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(11) |
EP 1 191 497 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.12.2005 Patentblatt 2005/50 |
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Anmeldetag: 21.08.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: G08B 29/14 |
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Vorrichtung und Verfahren zur Prüfung eines Brandmelders
Device and method for checking a fire detector
Dispositif et procédé pour vérifier un détecteur d'incendie
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
23.09.2000 DE 10047194
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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27.03.2002 Patentblatt 2002/13 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- Schneider, Joachim
89564 Nattheim (DE)
- Pfefferseder, Anton
82054 Sauerlach-Arget (DE)
- Siber, Bernd
85625 Glonn (DE)
- Hensel, Andreas
71665 Vaihingen (DE)
- Oppelt, Ulrich
85604 Zorneding (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-99/08246 DE-A- 4 425 889 US-A- 5 670 946
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DE-A- 2 717 014 US-A- 4 715 985
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung bzw. einem Verfahren zur Prüfung eines
Brandmelders nach der Gattung der unabhängigen Patentansprüche.
[0002] Brandmelder werden in zyklischen Zeitabständen auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft.
[0003] Die US 5,670,946 offenbart eine Vorrichtung zum Test der Empfindlichkeit eines Rauchdetektors.
Aus der US 4,715,985 sind Mischungen zur Prüfung von Brandmeldern bekannt.
Vorteile der Erfindung
[0004] Die erfindungsgemäße Vorrichtung bzw. das erfindungsgemäße Verfahren zur Prüfung
eines Brandmelders haben demgegenüber den Vorteil, dass für einen Brandmelder, der
einen Rauchmelder und wenigstens einen Gassensor aufweist, in einem Arbeitsgang der
Rauchmelder und der wenigstens eine Gassensor auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüfbar
sind. Damit wird die Funktionsprüfung des Brandmelders vereinfacht und beschleunigt.
Weiterhin schafft die erfindungsgemäße Vorrichtung ein Prüfgerät, das alle Stimuli
für die vorhandenen Sensoren (Rauchmelder, Gassensor, Temperatursensor) des Brandmelders
bereitstellt.
[0005] Das Aerosol für den Rauchmelder und das Prüfgas für den wenigstens einen Gassensor
liegt in getrennten Gasflaschen in der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor, so dass
individuell die Gase austauschbar und lagerbar sind.
[0006] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen und Weiterbildungen
sind vorteilhafte Verbesserungen der im unabhängigen Patentanspruch angegebenen Vorrichtung
bzw. des im unabhängigen Patentanspruch angegebenen Verfahrens zur Prüfung eines Brandmelders
möglich.
[0007] Desweiteren ist es von Vorteil, dass als die Prüfgase Methanol oder Ethanol oder
Wasserstoff verwendbar sind, die aufgrund einer Querempfindlichkeit der Gassensoren
für die Funktionsprüfung einsetzbar sind. Querempfindlichkeit von Gassensoren bedeutet,
dass ein Gassensor nicht nur für das Gas, für das er konzipiert ist, ein Detektionssignal
liefert, sondern auch für andere Gase, wobei Methanol, Ethanol und Wasserstoff hierfür
besonders geeignet sind. Dabei ist es von Vorteil, dass Wasserstoff, der im Allgemeinen
schwer zu bevorraten ist, hier für die Funktionsprüfung mittels Elektrolyse aus einer
Natriumsulfatlösung gewonnen wird, um den Wasserstoff nur bei Bedarf bereitzustellen.
Die Alkohole Methanol und Ethanol bieten zudem die Möglichkeit, auch als Aerosol zu
wirken.
[0008] Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass eine Gasaustrittsöffnung auf einen Temperatursensor
des Brandmelders gerichtet ist, um durch den Gasaustritt eine Temperatursenkung am
Temperatursensor zu erzwingen, die für einen Funktionstest des Temperatursensors verwendbar
ist. Damit werden dann drei verschiedene Meßprinzipien in einem Arbeitsgang an dem
Brandmelder auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft.
[0009] Darüber hinaus ist es von Vorteil, dass die Ventile mechanisch oder elektromechanisch
betätigbar sind, wobei bei einer automatischen Betätigung zeitliche Öffnungsfolgen
einstellbar sind, die für eine optimale gleichzeitige Prüfung des Rauchmelders und
des Gassensors sich als vorteilhaft erwiesen haben. Damit läßt sich insbesondere der
Verbrauch an Prüfgas und Aerosol optimieren.
