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EP 1 193 320 B9 |
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KORRIGIERTE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis: Bibliographie entspricht dem neuesten Stand |
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Korrekturinformation: |
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Korrigierte Fassung Nr. 1 (W1 B1) |
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Korrekturen, siehe
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Corrigendum ausgegeben am: |
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15.06.2005 Patentblatt 2005/24 |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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16.03.2005 Patentblatt 2005/11 |
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Anmeldetag: 21.09.2001 |
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Aufbrennfähige, hochgoldhaltige Dentallegierung
Fireable dental alloy with a high gold content
Alliage dentaire à haute teneur en or et apte au cuisson
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
29.09.2000 CH 19172000
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.04.2002 Patentblatt 2002/14 |
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Patentinhaber: Cendres & Metaux SA |
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2501 Biel (CH) |
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Erfinder: |
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- Guo-Huang, Kangping
2074 Marin (CH)
- Baltzer, Niklaus
2504 Biel (CH)
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Vertreter: AMMANN INGENIEURS-CONSEILS EN
PROPRIETE INTELLECTUELLE SA BERNE |
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Schwarztorstrasse 31 3001 Bern 3001 Bern (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 904 765 DE-A- 2 755 913
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DE-A- 2 746 525 FR-A- 2 218 083
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine universell einsetzbare Dentallegierung,
die hochgoldhaltig und aufbrennfähig ist. Es sind eine grosse Anzahl von aufbrennfähigen,
hochgoldhaltigen Dentallegierungen bekannt, so z.B. aus dem Katalog der Anmelderin,
Ausgabe 4.99 , worin über ein Dutzend solcher Dentallegierungen unter der Sammelmarke
Esteticor® beschrieben und aufgelistet sind.
[0002] Aus der FR-A-2 218 083 ist ebenfalls eine Dentallegierung bekannt, die hochgoldhaltig
und aufbrennfähig ist.
[0003] Die verschiedenen Legierungen haben jedoch verschiedene Indikationsbereiche und es
hat sich davon ausgehend der Wunsch und damit auch die Aufgabe herauskristallisiert,
eine hochgoldhaltige Dentallegierung bereitzustellen, die in einem weiten Anwendungsgebiet
von Inlay bis grossen Brücken anwendbar ist und bessere mechanische Eigenschaften,
insbesondere eine höhere Festigkeit - nach dem Aufbrennen von herkömmlichen hoch schmelzenden
Keramiken, aber auch für Keramiken mit reduzierter Brenntemperatur und normaler Expansion
- aufweist als die vorbekannten Dentallegierungen. Diese Aufgabe wird mit der Legierung
gemäss Patentanspruch 1 gelöst. Falls an die Dentallegierung hohe Anforderungen bezüglich
Biokompatibilität gestellt werden, ist die Dentallegierung gemäss Patentanspruch 2
bevorzugt.
[0004] Die Erfindung wird nun im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert
werden. Wie aus der Fülle vorbekannter hochgoldhaltiger Dentallegierungen zu entnehmen
ist und aus Versuchen, anhand von Büchern und dergleichen für einen Fachmann bekannt
ist, können einzelne Elemente, neben den Edelmetallanteilen Gold und Platin, gewisse
Effekte hervorrufen und es ist daher bekannt, das beispielsweise Silber die Liquidität
der Legierung erhöht oder Zink eine Legierung härten kann oder Iridium als Kornverfeinerer
eingesetzt werden kann. Das Gleiche gilt für die zusätzlichen Metalle wie Rhodium,
Ruthenium und dergleichen.
[0005] Langwierige Versuche haben nun überraschend ergeben, dass die nachfolgend beschriebene
Legierung innerhalb der angegebenen Grenzen eine gelbe, aufbrennfähige Legierung mit
sehr guten mechanischen Eigenschaften ergibt, wobei sich diese Legierung aus 80, 0
- 84,9 % Gold, 7,1 - 13,0 % Platin, 0,1 - 8,0 % bevorzugt 1, 2 - 8,0 % Palladium,
0 - 1,2 % Silber, 0,7 - 3,5 % Zink, 0 - 1,0 % Eisen, Iridium, Ruthenium, Rhodium,
Tantal, Mangan, Rhenium, Niob, 0 - 3,5 % Zinn, Indium, Gallium oder 0 - 0,5 % Kupfer
zusammensetzt, wobei die Prozentangaben Gewichtsprozente sind.
[0006] Innerhalb der angegebenen Grenzen haben Versuchsreihen ergeben, dass eine bevorzugte
Dentallegierung, die ausserdem höchste Biokompatibilitätsanforderungen erfüllt sich
aus 84,0 % Gold, 10,9 % Platin, 2,4 % Palladium, 0,2 % Silber, 2,2 % Zink, 0,2 % Eisen
und 0,1 % Iridium zusammensetzt. Weitere gute Legierungen ergaben sich mit der Zusammensetzung
84,0 % Gold, 8,9 % Platin, 4,0 % Palladium, 0,5 % Silber, 2,0 % Zink, 0,2 % Eisen,
0,1 Iridium sowie 0,3 % Zinn; oder 82,0 % Gold, 8,9 % Platin, 6,0 % Palladium, 0,5
% Silber, 1,5 % Zink, 0,2 % Eisen, 0,1 % Iridium sowie 0,3 % Tantal und 0,5 % Zinn;
oder 82,1 % Gold, 10,9 % Platin, 4,0 % Palladium, 0,2 % Silber, 2,5 % Zink, 0,2 %
Eisen, 0,1 % Iridium.
