Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben einer Brennkraftmaschine
mit Benzindirekteinspritzung.
[0002] Aus der EP 0 838 582 ist bereits ein Verfahren zur Regelung des Einlasses eines Viertaktmotors
mit Direktbenzineinspritzung bekannt, bei dem zwei Zylinder oder Gruppen von Zylinder
durch einen unterschiedlichen Einlass von Luft und Treibstoff unterschiedlich arbeiten.
Eine Zylindergruppe arbeitet mit einem fetten Gemisch und die andere mit einem mageren.
Zur Verminderung der Schadstoffemission wird ein Teil des Abgases der fett betriebenen
Zylindergruppe zu einem für alle Zylinder gemeinsamen Einlass rückgeführt.
[0003] Ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung
ist ferner in der DE 43 32 171 A1 (US-Patent 5 483 934) beschrieben. Bei dem dort
dargestellten Steuersystem wird der gesamte Betriebsbereich der Brennkraftmaschine
nach Drehzahl und Last in verschiedene Bereiche aufgeteilt und je nach aktuellem Betriebsbereich
der Kraftstoff entweder während des Ansaugtaktes oder während des Kompressionstaktes
eingespritzt. Bei einer Einspritzung während des Ansaugtaktes ergibt sich aufgrund
der zur Verfügung stehenden Zeit bis zur Zündung sowie aufgrund der Verwirbelung des
eingespritzten Kraftstoffes durch den Ansaugluftstrom eine weitestgehend homogene
Kraftstoffverteilung (Homogenbetrieb), während im Falle der Einspritzung im Kompressionstakt
eine Schichtladung entsteht (Schichtbetrieb). Im Homogenbetrieb wird die Brennkraftmaschine
gedrosselt betrieben, d.h. die Luftzufuhr durch eine Drosselklappe begrenzt, im Schichtladungsbetrieb
nahezu ungedrosselt gedrosselt betrieben, d.h. die Luftzufuhr durch die Drosselklappe
nahezu nicht begrenzt. Zwischen diesen Betriebsarten wird abhängig von den genannten
Betriebsgrößen und/oder von anderen vorbestimmten Kriterien, z.B. hinsichtlich der
Leistungsanforderungen durch den Fahrer, umgeschaltet.
[0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, den Betrieb einer Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung
weiter zu optimieren.
[0005] Dies wird durch die kennzeichnenden Merkmale der unabhängigen Patentansprüche erreicht.
Vorteile der Erfindung
[0006] Beim eingangs genannten Stand der Technik wird zwischen den einzelnen Betriebsarten
der Brennkraftmaschine immer für die gesamte Brennkraftmaschine umgeschaltet. Ferner
tragen alle Zylinder gleichmäßig zum Drehmoment der Brennkraftmaschine bei. Damit
werden Flexibilität und Freiheitsgrade bei der Gestaltung der Steuerung verschenkt.
[0007] Durch einen asymmetrischen Betrieb einer Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung,
insbesondere wenn die Brennkraftmaschine wenigstens zwei voneinander unabhängig steuerbare
Zylinderbänke aufweist, wird eine weitere Optimierung des Antriebs eines Kraftfahrzeugs
erreicht.
[0008] Von besonderem Vorteil ist, daß in Betriebszuständen, in denen durch den verbrauchsarmen
Schichtladungsbetrieb nicht mehr die vom Fahrer gewünschte Leistung bereitgestellt
werden kann, lediglich ein Teil der Brennkraftmaschine, beispielsweise eine Zylinderbank,
im vergleichsweise verbrauchsintensiven Homogenbetrieb betrieben wird. Die andere
Zylinderbank wird weiterhin mit der verbrauchsarmen Schichtladungsbetriebsart betrieben.
Damit kann einerseits die erhöhte Leistungsanforderung des Fahrers bereitgestellt
werden, andererseits der Verbrauch minimiert werden. Dieser Vorteil wird auch schon
dadurch erreicht, daß der Beitrag einzelner Zylinderbänke oder -gruppen zum Gesamtmoment
unterschiedlich vorgegeben wird.
[0009] Ein weiterer Vorteil, der einen solchen asymmetrischen Betrieb der Brennkraftmaschine
erreicht wird, ist eine Verbesserung der Geräuschemission bzw. allgemein des Komforts
der Brennkraftmaschine. Besonders vorteilhaft in diesem Zusammenhang, daß bei Ausräumen
eines Speicherkatalysators im Leerlauf oder im Teillastbereich nicht alle Bänke gleichzeitig
umgeschaltet werden. Durch abwechselndes Umschalten wird die Geräuschemission optimiert.
[0010] Von besonderer Bedeutung ist ferner, daß durch den asymmetrischen Betrieb der Brennkraftmaschine
mit Benzindirekteinspritzung mehr Freiheitsgrade bei der Gestaltung der Abgaskonzepte
zur Verfügung stehen. Beispielsweise wird die Leistungsanforderung des Fahrers derart
umgesetzt, daß ein Teil der Brennkraftmaschine in einer abgasoptimalen Betriebsart
und in einem abgasoptimalen Arbeitspunkt betrieben wird, während die eigentliche Leistungsanforderung
des Fahrers durch Steuerung des Arbeitspunktes sowie gegebenenfalls der Betriebsart
eines anderen Teils der Brennkraftmaschine durchgeführt wird.
