[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Aufzugsanlage mit Mehrfachkabine
mittels welcher Mehrfachkabine mit einem Halt mehrere Stockwerke gleichzeitig bedienbar
sind, wobei die Fahraufträge der Aufzugskabine zugeteilt werden.
[0002] Aus der Patentschrift EP 0 459 169 ist eine Zielrufsteuerung für eine Aufzugsanlage
mit Mehrfachkabinen bekannt geworden, wobei ein Ruf unmittelbar nach der Eingabe zugeteilt
wird und der zugeteilte Aufzug und die Lage der Aufzugskabine auf einem Anzeigefeld
der betätigten Rufregistriereinrichtung angezeigt wird. Jedem Kabinendeck ist ein
Rufspeicher zugeordnet, in dem die auf der Haupthaltestelle eingegebenen, die Zielstockwerke
kennzeichnenden Rufe gespeichert sind. Ein Schaltkreis steht eingangsseitig derart
mit den Rufspeichern in Verbindung, dass in Abhängigkeit eines zugeteilten Rufes die
betreffende Mehrfachkabine als an gerad-/ungeradzahligen oder ungerad-/geradzahligen
Stockwerkpaaren haltend festgelegt wird. Ausgangsseitig ist der Schaltkreis über eine
Schalteinrichtung mit einer Vergleichseinrichtung verbunden, so dass in Abhängigkeit
eines weiteren, noch zuzuteilenden Rufes entweder die an gerad-/ungeradzahligen oder
die an ungerad-/geradzahligen Stockwerkpaaren haltenden Mehrfachkabinen nicht am Vergleichs-
und Zuteilungsverfahren teilnehmen können.
[0003] Ein Nachteil der bekannten Einrichtung liegt darin, dass die Route der Mehrfachkabine
bereits auf der Haupthaltestelle durch die Zuteilung der gerad-/ungeradzahligen bzw.
der ungerad-/geradzahligen Stockwerke eingeschränkt wird, was wiederum die Förderkapazität
der Aufzugsanlage beeinträchtigt.
[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet
ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und ein
Verfahren zur Steuerung einer Aufzugsanlage mit Mehrfachkabinen anzugeben, bei welcher
Steuerung die Zuteilung der Kabinendecks die Leistungsfähigkeit der Aufzugsanlage
verbessert.
[0005] Die Zielrufsteuerung bietet mit der Rufeingabe auf dem Stockwerk und mit der Kenntnis
des Zielstockwerkes für jeden Passagier eine sehr wichtige Information, die für die
Auswahl des optimalen Aufzuges von erstrangiger Bedeutung ist. Die Erfahrungen bei
Aufzugsanlagen mit Mehrfachkabinen und Simulationen zeigen auf, dass es bei Aufzugsanlagen
mit Mehrfachkabinen sehr wichtig ist, die Anzahl Halte der Mehrfachkabinen zu minimieren.
Dies kann nur erreicht werden, wenn die Zuteilung der Kabinendecks bis zum letztmöglichen
Zeitpunkt veränderbar ist. Für die Benutzer ist es ohne Bedeutung, welches Deck ihn
zum Ziel bringt. Das erfindungsgemässe Verfahren hat eine dynamische Deckzuteilung
zu den einzelnen Zielrufen zum Zweck. Mit dem Verfahren wird die Zuteilung eines jeden
Kabinendecks optimiert anhand der Analyse der Zuteilungen anderer Rufe sowohl am Startstockwerk
und dessen Umgebungsbereich als auch am Zielstockwerk und dessen Umgebungsbereich.
Die durch das erfindungsgemässe Verfahren erreichten Vorteile sind im wesentlichen
darin zu sehen, dass die Anzahl der notwendigen Halte der Aufzugskabine automatisch
minimiert werden. Ausserdem wird verhindert, dass unnötige Überlappungshalte ausgeführt
werden. Ein Überlappungshalt entsteht bei einer Aufzugskabine mit beispielsweise zwei
Kabinendecks, wenn mit zwei Halten nur drei anstatt vier Stockwerke bedient werden.
Die Aufteilung der Stockwerke an mehrere Aufzüge einer Aufzugsgruppe kann optimiert
werden. Beim Zwischenstockwerkverkehr kann jeder der Aufzüge eingesetzt werden, eine
Aufteilung in gerade/ungerade Gruppen oder ungerade/gerade Gruppen ist nicht notwendig.
Durch Angleichen der Auslastung der Kabinendecks oder bei Volllast eines Kabinendecks
können die Benutzer optimal bedient werden. Die Aufzüge können auch für Sonderfahrten
wie beispielsweise VIP Bedienung besser genutzt werden.