[0007] Aus dem Vorgehenden geht hervor, dass ein bevorzugter Bereich, in dem Legierungen
mit besonders guten mechanischen Eigenschaften hergestellt werden können sich wie
folgt zusammensetzt: 82,0 - 84,0 % Gold, 8.9 - 10,9 % Platin, 4,0 - 6,0 % Palladium,
0,2 - 0,5 % Silber, 1,5 - 2,5 % Zink, 0,2 % Eisen, 0,1 % Iridium und 0- 0,3 % Tantal,
0 - 0,5% Zinn.
[0008] Für bestimmte Anwendungen kann es zweckmässig sein, weitere Elemente wie Ruthenium,
Rhodium, usw., siehe weiter oben, in einem Bereich von 0 - 1,0 % beizufügen, wobei
dies jedoch mit Inkaufnahme von herabgesetzter Biokompatibilität geschehen kann. Sinngemäss
können auch Legierungen ausserhalb des bevorzugten, jedoch innerhalb des insgesamt
beanspruchten Bereichs verwendet werden, falls ganz bestimmte Eigenschaften hervorgehoben
werden sollen.
[0009] Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die vorgeschlagenen Legierungen
a) der Norm ISO 9693:1999 entsprechen, d.h. einer Dentallegierung, die mit einer Keramik
mit niedrigem Wärmeausdehnungskoeffizienten verblendet wird,
b) sehr gute mechanische Eigenschaften, insbesondere eine grosse Festigkeit aufweisen
und dies selbst nach dem Aufbrennen der beiden Keramikmassentypen (hoch schmelzend
oder mit reduzierter Brenntemperatur und mit normalem Wärmeausdehnungskoeffizient)
erreichbar ist.
c) eine hohe mechanische Festigkeit aufweisen,
d) eine gute Biokompatibilität aufweisen, sofern auf die Elemente Kupfer und Indium
verzichtet wird, wie dies ohnehin für den Hauptanwendungszweck vorgesehen ist,
e) einen geringen Palladiumanteil aufweisen, und
f) ästhetischen Eigenschaften haben.
1. Hochgoldhaltige, aufbrennfähige Dentallegierung, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus 80,0 - 84,9 % Gold, 7,1 - 13,0 % Platin, 0,1 - 8,0 % Palladium, 0 - 1,2 %
Silber, 0,7 - 3,5 % Zink, 0 - 1,0 % Eisen, Iridium, Ruthenium, Rhodium, Tantal, Mangan,
Rhenium, Niob, 0 - 3,5 % Zinn, Indium, Gallium oder 0 - 0,5 % Kupfer besteht, wobei
die Prozentangaben Gewichtsangaben sind.
2. Dentallegierung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet dass der Palladiumgehalt 1,2 - 8,0 % beträgt.
3. Dentallegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus 82,0 - 84,0 % Gold, 8.9 - 10,9 % Platin, 4,0 - 6,0 % Palladium, 0,2 - 0,5
% Silber, 1,5 - 2,5 % Zink, 0,2 % Eisen, 0,1 % Iridium und 0- 0,3 % Tantal, 0 - 0,5%
Zinn besteht.
4. Dentallegierung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus 84,0 % Gold, 10,9 % Platin, 2,4 % Palladium, 0,2 % Silber, 2,2 % Zink, 0,2
% Eisen und 0,1 % Iridium besteht.
1. High gold ceramic-fused-to-metal dental alloy, characterised in that it consists of 80.0 to 84.9 % gold, 7.1 to 13.0 % platinum, 0.1 to 8.0 % palladium,
0 to 1.2 % silver, 0.7 to 3.5 % zinc, 0 to 1.0 % iron, iridium, ruthenium, rhodium,
tantalum, manganese, rhenium, niobium, 0 to 3.5 % tin, indium, gallium or 0 to 0.5
% copper, the percentages being percentages by weight.
2. Dental alloy according to claim 1, characterised in that the palladium content is comprised between 1.2 and 8.0 %.
3. Dental alloy according to claim 1 or 2, characterised in that it consists of 82.0 to 84.0 % gold, 8.9 to 10.9 % platinum, 4.0 to 6.0 % palladium,
0.2 to 0.5 % silver, 1.5 to 2.5 % zinc, 0.2 % iron, 0.1 % iridium, and 0.3 % tantalum,
0 to 0.5 % tin.
4. Dental alloy according to claim 1 or 2, characterised in that it consists of 84.0 % gold, 10.9 % platinum, 2.4 % palladium, 0.2 % silver, 2.2 %
zinc, 0.2 % iron, 0.1 % iridium.
1. Alliage dentaire céramo-métallique à haute teneur en or, caractérisé en ce qu'il est composé de 80,0 à 84,9 % d'or, de 7,1 à 13,0 % de platine, de 0,1 à 8,0 % de
palladium, de 0 à 1,2 % d'argent, de 0,7 à 3,5 % de zinc, de 0 à 1,0 % de fer, iridium,
ruthénium, rhodium, tantale, manganèse, rhénium, niobium, de 0 à 3,5 % d'étain, indium,
gallium ou de 0 à 0,5 % de cuivre, les pourcentages étant des pourcentages en poids.
2. Alliage dentaire selon la revendication 1, caractérisé en ce que la teneur en palladium est comprise entre 1,2 et 8,0 %.
3. Alliage dentaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est composé de 82,0 à 84,0 % d'or, de 8,9 à 10,9 % de platine, de 4,0 à 6,0 % de
palladium, de 0,2 à 0,5 % d'argent, de 1,5 à 2,5 % de zinc, de 0,2 % de fer, de 0,1
% d'iridium et de 0 à 0,3 % de tantale, 0 à 0,5 % d'étain.
4. Alliage dentaire selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'il est composé de 84,0 % d'or, 10,9 % de platine, de 2,4 % de palladium, de 0,2 %
d'argent, de 2,2 % de zinc, de 0,2 % de fer, de 0,1 % d'iridium.