(19)
(11) EP 1 196 248 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
17.09.2003  Patentblatt  2003/38

(21) Anmeldenummer: 00909365.9

(22) Anmeldetag:  17.03.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B05B 1/16
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP0002/408
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 0007/6671 (21.12.2000 Gazette  2000/51)

(54)

UMSCHALTDÜSENKOPF FÜR EIN HOCHDRUCKREINIGUNGSGERÄT

SWITCHING NOZZLE FOR A HIGH-PRESSURE CLEANING DEVICE

TETE D'AJUTAGE DE COMMUTATION POUR UN APPAREIL DE NETTOYAGE HAUTE PRESSION


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE

(30) Priorität: 10.06.1999 DE 19926381

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
17.04.2002  Patentblatt  2002/16

(73) Patentinhaber: Alfred Kärcher GmbH & Co. KG
71364 Winnenden (DE)

(72) Erfinder:
  • HOLZWARTH, Wolfgang
    D-73635 Rudersberg (DE)
  • HEINRICH, Frank
    D-71334 Waiblingen (DE)

(74) Vertreter: Böhme, Ulrich, Dr. Dipl.-Phys. et al
Hoeger, Stellrecht & Partner Uhlandstrasse 14c
70182 Stuttgart
70182 Stuttgart (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
DE-U- 8 715 909
GB-A- 600 855
GB-A- 397 943
US-A- 4 562 967
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft einen Umschaltdüsenkopf für ein Hochdruckreinigungsgerät mit einer Flüssigkeitszufuhr und mit einem im Umschaltdüsenkopf beweglich gelagerten Umschaltkörper, der mehrere zu Düsenkörpern führende Strömungsdurchlässe aufweist, die durch Bewegung des Umschaltkörpers einzeln mit der Flüssigkeitszufuhr verbindbar sind.

    [0002] Bei Hochdruckreinigungsgeräten ist es wünschenswert, die Flüssigkeit in unterschiedlichen Strahlformen abzugeben, und dazu werden unterschiedliche Düsenkörper in Umschaltdüsenköpfen angeordnet, die wahlweise mit einer Flüssigkeitszufuhr in Verbindung gebracht werden können. Es ist dabei bekannt, in einem drehbaren Umschaltkörper mehrere im Abstand zur Drehachse angeordnete parallele Strömungsdurchlässe vorzusehen, die jeweils zu einem Düsenkörper führen. Durch Drehung des Schaltkörpers können diese Strömungsdurchlässe wahlweise mit einer einzigen Flüssigkeitszufuhr verbunden werden, die Verdrehung des Schaltkörpers erfolgt beispielsweise durch Verdrehung eines Teils des Gehäuses des Umschaltdüsenkopfes gegenüber einem anderen Teil. Eine solche Ausgestaltung arbeitet zufriedenstellend, es ist aber notwendig, zu jedem Verstellen die Hand an den Düsenkopf zu legen und dort Teile gegeneinander zu verdrehen. Dies ist bei häufigem Wechsel unbequem (DE 87 15 909 U1).

    [0003] Andererseits sind Umschalteinrichtungen bekannt (DE 78 13 438 U1), bei denen die Auswahl verschiedener Strömungsdurchlässe durch Ventilkörper erfolgen kann, die frei beweglich in einem Strömungsdurchlaß angeordnet sind und die wahlweise vor die Strömungsdurchlässe gelegt werden können und diese verschließen, so daß von den mehreren Strömungsdurchlässen jeweils nur einer frei bleibt, während alle anderen verschlossen sind. Eine solche Umschalteinrichtung hat den Vorteil, daß sie bei abgeschaltetem Hochdruckreinigungsgerät eine Umschaltung alleine durch Verdrehen des gesamten Umschaltdüsenkopfes ermöglicht, da dann unter dem Einfluß der Schwerkraft die Ventilkörper im Strömungsdurchlaß so positioniert werden können, daß sie nach dem Einschalten des Hochdruckreinigungsgerätes bestimmte Strömungsdurchlässe versperren und andere freigeben. Nachteilig ist aber, daß eine solche Umschalteinrichtung in der Regel auf die Verwendung von zwei Strömungsdurchlässen und einen Ventilkörper beschränkt ist. Zwar ist es grundsätzlich theoretisch möglich, die Zahl der Ventilkörper und die Zahl der Strömungsdurchlässe zu erhöhen, dann aber ist die Bedienung sehr ungenau und erfordert höchste Geschicklichkeit.

