[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Minimieren
der Auswirkungen des Fan-Out-Effektes der Bahn in einer Rollenrotationsdruckmaschine
gemäß dem Oberbegriff der Ansprüche 1, 8 und 12.
[0002] Eine Rollenrotations-Offsetdruckmaschine druckt typischerweise vier Farben auf eine
Bahn aus Material wie beispielsweise Papier. Während die Bahn Gummituchzylinder der
Druckwerke passiert, wird sie feucht, was zu einer Dehnung der Bahn führen kann. Die
Dehnung der Bahn in Querrichtung, d.h. in axiale Richtung der Druckzylinder, wird
auch als Fan-Out oder "Breiterdrucken" der Bahn bezeichnet. Wenn Fan-Out auftritt,
werden dadurch der Aufdruck bzw. die Druckbilder auf der Bahn ein wenig gedehnt, während
die Bahn das erste Druckwerk durchläuft. Das zweite Druckwerk muss bezüglich der Druckbilder
bzw. des Aufdrucks auf der Bahn korrekt registriert, d.h. ausgerichtet sein, damit
beispielsweise eine zweite Farbe wie gewünscht registerhaltig auf ein Druckbild aufgetragen
wird, das bereits von dem ersten Druckwerk gedruckt wurde.
[0003] Da das vom ersten Druckwerk gedruckte Bild einem Fan-Out unterliegt, sind beim Fehlen
von Gegenmaßnahmen das zweite und folgende Druckwerke nicht korrekt aufeinander ausgerichtet
sind, was zu einer Passerdifferenz des Druckbildes führt.
[0004] Für manche Druckanwendungen werden sog. Mehrplatten-Plattenzylinder verwendet, auf
die mehrere axial voneinander beabstandete Druckplatten aufgebracht sein können. Zur
korrekten Ausrichtung jeder Druckplatte können die Platten unabhängig voneinander
bewegbar sein.
[0005] US 4,207,815 offenbart einen Zweiplatten-Plattenzylinder. Eine Platte liegt an einem
Abschnitt mit großem Durchmesser an und eine andere Platte liegt an einer drehbaren
und axial bezüglich des Abschnitts mit großem Durchmesser bewegbaren Hülse an. Die
Hülse ist an einer gestuften Welle befestigt. Zum Einstellen des Axial- und Umfangsregisters
der Platten ist eine Schrägverzahnung vorgesehen. Diese Anordnung erfordert einen
komplizierten Plattenzylinder mit doppeltem Durchmesser und eine komplizierte Verzahnung
und ist zudem nur bei einer Zweiplatten-Konfiguration anwendbar.
[0006] Die in der erwähnten Schrift beschriebene Vorrichtung weist auch den Nachteil auf,
dass keine Sensoren vorhanden sind, um die unterschiedlichen Abschnitte der Bahn abzutasten,
z.B. die Vorder- und Rückseite der Bahn. Die Vorrichtung hat außerdem den Nachteil,
dass ein komplexer Schrägverzahnungsmechanismus die Umfangs- und Seitenverstellung
der Hülse kontrolliert und die Vorrichtung daher schwieriger und zeitaufwendiger zu
reparieren und zu warten ist.
[0007] US 5,383,393 offenbart eine Mehrfarben-Rollenrotations-Offsetdruckmaschine, welche
eine Vielzahl von entlang einer Lauflinie einer Papierbahn angeordneten Druckabschnitten,
eine Vielzahl von Registereinstellungsvorrichtungen, eine Papierspannvorrichtung und
eine Vielzahl von Breiteneinstellungsvorrichtungen umfasst. Jeder der Druckabschnitte
umfasst ferner wenigstens einen unterteilten Plattenzylinder, wobei jeder unterteilte
Abschnitt desselben selbständig in Axialrichtung und/oder in Umfangsrichtung bewegt
wird. Die Schrift offenbart ferner eine jeweils mit den einzelnen der unterteilten
Plattenzylinder in den Druckabschnitten mechanisch verbundene Registereinstellungsvorrichtung.
Die offenbarte Vorrichtung umfasst ferner einen Verstellmechanismus zum Bewegen der
unterteilten Abschnitte in Reaktion auf die an einen Sensor zum Erfassen der von jedem
der Druckabschnitte auf die Papierbahn gedruckten Linien und Bilder angeschlossene
Steuerungseinheit.
