[0001] Die Erfindung betrifft ein Sitz-/ Liegemöbel mit einem Basisteil und einem relativ
zum Basisteil zwischen einer Grundstellung und einer Ausziehstellung bewegbaren Ausziehteil.
[0002] Ein derartiges Sitz-/Liegemöbel kann durch Ausziehen und Einschieben des Auszieteils
von einem Sitzmöbel, beispielsweise einem Sofa, in ein Liegemöbel, beispielsweise
ein Bett, und zurück verwandelt werden und wird auch als Schlafsofa bezeichnet.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Sitz-/Liegemöbel der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei dem das Ausziehteil auf möglichst einfache Weise bewegt und das insbesondere
mit möglichst wenig Handgriffen von einem Sitz- in ein Liegemöbel und zurück verwandelt
werden kann.
[0004] Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Merkmale des Anspruchs 1 und insbesondere
dadurch, daß das Ausziehteil
- in der Grundstellung am Basisteil abgestützt ist,
- am Basisteil entsprechend einem vorgegebenen Höhenprofil derart geführt ist, daß es
beim Ausziehen angehoben wird,
- einen Stützbeschlag aufweist, der bei angehobenem Ausziehteil aus einer eingefahrenen
Ruhestellung in eine Stützstellung derart ausfahrbar ist, daß der Stützbeschlag die
Abstützung des Ausziehteils übernimmt, und
- wenigstens ein Oberteil und zumindest ein Unterteil aufweist, die in der Grundstellung
übereinander angeordnet sind, wobei in der Ausziehstellung das Oberteil relativ zum
Unterteil zwischen einer Sitzposition und einer Liegeposition bewegbar ist.
[0005] Bei dem erfindungsgemäßen Sitz-/Liegemöbel wird das Ausziehteil aufgrund des Höhenprofils
automatisch beim Ausziehen angehoben, so daß der Benutzer lediglich das Ausziehteil
in Ausziehrichtung zu ziehen braucht. Das automatische Anheben des Ausziehteils ermöglicht
es zum einen, daß der Stützbeschlag ausgefahren werden kann, der daraufhin die bei
eingefahrenem Stützbeschlag durch das Basisteil erfolgende Abstützung des Ausziehteils
übernimmt. Zum anderen ermöglicht es das automatische Anheben des Ausziehteils, daß
auf einfache Weise in einem der Sitzhöhe entsprechenden Höhenniveau eine Liegefläche
gebildet werden kann, indem das Oberteil in die Liegeposition bewegt wird. Durch das
Anheben des Ausziehteils wird folglich das Unterteil auf ein erhöhtes Niveau gebracht,
auf welchem es nach der Überführung des Oberteils in die Liegeposition gemeinsam mit
dem Oberteil zumindest teilweise die Liegefläche bilden kann. Ein wesentlicher Vorteil
des erfindungsgemäßen Sitz/Liegemöbels besteht darin, daß sich die Sitzfläche und
die Liegefläche zumindest im wesentlichen auf der gleichen Höhe befinden und dies
auf vergleichsweise einfache Art und Weise dadurch realisiert wird, daß das Ausziehteil
beim Ausziehen automatisch angehoben wird. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen
Sitz-/Liegemöbels ist, daß der Stützbeschlag erst nach Anheben des Ausziehteils ausgefahren
wird und in der Grundstellung des Sitz-/Liegemöbels eine eingefahrene Ruhestellung
einnimmt. Es können auf diese Weise Sitz-/Liegemöbel realisiert werden, die eine vergleichsweise
große Bodenfreiheit besitzen. Dies ermöglicht es insbesondere, den Stützbeschlag mit
unterschiedlich ausgestalteten Sitz/Liegemöbeln zu verwenden. Insbesondere können
alle Möbel einer Modellreihe mit dem gleichen Stützbeschlag ausgestattet werden.
[0006] Vorzugsweise beträgt die Höhe der Sitzfläche und der Liegefläche etwa 42 cm. Die
Bodenfreiheit beträgt bevorzugt etwa 120 mm.
[0007] Die Führung des Ausziehteils am Basisteil kann gemäß einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung dadurch realisiert werden, daß das Basisteil insbesondere in einem vorderen
Bereich wenigstens ein höhenfixiertes Führungsorgan aufweist, auf dem das Ausziehteil
beim Ausziehen mit einer das Höhenprofil festlegenden Führungsfläche aufliegt. Bei
dem Führungsorgan kann es sich beispielsweise um eine Führungsrolle handeln, die folglich
beim Ausziehen des Ausziehteils auf der durch dessen Führungsfläche definierten Bahn
abrollt.
[0008] Eine praktische Ausführungsform der Erfindung schlägt vor, das Höhenprofil näherungsweise
U-förmig auszubilden, wobei vorzugsweise der beim Ausziehen zuletzt mit dem Basisteil
zusammenwirkende U-Schenkel näherungsweise horizontal ausläuft. Hierdurch kann erreicht
werden, daß das Ausziehteil zunächst entsprechend dem Verlauf des beim Ausziehen zuerst
mit dem Basisteil zusammenwirkenden U-Schenkels angehoben und anschließend etwas abgesenkt
wird, woraufhin sich das Ausziehteil über den inzwischen ausgefahrenen Stützbeschlag
am Boden abstützt.
