[0001] Die Erfindung betrifft einen Abgabebehälter für Getränke, bestehend aus einem Gehäuse
zur Aufnahme von einem oder mehreren Behältern für das in flüssiger Form vorliegende
Getränk und einem absperrbaren Zapfhahn, der mit zumindest einem Behälter über zumindest
eine Leitung verbunden ist.
[0002] Getränke werden im Verkauf in Behältern sehr unterschiedlicher Größe angeboten. Beispielsweise
ist Bier sowohl in Dosen und Flaschen als auch in kleineren oder größeren Fässern,
beispielsweise sogenannten Partyfässern mit einem Inhalt von typischerweise 5 oder
10 Litern, erhältlich. Dabei ist aber die Verfügbarkeit speziell der größeren Einheiten,
d.h. der Fässer, nicht immer und nicht überall gegeben, so dass die Beschaffung oftmals
erhöhten Aufwands bedarf. Zusätzlich ist oftmals ein Problem, dass der Inhalt entweder
für den sofortigen Genuß etwas zu viel ist und bis zur nächsten Verwendung nicht mehr
genießbar oder schmackhaft ist - oder, dass der Inhalt geringfügig zu wenig für den
tatsächlichen Bedarf ist und erst weitere, kleinere Einheiten bereitgestellt werden
müssen. Ein Nachfüllen ist meist aufgrund der üblichen Bauart der kleinen Fässer nicht
möglich.
[0003] Nun ist beispielsweise aus der US 2,058,027 A eine Vorrichtung zur Abgabe von Flüssigkeiten
bekannt, bei welcher in einem großen Behälter mehrere kleine Behälter enthalten und
mittels jeweils einer Leitung mit jeweils einem Zapfhahn verbunden sind. Die Leitung
zum Zapfhahn und ein Belüftungsröhrchen sind durch einen Stopfen geführt, der in die
Mündung des kleinen Behälters eingesetzt und dort durch Reibschluß gehalten wird.
Diese Methode der Verbindung der Leitungen mit den kleinen Behältern ist offensichtlich
nicht sicher gegen Lockern des Stopfens und überdies ist das ordentliche Einsetzen
der Stopfen aufwendig und bedarf einiger Aufmerksamkeit. Eine ähnliche Konstruktion
ist in der US 4,928,855 A beschrieben, bei der die kleineren Behälter in durch Gewindebuchsen
gebildete Halterungen eingeschraubt werden. Damit ist zwar eine Sicherheit gegenüber
unerwünschtem Lockern der Behälter gegeben, aber das Einsetzen und/oder Wechseln der
kleinen Behälter ist zeit- und arbeitsaufwendig. Darüberhinaus ist bei beiden bekannten
Lösungen immer nur die Möglichkeit gegeben eine bestimmte Art von kleinen Behältern
zu verwenden, solange nicht der Stopfen bzw. die Buchse - wieder mit größerem Aufwand
- ausgetauscht wird.
[0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung war daher ein Abgabebehälter, der einfach
und rasch an unterschiedlichen Bedarf angepaßt werden kann und gegebenenfalls auch
einfach und rasch nachfüllbar ist.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass im Inneren des Abgabebehälters
zumindest ein Verbindungsaufsatz für eine herkömmliche Getränkeflasche oder-dose vorhanden
und mit der Leitung verbunden ist, wobei bei geschlossenem Behälter die Getränkeflaschen
oder -dosen und die Verbindungsaufsätze aufeinander zu mit einer Kraft beaufschlagt
sind. Damit ist mit der einmaligen Anschaffung des Abgabebehälters dessen oftmaliger
Gebrauch und die an den jeweiligen Bedarf anpassbaren Befüllung oder Nachfüllung mit
den leichter erhältlichen kleineren Getränkedosen oder -flaschen möglich, wobei das
Andrücken der Verbindungsaufsätze automatisch das dichte Verbinden der kleinen Behälter
mit der Leitung zum Zapfhahn bewirkt und überdies diese Verbindung auch sicher während
der gesamten Zeit aufrechterhält. Da die Verbindungsaufsätze automatisch an die Getränkedosen
oder -flaschen angedrückt werden, brauchen auch keine speziell an bestimmte Gewinde,
Durchmesser od. dgl. angepaßte Verbindungsstrukturen vorgesehen sein, sondern es kann
jeder Verbindungsaufsatz alle herkömmlichen Getränkedosen oder - flaschen aufnehmen.
