[0001] Die Erfindung betrifft einen Strahlungsheizkörper nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Vorzugsweise ist dies ein Strahlungsheizkörper zur Anordnung unter einem Kochfeld,
wie einer Hartglas- oder laskeramikplatte, mit einer Trägerschale, die einen isolierkörper
trägt, auf und/oder in dem ein eine Heizzone bildender Heizkörper angeordnet ist,
und mit einem zumindest über einen Teil der Heizzone ragenden langgestreckten Temperaturfühler
eines Schutzschalters, der zwischen der Heizzone und dem Kochfeld verläuft, wobei
der Fühler von durch den Isolierkörper und die Trägerschale reichenden Befestigungsmitteln
gehalten ist.
[0002] Derartige Strahlungsheizkörper haben üblicherweise einen Temparaturfühler, dessen
äußeres Rohr aus einem isolierenden Material, insbesondere Qarz oder Quarzglas besteht.
Es ist entweder selbst in das Außdehnungssystem des Fühl des miteinbezogen, in dem
es ein Rohr mit geringem Ausdehnungskoeffizienten bildet, in dem ein Zugstab mit höheren
Ausdehnungskoeffizienten liegt, oder es ist auf ein Ausdehnungsrohr aufgeschoben.
Das Rohr ist notwendig, um die notwendigen Luft- bzw. Kriechstrecken in dem Raum zwischen
Heizwiderständen und der Platte, durch den der Temperaturfühler hindurchläuft, sicherzustellen.
Es ist dabei zu beachten, daß Glaskeramikplatten bei Arbeitstemperatur elektrisch
leitend werden, so daß hier die notwendigen Isolationsstrecken eingehalten werden
müssen.
[0003] Eine Fühlerbefestigung dieser Art beschreibt die DE 35 36 981. Als Fühlerbefestigungen
werden hier einerseits Abstandshalter zur Glaskeramikplatte sowie zum Isolierkörper
vorgeschlagen. Desweiteren kann mittels Nagelkrampen o. dgl. der Fühler in dem Isolierkörper
befestigt werden.
[0004] Die DE 91 13 992 beschreibt eine Fühlerbefestigung, bei der Halteklammern den Fühler
umgreifen und durch Isolierkörper und Trägerschale geführt sind, wobei sie hinter
dem Durchgang durch die Trägerschale ein Sicherungsglied aufweisen, das ein Herausziehen
aus der Trägerschale verhindert. Unter anderem dient eine solche Fühlerbefestigung
dazu, das Anschlagen des Fühlers gegen die Glaskeramikplatte zu verhindern, wodurch
diese brechen kann. Dies kann einerseits bei Tests und auch bei Transport oder Einbau
eines Kochfeldes vorkommen.
AUFGABE UND LÖSUNG
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Strahlungsheizkörper der o.g. Art
zu schaffen, bei dem einerseits eine sichere Fühlerbefestigung ermöglicht wird und
weiters die Montage sowohl von Fühlerbefestigung als auch des Strahlungsheizkörpers
sowie die Weiterverarbeitung der fertigen Strahlungsheizkörper verbessert werden.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1 sowie durch die Merkmale
des Anspruchs 11. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche,
die im folgenden erläutert werden. Der Inhalt der Ansprüche wird durch ausdrückliche
Bezugnahme zum Inhalt der Beschreibung gemacht.
[0007] Das wesentliche der Erfindung liegt darin, daß die Befestigungsmittel zumindest teilweise
aus dem Material der Trägerschale geformt sind. Bei der Befestigung von Temparaturfühlern
an Strahlungsheizkörpern durch herkömmliche Befestigungsmittel werden i.d.R. Durchbrüche
oder Löcher beispielsweise an der Trägerschale ausgestanzt, in die die Befestigungsmittel
dann eingeführt und festgelegt werden. Bei diesem Prozeß fällt jedoch Abfall an, der
am Stanzwerkzeug hängen bleiben und dieses verschmutzen kann. Ein exaktes und sauberes
Stanzen ist dadurch nicht mehr möglich. Das Stanzwerkzeug muß gesäubert oder gegebenenfalls
ausgestauscht werden. Dies kostet relativ viel Zeit. Auch sind die ausgestanzten Durchbrüche
oder Löcher mit hervorstehenden Lappen oder Düsen versehen, die ein exaktes Fixieren
der Befestigungsmittel verhindern. Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch
verhindert, daß die Befestigungsmittel im wesentlichen aus dem selben Material wie
dieTrägerschale ausgebildet sind. Es fällt also weder Abfall an, noch entstehen störende
Durchbrüche oder Lappen.
