[0001] Die Erfindung betrifft eine Sitzbank für einen Sessel einer Sesselbahn mit einem
an einer Tragkonstruktion des Sessels befestigten Querträger, auf dem sich das vordere
Sitzbankelement abstützt, und mit einer Rückenlehne.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind eine Reihe von Sitzbänken für Sesselbahnen bekannt.
Diese weisen in der Regel zwei Querträger auf, einen vorderen und einen hinteren Querträger.
Auf diesen Querträgern ruhen dann einzelne Sitzbankelemente oder eine sich über die
gesamte Sitzfläche erstreckende Sitzbank. Hinzu tritt zumeist ein weiteres oberhalb
des hinteren Querträgers angebrachtes Querrohr, an dem einzelne Rückenlehnenelemente
oder eine in der Breite durchgehende Rückenlehne befestigt sind.
[0003] Von Nachteil ist beim Stand der Technik einerseits die Tatsache, dass ein Zwischenraum
zwischen der Sitzbank und der Rückenlehne besteht. Dies führt zu Zugluft, die genau
die Nierenregion von auf der Sitzbank sitzenden und transportierten Fahrgästen trifft.
Andererseits bedeutet dies, dass entsprechende Querträger und Querrohre sowie Sitzbankelemente
und Rückenlehnenelemente angefertigt werden müssen, um 2er, 3er, 4er oder 6er Sessel
zu bauen. Dies bedeutet ferner, dass die konstruktiven Merkmale jeder Sitzart einzeln
durchgerechnet werden müssen. Schliesslich ist die konventionelle Sitzart nicht sehr
wartungsfreundlich, da sich beim Stillstand der Anlage leicht Niederschlag und Verschmutzungen
auf den Sitzbänken ansammeln, die dann vor dem Einsatz wieder gesäubert oder zumindest
durchgesehen werden müssen.
[0004] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
eine Sitzbank der eingangs genannten Art anzugeben, die die oben genannten Nachteile
beseitigt, insbesondere einfacher herzustellen, für den Benutzer bequemer und zugleich
für den Betreiber einer Seilbahn wartungsfreundlicher ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss für eine Sitzbank der eingangs genannten Art
dadurch gelöst, dass das Sitzbankelement eine einstückige Sitzbankfläche ist, die
an ihren Seiten an der Tragkonstruktion angelenkt ist, dass die Rückenlehne als tragendes
plattenförmiges Element ausgestaltet ist, die an ihren Seiten an der Tragkonstruktion
angelenkt ist, dass die Rückenlehne über eine im unteren Bereich quer verlaufende
Auflagefläche verfügt, auf der der hintere Abschnitt der Sitzbankfläche abstützbar
ist.
[0006] Dadurch, dass die Rückenlehne an den Seiten der Tragkonstruktion befestigt ist, ist
es möglich auf das tragende Querrohr zu verzichten. Als tragendes plattenförmiges
Element ist es ihr möglich, eine Auflagefläche für die Sitzbankfläche zu dienen, so
dass auch auf den beim Stand der Technik vorhandenen hinteren Querträger verzichtet
werden kann. Die weiteren Vorteile werden aus der Beschreibung ersichtlich werden.
[0007] Insbesondere kann die Anlenkung der Sitzbankfläche vertikal verschieblich ausgestaltet
sein, um einerseits eine Sicherung der Sitzbank zu bieten und andererseits die Sitzbankfläche
leicht verschwenkbar zu gestalten. Damit sind bei der Erfindung sowohl Sitzbankfläche
als auch Rückenlehne verschwenkbar ausgestaltet und durch die Umklappbarkeit der beiden
Elemente wird die Pflege und Wartung des Sessels vereinfacht.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausführungsbeispiele sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0009] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel
beispielhaft erläutert, wobei die einzige Fig. eine Querschnittsansicht eines erfindungsgemässen
Sessels zeigt.
[0010] Mit dem Bezugszeichen 1 ist die Tragkonstruktion bezeichnet, die sich hier halbbogenförmig
an beiden Seiten der Sitzflächen von der Aufhängung des Sessels ausgehend erstreckt.
Die Tragkonstruktion 1 ist beispielsweise ein runder Hohlträger. Aber es kann auch
jede andere Form gewählt werden. Die einzige notwendige durchgehende Verbindung zwischen
den beiden seitlichen Tragkonstruktionen 1 ist ein Querträger 2. Dieses beispielsweise
als quadratischer Träger mit einer ebenen oberen Trägerfläche 3 ausgestaltetes Element
bildet die Auflage für einen Wulst 4, der durchgehend oder in Segmenten quer zur Sitzbank
5 unterhalb von dieser befestigt oder mit dieser einstückig ausgestaltet ist.
