[0001] Die Erfindung betrifft ein Regelverfahren zum Walzen eines Bandes in einem Walzgerüst,
umfassend zumindest ein Paar Arbeitswalzen, Stützwalzen sowie fallweise auch Zwischenwalzen.
[0002] Während des Walzprozesses unterliegen die Arbeitswalzen einer sowohl thermischen,
als auch einer hohen mechanischen Belastung. Als Folge hiervon ergibt sich eine thermische
Radial-Ausdehnung der Walzen, und es stellt sich zusätzlich ein Verschleiß der Arbeitswalzen
ein. Infolge unterschiedlicher Bedingungen der Beanspruchung an Bandober- und unterseite
kann der Betrag einer thermischen Radial-Ausdehnung sowie des Verschleißes an Ober-
und Unterwalze unterschiedlich sein.
[0003] Beim Einsatz von verschiebbaren Arbeitswalzen kann dies zu asymmetrischen Bedingungen
im Walzgerüst führen. Dabei kann in einem Walzgerüst z. B. eine obere Arbeitswalze
einen wesentlich höheren thermischen Crown aufweisen als die Unterwalze. Hinzu kommt,
dass auch der Verschleiß einzelner Arbeitswalzen erhebliche Unterschiede aufweisen
kann. Im Falle der Einstellung einer vergleichsweise großen Änderung der axialen Schiebeposition
stellt sich dadurch ein unterschiedlicher Spaltverlauf zwischen den Walzen eines Walzenpaares
auf der rechten und linken Seite ein. Unter Last ergibt sich dadurch ein asymmetrischer,
d. h. keilförmiger Walzspalt.
[0004] Zur Verminderung einer derartigen Asymmetrie ist es beim Stand der Technik bekannt,
die obere und untere Arbeitswalze unterschiedlich zu kühlen, wobei mit unterschiedlichen
Mengen an Kühlmittel, z. B. Wasser, gefahren wird. Falls die Walzspaltschmierung aktiv
ist, kann auch von der Maßnahme Gebrauch gemacht sein, dass unterschiedliche Ölmengen
an Ober- bzw. Unterwalze eingestellt werden. Dadurch können größere Unterschiede von
thermischem Crown bzw. im Verschleißverhalten mindestens teilweise relativiert werden.
[0005] Das Dokument DE 196 18 712 A1 beschreibt ein Regelverfahren für ein Walzgerüst zum
Walzen eines Bandes, das aus einem Paar Arbeitswalzen, einem Paar Stützwalzen und
einem Paar Zwischenwalzen besteht. Den dabei vorhandenen Regelungen für Walzkraft,
Rückbiegekraft und Walzenverschiebung werden Sollwerte vorgegeben, die in einem Walzgerüstmodell
mit einem Walzenbiegemodell online ermittelt wurden. Zur Ermittlung der Sollwerte
für Walzkraft, Rückbiegekraft und Walzenverschiebung werden in dem Walzenbiegemodell
online an Stützstellen Beziehungen zwischen der Walzkraft, der Rückbiegekraft und
der Walzenverschiebung einerseits und einem korrespondierenden Walzspaltverlauf andererseits
ermittelt.
[0006] Dem Dokument ist weiterhin zu entnehmen, dass derartige Regelverfahren weit verbreitet
sind. Ebenso sind Differentialgleichungen zur Berechnung der Durchbiegungen und Kraftverläufe
in den Walzen sowie Lösungen dieser Differentialgleichungen im Prinzip bekannt.
[0007] Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
unter Vermeidung eines asymmetrischen Walzspaltes eine Verbesserung des Bandlaufs
zu erzielen, die Bandform zu verbessern und gleiche Bedingungen an Ober- und Unterwalzen
einzustellen.
[0008] Zur Lösung wird für den Fall, dass sich infolge äußerer Zwänge keine gleichen Bedingungen
an Ober- und Unterwalze einstellen lassen, ein automatisches Schwenken des Walzensatzes
vorgeschlagen, um diesen negativen Effekt zu kompensieren.
