[0001] Die Erfindung betrifft einen Bodenbelag, insbesondere für begeh- und befahrbare Kühl-
und Frischhaltezellen, bestehend aus mindestens zwei auf einer sogenannten Druckverteilerplatte
aufgelegten Edelstahlblechzuschnitten, die mit ihren Stoßrandbereichen auf einem mit
ihnen vernieteten und in der Druckverteilerplatte bündig zu deren Oberfläche eingelassenen
Unterlageprofilblech aufliegen.
[0002] Derartige Bodenbeläge sind hinlänglich bekannt und in Benutzung, so daß es diesbezüglich
an sich keines besonderen druckschriftlichen Nachweises bedarf. Nur beispielsweise
sei hierzu verwiesen auf das DE-A-299 12 787 U1, bei dessen Gegenstand der Randbereich
des einen Zuschnittes mit einem dessen Rand überragenden Edelstahlblechstreifen unterlegt
und mit diesem durch Stanznieten verbunden ist und wobei der gegen den Rand des Zuschnittes
gestoßene Rand des anderen Zuschnittes mit dem Rand des erstgenannten Zuschnittes
verschweißt ist. Aus diesem DE-A-299 12 787 ist auch ersichtlich, daß die vor Ort
zu verschweißende Stoßfuge, was die Regel ist, im Bereich des Stoßes zweier Druckverteilerplatten
verläuft, die in der Regel jeweils die Oberfläche bzw. das Oberteil einer entsprechend
stärker bemessenen Platte aus PU-Schaum bilden. Die den Bodenbelag bildenden Edelstahlblechzuschnitte
sind dabei mit den Druckverteilerplatten verklebt.
[0003] Die Beanspruchung derartiger Bodenbeläge aus mehr oder weniger starken Edelstahlblechzuschnitten,
und zwar was insbesondere deren Stoßfugen betrifft, ist in solchen Raumzellen unterschiedlich,
und zwar jenachdem ob die Zelle nur begangen oder mit Transportwagen befahren wird
und ob es sich dabei um leichte oder schwere Wagen handelt und welche Beschaffenheit
und Abmessungen die Wagenräder haben.
[0004] Im Falle aus welchem Grund auch immer geringer Beanspruchung ist es dabei nicht erforderlich,
die Stoßfuge zu verschweißen, d.h., es reicht in solchen Fällen aus, die Stoßfuge
mit einer geeigneten, dauerelastischen Dichtungsmasse abzudichten. Dabei hat es sich
gezeigt, daß die relativ schmale und zum anderen vom Unterlageprofilblech unterfaßte
und damit in ihrer Tiefe begrenzte Stoßfuge denkbar ungeeignet ist, um einer etwa
eingebrachten, dauerelastischen Dichtungsmasse einen dauerhaften Halt und damit eine
befriedigende Dichtungsfunktion zu verschaffen. Man könnte natürlich auch in Fällen
geringer Bodenbelagsbelastung die schmale Stoßfuge ebenfalls verschweißen, was jedoch
im Vergleich zu einer Abdichtung mit Dichtungsmasse einen weitaus unzweckmäßigeren,
unangenehmeren und aufwendigeren Montagevorgang bei der Erstellung solcher Zellen
vor Ort bedeutet.
[0005] Der Erfindung liegt demgemäß, ausgehend von einem Bodenbelag der gattungsgemäßen
Art, die Aufgabe zugrunde, diesen dahingehend zu verbessern, daß dieser bzw. dessen
Stoßfugenbereich je nach erwartbaren Belastungsanforderungen sowohl problemlos verschweißt
als auch mit Dichtungsmasse abgedichtet bzw. verschlossen werden kann, und zwar Letzteres
mit der Maßgabe, daß der eingebrachten Dichtungsmasse mehr Raum als der der Stoßfuge
selbst zur Verfügung steht, um damit der Dichtung auf Dauer einen besseren Halt und
damit einwandfreie Dichtungsfunktion zu vermittel.
[0006] Diese Aufgabe ist an einem Bodenbelag der gattungsgemäßen Art nach der Erfindunbg
dadurch gelöst, daß im Unterlageprofilblech unter der Stoßfuge der beiden Edelstahlblechzuschnitte
eine gegen deren Stoßfuge hin offene Nut angeordnet ist.
[0007] Diesbezüglich vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen ergeben sich nach
den abhängigen Patentansprüchen, die im Einzelnen und im Rahmen der nachfolgenden
speziellen Beschreibung näher erläutert werden.
[0008] Mit dem erfindungsgemäßen Bodenbelag sind die gestellten Forderungen erfüllt, da
die Stoßfuge je nach erwartbarern Anforderungen nach wie vor einerseits verschweißt,
andererseits aber auch ohne weiteres bei optimaler Einbindung von Dichtungsmasse mit
dieser verschlossen und abdichtbar ist.