[0009] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
daß der Stützbeschlag beim Ausziehen und Einschieben des Ausziehteils durch mechanisches
Zusammenwirken mit dem Basisteil automatisch ausfahrbar und einfahrbar ist.
[0010] Hierdurch ist es möglich, daß ohne Hilfe zusätzlicher elektrischer oder anderer Antriebseinrichtungen
der Benutzer nicht mehr zu tun braucht, als das Ausziehteil in Ausziehrichtung zu
bewegen. Der Stützbeschlag wird dabei automatisch rechtzeitig ausgefahren, um die
Abstützung des Ausziehteils zu übernehmen.
[0011] Der Stützbeschlag weist vorzugsweise zumindest einen am Ausziehteil angelenkten Steuerhebel
auf, der mit dem Basisteil zusammenwirkt und über den wenigstens ein am Ausziehteil
angelenkter Stützhebel des Stützbeschlags verschwenkbar ist. Der Steuerhebel dient
somit zur Betätigung des Stützhebels. Dabei können der Stützhebel und der Steuerhebel
durch zumindest ein starres Verbindungselement miteinander gekoppelt sein, das beispielsweise
als Verbindungsstange oder Verbindungsstrebe ausgebildet ist.
[0012] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Steuerhebel und der Stützhebel derart miteinander
gekoppelt sind, daß sie nur gemeinsam und mit entgegengesetztem Drehsinn verschwenkbar
sind. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert werden, daß eine Verbindungsstange
oder Verbindungsstrebe am Steuerhebel und Stützhebel auf unterschiedlichen Seiten
- bezogen auf die vertikale Richtung - der Anlenkpunkte des Steuerhebels und des Stützhebels
am Ausziehteil angreift.
[0013] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist bis zu einer bestimmten
Ausziehweite des Ausziehteils der Steuerhebel mit einem Lagerabschnitt am Basisteil
gelagert, wobei der Lagerabschnitt an einer translatorischen Bewegung zumindest in
Ausziehrichtung im wesentlichen gehindert ist.
[0014] Der Lagerabschnitt ist somit bis zu der bestimmten Ausziehweite des Ausziehteils
derart am Basisteil festgehalten, daß der Lagerabschnitt sich nicht in Ausziehrichtung
bewegen kann. Da der Steuerhebel am Ausziehteil angelenkt ist und das Ausziehteil
beim Ausziehen bewegt wird, wird der Steuerhebel beim Ausziehen relativ zum Ausziehteil
verschwenkt. Die Schwenkachse verläuft dabei zumindest näherungsweise durch den am
Basisteil festgehaltenen Lagerabschnitt des Steuerhebels. Das Verschwenken des Steuerhebels
relativ zum Ausziehteil bewirkt das Ausfahren des Stützbeschlags, d.h. des über den
Steuerhebel verschwenkbaren Stützhebels.
[0015] Vorzugsweise ist das Höhenprofil auf die Verschwenkbewegung des Steuerhebels beim
Ausziehen abgestimmt. Diese Abstimmung zeichnet sich bevorzugt dadurch aus, daß das
Verschwenken des Steuerhebels mit einem am Basisteil höhenfixierten Lagerabschnitt
erfolgt und der Verlauf des Höhenprofils der Bahn entspricht, die der Anlenkpunkt
des Steuerhebels beim Verschwenken beschreibt.
[0016] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Basisteil
eine in Ausziehrichtung offene Aufnahme für den Lagerabschnitt auf. Diese Aufnahme
kann beispielsweise von zwei vertikal beabstandeten, vorzugsweise plattenförmigen
Aufnahmeelementen begrenzt sein.
[0017] Die Lageraufnahme ist vorzugsweise derart ausgebildet - beispielsweise durch eine
trichterartige Ausgestaltung an ihrer in Ausziehrichtung offenen Seite - daß beim
Einschieben des Ausziehteils der Lagerabschnitt des Steuerhebels durch die Aufnahme
sicher eingefangen wird. Hierdurch ist sichergestellt, daß der Stützbeschlag bei weitergehendem
Einschieben des Ausziehteils durch Verschwenken des Steuerhebels relativ zum Ausziehteil
in der vorgegebenen Art und Weise zurück in die Ruhestellung eingefahren wird.
[0018] Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus,
daß der Steuerhebel gleichzeitig als weiterer Stützhebel ausgebildet ist. Der Steuerhebel
erfüllt dadurch eine Doppelfunktion, nämlich Abstützung einerseits und Betätigung
eines weiteren Stützhebels andererseits. Dabei ist bevorzugt vorgesehen, daß der Steuerhebel
das Ausziehteil in dessen hinterem Bereich abstützt, während der reine Stützhebel
für die Abstützung im vorderen Bereich sorgt.