[0011] Die Sitzbank 5 ist eine einstückige Fläche, die an ihren Seiten im mittleren bis.
hinteren Bereich jeweils über ein Lochblech 6 verfügt, das im wesentlichen senkrecht
zur Sitzfläche ausgerichtet ist. Jedes Lochblech 6 verfügt über eine ovale Bohrung
7, durch die ein Stift 8 führbar ist. Die Stifte 8 sind jeweils an einem Seitenblech
9 befestigt, welches an beiden seitlichen Tragkonstruktion 1 montiert ist. Natürlich
ist auch eine Ausgestaltung möglich, bei der das Blech 6 über den Stift 8 verfügt,
der in ein Langloch 7 in dem Seitenblech 9 geführt ist. Der Sinn des Stift-Loch-Kombination
liegt in der Sicherheit der Sitzbank wie noch weiter unten ausgeführt wird.
[0012] Die Rückenlehne 10 ist als ein tragendes plattenförmiges Element ausgestaltet, die
an ihren Seiten jeweils über eine in ihre vorgesehenen Bohrung 11 und einen an dem
Seitenblech 9 vorgesehenen Stift 12 an der Tragkonstruktion 1 angelenkt ist. Natürlich
ist auch hier die Vertauschung von Stift und Loch möglich, obwohl es einfacher ist,
eine einstückige Rückenlehne 10 an den Seiten im Anlenkbereich zu verdicken, um das
Loch 11 vorzusehen.
[0013] Die Rückenlehne 10 verfügt über eine im unteren Bereich unterhalb der Bohrung 11
vorgesehene quer verlaufende im wesentlichen horizontale Auflagefläche 13, auf der
der hintere Abschnitt 14 der Sitzbankfläche 5 abstützbar ist. Insbesondere kann unter
der Sitzbankfläche 5 eine Verdickung 15, z.B. aus elastischem Material, vorgesehen
sein, die sich auf der Auflagefläche 13 abstützt. Dabei ist am Ende der Auflagefläche
13 an der Rückenlehne 10 eine quer verlaufende Nase 16 vorgesehen, die einen Formschluss
der beiden Elemente 5 und 10 ermöglicht. Dabei kann sich die Nase 16 auf einem flachen
Bereich der Verdickung 15 abstützen.
[0014] Die Rückenlehne 10 ruht in ihrem oberen Bereich 17 gegen eine Stütze 18, die an den
Seitenblechen 9 befestigt ist. Die Stütze 18 kann in einem einfachen Fall aus zwei
mehr oder weniger langen Stäben bestehen, gegen die sich die Rückenlehne 10 abstützt.
Es ist auch möglich, dass die Stütze 18 ein durchgehendes Querrohr ist. Insbesondere
ist es möglich, dass an den Seitenblechen 9 nur kurze Stutzen befestigt sind, auf
die dann ein entsprechend abgelängtes Querrohr aufgesetzt wird, um so die Modularität
zu erhöhen.
[0015] Damit sind die Zusatzfunktionen der Sitzbank aus der Zeichnung heraus leicht ersichtlich.
Die Sitzbank benötigt nur einen Querträger 2. Die Sitzbankfläche 5 liegt auf diesem
und dem unteren Abschnitt 13 der Rückenlehne 10 auf, die wiederum durch die seitlichen
Stifte 12 gehalten wird. Sollte - wider Erwarten - die Verdickung 15 von der Auflagefläche
13 abrutschen, so fällt die Sitzbankfläche 5 nicht herab, sondern wird von den Stiften
8 gehalten, die dann in die eine Endlage in den Langlöchern 7 fallen. Somit wirken
die Stifte 8 im Falle des Versagens der Verbindung Sitzbankfläche 5 - Auflagefläche
13 als Sperriegel und fangen das Gewicht von Sitzbankfläche 5 und Benutzern auf.
[0016] Ferner gestatten die Langlöcher 7 mit den Stiften 8 ein Verschwenken der Sitzbankfläche
5 um diese Achse, um die Sitzbankfläche 5 bei Nichtbenutzung im wesentlichen senkrecht
(im wesentlichen parallel zur Rückenlehne 10) zu stellen und somit vor Verschmutzung
zu schützen. Hierfür wird die Rückenlehne 10 um die durch die Stifte 12 definierte
Achse verschwenkt und von den Stiften oder dem Querrohr 18 abgehoben. Gleichzeitig
ist es möglich, die Rückenlehne 10 ganz nach vorne zu legen und somit im wesentlichen
parallel zur Sitzbankfläche 5 auszurichten. Dies kann beispielsweise für die Befestigung
von Lasten eingesetzt werden, wenn hierfür auf der Rückseite der Lehne 10 entsprechende
Befestigungselemente vorgesehen sind.