[0006] Eine Aufzugsgruppe besteht beispielsweise aus einer Gruppe von sechs Aufzügen A,B,C,D,E,F
mit je einer Mehrfachkabine. Angenommen, dass für einen neuen Zielruf vom Startstockwerk
S zum Zielstockwerk Z der Zuteilungsalgorithmus nach einem bekannten Kostenberechnungsprinzip
für Zielrufsteuerungen den Aufzug B als den kostengünstigsten Aufzug bestimmt. Unmittelbar
danach wird noch das den Fahrauftrag vom Startstockwerk S zum Zielstockwerk Z ausführende
Kabinendeck nach dem erfindungsgemässen Verfahren bestimmt. Im weiteren ist das Verfahren
zur dynamischen Zuteilung der Kabinendecks näher erläutert. Die Deckzuteilung wird
steuerungsintern ohne Information an den Benutzer ausgeführt.
[0007] Anhand der beiliegenden Figuren wird die vorliegende Erfindung am Beispiel einer
Aufzugskabine mit einem unteren Deck und einem oberen Deck näher erläutert.
[0008] Es zeigen:
Fig. 0
eine Übersicht des erfindungsgemässen Deckzuteilungsverfahrens,
Fig. 1
den Teil 1 des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 1 die Deckzuteilung
anhand allgemeiner Kriterien erfolgt,
Fig. 2
den Teil 1A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 1A die Deckzuteilung
anhand vorbestimmter Halte auf dem Startstockwerk erfolgt,
Fig. 3
den Teil 1B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 1B die Deckzuteilung
anhand vorbestimmter Halte auf dem Zielstockwerk erfolgt,
Fig. 4
den Teil 2A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 2A die Deckzuteilung
anhand möglicher Halte auf dem Startstockwerk erfolgt,
Fig. 5
den Teil 2B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 2B die Deckzuteilung
anhand möglicher Halte auf dem Zielstockwerk erfolgt,
Fig. 6
den Teil 3A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 3A die Deckzuteilung
anhand von vorbestimmten durch gebuchte Aussteiger verursachte Positionsüberlappungen
im Bereich des Startstockwerkes erfolgt,
Fig. 7
den Teil 3B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 3B die Deckzuteilung
anhand von vorbestimmten durch gebuchte Aussteiger verursachte Positionsüberlappungen
im Bereich des Zielstockwerkes erfolgt,
Fig. 8
den Teil 4A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 4A die Deckzuteilung
anhand von möglichen durch gebuchte Zusteiger verursachte Positionsüberlappungen im
Bereich des Startstockwerkes erfolgt und
Fig. 9
den Teil 4B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 4B die Deckzuteilung
anhand von möglichen durch gebuchte Zusteiger verursachte Positionsüberlappungen im
Bereich des Zielstockwerkes erfolgt.
[0009] Das im Ausführungsbeispiel gezeigte Verfahren zur Deckzuteilung bezieht sich auf
eine Aufzugskabine mit einem unteren und einem oberen Deck (Doppeldecker), wobei je
Deck eine Lastmesseinrichtung vorgesehen ist. Das Verfahren kann sinngemäss auch auf
Aufzugskabinen mit drei oder mehr Decks angewendet werden.
[0010] Die nachfolgende Legende beschreibt die Bedeutung der im Verfahren verwendeten Abkürzungen
und Begriffe.
- OD
- Oberes Deck der Aufzugskabine.
- UD
- Unteres Deck der Aufzugskabine.
- S
- Startstockwerk (Hier beginnt der Fahrauftrag mit der Eingabe des Zielstockwerkes Z).
- Bereich Startstockwerk
- Bereich umfasst die Nachbarstockwerke S+1, S-1 oder S+1, S+2, S-1, S-2 des Startstockwerkes
S.
- Z
- Zielstockwerk (Hier endet der Fahrauftrag).
- Bereich Zielstockwerk
- Bereich umfasst die Nachbarstockwerke Z+1, Z-1 oder Z+1, Z+2, Z-1, Z-2 des Zielstockwerkes
Z.
- LOD
- Last oberes Deck (Last wird jeweils vor dem Start gemessen und abgespeichert).
- LUD
- Last unteres Deck (Last wird jeweils vor dem Start gemessen und abgespeichert).
- OGLOD
- Obere Grenzlast oberes Deck (Ist als Parameter wählbar).
- OGLUD
- Obere Grenzlast unteres Deck (Ist als Parameter wählbar).