[0009] Der erfindungsgemäße Bodenbelag einschließlich seiner vorteilhaften Weiterbildungen
wird nachfolgend an Hand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
[0010] Es zeigt
- Fig.1
- stark vergrößert einen Schnitt durch den Bodenbelag im bereich einer Stoßstelle;
- Fig.2
- im Schnitt und in etwa normalem Größenverhältnis den Bodenbelag gemäß Fig.1 mit seinen
auf einer PU-Schaumplatte sitzenden Druckverteilerplatten;
- Fig.3
- eine der Fig.1 entsprechende Darstellung mit verschweißter Stoßfuge und
- Fig.4
- eine den Fig.1 bzw. 3 entsprechende Darstellung mit besonderer Ausführungsform der
Stoßfugenflanken.
[0011] Der Bodenbelag besteht in bekannter Weise aus mindestens zwei auf einer sogenannten
Druckverteilerplatte 1 aufgelegten Edelstahlblechzuschnitten 2,3, die mit ihren Stoßrandbereichen
4,5 auf einem mit ihnen vernieteten und in der Druckverteilerplatte 1 bündig zu deren
Oberfläche 6 eingelassenen Unterlageprofilblech 7 aufliegen, das in der Regel auch
noch mit einer Abkröpfung 20 versehen ist, die, wie bspw. dargestellt, zwischen die
Stirnflächen zweier gegeneinander gestoßener Druckverteilerplatten 1 einragt. Die
in Fig.2 dargestellte wabenartige Schraffur steht dabei für die stirnseitig genutet
und gefederten PU-Schaumplatten 21, mit denen die Druckverteilerplatten 1 in einer
entsprechend Herstellungsform verschäumt werden.
[0012] Für einen aus mindestens zwei Edelstahlblechzuschnitten 2,3 gebildeten Bodenbelag
ist nun wesentlich, daß im Unterlageprofilblech 7 unter der Stoßfuge 8 der beiden
Edelstahlblechzuschnitte 2,3 eine gegen deren Stoßfuge 8 hin offene Nut 9 angeordnet
ist. Diese prinzipiell formulierte Lösung schließt die Möglichkeit mit ein, das Unterlageprofilblech
7 entsprechend stark zu bemessen, um darin eine solche Nut vorsehen bzw. einbringen
zu können.
[0013] Dargestellt sind in den Fig.1 bis 4 bereits die vorteilhaften und bevorzugten Ausführungsformen,
die darin bestehen, daß die Nut 9 in Bezug auf die Breite B der Stoßfuge 8 breiter
bemessen und die Nut 9 in Form eine Rilleneinprägung im Unterlageprofilblech 7 angeordnet
ist. Eine solche Rilleneinprägung, wie aus Fig.1 bis 4 ersichtlich, läßt die Verwendung
dünnen Bleches auch für das Unterlageprofilblech 7 zu und ist, insbesondere wenn der
Querschnitt der Nut 9 die Form eines Kreissegmentes hat, denkbar einfach durch Prägung
mittels eines entsprechend langen Prägewerkzeuges oder auch durch Rollprägung im Unterlageprofilblech
7 anzubringen.
[0014] Um das in diesem Falle dünne Unterlageprofilblech 7 nicht neben der nach unten konvex
hervortretenden Rillenprägung zwecks planer Auflage auf der Druckverteilerplatte 1
unterfüttern zu müssen, was immerhin in Betracht gezogen werden könnte, ist ferner
der sich unter der Nut 9 erstreckende Bereich der Druckverteilerplatte 1 vorteilhaft
mit einer Aufnahmenut 10 für die ausgeprägte Nut 9 bzw. die Rillenprägung versehen.
[0015] Ferner sind die die Stoßfuge 8 begrenzenden Randflanken 11 der Edelstahlblechzuschnitte
2,3 zur Nut 9 hin vorteilhaft divergierend oder konvergierend hinterschnitten ausgebildet,
wie dies in den Fig.1 und 4 dargestellt ist. Bevorzugt wird dabei die konvergierende
Orientierung der Randflanken 11 gemäß Fig.4, da sich diese sowohl für eine Verschweißung
als auch die Einbringung von Dichtungsmasse als am günstigsten erwiesen hat.
[0016] Im übrigen ist die eingebrachte Dichtungsmasse 13 in der in Fig.1 dargestellten Nut
9 punktiert angedeutet. Die Einbringung der Dichtungsmasse erfolgt dabei einfach in
der Weise, daß man das in der Regel spitze Füllmundstück eines Dichtungsmassengebindes
je nach den Maßgegebenheiten von Mundstück und Stoßfugenbreite mehr oder weniger tief
in der Stoßfuge 8 ansetzt und längs der Stoßfuge führt, wobei bezgl. der Führungsgeschwindigkeit
zu beachten ist, daß die Dichtungsmasse oben aus der Stoßfuge 9 auszutreten beginnt.
