(19)
(11) EP 1 193 207 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.04.2002  Patentblatt  2002/14

(21) Anmeldenummer: 00810854.0

(22) Anmeldetag:  20.09.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B66B 1/14
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(71) Anmelder: INVENTIO AG
CH-6052 Hergiswil NW (CH)

(72) Erfinder:
  • Kostka, Miroslav, Dipl-Ing.
    6275 Ballwil (CH)
  • Steinmann, Kurt
    6343 Rotkreuz (CH)

   


(54) Verfahren zur Steuerung einer Aufzugsanlage mit Mehrfachkabinen.


(57) Bei dieser Aufzugsanlage mit Mehrfachkabine sind mit einem Halt mehrere Stockwerke gleichzeitig bedienbar, wobei die Fahraufträge der geignetesten Aufzugskabine der Aufzugsgruppe zugeteilt werden und die Zuteilung eines Fahrauftrages von einem Startstockwerk zu einem Zielstockwerk einem Kabinendeck der Aufzugskabine bis kurz vor Erreichen des Startstockwerkes erfolgt. Ein Fahrauftrag kann auch bis kurz vor Erreichen des Startstockwerkes umverteilt bzw. dem anderen Deck zugeteilt werden. Die Zuteilung des Fahrauftrages erfolgt in Abhängigkeit von allgemeinen Kriterien und/oder in Abhängigkeit von zugeteilten Fahraufträgen für den Bereich des Startstockwerkes und/oder in Abhängigkeit von zugeteilten Fahraufträgen für den Bereich des Zielstockwerkes.


Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer Aufzugsanlage mit Mehrfachkabine mittels welcher Mehrfachkabine mit einem Halt mehrere Stockwerke gleichzeitig bedienbar sind, wobei die Fahraufträge der Aufzugskabine zugeteilt werden.

[0002] Aus der Patentschrift EP 0 459 169 ist eine Zielrufsteuerung für eine Aufzugsanlage mit Mehrfachkabinen bekannt geworden, wobei ein Ruf unmittelbar nach der Eingabe zugeteilt wird und der zugeteilte Aufzug und die Lage der Aufzugskabine auf einem Anzeigefeld der betätigten Rufregistriereinrichtung angezeigt wird. Jedem Kabinendeck ist ein Rufspeicher zugeordnet, in dem die auf der Haupthaltestelle eingegebenen, die Zielstockwerke kennzeichnenden Rufe gespeichert sind. Ein Schaltkreis steht eingangsseitig derart mit den Rufspeichern in Verbindung, dass in Abhängigkeit eines zugeteilten Rufes die betreffende Mehrfachkabine als an gerad-/ungeradzahligen oder ungerad-/geradzahligen Stockwerkpaaren haltend festgelegt wird. Ausgangsseitig ist der Schaltkreis über eine Schalteinrichtung mit einer Vergleichseinrichtung verbunden, so dass in Abhängigkeit eines weiteren, noch zuzuteilenden Rufes entweder die an gerad-/ungeradzahligen oder die an ungerad-/geradzahligen Stockwerkpaaren haltenden Mehrfachkabinen nicht am Vergleichs- und Zuteilungsverfahren teilnehmen können.

[0003] Ein Nachteil der bekannten Einrichtung liegt darin, dass die Route der Mehrfachkabine bereits auf der Haupthaltestelle durch die Zuteilung der gerad-/ungeradzahligen bzw. der ungerad-/geradzahligen Stockwerke eingeschränkt wird, was wiederum die Förderkapazität der Aufzugsanlage beeinträchtigt.

[0004] Hier will die Erfindung Abhilfe schaffen. Die Erfindung, wie sie in Anspruch 1 gekennzeichnet ist, löst die Aufgabe, die Nachteile der bekannten Einrichtung zu vermeiden und ein Verfahren zur Steuerung einer Aufzugsanlage mit Mehrfachkabinen anzugeben, bei welcher Steuerung die Zuteilung der Kabinendecks die Leistungsfähigkeit der Aufzugsanlage verbessert.