[0019] Eine weitere bevorzugte Variante der Erfindung schlägt vor, den Stützbeschlag in
die Stützstellung vorzuspannen. Hierzu kann beispielsweise eine zwischen dem Ausziehteil
und dem Stützbeschlag angeordnete Feder vorgesehen sein. Das Ausfahren des Stützbeschlags
in die Stützstellung wird beim Ausziehen des Ausziehteils auf diese Weise erleichtert.
[0020] Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind in der Ausziehstellung
das Basisteil und das Ausziehteil in Ausziehrichtung beabstandet, wobei ein Zwischenteil
vorgesehen ist, das in der Ausziehstellung zwischen dem Basisteil und dem Ausziehteil
angeordnet ist und als Auflage für das in der Liegeposition befindliche Oberteil des
Ausziehteils dient. Nach Erreichen der Ausziehstellung kann somit das Oberteil auf
das Zwischenteil gelegt werden.
[0021] Eine weitere bevorzugte Variante der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß ein
Kopfteil vorgesehen ist, das in der Grundstellung des Ausziehteils hinter einer Rückenlehne
angeordnet und zur Bildung eines Kopfabschnitts der Liegefläche in eine Liegeposition
überführbar ist. Die Überführung des Kopfteils kann durch eine zwangsgeführte, kombinierte
Schwenk- und Translationsbewegung erfolgen.
[0022] Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die Rückenlehne um eine etwa horizontale, in ihrem
oberen Bereich verlaufende Achse nach oben geschwenkt werden kann. Dies erleichtert
das Ausziehen sowie Einschieben des Ausziehteils und ermöglicht insbesondere das Überführen
eines hinter der Rückenlehne verstaubaren Kopfteils in eine Liegeposition.
[0023] Alternativ kann zur Bildung eines Kopfabschnitts der Liegefläche eine Rückenlehne
vorgesehen sein, die in eine Liegeposition bringbar ist, in der die Rückseite der
Rückenlehne den Kopfabschnitt der Liegefläche bildet. Dabei kann die Rückenlehne derart
ausgeführt sein, daß sie um eine etwa horizontale, in ihrem unteren Bereich verlaufende
Achse nach unten geschwenkt werden kann.
[0024] Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung
sowie der Zeichnung angegeben.
[0025] Die Erfindung wird im folgenden beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1a - 1f
- verschiedene Phasen beim Ausziehen eines Sitz-/Liegemöbels gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung,
- Fig. 2a - 2f
- verschiedene Phasen beim Ausziehen eines Sitz-/Liegemöbels gemäß einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung, und
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung der Fig. 1c.
[0026] Der Aufbau der in den Fig. 1a - 1f dargestellten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Sitz-/Liegemöbels wird im wesentlichen anhand der vergrößerten Darstellung in Fig.
3 erläutert.
[0027] Das Sitz-/Liegemöbel umfaßt ein auf dem Boden stehendes Basisteil 11, an dem ein
Rückenteil 12 angebracht ist. Am Rückenteil 12 ist eine gepolsterte Rückenlehne 57
angebracht, die in ihrem oberen Bereich um eine horizontale Achse 58 verschwenkbar
ist. Außerdem ist ein Kopfteil 54 vorgesehen, das über eine Zwangsführung 55, 56 mit
dem Rückenteil 12 gekoppelt ist. Auf die Rückenlehne 57 und das Kopfteil 54 wird an
anderer Stelle näher eingegangen.
[0028] Das Sitz-/Liegemöbel umfaßt des weiteren ein Ausziehteil 14. Das Ausziehteil 14 weist
ein Unterteil 27 und ein gepolstertes Oberteil 24 auf. Am Unterteil 27 ist ein an
anderer Stelle näher beschriebener Stützbeschlag 21, 22, 23 angebracht.
[0029] Ferner ist zwischen dem Unterteil 27 des Ausziehteils 14 und dem Basisteil 11 ein
Zwischenteil 45 angeordnet. Die Seitenteile sowohl des Unterteils 27 als auch des
Basisteils 11 sind an der Innenseite mit Profilschienen 51, 52 versehen, an denen
Führungsorgane 48, 49, die am vorderen Ende und am hinteren Ende des Zwischenteils
45 angebracht sind, zwangsgeführt sind. Ferner ist das Zwischenteil 45 mit einem nicht
dargestellten Lattenrost versehen.
[0030] Am vorderen Bereich der Seitenteile des Basisteils 11 ist jeweils ein höhenfixiertes
Führungsorgan 36 in Form einer Rolle angebracht. Die Rollen 36 wirken mit etwa U-förmigen
Führungsflächen 17 zusammen, die an den Seitenteilen des Unterteils 27 des Ausziehteils
14 ausgebildet sind.
Die Führungsflächen 17 werden durch Ausbilden von entsprechenden Aussparungen in den
Seitenteilen des Ausziehteils 14 gebildet. Mit seinen Führungsflächen 17, durch die
ein Höhenprofil oder eine Steuerkurve definiert ist, liegt das Ausziehteil 14 auf
den Rollen 36 des Basisteils 11 auf. Der Abstand des Ausziehteils 14 vom Boden ist
somit von der Auszieh-weite des Ausziehteils 14 abhängig.