[0008] Die in US 5,383,393 beschriebene Vorrichtung weist den Nachteil auf, dass es nicht
mehrere Sensor zum Abtasten der Bahn an unterschiedlichen Stellen gibt, weshalb eine
Bestimmung des Fan-Out unterbleibt. Ferner hat die Vorrichtung keine dritte Hülse,
wodurch die Fähigkeit zur Angleichung an unterschiedliche Fan-Out-Breiten der Bahn
begrenzt ist. Die Vorrichtung weist auch den Nachteil auf, dass zur Kompensation des
Fan-Out die Breite der Bahn und nicht die Verschiebung der Druckplatten verändert
wird. Die Veränderung der Breite der Bahn kann zur Folge haben, dass das Verfahren
nicht für alle Papierarten gleich gut funktioniert. Ferner erscheint die Vorrichtung
zur Angleichung der Bahnbreite kompliziert.
[0009] Demgemäss ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Druckplattenzylinder
oder Druckzylinder sowie ein Verfahren zu schaffen, mit welchen sich der Fan-Out-Effekt
in einer Rotationsdruckmaschine wirkungsvoll reduzieren lässt.
[0010] Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Rollenrotationsdruckmaschine
bereitzustellen, die einen reduzierten Fan-Out-Effekt aufweist.
[0011] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäße durch die Merkmale der Ansprüche 1, 8 und 12
gelöst.
Weitere Merkmale der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten.
[0012] Ein erfindungsgemäßer Druckzylinder umfasst wenigstens einen ein Ausgabesignal erzeugenden
Fan-Out-Sensor zum Abtasten einer Bahn, einen ersten drehbaren Abschnitt mit einer
mittleren Druck- oder Druckbildfläche auf der Oberfläche, und einem ersten und einem
zweiten Ende, eine erste Hülse, welche um den Umfang des ersten Endes herum angeordnet
ist, und eine zweite Hülse, welche um den Umfang des zweiten Endes herum angeordnet
ist, wobei die erste und zweite Hülse auf ihren Oberflächen Druckflächen oder Druckbildflächen
aufweisen und bezüglich der mittleren Druckfläche in Abhängigkeit vom ermittelten
Fan-Out-Signal des Sensors bewegbar sind, in der Weise, dass der vom Sensor bestimmte
Wert für den jeweiligen Fan-Out bzw. die Abweichung des bestimmten Wertes von einem
vorgegebenen Wert minimal ist.
[0013] Indem die erste und zweite Hülse axial bezüglich der mittleren Druckfläche der vorliegenden
Erfindung bewegbar sind, können genauere Verstellungen der Druckfläche zum Minimieren
von Druckfehlern vorgenommen werden, die durch das Breiterdrucken, den Fan-Out-Effekt
der Bahn verursacht werden.
[0014] Auf die mittlere Druckfläche kann jeweils eine Druckplatte und auf die beiden seitlich
daneben angeordneten Hülsen können jeweils zwei Druckplatten aufgebracht sein.
[0015] Im Speziellen können die erste und zweite Hülse bei Auftreten von Fan-Out axial von
der mittleren Druckfläche weg oder zu dieser hin bewegt werden. Wenngleich diese Bewegung
die durch Fan-Out hervorgerufenen Probleme auch nicht gänzlich korrigiert, kann sie
die Auswirkungen von Fan-Out jedoch erheblich reduzieren, insbesondere z. B. dann,
wenn die erfindungsgemäße Vorrichtung bei Zeitungen verwendet wird, bei denen eine
Vielzahl von Zeitungsseiten über die Breite der Bahn hinweg angeordnet ist.
[0016] Vorzugsweise sind zwei Fan-Out-Sensoren auf einer Seite der Bahn vorgesehen. Die
Sensoren befinden sich vorzugsweise in der Nähe der Kanten der Bahn, können jedoch
auch in einem unbedruckten Bereich, vorzugsweise nahe der Mitte der Hülse, angeordnet
sein.