[0008] Als Material für die Trägerschale wird vorzugsweise Metallblech verwendet. Metallblech
ist hitzebeständig und hat ein relativ geringes Gewicht. Trotzdem ist seine Tragfähigkeit
so groß, daß es in der Lage ist, den Isolierkörper zu tragen. Es könnten aber auch
andere, hitzebeständige Materialien, wie Keramiken oder dergleichen, eingesetzt werden.
[0009] Die Befestigungsmittel bestehen vorzugsweise aus einem Halter zur Halterung des Fühlers
und einem Gegenlager zum Festlegen des Halters. Das Gegenlager weist vorteilhaft einen
im Vergleich zu dem durch den Isolierkörper reichenden Abschnitt des Halters verschiedenen
Verlauf auf. Gemäß einer Möglichkeit kann das Gegenlager schräg, bzw. im wesentlichen
quer verlaufen. So kann beispielsweise ein Halteschenkel des Halters hinter dem Isolierkörper
rechtwinklig abgebogen sein, um ein Herausziehen zu verhindern. Das Gegenlager kann
bevorzugt mit seiner ganzen, bzw. einer großen Fläche gegen die Unterseite des Isolierkörpers
angelegt den Halter haltern. So ist die Gefahr des Ausreißens der Befestigung aus
dem Isolierkörper verringert, bzw. beseitigt.
[0010] Besonders bevorzugt ist das Gegenlager aus der Trägerschale herausgestaltet. Das
Gegenlager kann von mehreren aus der Trägerschale herausgebildete Lappen gebildet
werden, an denen der Halter fixiert werden kann. Vorzugsweise ist das Gegenlager jedoch
einstückig aus der Trägerschale herausgeformt, beispielsweise durch einen Stanzvorgang,
bei dem zwei spiegelsymmetrisch zueinander liegenden Einschnitte in die Trägerschale
eingestanzt werden und das Material zwischen den beiden Einschnitten kann dann als
Gegenlager aufgebogen wird.
[0011] Zwischen Halter und Gegenlager befindet sich vorzugsweise eine Rastverbindung. Sie
kann eine Einführschräge zum Einführen des Halters und eine Rastkante zum Einrasten
eines widerhakenartigen Endes des Halters aufweisen. Beim Gleiten über die Einführschräge
kann der Halter, beispielsweise zwei Halteschenkel, ein Stück elastisch aufgebogen
werden. Erreicht er die Rastkante, kann sein widerhakenartiges Ende die Rastkante
untergreifen und Einschnappen. Das Gegenlager kann alle erdenklichen Querschnittsformen
aufweisen, beispielsweise eine umgekehrt V-förmigen Querschnitt oder einen trapezförmigen
Querschnitt. Vorzugsweise weist es jedoch einen im wesentlichen hutförmigen Querschnitt
auf, wobei ein Mittelabschnitt des Gegenlagers bogenförmig in Richtung des Isolierkörpers
weist und zwei lappenförmig ausgebildete Schenkel des Gegenlagers vom Isolierkörper
weggebogen sind. Der bogenförmig ausgebildete Mittelabschnitt kann sich an der Unterseite
des Isolierkörpers abstützen, ohne diesen zu beschädigen, wie dies beispielsweise
spitz zulaufende Mittelabschnitte könnten. Um eine relativ große Anlagefläche an die
Unterseite des Isolierkörpers zu erhalten, wird der Mittelabschnitt vorzugsweise breiter
als die beiden Schenkel ausgebildet.