[0031] Der am Unterteil 27 angebrachte Stützbeschlag umfaßt zwei Steuerhebel 21, zwei Stützhebel
22 und zwei Verbindungsstangen 23. Die Steuerhebel 21 sind im hinteren, die Stützhebel
22 im vorderen Bereich des Unterteils 27 angeordnet. Die Steuerhebel 21 sind gleichzeitig
Stützhebel und erfüllen eine Doppelfunktion, wie nachfolgend näher erläutert wird.
[0032] Die Steuerhebel 21 und Stützhebel 22 sind jeweils an Anlenkpunkten 21a, 22a an die
Seitenteile des Unterteils 27 des Ausziehteils 14 angelenkt. Außerdem verlaufen die
beiden Steuerhebel 21 und die beiden Stützhebel 22 jeweils parallel zueinander, wobei
sie durch eine nicht dargestellte Querstange starr miteinander verbunden sind. Zwischen
den vorderen Stützhebeln 22 ist eine weitere Querstange 28 vorgesehen, an welcher
der Benutzer angreifen kann, um das Ausziehteil 14 weiter auszuziehen.
[0033] Die Verbindungsstangen 23, die jeweils einen Steuerhebel 21 mit einem Stützhebel
22 verbinden, verlaufen jeweils an der Innenseite eines Seitenteils des Ausziehteils
14. Bezogen auf die vertikale Richtung sind die Verbindungsstangen 23 jeweils auf
unterschiedlichen Seiten der Anlenkpunkte 21a, 22a an die Steuerhebel 21 und die Stützhebel
22 an Anlenkpunkten 21b, 22b angelenkt, so daß durch Bewegen der Verbindungsstangen
23 die Steuerhebel 21 und Stützhebel 22 Schwenkbewegungen mit entgegengesetztem Drehsinn
ausführen.
[0034] An ihren freien Enden sind die Steuerhebel 21 und Stützhebel 22 jeweils mit eine
Rolle 25, 26 versehen. Das Ausziehteil 14 ist bei ausgefahrenem Stützbeschlag somit
ein Wagen, der bei Ausziehen und Einschieben auf dem Boden rollt.
[0035] Die Steuerhebel 21 sind jeweils in der Nähe ihres freien Endes mit einem nach hinten
abstehenden Lagerarm 40 versehen, der an seinem freien Ende einen Lagerabschnitt in
Form einer Rolle 39 trägt. Über die Lagerabschnitte 39 wirken die Steuerhebel 21 mit
Lageraufnahmen 42 zusammen. Die Lageraufnahmen 42 sind jeweils von zwei vertikal beabstandeten,
plattenförmigen Aufnahmeelementen begrenzt und nach vorne, d.h. in Ausziehrichtung,
offen. Ferner sind die Lageraufnahmen 42 an einer gemeinsamen, sich zwischen den Seitenteilen
des Basisteils 11 erstrekkenden Querstrebe unterhalb des durch die Unterseiten der
Seitenteile des Basisteils 11 definierten Höhenniveaus angebracht.
[0036] Zwischen die Seitenteile des Unterteils 27 des Ausziehteils 14 bzw. zwischen einen
Beschlag zur Anbringung der Steuerhebel 21 am Unterteil 27 und die Steuerhebel 21
ist jeweils eine nur in Fig. 3 dargestellte Zugfeder 29 derart gekoppelt, daß die
Zugfedern 29 bei eingefahrenem Stützbeschlag gespannt sind, so daß die Steuerhebel
21 aus ihrer Ruhestellung heraus in die Stützstellung vorgespannt sind. Das Ausziehen
des Ausziehteils 14 wird durch die Vorspannfedern 29 auf diese Weise erleichtert.
[0037] Die vorderen Stützhebel 22 sind ferner jeweils über einen nicht dargestellten Rastbeschlag
mit dem Unterteil 27 verbunden, der für eine Verrastung der Stützhebel 22 in der vollständig
ausgefahrenen Stützstellung sorgt. Durch diese Sicherung wird ein versehentliches
Einklappen der Stützhebel 22 verhindert und die Stabilität des Möbels in der Liegestellung
erhöht.
[0038] Die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Sitz-/Liegemöbels ist wie folgt:
[0039] In Fig. 1a befindet sich das Sitz-/Liegemöbel in einem Zustand, in dem es als Sitzmöbel
dient, beispielsweise als Sessel oder Sofa von grundsätzlich beliebiger Breite. Das
Ausziehteil 14 befindet sich in einer Grundstellung, in der es am Basisteil 11 abgestützt
ist. Der Stützbeschlag 21, 22, 23 befindet sich in einer eingefahrenen Ruhestellung,
in der die Steuerhebel 21 und Stützhebel 22 näherungsweise horizontal verlaufen.
[0040] In dieser Sitzstellung sind das Basisteil 11, das Zwischenteil 45 und das Ausziehteil
14 insofern verschachtelt angeordnet, als das Zwischenteil 45 zwischen den Seitenteilen
des Ausziehteils 14 angeordnet ist, das wiederum zwischen den Seitenteilen des Basisteils
11 positioniert ist.
