[0001] Die Erfindung betrifft einen Bodenbelag für mit Zugangsöffnung versehene Raumzellen,
insbesondere befahrbare Kühl-und Frischhaltezellen, bestehend aus mindestens einem
Edelstahlblechzuschnitt als Auflage auf einer sogenannten, dem Grundriß der Zelle
in etwa entsprechenden Druckverteilerplatte, wobei horizontal erstreckte Teile aufgekröpfter
Randzonen des Blechzuschnittes in einer Ebene verlaufen, die in einer Größenordnung
von 5-12 mm höher liegt als die Erstreckungsebene des Blechzuschnittes.
[0002] Derartige Bodenbeläge sind hinlänglich bekannt und in Benutzung, so daß es diesbezüglich
an sich keines druckschriftlichen Nachweises bedarf. Verwiesen sei hierzu aber bspw.
auf DE-A-94 16 002.3 U1 und im Vorgriff auf die Schnittdarstellung einer Vergleichsfigur
6, aus der die bisherige Randzonengestaltung derartiger Bodenbeläge einschließlich
der ganzen Zellenbodenplatte und darauf errichteter Zellenwände ersichtlich ist. Die
bislang praktizierte, konkav gebogene Hohlkehlenausbildung der Randzonen der Edelstahlbleche
erfolgte mit Rücksicht zum einen auf eine bequemere Sauberhaltung der Raumzwickel
zwischen Zellenwandung und Zellenboden, und zum anderen ist damit der horizontal erstreckte
Teil der Randzonen höher gelegt als die eigentliche Bodenebene in der Zelle, um damit
den Zutritt von Feuchtigkeit bzw. Nässe in den Spalt zwischen den aufgesetzten Wandelementen
und dem Zellenboden zu erschweren bzw. zu unterbinden, was sich auch bewährt hat.
Im Bereich der Zugangsöffnung einer solchen Zelle, bildet jedoch ein derartig ausgebildeter
Zellenboden gewissermaßen eine, wenn auch relativ niedrige Türschwelle, die mit Rücksicht
auf an solchen Zellen außen vor der Türöffnung angelegte Auffahrrampen kein Hinternis
darstellt, wohl aber beim Abfahren in die Zelle hinein und auch beim Herausfahren
aus der Zelle.
Befahren werden solche Zellen in der Regel mit sogenannten mehr oder weniger großen
Hordenwagen, die mit mehr oder weniger großen Fahrrollen ausgestattet sind. Das Überfahren
bzw. Überrollen der innenseitigen Hohlkehlen im Zufuhrbereich führt also unvermeidbar
zu einer beachtlichen Erschütterung der Hordenwagen und damit zu einer Erschütterung
des aufliegenden Transportgutes, bei dem es sich bspw. um sogenannte Teiglinge in
Großbäckereien handeln kann, die solche Erschütterungen nur schlecht vertragen. Aus
diesem Grunde hat man sogar schon praktiziert, diese Holperschwellen mehr schlecht
als recht durch Aussägen zu entfernen, was unausbleiblich nicht nur zu einer optische
Beeinträchtigung führt, sondern auch Feuchtigkeitsschäden und -folgen im ausgesägten
Schwellenbereich des Zellenzuganges hat.
[0003] Ausgehend von einem Bodenbelag der eingangs genannten Art liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, auf einfache Weise unter Beibehaltung weiterhin guter Reinigbarkeit
und eines in Bezug auf die Bodenebene höher gelegten Spaltes zwischen Boden und Wand
für eine erschütterungsfreie Überfahrbarkeit zu sorgen.
[0004] Diese Aufgabe ist mit einem Bodenbelag der eingangs genannten Art nach der Erfindung
ganz einfach dadurch gelöst, daß der Übergang aus dem Blechzuschnitt in den horizontal
erstreckten Teil der Randzonen mit gleichbleibenden Anstiegswinkel stetig ansteigend
ausgebildet ist. Bei dieser erfindungsgemäßen Lösung bildet der Bodenbelag nach wie
vor gewissermaßen eine extrem flache Wanne, die verhindert, daß Nässe in den Wand/Bodenspalt
gelangen kann. Der Anstiegswinkel β des Überganges ist dabei mit 10 bis 20°, vorzugsweise
15° bemessen, womit für eine weitestgehend erschütterungsfreie Überfahrbarkeit gesorgt
ist.