[0012] Es ist möglich, daß das Gegenlager in einer in Richtung des Isolierkörpers weisenden
Ausbuchtung der Trägerschale ausgebildet ist, wobei die Ausbuchtung der Trägerschale
in eine komplementär dazu ausgebildete Ausbuchtung am Isolierkörper ragt. Die beiden
komplementär zueinander ausgebildeten Ausbuchtungen an der Trägerschale bzw. am Isolierkörper
ermöglichen, daß diese ineinander gestapelt werden können.
[0013] Der Halter kann einen langgestreckten Abschnitt, bzw. langen Halteschenkel aufweisen,
der durch den Isolierkörper bis zu dem Gegenlager reicht. Der Halter, bzw. der Halteschenkel
kann vorzugsweise den Fühler, zumindest teilweise um- bzw. übergreifen und ihn so
positionieren, beispielsweise durch Andrücken gegen den Isolierkörper.
[0014] Gemäß einer Möglichkeit kann der Halter eine Klammer mit zwei Schenkeln und einem
U- oder O-förmigen Oberteil zur Halterung des Fühlers sein. Der Oberteil kann über
den Fühler reichen bzw. diesen übergreifen und ihn positioniert haltern, insbesondere
gegen den Isolierkörper drücken.
[0015] Gemäß einer Alternative kann der Halter einteilig mit der Trägerschale verbunden
sein, wobei in diesem Fall die Trägerschale das Gegenlager bildet. Hier liegt die
Trägerschale an der Unterseite des Isolierkörpers an. Der Halter kann von der Trägerschale
ausgehend durch den Isolierkörper bis zu dem Fühler reichen, der beispielsweise durch
eine Ausnehmung oder Aufnahme im Bereich des oberen Abschnitts des Halters ragen kann.
[0016] Eine Möglichkeit zur Verbindung des Halters mit einer Trägerschale aus Metall ist
ein Anschweißen bzw. Annieten entsprechender Bauteile. Bevorzugt ist der Halter einstückig
mit der Trägerschale verbunden bzw. daraus herausgearbeitet. So ist es möglich, einen
durch drei Einschnitte, die ein U bilden, von der Trägerschale getrennten länglichen
Blechstreifen herauszuarbeiten und abzuwinkeln bzw. aufzustellen. Der Isolierkörper
kann über den Halter bzw. wenigstens einen Schenkel derselben aufsetzbar sein. Insbesondere
bei der Montage des Strahlungsheizkörpers kann der Halter den Isolierkörper selbsttätig
durchstoßen, zumindest teilweise darüber hinausragen und den Fühler aufnehmen. Entweder
kann der Halter durch Aufstecken des Isolierkörpers diesen durchdringen oder aber
durch einen vorgefertigten Schlitz im Isolierkörper ragen.
[0017] Die Erfindung umfaßt auch einen Strahlungsheizkörper nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1, bei dem ein Teil der Befestigungsmittel in einem zumindest von dem Isolierkörper
seperaten Gegenlager verankert ist, wobei das Gegenlager hinter der von dem Heizkörper
abgewandten Unterseite des Isolierkörpers angeordnet ist, ohne die von dem Isolierkörper
abgewandte Unterseite der Trägerschale zu überragen.
[0018] Dadurch ist es bei Strahlungsheizkörpern mit ebenen Trägerschalen möglich, diese
einfach und vorteilhaft zu stapeln, da die Unterseite, bzw. die Trägerschale nicht
von störenden Gegenlagern oder dergleichen überragt wird. Der Aufwand wiederum, die
Trägerschale von unten her mit einer Einbuchtung zur Aufnahme des Gegenlagers dahinter
zu versehen, kann unter Umständen auf vorteilhafte Weise eingespart werden.
[0019] Bevorzugt ist das Gegenlager von der Trägerschale separat ausgebildet, wobei es zwischen
Isolierkörper und Trägerschale verankert angeordnet sein kann.