[0009] Dabei wird erfindungsgemäß so vorgegangen, dass zur Kompensation eines betriebsbedingt
asymmetrischen Walzspaltes und zur Verbesserung des Bandlaufs eine der Walzen eines
Walzensatzes von Arbeits- und/oder Stützwalzen um einen Winkelbetrag relativ zur Gegenwalze
geschwenkt wird.
[0010] Eine Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass zur Kompensation ungleicher Walzbedingungen
im Walzspalt zwischen Ober- und Unterwalze eines Arbeitswalzensatzes ein errechenbarer
Betrag eines Schwenkwinkels α an einer der Walzen, bevorzugt an der Oberwalze, eingestellt
wird.
[0011] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass ein Schwenkbetrag eines Walzensatzes,
beispielsweise an einem Gerüst vorgenommen wird, dessen Arbeits- oder Zwischenwalzen
axial verschoben sind.
[0012] Eine andere Ausgestaltung des Verfahrens sieht vor, dass ein Schwenkbetrag eines
Walzensatzes, beispielsweise an einem Gerüst vorgenommen wird, dessen Arbeits- oder
Zwischenwalzen nicht verschoben sind.
[0013] Ein Regelverfahren nach der Erfindung entsprechend den vorhergehenden Merkmalen ist
gekennzeichnet durch die im Anspruch 6 angegebenen Arbeitsschritte und die zum Umrechnen
der ermittelten Keilform des Walzspaltes für die entsprechenden Wirkbereiche linear
auf den Abstand der Anstellungen bzw. den Lagerabstand und Aufsummieren des Betrages,
im Anspruch angegebene Beziehung.
[0014] Eine ergänzende Maßnahme, die Asymmetrie zu minimieren, besteht darin, die Ober-
und Unterwalze unterschiedlich weit zu verschieben, so dass U ungleich (≠) U' beträgt.
Dies kann für mehrere Bänder eines Walzprogramms oder nur für ausgewählte Bänder erfolgen.
[0015] Beim zyklischen Verschieben der Arbeitswalzen können unterschiedliche Verschiebeniveaus
und -steps für Ober- und Unterwalze eingestellt werden, um die Form (Steilheit) von
Verschleiß und thermischen Crowns positiv zu beeinflussen. Vorzugsweise wird die Walze
mit z. B. größerem Verschleiß weiter verschoben, d. h. man stellt eine größere Verschiebeamplitude
ein.
[0016] Beim Presetting für das jeweilige Band ist der Differenz-Schiebebetrag zwischen den
beiden Walzen in einem vorgegebenen zulässigen Suchbereich so einzustellen, dass die
Asymmetrie vornehmlich im Bandkantenbereich minimiert wird.
[0017] Die Vorgehensweise bei dieser Optimierung erfolgt u. a. nach der in den Dokumenten
EP 0 618 020 B1 und EP 0 850 704 A1 beschriebenen Methode. Die Optimierung der Kontur
und der randnahen Planheit werden jedoch auf die asymmetrischen Effekte übertragen,
d. h. es werden beide Bandseiten betrachtet.
[0018] Der Regelalgorithmus berücksichtigt auch das unterschiedliche elastische Verhalten
bei unterschiedlichen Verschiebebeträgen an Ober- und Unterwalze, so dass diese zusätzlichen
Einflüsse, z. B. durch unterschiedliche Biegekraftniveaus, auf der rechten und linken
Seite oder Schwenken kompensiert werden.
[0019] Es ist vorgesehen, die beiden obigen Maßnahmen miteinander zu kombinieren, wobei
das Schwenken des Walzensatzes auf den Bodybereich des Bandes und das Einstellen unterschiedlicher
Verschiebepositionen mehr an der Bandkante wirken. Vorzugswiese wird zuerst die Verschiebeposition
optimiert und im zweiten Schritt der Schwenkbetrag festgelegt.