[0010] Es ist weiterhin von Vorteil, dass die Gasflaschen als Spraydosen ausgebildet sind,
womit der Einbau und die Benutzung erheblich vereinfacht wird.
[0011] Beispiesweise ist es auch von Vorteil, dass ein Brandmelder, der auf seine Funktionsfähigkeit
hin überprüft werden soll, Mittel aufweist, um in einen Prüfmodus zu schalten und
weiterhin Mittel aufweist, um zu signalisieren, ob der Brandmelder funktioniert oder
nicht. Dabei kann insbesondere angegeben werden, welcher Sensor der Rauchmelder, der
wenigstens eine Gassensor oder der Temperatursensor funktionsfähig sind oder nicht.
Dies ist vor allem in Verbindung mit einem Sicherheitsnetz zu sehen, das von einer
Zentrale überwacht wird und an das die zu überprüfenden Melder angeschlossen sind.
Der Brandmelder wird dann im Prüfmodus der Zentrale signalisieren, ob die Funktionsfähigkeit
der vorhandenen Sensoren (Rauch, Gas, Temperatur) gegeben ist oder nicht. Als ein
Sicherheitsnetz ist beispielsweise der bekannte LSN (Lokales Sicherheitsnetzwerk)-
Bus verwendbar.
Zeichnung
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt Figur 1 eine erste Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Vorrichtung, Figur 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, Figur 3 ein beispiel einer Prüfvorrichtung, Figur 4 die Elektrolyseeinheit
und Figur 5 ein Flußdiagramm des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Beschreibung
[0013] In Zukunft ist es zu erwarten, dass neben reinen Rauchmeldern für eine Branddetektion
auch kombinierte Brandmelder eingesetzt werden, die neben dem Rauchmelder einen oder
mehrere Gassensoren aufweisen, die auf die bei einem Brand entstehenden gasförmigen
Verbrennungsprodukte reagieren. Zu solchen Verbrennungsprodukten gehören beispielsweise
Kohlendioxid, Kohlenmonoxid oder Stickoxide. Der große Vorteil dieser kombinierten
Brandmelder ist, dass durch die gewonnene Mehrinformation ein zuverlässigerer Melder
vorliegt. Da jedoch auch solche Brandmelder in periodischen Zeitabständen auf ihre
Funktionsfähigkeit hin überprüft werden, wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung zur
Überprüfung des Brandmelders bzw. ein Verfahren zur Überprüfung des Brandmelders angegeben,
die es ermöglichen, dass die vorhandenen Sensoren in einem Brandmelder gleichzeitig
auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüfbar sind.
[0014] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Überprüfung
eines Brandmelders. Ein Brandmelder 2 ist an einer Wand oder Decke 1 befestigt. Der
Brandmelder 2 weist einen Temperatursensor 25, einen Gassensor 26 und einen Rauchmelder
27 auf. Der Rauchmelder ist hier eine optische Meßkammer, zu der ein labyrinthähnlicher
Gang führt. Das ist ein Streulichtrauchmelder. Der Brandmelder 2 kann auch ohne Temperatursensor
25 und/oder mit mehreren Gassensoren versehen sein. Der Temperatursensor 25, der Gassensor
26 und der Rauchmelder 27 sind mit der Signalverarbeitung im Brandmelder 2 verbunden,
so dass Detektionssignale erkannt und signalisiert werden können.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist einen Prüftopf 3 auf, der über den Brandmelder
2 gestülpt wird. Ein Gehäuse 4 weist Gasflaschen 9 und 10 sowie Ventile 7 und 8 und
Leitungen auf, über die das Aerosol und das wenigstens eine Prüfgas in den Prüftopf
3 geleitet werden. Daher ist für die Gasflasche 9 eine Gasaustrittsöffnung 11 und
für die Gasflasche 10 eine Gasaustrittsöffnung 12 vorgesehen, die in den Prüftopf
3 hineinragen. In den Gasflaschen 9 und 10 ist das Aerosol beziehungsweise das Prüfgas
unter Überdruck gelagert, so dass bei einem Öffnen der Ventile 7 und 8 das Aerosol
beziehungsweise das Prüfgas automatisch entweichen. Der Überdruck in den Gasflaschen
9 und 10 kann auch durch den Verdampfungsdruck des Aerosol beziehungsweise des Prüfgases
entstehen. Die Gasflaschen 9 und 10 sind hier als Spraydosen ausgeführt.
