(19)
(11) EP 1 199 258 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
24.04.2002  Patentblatt  2002/17

(21) Anmeldenummer: 00127507.2

(22) Anmeldetag:  15.12.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B65D 85/68
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL LT LV MK RO SI

(30) Priorität: 17.10.2000 DE 20017806 U

(71) Anmelder: IPS Industrial Product Service GmbH
94539 Grafling (DE)

(72) Erfinder:
  • Döring, Helmut U. c/o IPS Industrial Service GmbH
    94539 Grafing (DE)

(74) Vertreter: Pausch, Thomas, Dipl.-Phys. 
Schirmgasse 294
84028 Landshut
84028 Landshut (DE)

   


(54) Transportvorrichtung für ein Zweirad


(57) Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung (7) für ein Zweirad, welches insbesondere auch ein teilweise zerlegtes Zweirad darstellt, mit einer das Zweirad zum Zwecke des Transportes schützenden Umhüllung bestehend aus mehreren Wandteilen, nämlich einem ersten und einem zweiten Bodenwandteil (1a,1b), deren Größe im Wesentlichen des zu transportierenden Zweirades angepasst ist, und vier in der Breite schmäleren, der Breite des Zweirades entsprechenden Seitenwandteilen (2a,2b,2c,2d) und mit einer den Boden- und Seitenwandteilen zugeordneten Scharniereinrichtung (3) für eine im Wesentlichen vollständige Zusammenlegbarkeit der Umhüllung, wobei des Weiteren an den dem Boden zugewandten Rändern der beiden Bodenwandteile (1a,1b) eine Ansatzeinrichtung (4) für den Ansatz eines Fördermittels vorgesehen bzw. ausgebildet ist.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Transportvorrichtung für ein Zweirad, welches insbesondere auch ein teilweise zerlegtes Zweirad darstellt, mit einer das Zweirad zum Zwecke des Transportes schützenden Umhüllung bestehend aus mehreren Wandteilen.

[0002] Fabrikneue Zweiräder wie insbesondere Fahrräder werden ab Werk derzeit völlig unzureichend zum Versand oder zur Lagerung gegeben. Sofern überhaupt ein Schutz des zu transportierenden Fahrrades vorgesehen ist (in den meisten Fällen werden Fahrräder völlig ungeschützt versendet), besteht dieser einfach aus einer mehr oder weniger vorgefertigten Pappumhüllung. Aufgrund des unzureichenden Schutzes ist die Beschädigungsquote während des Transportes oder der Lagerung von Fahrrädern unverhältnismäßig hoch. Des Weiteren sind die vorbekannten Verpackungsmittel überhaupt nicht geeignet für einen Transport mehrerer Fahrräder vermittels einem Fördermittel wie beispielsweise Hubwagen oder Gabelstapler.

[0003] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportvorrichtung für ein Zweirad, insbesondere ein Fahrrad zur Verfügung zu stellen, welche einen hinreichenden Schutz des zu transportierenden Fahrrades gewährleistet, und dabei möglichst einfach zu händeln ist und für den Leertransport ein möglichst geringes Transportvolumen in Anspruch nimmt, und eine möglichst einfache und effektive Handhabung sowohl beim Verpacken als auch Entpacken des Zweirades als auch Transport und Lagerung des verpackten Zweirades ermöglicht.

[0004] Die Aufgabe wird durch eine Transportvorrichtung für ein Zweirad nach Anspruch 1 gelöst.

[0005] Der erfindungsgemäße Gegenstand umfasst eine Transportvorrichtung für ein Zweirad, welches insbesondere auch ein teilweise zerlegtes Zweirad darstellt, mit einer das Zweirad zum Zwecke des Transportes schützenden Umhüllung bestehend aus mehreren Wandteilen, nämlich einem ersten und einem zweiten Bodenwandteil, deren Größe im Wesentlichen dem zu transportierenden Zweirades angepasst ist, und vier in der Breite schmäleren, der Breite des Zweirades entsprechenden Seitenwandteilen, und mit einer den Boden- und Seitenwandteilen zugeordneten Scharniereinrichtung für eine im Wesentlichen vollständige Zusammenlegbarkeit der Umhüllung, wobei des Weiteren an den dem Boden zugewandten Rändern der beiden Bodenwandteile eine Ansatzeinrichtung für den Ansatz eines Fördermittels vorgesehen bzw. ausgebildet ist.

[0006] Die Erfindung umfasst eine Mehrweg, d. h. mehrmals verwendbare Transportvorrichtung für zweirädrige Verkehrsmittel oder ähnliche Fahrzeuge, insbesondere Fahrräder, welche für einen Leertransport bzw. Rücktransport in einfachster Handhabung zusammenklappbar ist, um das Transportvolumen zu minimieren. Die Transportvorrichtung besteht aus sechs oder mehr Teilen, die aus Voll- oder Schichtholz und/oder Metall und/oder Kunststoffen, vorzugsweise auch faserverstärkten Kunststoffen gefertigt ist, wobei die einzelnen Bestandteile der Transportvorrichtung über Scharniere miteinander beweglich verbunden und/oder teilweise verbunden sind.