    [0004] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen gattungsgemäßen Umschaltdüsenkopf so auszugestalten, daß auch beim Vorsehen von drei Düsenkörpern das Umschalten so einfach wie möglich durchgeführt werden kann.

    [0005] Diese Aufgabe wird bei einem Umschaltdüsenkopf der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß einer der Strömungsdurchlässe zu zwei Düsenkörpern führt und eine Wahleinrichtung mit einem im Strömungsdurchlaß frei beweglichen Ventilkörper aufweist, mit dem jeweils eine Strömungsverbindung zwischen dem Strömungsdurchlaß und den Düsenkörpern verschließbar ist. Bei einem solchen Umschaltdüsenkopf wird also in dem beweglichen Umschaltkörper selbst eine Wahleinrichtung mit frei beweglichem Ventilkörper neben einem Strömungsdurchlaß ohne eine solche Wahleinrichtung angeordnet, wobei auf diese Weise der Umschaltkörper insgesamt drei Düsenkörper aufweist, die wahlweise mit der einzigen Flüssigkeitszufuhr verbunden werden können.

    [0006] In einer ersten Stellung des Umschaltkörpers ist der Strömungsdurchlaß ohne Wahleinrichtung mit der Flüssigkeitszufuhr verbunden, die Flüssigkeit wird dann über den diesem Strömungsdurchlaß zugeordneten Düsenkörper abgegeben.

    [0007] In einer anderen Stellung des beweglichen Umschaltkörpers ist der Strömungsdurchlaß mit der Flüssigkeitszufuhr verbunden, der eine Wahleinrichtung aufweist. Diese Wahleinrichtung ermöglicht es bei abgeschalteter Flüssigkeitszufuhr, allein durch Verdrehen des Umschaltdüsenkopfes aufgrund der Schwerkraft den Ventilkörper so zu verlagern, daß beim Einschalten der Flüssigkeitszufuhr ein Düsenkörper dieses Strömungsdurchlasses versperrt wird, während der andere offenbleibt. Ohne Umschaltung von Hand am Umschaltdüsenkopf kann der Benutzer daher einfach durch kurzes Abschalten der Flüssigkeitszufuhr und durch Verdrehen des gesamten Umschaltdüsenkopfes zwischen den beiden Düsenkörpern dieses Strömungsdurchlasses wählen, lediglich für den Fall, daß der dritte Düsenkörper benötigt wird, muß am Umschaltdüsenkopf der Umschaltkörper verschoben werden.

    [0008] Beim normalen Betrieb eines Hochdruckreinigungsgerätes werden üblicherweise hauptsächlich ein Kompaktstrahl und ein Flachstrahl benötigt, während nur in relativ seltenen Bearbeitungsperioden ein Düsenkörper benötigt wird, über den eine Reinigungschemikalie abgegeben wird. Es ist daher vorteilhaft, den Strömungsdurchlaß ohne Wahleinrichtung mit einem Düsenkörper für die Chemikalienabgabe zu versehen, und in den Strömungsdurchlaß mit der Wahleinrichtung eine Kompaktstrahldüse und eine Flachstrahldüse einzusetzen. Bei dem normalen Betrieb, der normalerweise 90 % der Betriebsdauer ausmacht, kann dann der Benutzer allein durch Verdrehen des gesamten Umschaltdüsenkopfes zwischen Kompaktstrahldüse und Flachstrahldüse wählen, ohne am Umschaltdüsenkopf selbst Verstellungen vornehmen zu müssen. Lediglich für die Chemikalienabgabe ist eine Verstellung des Umschaltdüsenkopfes notwendig, und dies tritt relativ selten ein.

    [0009] Andererseits hat diese Ausgestaltung den großen Vorteil, daß die Umschaltung zwischen Flachstrahldüse und Kompaktstrahldüse mit Hilfe der Wahleinrichtung keinerlei Mühe macht, da nur zwischen zwei Auswahlmöglichkeiten gewählt werden muß und da zu einer Auswahl zwischen zwei Stellungen keine besondere Sorgfalt notwendig ist.

    [0010] Vorzugsweise ist der Ventilkörper eine Kugel.

