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EP 1 199 537 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2005 Patentblatt 2005/28 |
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Anmeldetag: 10.09.2001 |
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Rohrwaffe zum Verschiessen elektrisch zündbarer Patronen, die elektronische Komponenten
enthalten
Gun for firing cartridges having electric ignition, whereby the cartridges have electronic
components
Canon pour tirer des cartouches à allumage électrique, lesdites cartouches comportant
des éléments électroniques
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
20.10.2000 DE 10052049
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.04.2002 Patentblatt 2002/17 |
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Patentinhaber: Rheinmetall W & M GmbH |
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29345 Unterlüss (DE) |
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Erfinder: |
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- Breuer, Heinz Günter
47249 Duisburg (DE)
- Hülsewis, Hans
47259 Duisburg (DE)
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Entgegenhaltungen: :
CH-A- 256 259 DE-A- 19 716 227 US-A- 2 868 081
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DE-A- 2 059 665 DE-C- 736 564
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Rohrwaffe zum Verschießen elektrisch zündbarer Patronen,
die elektronische Komponenten enthalten und bei denen am Patronenboden sowohl zur
Verbindung mit einer äußeren Stromquelle ein Zündkontakt als auch zur Verbindung der
elektronischen Komponenten mit einer äußeren elektronischen Steuer- und Auswertevorrichtung
ein Signalkontakt angeordnet ist.
[0002] Großkalibrige Rohrwaffen zum Verschießen elektrisch zündbarer Patronen, wie sie beispielsweise
in Kampfpanzern verwendet werden, umfassen üblicherweise ein in einer Wiege gelagertes
Waffenrohr, an dem verschlußseitig ein Bodenstück mit einem quer zur Seelenachse des
Waffenrohres verschiebbaren Verschlußkeil angeordnet ist. In dem Verschlußkeil befindet
sich eine durch eine Verschlußeinheit axial gegen den Druck einer Feder von einer
zurückgeschobenen Stellung in eine vorgeschobene Stellung verschiebbare Zündübertragungseinheit,
die über eine Zündleitung mit einer an der feststehenden Wiege angeordneten Kontakteinrichtung
elektrisch verbunden ist. Ebenfalls mit dieser Kontakteinrichtung ist die Stromquelle
verbunden, welche die elektrischen Zündsignale erzeugt.
[0003] Aus der DE-OS 20 59 665 ist eine Rohrwaffe zum Verschießen elektrisch zündbarer Patronen
mit zusätzlich in der jeweiligen Patrone enthaltenen elektronischen Komponenten bekannt,
wobei die elektronischen Komponenten zur Ermittlung der Pulvertemperatur der entsprechenden
Patrone dienen. Die von den elektronischen Komponenten ermittelten Daten werden anschließend
über die gleiche Leitung, über die auch die Zündsignale auf die Patrone übertragen
werden, an einen Feuerleitrechner weitergegeben und zur Korrektur der von dem Feuerleitrechner
ermittelten Richt- und/oder Zündsignale herangezogen.
[0004] Die Verwendung der gleichen elektrischen Leitung für die Daten- und Zündsignalübertragung
ist sicherheitstechnisch problematisch, weil dadurch ein ungewolltes Abfeuern der
Patrone nicht mit ausreichender Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
[0005] Aus der DE 197 16 227 A1 ist ferner eine Rohrwaffe der eingangs erwähnten Art bekannt,
mit der elektrisch zündbare Patronen verschossen werden können, an deren Patronenboden
ein zentraler Zündkontakt zur Verbindung mit einer äußeren Stromquelle und ein von
dem Zündkontakt getrennt angeordneter Signalkontakt zur Verbindung mit einem Feuerleitrechner
vorgesehen ist. Allerdings offenbart diese Druckschrift keine näheren Einzelheiten
über den verschlußseitigen Aufbau der entsprechenden Rohrwaffe.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rohrwaffe mit Keilverschluß der eingangs
erwähnten Art anzugeben, bei der auf einfache und sichere Weise sowohl ein Anzünden
der Patrone als auch eine Datenübertragung von der Patrone zu einer externen Einheit
erfolgen kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere,
besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die Unteransprüche.