[0016] Die Leitungen zu den Gasaustrittsöffnungen 11 und 12 sind jeweils an den Bohrungen
durch den Prüftopf 3 abgedichtet.
[0017] Das Gehäuse 4 ist am Prüftopf 3 befestigt. Die Gasflasche 9 in dem Gehäuse 4 weist
hier das Aerosol auf, das zur Funktionsprüfung des Rauchmelders 27 verwendet wird.
An der Gasflasche 9 ist ein Ventil 7 befestigt, das die Menge des ausströmenden Aerosols
durch die Gasaustrittsöffnung 11 bestimmt. Das Ventil 7 ist über eine elektrische
Verbindung mit einer Ansteuereinheit 6 verbunden, die am Gehäuse 4 angebracht ist.
Die Ansteuereinheit 6 steuert das Öffnen und Schließen des Ventils 7. Die Ansteuereinheit
6 ist hier ein programmierbarer Baustein, also ein Prozessor, mit entsprechender Signalverarbeitung
zur Ansteuerung der Ventile und zur Verarbeitung von Ansteuersignalen, die von einem
Bediener der erfindungsgemäßen Vorrichtung gesendet werden.
[0018] Die Gasflasche 10 weist ein Ventil 8 auf, das die ausströmende Menge des Prüfgases,
das sich in der Gasflasche 10 befindet, durch die Gasaustrittsöffnung 12 festlegt.
Auch das Ventil 8 ist mit der Ansteuereinheit 6 über eine Leitung elektrisch verbunden,
so dass die Ansteuereinheit 6 das Öffnen des Ventils 8 regelt. Die erfindungsgemäße
Vorrichtung wird mit einer Haltestange 5, die an dem Gehäuse 4 befestigt ist, an den
Brandmelder 2 gehalten.
[0019] Es ist möglich, die Ventile 7 und 8 über eine mechanische Steuerung zu öffnen und
zu schließen. Dazu können beispielsweise entsprechende mechanische Zug- und Hebelvorrichtungen
verwendet werden. Die Ansteuereinheit 6 weist hier jedoch einen Infrarotempfänger
mit einem optischelektrischem Wandler und Empfangsverstärker auf, um mittels einer
Fernbedienung steuerbar zu sein. Gemäß diesen Infrarotsignalen werden dann die Ventile
7 und 8 gesteuert. Es ist jedoch auch eine Funksteuerung der Ansteuereinheit 6 möglich.
Weiterhin ist es möglich, dass die Ansteuereinheit 6 innerhalb des Gehäuses 4 angebracht
ist, wobei sich eine Sende-/Emfpangsstation für Infrarotsignale außerhalb des Gehäuses
4 befindet, oder die Ansteuereinheit 6 ist durch ein Fenster über die Fernbedienung
steuerbar.
[0020] Die Ansteuereinheit 6 ist insbesondere dafür geeignet, die Ventile 7 und 8 zeitgenau
zu steuern. Dies ist von Vorteil, denn die für die Prüfung des Rauchmelders geeignete
Aerosoldichte kann nach einer unterschiedlichen Zeitdauer erreicht sein, als es die
geeignete Gaskonzentration für den Gassensor 26 ist. In diesem Fall löst der Bediener
an der Ansteuereinheit ein Programm aus, das das Öffnen und Schließen der Ventile
automatisch steuert. Dies führt auch zu einem geringeren Verbrauch an Prüfgas und
Aerosol und erhöht somit die Standzeiten einer Gasfüllung.
[0021] Das Aerosol hat die Wirkung von Rauch, so dass ein Rauchmelder mit dem Aerosol auf
seine Funktionsfähigkeit hin überprüft werden kann. Liegt der Rauchmelder 27 wie hier
mit einem labyrinthähnlichen Gang vor, durch den der Rauch vordringen muß, dann wird
hier das Aerosol durch diesen labyrinthähnlichen Gang eindringen, um in die Meßkammer
zu gelangen. In der Meßkammer wird mit einer optischen Messung festgestellt, ob Rauch
vorliegt oder nicht. Dazu wird beispielsweise eine Transmissionsmessung eingesetzt.
Häufiger wird jedoch eine Streulichtmessung eingesetzt.