[0005] Die Zielrufsteuerung bietet mit der Rufeingabe auf dem Stockwerk und mit der Kenntnis des Zielstockwerkes für jeden Passagier eine sehr wichtige Information, die für die Auswahl des optimalen Aufzuges von erstrangiger Bedeutung ist. Die Erfahrungen bei Aufzugsanlagen mit Mehrfachkabinen und Simulationen zeigen auf, dass es bei Aufzugsanlagen mit Mehrfachkabinen sehr wichtig ist, die Anzahl Halte der Mehrfachkabinen zu minimieren. Dies kann nur erreicht werden, wenn die Zuteilung der Kabinendecks bis zum letztmöglichen Zeitpunkt veränderbar ist. Für die Benutzer ist es ohne Bedeutung, welches Deck ihn zum Ziel bringt. Das erfindungsgemässe Verfahren hat eine dynamische Deckzuteilung zu den einzelnen Zielrufen zum Zweck. Mit dem Verfahren wird die Zuteilung eines jeden Kabinendecks optimiert anhand der Analyse der Zuteilungen anderer Rufe sowohl am Startstockwerk und dessen Umgebungsbereich als auch am Zielstockwerk und dessen Umgebungsbereich. Die durch das erfindungsgemässe Verfahren erreichten Vorteile sind im wesentlichen darin zu sehen, dass die Anzahl der notwendigen Halte der Aufzugskabine automatisch minimiert werden. Ausserdem wird verhindert, dass unnötige Überlappungshalte ausgeführt werden. Ein Überlappungshalt entsteht bei einer Aufzugskabine mit beispielsweise zwei Kabinendecks, wenn mit zwei Halten nur drei anstatt vier Stockwerke bedient werden. Die Aufteilung der Stockwerke an mehrere Aufzüge einer Aufzugsgruppe kann optimiert werden. Beim Zwischenstockwerkverkehr kann jeder der Aufzüge eingesetzt werden, eine Aufteilung in gerade/ungerade Gruppen oder ungerade/gerade Gruppen ist nicht notwendig. Durch Angleichen der Auslastung der Kabinendecks oder bei Volllast eines Kabinendecks können die Benutzer optimal bedient werden. Die Aufzüge können auch für Sonderfahrten wie beispielsweise VIP Bedienung besser genutzt werden.

[0006] Eine Aufzugsgruppe besteht beispielsweise aus einer Gruppe von sechs Aufzügen A,B,C,D,E,F mit je einer Mehrfachkabine. Angenommen, dass für einen neuen Zielruf vom Startstockwerk S zum Zielstockwerk Z der Zuteilungsalgorithmus nach einem bekannten Kostenberechnungsprinzip für Zielrufsteuerungen den Aufzug B als den kostengünstigsten Aufzug bestimmt. Unmittelbar danach wird noch das den Fahrauftrag vom Startstockwerk S zum Zielstockwerk Z ausführende Kabinendeck nach dem erfindungsgemässen Verfahren bestimmt. Im weiteren ist das Verfahren zur dynamischen Zuteilung der Kabinendecks näher erläutert. Die Deckzuteilung wird steuerungsintern ohne Information an den Benutzer ausgeführt.

[0007] Anhand der beiliegenden Figuren wird die vorliegende Erfindung am Beispiel einer Aufzugskabine mit einem unteren Deck und einem oberen Deck näher erläutert.

[0008] Es zeigen:

Fig. 0
eine Übersicht des erfindungsgemässen Deckzuteilungsverfahrens,

Fig. 1
den Teil 1 des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 1 die Deckzuteilung anhand allgemeiner Kriterien erfolgt,

Fig. 2
den Teil 1A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 1A die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Halte auf dem Startstockwerk erfolgt,

Fig. 3
den Teil 1B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 1B die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Halte auf dem Zielstockwerk erfolgt,

Fig. 4
den Teil 2A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 2A die Deckzuteilung anhand möglicher Halte auf dem Startstockwerk erfolgt,