[0020] Eine Möglichkeit zur Herstellung des Gegenlagers besteht aus einem isolierenden und
festen Material, beispielsweise Vermiculite oder dergleichen. Darin kann wenigstens
ein Schenkel der Befestigungsmittel eingestochen werden. Ein Gegenlager kann vorteilhaft
die Form einer Scheibe aufweisen, insbesondere mit großer Anlagefläche gegen die Unterseite
des Isolierkörpers. Weitere Möglichkeiten sind Zylinder- oder Kegelstümpfe.
[0021] Diese und weitere Merkmale gehen außer aus den Ansprüchen auch aus der Beschreibung
und den Zeichnungen hervor, wobei die einzelnen Merkmale jeweils für sich allein oder
zu mehreren in Form von Unterkombinationen bei einer Ausführungsform der Erfindung
und auf anderen Gebieten verwirklicht sein und vorteilhafte sowie für sich schutzfähige
Ausführungen darstellen können, für die hier Schutz beansprucht wird. Die Unterteilung
der Anmeldung in einzelne Abschnitte sowie Zwischen-Überschriften beschränkt die unter
diesen gemachten Aussagen nicht in ihrer Allgemeingültigkeit.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0022] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im folgenden näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf einen Strahlungsheizkörper mit einer erfindungsgemäßen Fühlerbefestigung,
- Fig. 2
- einen Schnitt durch einen Strahlungsheizkörper wobei der Fühler durch eine Klammer
an einem einstückig mit der Trägerschale verbundenen Gegenlager befestigt ist,
- Fig. 3
- eine vergrößerte Draufsicht auf das Gegenlager gemäß Fig. 2,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch eine Variation des Strahlungsheizkörpers unter einer Glaskeramikplatte,
wobei der Fühler durch eine Klammer an einem Isolierstück als Gegenlager befestigt
ist,
- Fig. 5
- eine Variation des Strahlungsheizkörpers ähnlich Fig. 4, wobei das Gegenlager aus
einem Blechteil besteht,
- Fig. 6
- eine weitere Variation, bei der aus der Trägerschale ein Blechschenkel nach oben herausgebogen
ist und durch den Isolierkörper reicht und
- Fig. 7
- eine Schrägansicht eines Strahlungsheizkörpers, die den aufgerichteten Blechstreifen
der Trägerschale darstellt.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
[0023] Fig. 1 zeigt in der Draufsicht einen Strahlungsheizkörper 11, bei dem in eine Trägerschale
12 ein Isolierrand 13 sowie ein flacher Isolierkörper 14 eingelegt sind. Der den Boden
der Trägerschale 12 bedeckende Isolierkörper 14 trägt eine Heizung 16, die aus einem
länglichen, mäanderförmig angeordneten Heizband o. dgl. besteht. Elektrisch angeschlossen
wird die Heizung 16 über einen Anschluß bzw. einen Temperaturwächter 18, der bei Übertemperatur
den Strahlungsheizkörper 11 bzw. die Heizung 16 abschaltet. Dazu weist der Temperaturwächter
18 einen länglichen, in den Strahlungsheizkörper 11 reichenden Fühler 19 auf. Dieser
ist auf bekannte Weise aus zwei unterschiedliche Temperaturausdehnungskoeffizienten
aufweisenden Materialien, insbesondere eines stabförmig und das andere dieses rohrförmig
umgebend, aufgebaut. Der Fühler 19 überdeckt einen Teil der von Heizung 16 gebildeten
Heizzone, die im wesentlichen die Fläche bzw. Oberfläche des Isolierkörpers 14 einnimmt.
Der Fühler 19 reicht ein Stück über die Mitte des Strahlungsheizkörpers 11, wobei
er mit einer Klammer 28 an dem Isolierkörper 14 bzw. einer Erhebung 23 desselben befestigt
ist. Eine genaue Festlegung der Position des Fühlers wird auch als für dessen Funktion
vorteilhaft angesehen.