[0041] Die Lagerabschnitte 39 der Steuerhebel 21 befinden sich in den Lageraufnahmen 42
des Basisteils 11. Die Rückenlehne 57 ist nach unten geschwenkt und das Kopfteil 54
ist von außen unsichtbar in dem Zwischenraum zwischen der Rückenlehne 57 und dem Rückenteil
12 verstaut.
[0042] Um das Sitzmöbel in ein Liegemöbel zu verwandeln, wird zunächst die Rückenlehne 57
um die Achse 58 nach oben geschwenkt. In dieser Stellung wird die Rückenlehne 57 durch
eine Gasfederanordnung 59 gehalten.
[0043] Anschließend wird das Ausziehteil 14 nach vorne gezogen und dabei sofort automatisch
entsprechend dem durch die Führungsflächen 17 vorgegebenen Höhenprofil angehoben,
da das Unterteil 27 mit seinen Führungsflä-chen 17 auf den Rollen 36 des Basisteils
11 abrollt. Bis zu einer bestimmten Ausziehweite, die in Fig. 1b und Fig. 1c noch
nicht erreicht und in Fig. 1d bereits überschritten ist, befinden sich die Lagerabschnitte
39 der Steuerhebel 21 in den Lageraufnahmen 42 und sind somit höhenfixiert. Außerdem
sind die Lagerabschnitte 39 an einer translatorischen Bewegung in Ausziehrichtung
aus den Lageraufnahmen 42 heraus gehindert. Diese Fixierung der Lagerabschnitte 39
in den Lageraufnahmen 42 wird zum einen durch Reibung zwischen den Lagerabschnitten
39 und den die Lageraufnahmen 42 bildenden Aufnahmeelementen und zum anderen durch
die erwähnten Vorspannfedern 29 erzielt, welche die Steuerhebel 21 mit den Lagerabschnitten
39 in die Lageraufnahmen 42 drücken.
[0044] Während des Ausziehens des Ausziehteils 14 werden folglich die Steuerhebel 21 relativ
zum Ausziehteil 14 verschwenkt. Die Schwenkbewegungen der Steuerhebel 21 werden durch
das automatisch erfolgende Anheben des Ausziehteils 14 ermöglicht, dessen Führungsflächen
17 einen Verlauf aufweisen, der genau auf die Bahnen abgestimmt ist, welche die Anlenkpunkte
21a der Steuerhebel 21 am Ausziehteil 14 beim Verschwenken der Steuerhebel 21 beschreiben.
[0045] Die beim Ausziehen aus ihrer Ruhestellung ausschwenkenden Steuerhebel 21 sorgen über
die Verbindungsstangen 23 für ein Ausschwenken auch der vorderen Stützhebel 22, und
zwar im entgegengesetzten Drehsinn, wie es in Fig. 1b durch die Pfeile angedeutet
ist. Auf diese Weise wird der Stützbeschlag des Sitz-/Liegemöbels automatisch beim
Ausziehen des Ausziehteils 14 ausgefahren.
[0046] In Fig. 1c hat das Ausziehteil 14 seine maximale Höhe erreicht, wobei es . sich oberhalb
des Sollniveaus gemäß Fig. 1d - 1f befindet. Die_Steuerhebel 21 und die Stützhebel
22 können problemlos vollständig so weit ausgefahren werden, daß sie über eine Vertikalerstreckung
hinaus die gegenüber der Vertikalen geneigte Stellung gemäß Fig. 1d - 1f einnehmen
können, und zwar bevor sie mit ihren Rollen 25, 26 den Boden berühren, was dann beim
weiteren Ausziehen automatisch erfolgt, wenn die Rollen 36 des Basisteils 11 mit den
hinteren U-Schenkeln der Führungsflächen 17 zusammenwirken.
[0047] Das durch die Führungsflächen 17 festgelegte Höhenprofil des Ausziehteils 14 ist
also derart auf die Ausfahrbewegung des Stützbeschlags abgestimmt, daß die Steuerhebel
21 und die Stützhebel 22 mit ihren Rollen 25, 26 den Boden berühren, nachdem sie vollständig
ausgefahren sind. Von diesem Zeitpunkt an übernehmen die Steuerhebel 21 und die Stützhebel
22 die Abstützung des Ausziehteils 14 am Boden. Die Zugfedern 29 (vgl. Fig. 3) sind
in diesem ausgefahrenen Zustand entspannt.
[0048] Sobald die Steuerhebel 21 die vollständig ausgefahrene, gegenüber der Vertikalen
geneigte Stellung gemäß Fig. 1d - 1f eingenommen haben, können die Lagerabschnitte
39 durch weitergehendes Ausziehen des Ausziehteils 14 aus den Lageraufnahmen 42 herausbewegt
und somit vom Basisteil 11 gelöst werden.
[0049] Wie aus Fig. 1b und 1c hervorgeht, verbleibt während des Ausziehens des Ausziehteils
14 das Zwischenteil 45 zunächst im wesentlichen in seiner Ausgangsstellung und bewegt
sich relativ zum Basisteil 11 im wesentlichen nicht translatorisch. Die vorderen Führungsorgane
48 des Zwischenteils 45 bewegen sich während des Ausziehens des Ausziehteils 14 entlang
der an dessen Unterteil 27 angebrachten Profilschienen 51.