    [0011] Es ist günstig, wenn der Umschaltkörper im Umschaltdüsenkopf verdrehbar gelagert ist, wenn die Strömungskanäle und die Flüssigkeitszufuhr von der Drehachse jeweils den gleichen Abstand einnehmen und wenn die Strömungskanäle in den Umschaltkörpern in Umfangsrichtung versetzt sind. Bei einer solchen Ausgestaltung wird der Umschaltkörper in an sich bekannter Weise im Umschaltdüsenkopf zur Umschaltung von einem Strömungskanal auf den andern verdreht, wobei dadurch ausgewählt werden kann, ob der Strömungskanal mit Wahleinrichtung oder der Strömungskanal ohne Wahleinrichtung mit der Flüssigkeitszufuhr verbunden wird.

    [0012] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Strömungsdurchlaß mit Wahleinrichtung sich dabei über einen größeren Umfangswinkelbereich erstreckt. Dadurch ist es beispielsweise möglich, für den Umschaltkörper drei Winkelstellungen vorzusehen, wobei in einer ersten Winkelstellung der Strömungsdurchlaß ohne Wahleinrichtung mit der Flüssigkeitszufuhr verbunden ist, in den beiden anderen Winkelstellungen dagegen der Strömungsdurchlaß mit Wahleinrichtung. Der Benutzer hat auf diese Weise die Möglichkeit, auch die Auswahl der beiden Düsenkörper der Wahleinrichtung durch Verdrehung des Umschaltkörpers am Umschaltdüsenkopf vorzunehmen, falls er die Wahleinrichtung nicht einfach durch Verdrehung des gesamten Umschaltdüsenkopfes betätigen will.

    [0013] Vorzugsweise weist der Strömungsdurchlaß mit Wahleinrichtung eine Aufnahmekammer für den Ventilkörper auf, aus der zu den beiden Düsenkörpern führende Kanäle austreten.

    [0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind in diese Kanäle Gleichrichter eingesetzt.

    [0015] Diese Gleichrichter können Rohrstücke sein, die über einen Teil ihrer Länge achsparallele Leitwände umschließen.

    [0016] Günstig ist es, wenn sich die Leitwände an der Einströmseite der Rohrstücke etwa über die halbe Länge derselben erstrecken.

    [0017] Es ist weiterhin vorteilhaft, wenn die Gleichrichter die gesamte Länge der Kanäle zwischen Aufnahmekammer und Düsenkörper einnehmen.

    [0018] Eine besonders günstige Ausgestaltung ergibt sich, wenn die Gleichrichter an ihrem Einströmende einen Ventilsitz für den in der Aufnahmekammer angeordneten Ventilkörper bilden. Der Gleichrichter übernimmt somit eine Mehrfachaufgabe, er bildet nämlich einmal den Ventilsitz aus, zum anderen vermindert er die Turbulenz in der Strömung und schließlich überbrückt er den gesamten Abstand zwischen Aufnahmekammer und Düsenkörper und legt somit den Düsenkörper am Ende des Kanals fest. Er bildet also ein Distanzstück in einer Haltevorrichtung für den Düsenkörper, insbesondere dann, wenn der Gleichrichter in den Kanal eingepreßt ist.

    [0019] Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
    Figur 1:
    eine Vorderansicht eines Umschaltkopfes mit drei Düsenkörpern in einer ersten Schaltstellung des Umschaltkörpers;
    Figur 2:
    eine Ansicht ähnlich Figur 2 in einer zweiten Schaltstellung des Umschaltkörpers;
    Figur 3:
    eine Längsschnittansicht des Umschaltdüsenkopfes längs Linie 3-3 in Figur 1;
    Figur 4:
    eine Teilschnittansicht längs Linie 4-4 in Figur 1;
    Figur 5:
    eine Schnittansicht längs Linie 5-5 in Figur 3 und
    Figur 6:
    eine Schnittansicht längs Linie 6-6 in Figur 3.


    [0020] Der in der Zeichnung dargestellte Umschaltdüsenkopf 1 weist einen Anschlußstutzen 2 auf, der über eine Überwurfmutter 3 auf einem in der Zeichnung nicht dargestellten Strahlrohr eines Hochdruckreinigungsgerätes aufgeschraubt werden kann.