[0024] Die Fig. 2 zeigt im Schnitt die Anordnung des Fühlers 19 auf dem Isolierkörper 14
samt seiner Befestigung. Im Querschnitt erkennt man eine Erhebung 23 im Mittelbereich
des Isolierkörpers 14, auf der der Fühler 19 aufliegt. Unter der Erhebung 23 befindet
sich ein Raum 24, der in etwa, ähnlich wie die Erhebung 23, kegelstumpfförmig ausgebildet
ist. Unterhalb des Isolierkörpers 14 ist die Trägerschale 12 angeordnet, die den Isolierkörper
14 trägt. Dabei ragt die Ausbuchtung 37 der Trägerschale 12 in den Raum 24 an der
Unterseite des Isolierkörpers 14. An der Oberseite dieser Ausbuchtung 23 ist ein Gegenlager
38 einstückig aus der Trägerschale 12 herausgeformt. Zur Herstellung des Gegenlagers
38 werden zwei im wesentlichen U-förmige Einschnitte 39 in die Trägerschale 12 gestanzt
(Fig. 3). Zunächst wird der hutförmige Mittelteil 41 ausgeformt. Der abwärtsfahrende
Stempel eines Stanzwerkzeugs (nicht dargestellt) trennt dabei die Breite des Mittelteils
heraus und stellt, wie mit einem Meißel, beim weiteren Einfahren den Mittelteil 41
auf. Im nächsten Schritt werden lappenförmige Schenkel 42 in entgegengesetzter Richtung
ausgeschnitten und aufgestellt. Die Einschnitte 39 liegen spiegelsymmetrisch zu einer
Mittelachse 40 durch das Gegenlager 38. Nicht ausgestanzt werden vier schmale Verbindungsstege
51, über die das Gegenlager 38, insbesondere dessen Mittelteil 41, mit der Trägerschale
12 verbunden ist. Beim Biegevorgang wird das Material der Trägerschale 12, insbesondere
das Metallblech, gestreckt, so daß die beiden Einschnitte 39 im selben Abstand voneinander
verbleiben. Die Enden der beiden Schenkel 42 bilden Rastkanten 43, in die die widerhakenförmigen
Enden 50 des Halters 45 einrastbar ist. Der Mittelteil 41 ist breiter als die beiden
Schenkel 42. Er dient hauptsächlich als Anlage an die Unterseite des Isolierkörpers
14. Der hutförmige Querschnitt des Gegenlagers 38 schafft eine Einführschräge, die
zum Einführen der beiden Schenkel des Halters dient.
[0025] Zum Befestigen des Halters 45 wird dieser zunächst mittels zweier Bohrungen, die
im Isolierkörper 14 ausgebildet sind, durch den Isolierkörper 14 geschoben, bis seine
am Ende nach innen gebogenen widerhakenförmigen Enden 50 auf die beiden Einführschrägen
des Gegenlagers treffen. Der Halter 45 wird durch die in Einschieberichtung sich erweiternde
Einführschräge aufgeweitet, bis er die beiden Rastkanten 43 an den Enden der beiden
Schenkel des Gegenlagers erreicht hat. Die beiden widerhakenartig ausgebildeten Enden
50 des Halters 45 untergreifen die Rastkanten 43 und schnappen in diese ein.
[0026] Die Fig. 4 zeigt im Schnitt den Aufbau einer Variation des Strahlungsheizkörpers
11. Dort ist auch die oberhalb des Isolierkörpers 14 angeordnete Glaskeramikplatte
25 zu sehen. In dem Raum 24, zwischen dem Isolierkörper 14 und der Trägerschale 12,
ist ein kegelstumpfförmiges Gegenlager 26 eingelegt, das in etwa die Abmessungen des
Raumes 24 aufweist. Das Gegenlager 26 besteht in dem dargestellten Beispiel aus einem
isolierenden Material, bevorzugt verdichtet, beispielsweise Vermiculite oder einem
ählichen auf dem Gebiet der Elektrowärme verwendeten festen Isoliermaterial.
