Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung zum lösbaren Befestigen
eines Filterschalldämpfers an einem Gehäuseteil eines zu einem Turbolader für Verbrennungsmotoren
gehörenden Verdichters gemäss dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Stand der Technik
[0002] Am Verdichtereingang von Turboladern gibt es hohe Geräuschemissionen. Daher ist am
Verdichtereingang meist ein Filterschalldämpfer angeordnet, der diese Geräuschemissionen
vermindert. Da der Filterschalldämpfer starr mit einem Gehäuseteil des Verdichters
verbunden ist und dies schwingungstechnisch nicht vom Turbolader entkoppelt ist, übertragen
sich die Schwingungen des Turboladers auf den Filterschalldämpfer. Der Turbolader
ist seinerseits in der Regel entweder direkt oder via einen Befestigungsfuss auf einer
Konsole eines Verbrennungsmotors befestigt. Die axiale Distanz zwischen Befestigungsfuss
und Filterschalldämpfer ist in der Regel sehr gross. Wird der Turbolader durch Motorvibrationen
angeregt und/oder gerät in Eigenfrequenzschwingungen, so ist die Schwingungsamplitude
aufgrund der geometrie am Filterschalldämpfer am grössten. Dies ist unter anderem
wegen der daraus resultierenden grossen Materialbelastung unerwünscht. In Ländern
mit entsprechenden Bestimmungen kann dieses Schwingungsproblem bis zur Zurückweisung
bei der technischen Zulassung führen.
Darstellung der Erfindung
[0003] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, eine Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten
Art zu schaffen, welche die oben genannten Nachteile einfach und kostengünstig behebt.
[0004] Diese Aufgabe löst eine Befestigungsvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruches
1.
[0005] Die erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung weist zum Verbinden eines Filterschalldämpfers
mit einem Gehäuseteil eines Verdichters am Verdichtereingang zwischen dem Filterschalldämpfer
und dem Gehäuseteil des Verdichters einen Schwingungsentkoppler auf. Mit Hilfe des
Schwingungsentkopplers ist der Filterschalldämpfer schwingungstechnisch weitgehend
von dem Verdichtergehäuseteil und damit vom Turbolader getrennt. Bei der Übertragung
von Schwingungen vom Turbolader bzw. vom Verdichter auf den Filterschalldämpfer werden
grosse Schwingungsamplituden am Filterschalldämpfer vermieden und einer vorzeitige
Materialermüdung durch eine hohe, schwingungsbedingte Materialbeanspruchung wird entgegengewirkt.
[0006] Als Schwingungsentkoppler wird am besten ein temperatur- und ölbeständiges sowie
verschleissfestes, gummielastisches Element eingesetzt. Auf diese Weise ist der Schwingungsentkoppler
den Einsatzbedingungen bestens angepasst, was eine hohe Standzeit des Schwingungsentkopplers
gewährleistet. Es hat sich gezeigt, dass aus einem Elastomer (wie z.B. aus Viton ®
von der Firma du Pont oder aus Silikon) gefertigte gummielastische Elemente sehr gut
als Schwingungsentkoppler geeignet sind.
[0007] Vorteilhafterweise weist der Schwingungsentkoppler, im eingebauten Zustand betrachtet,
eine geringe Steifigkeit in Achsrichtung sowie quer zur Achsrichtung des Turboladers
auf. Abhängig von den sechs Eigenfrequenzen des Turboladers können die Steifigkeiten
in Achsrichtung und quer zur Achsrichtung unterschiedlich gewählt werden. Die geringe
Steifigkeit sorgt für eine ausreichende schwingungsmässige Entkopplung zwischen Filterschalldämpfer
und Gehäuseteil des Verdichters.
[0008] Unter Berücksichtigung der konstruktiven Bedingungen wir der Schwingungsentkoppler
so weich wie möglich gewählt. Mindestens aber wird die Steifigkeit so gewählt, dass
unter Berücksichtung des Gewichtes der Bauteile und ihrer Geometrie sowie unter Berücksichtigung
der Geometrie der Verbindung zwischen Filterschalldämpfer und Gehäuseteil des Verdichters
der Filterschalldämpfer schliesslich eine Eigenfrequenz von etwa 25% bis 50%, vorzugsweise
40% zumindest der tiefsten der Eigenfrequenzen des Turboladers aufweist. Bei Erregung
des Turboladers im Eigenfrequenzbereich, beispielsweise durch Motorschwingungen, schwingt
der Filterschalldämpfer dann im überkritischen Bereich.