[0017] Außerdem ist vorzugsweise wenigstens ein Registersensor zur korrekten Gesamtregistereinstellung
vorgesehen. Insbesondere können in vorteilhafter Weise zwei in der Mitte der Bahn
befindliche Registersensoren verwendet werden, wobei vorzugsweise ein erster Registersensor
auf einer ersten Seite der Bahn und ein zweiter Registersensor auf einer zweiten Seite
der Bahn angeordnet ist.
[0018] Die mittlere Druckfläche und die erste und zweite Hülse können durch einen Laser
beschreibbar sein. Laserbeschreibbare Hülsen bieten den Vorteil, dass ein gewünschtes
Druckbild verändert werden kann, ohne dass ein Abschnitt der Hülse mechanisch entfernt
oder auf das Löschen und Neuschreiben des Druckbildes gewartet werden muss, und daher
die Maschinenstillstandszeit verringert werden kann.
[0019] Die mittlere Druckfläche und die erste und zweite Hülse können ferner jeweils auch
einen Spalt oder einen Kanal zum Einsetzen einer Druckplatte umfassen. Das Vorsehen
eines Spalts hat den Vorteil, dass ein Wechsel zu dem gewünschten Druckbild vorgenommen
werden kann, indem zuerst die vorhandene Druckplatte entfernt und dann die vorhandene
Platte verändert und wieder eingesetzt werden kann oder eine Platte mit einem unterschiedlichen
Druckbild hinzugefügt wird, was insbesondere für den so genannten Eindruckbetrieb
von großem Vorteil ist.
[0020] Eine erfindungsgemäße Druckmaschine umfasst wenigstens einen ersten Sensor zum Abtasten
von Registermarken, wenigstens einen zweiten Sensor zum Ermitteln des Fan-Outs und
einen drehbaren Zylinder mit einem axial bezüglich eines zweiten Abschnitts verstellbaren
ersten Abschnitt.
[0021] Mit dem ersten und zweiten Sensor kann das Ausmaß des Fan-Out automatisch ermittelt
und können die Auswirkungen des Fan-Out durch axiale Verstellung des ersten und zweiten
Abschnitts kompensiert werden. Die Verstellung bietet den Vorteil eines effizienteren
Druckens.
[0022] Der erste Sensor oder die ersten Sensoren erfassen vorzugsweise durch die mittlere
Bildfläche gedruckte Registermarken und der zweite Sensor erfasst durch die Hülsen
auf die Bahn gedruckte Fan-Out-Marken.
[0023] Der oder die zweiten Sensoren können Fotozellendetektoren oder Videodetektoren umfassen.
Die Fotozellen- oder Videodetektoren ermöglichen einen Vergleich der Lage eines Druckbilds
mit der Lage eines zuvor gedruckten weiteren Druckbilds. Auf diese Weise kann das
Ausmaß des Fan-Out ohne Verwendung von Marken auf der Bahn ermittelt werden. Jedoch
wird die Verwendung von Fan-Out-Marken auf der Bahn, wie beispielsweise Passkreuze,
bevorzugt.
[0024] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Korrigieren des Fan-Out in einer Rollenrotationsdruckmaschine
umfasst die folgenden Schritte:
Abtasten von Registermarken zur gesamten Umfangs- und/oder Seitenregistereinstellung
eines Druckzylinders; Abtasten eines Abschnitts der Bahn, der keine Registermarken
enthält, zum Bereitstellen von Fan-Out-Informationen, und Verändern einer lateralen
Position eines ersten Teils des Druckzylinders bezüglich eines zweiten Teils des Druckzylinders
in Abhängigkeit von der Fan-Out-Information derart, dass der Fan-Out der Bahn minimiert
wird.
[0025] Vorzugsweise ist der erste Teil des Druckzylinders eine Hülse und der zweite Teil
des Druckzylinders eine ein Druckbild tragende Bildfläche eines Zylinders, wobei die
Hülse zum Minimieren des Fan-Out-Effekts axial bewegt werden kann.
[0026] Die Hülsen können in einer Weise ähnlich der in der US-Patentanmeldung Nr. 09/627,639
beschriebenen Weise bewegt werden.
[0027] Die Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit den beigefügten, nachstehend aufgeführten
Zeichnungen näher erläutert.
