[0001] Die Erfindung betrifft einen Treibenstangenverschluss mit einem Hauptschloss und
wenigstens einem, mit dem Hauptschloss über wenigstens eine Treibstange angekoppelten
Zusatzriegelschloss, wobei das Zusatzriegelschloss ein Riegelgehäuse, einen Schwenkriegel
und einen Treibstangen-Anschlussschieber aufweist.
[0002] Aus der EP-A-0 578 004 ist ein Treibstangenverschluss mit einem vom Hauptschlosskasten
entfernt angeordneten Zusatzriegelschloss mit Zusatzriegel bekannt geworden. Der Zusatzriegel
ist in einem zumindest aus zwei Teilen bestehenden Gehäuse untergebracht und schwenkbar
an einer gehäusefesten Drehachse gelagert. Das Ausschwenken erfolgt mittels eines
schwimmenden Bolzens, der von den beiden Treibstangen-Anschlussschiebern bei Betätigung
der Treibstange mitgeschleppt wird. Je nach Riegelposition wirken unterschiedlich
lange Arme zwischen der Drehachse des Riegels und dem schwimmenden Bolzen. Eine Rückdrücksicherung
gegen unbefugtes Zurückschwenken des ausgeschwenkten Riegels wird durch die Lage der
Schlitze im Schwenkriegel und im Gehäuse geschaffen. Der zurückgeschwenkte Riegel
ist gegen unbeabsichtigtes Ausschwenken durch eine Druckfeder gesichert.
[0003] Aus der EP-A-0 634 552 ist ebenfalls ein Treibstangenverschluss mit einem vom Hauptschlosskasten
entfernt angeordneten Zusatzriegelschloss mit Zusatzriegel bekannt geworden. Der Zusatzriegel
ist ebenfalls in einem zumindest aus zwei Teilen bestehenden Gehäuse untergebracht
und mit einer Drehachse verschwenkbar am Gehäuse gelagert. Dieser Zusatzriegel weist
eine seitliche Ausnehmung auf, in die ein an einem Treibstangen-Anschlussschieber
angebrachter Mitnehmer eingreift und den Schwenkriegel bei einer Treibstangenbetätigung
aus- bzw. einschwenken kann. Beim Ausschwenken wirken unterschiedlich lange Hebelarme
zwischen Riegelschwenkachse und Mitnehmer. Durch die Form der Ausnehmung und des Mitnehmers
ist der Riegel sowohl in der ausgeschwenkten als auch in der zurückgezogenen Lage
gesichert.
[0004] Aus der DE-A-34 27 712 ist ebenfalls ein Treibstangenschloss mit einem Zusatzriegelschloss
mit Zusatzriegel bekannt geworden, der aber einen konstanten Hebelarm zwischen Drehachse
und Steuerzapfen aufweist. Hierdurch wird aber ein ungünstiger Momentenverlauf erreicht.
Der Riegel ist außerdem nicht in beiden Endlagen gesichert. Er weist jedoch eine Rückdrücksperre
auf.
[0005] Aus der EP-A-0 891 465 ist ein Hakenriegel-Zusatzschloss bekannt geworden, welches
jedoch mit einem ungünstigen, abnehmenden Hebellängenverlauf beim Ausschwenken des
Riegels versehen ist. Ferner sind zwei Treibstangen-Anschlussschieber vorgesehen,
welche eine Antriebsachse beaufschlagen. In das einteilige Gehäuse werden die Bauteile
durch die stulpseitige Öffnung eingeschoben.
[0006] Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Zusatziegelschlösser gemäß dem Stand
der Technik entweder aufwendig aufgebaut sind oder den derzeitigen Anforderungen an
den Bedienungskomfort bzw. an die Einbruchsicherheit nicht genügen.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Zusatzriegelschloss bereitzustellen,
das einen kostengünstigen und einfachen Aufbau, d.h. einen aus wenigen Teilen bestehenden
Aufbau besitzt und das einfach hergestellt werden kann und eine hohe Einbruchsicherheit
aufweist. Außerdem soll der Bedienungskomfort, d.h. der Kraftverlauf über den Drehwinkel
des Schwenkriegels den heutigen Erfordernissen entsprechen und das Schloss soll zuverlässig
und dauerhaft funktionieren.
[0008] Diese Aufgabe wird bei einem Treibstangenverschluss der eingangs genannten Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass der Treibstangen-Anschlussschieber einen in Richtung auf den
Schwenkriegel abragenden Nocken aufweist, dass der Schwenkriegel mit einem Steuerschlitz
versehen ist, dass der Steuerschlitz als Sackloch ausgebildet ist.