[0009] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Schwingungsentkoppler unter Vorspannung steht.
Auf diese Weise kann verhindert werden, dass der Kontakt zwischen Schwingungsentkoppler
und einem Bauteil verloren geht und Abrieb und Verschleiss am Schwingungsentkoppler
auftreten.
[0010] Die Ausbildung des Schwingungsentkopplers in Form eines O-Ringes ist besonders vorteilhaft,
da bei dieser Ausführungsform die von der Verbindung aufzunehmenden Kräfte auf den
ganzen Umfang des O-Ringes verteilt werden.
[0011] Vorteilhaft ist es ein Sicherungselement vorzusehen, welches bei einem Versagen des
O-ringförmigen Schwingungsentkopplers einer Auflösung der Verbindung zwischen Filterschalldämpfer
und Gehäuseteil des Verdichters entgegenwirkt.
[0012] Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind Gegenstand weiterer abhängigen Patentansprüche.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0013] Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen,
welche in den beiliegenden Figuren 1 bis 3 dargestellt sind, näher erläutert. Es zeigen
rein schematisch:
- Fig. 1
- im Schnitt längs der Turboladerachse einen Turbolader mit einem am Verdichtereingang
angeordneten Filterschalldämpfer mit einer Befestigungsvorrichtung gemäss dem Stand
der Technik.
- Fig. 2
- in gleicher Ansicht wie in Figur 1 aber in einem vergrösserten Ausschnitt einen Teil
einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung;
- Fig. 3
- in analoger Darstellungsweise wie in Figur 2 einen Teil einer zweiten Ausführungsform
der erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung;
- Fig. 4
- die Befestigungsvorrichtung aus Fig. 3 mit einem Sicherungselement; und
- Fig. 5
- in analoger Darstellungsweise wie in Figur 2 einen Teil einer dritten Ausführungsform
der erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung;
[0014] Die in den Zeichnungen verwendeten Bezugszeichen und deren Bedeutung sind in der
Bezugszeichenliste zusammengefasst aufgelistet. Grundsätzlich sind in den Figuren
gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die beschriebenen Ausführungsformen
stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine beschränkende Wirkung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0015] Figur 1 zeigt im Schnitt zu seiner Längsachse 10 einen Turbolader 12 und einen Teil
eines am Verdichtereingang 14 des Turboladers 12 befestigten Filterschalldämpfers
16. Der Turbolader 12 hat einen typischen Aufbau, d.h. er umfasst einen Verdichter
18 und eine Turbine 20 deren Laufräder 22, 24 auf einer gemeinsamen Welle 26 beabstandet
voneinander angeordnet sind. Der Turbolader 12 weist ein Turboladergehäuse 28 auf,
das mehrere Gehäuseteile, wie beispielsweise ein Turbinengehäuse 29, ein Lagergehäuse
30 und ein Verdichtergehäuse 27, umfasst, die selbst wieder aus mehreren Gehäuseteilen
bestehen können. Im Lagergehäuse 30 ist zwischen dem Turbinenlaufrad 24 und dem Verdichterlaufrad
22 die Welle 26 gelagert. Mittels eines Befestigungsfusses 31 ist der Turbolader 12
auf einer Konsole 34 des Motors (nicht dargestellt) befestigt. Zur Verminderung der
Geräuschemission ist am Verdichtereingang 14 an einem Gehäuseteil 32 des Verdichters
18 der Filterschalldämpfer 16 befestigt.
[0016] Filterschalldämpfer 16 und Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 sind via eine Befestigungsvorrichtung
36 starr miteinander verbunden. Die Befestigungsvorrichtung 36 umfasst in diesem Beispiel
auf einer Kreislinie um die Turboladerachse 10 angeordnete, erste Befestigungsöffnungen
38, die im Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 vorgesehen sind. Die ersten Befestigungsöffnungen
38 sind mit einem Gewinde versehen. Des weiteren umfasst die Befestigungsvorrichtung
36 in einem Flansch 40 des Filterschalldämpfers 16 angeordnete zweite Befestigungsöffnungen
42, die mit den ersten Befestigungsöffnungen 38 koaxial in Deckung bringbar sind.