[0050] Sobald die vorderen Führungsorgane 48 das hintere Ende der Profilschienen 51 erreicht
haben, wird durch weitergehendes Ausziehen des Ausziehteils 14 das Zwischenteil 45
aus dem Basisteil 11 herausgezogen. Dabei bewegen sich die hinteren Führungsorgane
49 des Zwischenteils 45 entlang der Profilschienen 52 des Basisteils 11. Ein entsprechender
Zwischenzustand ist in Fig. 1d gezeigt.
[0051] Die maximale Ausziehweite und damit die Ausziehstellung des Ausziehteils 14 ist erreicht,
sobald die hinteren Führungsorgane 49 das vordere Ende der Profilschienen 52 erreicht
haben. Diese Stellung ist in Fig. 1e gezeigt.
[0052] Das Oberteil 24 des Ausziehteils 14 kann vom Unterteil 27 abgenommen und mit der
Oberseite nach unten auf das mit dem Lattenrost versehene Zwischenteil 45 gelegt werden,
wie es in Fig. 1f gezeigt ist. Dabei kann das Oberteil 24 entweder ein separates Element
sein, das frei bewegbar ist und in der Sitzposition gemäß Fig. 1a - 1e lediglich auf
dem Unterteil 27 aufliegt. Alternativ können das Oberteil 24 und das Unterteil 27
auch verschwenkbar miteinander verbunden sein, so daß ausgehend von dem Zustand gemäß
Fig. 1e das Oberteil 24 in die Liegeposition gemäß Fig. 1f geschwenkt werden kann.
[0053] In der Liegestellung des Sitz-/Liegemöbels gemäß Fig. 1f bilden die Oberseite des
Unterteils 27 und die Unterseite des Oberteils 24 gemeinsam den wesentlichen Teil
einer Liegefläche 33 des Sitz-/Liegemöbels.
[0054] Kopfseitig vervollständigt wird die Liegefläche 33 in der Liegestellung durch das
Kopfteil 54, das einen Kopfabschnitt der Liegefläche 33 bildet, der sich unmittelbar
an die Unterseite des Oberteils 24 anschließt. Sobald das Ausziehteil 14 weit genug
ausgezogen ist, kann bei hochgeschwenkter Rückenlehne 57 das Kopfteil 54 aus seiner
parallel zum Rückenteil 12 angeordneten Stellung gemäß Fig. 1a - 1c in die Liegeposition
gemäß Fig. 1e und 1f überführt werden. Diese Überführung erfolgt durch eine zwangsgeführte,
kombinierte Schwenk- und Translationsbewegung des Kopfteils 54, die in Fig. 1d angedeutet
ist. Hierzu ist das Kopfteil 54 mit seitlichen, längenveränderlichen Führungsstangen
55 versehen. Die Führungsstangen 55 sind jeweils mit einem Ende am Kopfteil 54 befestigt
und mit ihrem freien Ende an Führungsschienen 56 zwangsgeführt, die am Rückenteil
12 angebracht sind. Die Führungsschienen 56 erstrecken sich entsprechend dem Rückenteil
12 geneigt zur Vertikalen und sind im unteren Bereich nach vorne gebogen. In der Liegeposition
des Kopfteils 54 befinden sich Führungsrollen, die an den freien Enden der Führungsstangen
55 angebracht sind, in den gebogenen Endabschnitten der Führungsschienen 56.
[0055] Wie die Fig. 1e und 1f zeigen, wird die Rückenlehne 57 wieder nach unten geschwenkt,
sobald das Kopfteil 54 seine Liegeposition eingenommen hat. In dieser Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Sitz-/Liegemöbels ist die Rückenlehne 57 daher auch in der Liegestellung
des Sitz-/Liegemöbels benutzbar. Das Hochschwenken der Rückenlehne 57 dient zum einen
dazu, das Ausziehen des Ausziehteils 14 zu erleichtern (vgl. Fig. 1b), und zum anderen
kann bei nach oben geschwenkter Rückenlehne 57 das Kopfteil 54 in die Liegeposition
überführt werden.
[0056] Die in der Grundstellung gemäß Fig. 1a von der Oberseite des Oberteils 24 gebildete
Sitzfläche 30 befindet sich auf der gleichen Höhe wie die vom Unterteil 27, vom Oberteil
24 und vom Kopfteil 54 gemeinsam gebildete Liegefläche 33 in der Liegestellung gemäß
Fig. 1f. Der Stützbeschlag 21, 22, 23 ist derart bemessen, daß sich in der Ausziehstellung
die Oberseite des Unterteils 27 auf dem Höhenniveau der Sitzfläche 30 und der Liegefläche
33 befindet. Das Oberteil 24 kann somit vom Unterteil 27 abgenommen und auf das Zwischenteil
45 gelegt bzw. geschwenkt werden.
[0057] Der Abstand der Sitzfläche 30 und der Liegefläche 33 vom Boden beträgt vorzugsweise
etwa 42 cm.