Fig. 5
den Teil 2B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 2B die Deckzuteilung anhand möglicher Halte auf dem Zielstockwerk erfolgt,

Fig. 6
den Teil 3A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 3A die Deckzuteilung anhand von vorbestimmten durch gebuchte Aussteiger verursachte Positionsüberlappungen im Bereich des Startstockwerkes erfolgt,

Fig. 7
den Teil 3B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 3B die Deckzuteilung anhand von vorbestimmten durch gebuchte Aussteiger verursachte Positionsüberlappungen im Bereich des Zielstockwerkes erfolgt,

Fig. 8
den Teil 4A des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 4A die Deckzuteilung anhand von möglichen durch gebuchte Zusteiger verursachte Positionsüberlappungen im Bereich des Startstockwerkes erfolgt und

Fig. 9
den Teil 4B des erfindungsgemässen Verfahrens, bei welchem Teil 4B die Deckzuteilung anhand von möglichen durch gebuchte Zusteiger verursachte Positionsüberlappungen im Bereich des Zielstockwerkes erfolgt.



[0009] Das im Ausführungsbeispiel gezeigte Verfahren zur Deckzuteilung bezieht sich auf eine Aufzugskabine mit einem unteren und einem oberen Deck (Doppeldecker), wobei je Deck eine Lastmesseinrichtung vorgesehen ist. Das Verfahren kann sinngemäss auch auf Aufzugskabinen mit drei oder mehr Decks angewendet werden.

