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EP 1 196 330 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.06.2003 Patentblatt 2003/24 |
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Anmeldetag: 20.07.2000 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/CH0000/399 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0100/7334 (01.02.2001 Gazette 2001/05) |
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SCHRAUBVERSCHLUSS AUS KUNSTSTOFF
PLASTIC SCREW-TYPE CAP
BOUCHON FILETE EN MATIERE PLASTIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
22.07.1999 CH 133899 23.12.1999 CH 236399
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.04.2002 Patentblatt 2002/16 |
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Patentinhaber: Mouldtec Kunststoff GmbH |
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87600 Kaufbeuren (DE) |
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Erfinder: |
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- WAZEL, Wilhelm
D-86343 Königsbrunn (DE)
- GILGEN, Robert, Armin
CH-4107 Ettingen (CH)
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Vertreter: Popp, Eugen, Dr. et al |
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MEISSNER, BOLTE & PARTNER
Postfach 86 06 24 81633 München 81633 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 847 001 US-A- 4 531 649
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DE-C- 4 241 341 US-A- 4 592 475
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Gegenstand der Erfindung ist ein Schraubverschluss aus Kunststoff zum Aufschrauben
auf ein Gewinde an einem Flaschenhals einer Flasche gemass Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Bei der Lagerung und beim Transport von kohlesäurehaltigen Flüssigkeiten und insbesondere
von Fruchtsäften, welche in der Flasche nach dem Abfüllen oder nach der Erstöffnung
eine Nachgärung durchlaufen können, besteht die latente Gefahr, dass der Druck im
Flascheninnern in einem solchen Masse ansteigt, dass die Flasche, sei es nun eine
Glasoder Kunststoff-Flasche, platzt und schwere Verletzungen oder Sachschäden erzeugen
kann. Es sind aus diesem Grunde bereits Versuche unternommen worden, die für den Verschluss
von Flaschen verwendeten Schraubverschlüsse aus Kunststoff mit einer Abblasvorrichtung
zu versehen, welche beim.Überschreiten eines vorgebbaren Drucks im Flascheninnern
diesen abblasen lassen.
[0003] Aus der DE-C1 42 41 341 ist es bekannt, die Verschlussmembran in einem Flaschenverschluss
oberhalb des Randes der Flaschenöffnung über eine umlaufende ringförmige Rippe abzustützen.
Diese Stützrippe ist mit dem Kappenboden oder der Verschlussmembran derart gekoppelt,
dass sie bei durch Überdruck innerhalb der verschlossenen Flasche bedingter Auswölbung
des Kappenbodens bzw. der am Kappenboden anliegenden Dichtungsscheibe oder Verschlussmembran
ein Anheben derselben vom Rand der Flaschenöffnung und damit ein selbsttätiges Entlüften
des Flascheninnenraumes erlaubt. Weiter ist aus der DE-A1 198 47 001 eine Schraubkappe
aus Kunststoff zum Verschluss einer Flasche bekannt, welche ohne Verschlussmembran
auskommt. Im Innern der Schraubkappe ist eine Dichtlippe mit einer kegelförmigen Dichtfläche
angeordnet, die bei aufgeschraubter Schraubkappe an einer äusseren Dichtkante der
kreisringförmigen Stirnfläche der Mündung der Flasche anliegt. In der kegeligen Dichtfläche
sind Ausnehmungen vorgesehen, die sich von einem Bereich, der bei aufgeschraubter
Schraubkappe dicht ausserhalb der Dichtkante liegt, zum Rand der Dichtlippe hin erstrecken
und mit der Umgebung in Verbindung stehen. Bei domförmigem Auswölben des Bodens der
Schraubkappe bei Erhöhung des Innendrucks gleitet die Dichtlippe mit ihrer Dichtfläche
auf der Dichtkante. Sobald der Druck in der Flasche und damit die Auswölbung des Bodens
genügend gross ist, kommen die Ausnehmungen in den Bereich der Dichtkante und schaffen
so einen Durchtritt für die Gase vom Innern der Flasche zur Umgebung, so dass Überdruck
entweichen kann.
