder Rechtsdrehung (Doppelpfeil 34) des Stellorgans
29 bis die Mittenlinie der Ausgangs-Hüllmaterialbahn 1 wieder mit den Kreismessern
7 der Längsschneideinrichtung 6 zur Deckung gebracht ist, womit wieder gleichbreite
Teilbahnen 3, 4 erhalten werden bzw. Breitenschwankungen der ungeteilten Hüllmaterialbahn
zu gleichen Teilen den Teilbahnen 3, 4 zugeschlagen werden.
[0017] Die in den Figuren 6 bis 8 dargestellte Ausgestaltung der Vorrichtung dient dazu,
die vorerwähnte veränderbare Spreizung der Teilbahnen 3 und 4 bei schwankenden Breiten
der Ausgangs-Hüllmaterialbahn in Form des ungeteilten Zigarettenpapierstreifens 1
in besonderer Weise auf die in Figur 9 dargestellten Verhältnisse bezüglich der Beleimung
der zwei Tabakstränge 39 bzw. 41 umhüllenden Teilbahnen 3 und 4 mittels zweier Leimdüsen
36, 37 im Format 38 einer Zigaretten-Doppelstrangmaschine einzustellen.
Da das dargestellte Format 38 asymmetrisch aufgebaut ist, wird beim Tabakstrang 41
der Zigarettenpapierstreifen 4 im Bereich der Schnittkante 42 und beim Tabakstrang
39 der Zigarettenpapierstreifen 3 im Bereich der Außenkante 42 beleimt, wobei gleiche
Abstände a der Leimnähte von der Schnittkante 42 bzw. der Außenkante 43 eingehalten
werden müssen.
Durch die vorbeschriebene Messung der Teilbahnen 3 und 4 mittels der Messorgane 26
und 27 ist die sich aufgrund von Toleranzen ständig ändernde Breite (2xe) der Ausgangs-Hüllmaterialbahn
immer bekannt. Weiterhin deckt sich die Mitte des Formats 38 exakt mit dem Trennschnitt
(Abstand b) und ist konstant. Die Tatsache des bezüglich der Anordnung der Leimdüsen
36, 37 asymmetrischen Formats 38 und der deckungsgleichen Ebenen (Abstand b) von Formatmitte
und Trennschnitt wird erfindungsgemäß dadurch genutzt, dass in Abhängigkeit von der
Breite der Ausgangs-Materialbahn 1 zwecks Veränderung der Spreizung der Teilbahnen
3 und 4 nur die Lage der an der Außenkante 42 beleimten Teilbahn 3 durch Querverstellung
(Abstand d) korrigiert wird, während die Lage der anderen Teilbahn 4 (Abstand c) nur
einmal durch Verfahren der das Walzenpaar 12 lagernden Höhenstelleinrichtung 18 in
Richtung des Doppelpfeils 44 mittels eines Stellantriebs 46 kalibriert wird.
Die vorerwähnte laufende Korrektur der Teilbahn 3 erfolgt durch eine Höheneinstellung
der Walze 13 relativ zur Walze 14 des Walzenpaares 12 in Richtung des Doppelpfeils
47 mit Hilfe eine Stellantriebs 48, der mit einer die Walze 13 lagernden separaten
Höhenstelleinrichtung 49 in Wirkverbindung steht.
1. Verfahren zum Trennen einer zu einer zweibahnigen Verarbeitungseinrichtung der tabakverarbeitenden
Industrie geführten Ausgangs-Hüllmaterialbahn in zwei Teilbahnen durch einen Längsschnitt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der beiden erhaltenen Teilbahnen gemessen wird, dass die Breiten-Messwerte
miteinander verglichen werden und dass bei einer Breitenabweichung zwischen den Teilbahnen
durch eine relative Querverstellung die Mittenlinie der Ausgangs-Hüllmaterialbahn
mit dem Längsschnitt zur Deckung gebracht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausgangs-Hüllmaterialbahn quer zur Schneidebene in eine die jeweils breitere
Teilbahn schmälernde bzw. die jeweils schmalere Teilbahn verbreiternde Richtung verstellt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Relativverstellung zwischen Ausgangs-Hüllmaterialbahn und Trennschnitt durch
Einwirkung einer rotativ erzeugten Querkraft auf die Ausgangs-Hüllmaterialbahn erfolgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Längsschnitt erhaltenen Teilbahnen mit einem definiert einstellbaren
gegenseitigen Abstand geführt werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite der mit definiertem gegenseitigen Abstand geführten Teilbahnen gemessen
wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein definierter gegenseitiger Abstand der Teilbahnen durch Verändern der Neigung
des zwei parallele aufeinander folgende Bahnabschnitte der Teilbahnen miteinander
verbindenden auswärts gekippten Bahnverlaufs erhalten wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von den erhaltenen Breiten-Messwerten der Teilbahnen die Teilbahnen
quer zu ihrer Laufrichtung verstellt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von der Breite der Ausgangs-Hüllmaterialbahn die Teilbahnen zwecks
Kalibrierung der einen Teilbahn gemeinsam verstellt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit von schwankenden Breiten-Messwerten der Teilbahnen die Lage der einen
Teilbahn relativ zur Lage der anderen Teilbahn verstellt wird.
