[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuerschaltung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Steuerschaltungen nach dem Stand der Technik sind aus EP-0 698 767 B1 und EP-0 855
557 B1 bekannt. Die Steuerschaltung gemäß EP-0 855 557 B1 ist eine vorteilhafte Fortentwicklung
der Steuerschaltung gemäß EP-0 698 767 B1.
[0003] Die Steuerschaltung gemäß EP-0 855 557 B1 findet bei Gasbrennern mit Gebläse-Unterstützung
Anwendung. Die Steuerschaltung gemäß EP-0 855 557 B1 ist jedoch nicht dahingehend
modifizierbar, daß dieselbe bei atmosphärischen Gasbrennern, also bei Gasbrennern
ohne Gebläse-Unterstützung, verwendet werden könnte. So wird in der EP-Patentanmeldung
00102821.6 eine Steuerschaltung vorgeschlagen, die sowohl bei Gasbrennern mit Gebläse-Unterstützung
als auch bei atmosphärischen Gasbrennern zum Einsatz kommen kann. Die in der EP-Patentanmeldung
00102821.6 vorgeschlagene Steuerschaltung stellt eine analoge Lösung bereit.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zu Grunde, eine digitale Steuerschaltung
zu schaffen, die sowohl bei Gasbrennern mit Gebläse-Unterstützung als auch bei atmosphärischen
Gasbrennern zum Einsatz kommen kann
[0005] Dieses Problem wird durch eine Steuerschaltung gemäß den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0006] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der Beschreibung. Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung
anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine Schaltungsanordnung nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
[0007] In dem in Figur 1 gezeigtem Ausführungsbeispiel hat ein Relais RY1, welches dem Schalten
eines Gebläses FA dient, einen Umschaltkontakt mit Arbeitskontakt NO1 und Ruhekontakt
NC1, während der Kontaktarm C1 an einer Netzspannungsleitung L liegt. Das Relais RY1
ist mit einem elektronischen Schalter, z.B. einem Transistor Q1, in Reihe geschaltet,
dessen Steuerelektrode an einem Ausgang eines Mikroprozessors uP angeschlossen ist.
Zwischen die Netzspannungsleitung L und die andere Netzspannungsleitung N ist eine
Spannungsversorgungs-Einrichtung PS für den Mikroprozessors uP geschaltet, wobei die
Spannungsversorgungs-Einrichtung PS zwei Spannungs-Ausgangssignale bereitstellt, nämlich
eine stabilisierte Spannung +Vcc als Versorgungsspannung für den Mikroprozessors uP
und eine nicht stabilisierte Spannung +V, die dem Relais RY1 beaufschlagt wird. Das
Gebläse FA ist einerseits an der Netzspannungsleitung N und andererseits an dem Arbeitskontakt
NO1 angeschlossen.
[0008] Zwischen die Netzspannungsleitung L und den Arbeitskontakt NO1 - also gewissermaßen
parallel zum Umschaltkontakt - ist ein erster Widerstand R1 geschaltet. Parallel zum
Gebläse FA, also zwischen die Netzspannungsleitung N und dem Arbeitskontakt NO1, ist
eine Reihenschaltung aus einem zweiten Widerstand R2 und einem dritten Widerstand
R3 geschaltet, wobei zwischen den zweiten Widerstand R2 und den dritten Widerstand
R3 eine erste Diode D1 geschaltet ist. Es sei angemerkt, daß die Diode D1 auch entfallen
kann. Wird auf Diode D1 verzichtet, dann muß lediglich Widerstand R2 anders dimensioniert
werden.
[0009] Zwischen die erste Diode D1 und den dritten Widerstand R3, der mit dem von der ersten
Diode D1 abgewandten Kontakt an der Netzspannungsleitung N angreift, greift ein vierter
Widerstand R4 mit einem ersten Kontakt an, wobei der zweite Kontakt des Widerstands
R4 an einen Eingang F des Mikroprozessors uP angeschlossen ist.
[0010] Zwischen die Versorgungsspannungsleitung des Mikroprozessors uP, die dem Mikroprozessors
uP die stabilisierte Spannung +Vcc als Versorgungsspannung bereitstellt, und einen
weiteren Eingang P des Mikroprozessors uP ist ein fünfter Widertsand R5 geschaltet.
Gemäß Figur 1 ist weiterhin ein Schalter AP mit Kontakten NO und C vorgesehen, wobei
der Kontakt C an der Netzspannungsleitung N und der Kontakt NO am Eingang P des Mikroprozessors
uP angreift.