Prinzipiell könnte allerdings die die Verbindungsaufsätze auf die Getränkedosen oder-flaschen
hin pressende Kraft auch dadurch bewirkt werden, dass Verbindungsaufsätze und Dosen
bzw. Flaschen über ein elastisches Element miteinander verbunden werden, beispielsweise
über einen am Verbindungsaufsatz angebrachten, in geringem Umfang elastisch verformbaren
Bügel, der die an den Verbindungsaufsatz angesetzte Getränkeflasche oder -dose als
Ganzes oder eine allfällige auskragende Struktur daran hintergreifen kann.
[0006] Vorteilhafterweise sind natürlich mehrere Verbindungsaufsätze vorhanden und mit dem
Zapfhahn verbunden, damit bei einer Befüllung des Abgabebehälters gleich eine größere
Menge an Getränk bereitgestellt werden kann. Selbstverständlich müssen aber nicht
alle Verbindungsaufsätze genutzt werden, so dass auch jedes kleinere Getränkevolumen
verfügbar gemacht werden kann.
[0007] Wenn alle Verbindungsaufsätze mit einer gemeinsamen Sammelleitung verbunden sind,
ist ein einfacherer und im Inneren des Behälters weniger Platz in Anspruch nehmender
Aufbau gegeben.
[0008] Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Behälter axial geteilt zweiteilig
ausgeführt, wobei in einem Teil zumindest eine Aufnahme für die oder jede Getränkeflasche
oder -dose vorgesehen ist und im gegenüberliegenden Teil der oder jeder der Verbindungsaufsätze
angeordnet ist. Durch diesen Aufbau ist ein einfaches Einsetzen der herkömmlichen
Flaschen oder Dosen möglich, während deren Anschluß an den Zapfhahn durch automatisches
Aufdrücken der Verbindungsaufsätze beim Schließen des Abgabebehälters erzielt wird.
[0009] Damit ein ungehindertes Ablassen des Getränks aus dem Abgabebehälter allein durch
die Wirkung des Gewichts des Getränks möglich ist, muss für eine entsprechende Entlüftung
der eingesetzten Getränkeflaschen oder -dosen gesorgt werden, weshalb gemäß einem
weiteren Merkmal der Erfindung jeder Verbindungsaufsatz mit einer Entlüftungseinrichtung
für die Getränkeflasche oder -dose versehen ist.
[0010] Bei einfachem und auch leicht zu reinigendem Aufbau ist vorgesehen, dass die Entlüftungseinrichtung
aus einem vollständig in die Getränkeflasche oder -dose ragenden Entlüftungsröhrchen
besteht, welches in der Abgabestellung des Behälters automatisch geöffnet und ansonst
geschlossen gehalten ist. Wenn der Abgabebehälter in der Befüllungsstellung ist, kann
die Entlüftungseinrichtung bis zum und auch noch nach dem Einführen in die oder jede
Getränkeflasche oder -dose verschlossen gehalten werden. Anschließend wird, nach Schließen
des Abgabebehälters, dieser in die um 180° gekippte Gebrauchsstellung gebracht, wobei
nunmehr Entlüftungseinrichtung geöffnet wird, so dass das Getränk ohne Widerstand
allein durch sein Gewicht aus dem Abgabebehälter ablaufen kann.
[0011] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist dabei das Belüftungsröhrchen
durch eine gewichtsbelastete Dichtung in Abhängigkeit von der räumlichen Orientierung
der Entlüftungseinrichtung offen oder geschlossen gehalten. Diese baulich besonders
einfache Konstruktion bietet zugleich eine sehr sichere Funktion. Selbstverständlich
kann die Freigabe der Entlüftungseinrichtung aber auch anders gelöst werden, beispielsweise
durch einen von außen zu betätigenden Mechanismus, beispielsweise ein mit einem Verschluß
des Belüftungsröhrchens verbundenes (Hebel-)Gestänge od. dgl.
[0012] Vorteilhafterweise ist der Verbindungsaufsatz mit einer dichtenden Auflagefläche
für die Ausgießöffnung der Getränkeflasche oder -dose versehen und ist eine Absperreinrichtung
zwischen dieser Auflagefläche und dem Zapfhahn angeordnet. Damit ist das unerwünschte
Ausströmen des Getränks bzw. jeglichen Inhalts der eingesetzten Getränkebehälter nach
Aufsetzen der Verbindungsaufsätze als auch das Ausströmen in das Innere des Abgabebehälters
unterbunden.