[0010] Die nachfolgende Legende beschreibt die Bedeutung der im Verfahren verwendeten Abkürzungen und Begriffe.
OD
Oberes Deck der Aufzugskabine.
UD
Unteres Deck der Aufzugskabine.
S
Startstockwerk (Hier beginnt der Fahrauftrag mit der Eingabe des Zielstockwerkes Z).
Bereich Startstockwerk
Bereich umfasst die Nachbarstockwerke S+1, S-1 oder S+1, S+2, S-1, S-2 des Startstockwerkes S.
Z
Zielstockwerk (Hier endet der Fahrauftrag).
Bereich Zielstockwerk
Bereich umfasst die Nachbarstockwerke Z+1, Z-1 oder Z+1, Z+2, Z-1, Z-2 des Zielstockwerkes Z.
LOD
Last oberes Deck (Last wird jeweils vor dem Start gemessen und abgespeichert).
LUD
Last unteres Deck (Last wird jeweils vor dem Start gemessen und abgespeichert).
OGLOD
Obere Grenzlast oberes Deck (Ist als Parameter wählbar).
OGLUD
Obere Grenzlast unteres Deck (Ist als Parameter wählbar).
UGLOD
Untere Grenzlast oberes Deck (Ist als Parameter wählbar).
UGLUD
Untere Grenzlast unteres Deck (Ist als Parameter wählbar).
PHBR
Bremsphase der Aufzugskabine (Anhalteweg der Aufzugskabine vor einem Stockwerkhalt).
PHH
Halt der Aufzugskabine auf einem Stockwerk.
SP
Selektorposition (Der Selektor eilt während der Fahrt der Aufzugskabine voraus und tastet die kommenden Stockwerke ab).
SPOD
Selektorposition oberes Deck.
SPUD
Selektorposition unteres Deck.
Service OD
Verwendung der Aufzugskabine als Eindeckkabine (Nur das obere Kabinendeck dient als Transportdeck).
Service UD
Verwendung der Aufzugskabine als Eindeckkabine (Nur das untere Kabinendeck dient als Transportdeck).
Lastausgleich
Bestreben nach gleich grosser Last in beiden Decks. Der Lastausgleich ist mittels Parameter wählbar.
Vorbestimmter Halt VH
Durch einsteigende oder sich in der Kabine befindende Passagiere bestimmter, notwendiger Halt. (Einsteig- oder Aussteighalt). Die Aufzugskabine muss auf diesem Stockwerk mit dem bestimmten Deck anhalten, weil aufgrund der Ruf- und Deckzuteilung mindestens ein Passagier ein- oder aussteigt.
Möglicher Halt MH
Durch schon gebuchte Passagiere geplanter Halt mit einem geplanten Deck auf einem Stockwerk. Auf diesem Stockwerk können mindestens ein Zusteiger oder Aussteiger noch von einem der beiden Kabinendecks bedient werden.
Umkehrpunkt
Das tiefste Stockwerk, welches der Aufzug bei einer Abwärtsfahrt mit dem unteren Deck erreicht bevor der Aufzug die Fahrtrichtung ändert bzw. das höchste Stockwerk, welches der Aufzug bei einer Aufwärtsfahrt mit dem oberen Deck erreicht, bevor der Aufzug die Fahrtrichtung ändert.
Positionsüberlappung
Eine Positionsüberlappung entsteht bei einer Aufzugskabine mit beispielsweise zwei Kabinendecks, wenn mit zwei Halten nur drei anstatt vier Stockwerke bedient werden.
Vorbestimmte Positionsüberlappung
Drei benachbarte Stockwerke werden mit zwei Halten bedient bedingt durch einen vorbestimmten Halt. Zusätzliche Positionsüberlappungen werden mit dem erfindungsgemässen Verfahren vermieden.
Mögliche Positionsüberlappung
Drei benachbarte Stockwerke werden mit zwei Halten bedient bedingt durch einen möglichen Halt. Zusätzliche Positionsüberlappungen werden mit dem erfindungsgemässen Verfahren vermieden.
Möglicher Aussteiger
Für ein bestimmtes Stockwerk ist vorgesehen, dass mindestens ein schon gebuchter Passagier aussteigen wird, der noch nicht in einem der Decks eingestiegen ist. Die bisherige Deckzuteilung für diesen Passagier könnte deshalb noch geändert werden. Eine solche Deckzuteilungsänderung hätte aber eine in der Richtung der Fahrtenplanung rückwärts wirkende Folgen. Auch für das Einstiegstockwerk dieses Passagiers müsste die bisher geltende Deckzuteilung geändert werden, wobei dies weitere rückwirkende Änderungen bei anderen Zuteilungen hervorrufen könnte. Deshalb wird in diesem Fall auf eine Deckzuteilungsänderung für den möglichen Aussteiger verzichtet und eher eine Positionsüberlappung akzeptiert.
Möglicher Zusteiger
Für ein bestimmtes Stockwerk ist vorgesehen, dass mindestens ein schon gebuchter Passagier zusteigen wird. Die bisherige Deckzuteilung für diesen Passagier könnte deshalb noch geändert werden. Eine solche Deckzuteilungsänderung würde sich auf dem Zielstockwerk dieses Passagiers auswirken. Eine solche Deckzuteilungsänderung für das Zielstockwerk könnte weitere Änderungen der Deckzuteilungen für andere Passagiere im Bereich dieses Zielstockwerkes zur Folge haben. Diese möglichen Deckzuteilungsänderungen liegen in der Richtung der Fahrtenplanung nach dem betrachteten Stockwerk. Somit ist die Wahrscheinlichkeit höher (als bei rückwirkenden Änderungen), dass es weniger Deckzuteilungsänderugen für andere gebuchte Passagiere bedeuten wird. Deshalb wird eine Umbuchung der Deckzuteilung bei dem möglichen Zusteiger akzeptiert, wenn dadurch eine Positionsüberlappung verhindert wird.


[0011] In den nachfolgend gezeigten Flussdiagrammen wird übliche Symbolik verwendet, die zusammen mit obiger Legende selbstredend ist.

[0012] Fig. 1 zeigt die zu Beginn des erfindungsgemässen Verfahrens durchgeführten Schritte, nachdem die Bedienung des Zielrufes dem günstigsten Aufzug mit Mehrfachkabine zugeteilt worden ist. Die Schritte führen zu einer Deckzuteilung anhand allgemeiner Kriterien.