[0022] Mit dem Prüfgas, das aus der Austrittsöffnung 12 kommt und in der Flasche 10 gelagert
ist, wird die Funktionsfähigkeit des Gassensors 26 des Brandmelders 2 überprüft. Das
Prüfgas kann dabei entweder das von dem Gassensor 26 zu detektierende Gas beinhalten
oder ein weiteres Gas, auf das der Gassensor 26 auch mit einem Detektionssignal reagiert.
Dieses Verhalten wird mit Querempfindlichkeit bezeichnet. Solche Gase, auf die ein
Gassensor querempfindlich reagiert sind beispielsweise gasförmiges Methanol, Ethanol,
andere Alkohole oder Wasserstoff. Bei den Alkoholen Methanol und Ethanol ist zu beachten,
dass diese Alkohole leicht flüchtig sind und damit relativ schnell in einen gasförmigen
Zustand übergehen. Weiterhin ist es möglich, dass das ausströmende Gas aus den Gasaustrittsöffnungen
11 bzw. 12 zur Funktionsprüfung des am Brandmelder 2 befindlichen Temperatursensors
25 verwendet werden kann. Strömt ein Gas aus einer Gasaustrittsöffnung auf den Temperatursensor
25, kommt es durch die Verdunstungs- oder Entspannungskälte, d.h. zu einer Abkühlung
am Temperatursensor 25. Diese Abkühlung geschieht so schnell, dass sie sonst unter
normalen Betriebsbedingungen nicht auftreten wird. Daher kann dieser schnelle Temperaturabfall
für eine Funktionsüberprüfung des Temperatursensors 25 verwendet werden.
[0023] In Figur 2 ist eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Prüfung eines Brandmelders dargestellt. Der Brandmelder 2 ist an der Wand 1 angebracht.
Der Brandmelder 2 weist den Temperatursensor 25, den Gassensor 26 und den Rauchmelder
27 auf. Über dem Brandmelder 2 ist der Prüftopf 3 der erfindungsgemäßen Vorrichtung
gestülpt. In den Prüftopf 3 ragt die Gasaustrittsöffnung 11 hinein, über die nun sowohl
das Aerosol aus der Gasflasche 9 als auch das Prüfgas aus der Gasflasche 10 in den
Prüftopf 3 gelangen. Die Gasflaschen 9 und 10 sowie die Ventile 7 und 8 befinden sich
innerhalb des Gehäuses 4, das an den Prüftopf 3 angebracht ist. Am Gehäuse 4 befindet
sich weiterhin die Ansteuereinheit 6, die die Ventile 7 und 8 ansteuert. Das Gehäuse
4 mit dem Prüftopf 3 wird von der Haltestange 5 gehalten, die selbst an dem Gehäuse
4 angebracht ist. Die Ventile 7 und 8 lassen also hier sowohl das Prüfgas als auch
das Aerosol über eine gemeinsame Leitung zu der Gasaustrittsöffnung 11 gelangen.
[0024] In Figur 3 ist ein biespiel einer Vorrichtung zur Überprüfung eines Brandmelders
dargestellt. Der Brandmelder 2 ist wiederum an der Wand 1 angebracht. Der Brandmelder
2 weist den Temperatursensor 25, den Gassensor 26 und den Rauchmelder 27 auf. Über
den Brandmelder 2 ist der Prüftopf 3 gestülpt. An den Prüftopf 3 ist das Gehäuse 4
der erfindungsgemäßen Vorrichtung angebracht. Am Gehäuse 4 ist weiterhin die Haltestange
5 befestigt, mit der die erfindungsgemäße Vorrichtung gehalten wird. Am Gehäuse 4
ist auch die Auswerteeinheit 6 angebracht, die das Ventil 7 innerhalb des Gehäuses
steuert. Das Ventil 7 gehört zur Gasflasche 9, die sowohl das Aerosol als auch das
Prüfgas beinhaltet. Diese Gasmischung wird dann über das Ventil 7 zu der Gasaustrittsöffnung
11 gelangen, die in den Prüftopf 3 hineinragt, um den Funktionstest des Brandmelders
2 durchzuführen. Das Aerosol kann eine komplexe Kohlenwasserstoffverbindung sein,
es ist jedoch möglich auch einen Alkohol wie Methanol, Ethanol oder Propanol als Aerosol
und Prüfgas gleichzeitig einzusetzen. Dabei ist dann die rasche Verdampfung dieser
Alkohole beim Prüfvorgang zu beachten. Wichtig ist, dass genügend Alkohol als Aerosol
in die Meßkammer des Brandmelders 2 gelangen kann, um ein Detektionssignal hervorzurufen.