[0013] Vorteilhafterweise ist die Absperreinrichtung innerhalb des Verbindungsaufsatzes
angeordnet, was einen sehr kompakten und funktionssicheren Aufbau ergibt.
[0014] Eine einfache und sehr funktionssichere Variante für die Absperreinrichtung besteht
darin, dass sie eine in Schließrichtung auf einen Sitz hin federbelastete Dichtung
aufweist.
[0015] Sehr kompakt und in der Bedienung einfach ist eine Ausführungsform gemäß einem weiteren
Merkmal der Erfindung, bei welcher die Dichtung der Absperreinrichtung auf dem Entlüftungsröhrchen
sitzt und bei geschlossenem Behälter vom Dichtungssitz abgehoben ist.
[0016] Vorteilhafterweise ist der Verbindungsaufsatz im wesentlichen hülsenförmig aufgebaut
und auf dem Entlüftungsröhrchen axial verschiebbar aufgesetzt, und ist hinter dem
Dichtungssitz eine im wesentlichen radiale Abflußöffnung im Verbindungsaufsatz ausgearbeitet.
Bei dieser Ausführungsform kann in einfacher und funktionssicherer Weise während des
Aufsetzens des Verbindungsaufsatzes auf die Getränkedose oder -flasche gleich auch
die Entlüftungseinrichtung eingesetzt und die Anordnung anschließend gleich funktionsfähig
gemacht werden, während gleichzeitig die Verbindung von der Getränkeflasche oder -dose
zum Zapfhahn freigegeben wird.
[0017] Trotz kompakten Aufbaus und ebenfalls leichter Bedienung sehr stabil und gegen Beschädigungen
gut geschützt ist eine Ausführungsform, bei der das Entlüftungsröhrchen auf einer
Auflageplatte befestigt ist, welche ein mit dem Ende des Entlüftungsröhrchens fluchtendes
Loch aufweist, wobei die gewichtsbelastete Dichtung auf der dem Entlüftungsröhrchen
gegenüberliegenden Seite der Anschlagplatte angeordnet ist.
[0018] In der nachfolgenden Beschreibung soll die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert werden.
[0019] Dabei zeigt die Fig. 1 einen axialen Schnitt durch einen erfindungsgemäßen Abgabebehälter
und Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Verbindungsaufsatz in
größerem Maßstab.
[0020] In der Fig. 1 ist der erfindungsgemäße Abgabebehälter 1 in der Ausführungsform für
Getränkeflaschen in der Abgabestellung dargestellt. Obwohl prinzipiell eine beliebige
Formgebung möglich ist, wird dem Behälter 1 typischerweise die Form eines kleinen
Bierfasses gegeben. Der Behälter 1 besteht aus einem Unterteil 2 und einem damit verbindbaren
Oberteil 3 und ist in der Befüllungsstellung um ca. 180° um eine horizontale Achse
geschwenkt. Am Unterteil 2 ist ein von außen bedienbarer Zapfhahn 4 oder eine ähnliche
Absperr- und Ausflußregeleinrichtung vorhanden, aus welcher das im Behälter 1 befindliche
Getränk vorzugsweise allein durch die Schwerkraft ausfließt.
[0021] Im Oberteil 3 sind einige Aufnahmen 5 ausgearbeitet, vorteilhafterweise als Einschuböffnungen
für die eigentlich das Getränk enthaltenden Flaschen 6, Dosen od. dgl. und vorzugsweise
in einem den Oberteil 3 ausfüllenden Isoliermaterial 7.
[0022] Der Unterteil 2 dient zur Aufnahme von Verbindungsaufsätzen 8, die auch gleichzeitig
als Verschlußautomatik für die in den Oberteil 3 eingesetzten Getränkebehälter 6 dienen
und über zumindest eine Verbindungsleitung 9 die Flaschen 6, Dosen od. dgl. mit dem
Zapfhahn 4 verbinden. Dabei kann pro Verbindungsaufsatz 8 je eine separate Verbindungsleitung
9 vorgesehen sein, oder es können alle vorhandenen Verbindungsaufsätze 8 an einer
Sammelleitung angeschlossen sein. Dabei kann die Anzahl der eingesetzten Flaschen
6 je nach Bedarf zwischen einer und der Höchstanzahl an Verbindungsaufsätzen 8 gewählt
werden. Die Verbindungsaufsätze 8 sind auf einer Auflageplatte 10 im Unterteil 2 des
Abgabebehälters 1 aufgesetzt, welche Auflageplatte 10 etwas oberhalb des Bodens des
Unterteils befestigt ist.