[0013] Falls nur eines der beiden Kabinendecks UD, OD Fahraufträge ausführen soll, wird der Zielruf bzw. der Fahrauftrag sofort einem der beiden Kabinendecks UD, OD zugeteilt. Danach wird geprüft, ob die Selektorposition SPUD, SPOD des einen oder anderen Kabinendecks UD, OD gleich dem Startstockwerk S ist und ob die Aufzugskabine sich in der Bremsphase PHBR befindet oder einen Halt PHH auf dem Stockwerk einlegt.

[0014] Falls der Parameter Lastausgleich aktiviert ist, wird geprüft, ob die Last LOD, LUD der Kabinendecks OD, UD grösser bzw. kleiner vorwählbarer Grenzlasten OGLOD, OGLUD, UGLOD, UGLUD ist, um den Passagier dem weniger beladenen Kabinendeck UD, OD zuzuteilen.

[0015] Fig. 2 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Halte. Vorgängig wird geprüft, ob die gewünschte Fahrt vom Startstockwerk S nach dem Zielstockwerk Z in Aufwärtsrichtung (S<Z) ist. Falls die Prüfung N (Nein) ergibt (S>Z) wird das Verfahren analog zu der in den Figuren 1 bis 9 dargelegten Lösung behandelt. Es werden inhaltlich die gleichen Abfragen durchgeführt, wobei die Abfragen je nach Fahrtrichtung des Aufzuges zum Startstockwerk bzw. Zielstockwerk angepasst werden.

[0016] Das nachfolgend dargestellte Verfahren gilt für den Fall, dass die Fahrt vom Startstockwerk S nach dem Zielstockwerk Z in Aufwärtsrichtung ist und die Aufzugskabine das Startstockwerk S in Aufwärtsrichtung (SP<S) oder in Abwärtsrichtung (SP>S) anfährt.

[0017] Falls die Prüfung (S<Z) Y (Ja) ergibt, wird anhand der Selektorposition SP geprüft, ob der Aufzug das Startstockwerk S in Aufwärtsrichtung (SP<S) anfährt. Falls die Prüfung Y ergibt, betreffen die weiteren Schritte vorbestimmte Halte, die durch einsteigende oder sich schon in der Aufzugskabine befindende Passagiere für das Stockwerk S-1 oder das Startstockwerk S bzw. das Startstockwerk S oder das Stockwerk S+1 verursacht werden. Falls die Prüfung (SP<S) N ergibt (Startstockwerk S wird in Abwärtsrichtung angefahren), betreffen die weiteren Schritte die Prüfung des Umkehrpunktes. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0018] Fig. 3 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Halte, die durch einsteigende oder sich schon in der Aufzugskabine befindende Passagiere für das Stockwerk Z-1 oder das Zielstockwerk Z bzw. das Zielstockwerk Z oder das Stockwerk Z+1 verursacht werden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0019] Fig. 4 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Halte, die durch gebuchte aber noch nicht zugestiegene Passagiere für das Stockwerk S-1 oder das Startstockwerk S bzw. das Startstockwerk S oder das Stockwerk S+1 verursacht werden. Diese Passagiere können noch von jedem Kabinendeck OD,UD bedient werden. Falls die Prüfung (SP<S) N ergibt (Startstockwerk S wird in Abwärtsrichtung angefahren), betreffen die weiteren Schritte die Prüfung des Umkehrpunktes. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0020] Fig. 5 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Halte, die durch gebuchte aber noch nicht ausgestiegene Passagiere für das Stockwerk Z-1 oder das Zielstockwerk Z bzw. das Zielstockwerk Z oder das Stockwerk Z+1 verursacht werden. Diese Passagiere können noch von jedem Kabinendeck OD,UD bedient werden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0021] Wenn in den vorhergehenden Teilen 1A, 1B, 2A, 2B keine vorbestimmten Halte und keine möglichen Halte aufgefunden werden konnten, wird die Suche fortgesetzt, indem nach Positionsüberlappungen gesucht wird.