[0011] Von besonderem Vorteil ist die Anwendung des asymmetrischen Betriebs bei einer Brennkraftmaschine
mit Benzindirekteinspritzung, die wenigstens zwei Zylinderbänke mit wenigstens zwei
voneinander unabhängig steuerbaren Drosselklappen aufweist. In vorteilhafter Weise
läßt sich dieser Gedanke jedoch auch bei Brennkraftmaschinen mit nur einer Drosselklappe
anwenden, wobei die Luftfüllung derart eingestellt wird, daß ein Teil der Zylinder
der Brennkraftmaschine homogen, der andere in einer Schichtbetriebsart betrieben wird.
Letzteres führt zu einer insgesamt erhöhten Luftfüllung, so daß die Drosselverluste
gegenüber einem Homogenbetrieb der gesamten Brennkraftmaschine reduziert sind.
[0012] Neben der Umschaltung zwischen den Betriebsarten mit Schichtladung und mit homogener
Kraftstoffgemischbildung wird das Prinzip des asymmetrischen Betriebs der Brennkraftmaschine
auch zwischen Betriebsarten wie homogenstöchiometrisch, homogen-mager oder Mischbetriebsarten
wie einer Betriebsart mit Doppeleinspritzung, bei der sowohl homogenes als auch geschichtetes
Kraftstoffgemisch entsteht, angewendet. Auch hier werden die durch den asymmetrischen
Betrieb erreichten Vorteile wie oben dargestellt erreicht.
[0013] Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen
bzw. aus den abhängigen Patentansprüchen.
Zeichnung
[0014] Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen
näher erläutert. Figur 1 zeigt ein Übersichtsschaltbild einer Steuereinrichtung zur
Steuerung einer Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung. In Figur 2 ist anhand
eines Ausführungsbeispieles ein Ablaufdiagramm dargestellt, welches das Prinzip des
asymmetrischen Betriebs einer solchen Brennkraftmaschine darstellt. In Figur 3 schließlich
ist ein weiteres Ausführungsbeispiel gezeigt, welches eine bevorzugte Ausführungsform
als Flußdiagramm skizziert.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0015] Figur 1 zeigt ein Blockschaltbild einer Steuereinrichtung zur Steuerung einer Brennkraftmaschine
mit Benzindirekteinspritzung. Es ist ein Steuergerät 10 vorgesehen, welches als Komponenten
eine Eingangsschaltung 14 wenigstens einen Mikrocomputer 16 und eine Ausgangsschaltung
18 aufweist. Ein Kommunikationssystem 20 verbindet diese Komponenten zum gegenseitigen
Datenaustausch. Der Eingangsschaltung 14 des Steuergeräts 10 werden Eingangsleitungen
22 bis 26 zugeführt, welche in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel als Bussystem
ausgeführt sind und über die dem Steuergerät 10 Signale zuführen, welche zur Steuerung
der Brennkraftmaschine auszuwertenden Betriebsgrößen repräsentieren. Diese Signale
werden von Meßeinrichtungen 28 bis 32 erfaßt. Derartige Betriebsgrößen sind Fahrpedalstellung,
Motordrehzahl, Motorlast (z.B. Luftmasse), Abgaszusammensetzung, Motortemperatur,
etc. Über die Ausgangsschaltung 18 steuert das Steuergerät 10 die Leistung der Brennkraftmaschine
mit Benzindirekteinspritzung. Dies ist in Figur 1 anhand der Ausgangsleitungen 34,
36 und 38 symbolisiert, welche wenigstens die einzuspritzende Kraftstoffmasse, den
Zündwinkel der Brennkraftmaschine sowie wenigstens eine elektrisch betätigbare Drosselklappe
zur Einstellung der Luftzufuhr zur Brennkraftmaschine betätigen. Die in Figur 1 gewählte
Darstellung bedeutet dabei, daß über die symbolische Ausgangsleitung 34 die Einspritzventile
einer bestimmten Anzahl von Zylindern der Brennkraftmaschine betätigt werden, d.h.
die einzuspritzende Kraftstoffmasse diesen Zylindern zugeführt wird, über die Ausgangsleitung
36 der Zündfunke in diesen Zylindern zum vorbestimmten Zeitpunkt ausgelöst wird und
eine elektrisch betätigbare Drosselklappe gesteuert wird, die die Luftzuführung zu
diesen Zylindern beeinflußt.