[0023] Um ein ungehindertes Ausfließen des Getränks aus der Flasche 6 durch den Verbindungsaufsatz
8, die Verbindungsleitung 9 und den Zapfhahn 4 zu gewährleisten, ist vorteilhafterweise
in den Verbindungsaufsatz 8 integriert eine Entlüftungseinrichtung vorgesehen, von
welcher ein Entlüftungsröhrchen 11 bis hinauf zum Boden der Flasche bzw. Dose reicht,
welcher in der Abgabestellung des Behälters 1 oben zu liegen kommt. Über eine Bohrung
12 in der Auflageplatte 10 ist eine Verbindung vom Luftraum in der Getränkeflasche
6 zur Umgebung hergestellt, welche das Nachsaugen von Luft in die Flasche 6 beim Ablaufen
des Getränks gestattet. In der um ca. 180° geschwenkten Befüllungsstellung hingegen
ist die Bohrung 12 beispielsweise durch ein Gewicht 13 mit einer daran befestigten
Dichtung 14 verschlossen, welches Gewicht 13 in einer Führung, auf einem verschwenkbaren
Hebel oder ähnlich geführt auf der dem Verbindungsaufsatz 8 gegenüberliegenden Seite
der Auflageplatte 10 vorgesehen ist.
[0024] In Verbindung mit der Fig. 2, welche einen Längsschnitt durch einen Verbindungsaufsatz
8 in vergrößertem Maßstab zeigt, soll nun der Aufbau und die Funktionsweise dieses
Verbindungsaufsatzes 8 als Verschlußautomatik mit vorteilhafterweise integrierten
Entlüftung näher erläutert werden.
[0025] Der Verbindungsaufsatz 8 ist in Form einer Hülse aufgebaut, welche mit einer Auflagefläche
15 mit einer Dichtung 16 für die Ausgußöffnung 17 der Flasche 6 versehen ist. Diese
Auflagefläche 15 kann durch einen in der Mitte mit einer Durchströmöffnung 18 versehenen
Ring gebildet sein, der auf einem innenliegenden Absatz 19 des Verbindungsaufsatzes
8 aufliegt, wobei Flasche 6 und Verbindungsaufsatz 8 bei geschlossenem Abgabebehälter
1, d.h. bei vollständig zusammengefügtem Unterteil 2 und Oberteil 3, mit einer Kraft
aufeinander zu beaufschlagt sind. Diese Kraft wird vorteilhafterweise durch ein elastisches
Element wie beispielsweise die Schraubenfeder 20 ausgeübt, welche das untere, vorzugsweise
etwas verbreiterte Ende des Entlüftungsröhrchens 11 umgibt und beispielsweise zwischen
einer radial verbreiterten Endplatte 21 des Entlüftungsröhrchens 11 und dem Verbindungsaufsatz
8 eingespannt ist. Die Endplatte 21 liegt ihrerseits wiederum auf der Auflageplatte
10 auf, kann dazu fix angebracht zu sein oder allenfalls auch allein durch die Wirkung
der Schraubenfeder 20 angepreßt werden. Auch eine Ausführungsform ist möglich, bei
welcher die oben genannten Teile einstückig mit der Auflageplatte 10 hergestellt sind
oder auch nur das Entlüftungsröhrchen 11 direkt von der Auflageplatte 10 ausgeht und
sich die Schraubenfeder 20 oder jedes gleichartige elastische Element ebenfalls auf
dieser Auflageplatte 10 abstützt.
[0026] Im Inneren des Verbindungsaufsatzes 8 ist schließlich noch ein Dichtungssitz 22,
vorteilhafterweise in Form eines innenliegenden Absatzes, vorgesehen, welcher durch
eine in Schließrichtung durch ein elastisches Element vorgespannte Dichtung 24 abgeschlossen
ist, solange der Verbindungsaufsatz 8 nicht eine bestimme Distanz in Richtung Auflageplatte
10 hin axial verschoben wird. Vorteilhafterweise ist die Dichtung 24 auf dem durch
den Verbindungsaufsatz axial hindurch verlaufenden Entlüftungsröhrchen 11 befestigt,
und ist der Verbindungsaufsatz 8 auf dem Entlüftungsröhrchen 11 axial verschiebbar,
so dass die Schraubenfeder 20 gleichzeitig als Schließfeder für die Dichtung 24 genutzt
werden kann. Sobald die Auflageplatte 10 und der Verbindungsaufsatz 8 beim Schließen
des Abgabebehälters 1 gegen die Wirkung der Schraubenfeder 20 aufeinander zu bewegt
werden, wird gleichzeitig mit dem Anpressen der Auflageplatte 21 auf der Auflageplatte
10 der Verbindungsaufsatz 8 auf Entlüftungsröhrchen 11 axial verschoben und damit
die Dichtung 24 vom Sitz 22 abgehoben, so dass die Flüssigkeit aus der Flasche 6 ungehindert
durch die vorzugsweise radiale Passage 23 in den Verbindungsschlauch 9 und weiter
zum Zapfhahn 4 fließen kann. Das Ausströmen des Getränks durch den Verbindungsaufsatz
8 in Richtung Auflageplatte 10 wird durch den Dichtungsring 25 verhindert, der im
Verbindungsaufsatz 8 fixiert ist und das Entlüftungsröhrchen 11 umgibt.