[0009] Eine Ausführungsform sieht vor, dass das Riegelgehäuse wenigstens einen Führungsvorsprung
für den Treibstangen-Anschlussschieber und den Schwenkriegel aufweist.
[0010] Das erfindungsgemäße Zusatzriegelschloss ist so aufgebaut, dass die Bauteile ebenfalls
durch die stulpseitige Öffnung in das Riegelgehäuse eingeschoben werden können. Außerdem
bedarf es lediglich eines einzigen Treibstangen-Anschlussschiebers, über welchen der
Schwenkriegel angesteuert wird. Dabei greift der am Treibstangen-Anschlussschieber
vorgesehene Nocken in den Steuerschlitz des Schwenkriegels ein, schwenkt diesen aus
und bildet bei ausgeschwenktem Schwenkriegel eine Rückdrücksperre gegen unbefugtes
Zurückschwenken. Die gesamten Führungs- und Lagerungsfunktionen innerhalb des Riegelgehäuses
werden von den Führungsvorsprüngen übernommen, die zum einen den Treibstangen-Anschlussschieber
in Position halten und während dessen Verschiebebewegung führen und zwischen sich
den Schwenkriegel aufnehmen.
[0011] Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass das Riegelgehäuse einteilig ausgebildet
ist. Dies hat den wesentlichen Vorteil, dass bei der Montage keine Vernietung, Verpressung,
Verprägung oder Verschraubung erforderlich ist, um die Teile des Riegelgehäuses aneinander
zu befestigen. Bevorzugt ist das Riegelgehäuse ein Metalldruckguss-, insbesondere
ein Zinkdruckgussteil, oder ein Spritzgussteil. Metalldruckgussteile besitzen eine
sehr hohe Festigkeit und sind preiswert herzustellen. Spritzgusselemente sind sehr
leicht und können durch eine Glasfaserverstärkung ebenfalls hohe Festigkeiten besitzen.
[0012] Bevorzugt sind die Führungsvorsprünge als Führungsleisten ausgebildet. Diese verlaufen
insbesondere orthogonal zur Bewegungsrichtung des Treibstangen-Anschlussschiebers,
d.h. ein als Druckguss- oder Spritzgussteil hergestelltes Riegelgehäuse ist problemlos
entformbar. Dabei sind die Führungsleisten so angeordnet, dass sie den Treibstangen-Anschlussschieber
in jeder Verschiebelage optimal führen. Insbesondere kann auch die Innenseite der
Rückwand des Riegelgehäuses mit einer Führungsnut versehen sein, in welcher die der
Rückwand zugewandte Kante des Treibstangen-Anschlussschiebers geführt wird.
[0013] Bevorzugt sind die Führungsvorsprünge bzw. Führungsleisten an einer Innenseite oder
an beiden Innenseiten des Riegelgehäuses vorgesehen. Ein weiterer Vorteil der Führungsvorsprünge
bzw. Führungsleisten ist, dass sie aufgrund der geringen Auflagefläche die Reibung
zwischen dem Riegelgehäuse und den bewegten Teilen im Gehäuse, nämlich dem Treibstangen-Anschlussschieber
und dem Schwenkriegel, auf ein Minimum reduzieren.
[0014] Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Schwenkriegel einteilig
mit angeformter Schwenkachse ausgebildet ist. Durch diese Maßnahme wird die Anzahl
an Bauteilen weiter reduziert. Außerdem ist ein derartiger Schwenkriegel mit angeformter
Schwenkachse einfach herzustellen.
[0015] Mit Vorzug ist der Schwenkriegel bei einem Ausführungsbeispiel mit einem in Richtung
auf den Treibstangen-Anschlussschieber vorspringenden Ausschwenk-Verhinderungszapfen
versehen. Mit diesem Ausschwenk-Verhinderungszapfen wird sichergestellt, dass ein
unkontrolliertes Ausschwenken des Schwenkriegels z.B. beim Transport des Riegels,
des Türverschlusses oder der fertigen Tür verhindert wird.
[0016] Bei einer Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Steuerschlitz des Schwenkriegels
im Wesentlichen in radialer Richtung bezüglich der Schwenkachse des Schwenkriegels
verläuft. Dies hat den wesentlichen Vorteil, dass der Bedienungskomfort erhöht wird,
da der Kraftverlauf über den Drehwinkel des Schwenkriegels ansteigt und daher mit
zunehmend ausschwenkendem Schwenkriegel höhere Kräfte zum Heranziehen einer z.B. verzogenen
Tür aufgebracht werden können.