[0027] Über den Fühler 19 ist eine U-förmige Klammer 28 geführt, die mit ihren beiden langgestreckten
Schenkeln 29 den Isolierkörper 14 durchdringt und in dem Gegenlager 26 steckt. Der
Basisabschnitt 30 zwischen den beiden Schenkeln 29 übergreift den Fühler 19 bzw. drückt
diesen gegen den Isolierkörper 14 bzw. die Oberseite der Erhebung 23. Auf diese Weise
wird der Fühler 19 mittels der Klammer 28 quasi gegen das Gegenlager 26 genagelt und
so an dem Gegenlager befestigt bzw. gegen den Isolierkörper 14 gedrückt. Eine Aufwärtsbewegung
des Fühlers 19 wird durch die Klammer 28 verhindert. Diese hält sich im wesentlichen
nicht in dem Isolierkörper 14 fest und reißt diesen evtl. auf bzw. zerstört ihn lokal,
sondern liegt mit der erheblich größeren Fläche der Oberseite des Gegenlagers 26 an
der Unterseite der Erhebung 23 des Isolierkörpers 14 an. Die Schenkel 29 der Klammer
28 können zur besseren Verankerung eine aufgerauhte Oberfläche oder Spitze aufweisen,
beispielsweise nach Art kleiner Widerhaken o. dgl. Anstelle einer zweischenkligen
Klammer 28 könnte auch ein einfach abgebogener Nagel o. dgl., beispielsweise ein Winkelnagel,
verwendet werden. Durch zwei Schenkel wird jedoch der Fühler 19 sowohl sicher übergriffen
als auch mit der doppelten Haltefestigkeit in dem Gegenlager 26 verankert. Es ist
möglich, das Gegenlager 26 an der Trägerschale 12 zu befestigen.
[0028] Die Fig. 5 zeigt eine Variation eines Strahlungsheizkörpers 11 ähnlich Fig. 4, wobei
das Gegenlager 32 aus einem kegelstumpfförmig geformten Flachmaterial besteht, beispielsweise
dünnem Blech. Auch darin kann die Klammer 28 mit ihren beiden Schenkeln 29 sicher
verankert werden. Alternativ kann die Klammer 28 auch direkt ohne Gegenlager in die
Trägerschale 12 genagelt werden.
[0029] Zwar kann es einerseits ausreichend sein, das Gegenlager lediglich als Scheibe und
nicht als Kegelstumpf auszubilden, da vor allem die an der Unterseite der Erhebung
23 des Isolierkörpers 14 anliegende Fläche für die Belastbarkeit der Fühlerbefestigung
zählt. Die kegelstumpfförmige Ausbildung des Gegenlagers 32 weist jedoch den Vorteil
auf, daß bei einem Aufbau des Strahlungsheizkörpers 11 durch Aufeinanderlegen der
einzelnen Teile die Oberseite des Gegenlagers 32 bis an oder bis kurz vor die Unterseite
der Erhebung 23 reicht. Somit muß zum Nageln der Klammer 28 das Gegenlager nicht extra
gegengehalten werden, sondern stützt sich an der Trägerschale 12 ab.
[0030] Die Fig. 6 wiederum zeigt eine Variante der Fühlerbefestigung, bei der aus der Trägerschale
12 ein streifenförmiger Blechabschnitt an den beiden Längs- sowie einer Stirnseite
herausgetrennt und im wesentlichen senkrecht nach oben abgebogen wird. Dieser aufrecht
von der Trägerschale 12 abstehende schenkelförmige Befestigungsstreifen 34 reicht
durch den Isolierkörper 14 bzw. die Erhebung 23 und steht über diese über. In eine
Ausnehmung 35 ist der Fühler 19 eingeführt und wird gegen die Oberseite der Erhebung
23 gedrückt bzw. an einer Bewegung nach oben gehindert. Die Ausnehmung 35 kann dabei
einerseits, wie gezeigt, in etwa parallel zur Ebene der Heizung 16 verlaufen oder
aber bevorzugt vom Rand her leicht ansteigend, so daß der Fühler 19 nicht von allein
aus ihr herausrutschen kann. Ebenso ist ein Umbiegen des oberen Endes 36 des Befestigungsstreifens
34 möglich zur Fixierung des Fühlers 19. Da der Befestigungsstreifen 34, der Trägerschale
12 entsprechend, aus einem relativ dünnen Blech besteht und durch das Heraustrennen
aus dieser im wesentlichen relativ scharfe Kanten aufweist, kann er beim Aufsetzen
des Isolierkörpers 14 auf die Trägerschale 12 diesen ohne größeren Aufwand durchdringen.