    [0021] Der Anschlußstutzen 2 mündet in den Boden 5 eines topfförmigen Gehäuses 4 ein, in dieses Gehäuse 4 ist eine den Boden 5 bedeckende Dichtung 6 eingelegt, die im Abstand von der Mittelachse des kreiszylindrischen Gehäuses 4 eine in den Innenraum des Gehäuses 4 eintretende Zufuhröffnung 7 aufweist, die ihrerseits mit dem Innenraum des Anschlußstutzens 2 in Verbindung steht.

    [0022] In das Gehäuse 4 ist von dessen offener Seite her ein Umschaltkörper 8 eingesetzt, der den Innenraum des Gehäuses 4 vollständig ausfüllt und gegenüber der Innenwand 8 des Gehäuses 4 durch einen in eine Umfangsnut 9 eingelegten Dichtring 10 abgedichtet ist. Der Umschaltkörper 8 ist in dem Gehäuse 4 um dessen Längsachse verdrehbar und wird in axialer Richtung dadurch im Gehäuse 4 gehalten, daß eine auf ein Außengewinde 1 des Gehäuses 4 aufgeschraubte Überwurfmutter 12 an einem Ringflansch 13 des Umschaltkörpers 8 anliegt (Figur 3).

    [0023] Auf der Außenseite des Gehäuses 4 ist ein Lagerring 14 aus Kunststoff gehalten, an dem eine das Gehäuse 4 und den Umschaltkörper 8 überfangende Haube 15 um die Längsachse des Gehäuses 4 verdrehbar gelagert ist, diese Haube 15 wird durch ein seitliches Einschubelement 16 in axialer Richtung festgelegt, welches zwischen den Lagerring 14 und die Überwurfmutter 12 eingreift (Figur 4). Dieses Einschubelement 16 ist radial aus seiner eingeschobenen Position herausziehbar und gibt dann die Haube 15 in axialer Richtung frei, so daß sie vom Umschaltdüsenkopf 1 abgezogen werden kann.

    [0024] Die aus Kunststoff bestehende Haube 15 umgreift mit einer Querwand 17 den vorderen, unrunden Teil des Umschaltkörpers 8 formschlüssig und verdreht dadurch den Umschaltkörper 8, wenn sie selbst von Hand auf dem Lagerring 15 verdreht wird.

    [0025] In dem Umschaltkörper 8 sind um jeweils 120° in Umfangsrichtung gegeneinander versetzt drei Strömungskanäle 18 angeordnet, in die an dem dem Anschlußstutzen 2 gegenüberliegenden Ende jeweils ein Düsenkörper 19 eingesetzt ist. Die Strömungskanäle 18 befinden sich auf einem Kreis, der konzentrisch zur Drehachse des Umschaltkörpers 8 angeordnet ist und dessen Radius dem Abstand der Zufuhröffnung 7 von der Drehachse entspricht.

    [0026] Ein erster Strömungskanal 18 durchsetzt den Umschaltkörper 8 auf seiner ganzen Länge, so daß dieser Strömungskanal in einer ersten Stellung des Umschaltkörpers 8 unmittelbar an die Zufuhröffnung 7 angeschlossen werden kann, so daß Flüssigkeit über den Anschlußstutzen 2, die Zufuhröffnung 7 und diesen Strömungskanal zu dem entsprechenden Düsenkörper gelangen kann. Diese Stellung ist in Figur 3 dargestellt.

    [0027] Die beiden anderen Strömungskanäle 18 münden an ihrem dem Anschlußstutzen 2 zugewandten Ende in eine gemeinsame Aufnahmekammer 20, die zur Dichtung 6 hin offen ist und durch diese abgeschlossen wird. In dieser Aufnahmekammer 20 ist ein kugelförmiger Ventilkörper 21 aufgenommen, der sich in der Aufnahmekammer 20 frei bewegen kann.

    [0028] In die beiden in die Aufnahmekammer 20 einmündenden Strömungskanäle 18 ist jeweils ein Gleichrichter 22 eingesetzt. Jeder Gleichrichter 22 bildet ein Rohrstück 23, welches am aufnahmekammerseitigen Ende einen Ventilsitz 24 für den kugelförmigen Ventilkörper 21 ausbildet. Unmittelbar an den Ventilsitz 24 schließen sich einströmseitig im Innern des Rohrstückes 23 angeordnete, achsparallele Leitwände 25 an, die sich etwa über die Hälfte der Länge des Rohrstückes 23 erstrecken.