[0016] Bei Brennkraftmaschinen mit wenigstens zwei Zylinderbänken oder -gruppen, bei denen
jeder Zylinderbank über eine elektrisch steuerbare Drosselklappe die Luft zugeführt
wird, sind im wesentlichen zwei Ausführungen vorgesehen, die in Figur 1 strichliert
dargestellt sind. Zum einen wird die zweite Zylinderbank, dort zumindest die einzuspritzende
Kraftstoffmasse, der Zündwinkel und die Luftzufuhr, analog zur ersten Zylinderbank
über die Ausgangsschaltung 18 sowie Ausgangsleitungen 34a, 36a und 38a, die den Ausgangsleitungen
34, 36 und 38 entsprechen, durch das Steuergerät 10 gesteuert. Das heißt ein Steuergerät
steuert wenigstens zwei Zylinderbänke. In einem anderen Ausführungsbeispiele ist anstelle
der Leitungen 34a bis 38a ein zweites Steuergerät 10b vorgesehen, welches analog zum
Steuergerät 10 aufgebaut ist und welches über die Ausgangsleitungen 34b, 36b und 38b
Kraftstoffmasse, Zündwinkel und Luftzufuhr wenigstens einer weiteren Zylinderbank
einstellt. Die beiden Steuergeräte 10 und 10b stehen über ein sie verbindendes Kommunikationssystem
40 zum gegenseitigen Datenaustausch miteinander in Verbindung. Über dieses Kommunikationssystem
wird zumindest einer der Steuereinheiten je nach Ausführungsbeispiel einzelne oder
alle von der anderen erfaßten Betriebsgrößensignalen oder aus diesen hergeleiteten
Betriebsgrößen zur weiteren Auswertung übermittelt. In einem anderen Ausführungsbeispiel
werden Eingangsleitungen 22b bis 26b neben dem Steuergerät 10 auch dem Steuergerät
10b zugeführt, so daß dort alternativ zur Übertragung über das Kommunikationssystem
oder zusätzlich die Betriebsgrößensignal direkt vorliegen.
[0017] Die grundsätzliche Vorgehensweise für die im Mikrocomputer 16 des Steuergeräts 10
ablaufende Steuerung der Brennkraftmaschine ist anhand des Ablaufdiagramms nach Figur
2 skizziert. Als wesentliche Betriebsgrößen werden dem Mikrocomputer 16 die Fahrpedalstellung
β sowie Betriebsgrößen wie Motordrehzahl NMOT, Luftmasse MHFM und Sollmomente von
anderen Steuersystemen, beispielsweise von einer Antriebschlupfregelung und/oder einer
Getriebesteuerung, zugeführt. Im Fahrerwunschbilder 100 wird aus dem zugeführten Fahrpedalstellungssignal
β zumindest unter Berücksichtigung der Motordrehzahl, gegebenenfalls einer Korrekturgröße
einer Leerlaufdrehzahlregelung, etc., ein Fahrerwunschmoment MIFA der Brennkraftmaschine
ermittelt. Dies erfolgt im bevorzugten Ausführungsbeispiel mittels eines Kennfeldes
und nachfolgender Berechnungsschritte. Ferner werden dem Mikrocomputer 10 Sollmomente
anderer Steuersysteme, z.B. ein Sollmoment einer Antriebschlupfregelung MIASR, einer
Getriebesteuerung MIGS, etc. zugeführt. Diese Sollmomente und das Fahrerwunschmoment
werden einer Auswahlstufe 102 zugeführt, in der aus den zugeführten Sollmomenten ein
resultierendes Sollmoment MISOLL zur Steuerung der Brennkraftmaschine ermittelt wird.
Im bevorzugten Ausführungsbeispiel erfolgt die Auswahl durch Minimal- bzw. Maximalauswahl.
Das auf diese Weise ermittelte resultierende Sollmoment MISOLL wird einem weiteren
Koordinator 104 zugeführt, in welchem die nachfolgend anhand des Flußdiagramms nach
Figur 3 beschriebene Vorgaben für einen asymmetrischen Betrieb der Brennkraftmaschine
ermittelt werden. Der Koordinator 104 setzt das Gesamtsollmoment MISOLL in Einzelsollmomente
MISOLL1 bis MISOLLN für die einzelnen Zylinderbänke bzw. für einzelne Zylindergruppen
und/oder in Wunschbetriebsarten BASOLL1 bis BASOLLN der einzelnen Zylinderbänke bzw.
Zylindergruppen um. Die Aufteilung des Sollmoments sowie die Vorgabe von Wunschbetriebsarten
durch den Koordinator 104 erfolgt nach vorgegebenen Strategien.
[0018] Im Normalbetrieb bei kleineren und mittleren Lasten werden alle Zylinderbänke bzw.
alle Zylindergruppen aus Verbrauchsgründen im Schichtladungsbetrieb betrieben. Im
Normalfall werden die Sollmomente gleichmäßig auf die einzelnen Bänke aufgeteilt.
Wird aus dem Sollmoment MISOLL eine erhöhte Leistungsanforderung an den Motor erkannt,
die nicht nur durch einen Schichtladungsbetrieb aller Zylinderbänke bereitgestellt
werden kann, das Sollmoment für eine der Zylinderbänke bzw. der Zylindergruppen erhöht,
woraufhin diese gegebenenfalls die Betriebsart wechselt und/oder deren Wunschbetriebsart
auf Homogenbetrieb eingestellt. Dadurch wird im Vergleich zu einer vollständigen Umschaltung
eine Verbrauchsoptimierung erreicht, da die anderen Zylinderbänken bzw. Zylindergruppen
immer noch im verbrauchsoptimalen, mageren Schichtladungsbetrieb betrieben werden.
Entsprechendes gilt für die anderen Betriebsarten, beispielsweise einen Magerbetrieb
mit homogener Gemischbildung oder gemischten Betriebsarten mit Doppeleinspritzung,
bei welchem sowohl homogene als auch geschichtete Kraftstoffgemischbildung erfolgt.
Auch hier wird bei Vorliegen einer erhöhten Leistungsanforderung einzelne Zylinderbänke
bzw. -gruppen soweit wie möglich im verbrauchsoptimaleren Betrieb betrieben und eine
andere Bank bzw. Gruppe zur Bereitstellung des Moments in eine leistungsoptimierte
Betriebsart umgeschaltet.