[0017] Der Vorteil der vorliegenden Konstruktion liegt in der Modularität. Die Sitzbank
und die Lehne können jeweils entsprechend dem zu fertigenden Sessel abgelängt werden,
wobei die Seitenbleche 9 und weitere wesentliche Elemente des Sessels standardisiert
sind. Damit werden Serien verschieden breiter Sessel schneller realisierbar. Die Sitzbankfläche
5 und die Rückenlehne 10 können beispielsweise aus Aluminiumblech bestehen, aus demselben
Kunststoffmaterial geformt sein oder je Sitzplatz mit Sitzkissen und ähnlichem ausgestaltet
werden. Die Rückenlehne 10 ist zwar als plattenförmig bezeichnet und dargestellt.
Es ist natürlich möglich, diese aus einer Gitterverbindung mit eingesetzten Rückenlehnenplatten
auszugestalten, auch wenn dies einen geringeren Komfort für die Benutzer des Sessels
bedeutet.
[0018] Der Sessel besteht jeweils aus zwei mit entsprechenden Elementen versehenen Seitenblechen
9, die an der jeweils gleichen Tragkonstruktion 1 befestigt werden. Die Sitzfläche
5 und die Rückenlehne 10 sind je nach Sitzplatzanzahl des Sessels ablängbar. Nur die
Bleche 6 sind noch an der Sitzfläche 5 zu befestigen. Ferner ist ein Querrohr für
die Stütze 18 zuzuschneiden und das Querrohr 2 ist an der Tragkonstruktion 1 zu befestigen.
1. Sitzbank für einen Sessel einer Sesselbahn mit einem an einer Tragkonstruktion (1,
9) des Sessels befestigten Querträger (2), auf dem sich das vordere Sitzbankelement
(5) abstützt, und mit einer Rückenlehne (10), dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzbankelement eine einstückige Sitzbankfläche (5) ist, die an ihren Seiten
(6, 7, 8) an der Tragkonstruktion (1, 9) angelenkt ist, dass die Rückenlehne (10)
als tragendes plattenförmiges Element ausgestaltet ist, die an ihren Seiten (11, 12)
an der Tragkonstruktion (1, 9) angelenkt ist, dass die Rückenlehne (10) über eine
im unteren Bereich quer verlaufende Auflagefläche (13) verfügt, auf der der hintere
Abschnitt (14) der Sitzbankfläche (5) abstützbar ist.
2. Sitzbank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlenkung der Sitzbankfläche (5) an der Tragkonstruktion (1, 9) über ein Seitenblech
(6) geschieht, dass an der Tragkonstruktion (1, 9) oder an dem Seitenblech (6) ein
Langloch (7) vorgesehen ist und dass an dem jeweils anderem Element (6, bzw. 1,9)
ein in das Langloch (7) eingreifender Stift (8) vorgesehen ist, wobei der Stift (8)
bei einem Aufliegen der Sitzbankfläche (5) auf dem Querträger (2) und auf der Auflagefläche
(13) der Rückenlehne (10) nicht in den Endbereichen des Langloches (7) angeordnet
ist.
3. Sitzbank nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Anlenkung der Rückenlehne (10) an der Tragkonstruktion (1) die Rückenlehne (10)
seitlich über jeweils eine Bohrung (12) bzw. einen Stift (11) verfügt, und dass die
Tragkonstruktion (1, 9) komplementär über einen Stift (11) bzw. eine Bohrung (12)
verfügt.
4. Sitzbank nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten der Tragkonstruktion (1, 9) oberhalb der Anlenkstelle (11, 12) der
Rückenlehne (10) eine Querstütze (18) vorgesehen ist, die aus zwei einzelnen seitlichen
Stäben oder einem durchgehenden Querrohr aufgebaut ist.
5. Sitzbank nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (13) über eine nach oben gerichtete querverlaufende Haltenase (16)
verfügt, die mit einer nach unten gerichteten Verdickung (15) der Sitzbankfläche (5)
zusammenwirkt.
6. Sitzbank nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragkonstruktion (1, 9) über jeweils ein Seitenblech (9) verfügt, an dem die
Sitzbankfläche (5) an ihren Seiten (6, 7, 8) und die Rückenlehne (10) an ihren Seiten
(11, 12) an der Tragkonstruktion (1, 9) angelenkt ist.
7. Sitzbank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Seitenblech (9) über zwei Stifte (8 und 12), um in entsprechende Löcher (7
und 11) in Sitzbankfläche (5) und Rückenlehne (10) einzugreifen, und über ein Querstützelement
(18) zur Abstützung der Rückenlehne (10) verfügt.
8. Sitzbank nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querstützelemente (18) Stutzen sind, auf die ein diese verbindendes Querrohr
aufsetzbar ist.