- UGLOD
- Untere Grenzlast oberes Deck (Ist als Parameter wählbar).
- UGLUD
- Untere Grenzlast unteres Deck (Ist als Parameter wählbar).
- PHBR
- Bremsphase der Aufzugskabine (Anhalteweg der Aufzugskabine vor einem Stockwerkhalt).
- PHH
- Halt der Aufzugskabine auf einem Stockwerk.
- SP
- Selektorposition (Der Selektor eilt während der Fahrt der Aufzugskabine voraus und
tastet die kommenden Stockwerke ab).
- SPOD
- Selektorposition oberes Deck.
- SPUD
- Selektorposition unteres Deck.
- Service OD
- Verwendung der Aufzugskabine als Eindeckkabine (Nur das obere Kabinendeck dient als
Transportdeck).
- Service UD
- Verwendung der Aufzugskabine als Eindeckkabine (Nur das untere Kabinendeck dient als
Transportdeck).
- Lastausgleich
- Bestreben nach gleich grosser Last in beiden Decks. Der Lastausgleich ist mittels
Parameter wählbar.
- Vorbestimmter Halt VH
- Durch einsteigende oder sich in der Kabine befindende Passagiere bestimmter, notwendiger
Halt. (Einsteig- oder Aussteighalt). Die Aufzugskabine muss auf diesem Stockwerk mit
dem bestimmten Deck anhalten, weil aufgrund der Ruf- und Deckzuteilung mindestens
ein Passagier ein- oder aussteigt.
- Möglicher Halt MH
- Durch schon gebuchte Passagiere geplanter Halt mit einem geplanten Deck auf einem
Stockwerk. Auf diesem Stockwerk können mindestens ein Zusteiger oder Aussteiger noch
von einem der beiden Kabinendecks bedient werden.
- Umkehrpunkt
- Das tiefste Stockwerk, welches der Aufzug bei einer Abwärtsfahrt mit dem unteren Deck
erreicht bevor der Aufzug die Fahrtrichtung ändert bzw. das höchste Stockwerk, welches
der Aufzug bei einer Aufwärtsfahrt mit dem oberen Deck erreicht, bevor der Aufzug
die Fahrtrichtung ändert.
- Positionsüberlappung
- Eine Positionsüberlappung entsteht bei einer Aufzugskabine mit beispielsweise zwei
Kabinendecks, wenn mit zwei Halten nur drei anstatt vier Stockwerke bedient werden.
- Vorbestimmte Positionsüberlappung
- Drei benachbarte Stockwerke werden mit zwei Halten bedient bedingt durch einen vorbestimmten
Halt. Zusätzliche Positionsüberlappungen werden mit dem erfindungsgemässen Verfahren
vermieden.
- Mögliche Positionsüberlappung
- Drei benachbarte Stockwerke werden mit zwei Halten bedient bedingt durch einen möglichen
Halt. Zusätzliche Positionsüberlappungen werden mit dem erfindungsgemässen Verfahren
vermieden.
- Möglicher Aussteiger
- Für ein bestimmtes Stockwerk ist vorgesehen, dass mindestens ein schon gebuchter Passagier
aussteigen wird, der noch nicht in einem der Decks eingestiegen ist. Die bisherige
Deckzuteilung für diesen Passagier könnte deshalb noch geändert werden. Eine solche
Deckzuteilungsänderung hätte aber eine in der Richtung der Fahrtenplanung rückwärts
wirkende Folgen. Auch für das Einstiegstockwerk dieses Passagiers müsste die bisher
geltende Deckzuteilung geändert werden, wobei dies weitere rückwirkende Änderungen
bei anderen Zuteilungen hervorrufen könnte. Deshalb wird in diesem Fall auf eine Deckzuteilungsänderung
für den möglichen Aussteiger verzichtet und eher eine Positionsüberlappung akzeptiert.
- Möglicher Zusteiger
- Für ein bestimmtes Stockwerk ist vorgesehen, dass mindestens ein schon gebuchter Passagier
zusteigen wird. Die bisherige Deckzuteilung für diesen Passagier könnte deshalb noch
geändert werden. Eine solche Deckzuteilungsänderung würde sich auf dem Zielstockwerk
dieses Passagiers auswirken. Eine solche Deckzuteilungsänderung für das Zielstockwerk
könnte weitere Änderungen der Deckzuteilungen für andere Passagiere im Bereich dieses
Zielstockwerkes zur Folge haben. Diese möglichen Deckzuteilungsänderungen liegen in
der Richtung der Fahrtenplanung nach dem betrachteten Stockwerk. Somit ist die Wahrscheinlichkeit
höher (als bei rückwirkenden Änderungen), dass es weniger Deckzuteilungsänderugen
für andere gebuchte Passagiere bedeuten wird. Deshalb wird eine Umbuchung der Deckzuteilung
bei dem möglichen Zusteiger akzeptiert, wenn dadurch eine Positionsüberlappung verhindert
wird.