[0017] Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Steuerschlitz
einen bei ins Riegelgehäuse eingeschwenktem Schwenkriegel parallel zur Bewegungsrichtung
des Treibstangen-Anschlussschiebers verlaufenden ersten Abschnitt und einen dazu senkrechten
zweiten Abschnitt aufweist. Dabei befindet sich zwischen dem ersten und dem zweiten
Abschnitt ein schräg verlaufender dritter Abschnitt. Bei eingeschwenktem Schwenkriegel
befindet sich der Nocken des Treibstangen-Anschlussschiebers im ersten Abschnitt.
Dies bedeutet, dass der zweite Abschnitt für den ausgeschwenkten Schwenkriegel mit
seinen Flanken eine Rückdrücksicherung bildet. Die Kräfte werden von diesem zweiten
Abschnitt auf den Nocken des Treibstangen-Anschlussschiebers und von diesem auf die
Rückseite des Riegelgehäuses übertragen.
[0018] Bei einer anderen Ausführungsform weist der Schwenkriegel Aufnahmen für eine Schwenkachse
und/oder Ausschwenk-Verhinderungszapfen auf. Diese bei einem alternativen Ausführungsbeispiel
vorgesehenen Aufnahmen sind in der Regel bei einem Stahlriegel vorgesehen, in welchen
entsprechend geformte Schwenkachsen oder Zapfen lose eingesetzt oder eingepresst werden.
[0019] Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass der Treibstangen-Anschlussschieber
mit einer Aussparung für einen am Schwenkriegel vorgesehenen Ausschwenk-Verhinderungszapfen
versehen ist. Diese Aussparung ist mit einer Schulter versehen, welche in der eingeschwenkten
Stellung des Schwenkriegels den Ausschwenk-Verhinderungszapfen hintergreift und ein
Ausschwenken des Schwenkriegels verhindert. Erst durch geringfügige Verlagerung des
Treibstangen-Anschlussschiebers, bei welcher die Schulter aus dem Schwenkbereich des
Ausschwenk-Verhinderungszapfens verschoben wird, kann der Schwenkriegel ausgeschwenkt
werden.
[0020] Eine einfache Herstellung und Verringerung an Bauteilen wird weiterhin dadurch erzielt,
dass der am Treibstangen-Anschlussschieber vorgesehen Nocken durch Umformung ausgeprägt
ist. Durch die insbesondere Kaltverformung des Treibstangen-Anschlussschiebers wird
dieser Bereich zusätzlich verfestigt.
[0021] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann der Nocken auch auf den Treibstangen-Anschlussschieber
aufgeschweißt oder in diesen eingesetzt sein.
[0022] Mit Vorzug sind alle Bauteile ineinander einsteckbar, so dass keine Verschraubungen,
Vernietungen oder Verprägungen erforderlich sind.
[0023] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein besonders bevorzugtes
Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Dabei können die in der Zeichnung
dargestellten sowie in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. In der
Zeichnung zeigen:
- Figur 1
- einen Längsschnitt durch ein Zusatzriegelschloss mit eingeschwenktem Schwenkriegel;
- Figur 2
- einen Schnitt II-II gemäß Figur 1;
- Figur 3
- eine Ansicht in Richtung des Pfeils III gemäß Figur 1;
- Figur 4
- einen Längsschnitt durch das Zusatzriegelschloss gemäß Figur 1 mit ausgeschwenktem
Schwenkriegel;
- Figur 5
- eine Seitenansicht eines Treibstangenanschluss-Schiebers;
- Figur 6
- eine Seitenansicht eines Schwenkriegels; und
- Figur 7
- einen Längsschnitt durch das Schiebergehäuse.
[0024] Die Figur 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein Zusatzriegelschloss, welches insgesamt
mit 10 bezeichnet ist. Ein derartiges Zusatzriegelschloss 10 ist Teil eines Treibstangenverschlusses
und wird von einem Hauptschloss mittels einer Treibstange angetrieben. Die nicht dargestellte
Treibstange wird über entsprechende Kupplungen 12 mit einem Treibstangen-Anschlussschieber
14, welcher im Riegelgehäuse 16 verschieblich gelagert ist, gekuppelt. Dieser Treibstangen-Anschlussschieber
14 liegt mit seiner rückwärtigen Kante an der Innenseite der Rückwand 18 des Riegelgehäuses
16 an und stützt sich an dieser ab. Vorteilhaft weist die Rückwand 18 eine Führungsnut
20 zur Aufnahme des Treibstangen-Anschlussschiebers 14 auf. Der im Wesentlichen U-förmig
gestaltete Treibstangen-Anschlussschieber 14 besitzt zwischen den beiden Kupplungen
12 noch einen Lappen 22, an welchem ein Nocken 24 angeformt ist. Vorzugsweise ist
der Nocken 24 durch Prägung aus der Ebene des Treibstangen-Anschlussschiebers 14 herausgedrückt.