    [0029] Das aus Kunststoff bestehende Rohrstück 23 nimmt den gesamten Raum des Strömungskanales ein und liegt am entsprechenden Düsenkörper 19 des jeweiligen Strömungskanales 18 an. Die Gleichrichter 22 werden in die Strömungskanäle eingepreßt und in diesen im Preßsitz gehalten, so daß sie gleichzeitig den in den Strömungskanal 18 eingeschobenen Düsenkörper 19 in axialer Richtung fixieren und somit eine Mehrfachfunktion übernehmen, nämlich einmal die Funktion einer Beruhigung der turbulenten Strömung im Strömungskanal, zum andern die Funktion einer Festlegung des Düsenkörpers und schließlich die Funktion eines Ventilsitzes für den kugelförmigen Ventilkörper 21.

    [0030] Auch in den vollständig durchlaufenden Strömungskanal kann ein Gleichrichter eingesetzt werden, der jedoch dann keinen Ventilsitz aufweist.

    [0031] Beim Betrieb des beschriebenen Umschaltdüsenkopfes 1 wird der Umschaltkörper 8 normalerweise mittels der Haube 15 in eine Stellung verdreht, in der die Aufnahmekammer 20 mit der Zufuhröffnung 7 ausgerichtet ist, in der also zugeführte Flüssigkeit in die Aufnahmekammer 20 eintritt. Vor dem Zuführen der Flüssigkeit kann sich der Ventilkörper 21 frei in der Aufnahmekammer 20 bewegen, so daß der Benutzer durch Verdrehung des gesamten Umschaltdüsenkopfes 1 wählen kann, vor welche der beiden aus der Aufnahmekammer 20 austretenden Strömungskanäle 18 sich der kugelförmige Ventilkörper 21 legt. Wird jetzt die Flüssigkeitszufuhr eingeschaltet, wird der Ventilkörper in der einmal gewählten Stellung gegen den entsprechenden Ventilsitz 24 gepreßt und verschließt dadurch den zugehörigen Strömungskanal, die Flüssigkeit tritt dann durch den anderen aus der Aufnahmekammer 20 austretenden Strömungskanal aus. Eine Umschaltung innerhalb der Aufnahmekammer 20 kann ohne Verstellung des Umschaltdüsenkopfes 1 einfach dadurch erfolgen, daß die Flüssigkeitszufuhr abgeschaltet und der gesamte Umschaltdüsenkopf 1 so orientiert wird, daß sich der nun wieder frei bewegliche Ventilkörper 21 vor den anderen Ventilsitz 24 legt.

    [0032] Damit ist in einfachster Weise eine Umschaltung zwischen den beiden von der Aufnahmekammer 20 ausgehenden Strömungskanäle allein dadurch möglich, daß die Flüssigkeitszufuhr kurz abgeschaltet und der gesamte Umschaltdüsenkopf 1 unterschiedlich geneigt wird.

    [0033] Eine solche Umschaltung läßt sich im übrigen grundsätzlich auch dadurch erreichen, daß der Umschaltkörper 8 zwischen den beiden Positionen verstellt wird, in denen die Aufnahmekammer 20 mit der Zufuhröffnung 7 verbunden ist, allerdings muß der Benutzer dann dafür Sorge tragen, daß dabei der Umschaltdüsenkopf 1 so gehalten wird, daß der jeweils zu versperrende Strömungskanal unten liegt, so daß sich der Ventilkörper 21 unter der Wirkung der Schwerkraft vor diesen Strömungskanal legt.

    [0034] Wünscht der Benutzer dagegen Flüssigkeit über den Strömungskanal 18 abzugeben, der den Umschaltkörper 8 vollständig durchsetzt und in dem sich keine Aufnahmekammer befindet, dann kann dies durch Verdrehung des Umschaltkörpers 8 mittels der Haube 15 erfolgen, bis der entsprechende Strömungskanal mit der Zufuhröffnung 7 ausgerichtet ist, wie dies in Figur 3 dargestellt ist.