[0011] In den nachfolgend gezeigten Flussdiagrammen wird übliche Symbolik verwendet, die
zusammen mit obiger Legende selbstredend ist.
[0012] Fig. 1 zeigt die zu Beginn des erfindungsgemässen Verfahrens durchgeführten Schritte,
nachdem die Bedienung des Zielrufes dem günstigsten Aufzug mit Mehrfachkabine zugeteilt
worden ist. Die Schritte führen zu einer Deckzuteilung anhand allgemeiner Kriterien.
[0013] Falls nur eines der beiden Kabinendecks UD, OD Fahraufträge ausführen soll, wird
der Zielruf bzw. der Fahrauftrag sofort einem der beiden Kabinendecks UD, OD zugeteilt.
Danach wird geprüft, ob die Selektorposition SPUD, SPOD des einen oder anderen Kabinendecks
UD, OD gleich dem Startstockwerk S ist und ob die Aufzugskabine sich in der Bremsphase
PHBR befindet oder einen Halt PHH auf dem Stockwerk einlegt.
[0014] Falls der Parameter Lastausgleich aktiviert ist, wird geprüft, ob die Last LOD, LUD
der Kabinendecks OD, UD grösser bzw. kleiner vorwählbarer Grenzlasten OGLOD, OGLUD,
UGLOD, UGLUD ist, um den Passagier dem weniger beladenen Kabinendeck UD, OD zuzuteilen.
[0015] Fig. 2 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Halte. Vorgängig wird geprüft,
ob die gewünschte Fahrt vom Startstockwerk S nach dem Zielstockwerk Z in Aufwärtsrichtung
(S<Z) ist. Falls die Prüfung N (Nein) ergibt (S>Z) wird das Verfahren analog zu der
in den Figuren 1 bis 9 dargelegten Lösung behandelt. Es werden inhaltlich die gleichen
Abfragen durchgeführt, wobei die Abfragen je nach Fahrtrichtung des Aufzuges zum Startstockwerk
bzw. Zielstockwerk angepasst werden.
[0016] Das nachfolgend dargestellte Verfahren gilt für den Fall, dass die Fahrt vom Startstockwerk
S nach dem Zielstockwerk Z in Aufwärtsrichtung ist und die Aufzugskabine das Startstockwerk
S in Aufwärtsrichtung (SP<S) oder in Abwärtsrichtung (SP>S) anfährt.
[0017] Falls die Prüfung (S<Z) Y (Ja) ergibt, wird anhand der Selektorposition SP geprüft,
ob der Aufzug das Startstockwerk S in Aufwärtsrichtung (SP<S) anfährt. Falls die Prüfung
Y ergibt, betreffen die weiteren Schritte vorbestimmte Halte, die durch einsteigende
oder sich schon in der Aufzugskabine befindende Passagiere für das Stockwerk S-1 oder
das Startstockwerk S bzw. das Startstockwerk S oder das Stockwerk S+1 verursacht werden.
Falls die Prüfung (SP<S) N ergibt (Startstockwerk S wird in Abwärtsrichtung angefahren),
betreffen die weiteren Schritte die Prüfung des Umkehrpunktes. Je nach Prüfungsausgang
in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren
Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.
[0018] Fig. 3 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Halte, die durch einsteigende
oder sich schon in der Aufzugskabine befindende Passagiere für das Stockwerk Z-1 oder
das Zielstockwerk Z bzw. das Zielstockwerk Z oder das Stockwerk Z+1 verursacht werden.
Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem
oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.
[0019] Fig. 4 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Halte, die durch gebuchte aber noch
nicht zugestiegene Passagiere für das Stockwerk S-1 oder das Startstockwerk S bzw.
das Startstockwerk S oder das Stockwerk S+1 verursacht werden. Diese Passagiere können
noch von jedem Kabinendeck OD,UD bedient werden. Falls die Prüfung (SP<S) N ergibt
(Startstockwerk S wird in Abwärtsrichtung angefahren), betreffen die weiteren Schritte
die Prüfung des Umkehrpunktes. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten
wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.