Zwischen dem Lappen 22 und der benachbarten Kupplung 12 befindet sich eine Freisparung
26, in welche eine Schulter 28 geringfügig hineinragt. Die Schulter 28 untergreift,
wie in Figur 1 dargestellt, einen Ausschwenk-Verhinderungszapfen 30, der an einem
Schwenkriegel 32 angeformt ist.
[0025] Dieser Schwenkriegel 32 besitzt, wie aus Figur 6 ersichtlich, eine Schwenkachse 34,
die entweder einstückig angeformt, in eine entsprechende Aufnahme eingesetzt oder
eingepresst ist. Diese Schwenkachse 34, die beidseitig vom Schwenkriegel 32 absteht,
liegt in U-förmigen Aufnahmen 36 des Riegelgehäuses 16. Ferner greift der Nocken 24
in einen Steuerschlitz 38, der an einer Seitenfläche des Schwenkriegels 32 vorgesehen
ist. Dieser Steuerschlitz 38 ist nach Art eines Sackloches ausgebildet und besitzt
einen ersten Abschnitt 40, welcher sich im Wesentlichen parallel zur Bewegungsrichtung
42 des Treibstangen-Anschlussschiebers 14 erstreckt. An diesen ersten Abschnitt 40
schließt sich ein schräg dazu verlaufender dritter Abschnitt 44 an, der in einen zum
ersten Abschnitt 40 orthogonal ausgerichteten zweiten Abschnitt 46 mündet.
[0026] Aus Figur 1 ist ersichtlich, dass der Nocken 24 durch Verlagerung des Treibstangen-Anschlussschiebers
14 innerhalb des ersten Abschnitts 40 bewegt werden kann, ohne dass der Schwenkriegel
32 verschwenkt wird. Wird der Nocken 24 in der in der Figur 1 dargestellten Position
durch Verlagerung des Treibstangen-Anschlussschiebers 14 nach links bewegt, dann wird
die Schulter 28 ebenfalls nach links bewegt und der Ausschwenk-Verhinderungszapfen
30 kommt frei. Durch weitere Verlagerung des Treibstangen-Anschlussschiebers 14 nach
links tritt der Nocken 24 vom ersten Abschnitt 40 in den dritten Abschnitt 44 ein
und der Schwenkriegel 32 wird um die Schwenkachse 34 verschwenkt und tritt aus dem
Riegelgehäuse 16 allmählich aus. Dabei entfernt sich der Nocken 24 immer weiter von
der Schwenkachse 34, wodurch das Drehmoment für die Ausschwenkbewegung des Schwenkriegels
32 erhöht wird. Eine z.B. verzogene Tür kann dann über am freien Ende des Schwenkriegels
32 vorgesehene Schrägflächen 48 herangezogen werden.
[0027] Ist der Schwenkriegel 32 vollständig aus dem Riegelgehäuse 16 ausgeschwenkt, was
in Figur 4 dargestellt ist, dann befindet sich der Nocken 24 im zweiten Abschnitt
46 des Steuerschlitzes 38. Wird nun der Schwenkriegel 32 unbefugterweise entgegen
dem Uhrzeigersinn um die Schwenkachse 34 zurückgedrückt, dann verhindert die Nutflanke
des zweiten Abschnitts 46 eine Verlagerung des Nockens 24 und bildet somit eine Rückdrücksicherung.
[0028] Der Ausschwenk-Verhinderungszapfen 30 befindet sich in der vollständig ausgeschwenkten
Stellung des Schwenkriegels 32 in der hierfür vorgesehenen Freisparung 26 des Treibstangen-Anschlussschiebers
14.
[0029] In den Figuren 3 und 7 sind Führungsvorsprünge 50 erkennbar, die als Führungsleisten
52 ausgebildet sind. Diese Führungsleisten 52 halten und führen den Treibstangen-Anschlussschieber
14 während dessen Bewegung zwischen der Offen- und Schließstellung des Zusatzriegelschlosses
10. Diese Führungsleisten 52 sind an die Gehäuseinnenwandung angeformt und dienen
der Versteifung des Riegelgehäuses 16.