[0019] Eine andere Strategie, die im Koordinator 104 in einem Ausführungsbeispiel implementiert
ist, ist eine Komfortoptimierung, nach der die Umschaltung einzelner Zylinderbänke
bzw. Zylindergruppen von der einen in die andere Betriebsart nie gleichzeitig, sondern
zeitlich nacheinander vorgegeben wird. Dadurch wird die mit der Umschaltung verbundene
Geräuschemission reduziert.
[0020] Insbesondere bei Speicherkatalysatoren muß zum Ausräumen des Katalysators von Zeit
zu Zeit vom Schichtladungsbetrieb in den Betrieb mit homogener Gemischbildung umgeschaltet
werden. Auch in diesem Zusammenhang läßt sich die dargestellte Vorgehensweise des
asymmetrischen Betriebs der Brennkraftmaschine erfolgreich einsetzen, da zumindest
im Leerlauf und Teillastbereich beide Bänke nicht gleichzeitig umgeschaltet werden
müssen, um den Katalysator auszuräumen, sondern nacheinander umgeschaltet werden können
bzw. bei nur einem Katalysator für alle Bänke bzw. Zylindergruppen lediglich die abwechselnde
Umschaltung einer Zylinderbank bzw. Zylindergruppe ausreicht. Dadurch wird eine erhebliche
Komfortverbesserung, insbesondere eine Verringerung der Geräuschemission erreicht
werden.
[0021] In besonders vorteilhafter Weise kann neben einer verbrauchs- und einer komfortoptimalen
Strategie auch eine abgasoptimale Strategie (z.B. im Bereich kleiner Leistungsanforderungen)
eingesetzt werden. Dabei erfolgt die Aufteilung der Drehmomente und/oder die Vorgabe
der Wunschbetriebsart derart, daß eine möglichst geringe Abgasbelastung auftritt.
Es wird also z.B. versucht, das Gesamtsollmoment solange mittels Magerbetrieb im Schicht-
und/oder Homogenbetrieb bereit zu stellen, so lange mit der jeweiligen Betriebsart
dieses Moment einstellbar ist. Erst dann wird bei einer Zylinderbank bzw. -gruppe
durch Vorgabe einer abweichenden Sollmoments und/oder einer Wunschbetriebsart ein
weniger abgasoptimaler Arbeitspunkt eingestellt.
[0022] Die einzelnen Sollmomente MISOLL1 bis MISOLLN sowie die entsprechenden Wunschbetriebsarten
werden den jeweiligen Steuersignalbilder 106 bis 108 für die einzelnen Zylinderbänke
bzw. Zylindergruppen zugeführt, in welchem unter Berücksichtigung von Betriebsgrößen
wie Motordrehzahl, relative Luftfüllung (abgeleitet aus der zugeführten Luftmasse),
etc. das jeweilige Sollmoment unter Berücksichtigung der gewünschten Betriebsart in
eine einzuspritzende Kraftstoffmasse, einen Zündwinkel und eine Drosselklappenstellung
umgesetzt werden. Dabei kann es vorkommen, daß der Wunschbetriebsart nicht entsprochen
werden kann, beispielsweise wenn eine Notlaufsituation vorliegt, bei nicht vorhandener
Einstellbarkeit des Sollmoments, bei Sonderbetriebsfunktionen wie Start, Warmlauf,
Katheizen, etc.
[0023] In Figur 2 ist ein System dargestellt, in welchem für jede Zylinderbank bzw. Gruppe
eine eigene Drosselklappe ansteuerbar ist. In diesem Fall kann die Betriebsart für
jede Bank frei gewählt werden und die Momentenanforderungen so auf die Bänke verteilt
werden, daß sich ein optimaler Wirkungsgrad der Brennkraftmaschine bzw. je nach Strategie
ein optimaler Betrieb der Brennkraftmaschine ergibt. Besitzt die Brennkraftmaschine
nur eine Drosselklappe, so ist diese derart einzustellen, daß sich eine Luftfüllung
ergibt, die es durch entsprechende Berechnung der Kraftstoffmasse erlaubt, eine Zylinderbank
homogen und eine andere Zylinderbank geschichtet zu betreiben. Hierdurch wird eine
gegenüber dem homogenen Betrieb der Brennkraftmaschine insgesamt erhöhte Luftfüllung
eingestellt, wodurch Drosselverluste reduziert werden. Ein schneller Wechsel der Betriebsart
der Zylinderbänke durch Steuerung der Kraftstoffmasse ist hierbei möglich.
[0024] Ein Ausführungsbeispiel des Koordinators 104 ist anhand des Flußdiagramms von Figur
3 am Beispiel einer Brennkraftmaschine mit zwei unabhängig steuerbaren Zylinderbänken
bzw. - gruppen näher skizziert. Das Programm wird in vorgegebenen Zeitintervallen
durchlaufen.