[0028] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine vereinfachte schematische Querschnittsansicht des Druckzylinders;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht eines Druckwerks einer Offsetdruckmaschine, welches einen
ersten Druckzylinder und einen zweiten Druckzylinder umfasst, und
- Fig. 3
- ein Druckwerk in Seitenansicht gemäß der vorliegenden Erfindung.
[0029] Fig. 1 zeigt eine vereinfachte schematische Ansicht eines Druckzylinders 1 mit einer
mittleren Druckbildfläche 2, einem ersten Ende 4 und einem zweiten Ende 6. Eine erste
Hülse 8 ist um den Umfang des ersten Endes 4 herum angeordnet, und eine zweite Hülse
10 ist um den Umfang des zweiten Endes 6 herum angeordnet. Die erste Hülse 8 und die
zweite Hülse 10 sind drehfest am ersten Ende 4 bzw. am zweiten Ende 6 angebracht,
beispielsweise durch Flansche 14. Die erste Hülse 8 und die zweite Hülse 10 sind jedoch
beide axial bezüglich der mittleren Druckbildfläche 2 verschiebbar. Bei einer bevorzugten
Ausführungsform befindet sich ein in einer radial tiefer liegenden Aussparung des
Endes 4 drehbarer und in axiale Richtung verschiebbarer Arm 15 in einer axial festen,
aber bezüglich eines Zahnrads 19 durch ein nicht näher dargestelltes Lager drehentkoppelten
Position, wobei sich das Zahnrad 19 normalerweise mit einer Antriebswelle 21 des Zylinders
2 dreht. Das Zahnrad 19 wird über ein Gewinde auf der Antriebswelle 21 gehalten, in
der Weise, dass es sich bei einer Drehung zwischen Zahnrad 19 und Antriebswelle 21
axial bezüglich des Zylinders 2 und der Antriebswelle 21 bewegt, wenn eine Fan-Out-Registereinstellungsvorrichtung
17 für die erste Hülse 8 betätigt wird. Das Zahnrad 19 steht an einem Außenabschnitt
mit einem Zahnrad 27 im Eingriff, welches durch eine Kupplung 25 mit einem Stellmotor
23 der Vorrichtung 17 verbunden ist. Um das Zahnrad 19 axial auf der Welle 21 zu bewegen,
wird die Kupplung 25 eingerückt oder geschlossen und der Motor 23 dreht das Zahnrad
27, um das Zahnrad 19 bezüglich der Welle 21 axial zu bewegen. Diese Bewegung zieht
oder schiebt den Flansch 14, und dadurch die Hülse 8, axial bezüglich des mittleren
Druckbildabschnitts 2. Die Kupplung 25 wird anschließend ausgerückt, so dass sich
das Zahnrad 19 und die Welle 21 z.B. aufgrund von Reibung wieder zusammen drehen.
Alternativ kann eine weitere Kupplung vorgesehen sein, um das Zahnrad 19 und Welle
21 wahlweise zusammen zu arretieren oder drehfest miteinander zu koppeln.
[0030] Ein Gesamtregister-Stellmotor 29 kann vorzugsweise den gesamten Zylinder 2 axial
und in Umfangsrichtung in einer herkömmlichen Weise bewegen. Wenn das Gesamtregister
eingestellt wird, wird die Kupplung 25 ausgerückt und das Zahnrad 27 ist axial bezüglich
des Zahnrads 19 verschiebbar.
[0031] Die zweite Hülse 10 kann eine ähnliche Vorrichtung wie die Fan-Out-Registereinstellungsvorrichtung
17 aufweisen.
[0032] Alternativ können die erste Hülse 8 und die zweite Hülse 10 axial durch Flansche
bewegt werden, wie es in der US-Patentanmeldung Nr. 09/627,639 beschrieben ist.
[0033] Durch die Drehung des Druckzylinders 2 werden die erste Hülse 8 und die zweite Hülse
10 durch die Flansche 14 oder durch andere Stützvorrichtungen, die auch die erste
Hülse 8 und die zweite Hülse 10 bezüglich des Druckzylinders 2 stabilisieren, gedreht.