[0004] Beide bekannten Schraubverschlüsse ermöglichen das Abblasen bei überhöhtem Innendruck
der Flasche. Allerdings ist der Streubereich des Zeitpunktes des Abblasens und damit
auch des Druckes sehr gross. Dies ergibt eine nur bedingte und damit unzureichende
Sicherheit für den Benutzer.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schraubverschluss zu schaffen, der
das Abblasen bei Überdruck innerhalb eines eng begrenzbaren Druckbereichs ermöglicht.
[0006] Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Schraubverschluss mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
[0007] Es gelingt mit einer die Mündung der Flasche teils auf dem Stirnflächenbereich aufliegenden
und teils den äusseren Umfang umschliessenden Dichtlippe und einer dazwischen angeordneten
elastisch verformbaren Verschlussmembran den Abblaszeitpunkt bzw. den Abblasdruck
genügend exakt vorzugeben. Durch die erfindungsgemässe Anbindung der Wurzel der Dichtlippe
am Schraubkappenboden kann deren Relativbewegung zum Flaschenhals während des Auswölbens
des Kappenbodens infolge erhöhten Drucks in der Flasche vorbestimmt werden.
[0008] Vorteilhaft wirkt sich zusätzlich die Segmentierung der Dichtlippe aus. Die Segmentierung
kann, je nach Anforderung an die Dichtlippe, in n Kreissegmente mit minimalen tangentialen
Abständen aufgeteilt oder aber mit Abständen versehen sein, die die gleiche oder grössere
Länge aufweisen wie die Längen der Segmente der Dichtlippe.
[0009] Durch die Nutzung der elastischen Rückstellkraft des Kappenbodens (Kraftspeicherelement)
wird die dichte Wiederverschliessung der Flasche nach dem gewünschten Druckabfall
erreicht.
[0010] Anhand eines illustrierten Ausführungsbeispiels wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- einen Querschnitt durch einen Schraubverschluss mit eingelegter Verschlussmembran
vor dem Aufschrauben auf einen Flaschenhals und mit einem Erstöffnungsgarantieband,
- Figur 2
- einem vergrössert dargestellten Ausschnitt des Schraubverschlusses gemäss Figur 1,
- Figur 3
- einen Teil-Querschnitt durch den Schraubverschluss nach dem Aufschrauben auf einen
Flaschenhals (bei Normaldruck),
- Figur 4
- einen Teil-Querschnitt durch den Schraubverschluss und den Flaschenhals bei erhöhtem
Innendruck (ohne Abblasen) und
- Figur 5
- einen Teil-Querschnitt durch den Schraubverschluss und den Flaschenhals bei Überdruck
(Abblasen des Überdrucks),
- Figur 6
- eine Ansicht des Kappenbodens von unten mit segmentierter Dichtlippe; linke Hälfte
mit einer Segmentierung mit Einschnitten, rechte Hälfte mit einer Segmentierung mit
grossen Abständen.
[0011] Der in den Figuren 1 bis 6 dargestellte Schraubverschluss 1 umfasst einen Verschlussboden
3 und einen daran anschliessenden, im wesentlichen zylindrischen Verschlussmantel
5, an dessen Innenseite Gewindeabschnitte 7 ausgebildet sind. Auf der Aussenseite
des Verschlussmantels 5 können Rippen 9 oder dergleichen vorgesehen sein, welche das
Abnehmen des Verschlusses vom Hals 11 einer Flasche 13 erleichtern (Figuren 3 bis
5). An der Unterkante 14 des Schraubverschlusses 1 kann in bekannter Weise ein Originalitätssicherungsring
16 angespritzt sein.