[0020] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Erläuterung einiger in den Zeichnungen schematisch dargestellter Ausführungsbeispiele.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Zustand für ein unbelastetes Gerüst mit nicht verschobenen Arbeitswalzen und
überlagerten Stützwalzen,
- Fig. 2
- einen Zustand gemäß Fig. 1, jedoch mit axial verschobenen Arbeitswalzen,
- Fig. 3
- einen unsymmetrischen Walzspalt mit einer eingezeichneten Ausgleichsgeraden im Bereich
der Bandbreite bei verschobenen Arbeitswalzen,
- Fig. 4
- eine Asymmetrie im Kontaktbereich zwischen Arbeits- und Stützwalzen,
- Fig. 5
- eingestellte Verschiebepositionen an Ober- und Unterwalze in Abhängigkeit der Anzahl
gewalzter Bänder,
- Fig. 6
- Arbeitswalzen-Verschiebepositionen und Walzspaltdifferenzen bei unterschiedlichen
Verschiebestrategien.
[0022] Hierin bedeuten:
- B :
- Bandbreite
- LKont :
- Kontaktlänge zwischen Arbeits- und Stützwalzen
- LA :
- Lagerabstand/Abstand der Anstellung der Stützwalzen
- S :
- Schräglage/Schwenkbetrag
- U :
- Arbeitswalzen-Verschiebung der Oberwalze
- U' :
- Arbeitswalzen-Verschiebung der Unterwalze (in Gegenrichtung)
- n :
- Anzahl der Bänder
- α :
- Schwenkwinkel
[0023] Die Konturen der Arbeitswalzen 1, 1' in Figur 1 zeigen bei einem Zustand für ein
unbelastetes Gerüst mit nicht verschobenen Arbeitswalzen 1, 1' eine annähernd symmetrische
thermische Ausdehnung. Die obere Arbeitswalze 1 besitzt jedoch einen deutlich ausgeprägteren
thermischen Crown als die untere Arbeitswalze 1'.
[0024] Beim Einsatz von verschiebbaren Arbeitswalzen 1, 1' kann dies zu asymmetrischen Bedingungen
im Walzgerüst führen. Diese Bedingungen zeigt Figur 2. Dargestellt ist ebenfalls ein
unbelastetes Walzgerüst, dessen obere Arbeitswalze 1 beispielsweise einen wesentlich
höheren thermischen Crown aufweist als die Unterwalze 1'. Auch der Arbeitswalzenverschleiß
ist unterschiedlich. Falls eine relativ große Schiebepositionsänderung von Band zu
Band (beispielsweise U = 60 mm) erfolgt, so stellt sich dadurch ein unterschiedlich
großer Spalt zwischen den Walzen 1, 1' bzw. 1, 2 und 1', 2' auf der rechten und linken
Seite ein. Unter Last ergibt sich dadurch ein asymmetrischer keilförmiger Walzspalt.
[0025] Ziel der erfindungsgemäßen Maßnahmen ist es, die Bedingungen einer solchen Asymmetrie
zu vermindern bzw. zu eliminieren. Lassen sich diese mit den bekannten Mitteln wie
unterschiedliche Kühlung oder Walzspaltschmierung nicht reduzieren, so wird nach der
Erfindung ein automatisches Schwenken des Walzensatzes vorgeschlagen, um den unerwünschten
Effekt der Asymmetrie zu kompensieren.
[0026] Dabei wird gemäß der im Beispiel von Fig. 2 gezeigten Vorgehensweise der größere
Spalt zwischen den Arbeitswalzen 1,1' und Arbeits- sowie Stützwalzen 2, 2' der linken
Seite um den Betrag "S" zugefahren, bzw. es wird um die Ständermitte rechts und links
um den Betrag S/2 geschwenkt. Dabei können sich die ermittelten bzw. errechneten Schwenkbeträge
"S" entsprechend einer Änderung des thermischen Crowns über der Bandlänge verändern,
was von Fall zu Fall zu berücksichtigen ist.