[0030] Es ist aus der Zeichnung deutlich erkennbar, dass das Zusatzriegelschloss 10 aus
dem Riegelgehäuse 16, dem Treibstangen-Anschlussschieber 14 und dem Schwenkriegel
32 aufgebaut ist. Sowohl der Treibstangen-Anschlussschieber 14 als auch der Schwenkriegel
32 werden durch die stulpseitige Öffnung 54 (Figur 7) in das Riegelgehäuse 16 eingeführt
und werden in diesem von den Führungsleisten 52 zusammengehalten. Der einfache Aufbau
und die geringe Anzahl an Bauteilen erlauben eine preiswerte Fertigung und kostengünstige
Montage des Zusatzriegelschlosses 10.
1. Treibstangenverschluss mit einem Hauptschloss und wenigstens einem, mit dem Hauptschloss
über wenigstens eine Treibstange angekoppelten Zusatzriegelschloss (10), wobei das
Zusatzriegelschloss (10) ein Riegelgehäuse (16), einen Schwenkriegel (32) und einen
Treibstangen-Anschlussschieber (14) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Treibstangenanschluss-Schieber (14) einen in Richtung auf den Schwenkriegel (32)
abragenden Nocken (24) aufweist, dass der Schwenkriegel (32) mit einem Steuerschlitz
(38) versehen ist, dass der Steuerschlitz (38) insbesondere als Sackloch ausgebildet
ist.
2. Treibstangenverschluss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelgehäuse (16) wenigstens einen Führungsvorsprung (50) für den Treibstangen-Anschlussschieber
(14) und den Schwenkriegel (32) aufweist.
3. Treibstangenverschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelgehäuse (16) einteilig ausgebildet ist.
4. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Riegelgehäuse (16) ein Metalldruckguss-, insbesondere ein Zinkdruckgussteil,
oder ein Spritzgussteil ist.
5. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorsprünge (50) als Führungsleisten (52) ausgebildet sind.
6. Treibstangenverschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsleisten (52) sich orthogonal zur Bewegungsrichtung (42) des Treibstangen-Anschlussschiebers
(14) erstrecken.
7. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsvorsprünge (50) an einer Innenseite oder an beiden Innenseiten des Riegelgehäuses
(16) vorgesehen sind.
8. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Treibstangen-Anschlussschieber (14) an der einer Stulpschiene gegenüberliegenden
Rückseite des Riegelgehäuses (16) abstützt.
9. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkriegel (32) mit einem in Richtung auf den Treibstangen-Anschlussschieber
(14) vorspringenden Ausschwenk-Verhinderungszapfen (30) versehen ist.
10. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschlitz (38) des Schwenkriegels (32) im Wesentlichen in radialer Richtung
bezüglich der Schwenkachse (34) des Schwenkriegels (32) verläuft.
11. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschlitz (38) einen bei ins Riegelgehäuse (16) eingeschwenktem Schwenkriegel
(32) parallel zur Bewegungsrichtung (42) des Treibstangen-Anschlussschiebers (14)
verlaufenden ersten Abschnitt (40) und einen dazu orthogonalen zweiten Abschnitt (46)
aufweist.
12. Treibstangenverschluss nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Abschnitt (40 und 46) ein schräg verlaufender
dritter Abschnitt (44) vorgesehen ist.
13. Treibstangenverschluss nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass sich bei eingeschwenktem Schwenkriegel (32) der Nocken (24) des Treibstangen-Anschlussschiebers
(14) im ersten Abschnitt (40) befindet.
14. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkriegel (32) einteilig mit angeformter Schwenkachse (34) ausgebildet ist.
15. Treibstangenverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwenkriegel (32) Aufnahmen für eine Schwenkachse (34) und/oder einen Ausschwenk-Verhinderungszapfen
(30) aufweist.
16. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Treibstangen-Anschlussschieber (14) mit einer Freisparung (26) für einen am Schwenkriegel
(32) vorgesehenen Ausschwenk-Verhinderungszapfen (30) versehen ist.
17. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der am Treibstangen-Anschlussschieber (14) vorgesehen Nocken (24) durch Umformung
ausgeprägt ist.
18. Treibstangenverschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Nocken (24) als separater, am Treibstangen-Anschlussschieber (14) angebrachter
Nocken ausgebildet ist.
19. Treibstangenverschluss nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle Bauteile ineinander einsteckbar sind.
20. Treibstangenverschluss nach einem der Ansprüche 2 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegelvorsprünge (50) als Versteifungselemente für das Riegelgehäuse (16) ausgebildet
sind.