Unterstützt wird dies durch eine Ausbildung des Endes als Spitze.
[0031] Eine perspektivische Darstellung eines Strahlungsheizkörpers 11 ähnlich Fig. 6 zeigt
die Fig. 7. Der Isolierkörper 14 ist nur im hinteren Teil der Trägerschale 12 dargestellt.
So ist gut zu erkennen, wie der Befestigungsstreifen 34 aus dem Boden der Trägerschale
12 an drei Seiten herausgestanzt bzw. -getrennt und nach oben abgebogen ist. In die
an seinem Ende befindliche Ausnehmung 35, diesmal wie oben beschrieben schräg verlaufend,
ist der Fühler 19 eingeführt und somit durch das obere Ende 36 sowohl am Herausrutschen
als auch gegen eine Bewegung nach oben weg gesichert. Dabei kann die Ausnehmung 35
derart ausgebildet sein, daß sie im Randbereich zumindest teilweise innerhalb des
Isolierkörpers 14 liegt. So muß dieser beim Einführen des Fühlers 19 ein wenig verdrängt
bzw. nach unten gedrückt werden mit dem Vorteil, daß er sich nach dem Einführen wieder
ausdehnt und quasi die Ausnehmung 35 verschließt.
Durch eine Befestigung gemäß den Figuren 6 und 7 kann der Fühler 19 nicht nur direkt
gegen den Isolierkörper 14 bzw. dessen Erhebung 23 anliegend positioniert werden,
sondern ebenso in einer beliebigen Höhe zwischen Oberseite des Isolierkörpers 14 und
Unterseite der Glaskeramikplatte 25. Dies ist auch durch eine Klammer mit einer festen,
den Fühler umgreifenden Öse o.dgl. möglich.
[0032] Anstelle eines aus der Trägerschale 12 herausgetrennten und aufgestellten Befestigungsstreifens
34 ist es möglich, ein solches bzw. ein ähnliches Befestigungselement an der Trägerschale
anzubringen, beispielsweise anzuschweißen.
[0033] Der Arbeitsaufwand für einen Befestigungsstreifen, insbesondere das Heraustrennen
gemäß Figuren 6 und 7, ist als relativ gering anzusehen und ermöglicht ohne zusätzliche
Bauteile eine sichere Fühlerbefestigung. Ein großer zusätzlicher Vorteil kann dadurch
erreicht werden, daß die Fühlerbefestigung bzw. die Befestigungsmittel eine Niederhaltung
des Isolierkörpers 14 im Strahlungsheizkörper 11, insbesondere gegen die Trägerschale
12, bilden. Sollte sich das Durchstoßen des Befestigungsstreifens 34 durch den Isolierkörper
14 unter Umständen als Probleme aufwerfend herausstellen, ist es möglich, im Isolierkörper
14 bereits einen Durchgangsschlitz vorzufertigen. Der Vorteil eines Isolierkörpers
als Gegenlager 26 liegt unter anderem darin, daß keine Wärmeleitung über die Klammer
28 in den Raum 24 bzw. an die Trägerschale 12 herbeigeführt wird.
[0034] Um eventuelle Wärmeableitungsprobleme zwischen Heizzone und Trägerschale 12 bzw.
dem darunter liegenden Raum zu verringern, ist es denkbar, den Befestigungsstreifen
34 mit quer verlaufenden Einschnitten o. dgl. zu versehen, um seine Wärmeleitfähigkeit
herabzusetzen. Sollte zwischen Fühler 19 und Trägerschale 12 eine elektrische Isolierung
gewünscht bzw. erforderlich sein, so könnte vor Einführen des Fühlers 19 in die Ausnehmung
35 ein isolierendes Röhrchen, beispielsweise aus Keramik, über den Fühler geführt
werden.