[0007] Vor dem Versand eines zweirädrigen Verkehrsmittels wird die Transportvorrichtung entfaltet, und das Verkehrmittel in die noch einseitig geöffnete Transportvorrichtung geschoben. Nach Verschließen der Tür ist das Verkehrsmittel für den Versand oder für die Lagerung geeignet. Aussparungen am Boden der Transportvorrichtung ermöglichen den Transport auch mehrerer Transportvorrichtungen mit einem Hubwagen oder Gabelstapler, wobei die Aussparungen mit einer Schiene begrenzt sein können, um ein Abkippen von der Gabel des Hubwagens oder Gabelstaplers zu verhindern.

[0008] Die einzelnen Bestandteile der Transportvorrichtung sind dergestalt ausgebildet bzw. geschnitten, dass die Transportvorrichtung im zusammengeklappten Zustand übereinander stapelbar sind.

[0009] Bei der Entnahme des Verkehrsmittels aus der Transportvorrichtung wird eine Tür geöffnet und das Verkehrsmittel entnommen. Nach dem Öffnen der zweiten Tür kann die Transportvorrichtung zusammengeklappt werden, um sie raumsparend zu lagern oder zu transportieren.

[0010] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

[0011] Weitere Zweckmäßigkeiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles anhand der Zeichnung. Es zeigt:
Figur 1
ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung im aufgestellten Zustand;
Figur 2
das Ausführungsbeispiel im zusammengeklappten Zustand;
Figur 3
schematisch im Querschnitt von der Seite den unteren Bereich eines zweiten Ausführungsbeispieles im aufgeklappten Zustand; und
Figur 4
schematisch das zweite Ausführungsbeispiel im zusammengeklappten Zustand.


[0012] Die in den Figuren 1 und 2 dargestellte Ausführungsform umfasst eine erfindungsgemäße Transportvorrichtung 7 für ein (nicht näher dargestelltes) Zweirad, welches insbesondere auch ein teilweise zerlegtes Zweirad darstellt, mit einer das Zweirad zum Zwecke des Transportes schützenden Umhüllung bestehend aus mehreren Wandteilen, nämlich einem ersten und einem zweiten Bodenwandteil 1a, 1b, deren Größe im Wesentlichen des zu transportierenden Zweirades angepasst ist, und vier in der Breite schmäleren, der Breite des Zweirades entsprechenden Seitenwandteilen 2a, 2b, 2c, 2d, und mit einer den Boden- und Seitenwandteilen zugeordneten Scharniereinrichtung 3 für eine im Wesentlichen vollständige Zusammenlegbarkeit der Umhüllung, wobei des Weiteren an den dem Boden zugewandten Rändern der beiden Bodenwandteile 1a und 1b eine Ansatzeinrichtung 4 für den Ansatz eines Fördermittels vorgesehen bzw. ausgebildet ist.

[0013] Ein Seitenwandteil oder ein Bodenwandteil ist aus einem starren Material, insbesondere aus Voll- oder Schichtholz und/oder Metall und/oder aus Kunststoff, auch faserverstärkt, gefertigt. Die Scharniereinrichtung 3 weist mehrere Scharniere 5 auf, vermittels welcher wenigstens ein Teil der Wandteile miteinander wenigstens abschnittsweise beweglich verbunden sind.

[0014] Die Ansatzeinrichtung 4 ist durch zwei nebeneinander angeordnete Aussparungen 6 am bodenseitigen Rand des ersten und zweiten Bodenwandteils 1a, 1b ausgebildet, wobei die Aussparungen 6 am bodenseitigen Randbereich der Transportvorrichtung 7 für den Angriff der Huborgane eines Hubwagens oder Gabelstaplers ausgebildet sind. Die Aussparungen 6 können mit einer lediglich in Figur 2 näher dargestellten Schiene 14 begrenzt sein.

[0015] Die Bodenwandteile 1a, 1b, 8 können mit Durchtrittsöffnungen 9 versehen sein, welche den Durchtritt von Teilen des Zweirades oder auch nur die Durchsicht ermöglichen.

[0016] Die Wandteile der Umhüllung sind in hintereinander folgender Reihenfolge wie folgt angeordnet: ein erstes Bodenwandteil 1a, daran über ein Scharnier 5 ein erstes angelenktes äußeres Seitenwandteil 2a, daran über ein Scharnier angelenkt ein zweites Bodenwandteil 1b, daran über ein Scharnier 5 ein zweites angelenktes äußeres Seitenwandteil 2b, sowie über Scharniere 5 angelenkte dritte und vierte Seitenwandteile 2c, 2d, wobei wenigstens eines der Seitenwandteile, im dargestellten Fall der Teil 2b durch eine Türe 8 ausgebildet ist.