Ebenfalls zur Befestigungsvorrichtung 36 gehören Befestigungselemente 44, welche in
diesem Beispiel als Schrauben ausgebildet sind, und die durch die zweiten Befestigungsöffnungen
42 in die ersten Befestigungsöffnungen 38 eingeschraubt sind, und so den Filterschalldämpfer
16 starr mit dem Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 verbinden.
[0017] Wie aus Figur 1 ersichtlich ist die Distanz zwischen Befestigungsfuss 31 und dem
Filterschalldämpfer 16 recht gross. Schwingungen, die über die Konsole 34 und den
Befestigungsfuss 31 vom Motor (nicht dargestellt) auf den Turbolader 12 übertragen
werden und Eigenschwingungen des Turboladers 12 werden via die starre Befestigungsvorrichtung
36 auf den Filterschalldämpfer 16 übertragen. Auf Grund der grossen Distanz zwischen
Befestigungsfuss 31 und Filterschalldämpfer 16 ist die Schwingungsamplitude am Filterschalldämpfer
16 am grössten. Was die bereits genannten Nachteile mit sich bringt.
[0018] Die Figuren 2 bis 4 zeigen jeweils eine erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung
36. Jede dieser Befestigungsvorrichtungen 36 umfasst im Gehäuseteil 32 des Verdichters
18 angeordnete, erste Befestigungsöffnungen 38 mit Gewinde sowie Befestigungselemente
44 in Form von Schrauben, die in die ersten Befestigungsöffnungen 38 eingeschraubt
sind. Die Befestigungsöffnung 38 sind vorzugsweise in einer Ebene die Senkrecht auf
der Turboladerachse 10 steht, auf einem Ring rund um die Turboladerachse 10 angeordnet.
Die Richtung , in der die Turboladerachse (10) liegt ist jeweils mit einem Pfeil a
gekennzeichnet. Der Ring ist idealerweise ein Kreisring und die Befestigungsöffnungen
38 sind gleichmässig auf dem Ring verteilt. Des weiteren umfasst die erfindungsgemässe
Befestigungsvorrichtung 36 einen Schwingungsentkoppler 46, der zwischen dem Filterschalldämpfer
16 und dem Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 angeordnet ist. Der Schwingungsentkoppler
46 ist aus einem Elastomer gefertigt, der eine geringe Steifigkeit in Achsrichtung
und quer zur Achsrichtung des Turboladers 12 aufweist. Die Steifigkeit wird so ausgewählt,
dass die Eigenfrequenzen des Filterschalldämpfers 16 bei etwa 40% zumindest der tiefsten
der Eigenfrequenzen des Turboladers 12 liegt. Die Steifigkeit hängt unter anderem
von der Geometrie der Bauteile und von deren Gewicht, sowie von der Ausgestaltung
der Befestigungsvorrichtung 36 ab.
[0019] Die in Fig. 2 dargestellte Befestigungsvorrichtung 36 umfasst ausserdem noch zweite
Befestigungsöffnungen 42, die in einem Flansch 40 des Filterschalldämpfers 16 deckungsgleich
mit den ersten Befestigungsöffnungen 38 angeordnet sind. Der Innendurchmesser einer
solchen zweiten Befestigungsöffnung 42 ist grösser als derjenige der ersten Befestigungsöffnung
38. Der Schwingungsentkoppler 46 weist zwei Entkopplungselemente 47 aus einem Elastomer
auf, deren Grundform ein Hohlzylinder 48 ist, an dessen einem Ende einen radial nach
aussen abstehender Elementflansch 50 vorgesehen ist. Der Aussendurchmesser der Hohlzylinder
48 ist etwa gleich dem Innendurchmesser der zweiten Befestigungsöffnung 42. Die Hohlzylinder
48 der Entkoppelungselemente 47 sind von entgegengesetzten Seiten in die zweite Befestigungsöffnung
42 eingesetzt, so dass ihre Elementflansche 50 über die Ränder der Befestigungsöffnung
42 seitlich hinausragen und einen Teil des Flansches 40 bedecken. Die Länge der Hohlzylinder
48 ist vorzugsweise so gewählt, dass sich deren flanschlose Stirnseiten berühren,
wenn die Elementflansche 50 mit den Rändern der zweiten Befestigungsöffnung 42 in
Anschlag stehen. Die Entkopplungselemente 47 sind vorzugsweise gleich ausgebildet,
was die Herstellung vereinfacht. Sie können aber vor allem bezüglich der Ausgestaltung
des Elementflansches 50 unterschiedlich ausgebildet sein, wenn dies die Form der zweiten
Befestigungsöffnungen 42 und/oder des Flansches 40 dies erfordern. Die Hohlzylinder
48 bilden zusammen eine Öffnung 52 im Schwingungsentkoppler 46 zur Aufnahme des Befestigungselementes
44. Um eine definierte Vorspannung auf den Schwingungsentkoppler 46 aufbringen zu
können, ist in der Öffnung 52 eine Distanzbüchse 54 aufgenommen deren Grundform wiederum
ein Hohlzylinder ist, an dessen einem Ende ein radial nach aussen abstehender Büchsenflansch
58 vorgesehen ist. Der Hohlzylinder 56 der Distanzbüchse 54 ist das Befestigungselement
44 umgreifend in der Öffnung 52 angeordnet. Der Büchsenflansch 58 befindet sich im
Anschlag mit dem schalldämpferseitigen Elementflansch 50.