[0058] Insbesondere aus Fig. 1a geht ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Sitz-/Liegemöbels
hervor, der darin besteht, daß eine vergleichsweise große Bodenfreiheit vorhanden
ist. Von dem Stützbeschlag 21, 22, 23 steht lediglich der mit dem Lagerabschnitt 39
versehene Lagerarm 40 über die Unterseite des Zwischenteils 45 nach unten vor. Die
Bodenfreiheit beträgt vorzugsweise etwa 120 mm.
[0059] Ein weiterer Vorteil ist, daß der Stützbeschlag 21, 22, 23 sowie die Profilschienen
51, 52 an den Seitenteilen des Ausziehteils 14 bzw. des Basisteils 11 angebracht sind.
Der innerhalb des Ausziehteils 14 und des Basisteils 11 zur Verfügung stehende Raum
braucht daher im wesentlichen nur das Zwischenteil 45 aufzunehmen. Das Zwischenteil
45 kann somit in vorteilhafter Weise als Bettkasten genutzt werden.
[0060] Die in den Fig. 2a - 2f dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Sitz-/Liegemöbels
unterscheidet sich von der vorstehend erläuterten Ausführungsform lediglich durch
die Ausgestaltung der Rückenlehne.
[0061] Im Unterschied zu der vorstehend erläuterten Ausführungsform ist kein separates,
zusätzlich zur Rückenlehne vorgesehenes Kopfteil vorhanden, sondern die Rückenlehne
57' kann um eine in ihrem unteren Bereich verlaufende Achse 58' nach unten in eine
horizontale Stellung geschwenkt werden (vgl. Fig. 2e und 2f). In dieser Liegeposition
bildet gemäß Fig. 2f die Rückseite der Rückenlehne 57' somit gemeinsam mit dem Unterteil
27 und dem Oberteil 24 die Liegefläche 33.
[0062] Die Rückenlehne 57' ist gemäß Fig. 2a mit einem abnehmbaren Rückenpolster 57'a versehen,
das zur Umwandlung des Sitzmöbels gemäß Fig. 2a in das Liegemöbel gemäß Fig. 2f abgenommen
werden kann.
[0063] Ferner ist die Rückenlehne 57' mit einem Rastbeschlag 60 versehen, mit dem bei in
der Liegeposition gemäß Fig. 2f befindlicher Rückenlehne 57' die Neigung der einen
Kopfabschnitt der Liegefläche 33 bildenden Rückseite verändert werden kann. Der Rastbeschlag
60 gestattet es somit dem Benutzer, die Rückenlehne 57' in einer bestimmten Schrägstellung
festzustellen und auf diese Weise die gewünschte Neigung des Kopfabschnitts der Liegefläche
33 einzustellen.
Bezugszeichenliste
[0064]
- 11
- Basisteil
- 12
- Rückenteil
- 14
- Ausziehteil
- 17
- Höhenprofil, Führungsfläche
- 21
- Steuerhebel
- 21a
- Anlenkpunkt
- 21b
- Anlenkpunkt
- 22
- Stützhebel
- 22a
- Anlenkpunkt
- 22b
- Anlenkpunkt
- 23
- Verbindungselement
- 24
- Oberteil
- 25
- Rolle
- 26
- Rolle
- 27
- Unterteil
- 28
- Querstange
- 29
- Vorspannfeder
- 30
- Sitzfläche
- 33
- Liegefläche
- 36
- Führungsorgan, Rolle
- 39
- Lagerabschnitt, Rolle
- 40
- Lagerarm
- 42
- Lageraufnahme
- 45
- Zwischenteil
- 48
- vorderes Führungsorgan
- 49
- hinteres Führungsorgan
- 51
- Profilschiene des Ausziehteils
- 52
- Profilschiene des Basisteils
- 54
- Kopfteil
- 55
- Führungsstange
- 56
- Führungsschiene
- 57, 57'
- Rückenlehne
- 57'a
- Rückenpolster
- 58, 58'
- Schwenkachse
- 59
- Gasfederanordnung
- 60
- Rastbeschlag
1. Sitz-/Liegemöbel mit einem Basisteil (11) und einem relativ zum Basisteil (11) zwischen
einer Grundstellung und einer Ausziehstellung bewegbaren Ausziehteil (14), das
- in der Grundstellung am Basisteil (11) abgestützt ist,
- am Basisteil (11) entsprechend einem vorgegebenen Höhenprofil (17) derart geführt
ist, daß es beim Ausziehen angehoben wird,
- einen Stützbeschlag (21, 22, 23) aufweist, der bei angehobenem Ausziehteil (14)
aus einer eingefahrenen Ruhestellung in eine Stützstellung derart ausfahrbar ist,
daß der Stützbeschlag (21, 22, 23) die Abstützung des Ausziehteils (14) übernimmt,
und
- wenigstens ein Oberteil (24) und zumindest ein Unterteil (27) aufweist, die in der
Grundstellung übereinander angeordnet sind, wobei in der Ausziehstellung das Oberteil
(24) relativ zum Unterteil (27) zwischen einer Sitzposition und einer Liegeposition
bewegbar ist,
wobei das Oberteil (24) in der Sitzposition eine Sitzfläche (30) und in der Liegeposition
gemeinsam mit dem Unterteil (27) zumindest einen Teil einer Liegefläche (33) bildet,
und
wobei sich die Sitzfläche (30) und die Liegefläche (33) zumindest im wesentlichen
auf der gleichen Höhe befinden.
2. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Basisteil (11) insbesondere in einem vorderen Bereich wenigstens ein höhenfixiertes
Führungsorgan (36) aufweist, auf dem das Ausziehteil (14) beim Ausziehen mit einer
das Höhenprofil festlegenden Führungsfläche (17) aufliegt.
3. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Höhenprofil (17) näherungsweise U-förmig ist, wobei vorzugsweise der beim Ausziehen
zuletzt mit dem Basisteil (11) zusammenwirkende U-Schenkel näherungsweise horizontal
ausläuft.
4. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützbeschlag (21, 22, 23) beim Ausziehen und Einschieben des Ausziehteils (14)
durch mechanisches Zusammenwirken mit dem Basisteil (11) automatisch ausfahrbar und
einfahrbar ist.
5. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützbeschlag zumindest einen am Ausziehteil (14) angelenkten Steuerhebel (21)
aufweist, der mit dem Basisteil (11) zusammenwirkt und über den wenigstens ein am
Ausziehteil (14) angelenkter Stützhebel (22) des Stützbeschlags verschwenkbar ist.
6. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerhebel (21) gleichzeitig als weiterer Stützhebel ausgebildet ist.
7. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerhebel (21) beim Ausziehen relativ zum Ausziehteil (14) verschwenkbar ist.
8. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützhebel (22) und der Steuerhebel (21) durch zumindest ein starres und insbesondere
stangen- oder strebenartiges Verbindungselement (23) miteinander gekoppelt sind.
9. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerhebel (21) und der Stützhebel (22) derart miteinander gekoppelt sind, daß
sie nur gemeinsam und mit entgegengesetztem Drehsinn verschwenkbar sind.
10. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Höhenprofil (17) auf die Verschwenkbewegung des Steuerhebels (21) beim Ausziehen
abgestimmt ist.
11. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß bis zu einer bestimmten Ausziehweite des Ausziehteils (14) der Steuerhebel (21) mit
einem Lagerabschnitt (39) am Basisteil (11) gelagert ist, wobei der Lagerabschnitt
(39) an einer translatorischen Bewegung zumindest in Ausziehrichtung im wesentlichen
gehindert ist.
12. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Lagerabschnitt (39) am freien Ende eines vom Stützhebel (21) abstehenden Lagerarmes
(40) ausgebildet ist.
13. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Basisteil (11) eine in Ausziehrichtung offene Lageraufnahme (42) für den Lagerabschnitt
(39) aufweist, die insbesondere von zwei vertikal beabstandeten, bevorzugt plattenförmigen
Aufnahmeelementen begrenzt ist.
14. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützbeschlag (21, 22, 23) in die Stützstellung vorgespannt ist, insbesondere
mittels wenigstens einer zwischen dem Ausziehteil (14) und dem Stützbeschlag (21,
22, 23) angeordneten Feder (29).
15. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß in der Ausziehstellung das Basisteil (11) und das Ausziehteil (14) in Ausziehrichtung
beabstandet sind und ein Zwischenteil (45) vorgesehen ist, das in der Ausziehstellung
zwischen dem Basisteil (11) und dem Ausziehteil (14) angeordnet ist und als Auflage
für das in der Liegeposition befindliche Oberteil (24) des Ausziehteils (14) dient.
16. Sitz-/ Liegemöbel nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Zwischenteil (45) mit seinem vorderen Bereich und hinteren Bereich am Ausziehteil
(14) und am Basisteil (11) zwangsgeführt ist, insbesondere über am Zwischenteil angebrachte
Führungsorgane (48, 49), die entlang Profilschienen (51, 52) des Ausziehteils (14)
und des Basisteils (11) bewegbar sind.
17. Sitz-/Liegemöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein Kopfteil (54) vorgesehen ist, das in der Grundstellung des Ausziehteils (14)
hinter einer Rückenlehne (57) angeordnet und zur Bildung eines Kopfabschnitts der
Liegefläche (33) in eine Liegeposition überführbar ist, insbesondere durch eine zwangsgeführte,
kombinierte Schwenk- und Translationsbewegung.
18. Sitz-/Liegemöbel nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Rückenlehne (57) um eine etwa horizontale, in ihrem oberen Bereich verlaufende
Achse (58) nach oben schwenkbar ist.
19. Sitz-/Liegemöbel nach einem der Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Rückenlehne (57') in eine Liegeposition bringbar ist, in der die Rückseite der
Rückenlehne (57') einen Kopfabschnitt der Liegefläche (33) bildet, wobei vorzugsweise
die Rückenlehne (57') um eine etwa horizontale, in ihrem unteren Bereich verlaufende
Achse (58') nach unten schwenkbar ist.