Nach Aushärtung wird dann einfach der über der Stoßfuge ausgetretene, eine mehr oder
weniger regelmäßige Oberfläche aufweisende Dichtungsmassenüberschuß mit einem geeignet
scharfen, messerartigen Hilfswerkzeug glatt abgeschnitten. Dies wird in gleicher Weise
auch bei einer Flankengestaltung gemäß Fig.4 praktiziert. In beiden Fällen ergibt
sich ein massiver Dichtungsmassenstrang, der zudem durch die Hinterschneidung bzw.
beidseitige, teilweise Überdeckung der Nutrandbereiche mittels der Stoßrandbereiche
4,5 der Blechzuschnitte 2,3 absolut sicher und abdichtend in Nut 9 und Stoßfuge 8
gehalten ist, was aus Gründen einer hygienischen Reinhaltung auch des Bodenbereiches
einer Kühl- und Frischhaltezelle gefordert werden muß.
[0017] Für eine Verschweißung der Stoßfuge 8, wie in einfachster Form in Fig.3 dargestellt,
hat die Nutausbildung bzw. Rillenprägung im übrigen den Vorteil, daß dadurch die Schweißwärmeübertragung
auf das Unterlageprofilblech 7 zumindest behindert ist und sich nicht nachteilig auf
die darunter befindliche Druckverteilerplatte 1 auswirken kann, die in der Regel aus
Holzfasern bestehen.
[0018] Um für Dichtungsmasseneinbringung und Schweißung nicht unterschiedliche Randflankengestaltungen
an den Bodenblechzuschnitten 2,3 vorsehen zu müssen, werden die diesbezüglichen Ausführungsformen
gemäß der Fig.1,4 bevorzugt und von diesen wiederum, wie vorerwähnt, die gemäß Fig.4,
da dadurch ein Schweißmitteleintrag in die Nut 9 reduziert wird und außerdem die konvergierenden
Flanken 11 eine bessere Führung sowohl für ein mehr oder weniger spitzes Spritzmundstück
als auch für einen Schweißdraht darstellen.
[0019] Da die Anordnung der Nut 9 bzw. der Rillenprägung, wie vorerläutert, Auswirkung auf
die Druckverteilerplatte 1 hat, die insgesamt als solche zur Anbringung der Aufnahmenut
10 und der Einlassung für das Unterlageprofilblech 7 behandelt bzw. bearbeitet werden
müßte, besteht diesbezüglich eine vorteilhafte Weiterbildung darin, daß der vom Unterlageprofilblech
7 belegte Teil der Druckverteilerplatte 1 als separate, die Aufnahmenut 10 aufweisende
und mit der Druckverteilerplatte 1 fest verbundene Profilleiste 12 ausgebildet ist.
Eine solche durch einen entsprechenden Profilfräser gelaufene Profilleiste 12 wird
einfach und um die Stärke des Unterlagebleches 7 nach unten versetzt, wie aus Fig.2
ersichtlich, mit der eigentlichen, dann um das Breitenmaß der Leiste 12 reduzierten
Druckverteileplatte 1 in geeigneter Weise fest verbunden und in einer Herstellungsform
mit PU verschäumt.
1. Bodenbelag, insbesondere für begeh- und befahrbare Kühl- und Frischhaltezellen, bestehend
aus mindestens zwei auf einer sogenannten Druckverteilerplatte (1) aufgelegten Edelstahlblechzuschnitten
(2,3), die mit ihren Stoßrandbereichen (4,5) auf einem mit ihnen vernieteten und in
der Druckverteilerplatte (1) bündig zu deren Oberfläche (6) eingelassenen Unterlageprofilblech
(7) aufliegen,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Unterlageprofilblech (7) unter der Stoßfuge (8) der beiden Edelstahlblechzuschnitte
(2,3) eine gegen deren Stoßfuge (8) hin offene Nut (9) angeordnet ist.
2. Bodenbelag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Nut (9) in Bezug auf die Breite (B) der Stoßfuge (8) breiter bemessen und die
Nut (9) in Form eine Rilleneinprägung im Unterlageprofilblech (7) angeordnet ist.
3. Bodenbelag nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Querschnitt der Nut (9) in Form eines Kreissegmentes ausgebildet ist.
4. Bodenbelag nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der sich unter der Nut (9) erstreckende Bereich der Druckverteilerplatte (1) mit
einer Aufnahmenut (10) für die ausgeprägte Nut (9) versehen ist.
5. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die die Stoßfuge (8) begrenzenden Randflanken (11) der Edelstahlblechzuschnitte (2,3)
zur Nut (9) hin divergierend hinterschnitten sind.
6. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der vom Unterlageprofilblech (7) belegte Teil der Druckverteilerplatte (1) als separate,
die Aufnahmenut (10) aufweisende und mit der Druckverteilerplatte (1) fest verbundene
Profilleiste (12) ausgebildet ist.