[0020] Zur Befestigung des Filterschalldämpfers 16 am Gehäuseteil 32 des Verdichters 18
werden zunächst die Entkopplungselemente 47 in die zweiten Befestigungsöffnungen 42
des Flansches 40 des Filterschalldämpfer 16 eingesetzt. Die Distanzbüchse 54 wird
in die durch die Entkopplungselemente 47 gebildete Öffnung 52 eingesetzt. Dann werden
die zweiten Befestigungsöffnungen 42 und die ersten Befestigungsöffnungen 38 miteinander
in Deckung gebracht und mittels der schraubenförmigen Befestigungselemente 44 miteinander
verschraubt. Die Länge des Hohlzylinders 58 der Distanzbüchse 54 ist kürzer als die
Tiefe der Öffnung 52; d.h.: Steht die in die Öffnung 52 eingesetzte Distanzbüchse
54 mit ihrem Büchsenflansch im Anschlag mit dem schalldämpferseitigen Elementflansch
50 des Entkopplungselementes 47, so bleibt zwischen der flanschlosen Stirnseite des
Hohlzylinders 58 und dem Rand der ersten Befestigungsöffnung 38 ein Spalt. Durch das
Anziehen der Schraube 44 wird die Distanzbüchse 54 mit dem Rand der ersten Befestigungsöffnung
38 zum Anschlag gebracht und die Entkopplungselemente 47 zusammengedrückt. Die Entkopplungselemente
47 stehen unter einer definierten Vorspannung, dadurch bleiben bei Belastung der durch
die Befestigungsvorrichtung 36 hergestellten Verbindung zwischen Filterschalldämpfer
16 und Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 die verschiedenen Bauteile immer in Kontakt
mit dem Schwingungsentkoppler 46 und dieser wird vor ungleichen Belastungen geschützt.
[0021] Bei zehn gleichmässig um die Turboladerachse 10 verteilten Befestigungsöffnung 38,
42 und einem Gewicht des Filterschalldämpfers 16 von etwa 380Kg und einer Steifigkeit
in axialer und radialer Richtung aller Schwingungsentkoppler 46 zusammen von etwa
5000N/mm bis 15000N/mm erhält man eine Schwingungsentkopplung, bei der die Eigenfrequenzen
des Filterschalldämpfers 16 etwa bei 40% der Eigenfrequenzen des Turboladers 12 liegt.
[0022] Die in Fig. 3 gezeigte Befestigungsvorrichtung 36 umfasst zusätzlich zu den oben
genannten Elementen einen O-ringförmigen Schwingungsentkoppler 46, eine in einem Element
60 des Filterschalldämpfers 16 angeordnete, radial nach aussen offene Ringnut 62 zur
Abstützung des Schwingungsentkopplers 46 sowie zwei Befestigungsringe 64, 66. Die
zwei Befestigungsringe 64, 66 weisen mit den ersten Befestigungsöffnungen 38 im Gehäuseteil
32 des Verdichters 18 koaxial in Deckung bringbare Löcher 68 zur Aufnahme der Befestigungselemente
44 auf. Sie sind koaxial zueinander und in Achsrichtung hintereinander, anschliessend
an das Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 angeordnet. Via die schraubenförmigen Befestigungselemente
44 sind die Befestigungsringe 64, 66 am Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 fixiert.