[0005] Eine Ausbildung dahingehend, daß der den stetigen Anstieg aufweisende Übergang des
Blechzuschnittes lediglich im Bereich der Zugangsöffnung mit deren Breite entsprechender
Breite angeordnet ist, ist ebenfalls in Betracht gezogen, was lediglich ein entsprechend
angepaßtes Presswerkzeug verlangt.
[0006] Der erfindungsgemäße Bodenbelag und weitere vorteilhafte Ausführungsformen werden
anhand der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen nachfolgend näher
erläutert.
Es zeigt
- Fig.1
- eine Draufsicht auf den erfindungsgemäßen, hier dreiteiligen Bodenbelag;
- Fig.2
- einen Schnitt durch den Bodenbelag längs Linie II-II in Fig.1;
- Fig.3
- perspektivisch das Beispiel einer Raumzelle;
- Fig.4
- schematisch im Schnitt eine besondere Ausführungsform,
- Fig.5
- die Ausführungsform nach Fig.4 in Draufsicht und
- Fig.6
- zum Vergleich einen Zellenteilschnitt durch einen herkömmlichen Bodenbelag einschließlich
der zugehörigen Bodenplatte mit aufgesetztem Wandelement.
[0007] Der Bodenbelag besteht unter Verweis auf die Vergleichsfigur 6 aus mindestens einem
Edelstahlblechzuschnitt 1 als Auflage auf einer sogenannten, dem Grundriß der Raumzelle
R in etwa entsprechenden Druckverteilerplatte 2, wobei horizontal erstreckte Teile
3, wie bspw. dargestellt, gekröpfter Randzonen 4 des Blechzuschnittes 1 in einer Ebene
E verlaufen, die in einer Größenordnung von 5-12 mm höher liegt als die Erstreckungsebene
E' des Blechzuschnittes 1. Die ganze Abkröpfung der Randzone 4 besteht dabei aus einer
Hohlkehle HK, dem horizontal erstreckten Teil 3 und einem weiteren Abkröpfungsrand
AR, der den genauen Aufsetzbereich für die Wandelemente WE definiert. Die kreuzschraffierten
Bereiche in den Fig.2 und 6 stellen im übrigen wärmeisolierendes Material in Form
von PU-Schaum dar.
[0008] Unter Verweis auf die Fig.1 und 2 erfährt ein solcher Bodenbelag nunmehr erfindungsgemäß
eine Gestaltung dahingehend, daß der Übergang 5 aus dem Blechzuschnitt 1 in den horizontal
erstreckten Teil 3 der Randzonen 4 mit gleichbleibenden Neigungswinkel stetig ansteigend
ausgebildet ist. Der Neigungswinkel β beträgt dabei nur etwa 15°, wie dies aus Fig.2
ersichtlich ist, die in Bezug auf Fig.1 eine Vergrößerung darstellt, davon abgesehen
aber, was die Größe und Form der Randzone 4 betrifft, verhältnismäßig in etwa der
tatsächlichen Formgebung eines solchen Bodenbelages entspricht.
[0009] Bei der in Fig.1 dargestellten Draufsicht besteht der gesamte Bodenbelag aus bspw.
drei Blechzuschnitten A,B,C, von denen A und C identisch sind und auch die Gehrungsprägungen
7 mit enthalten, während der mittlere Zuschnitt B nur an seinen beiden Enden entsprechend
ausgebildete bzw. geprägte Randzonen 4 aufweist.
[0010] Wie einleitend vorerwähnt, kann auch in Betracht gezogen werden, daß der den stetigen
Anstieg aufweisende Übergang 5 des Blechzuschnittes 1 lediglich im Bereich der Zugangsöffnung
Z der Zelle (siehe Fig.3) mit deren Breite B entsprechender Breite angeordnet ist.
Dies ist nicht besonders dargestellt, da ohne weiteres vorstellbar.