[0025] Im ersten Programmschritt 200 wird das Gesamtsollmoment MISOLL erfaßt. Im darauffolgenden
Schritt 202 wird auf der Basis dieses Sollmoments überprüft, ob eine erhöhte Leistungsanforderung
vorliegt. In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist dies dann der Fall, wenn das
Sollmoment einen vorgegebenen Grenzwert überschreitet. Dieser Schwellenwert ist derart
bemessen, daß er in etwa einer Grenzlinie entspricht, oberhalb derer die Brennkraftmaschine
mit homogener Gemischbildung aus Leistungsgründen betrieben werden würde. Wurde im
Schritt 202 eine erhöhte Leistungsanforderung erkannt, wird im Schritt 204 überprüft,
ob die Leistungsanforderung derart hoch ist, daß alle Zylinderbänke- bzw. gruppen
umzuschalten sind. Dies ist dann der Fall, wenn ein Sollmomentenwert gefordert wird,
der in der Nähe des Maximalwertes liegt. Ist dies der Fall, wird gemäß Schritt 206
zunächst als Wunschbetriebsart der ersten Bank bzw. Zylindergruppe BASOLL1 der Homogenbetrieb
ausgegeben und ein Sollmomentenwert MISOLL1 für diese Zylinderbank- bzw. gruppe ermittelt.
Dieser Sollmomentenwert wird in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel auf der Basis
des gesamten Sollmomentenwerts, der in Schritt 200 eingelesen wird, gebildet. Insbesondere
wird ein Prozentsatz dieses Sollmomentenwerts > 50% vorgegeben. Danach wird im Schritt
208 auf der Basis einer übermittelten Marke gegebenenfalls überprüft, ob die Umschaltung
beendet ist. Ist dies der Fall, wird gemäß Schritt 210 auch für die zweite Zylinderbank
bzw. Zylindergruppe als Wunschbetriebsart der Homogenbetrieb ausgegeben und das Solldrehmoment
dieser Zylinderbank bzw. Gruppe auf der Basis des Gesamtsollmoments und des Sollmoments
der ersten Zylinderbank bzw. -gruppe bestimmt. Ist die Umschaltung der ersten Zylinderbank
gemäß Schritt 208 noch nicht beendet, wird gemäß Schritt 212 die Wunschbetriebsart
der zweiten Zylinderbank auf Schichtladungsbetrieb festgehalten und als Sollmomentenwert
entsprechend Schritt 210 die Differenz zwischen dem Gesamtsollmomentenwert und dem
Sollmomentenwert der ersten Bank ermittelt. Nach den Schritten 210 und 212 wird im
Schritt 214 die gebildeten Sollwerte ausgegeben und wenn keine übergeordneten Vorgaben,
z.B. Notlaufbetrieb, fehlende Realisierbarkeit des Sollmomentenwertes in der Wunschbetriebsart,
etc. vorliegen, realisiert. Danach wird der Programmteil beendet und zum nächsten
Zeitintervall erneut durchlaufen.
[0026] Ist gemäß Schritt 204 eine Leistungsanforderung erkannt worden, die keine Umschaltung
aller Bänke erfordert, wird gemäß Schritt 216 die Sollbetriebsart einer Bank auf den
Homogenbetrieb, die der anderen Bank auf den Schichtladungsbetrieb festgesetzt. Ebenso
wird das Sollmoment der einen Bank, die homogen betrieben werden soll, analog zu Schritt
206 gebildet, während das Sollmoment der anderen Bank, die im Schichtladungsbetrieb
betrieben wird, auf der Basis des Gesamtsollmoments und des Sollmoments der ersten
Bank bestimmt wird. Danach folgt Schritt 214. Durch die im Schritt 216 beschriebene
asymmetrische Betriebsweise der Brennkraftmaschine wird eine verbrauchsoptimale Steuerung
der Brennkraftmaschine bei erhöhter Leistungsanforderung erreicht, da ein Teil der
Brennkraftmaschine weiter im verbrauchsgünstigen Schichtladungsbetrieb betrieben wird.
Ebenso wird eine Komfortverbesserung erreicht, da die Bänke bzw. Gruppen nacheinander,
nicht gleichzeitig umgeschaltet werden. Die genannten Strategien, zu denen noch die
nachfolgende Umschaltung zum Katalysatorausräumen und eine abgasoptimale Steuerung
kommt, werden je nach Ausführung alle zusammen oder in einer beliebigen Kombination,
auch einzeln angewendet.
[0027] Liegt gemäß Schritt 202 keine erhöhte Leistungsanforderung vor, wird im Schritt 226
überprüft, ob die Bedingungen zum Ausräumen eines Speicherkatalysators vorliegen.
Sind die Bedingungen zum Ausräumen erfüllt, wird gemäß Schritt 228 für eine Zylinderbank
als Wunschbetriebsart der Homogenbetrieb ausgegeben und ein entsprechendes Sollmoment
(z.B. Mindestsollmoment für diese Betriebsart) bestimmt. Im darauffolgenden Schritt
230 wird als Wunschbetriebsart der anderen Bank weiterhin der Schichtladungsbetrieb
ausgegeben und das Sollmoment auf der Basis des Gesamtsollmoments und des Sollmoments
der ersten Bank bestimmt. Danach folgt Schritt 214. Durch diese Maßnahme wird ein
Ausräumen des Speicherkatalysators erreicht, ohne daß die gesamte Brennkraftmaschine
in den Homogenbetrieb umzuschalten ist. Somit werden neben Verbrauchs- auch Geräusch-
und somit Komfortverbesserungen erreicht.