[0025] In Figur 4 ist eine Elektrolyseeinheit dargestellt, mit der Wasserstoff als Prüfgas
gewonnen werden kann, der dann als Prüfgas für den Gassensor 26 des Brandmelders 2
verwendet wird. eine Steuereinheit 13 ist mit Elektroden 16 und 17 jeweils verbunden,
die in ein Gefäß 18 hineinragen und innerhalb einer Natriumsulfatlösung 19 stehen.
Die Steuereinheit 13 ist hier in die Ansteuerung 6 integriert. Alternativ ist es möglich,
dass die Ansteuerung 6 und Steuereinheit 13 voneinander getrennte, aber elektrisch
verbundene Komponenten sind. Die Elektrolyseeinheit ist anstatt der Gasflasche für
das Prüfgas im Gehäuse 4 untergebracht.
[0026] An eine der Elektroden 16 oder 17 wird der Pluspol und an die andere Elektrode der
Minuspol angeschlossen, so dass eine Reduktion bzw. eine Oxidation jeweils stattfinden
kann, die dann einerseits zu einem Freiwerden von Wasserstoff in zweiatomiger Form
und zu Sauerstoff ebenfalls in zweiatomiger Form führt. Über die Gasröhren 20 und
21 gelangen dann diese Gase aus dem Gefäß 18 nach außen, wobei am Gasrohr 20 sich
ein Ventil 15 befindet, das von der Steuerung 13 gesteuert wird und an dem Gasrohr
21 sich ein Ventil 14 befindet, das ebenfalls von der Steuerung 13 gesteuert wird.
Der freiwerdende Sauerstoff kann einfach in die Atmosphäre ausgegeben werden, während
der freiwerdende Wasserstoff als Prüfgas in den Prüftopf 3 geleitet wird. Diese Vorrichtung
zur Elektrolyse wird in dem Gehäuse 4 anstatt der Gasflasche 10 untergebracht. Sie
hat den Vorteil, dass Wasserstoff nicht gelagert werden muß, sondern bei Bedarf produziert
wird.
[0027] In Figur 5 ist das erfindungsgemäße Verfahren als Flußdiagramm dargestellt. In Verfahrensschritt
22 wird die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Überprüfung des Brandmelders über den
Brandmelder 2 gestülpt. Der Brandmelder 2 wird dabei in einen Prüfmodus geschaltet,
entweder durch die Prüfvorrichtung, die einen magnetischen Schalter beim Darüberstülpen
betätigt, oder durch die Zentrale, die für den Prüfvorgang alle zu überprüfenden Melder
in den Prüfmodus versetzt. Dafür weist der Brandmelder 2 einen Kommunikationsbaustein
und einen Prozessor auf, um Daten von der Zentrale zu empfangen und zu interpretieren.
Der Kommunikationsbaustein wird dann auch dazu verwendet, die Messergebnisse wieder
zur Zentrale zu übertragen.
[0028] In Verfahrensschritt 23 wird dann der eigentliche Funktionstest wie oben dargestellt
durchgeführt. Dabei wird sowohl das Aerosol für den Funktionstest des Rauchmelders
27 als auch ein Prüfgas zum Funktionstest des Gassensors 26 eingesetzt und es werden
die Signalisierungssignale des Brandmelders 2 überprüft, ob die Funktionsfähigkeit
noch gegeben ist. Gegebenenfalls kann hier auch ein vorhandener Temperatursensor 25
in der oben beschriebenen Weise getestet werden. Der Brandmelder 2 kann dabei mit
einer Zentrale über einen Bus oder eine Leitung verbunden sein, um diese Meßergebnisse
an die Zentrale weiterzuleiten. Alternativ ist es möglich, dass der Brandmelder 2
Mittel zur Signalisierung hat, beipsielsweise eine Anzeige oder einen Lautsprecher.
Über diese Mittel zur Signalisierung werden dann die Funktionsfähigkeiten der einzelnen
Sensoren dargestellt. In Verfahrensschritt 24 werden schließlich diese Meßergebnisse
aufgenommen.