Die erste Hülse 8 und die zweite Hülse 10 umfassen jeweils eine Vielzahl von Spalten
oder Kanälen 16 zum Einsetzen von Platten, damit vorbebilderte Platten angebracht
werden können. Alternativ könnten die erste Hülse 8 und die zweite Hülse 10 auch direkt
laserbeschreibbar oder mit einem laserbeschreibbaren Material beschichtet sein.
[0034] Fig. 2 und Fig. 3 zeigen ein Druckwerk 60 einer Offsetdruckmaschine, welche in gleicher
Weise ein erstes Druckwerk 58 aufweist. Das Druckwerk 60 umfasst einen ersten Druckzylinder
20 und einen zweiten Druckzylinder 22, die jeweils ähnlich des in Fig. 1 beschriebenen
Druckzylinders 1 ausgebildet sind. Ein Druckbild wird von dem ersten Druckzylinder
20 auf einen ersten Gummituchzylinder 24 übertragen, um eine erste Fläche 41 einer
Bahn 28 zu bedrucken. Ein weiteres Druckbild wird von dem zweiten Druckzylinder 22
auf einen zweiten Gummituchzylinder 26 übertragen, um eine zweite Fläche 42 der Bahn
28 zu bedrucken. Eine Vielzahl erster Sensoren 30 überwacht das Axial- und Umfangsregister
für die Bahn 28 durch Abtasten von Marken auf der Bahn 28. Eine Vielzahl zweiter Sensoren
32 tastet zusätzliche Marken ab, die Rückschlüsse auf den Fan-Out der Bahn 28 an den
Kantenbereichen 43 und 44 der Bahn ermöglichen. Die durch die ersten Sensoren 30 und
die zweiten Sensoren 32 erhaltenen Daten werden zum axialen Bewegen einer ersten Hülse
34, einer zweiten Hülse 36, einer dritten Hülse 38 und einer vierten Hülse 40 zum
Justieren der Druckfläche verwendet, um die durch den Fan-Out der Bahn 28 verursachten
Druckfehler zu minimieren.
[0035] Zum Korrigieren des Fan-Out in einer Rollenrotationsdruckmaschine, z. B. in der in
Fig. 3 beschriebenen Druckmaschine, liefern die Sensoren 32 Informationen bezüglich
des durch das erste Druckwerk 58 verursachten Fan-Out. Wenn sich die Fan-Out-Registermarken
aufgrund von Fan-Out nach außen bewegt haben, können die Hülsen 38, 40 und 34, 36
durch jeweilige Fan-Out-Registereinstellungsvorrichtungen bezüglich der mittleren
Druckbildflächen nach außen bewegt werden, um den Fan-Out zu minimieren. Wenn die
Fan-Out-Marken sich beispielsweise um 1 mm verschoben haben, können die Hülsen 0,5
mm nach außen bewegt werden. Die Sensoren 32 können dabei eine automatische Rückmeldung
an eine Steuerungseinrichtung bereitstellen, die die Fan-Out-Registereinstellungsvorrichtungen
17 steuert.
[0036] Während die vorliegende Erfindung mit dem vorteilhaften Merkmal offenbart wurde,
dass die Sensoren die Registereinstellungsvorrichtungen automatisch steuern, könnte
auch ein Bediener die Fan-Out-Einstellung manuell durchführen.
LISTE DER BEZUGSZEICHEN
[0037]
- 1
- Druckzylinder
- 2
- Druckbildfläche
- 4
- erstes Ende
- 6
- zweites Ende
- 8
- erste Hülse
- 10
- zweite Hülse
- 14
- Flansch
- 15
- Arm
- 16
- Spalt
- 17
- Fan-Out-Registereinstellungsvorrichtung
- 19
- Zahnrad
- 20
- erster Druckzylinder
- 21
- Antriebswelle
- 22
- zweiter Druckzylinder
- 23
- Stellmotor
- 24
- erster Gummituchzylinder
- 25
- Kupplung
- 26
- zweiter Gummituchzylinder
- 27
- Zahnrad
- 28
- Bahn
- 29
- Gesamtregisterstellmotor
- 30
- erste Sensoren
- 32
- zweite Sensoren
- 34
- erste Hülse
- 36
- zweite Hülse
- 38
- dritte Hülse
- 40
- vierte Hülse
- 41
- erste Fläche
- 42
- zweite Fläche
- 43
- Kantenbereich
- 44
- Kantenbereich
- 58
- erstes Druckwerk
- 60
- Druckwerk
1. Druckplattenzylinder (1, 20, 22) mit einem ersten Ende (4) und einem zweiten Ende
(6) sowie einem ersten, eine mittlere Druckbildfläche aufweisenden ersten Abschnitt,
der einen gegenüber dem ersten Ende (4) und dem zweiten Ende (6) erweiterte Radius
aufweist, sowie mit einer um das erste Ende (4) herum angeordneten, eine erste Druckbildfläche
aufweisenden Hülse (8),
dadurch gekennzeichnet,
dass um das zweite Ende (6) herum eine zweite, eine zweite Druckbildfläche aufweisende
Hülse (10) angeordnet ist, und dass die erste Hülse (8) und die zweite Hülse (10)
bezüglich der mittleren Druckbildfläche zu Reduzierung des Fan-Out-Effekts einer durch
den Druckzylinder (1, 20, 22) bedruckten Bahn (28) in axialer Richtung verfahrbar
sind.
2. Druckplattenzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und zweite Hülse (8, 10) laserbeschreibbar oder elektrisch beschreibbar
sind.
3. Druckplattenzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste und zweite Hülse (8, 10) jeweils einen Spalt (16) zur Aufnahme der Vorderkante
und/oder der Hinterkante einer Druckplatte umfassen.
4. Druckplattenzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Fan-Out-Sensor (32) zum Ermitteln des Fan-Out der Bahn (28) vorgesehen ist.
5. Druckplattenzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Fan-Out-Registereinstellungsvorrichtung (17) vorgesehen ist, die zum axialen
Bewegen der ersten Hülse (8) bezüglich der mittleren Druckbildfläche (2) auf die erste
Hülse (8) wirkt.
6. Druckplattenzylinder nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ferner eine Gesamtregistereinstellungsvorrichtung (29) zum Verfahren des Druckzylinders
(1, 20, 22) in Umfangsrichtung und/oder in lateraler Richtung vorgesehen ist.
7. Rollenrotationsdruckmaschine mit einem Druckplattenzylinder (1, 20, 22), welcher relativ
zueinander verfahrbare Druckbildflächen (2, 8, 10) sowie einen ersten Sensor (30)
zum Abtasten von Registermarken und einen ein Fan-Out-Ausgangssignal liefernden zweiten
Sensor (32) zur Bestimmung des Fan-Out-Effekts einer in der Druckmaschine bedruckten
Materialbahn (28) umfasst, wobei die Druckbildflächen in Abhängigkeit von den Ausgangssignalen
des zweiten Sensors (32) relativ zueinander verfahren werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Druckmaschinenzylinder (1, 20, 22) durch einen Druckmaschinenzylinder (1, 20,
22) nach einem der vorhergehenden Ansprüche gebildet ist.
8. Druckmaschine nach Anspruch 5 und 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fan-Out-Registereinstellvorrichtung (17) ein Eingangssignal erhält, welches eine
Funktion des Ausgangssignals des zweiten Sensors (32) ist.
9. Verfahren zum Korrigieren von Fan-Out in einer Rollenrotationsdruckmaschine, welches
die folgenden Schritte umfasst:
Abtasten von Registermarken zum Bereitstellen von Gesamtregistereinstellungen an einem
Druckplattenzylinder (1, 20, 22);
Abtasten eines Abschnitts der Bahn (28), der keine Registermarken enthält, zum Bereitstellen
von Fan-Out-Informationen, und
Verändern einer axialen Position eines ersten Teils (4) des Druckplattenzylinders
(1, 20, 22) bezüglich eines zweiten Teils (2) des Druckplattenzylinders entsprechend
den Fan-Out-Informationen in der Weise, dass der Fan-Out einer in der Rollenrotationsdruckmaschine
bedruckten Materialbahn (28) minimiert wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Abtasten ein Abtasten von Fan-Out-Marken auf einer Oberfläche der Bahn (28) umfasst.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verändern einer axialen Position eines ersten Teils (4) des Druckplattenzylinders
ein Bewegen des ersten Teils (4) mittels einer Fan-Out-Registereinstellungsvorrichtung
(17) umfasst.