[0012] Im Bereich oberhalb der Gewindeabschnitte 7 weist der Verschlussmantel 5 auf der
Innenseite einen zylindrischen Abschnitt 15 auf, an den oben ein bogenförmig oder
geradlinig nach innen verlaufender zweiter Abschnitt 17 anschliesst und den Anschlussbereich
zum Verschlussboden bildet. Im Bereich des bogenförmigen oder gerade verlaufenden
zweiten Abschnitts 17 nimmt die Dicke der Wandung des Schraubverschlusses 1 ab. Sie
ist wesentlich kleiner als im Bereich des Boden 3. Eine Dichtlippe 19 schliesst an
den zweiten Abschnitt 17 an, wobei deren Peripheriefläche 21 in unbelastetem Zustand
im wesentlichen zylindrisch verläuft und teilweise dem Abschnitt 15 parallel verlaufend
gegenüberliegen kann. Die Dichtlippe 19 erstreckt sich vom Scheitel S
2 der vom Abschnitt 15 und der Peripherie 21 gebildeten Nut 22 bis auf eine Höhe h
1 ins Innere des Schraubverschlusses 1 zur Kante 24 der Dichtlippe 19. Von dort verläuft
die innen liegende Flanke 23 der Dichtlippe 19 anfänglich im wesentlichen parallel
zur Peripherie 21 und geht dann in eine als Drockkante fungierende Stufe P über, die
zu einer Verdickung führt und der Dichtlippe 19 bis zu deren Wurzel 29 eine höhere
Steifigkeit verleiht. Die Stufe P liegt auf der Höhe h
2 (Figur 1). Die radial innenliegende, an die Stufe P anschliessende Flanke 25 der
Dichtlippe 19 verläuft radial leicht nach innen geneigt bis zur Höhe h
3 und endet dort im Scheitel S
1 (vgl. Figur 1). Die Dichtlippe 19 kann einen umlaufenden Ring bilden (Figuren 1 und
2) oder in eine Vielzahl von Kreisring-Segmenten aufgeteilt sein (Figur 6).
[0013] Bei einer Aufteilung der Dichtlippe 19 in Segmente 19' sind verschiedene Ausführungen
möglich: einerseits kann die umlaufende Dichtlippe 19 einzig durch Einschnitte 19''
in mehrere Segmente 19' unterteilt sein (linke Hälfte der Figur 6), anderseits können
zwischen den Segmenten 19' Abstände ausgebildet sein, deren Länge A der Länge B der
Segmente 19' entspricht oder grösser ist (rechte Hälfte der Figur 6). Bei bevorzugten
Ausführungsformen umfassen die Segmente 19' und die Abstände je 60 Winkelgrade oder
je 45 Winkelgrade.
[0014] Die Verringerung der Dicke des Bodens 3 im Bereich mindestens des Scheitels S
1 bildet eine elastische Zone, die beim Auswölben des Bodens 3 eine später zu beschreibende
Relativbewegung der Dichtlippe 19 bewirkt. Die zweite nach unten verlaufende Wand
27 des nutförmigen Raums 28 unter dem Scheitel S
1 endet etwa auf der Höhe h
2 und bildet die äussere Flanke eines rippenförmigen Abstandhalters 31, welcher über
der Stirnfläche 33 des Flaschenhalses 11 zu liegen kommt, wenn der Schraubverschluss
1 auf die Flasche 13 aufgesetzt ist. Konzentrisch zum Abstandhalter 31 kann ein weiterer
elastischer Abstandhalter 35 rippenförmig angeordnet sein. Der Verschlussboden 3 kann
seitlich des radial innen liegenden Abstandhalters 35 zudem eine umlaufende Nut 36
aufweisen, die zu einer örtlichen Verminderung der Dicke des Verschlussboden führt.
[0015] Eine scheibenförmige Dicht- oder Verschlussmembran 37 aus weichem Kunststoff, auch
Liner genannt, liegt lose gehalten über den bodennahen Gewindeabschnitten 7 und in
einem Abstand zu den Scheiteln der Dichtlippe 19 und den Abstandhaltern 31 und 35.
Vorzugsweise ist die Dicke d
1 der Verschlussmembran 37 zwischen der Peripherie und dem Berührungsbereich mit dem
elastischen Abstandhalter 35 grosser als die Dicke d
2 im zentralen Bereich. Alternativ ist es möglich, die Verschlussmembran 37 als Kreisringfläche
auszubilden, die sich im wesentlichen vom Gewinde 7 bis radial innerhalb des innenliegenden
Abstandhalters 35 erstreckt. Die Peripherie 38 der Verschlussmembran 37 liegt ausserhalb
der peripheren Fläche 21 des Dichtungslippe 19, so dass der Scheitel 24 der letzteren
kurzzeitig linienförmig an der Verschlussmembran 37 anliegt, bevor der Schraubverschluss
1 auf den Flaschenhals 11 aufgeschraubt ist.