1. Abgabebehälter für Getränke, bestehend aus einem Gehäuse (1) zur Aufnahme von einem
oder mehreren Behältern (6) für das in flüssiger Form vorliegende Getränk und einem
absperrbaren Zapfhahn (4), der mit zumindest einem Behälter (6) über zumindest eine
Leitung (9) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Inneren des Abgabebehälters (1) zumindest ein Verbindungsaufsatz (8) für eine
herkömmliche Getränkeflasche (6) oder -dose vorhanden und mit der Leitung (9) verbunden
ist, wobei bei geschlossenem Behälter (1) die Getränkeflaschen (6) oder -dosen und
die Verbindungsaufsätze (8) aufeinander zu mit einer Kraft beaufschlagt sind.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Verbindungsaufsätze (8) vorhanden und mit dem Zapfhahn (4) verbunden sind.
3. Behälter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Verbindungsaufsätze (8) mit einer gemeinsamen Sammelleitung verbunden sind.
4. Behälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter (1) axial geteilt zweiteilig ausgeführt ist, wobei in einem Teil (3)
zumindest eine Aufnahme (5) für die oder jede Getränkeflasche (6) oder -dose vorgesehen
ist und im gegenüberliegenden Teil (2) der oder jeder der Verbindungsaufsätze (8)
angeordnet ist.
5. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Verbindungsaufsatz (8) mit einer Entlüftungseinrichtung für die Getränkeflasche
(6) oder -dose versehen ist.
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entlüftungseinrichtung aus einem vollständig in die Getränkeflasche (6) oder
-dose ragenden Entlüftungsröhrchen (11) besteht, welches in der Abgabestellung des
Behälters (1) automatisch geöffnet und ansonst geschlossen gehalten ist.
7. Behälter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Belüftungsröhrchen (11) durch eine gewichtsbelastete Dichtung (14) in Abhängigkeit
von der räumlichen Orientierung der Entlüftungseinrichtung offen oder geschlossen
gehalten ist.
8. Behälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsaufsatz (8) mit einer dichtenden Auflagefläche (16) für die Ausgießöffnung
(17) der Getränkeflasche (6) oder -dose versehen ist, und dass eine Absperreinrichtung
(22, 24) zwischen dieser Auflagefläche (16) und dem Zapfhahn (4) angeordnet ist.
9. Behälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperreinrichtung (22, 24) innerhalb des Verbindungsaufsatzes (8) angeordnet
ist.
10. Behälter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Absperreinrichtung eine in Schließrichtung auf einen Sitz (22) hin federbelastete
Dichtung (24) aufweist.
11. Behälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung (24) der Absperreinrichtung auf dem Entlüftungsröhrchen (11) sitzt und
bei geschlossenem Behälter (1) vom Dichtungssitz (22) abgehoben ist.
12. Behälter nach zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsaufsatz (8) im wesentlichen hülsenförmig aufgebaut und auf dem Entlüftungsröhrchen
(11) axial verschiebbar aufgesetzt ist, und dass hinter dem Dichtungssitz (22) eine
im wesentlichen radiale Abflußöffnung (23) im Verbindungsaufsatz (8) ausgearbeitet
ist.
13. Behälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Entlüftungsröhrchen (11) auf einer Auflageplatte (10) befestigt ist, welche ein
mit dem Ende des Entlüftungsröhrchens (11) fluchtendes Loch (12) aufweist, wobei die
gewichtsbelastete Dichtung (14) auf der dem Entlüftungsröhrchen (11) gegenüberliegenden
Seite der Auflageplatte (10) angeordnet ist.