10. Vorrichtung zum Trennen einer zu einer zweibahnigen Verarbeitungsmaschine der tabakverarbeitenden
Industrie geführten Ausgangs-Hüllmaterialbahn in zwei Teilbahnen mittels eine rotativen
Längsschneideinrichtung, gekennzeichnet durch zwei die Breite der Teilbahnen (3, 4) überwachende Messorgane (26, 27) sowie eine
Relativverstellung zwischen der Ausgangs-Hüllmaterialbahn (1) und der Längsschneideinrichtung
(6) vornehmendes Stellorgan (29), das über eine in Abhängigkeit von Breitenabweichungen
der Teilbahnen die Mittenlinie der Ausgangs-Hüllmaterialbahn mit der Längsschneideinrichtung
zur Deckung bringendes Steuerorgan (28) mit den Breiten-Messorganen in Wirkverbindung
steht.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellorgan (29) die Ausgangs-Hüllmaterialbahn (1) relativ zur Längsschneideinrichtung
(6) quer verstellend ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellorgan (29) als die Ausgangs-Hüllmaterialbahn (1) ober- und unterseitig kontaktierendes
Walzenpaar (31, 32) ausgebildet ist, welches um eine gemeinsame senkrecht zu den Walzenachsen
verlaufende Drehachse (33) verschwenkbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass - bezogen auf die Förderrichtung (Peil 2) der Ausgangs-Hüllmaterialbahn (1)-stromab
der Längsschneideinrichtung (6) die erhaltenden Teilbahnen (3, 4) ober- und unterseitig
aufeinander folgend durch auswärts gekippte Walzenpaare (8, 12) geführt werden.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Breiten-Messorgane (26, 27) - bezogen auf die Förderrichtung (Pfeil 2) der Teilbahnen
(3, 4) - den Teilbahnen stromab der diese führenden Walzenpaare (8, 12) zugeordnet
sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die auswärts gekippten Walzenpaare (8, 12) relativ zueinander höhenverstellbar sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das die horizontal geführten Teilbahnen (3, 4) unterseitig kontaktierende Walzenpaar
(12) mit einer Höhenstelleinrichtung (18) versehen ist.
17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das höhenverstellbare Walzenpaar (12) und eine die Teilbahnen (3, 4) horizontal führende
Umlenkwalze (19) an einer gemeinsamen entlang einer Schwalbenschwanzführung (22) verschiebbaren
Aufnahmeplattform (21) angeordnet sind.
18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmeplattform (21) mit einer parallel zur Schwalbenschwanzführung (22) verlaufenden
Stellspindel (23) sowie mit einem in die Aufnahmeplattform und in eine ortsfeste Gehäusewand
(16) eingelassenen Ankerbolzen (24) versehen ist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das die Teilbahnen (3, 4) unterseitig kontaktierende Walzenpaar (12) mit Höhen-Stellantrieben
(46, 48) versehen ist, die mit dem mit den Breiten-Messorgangen (26, 27) verknüpften
Steuerorgan (28) in Wirkverbindung stehen.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Höhen-Stelleinrichtung (18) des Walzenpaares (12) beaufschlagender Stellantrieb
(46) eine die Breite der Ausgangs-Hüllmaterialbahn (1) repräsentierende Signalverbindung
mit dem Steuerorgan (28) aufweist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein eine Walze (13) relativ zur Walze (14) des Walzenpaares (12) verstellender Stellantrieb
(48) eine die Breitenmesswerte der Teilbahnen (3, 4) repräsentierende Signalverbindung
mit dem Steuerorgan (28) aufweist.