    Ansprüche

    1. Umschaltdüsenkopf (1) für ein Hochdruckreinigungsgerät mit einer Flüssigkeitszufuhr (7) und mit einem im Umschaltdüsenkopf (1) beweglich gelagerten Umschaltkörper (8), der mehrere zu Düsenkörpern (19) führende Strömungsdurchlässe (18) aufweist, die durch Bewegung des Umschaltkörpers (8) einzeln mit der Flüssigkeitszufuhr (7) verbindbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Strömungsdurchlässe (18) zu zwei Düsenkörpern (19) führt und eine Wahleinrichtung mit einem im Strömungsdurchlaß (18) frei beweglichen Ventilkörper (21) aufweist, mit dem jeweils eine Strömungsverbindung zwischen dem Strömungsdurchlaß (18) und den Düsenkörpern (19) verschließbar ist.
     
    2. Düsenkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Strömungsdurchlaß (18) ohne Wahleinrichtung ein Düsenkörper (19) für Chemikalienabgabe und in den Strömungsdurchlässen (18) mit Wahleinrichtung ein Düsenkörper (19) für einen Kompaktstrahl und ein Düsenkörper (19) für einen Flachstrahl angeordnet sind.
     
    3. Düsenkopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper (21) eine Kugel ist.
     
    4. Düsenkopf nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltkörper (8) im Umschaltdüsenkopf (1) verdrehbar gelagert ist, daß die Strömungskanäle (18) und die Flüssigkeitszufuhr (7) von der Drehachse jeweils den gleichen Abstand einnehmen und daß die Strömungskanäle (18) in dem Umschaltkörper (8) in Umfangsrichtung versetzt sind.
     
    5. Düsenkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdurchlaß (18) mit Wahleinrichtung sich über einen größeren Umfangswinkelbereich erstreckt.
     
    6. Düsenkopf nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Strömungsdurchlaß (18) mit Wahleinrichtung eine Aufnahmekammer (20) für den Ventilkörper (21) aufweist, aus der zu den Düsenkörpern (19) führende Kanäle austreten.
     
    7. Düsenkopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in diese Kanäle Gleichrichter (22) eingesetzt sind.
     
    8. Düsenkopf nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichter (22) Rohrstücke (23) sind, die über einen Teil ihrer Länge achsparallele Leitwände (25) umschließen.
     
    9. Düsenkopf nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Leitwände (25) an der Einströmseite der Rohrstücke (23) etwa über die halbe Länge derselben erstrecken.
     
    10. Düsenkopf nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichter (22) die gesamte Länge der Kanäle zwischen Aufnahmekammer (20) und Düsenkörper (19) einnehmen.
     
    11. Düsenkopf nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleichrichter (22) an ihrem Einströmende einen Ventilsitz (24) für den in der Aufnahmekammer (20) angeordneten Ventilkörper (21) bilden.
     
    12. Düsenkopf nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleichrichter (22) in dem Kanal im Preßsitz gehalten ist.
     


    Claims

    1. A switching nozzle (1) for a high-pressure cleaning device, having a fluid supply inlet (7) and a switching body (8) mounted movably within a switching nozzle (1), which switching body has a plurality of flow passages (18) leading to nozzle bodies (19), which flow passages are individually connectable to the fluid supply inlet (7) by moving the switching body (8), characterised in that one of the flow passages (18) leads to two nozzle bodies (19) and has a selector device with a valve body (21) freely movable within the flow passage (18), with which valve body a flow connection between the flow passage (18) and the nozzle bodies (19) is closable in each case.
     
    2. A nozzle according to Claim 1, characterised in that a nozzle body (19) for delivering chemicals is arranged within the flow passage (18) without the selector device, and a nozzle body (19) for a compact jet and a nozzle body (19) for a flat jet are arranged in the flow passages (18) with the selector device.
     
    3. A nozzle according to Claim 1 or 2, characterised in that the valve body (21) is a sphere.
     
    4. A nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that the switching body (8) is mounted rotatably within the switching nozzle (1), the flow ducts (18) and the fluid supply inlet (7) are in each case equidistant from the axis of rotation, and the flow ducts (18) are offset within the switching body (8) in the circumferential direction.
     
    5. A nozzle according to Claim 4, characterised in that the flow passage (18) with the selector device extends over a major circumferential angular region.
     