[0016] Beim Aufschrauben des Schraubverschlusses 1 auf den Hals 11 der Flasche 13 verdrängt
die Stirnfläche 33 am Flaschenhals 11 und insbesondere deren periphere Kante 39 die
Dichtlippe 19 radial nach aussen. Dabei wird der stufenförmig ausgebildete Bereich
der Dichtlippe 19 im wesentlichen von der Verschlussmembran 37 ausgefüllt. Gleiches
trifft auf den Raum zwischen den beiden Abstandhaltern 31 und 35 und teilweise den
Ringraum 28 zwischen der Dichtlippe 19 und dem aussenliegenden Abstandhalter 31 zu
(vgl. Figur 3). Der periphere Bereich der Verschlussmembran 37 wird um den Rand 39
des Flaschenhalses 11 herum nach unten gebogen. In diesem Zustand gewährleistet der
Schraubverschluss 1 mit der auf dem Flaschenhals 11 aufgepressten Verschlussmembran
37 bei normalen Druckverhältnissen einen einwandfreien und dichten Verschluss der
Flasche 13 mit einer grossen Kontaktfläche.
[0017] Erhöht sich nun der Druck im Innern der Flasche 13 infolge Gärung oder übermässige
Erwärmung des Flascheninhalts über ein vorbestimmtes Mass hinaus, führt dies zu einer
domartigen Auswölbung des Verschlussbodens 3 (Figur 4). Die Auswölbung des Verschlussbodens
3 wird durch die mindestens eine ringförmige Dünnstelle des Kappenbodens 3 im Bereich
des Scheitels S
1 des Einschnitts oder Raums 28 zwischen der Dichtlippe 19 und dem Abstandhalter 31
zusätzlich begünstigt. Das heisst, die Dichtlippe 19 selbst bewegt sich beim Auswölben
des Bodens 3 leicht axial nach oben und es erfolgt eine radial nach innen gerichtete
Verschiebung des Punktes Q im Wurzelbereich 29. Dies bewirkt ein Kippen der Dichtlippe
19 um den Punkt P an der Stufe 23. Durch diese Bewegung der Dichtlippe 19 hebt sich
deren bei h
1 liegendes Ende 24 radial nach aussen ab und gewährt der zwischen der Dichtlippe 19
und dem Flaschenhals 11 eingeklemmten Verschlussmembran 37 ebenfalls eine nach aussen
und oben gerichtete Verschiebung. Durch diese translatorisch Bewegung vermindert sich
der Druck der Dichtlippe 19 auf den Kantenbereich 39 des Flaschenhalses 11. Durch
das gleichzeitige Abheben der beiden Abstandhalter 31 und 35 wird der Druck der Verschlussmembran
37 auf den zentralen Bereich der Stirnfläche 33 des Flaschenhalses 11 ebenfalls vermindert
und ermöglicht das Abblasen von Gas und dadurch eine Reduktion des Überdrucks im Flascheninnern.
Zusätzlich begünstigt wird das Abblasen durch das Ausweichen der Verschlussmembran
37 in den Raum zwischen der Dichtlippe 19 und der Abstandhalter 31 (vgl. Figur 5).
[0018] Sobald der Druck im Innern der Flasche 13 nachlässt, vermindert sich die Wölbung
des Verschlussbodens 3 und die Flasche 13 wird durch den Schraubverschluss 1 wieder
einwandfrei dicht verschlossen.
1. Schraubverschluss (1) aus Kunststoff zum Aufschrauben auf ein Gewinde an einem Flaschenhals
(11) einer Flasche (13) aus Glas oder Kunststoff, umfassend einen Verschlussboden
(3) und einen mit dem Verschlussboden (3) verbundenen zylindrischen Verschlussmantel
(5), an dessen Innenseite Gewindegangabschnitte (7) ausgebildet sind, welche am Gewinde
des Flaschenhalses (11) einzugreifen bestimmt sind, einer auf mindestens einem geschlossen
umlaufenden, elastischen Abstandhalter (31) am Verschlussboden (3) abgestützten Verschlussmembran
(37), wobei der Abstandhalter (31) gegenüber der Stirnfläche (33) des Flaschenhalses
(11) zu liegen bestimmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass radial ausserhalb des Abstandhalters (31) und konzentrisch dazu eine Dichtlippe (19)
am Verschlussboden (3) angeformt ist, die radial innerhalb auf der Verschlussmembran
(37) anliegt, und dass der Verschlussboden (3) mindestens im Bereich (S1) seitlich radial innerhalb der Wurzel (29) der Dichtlippe (19) eine Dünnstelle aufweist,
welche eine elastische Zone und einen nutförmigen Raum (28) für die temporäre Aufnahme
eines Teils der Verschlussmembran (37) bei erhöhtem Innendruck in der Flasche (13)
bildet.
2. Schraubverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beidseitig der Wurzel (29) der Dichtlippe (19) Dünnstellen im Deckelboden (3) ausgebildet
sind.
3. Schraubverschluss nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippe (19) den auf der Höhe (h2) liegenden Scheitel des benachbart angeordneten Abstandhalters (31) axial nach unten
bis zur Höhe (h1) überragt.
4. Schraubverschluss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippe (19) an der nach innen gegen den Raum (28) gerichteten flankenfläche
(25) eine umlaufende Stufe (P) mit einer Druckkante aufweist.
5. Schraubverschluss nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stufe (P) in unbelastetem Zustand auf gleicher Höhe (h2) liegt wie der Scheitel des mindestens einen Abstandhalters (31).
6. Schraubverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass radial innerhalb des ersten Abstandhalters (31) ein zweiter Abstandhalter (35) am
Deckelboden angeformt ist.
7. Schraubverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass radial innerhalb des Abstandhalters (31) im Deckelboden (3) eine die Dicke des Deckelbodens
(3) vermindernde kreisringförmige Nut (36) ausgebildet ist.
8. Schraubverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlussmembran (37) mindestens im Auflagebereich mit den Flaschenhals (11)
eine grössere Dicke (d1) aufweist als im zentralen Bereich mit der Dicke (d2).
9. Schraubverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtlippe (19) in mehrere Segmente (19') aufgeteilt ist.
10. Schraubverschluss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (19') durch Einschnitte (19'') in der umlaufenden Dichtlippe (19) gebildet
sind oder dass zwischen den einzelnen Segmenten (19') die Abstände eine Länge (A)
aufweisen, welche die Länge (B) der Segmente (19') erreichen oder grösser als die
Länge (B) der Segmente (19') sind.
1. A screw-type closure (1) of plastic material for screwing onto a thread on a bottle
neck (11) of a bottle (13) of glass or plastic material, comprising a closure top-face
(3) and a cylindrical lateral closure-face (5), which is connected to the closure
top-face (3) and on the inside of which thread portions (7) are constructed which
are intended to engage with the thread of the bottle neck (11), and a closure membrane
(37) which is supported on at least one continuous circumferential resilient spacer
(31) on the closure top-face, the spacer (31) being intended to lie opposite the end
face (23) of the bottle neck (11), characterised in that a sealing lip (19) is integrally formed on the closure top-face (3) such that it
is located radially outside the spacer (31) and concentric therewith, said sealing
lip resting radially inside against the closure membrane (37), and in that the closure top-face (3) has a thin point, at least in the region (S1) which is laterally radially inside the root (29) of the sealing lip (19), said thin
point forming a resilient zone and a groove-shaped space (28) for temporarily receiving
part of the closure membrane (37) when there is an increase in the internal pressure
in the bottle (13).
2. A screw-type closure according to Claim 1, characterised in that thin points in the lid top-face (3) are formed on both sides of the root (29) of
the sealing lip (19).
3. A screw-type closure according to one of Claims 1 or 2, characterised in that the sealing lip (19) projects axially downwards past the vertex of the adjacently
arranged spacer (31) to the height (h1), the vertex being located at the height (h2).
4. A screw-type closure according to Claim 3, characterised in that, on the flank face (25) directed inwards towards the space (28), the sealing lip
(19) has a circumferential step (P) having a pressure edge.
5. A screw-type closure according to Claim 4, characterised in that, in the unloaded condition, the step (P) is located at the same height (h2) as the
vertex of the at least one spacer (31).
6. A screw-type closure according to one of Claims 1 to 5, characterised in that a second spacer (35) is integrally formed on the lid top-face such that it is located
radially inside the first spacer (31).