Auf ihrer radial innenliegenden Seite weisen die Befestigungsringe 64, 66 Stützflächen
67 auf, welche den O-Ring 46 unter einem Winkel von etwa +30°bis +50° bzw. -30° bis
-50° abstützen. Die Stützflächen 67 bilden zusammen ebenfalls wieder eine Art Ringnut,
die radial gegen innen offen ist und beabstandet zur Ringnut 62 im Element 60 parallel
zu dieser verläuft. Der Durchmesser auf der radial innenliegenden Seite der Befestigungsringe
64, 66 und der Durchmesser der Ringnut 62 im Element 60 des Filterschalldämpfers 16
sind so gewählt, dass der zwischen ihnen angeordnete O-ringförmige Schwingungsentkoppler
46 im befestigten Zustand unter Vorspannung steht.
[0023] Bei einem wiederum etwa 380Kg schweren Filterschalldämpfer 16 und dieser Konstruktion
wird eine Eigenfrequenz des Filterschalldämpfer 16 von etwa 40% des Turboladers 12
mit einer axialen Steifigkeit von 7000 N/mm bis14000 N/mm und einer radialen Steifigkeit
von 15000 bis 40000 N/mm erreicht.
[0024] In Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, die analog zu der in Fig.3
gezeigten aufgebaut ist. Allerdings gehört in diesem Beispiel noch ein Sicherungselement
68 zur Befestigungsvorrichtung 36. Das Sicherungselement 68 ist axial anschliessend
an den dem Filterschalldämpfer 16 benachbarten Befestigungsring 66 angeordnet und
mit Hilfe des Befestigungsmittels 44 zusammen mit den Befestigungsringen 64, 66 am
Gehäuseteil 32 befestigt. Es ragt radial sowohl nach innen wie auch nach aussen über
die Befestigungsringe 64, 66 hinaus. bei einem Versagen des O-ringes hintergreift
es das die Ringnut 62 tragenden Element 60 des Filterschalldämpfers 16 und verhindert
so eine Auflösung der Verbindung zwischen Filterschalldämpfer 16 und Gehäuseteil 32
des Verdichters 18. Das Sicherungselement kann, wie die Befestigungsring 64, 66, ringförmig
ausgestaltet sein oder aber, wie im gezeigten Beispiel, aus Ringsegmentstücken bestehen.
[0025] In einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform, die im Prinzip gleich aufgebaut
ist wie die in Fig.3 bzw. in Fig. 4 dargestellte, ist der dem Gehäuseteil 32 des Verdichters
18 benachbarte Befestigungsring 64 einstückig mit dem Gehäuseteil 32 ausgebildet.
[0026] Eine weitere Ausführungsform, die schematisch in Fig. 5 dargestellt ist, zeigt eine
weitere Variante der aus Fig. 3 bekannten Ausführungsform. Anstelle von schraubenförmigen
Befestigungselementen 44 umfasst die Befestigungsvorrichtung 36 Befestigungselemente
44 in Form von Spannelementen 72. Daher weist das Gehäuseteil 32 des Verdichters 18
statt ersten Befestigungsöffnungen 38 einen Befestigungsflansch 70 auf. Auch die Befestigungsringe
64, 66 weisen keine Befestigungsöffnung 38 auf. Die Fixierung der Befestigungsringe
64, 66 am Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 erfolgt statt mit schraubenförmigen Befestigungselementen
44 mit den Spannklammern 72, die über den Umfang verteilt für eine feste Verbindung
zwischen den Bauteilen sorgen.
[0027] Bei dieser Konstruktion der Befestigungsvorrichtung 36 mit dem O-ringförmigen Schwingungsentkoppler
46 werden für die Montage zunächst der O-ringförmige Schwingungsentkoppler 46 und
die Befestigungsringe 64, 66 - welche z.B. mittels Spannklammern oder mittels in sie
eingebrachte Hilfslöcher und Hilfsschrauben miteinander verbunden werden können -
am Filterschalldämpfer 16 vormontiert. Dann wird der Filterschalldämpfer 16 über die
Befestigungsringe 64, 66 mittels der Befestigungselemente 44 mit dem Gehäuseteil 32
des Verdichters 18 und somit mit dem Turbolader 12 befestigt.