[0027] Liegen die Formen der oberen 1 und unteren Arbeitswalze 1' vor, so lässt sich für
den verschobenen Arbeitswalzenzustand der Walzspalt im Bereich der Bandbreite errechnen,
wie dies in der Figur 3 gezeigt ist. Dabei ergibt sich mittels der Bestimmung einer
Ausgleichsgeraden durch die Walzspaltdifferenz die Schräglage bzw. Keiligkeit des
Walzspaltes. Der danach ermittelbare Ausgleichswinkel α
WS (Alpha) ergibt für den Bereich der Bandbreite B den erforderlichen Anteil des Schwenkbetrages
"S
WS" im Walzspalt. Dieser Betrag lässt sich durch einfache Umrechnung auf den Abstand
der Anstellungen hochrechnen.
[0028] Weil zwischen Arbeits- und Stützwalzen 1, 1' / 2, 2' ebenfalls die Asymmetrien wirken,
erfolgt die gleiche Auswertung der Keiligkeit für den Kontaktbereich zwischen Arbeits-
und Stützwalze, wie in Figur 4 gezeigt. Die Summe der beiden Effekte (im Walzspalt
und zwischen den Stütz- und Arbeitswalzen) führt zu dem Schwenkbetrag "S".
[0029] Um die Form des Arbeitswalzenverschleißes und des thermischen Crowns zu beeinflussen
werden - wie aus der Literatur bekannt ist - die Arbeitswalzen zyklisch verschoben.
Bei unterschiedlichem Verschleiß oder thermischen Crowns an Ober- und Unterseite kann
es positiv sein, oben und unten unterschiedliche Verschiebebeträge (U, U') für jedes
Band eines Walzprogramms einzustellen, was Figur 5 zeigt. Bei Einstellung unterschiedlicher
Verschiebeamplituden und -steps wird vornehmlich der Effekt des Arbeitswalzenverschleißes
im Bandkantenbereich effektiv beeinflusst.
[0030] Die Wirkung unterschiedlicher Verschiebepositionen im Walzspalt bei wesentlich höherem
Verschleiß z. B. der Unterwalze macht das Extrembeispiel der Figur 6 deutlich. Diese
zeigt die Arbeitswalzen im verschobenen Zustand und darunter die zugehörigen Walzspaltdifferenzen.
Es werden Effekte mit konventioneller Verschiebestrategie (links) und mit ungleicher
optimierter Verschiebeposition an Ober- und Unterwalze (rechts) dargestellt. Durch
den Optimierungsprozess für das jeweilige Band werden die Asymmetrien im Bereich des
Bandes (Bandkante) minimiert, was Fig. 6 unten rechts deutlich macht.
[0031] Die Erfindung löst in optimaler Weise die eingangs gestellte Aufgabe.
1. Regelverfahren zum Walzen eines Bandes in einem Walzgerüst, umfassend zumindest ein
Paar Arbeitswalzen (1, 1'), Stützwalzen (2, 2') sowie fallweise auch Zwischenwalzen
(3, 3'), dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensation eines betriebsbedingt asymmetrischen Walzspaltes und zur Verbesserung
des Bandlaufes eine der Walzen eines Walzensatzes von Arbeits- (1, 1') - und/oder
Stützwalzen (2, 2') um einen Winkelbetrag (α) relativ zur Gegenwalze geschwenkt wird.
2. Regelverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Unterstützung der Wirkung des Verfahrens die obere (1) und untere Arbeitswalze
(1') unterschiedlich weit verschoben werden.
3. Regelverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kompensation ungleicher Walzbedingungen im Walzspalt zwischen Ober- (1) und Unterwalze
(1') eines Arbeitswalzensatzes (1, 1') ein errechenbarer Betrag des Schwenkwinkels
(α) an einer der Walzen, bevorzugt an der Oberwalze (1'), eingestellt wird.
4. Regelverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwenkbetrag (S) eines Walzensatzes (1, 1') bzw. (2, 2') an einem Gerüst vorgenommen
wird, dessen Arbeits- (1, 1') oder Zwischenwalzen (3, 3') um einen Betrag U bzw. U'
axial gegeneinander verschoben sind.
5. Regelverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schwenkbetrag (S) eines Walzensatzes (1, 1') bzw. (2, 2') an einem Gerüst vorgenommen
wird, dessen Arbeits- (1, 1') oder Zwischenwalzen (3, 3') nicht verschoben sind.
6. Regelverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkbetrag (S) mit den folgenden Arbeitsschritten ermittelt wird:
- Messung des thermischen Crowns sowie des Verschleißzustandes am Arbeitswalzenpaar
(1, 1') für verschiedene Walzprogramme,
- Adaption der Verschleißkoeffizienten und Bewertung der Wärmeströme,
- getrennte Berechnung des thermischen Crowns sowie des Arbeitswalzenverschleißes
für die obere (1) und untere Arbeitswalze (1') unter Online- Bedingungen mit Berücksichtigung
von Randbedingungen wie Bandbreite (B), Walzzeit, Pausenzeit, Verschiebepositionen,
Kühlwirkung an den Arbeitswalzen,
- bei Vorliegen der Formen der beiden Arbeitswalzen (1, 1') Errechnen des Walzspaltes
für den verschobenen Zustand der Arbeitswalzen (1, 1') sowie Schräglage und/oder Keilform
des Walzspaltes im Bereich der Bandbreite,
- Auswerten der Keilform des Walzenspaltes und dessen Schräglage im Kontaktbereich
(K) zwischen Arbeits- und Stützwalzen,
- Umrechnen der ermittelten Keilformen für die entsprechenden Wirkbereiche linear
auf den Abstand der Anstellungen bzw. den Lagerabstand (LA) und Aufsummieren des Betrages entsprechend der folgenden Beziehung:

Darin bedeuten:
B : Bandbreite
KWS : Wichtungsfaktor des Betrages im Walzspalt
KAS : Wichtungsfaktor des Effekts zwischen Arbeits- und Stützwalze
LA : Lagerabstand bzw. Abstand der Anstellungen
LKont : Kontaktlänge zwischen Arbeits- und Stützwalze
S : Schwenkbetrag
SWS : Schräglage im Walzspalt
SAS : Anteil Schräglage zwischen Arbeits- und Stützwalze
7. Regelverfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Form der Arbeitswalzen (1, 1') nicht errechnet, sondern online gemessen und daraus
der Schwenkbetrag (S) oder/und die Walzenverschiebeposition nach dem erläuterten Schema
bestimmt wird.
8. Regelverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle einer Schwenkung des Walzensatzes die analoge Wirkung durch Einsatz unterschiedlicher
Arbeitswalzenbiegekräfte der linken und rechten Seite realisiert wird.
9. Regelverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der online ermittelte Schwenkbetrag bzw. die Differenzbiegekraft vor Anstich des
Bandes eingestellt und bei Bedarf über die Bandlänge verändert wird.
10. Regelverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass für mehrere Bänder eines Walzprogramms die obere und untere Arbeitswalze zur positiven
Beeinflussung der Verschleißform zyklisch unterschiedlich weit verschoben werden.
11. Regelverfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise für die Walze mit größerem Verschleiß bzw. größerem thermischen Crown
eine größere Verschiebeamplitude eingestellt wird.
12. Regelverfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Differenzbetrag zwischen den beiden Walzen für einzelne Bänder in einem vorgegebenen
zulässigen Suchbereich so eingestellt wird, dass die Asymmetrie vornehmlich im Bandkantenbereich
minimiert wird.
13. Regelverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass unterschiedliches elastisches Verhalten der Walzen eines Walzensatzes bei ungleichen
Verschiebebeträgen oben und unten berücksichtigt werden.
14. Regelverfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass infolge ungleicher Verschiebebeträge durch diesen Effekt oben und unten bzw. rechts
und links unterschiedliche Biegekräfte eingestellt werden bzw. der Schwenkbetrag (α)
korrigiert wird.
15. Regelverfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Maßnahmen der Ansprüche 1 und 2 miteinander kombiniert werden, in der
Art, dass das Schwenken des Walzensatzes auf den Bodybereich des Bandes und das Einstellen
unterschiedlicher Verschiebepositionen mehr auf die Bandkante ausgerichtet sind.
16. Regelverfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass im ersten Schritt die Schiebeposition optimiert und im zweiten Schritt der Schwenkbetrag
festgelegt wird.