[0022] Fig. 6 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Positionsüberlappungen, die durch vorbestimmte Halte für das Stockwerk S-2, das Stockwerk S-1, das Stockwerk S+1 oder das Stockwerk S+2 verursacht werden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0023] Fig. 7 zeigt die Deckzuteilung anhand vorbestimmter Positionsüberlappungen, die durch vorbestimmte Halte für das Stockwerk Z-2, das Stockwerk Z-1, das Stockwerk Z+1 oder das Stockwerk Z+2 verursacht werden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0024] Fig. 8 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Positionsüberlappungen, die durch mögliche Halte für das Stockwerk S-2 oder das Stockwerk S+2 verursacht werden. Für die Stockwerke S-1 und S+1 wird noch zwischen "Möglichen Aussteigern" und "Möglichen Zusteigern" unterschieden um über eine eventuelle Deckzuteilungsänderung zu entscheiden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0025] Fig. 9 zeigt die Deckzuteilung anhand möglicher Positionsüberlappungen, die durch mögliche Halte für das Stockwerk Z-2 oder das Stockwerk Z+2 verursacht werden. Für die Stockwerke Z-1 und Z+1 wird noch zwischen "Möglichen Aussteigern und "Möglichen Zusteigern" unterschieden um über eine eventuelle Deckzuteilungsänderung zu entscheiden. Je nach Prüfungsausgang in den einzelnen Prüfschritten wird die gewünschte Fahrt dem oberen bzw. dem unteren Kabinendeck OD bzw. UD zugeteilt.

[0026] Wenn in den vorhergehenden Teilen 1A, 1B, 2A, 2B, 3A, 3B, 4A, 4B keine vorbestimmten Halte, keine möglichen Halte, keine vorbestimmte Positionsüberlappungen oder keine möglichen Positionsüberlappungen aufgefunden werden konnte, wird der Zusteiger auf dem geraden Startstockwerk dem oberen Kabinendeck OD und der Zusteiger auf dem ungeraden Startstockwerk dem unteren Kabinendeck UD zugeteilt.

[0027] Die Auswahl des geeigneten Kabinendecks und somit die Zuteilung des Fahrauftrages vom Startstockwerk S zum Zielstockwerk Z erfolgt dynamisch. Die oben genannten Schritte werden fortlaufend durchgeführt und die Auswahl des geeigneten Kabinendecks optimiert. Definitiv erfolgt die Zuteilung beispielsweise erst beim Bremseinsatz zum Erreichen des Startstockwerkes S.


Ansprüche

1. Verfahren zur Steuerung einer Aufzugsanlage mit Mehrfachkabine mittels welcher Mehrfachkabine mit einem Halt mehrere Stockwerke gleichzeitig bedienbar sind, wobei die Fahraufträge der Aufzugskabine zugeteilt werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuteilung eines Fahrauftrages von einem Startstockwerk (S) zu einem Zielstockwerk (Z) einem Kabinendeck (OD, UD) der Aufzugskabine bis kurz vor Erreichen des Startstockwerkes (S) erfolgt.
 
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuteilung des Fahrauftrages in Abhängigkeit von allgemeinen Kriterien und/oder in Abhängigkeit von zugeteilten Fahraufträgen für den Bereich des Startstockwerkes (S) und/oder in Abhängigkeit von zugeteilten Fahraufträgen für den Bereich des Zielstockwerkes (Z) erfolgt.
 
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zuteilung in Abhängigkeit der Lastzustände und wählbarer Lastgrenzen der einzelnen Kabinendecks erfolgt.
 
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Deckzuteilung in Abhängigkeit vorbestimmter Halte (VH) im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) und/oder in Abhängigkeit möglicher Halte (MH) im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) und/oder in Abhängigkeit vorbestimmter Positionsüberlappungen im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) und/oder in Abhängigkeit möglicher Positionsüberlappungen im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) erfolgt.
 
5. Verfahren nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei möglichen Positionsüberlappungen im Bereich des Startstockwerkes (S) bzw. im Bereich des Zielstockwerkes (Z) eine Umverteilung der Fahraufträge für gebuchte aber noch nicht zugestiegene Passagiere vorgesehen ist.
 




Zeichnung


































Recherchenbericht