[0017] Bei dem in den Figuren 3 und 4 dargestellten zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist zusätzlich eine Stütz- bzw. Ausrichteinrichtung 10 vorgesehen, vermittels welcher eine definierte, vorzugsweise mittige Ausrichtung des Transportgutes während des Transportes bzw. Lagerung gewährleistet werden kann. Im dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Stütz- bzw. Ausrichteinrichtung 10 über Scharniere 13 an den ersten und zweiten Bodenwandteilen 1a und 1b angelenkte Stützteile 11, 12 aus Voll- oder Schichtholz und/oder aus Kunststoff, auch faserverstärkt, welche dergestalt angeordnet bzw. ausgebildet sind, dass im aufgestellten Zustand der Transportvorrichtung in der Mitte am Boden eine Vertiefung entsteht, in welche das zu transportierende Zweirad mittig aufgenommen ist. Die Lage der Stützteile 11 und 12 der Stütz- bzw. Ausrichteinrichtung 10 im zusammengeklappten Zustand der Transportvorrichtung ergibt sich ohne Weiteres aus der schematischen Darstellung gemäß Figur 4.


Ansprüche

1. Transportvorrichtung für ein Zweirad, welches insbesondere auch ein teilweise zerlegtes Zweirad darstellt, mit einer das Zweirad zum Zwecke des Transportes schützenden Umhüllung bestehend aus mehreren Wandteilen, nämlich einem ersten und einem zweiten Bodenwandteil (1a, 1b), deren Größe im Wesentlichen des zu transportierenden Zweirades angepasst ist, und vier in der Breite schmäleren, der Breite des Zweirades entsprechenden Seitenwandteilen (2a, 2b, 2c, 2d), und mit einer den Boden- und Seitenwandteilen zugeordneten Scharniereinrichtung (3) für eine im Wesentlichen vollständige Zusammenlegbarkeit der Umhüllung, wobei des Weiteren an den dem Boden zugewandten Rändern der beiden Bodenwandteile (1a, 1b) eine Ansatzeinrichtung (4) für den Ansatz eines Fördermittels vorgesehen bzw. ausgebildet ist.
 
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Seitenwandteil (2a, 2b, 2c, 2d) oder ein Bodenwandteil (1a, 1b) aus einem starren Material, insbesondere aus Voll- oder Schichtholz und/oder Metall und/oder aus Kunststoff, auch faserverstärkt, gefertigt ist.
 
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Scharniereinrichtung (3) mehrere Scharniere (5) aufweist, vermittels welcher wenigstens ein Teil der Wandteile miteinander wenigstens abschnittsweise beweglich verbunden sind.
 
4. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ansatzeinrichtung (4) durch zwei nebeneinander angeordnete Aussparungen (6) am bodenseitigen Rand des ersten und zweiten Bodenwandteils (1a, 1b) ausgebildet ist.
 
5. Transportvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Aussparungen (6) am bodenseitigen Randbereich der Transportvorrichtung (7) für den Angriff der Huborgane eines Hubwagens oder Gabelstaplers ausgebildet sind.
 
6. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Bodenwandteile (1a, 1b) mit Durchtrittsöffnungen versehen sind, welche den Durchtritt von Teilen des Zweirades oder auch nur die Durchsicht ermöglichen.
 
7. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandteile der Umhüllung in hintereinander folgender Reihenfolge wie folgt angeordnet sind: ein erstes Bodenwandteil (1a), daran über ein Scharnier (5) ein erstes angelenktes äußeres Seitenwandteil (2a), daran über eine Scharnier (5) angelenkt ein zweites Bodenwandteil (1b), daran über ein Scharnier (5) ein zweites angelenktes äußeres Seitenwandteil (2b), sowie über Scharniere (5) angelenkte dritte und vierte Seitenwandteile (2c, 2d), wobei wenigstens eines der Seitenwandteile (2a, 2b, 2c, 2d) durch eine Türe (8) ausgebildet ist.
 
8. Transportvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzlich eine Stütz- bzw. Ausrichteinrichtung (10) für eine definierte, vorzugsweise mittige Ausrichtung des Transportgutes während des Transportes bzw. Lagerung vorgesehen ist.
 
9. Transportvorrichtung nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Stütz- bzw. Ausrichteinrichtung (10) über Scharniere (13) an den ersten und zweiten Bodenwandteilen (1a, 1b) angelenkte Stützteile (11, 12) aufweist.
 




Zeichnung










Recherchenbericht