[0011] Mit der oben beschriebenen Steuerschaltung wird eine digitale Lösung für die Ansteuerung
eines Gasbrenners bereitgestellt, wobei in Figur 1 Elemente wie anzusteuernde Gasventile,
Antriebe für Gasventile oder Flammendetektions-Schaltkreise nicht dargestellt sind.
[0012] Das Ausführungsbeispiel der Figur 1 zeigt ein Gebläse FA. Bei dem Ausführungsbeispiel
handelt es sich demnach um einen Anwendungsfall für einen Gasbrenner mit Gebläse-Unterstützung.
Die erfindungsgemäße Steuerschaltung kann jedoch auch bei einem atmosphärischen Gasbrenner
ohne Gebläse-Unterstützung zum Einsatz kommen. In diesem Fall ist von Bedeutung, daß
der Widerstandswert des Widerstands R1 gegenüber dem Widerstandswert eines anzuschließenden
Gebläses FA groß ausgebildet ist. Ein typischer Widerstandswert für ein Gebläse FA
liegt bei 200 Ohm. Der Widerstandswert des Widerstands R1 ist demgegenüber groß, er
liegt z.B. bei 1MOhm. Ist ein Gebläse FA vorhanden, so ist der Wert der am Eingang
F des Mikroprozessors uP anliegenden Spannung gering, weil der Widerstand R1 einen
hohen Widerstandswert und das Gebläse FA einen geringen Widerstandswert aufweist.
Der Mikroprozessor uP erkennt in diesem Fall, daß es sich um eine Anwendung mit Gebläse-Unterstützung
handelt. Darüber hinaus müßte in diesem Fall der Wert der am Eingang P des Mikroprozessors
uP anliegenden Spannung hoch sein, da im Fall einer Anwendung mit Gebläse-Unterstützung
der Schalter AP geöffnet ist und das Gebläse FA zu Anfang nicht läuft. Falls jedoch
kein Gebläse FA vorhanden ist, so ist die am Eingang F des Mikroprozessors uP anliegende
Spannung hoch. Zusätzlich muß die Spannung am Eingang P des Mikroprozessors uP gering
sein, da der Schalter AP kurzgeschlossen sein muß. Der Mikroprozessor uP erkennt also
an den Pegeln der Spannungen an den Eingängen P und F desselben, ob eine Anwendung
mit Gebläse-Unterstützung oder ohne Gebläse-Unterstützung vorliegt.
1. Steuerschaltung für einen Brenner, insbesondere einen Gasbrenner, mit:
a) einem Relais (RY1) mit Kontakten (NC1, NO1),
b) einem mit dem Relais (RY1) in Reihe geschalteten elektronischen Schalter (Q1),
c) einem Mikroprozessor (uP) und einer Spannungsversorgungs-Einrichtung (PS) für den
Mikroprozessor (uP),
d) wobei eine Steuerelektrode des Transistor (Q1) an einen Ausgang des Mikroprozessors
(uP) angeschlossen ist.
2. Steuerschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Arbeitskontakt (NO1) des Relais (RY1) und eine erste Netzspannungsleitung
(L) ein erster Widerstand (R1) geschaltet ist.
3. Steuerschaltung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Arbeitskontakt (NO1) des Relais (RY1) und eine zweite Netzspannungsleitung
(N) eine Reihenschaltung aus einem zweiten Widerstand (R2) und einem dritten Widerstand
(R3) geschaltet ist.
4. Steuerschaltung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den zweiten Widerstand (R2) und den dritten Widerstand (R3) eine erste Diode
(D1) geschaltet ist.
5. Steuerschaltung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den zweiten Widerstand (R2) und den dritten Widerstand (R3) ein vierter
Widerstand (R4) mit einem Kontakt angreift, wobei der andere Kontakt des vierten Widerstands
(R4) an den Mikroprozessor angreift.
6. Steuerschaltung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die erste Diode (D1) und den dritten Widerstand (R3), der mit dem von der
ersten Diode (D1) abgewandten Kontakt an der zweiten Netzspannungsleitung (N) angreift,
der vierte Widerstand (R4) mit einem ersten Kontakt an greift, wobei der zweite Kontakt
des vierten Widerstands (R4) an einen Eingang (F) des Mikroprozessors (uP) angeschlossen
ist.