[0028] Liegen die Bedingungen für das Ausräumen des Katalysators nicht vor, wird gemäß Schritt
218 die Sollbetriebsart der ersten Bank auf Schichtladungsbetrieb gesetzt und ein
entsprechendes aus dem Sollmomentenwert ermitteltes Sollmoment vorgegeben. Dieses
entspricht in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel 50% des im Schritt 200 eingelesenen
Gesamtsollmomentenwerts. Im darauffolgenden Schritt 220 wird überprüft, ob gegebenenfalls
die Umschaltung vom Schicht- in den Homogenbetrieb beendet ist. Ist dies der Fall,
wird gemäß Schritt 222 auch die zweite Zylinderbank auf die Wunschbetriebsart Schichtladung
gesetzt und der entsprechende Sollwert auf der Basis des gesamten Sollmomentenwerts
und des Sollmomentenwerts der ersten Bank gebildet. Ist die Umschaltung gemäß Schritt
220 nicht beendet, d.h. befindet sich das System im Instationärbetrieb, wird die zweite
Bank gemäß Schritt 224 wie bisher gesteuert und der Sollmomentenwert analog zu Schritt
222 gebildet. Durch diese Maßnahme wird verhindert, daß beide Bänke gleichzeitig umschalten
und auf diese Weise Komforteinbußen vorliegen. Danach folgt Schritt 214.
[0029] In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, bei asymmetrischem Betrieb
der Brennkraftmaschine, d.h. bei Betrieb der Brennkraftmaschine mit zwei unterschiedlichen
Betriebsarten bzw. mit zwei unterschiedlichen Sollmomentenwerten, den jeweiligen Betriebszustand
der Zylinderbänke der Brennkraftmaschine wechselweise zu ändern, d.h. in einem vorbestimmten
Zeitraster beispielsweise bei Betrieb der einen Zylinderbank im Homogen- und der anderen
im Schichtbetrieb die Bänke derart umzuschalten, daß die erste Bank im Schicht- und
die zweite Bank im Homogenbetrieb betrieben wird (toggeln).
[0030] Im beschriebenen Ausführungsbeispiel sind zwei Zylinderbänke vorgesehen, welche über
zwei voneinander unabhängig steuerbaren elektrisch betätigbaren Drosselklappen verfügen.
Neben einer solchen Lösung ist die erfindungsgemäße Lösung auch auf Brennkraftmaschinen
mit mehreren Zylinderbänken und mehreren (entsprechend der Anzahl der Zylinderbänke)
unabhängig voneinander steuerbaren Drosselklappen, insbesondere auch bei Motoren mit
Einzeldrosselklappen für jeden Zylinder anzuwenden.
[0031] In einem anderen Ausführungsbeispiel werden zumindest in bestimmten Betriebssituationen,
z.B. bei hohen Momenten- und Leistungsanforderungen, die Zylinderbänke gleichzeitig
umgeschaltet. Dadurch wird eine Verbesserung des dynamischen Verhaltens erreicht.
Bezogen auf das Programm in Figur 3 bedeutet dies, daß die Schritte 208 und 212 und
ggf. die Schritte 220 und 224 zumindest im genannten Betriebszustand entfallen und
die Schritte 206 und 210 bzw. die Schritte 218 und 222 zusammengefaßt.
[0032] Im allgemeinen ist eine Zylinderbank bzw. -gruppe dann umgeschaltet, wenn der erste
Zylinder in der neuen Betriebsart betrieben wird. Unter gleichzeitig wird also vorstehend
verstanden, daß die Umschaltung an einer Bank bzw. Gruppe innerhalb einer Zeitspanne
eingeleitet wird, die zwischen dem Umschaltsignal und der erfolgten Einspritzung im
ersten Zylinder in der neuen Betriebsart an der Bank bzw. Gruppe liegt, bei der zuvor
die Betriebsart gewechselt wurde. Entsprechend bedeutet nacheinander das Einleiten
der Umschaltung an einer Bank außerhalb dieser, von der zuerst umgeschalteten Bank
bzw. Gruppe vorgegebenen Zeitspanne.
[0033] In einem weiteren Ausführungsbeispiel wird eine entsprechende Vorgehensweise bei
einer Brennkraftmaschine mit nur einer steuerbaren Drosselklappe angewendet, wobei
eine Zylindergruppe homogen und die andere geschichtet betrieben wird. In diesem Fall
wird die Luftfüllung durch die Drosselklappe erhöht, so daß ein größerer Anteil des
Sollmomentenwerts durch homogene Steuerung der einen Zylindergruppe mit stöchiometrischer
oder magerer Gemischzusammensetzung erfolgt, während ein kleinerer Anteil des Sollmoments
durch Schichtladungsbetrieb der anderen Zylindergruppe vorgenommen wird.
1. Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung, welche
wenigstens zwei Zylinderbänke bzw. Zylindergruppen aufweist, die in wenigstens zwei
Betriebsarten betrieben werden, in denen beide die Einspritzung von Kraftstoff vorgenommen
wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens zwei Zylinderbänke bzw. Zylindergruppen jeweils in Abhängigkeit eines
vorgegebenen Sollmomentenwertes und einer vorgegebenen Betriebsart gesteuert werden,
wobei in wenigstens einem Betriebszustand der Brennkraftmaschine die eine Zylinderbank
bzw. Zylindergruppe in einer ersten (BAsoll1), die zweite Zylinderbank bzw. Zylindergruppe
in der zweiten Betriebsart (BAsoll2) betrieben werden, wobei für jede der Zylindergruppen
ein veränderlicher Sollmomentenwert (Misoll1, Misoll2) vorgegeben wird, in dessen
Abhängigkeit das Drehmoment der jeweiligen Zylinderbank bzw. Zylindergruppe eingestellt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sollmomente für die beiden Zylinderbänke bzw. -gruppe gleich sind.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gesamtsollmomentenwert (Misoll) vorgegeben wird, die eine Zylindergruppe bzw.
Zylinderbank mit einem ersten Anteil (Misoll1) dieses Gesamtsollmoments gesteuert
wird, eine andere Zylinderbank bzw. -gruppe mit einem zweiten Anteil (Misoll2) des
Sollmoments gesteuert wird, wobei die beiden Anteile des Sollmoments das Gesamtsollmoment
ergeben.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Betriebszustand der Betriebszustand erhöhter Leistungsanforderung
und/oder der Betriebszustand ist, während dem ein Speicherkatalysator ausgeräumt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umschaltung der Betriebsarten der einzelnen Zylinderbänke bzw. -gruppen nacheinander
erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass abhängig vom Betriebszustand eine Wunschbetriebsart (BAsoll) vorgegeben wird, die
dann durch Steuerung der einzelnen Zylinderbänke bzw. -gruppen realisiert wird, wenn
diese Realisierung nicht anderen Vorgaben widerspricht.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für jede Zylinderbank bzw. Zylindergruppe eine elektrisch betätigbare Drosselklappe
vorgesehen ist, durch deren Steuerung die Betriebsartenumschaltung vorgenommen wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur eine elektrisch steuerbare Drosselklappe für alle Zylinderbänke bzw. Zylindergruppen
vorgesehen ist, wobei diese im Betrieb mit unterschiedlichen Betriebsarten im Sinne
einer gegenüber dem gedrosselten Betrieb erhöhten Luftfüllung gesteuert wird, so dass
ein Teil der Zylinder in der ersten Betriebsart ein anderer Teil in der zweiten, entdrosselten
Betriebsart betrieben werden kann.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung der Betriebsarten der einzelnen Zylinderbänke- bzw. gruppen gleichzeitig
erfolgt, zumindest in einem Betriebszustand mit hoher Leistungs- oder Momentesanforderung.
10. Vorrichtung zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit Benzindirekteinspritzung, welche
wenigstens zwei Zylinderbänke bzw. Zylindergruppen aufweist, die in wenigstens zwei
Betriebsarten betrieben werden, mit wenigstens einem Steuergerät, welches in Abhängigkeit
von vorgegebenen Sollmomentenwerten und vorgegebenen Betriebsarten die Zylindergruppen
bzw. Zylinderbänke der Brennkraftmaschine steuert, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuergerät Mittel enthält, welche in wenigstens einem vorgegebenen Betriebszustand
die erste Zylinderbank bzw. Zylindergruppe in einer ersten Betriebsart (BAsoll1),
die zweite in einer zweiten Betriebsart (BAsoll2) steuern, wobei in jeder Betriebsart
eine Einspritzung von Kraftstoff stattfindet, und welche für jede der Zylindergruppen
ein veränderlicher Sollmomentenwert (Misoll1, Misoll2) vorgegeben wird, in dessen
Abhängigkeit das Drehmoment der jeweiligen Zylinderbank bzw. Zylindergruppe eingestellt
wird.
1. Method for operating an internal combustion engine having direct petrol injection,
which internal combustion engine has at least two cylinder banks or cylinder groups
which are operated in at least two operating modes, in both of which modes the injection
of fuel is performed, characterized in that the at least two cylinder banks or cylinder groups are each controlled as a function
of a predefined setpoint torque value and a predefined operating mode, one cylinder
bank or cylinder group being operated in a first operating mode (BAsoll1) and the
second cylinder bank or cylinder group being operated in the second operating mode
(BAsoll2) in at least one operating state of the internal combustion engine, a variable
setpoint torque value (Misoll1, Misoll2) being predefined for each of the cylinder
groups and the torque of the respective cylinder bank or cylinder group being adjusted
as a function of the said variable setpoint torque value.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the setpoint torques for the two cylinder banks or groups are identical.
3. Method according to one of the preceding claims, characterized in that an overall setpoint torque value (Misoll) is predefined which controls a cylinder
group or cylinder bank with a first part (Misoll1) of this overall setpoint torque
value and controls another cylinder bank or group with a second part (Misoll2) of
the setpoint torque, the two parts of the setpoint torque producing the overall setpoint
torque.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one operating state is the operating state of increased performance
requirements and/or the operating state during which a storage catalytic converter
is discharged.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the operating modes of the individual cylinder banks or groups are switched over
one after another.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that a desired operating mode (BAsoll) is predefined as a function of the operating state,
which desired operating state is then implemented by controlling the individual cylinder
banks or groups if this implementation does not contradict other instructions.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that an electrically actuable throttle valve is provided for each cylinder bank or cylinder
group, and the operating modes are switched over by controlling the said throttle
valve.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that only one electrically controllable throttle valve is provided for all the cylinder
banks or cylinder groups, the said throttle valve being controlled during operation
by different operating modes in the manner of an increased air charge compared with
throttled operation, with the result that it is possible to operate a part of the
cylinders in the first operating mode and another part in the second, unthrottled
operating mode.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the operating modes of the individual cylinder banks or groups are switched over
simultaneously, at least in an operating state with high performance or torque requirements.