1. Vorrichtung zur Prüfung eines Brandmelders, wobei der Brandmelder (2) einen Rauchmelder
(27) und wenigstens einen Gassensor (26) aufweist, wobei die Vorrichtung einen Prüftopf
(3) aufweist, der über den Brandmelder (2) stülpbar ist, wobei die Vorrichtung eine
erste Gasflasche (9) mit Aerosol zur Funktionsprüfung des Rauchmelders (27) aufweist,
wobei die erste Gasflasche ein erstes Ventil und eine erste Gasaustrittsöffnung (11)
aufweist, wobei die erste Gasaustrittsöffnung (11) in den Prüftopf (3) hineinragt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens ein Prüfgas für den wenigstens einen Gassensor (26) in
dem Prüftopf (3) bereitstellt, wobei die Vorrichtung eine zweite Gasflasche (10) für
das wenigstens eine Prüfgas aufweist, wobei die zweite Gasflasche (10) ein zweites
Ventil (8) aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gasflasche (10) an die erste Gasaustrittsöffnung (11) angeschlossen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Gasflasche (10) eine zweite Gasaustrittsöffnung (12) aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Prüfgas Methanol oder Ethanol ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Elektrolyseeinheit zur Erzeugung von Wasserstoff als dem wenigstens
einen Prüfgases aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektrolyseeinheit eine wässrige Natriumsulfatlösung aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Gasaustrittsöffnung (11) auf einen Temperaturfühler des Brandmelders (2)
gerichtet ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Ventil (7, 8) mechanisch oder elektromechanisch steuerbar
sind.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Ansteuereinheit (6) aufweist, die das erste und/oder zweite
Ventil (7, 8) ansteuert.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste und/oder zweite Gasflasche (9, 10) als Spraydose ausgebildet sind.
11. Verfahren zur Prüfung von einem Brandmelder, wobei eine Funktionsprüfung eines Rauchmelders
des Brandmelders (2) mit einem Aerosol durchgeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass gemeinsam zur Funktionsprüfung des Rauchmelders eine Funktionsprüfung wenigstens
eines Gassensors des Brandmelders (2) mit wenigstens einem Prüfgas durchgeführt wird,
wobei das Aerosol für den Rauchmelder und das Prüfgas für den wenigstens einen Gassensor
in getrennten Gasflaschen in einer Vorrichtung zur Prüfung des Brandmelders vorliegt.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Aerosol und das wenigstens eine Prüfgas entweder gleichzeitig oder direkt nacheinander
auf den Brandmelder (2) angewendet werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12 dadurch gekennzeichnet, dass zur Prüfung des wenigstens einen Gassensors (26) Wasserstoff verwendet wird, der
mittels Elektrolyse gewonnen wird.
14. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass zur Prüfung des wenigstens einen Gassensors Methanol oder Ethanol verwendet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass ein Temperatursensor des Brandmelders (2) durch eine Temperaturabsenkung durch das
auf den Temperatursensor gesprühte Aerosol und/oder das wenigstens eine Prüfgas einer
Funktionsprüfung unterzogen wird.
1. Device for testing a fire detector, the fire detector (2) having a smoke detector
(27) and at least one gas sensor (26), the device having a testing cup (3), which
can be fitted over the fire detector (2), the device having a first gas cylinder (9)
with aerosol for functionally testing the smoke detector (27), the first gas cylinder
having a first valve and a first gas outlet opening (11), the first gas outlet opening
(11) protruding into the testing cup (3), characterized in that the device provides at least one test gas for the at least one gas sensor (26) in
the testing cup (3), the device having a second gas cylinder (10) for the at least
one test gas, the second gas cylinder (10) having a second valve (8).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the second gas cylinder (10) is connected to the first gas outlet opening (11).
3. Device according to Claim 1, characterized in that the second gas cylinder (10) has a second gas outlet opening (12).
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one test gas is methanol or ethanol.
5. Device according to Claim 1, characterized in that the device has an electrolysis unit for producing hydrogen as the at least one test
gas.
6. Device according to Claim 5, characterized in that the electrolysis unit has an aqueous sodium sulphate solution.
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the first gas outlet opening (11) is directed at a temperature sensor of the fire
detector (2).
8. Device according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the first and second valves (7, 8) are mechanically or electromechanically controllable.
9. Device according to Claim 8, characterized in that the device has an activating unit (6), which activates the first and/or second valve
(7, 8).
10. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the first and/or second gas cylinder (9, 10) is/are formed as a spray can.