7. A screw-type closure according to one of Claims 1 to 6, characterised in that an annular groove (36) reducing the thickness of the lid top-face (3) is formed radially
inside the spacer (31) in the lid top-face (3).
8. A screw-type closure according to one of Claims 1 to 6, characterised in that the thickness (d1) of the closure membrane (37), at least in the contact region with the bottle neck
(11), is greater than the thickness (d2) in the central region.
9. A screw-type closure according to one of Claims 1 to 8, characterised in that the sealing lip (19) is divided into a plurality of segments (19').
10. A screw-type closure according to Claim 9, characterised in that the segments (19') are formed by incisions (19'') in the circumferential sealing
lip (19), or in that the spacings between the individual segments (19') have a length (A) which is the
same as the length (B) of the segments (19') or greater than the length (B) of the
segments (19').
1. Bouchon vissable (1) en matière plastique, destiné à être vissé sur un filetage d'un
goulot (11) d'une bouteille (13) en verre ou matière plastique, comprenant un fond
de bouchon (3) et une enveloppe de bouchon cylindrique (5) reliée au fond de bouchon
(3), enveloppe sur la face intérieure de laquelle des sections de filetage (7) sont
formées, qui sont destinées à s'engager sur le filetage du goulot (11), avec une membrane
de bouchon (37) appuyée sur au moins une partie d'écartement (31) périphérique, circulaire,
élastique sur le fond de bouchon (3), la partie d'écartement (31) étant destinée à
se placer en face de la surface frontale (33) du goulot (11), caractérisé en ce qu'une lèvre d'étanchéité (19) est formée sur le fond de bouchon (3) radialement à l'extérieur
de la partie d'écartement (31) et de manière concentrique à elle, lèvre qui s'appuie
radialement à l'intérieur sur la membrane de bouchon (37), et en ce que le fond de bouchon (3) présente, au moins au niveau (S1) situé latéralement radialement à l'intérieur de la racine (29) de la lèvre d'étanchéité
(19), une zone amincie qui forme une zone élastique et un espace (28) en forme de
rainure pour recevoir temporairement une partie de la membrane de bouchon (37) en
cas de pression interne accrue dans la bouteille (13).
2. Bouchon vissable selon la revendication 1, caractérisé en ce que, des deux côtés de la racine (29) de la lèvre d'étanchéité (19), des zones amincies
sont formées dans le fond de bouchon (3).
3. Bouchon vissable selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que la lèvre d'étanchéité (19) dépasse axialement vers le bas, jusqu'à la hauteur (h1), le sommet situé à la hauteur (h2) de la partie d'écartement (31) placée au voisinage.
4. Bouchon vissable selon la revendication 3, caractérisé en ce que la lèvre d'étanchéité (19) présente, sur sa surface de flanc tournée vers l'intérieur
face à l'espace (28), un gradin périphérique (P) avec un bord de pression.
5. Bouchon vissable selon la revendication 4, caractérisé en ce que le gradin (P) se trouve à l'état non chargé à la même hauteur (h2) que le sommet de la partie d'écartement (31) au nombre d'au moins une.
6. Bouchon vissable selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'une deuxième partie d'écartement (35) est formée sur le fond de bouchon radialement
à l'intérieur de la première partie d'écartement (31).
7. Bouchon vissable selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'une rainure circulaire (36) réduisant l'épaisseur du fond de bouchon (3) est formée
radialement à l'intérieur de la partie d'écartement (31) dans le fond de bouchon (3).
8. Bouchon vissable selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la membrane de bouchon (37) présente au moins dans la zone d'appui sur le goulot
(11) une épaisseur (d1) plus grande que dans la partie centrale d'épaisseur (d2).
9. Bouchon vissable selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que la lèvre d'étanchéité (19) est divisée en plusieurs segments (19').
10. Bouchon vissable selon la revendication 9, caractérisé en ce que les segments (19') sont formés par des entailles (19") ménagées dans la lèvre d'étanchéité
périphérique (19) ou en ce qu'entre les différents segments (19'), les distances présentent une longueur (A) qui
atteint la longueur (B) des segments (19') ou est supérieure à la longueur (B) des
segments (19').