[0028] Bei einem wiederum etwa 380Kg schweren Filterschalldämpfer 16 und dieser Konstruktion
wird eine Eigenfrequenz des Filterschalldämpfer 16 von etwa 40% des Turboladers 12
mit einer axialen Steifigkeit von 7000 N/mm bis14000 N/mm des Schwingungsentkopplers
46 und einer radialen Steifigkeit von 15000 bis 40000 N/mm des Schwingungsentkopplers
46 erreicht.
[0029] Verschiedene weitere Variationen und Kombinationen der genannten Befestigungsvorrichtung
36 sind denkbar. So können beispielsweise Spannklammern 72 und schraubenförmige Befestigungselemente
44 kombiniert eingesetzt sein. Die zweiten Befestigungsöffnungen 42 können statt in
einem Flansch 40 des Filterschalldämpfers 16 in einem andern dem Verdichtereingang
14 benachbarten Element des Filterschalldämpfer 16 angeordnet sein. Statt der ersten
Befestigungsöffnungen 38 im Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 können die zweiten Befestigungsöffnungen
42 im Filterschalldämpfer 16 mit einem Gewinde versehen sein. Die ersten Befestigungsöffnungen
38 im Gehäuseteil 32 des Verdichters 18 können in einem Flansch des Gehäuseteils 32
angeordnet sein. Die schraubenförmigen Befestigungselemente 44 können dann von der
Verdichterseite her statt von der Seite des Filterschalldämpfers 16 eingeschraubt
sein.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 10
- Turboladerlängsachse
- 12
- Turbolader
- 14
- Verdichtereingang
- 16
- Filterschalldämpfer
- 18
- Verdichter
- 20
- Turbine
- 22
- Verdichterlaufrad
- 24
- Turbinenlaufrad
- 26
- Welle
- 27
- Verdichtergehäuse
- 28
- Turboladergehäuse
- 29
- Turbinengehäuse
- 30
- Lagergehäuse
- 31
- Befestigungsfuss
- 32
- Gehäuseteil
- 34
- Konsole
- 36
- Befestigungsvorrichtung
- 38
- erste Befestigungsöffnung
- 40
- Flansch
- 42
- zweite Befestigungsöffnung
- 44
- Befestigungselement
- 46
- Schwingungsentkoppler
- 47
- Entkopplungselement
- 48
- Hohlzylinder
- 50
- Elementflansch
- 52
- Öffnung
- 54
- Distanzbüchse
- 56
- Hohlzylinder
- 58
- Büchsenflansch
- 60
- Element
- 62
- Ringnut
- 64
- Befestigungsring
- 66
- Befestigungsring
- 67
- Stützfläche
- 68
- Sicherungselement
- 70
- Befestigungsflansch
- 72
- Spannklammer
74
76
78
80
82
84
86
88
90
92
94
96
98
100
1. Befestigungsvorrichtung zum lösbaren Befestigen eines Filterschalldämpfers an einem
Gehäuseteil eines zu einem Turbolader für Verbrennungsmotoren gehörenden Verdichters,
wobei der Filterschalldämpfer mit Hilfe von Befestigungselementen am Verdichtereingang
des Verdichter befestigbar ist dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsvorrichtung (36) einen Schwingungsentkoppler (46) umfasst, der zwischen
Filterschalldämpfer (16) und dem Gehäuseteil (32) des Verdichters (18) angeordnet
wird, so dass bei Erregung der Filterschalldämpfer (16) mit einer anderen Frequenz
als das Turboladergehäuse (28) schwingt.
2. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Schwingungsentkoppler (46) ein vorzugsweise aus einem Elastomer bestehendes,
verschleissfestes sowie temperatur- und ölbeständiges, gummielastisches Element vorgesehen
ist.
3. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsentkoppler (46) eine geringe Steifigkeit sowohl in Achsrichtung (10)
als auch quer zur Achsrichtung (10) des Turboladers (12) aufweist.
4. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsentkoppler (46) eine derartige Steifigkeit aufweist, dass die Frequenz
zumindest der tiefsten Eigenfrequenz des entkoppelten Filterschalldämpfers (16) etwa
40% der tiefsten Eigenfrequenz des Turboladers (12) entspricht.
5. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorgängigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsentkoppler (46) mechanisch vorgespannt ist.
6. Befestigungsvorrichtung nach einem der vorgängigen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass im Filterschalldämpfer (16) und im Gehäuseteil (32) des Verdichters (18) zueinander
korrespondierende Befestigungsöffnungen (38, 42) zur Aufnahme eines Befestigungselementes
(44) vorgesehen sind, wobei in die Befestigungsöffnungen (42) des Filterschalldämpfers
(16) je ein Schwingungsentkoppler (46) einsetzbar ist, der seinerseits eine Öffnung
(52) zur Aufnahme des Befestigungselementes (44) aufweist.
7. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsentkoppler (46) zwei, vorzugsweise gleich ausgebildete, Entkopplungselemente
(47) umfasst, deren Grundform ein Hohlzylinder (56) mit einem vorzugsweise kreisscheibenförmigen,
an einem Ende des Hohlzylinders (56) von diesem abstehenden Elementflansch (50) ist,
wobei die Hohlzylinder (56) aus entgegengesetzten Richtungen in die zweite Befestigungsöffnung
(42) des Filterschalldämpfers (16) einsetzbar sind und gemeinsam die Öffnung (52)
zur Aufnahme des Befestigungselementes (44) bilden, und wobei die Elementflansche
(50) über Ränder der Befestigungsöffnung (42) seitlich hinausragen, so dass sie einen
Puffer zwischen Filterschalldämpfer (16) und Kopf des Befestigungselementes (44) bzw.
zwischen Filterschalldämpfer (16) und Gehäuseteil (32) des Verdichters (18) bilden.
8. Befestigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6 oder den Ansprüchen 5, 6 und 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung mittels einer Distanzbüchse (54) die in die Öffnung (52) des Schwingungsentkopplers
(46) einsetzbar ist, definiert auf den Schwingungsentkoppler (46) aufgebracht ist,.
9. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine in einem dem Verdichtereingang (14) benachbarten Element (60) des Filterschalldämpfers
(16) angeordnete, radial nach aussen offene Ringnut (62) und zwei Befestigungsringe
(64, 66) vorgesehen sind, deren radial innere Seiten radial beabstandet von der Ringnut
(62) parallel zu dieser verlaufen, und dass der Schwingungsentkoppler (46) in Form
eines O-Ringes ausgebildet ist, der einerseits durch die Ringnut (62) des Filterschalldämpfers
(16) und andererseits durch die zwei Befestigungsringe (64, 66) abgestützt ist, wobei
die zwei Befestigungsringe (64, 66) koaxial in Achsrichtung hintereinander angeordnet
sind und mittels Befestigungselementen (44) mit dem Gehäuseteil (32) des Verdichters
(18) verbunden sind.
10. Befestigungsvorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorspannung via die Befestigungsringe (64, 66) auf den Schwingungsentkoppler
(46) aufgebracht ist und die Befestigungsringe (64, 66) den O-ringförmigen Schwingungsentkoppler
(46) vorzugsweise unter einem Winkel von etwa +30° bis +50° bzw. -30°bis -50° abstützen.
11. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Gehäuseteil (32) des Verdichters (18) benachbarte Befestigungsring (64) einstückig
mit diesem ausgebildet ist.
12. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Sicherungselement (68) vorgesehen ist, welches bei Versagen des Schwingungsentkopplers
(46) einer Auflösung der Verbindung zwischen Filterschalldämpfer (16) und Gehäuseteil
(32) des Verdichters (18) entgegenwirkt.
13. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement (68) an mindestens einem der Befestigungsringe (64, 66) und/oder
dem Gehäuseteil (32) des Verdichters (18) befestigt ist und bei Versagen des Schwingungsentkopplers
(46) von der Seite des Filterschalldämpfers (16) her das die Ringnut (62) tragende
Element (60) des Filterschalldämpfers (16) hintergreift.
14. Turbolader zur Aufladung von Verbrennungsmotoren mit einem am Verdichtereingang (14)
angeordnetem Filterschalldämpfer (16), der lösbar mit einem Gehäuseteil (32) des Verdichters
(18) des Turboladers (12) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass zur Befestigung des Filterschalldämpfers (16) am Gehäuseteil (32) des Verdichters
(18) eine Befestigungsvorrichtung (36) gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen
ist.