1. Strahlungsheizkörper (11) zur Anordnung unter einem Kochfeld, insbesondere einer Glaskeramikplatte
(25), mit einer Trägerschale (12), die einen Isolierkörper (14) trägt, auf und/oder
in dem ein eine Heizzone bildender Heizkörper (16) angeordnet ist, und mit einem zumindest
über einen Teil der Heizzone ragenden langgestreckten Temperaturfühler (19) eines
Schutzschalters (18), der zwischen der Heizzone und dem Kochfeld verläuft, wobei der
Fühler von durch den Isolierkörper (14) und die Trägerschale (12) reichenden Befestigungsmitteln
gehältert ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel zumindest teilweise aus dem Material der Trägerschale (12)
geformt sind.
2. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsmittel aus einem Halter (45) zur Halterung des Fühlers (19) und einem
Gegenlager (12, 32, 38) zum Festlegen des Halters gebildet sind, wobei vorzugsweise
der Halter (45) am Gegenlager (38) durch eine selbsttätige Rastverbindung festgelegt
ist.
3. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenlager (38) durch im wesentlichen U-förmige Einschnitte (39) aus der Trägerschale
(12) herausgestaltet ist.
4. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenlager (38) eine Einführschräge zum Einführen des Halters (45) und eine Rastkante
(43) zum Einrasten eines widerhakenartigen Endes des Halters (45) aufweist.
5. Strahlungsheizkörper nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenlager (38) einen im wesentlichen hutförmigen Querschnitt aufweist, wobei
ein Mittelabschnitt (41) des Gegenlagers (38) bogenförmig in Richtung des Isolierkörpers
(14) weist und zwei lappenförmig ausgebildete Schenkel (42) des Gegenlagers vom Isolierkörper
(14) weggebogen sind.
6. Strahlungsheizkörper nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenlager, insbesondere dessen Mittelabschnitt (41), durch vorzugsweise vier
beim Ausbilden der Einschnitte (39) stehengebliebene Verbindungsstege (51) mit der
Trägerschale verbunden ist.
7. Strahlungsheizkörper nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenlager (38) in einer in Richtung des Isolierkörpers (14) weisenden Ausbuchtung
(37) der Trägerschale (12) ausgebildet ist, wobei die Ausbuchtung der Trägerschale
in eine komplementär dazu ausgebildete Ausbuchtung am Isolierkörper ragt.
8. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter wenigstens einen langen Halteschenkel aufweist, der durch den Isolierkörper
(14) zu dem Gegenlager (32, 38) reicht, wobei er vorzugsweise den Fühler (19) zumindest
teilweise übergreift.
9. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (34) einteilig mit der Trägerschale (12) verbunden ist, insbesondere einstückig,
und durch den Isolierkörper (14) bis zum Fühler (19) vorzugsweise durch eine Ausnehmung
(35) im Bereich des oberen Abschnitts (36) des Halters (34) hindurchragt.
10. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter (34), insbesondere der wenigstens eine Halteschenkel, wenigstens einen
durch Einschnitte von der Trägerschale (12) teilweise getrennten und abgebogenen Abschnitt
aufweist.
11. Strahlungsheizkörper nach dem Oberbegriff des Anspruches 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil der Befestigungsmittel in einem zumindest von dem Isolierkörper separaten
Gegenlager (26) verankert ist, wobei das Gegenlager (26) hinter der von dem Heizkörper
(16) abgewandten Unterseite des Isolierkörpers (14) angeordnet ist, ohne die von dem
Isolierkörper abgewandte Unterseite der Trägerschale (12) zu überragen.
12. Strahlungsheizkörper nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenlager (26) aus einem isolierenden Material besteht, in das der wenigstens
eine Schenkel (29) des Befestigungsmittels eingestochen werden kann, wobei das Gegenlager
(26) vorzugsweise in etwa die Form einer Scheibe oder eines Kegelstumpfes aufweist.