11. Method for testing a fire detector, a functional test of a smoke detector of the fire
detector (2) being carried out with an aerosol, characterized in that, together with the functional testing of the smoke detector, a functional testing
of at least one gas sensor of the fire detector (2) is carried out with at least one
test gas, the aerosol for the smoke detector and the test gas for the at least one
gas sensor being in separate gas cylinders in a device for testing the fire detector.
12. Method according to Claim 11, characterized in that the aerosol and the at least one test gas are used on the fire detector (2) either
simultaneously or one directly after the other.
13. Method according to Claim 11 or 12, characterized in that hydrogen which is obtained by means of electrolysis is used for the testing of the
at least one gas sensor (26).
14. Method according to Claim 11 or 12, characterized in that methanol or ethanol is used for the testing of the at least one gas sensor.
15. Method according to one of Claims 11 to 14, characterized in that a temperature sensor of the fire detector (2) is subjected to a functional test by
a lowering of the temperature by the aerosol sprayed onto the temperature sensor and/or
the at least one test gas.
1. Dispositif pour contrôler un avertisseur d'incendie (2), lequel présente un avertisseur
de fumée (27) et au moins un détecteur de gaz (26), ce dispositif présente en outre
un godet de contrôle (3) pouvant être retourné par dessus l'avertisseur d'incendie
(2), et une première bouteille de gaz (9) contenant un aérosol pour le contrôle du
fonctionnement de l'avertisseur de fumée (27), cette première bouteille de gaz comportant
une première soupape et une première ouverture de sortie de gaz (11), engagée dans
le godet de contrôle (3),
caractérisé en ce que
le dispositif prépare au moins un gaz de contrôle pour l'au moins un détecteur de
gaz (26) contenu dans le godet de contrôle (3), et il présente une deuxième bouteille
de gaz (10) comportant une deuxième soupape (8) pour l'au moins un gaz de contrôle.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la deuxième bouteille de gaz (10) est raccordée à la première ouverture de sortie
de gaz (11).
3. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la deuxième bouteille de gaz (10) présente une deuxième ouverture de sortie de gaz
(12).
4. Dispositif selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
au moins un gaz de contrôle est du méthanol ou de l'éthanol.
5. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le dispositif présente une unité d'électrolyse destinée à produire de l'hydrogène
comme au moins un gaz de contrôle.
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
l'unité d'électrolyse contient une solution aqueuse de sulfate de sodium.
7. Dispositif selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la première ouverture de sortie de gaz (11) est dirigée vers un capteur de température
de l'avertisseur d'incendie (2).
8. Dispositif selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
les première et deuxième soupapes (7, 8) peuvent être commandées par voie mécanique
ou électromécanique.
9. Dispositif selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
le dispositif présente une unité de commande (6) pour la première et/ou la deuxième
soupape (7, 8).
10. Dispositif selon une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les première et deuxième bouteilles de gaz (9, 10) sont des bombes à jet pulvérisé.
11. Procédé de contrôle d'un avertisseur d'incendie, selon lequel le contrôle du fonctionnement
d'un avertisseur de fumée de l'avertisseur d'incendie (2) est effectué avec un aérosol,
caractérisé en ce que
conjointement avec le contrôle du fonctionnement de l'avertisseur de fumée, on effectue
un contrôle de fonctionnement d'au moins un détecteur de gaz de l'avertisseur d'incendie
(2) à l'aide d'au moins un gaz de contrôle, et l'aérosol pour l'avertisseur de fumée
ainsi que le gaz de contrôle du détecteur de gaz sont contenus dans des bouteilles
de gaz séparées à l'intérieur d'un dispositif de contrôle de l'avertisseur d'incendie.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
l'aérosol et le gaz de contrôle sont projetés sur l'avertisseur d'incendie (2), soit
simultanément, soit immédiatement l'un à la suite de l'autre.
13. Procédé selon la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce que
pour le contrôle du détecteur de gaz (26), on utilise de l'hydrogène préparé par électrolyse.
14. Procédé selon la revendication 11 ou 12,
caractérisé en ce que
pour le contrôle du détecteur de gaz, on utilise du méthanol ou de l'éthanol.
15. Procédé selon les revendications 11 à 14,
caractérisé en ce qu'
on soumet un capteur de température de l'avertisseur d'incendie (2) à un contrôle
de fonctionnement en abaissant la température à l'aide de l'aérosol pulvérisé sur
le capteur de température et/ou du gaz de contrôle.