[0011] Was die vorerwähnte Ausführungsform der mit gleichbleibenden Neigungswinkel β stetigen
Neigungsausbildung im Bereich der Zugangsöffnung Z betrifft, so wird dazu auf die
Fig. 4,5 verwiesen, wonach der Bodenbelag im Bereich der Zugangsöffnung Z mit einer
sich nach innen und nach außen erstreckende Ein-und Ausfahrrampe 10 versehen ist und
wobei vorteilhaft die Ränder 8 der geneigten Flächen F der Ein-und Ausfahrrampe 10,
von der Zugangsöffnung Z bzw. vom in der Zugangsöffnung befindlichen Teilstück 9 der
Rampe 10 aus gesehen, divergierend erstreckt sind. Diese Ausführungsform berücksichtigt
die Gegebenheit, daß außen vor derartige Zellen wegen ihrer Schwellenhöhe per se eine
Zufahrtsrampe im Bereich der Zufahrtsöffnung Z angeordnet werden muß, die nunmehr
zudem keine besonderen Fixierung mehr bedarf, da sie durch Fortsetzung auf der Innenseite
und insbesondere bei divergierenden Rändern 8 eine ausreichende Lagefixierung erfährt.
[0012] Ausgehend von der Maßgabe, daß der Übergang 5 auch nur im Bereich der Zugangsöffnung
Z angeordnet sein kann, ist es auch möglich, den Übergang 5 als separates Bodenteil
auszubilden und am eigentlichen Bodenbelag 1 in geeigneter Weise zu fixieren. Dies
wird insbesondere dann in Betracht gezogen, wenn der Übergang 5 in Form der vorerwähnten,
sich nach innen und außen erstreckenden Ein-und Ausfahrrampe 10 im Sinne der Fig.4
ausgebildet ist. Um für einen solchen separaten Rampenzuschnitt nicht stärkeres Blech
benutzen zu müssen, wird dieser Rampenzuschnitt mit einer ausreichend druckfesten
Unterfütterung versehen, was in Fig.4 schematisch durch eine Kreuzschraffur verdeutlicht
ist. Eine solche Unterfütterung kann auch dadurch realisiert werden, indem an den
Rändern 8 der geneigten Flächen F zum Boden B0 hin abgekröpfte Stützflächen 11 angeordnet
sind, für die ebenfalls die Kreuzschraffuren in Fig.4 stehen. Mittige bodenseitige,
an den Flächen F angesetzte Blechkeile 11', die in Fig.5 nur strichpunktiert angedeutet
sind, können ebenfalls vorgesehen werden.
1. Bodenbelag für mit Zugangsöffnung (Z) versehenen Raumzellen (R), insbesondere befahrbare
Kühl- und Frischhaltezellen, bestehend aus mindestens einem Edelstahlblechzuschnitt
(1) als Auflage auf einer sogenannten, dem Grundriß der Zelle in etwa entsprechenden
Druckverteilerplatte (2), wobei horizontal erstreckte Teile (3) aufgekröpfter Randzonen
(4) des Blechzuschnittes (1) in einer Ebene (E) verlaufen, die in einer Größenordnung
von 5 - 12 mm höher liegt als die Erstreckungsebene (E') des Blechzuschnittes (1),
dadurch gekennzeichnet,
daß der Übergang (5) aus dem Blechzuschnitt (1) in den horizontal erstreckten Teil (3)
der Randzonen (4) mit gleichbleibenden Anstiegswinkel stetig ansteigend ausgebildet
ist und der Anstiegswinkel β des Überganges (5) mit 10 bis 20°, vorzugsweise 15° bemessen
ist.
2. Bodenbelag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den stetigen Anstieg (6) aufweisende Übergang (5) des Blechzuschnittes (1) lediglich
im Bereich der Zugangsöffnung(Z) mit deren Breite (B) entsprechender Breite angeordnet
ist.
3. Bodenbelag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bodenbelag im Bereich der Zugangsöffnung (Z) mit einer sich nach innen und nach
außen erstreckende Ein-und Ausfahrrampe (10) versehen ist.
4. Bodenbelag nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Ränder (8) der geneigten Flächen (F) der Ein-und Ausfahrrampe (10) von der Zugangsöffnung
(Z) aus divergierend erstreckt sind.
5. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der den stetigen Anstieg aufweisende Übergang (5) als separates Bodenteil fixiert
dem Bodenbelag zugeordnet ist.
6. Bodenbelag nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den Rändern (8) der geneigten Flächen (F) zum Boden hin abgekröpfte Stützflächen
(11) angeordnet sind.