[0020] Fig. 5 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Halte, die durch gebuchte aber noch
nicht ausgestiegene Passagiere für das Stockwerk Z-1 oder das Zielstockwerk Z bzw.
das Zielstockwerk Z oder das Stockwerk Z+1 verursacht werden. Diese Passagiere können
noch von jedem Kabinendeck OD,UD bedient werden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen
Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD
bzw. UD zugeteilt.
[0021] Wenn in den vorhergehenden Teilen 1A, 1B, 2A, 2B keine vorbestimmten Halte und keine
möglichen Halte aufgefunden werden konnten, wird die Suche fortgesetzt, indem nach
Positionsüberlappungen gesucht wird.
[0022] Fig. 6 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Positionsüberlappungen, die durch
vorbestimmte Halte für das Stockwerk S-2, das Stockwerk S-1, das Stockwerk S+1 oder
das Stockwerk S+2 verursacht werden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten
wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.
[0023] Fig. 7 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Positionsüberlappungen, die durch
vorbestimmte Halte für das Stockwerk Z-2, das Stockwerk Z-1, das Stockwerk Z+1 oder
das Stockwerk Z+2 verursacht werden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten
wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.
[0024] Fig. 8 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Positionsüberlappungen, die durch
mögliche Halte für das Stockwerk S-2 oder das Stockwerk S+2 verursacht werden. Für
die Stockwerke S-1 und S+1 wird noch zwischen "Möglichen Aussteigern" und "Möglichen
Zusteigern" unterschieden um über eine eventuelle Deckzuteilungsänderung zu entscheiden.
Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem
oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.
[0025] Fig. 9 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Positionsüberlappungen, die durch
mögliche Halte für das Stockwerk Z-2 oder das Stockwerk Z+2 verursacht werden. Für
die Stockwerke Z-1 und Z+1 wird noch zwischen "Möglichen Aussteigern und "Möglichen
Zusteigern" unterschieden um über eine eventuelle Deckzuteilungsänderung zu entscheiden.
Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem
oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.
[0026] Wenn in den vorhergehenden Teilen 1A, 1B, 2A, 2B, 3A, 3B, 4A, 4B keine vorbestimmten
Halte, keine möglichen Halte, keine vorbestimmte Positionsüberlappungen oder keine
möglichen Positionsüberlappungen aufgefunden werden konnte, wird der Zusteiger auf
dem geraden Startstockwerk dem oberen Kabinendeck OD und der Zusteiger auf dem ungeraden
Startstockwerk dem unteren Kabinendeck UD zugeteilt.
[0027] Die Auswahl des geeigneten Kabinendecks und somit die Zuteilung des Fahrauftrages
vom Startstockwerk S zum Zielstockwerk Z erfolgt dynamisch. Die oben genannten Schritte
werden fortlaufend durchgeführt und die Auswahl des geeigneten Kabinendecks optimiert.
Definitiv erfolgt die Zuteilung beispielsweise erst beim Bremseinsatz zum Erreichen
des Startstockwerkes S.
1. Verfahren zur Steuerung einer Aufzugsanlage mit Mehrfachkabine mittels welcher Mehrfachkabine
mit einem Halt mehrere Stockwerke gleichzeitig bedienbar sind, wobei die Fahraufträge
der Aufzugskabine zugeteilt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuteilung eines Fahrauftrages von einem Startstockwerk (S) zu einem Zielstockwerk
(Z) einem Kabinendeck (OD, UD) der Aufzugskabine bis kurz vor Erreichen des Startstockwerkes
(S) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuteilung des Fahrauftrages in Abhängigkeit von allgemeinen Kriterien und/oder
in Abhängigkeit von zugeteilten Fahraufträgen für den Bereich des Startstockwerkes
(S) und/oder in Abhängigkeit von zugeteilten Fahraufträgen für den Bereich des Zielstockwerkes
(Z) erfolgt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuteilung in Abhängigkeit der Lastzustände und wählbarer Lastgrenzen der einzelnen
Kabinendecks erfolgt.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Deckzuteilung in Abhängigkeit vorbestimmter Halte (VH) im Bereich des Startstockwerkes
(S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) und/oder in Abhängigkeit möglicher Halte
(MH) im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) und/oder
in Abhängigkeit vorbestimmter Positionsüberlappungen im Bereich des Startstockwerkes
(S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) und/oder in Abhängigkeit möglicher Positionsüberlappungen
im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei möglichen Positionsüberlappungen im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im
Bereich des Zielstockwerkes (Z) eine Umverteilung der Fahraufträge für gebuchte aber
noch nicht zugestiegene Passagiere vorgesehen ist.