    6. A nozzle according to one of the preceding claims, characterised in that the flow passage (18) with the selector device has a chamber (20) for accommodating the valve body (21), from which chamber ducts leading to the nozzle bodies (19) emerge.
     
    7. A nozzle according to Claim 6, characterised in that rectifiers (22) are inserted into these ducts.
     
    8. A nozzle according to Claim 7, characterised in that the rectifiers (22) are tube pieces (23) which enclose axially parallel conductive walls (25) over a part of their length.
     
    9. A nozzle according to Claim 8, characterised in that the conductive walls (25) on the inlet side of the tube pieces (23) extend over roughly half the length thereof.
     
    10. A nozzle according to Claim 8 or 9, characterised in that the rectifiers (22) take up the whole length of the ducts between the accommodating chamber (20) and the nozzle body (19).
     
    11. A nozzle according to one of Claims 7 to 10, characterised in that the rectifiers (22) form at their inlet end a valve seat (24) for the valve body positioned within the accommodating chamber (20).
     
    12. A nozzle according to one of Claims 7 to 11, characterised in that the rectifier (22) is held within the duct in a press fit.
     


    Revendications

    1. Tête d'ajutage de commutation (1) pour un appareil de nettoyage à haute pression équipé d'une alimentation pour le liquide (7) et d'un corps de commutation (8) fixé de façon mobile dans la tête d'ajutage de commutation (1) qui présente plusieurs passages d'écoulement (18) menant aux corps d'ajutage (19), lesquels passages peuvent être reliés individuellement à l'alimentation pour le liquide (7) par le mouvement du corps de commutation (8), caractérisée en ce qu'un des passages d'écoulement (18) mène à deux corps d'ajutage (19) et présente un dispositif de sélection avec un corps de valve (21) mobile librement dans le passage d'écoulement (18) avec lequel une liaison d'écoulement peut être fermée respectivement entre le passage d'écoulement (18) et les corps d'ajutage (19).
     
    2. Tête d'ajutage selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un corps d'ajutage (19) pour l'évacuation des produits chimiques est disposé dans le passage d'écoulement (18) sans dispositif de sélection, et un corps d'ajutage (19) pour un jet compact et un corps d'ajutage (19) pour un jet plat sont disposés dans les passages d'écoulement (18) avec dispositif de sélection.
     
    3. Tête d'ajutage selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que le corps de valve (21) est une boule.
     
    4. Tête d'ajutage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le corps de commutation (8) est monté de façon pivotante dans la tête d'ajutage de commutation (1), en ce que les canaux d'écoulement (18) et l'alimentation pour le liquide (7) sont à distance égale de l'axe de rotation et en ce que les canaux d'écoulement (18) sont déplacés dans le corps de sélection (8) en direction circonférentielle.
     
    5. Tête d'ajutage selon la revendication 4, caractérisée en ce que le passage d'écoulement (18) avec le dispositif de sélection s'étend sur une plus grande zone d'angle de circonférence.
     
    6. Tête d'ajutage selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que le passage d'écoulement (18) avec le dispositif de sélection présente une chambre de logement (20) pour le corps de valve (21) de laquelle les canaux menant aux têtes d'ajutage émanent.
     
    7. Tête d'ajutage selon la revendication 6, caractérisée en ce que dans ces canaux sont installés des redresseurs (22).
     
    8. Tête d'ajutage selon la revendication 7, caractérisée en ce que les redresseurs (22) sont des portions de tuyau (23) dont une partie de la longueur entourent des parois latérales (25) parallèles à l'axe.
     
    9. Tête d'ajutage selon la revendication 8, caractérisée en ce que les parois latérales (25) s'étendent du côté d'admission des portions de tuyau (23) sur environ la moitié de la longueur de ceux-ci.
     
    10. Tête d'ajutage selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que les redresseurs (22) prennent toute la longueur des canaux entre la chambre de logement (20) et les corps d'ajutage (19).
     
    11. Tête d'ajutage selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisée en ce que les redresseurs (22) forment à leur extrémité d'admission une assise de valve (24) pour le corps de valve (21) disposé dans la chambre de logement (20).
     
    12. Tête d'ajutage selon l'une quelconque des revendications 7 à 11, caractérisée en ce que le redresseur (2) est maintenu en ajustement serré dans le canal.
     




    Zeichnung