10. Apparatus for operating an internal combustion engine having direct petrol injection,
which internal combustion engine has at least two cylinder banks or cylinder groups
which are operated in at least two operating modes, having at least one controller
which controls the cylinder groups or cylinder banks of the internal combustion engine
as a function of predefined setpoint torque values and predefined operating modes,
characterized in that the controller comprises means which control the first cylinder bank or cylinder
group in a first operating mode (BAsoll1) and control the second cylinder bank or
cylinder group in a second operating mode (BAsoll2) in at least one predefined operating
state, fuel being injected in each operating mode, and a variable setpoint torque
value (Misoll1, Misoll2) being predefined for each of the cylinder groups and the
torque of the respective cylinder bank or cylinder group being adjusted as a function
of the said variable setpoint torque value.
1. Procédé de fonctionnement d'un moteur à combustion interne à injection directe d'essence,
qui présente au moins deux rangées de cylindres ou groupes de cylindres, qui fonctionnent
selon au moins deux modes de fonctionnement, et dans lesquels se produit l'injection
de carburant,
caractérisé en ce que
les aux moins deux rangées de cylindres ou groupes de cylindres sont commandés respectivement
en fonction d'une valeur de couple de consigne prédéterminée et selon un mode de fonctionnement
prédéterminé, la première rangée de cylindres ou le premier groupe de cylindres, dans
au moins un état de fonctionnement du moteur à combustion interne, fonctionnant selon
un premier mode de fonctionnement (BAsoll1) tandis que la deuxième rangée de cylindres
ou le deuxième groupe de cylindres fonctionne selon le deuxième mode de fonctionnement
(BAsoll2), en prédéterminant pour chacun des groupes de cylindres, une valeur de couple
de consigne variable (Misoll1, Misoll2) en fonction de laquelle est réglé le couple
de rotation de la rangée de cylindres ou du groupe de cylindres respectifs.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
les couples de consigne pour les deux rangées de cylindres ou groupes de cylindres
sont identiques.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on prédétermine une valeur de couple de consigne globale (Misoll), le premier groupe
de cylindres ou la première rangée de cylindres est commandé à l'aide d'une première
partie (Misoll1) de ce couple de consigne global tandis qu'une autre rangée de cylindres
ou un autre groupe de cylindres est commandé à l'aide d'une deuxième partie (Misoll2)
du couple de consigne, les deux parties du couple de consigne formant le couple de
consigne global.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'au moins un état de fonctionnement est l'état de fonctionnement avec exigence de
performance accrue et/ou l'état de fonctionnement au cours duquel un catalyseur d'accumulation
est purgé.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
un changement entre les modes de fonctionnement des rangées de cylindres ou groupes
de cylindres individuels s'effectue successivement.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
en fonction de l'état de fonctionnement, on prédétermine un mode de fonctionnement
souhaité (BAsoll), qui est alors réalisé par la commande des rangées de cylindres
ou groupes de cylindres individuels, lorsque cette réalisation ne va pas à l'encontre
d'autres prescriptions.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour chaque rangée de cylindres ou groupe de cylindres, il est prévu un clapet d'étranglement
pouvant être actionné électriquement, et dont la commande permet d'effectuer le changement
de mode de fonctionnement.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on prévoit pour toutes les rangées de cylindres ou tous les groupes de cylindres,
un seul clapet d'étranglement électriquement commandé en fonction des différents modes
de fonctionnement dans le sens d'une admission d'air accrue par rapport au fonctionnement
étranglé, de telle sorte qu'une partie des cylindres peut fonctionner selon le premier
mode de fonctionnement tandis qu'une autre partie peut fonctionner selon le deuxième
mode de fonctionnement sans étranglement.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le changement entre les modes de fonctionnement des rangées de cylindres ou groupes
de cylindres individuels s'effectue au moins dans un état de fonctionnement avec une
exigence de performance ou de couple élevée.
10. Dispositif permettant de faire fonctionner un moteur à combustion interne à injection
directe d'essence, qui présente au moins deux rangées de cylindres ou groupes de cylindres,
qui fonctionnent selon au moins deux modes de fonctionnement, et comportant au moins
un appareil de commande, qui commande en fonction de valeurs de couple de consigne
prédéterminées et selon des modes de fonctionnement prédéterminés les groupes de cylindres
ou rangées de cylindres du moteur à combustion interne,
caractérisé en ce que
l'appareil de commande contient des moyens qui, dans au moins un état de fonctionnement
prédéterminé, commandent la première rangée de cylindres ou le premier groupe de cylindres
selon un premier mode de fonctionnement (BAsoll1) et la deuxième rangée selon un deuxième
mode de fonctionnement (BAsoll2), une injection de carburant se produisant dans chaque
mode de fonctionnement, et on prédétermine pour une valeur de couple de consigne variable
(Misolll, Misoll2) en fonction de laquelle est réglé le couple de rotation de la rangée
de cylindres ou du groupe de cylindres respectif.