[0008] Die Erfindung beruht im wesentlichen auf dem Gedanken, statt einer Zündübertragungseinheit
eine Zünd- und Signalübertragungseinheit vorzusehen, in der ein vorzugsweise aus einem
Isoliermaterial bestehendes Gehäuseteil mit zwei parallel zueinander angeordneten
axialen Führungen vorgesehen ist, innerhalb derer zwei federbeaufschlagte, nadelförmig
ausgebildete Kontakteinrichtungen verschiebbar angeordnet sind, derart, daß in der
vorgeschobenen Stellung der Zünd- und Signalübertragungseinheit die erste Kontakteinrichtung
gegen den Zündkontakt und die zweite Kontakteinrichtung gegen den Signalkontakt der
Patrone gedrückt wird. Dabei stützen sich die beiden nadelförmigen Kontakteinrichtungen
auf ihrer der Verschlußeinheit zugewandten Seite jeweils über eine eigene Druckfeder
an dem Gehäuseteil der Zünd- und Signalübertragungseinheit oder einem mit dem Gehäuseteil
verbundenen Teil ab, so daß beide Kontakteinrichtungen in der vorgeschobenen Stellung
der Zünd- und Signalübertragungseinheit -je nach der Anordnung des Zünd- und Signalkontaktes
der im Ladungsraum des Waffenrohres befindlichen Patrone- einen unterschiedlichen
Ausgleichshub ausführen können.
[0009] Als vorteilhaft hat es sich erwiesen, wenn die beiden Kontakteinrichtungen über im
wesentlich parallel zueinander angeordneten elektrischen Leitungen mit der wiegenfesten
Kontakteinrichtung der Rohrwaffe verbunden sind, wobei die Leitungen mindestens in
Teilbereichen jeweils in gemeinsamen leistenförmigen Baugruppen angeordnet sind.
[0010] Mit den wiegenfesten Kontakteinrichtungen kann dann die Feuerleitanlage bzw. die
Zündeinrichtung fest verbunden sein. Zweckmäßigerweise erfolgt die Kontaktierung der
elektrischen Leitungen mit den nadelförmigen Kontakteinrichtungen über Schleifkontakte.
Auf ähnliche Weise können auch die elektrischen Leitungen im Übergangsbereich zwischen
der Zünd- und Signalübertragungseinheit und dem Verschlußkeil sowie im Bereich zwischen
dem Verschlußkeil und dem Bodenstück und/oder zwischen dem Bodenstück und der Rohrwiege
durch Schleifkontakte miteinander verbunden sein.
[0011] Ein besonderer Vorteil der Erfindung besteht ferner darin, daß ein Großteil der Panzer
mit herkömmlicher Rohrwaffe zum Verschießen elektrisch zündbarer Patronen (z.B. der
Kampfpanzer Leopard 2) auf einfache Weise umgerüstet werden können. Eine mechanische
Bearbeitung von Verschlußkeil und Bodenstück ist nicht erforderlich. Es ist in der
Regel lediglich erforderlich, die vorhandene Zündübertragungseinheit durch die erfindungsgemäße
Zünd- und Signalübertragungseinheit auszutauschen. Die vorhandene Verschlußeinheit
zum Verschieben der Zünd- und Signalübertragungseinheit etc. kann hingegen weiter
verwendet werden. Die zur Zündübertragung bei den herkömmlichen Rohrwaffen benötigte
elektrische Leitung wird durch eine aus zwei Leitungen bestehende Verbindung ersetzt,
wobei die bereits vorhandenen Durchführungen durch den Verschlußkeil und das Bodenstück
verwendet werden können.
[0012] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den folgenden anhand
von Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
Fig.1 den Schnitt einer in einem Verschlußkeil axial verschiebbar angeordneten Zünd-
und Signalübertragungseinheit in ihrer zurückgeschobenen Stellung;
Fig.2 den Fig.1 entsprechenden Schnitt, wobei die Zünd- und Signalübertragungseinheit
sich in ihrer vorgeschobenen Stellung befindet, und
Fig.3 die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Zünd- und Signalübertragungseinheit in
einer um 90° um die Seelenachse des entsprechenden Waffenrohres gedrehten Lage.
[0013] In den Fig.1 und 2 ist mit 1 eine Draufsicht auf einen Verschlußkeil bezeichnet,
der in dem Bodenstück 2 (Fig.3) einer Rohrwaffe verschiebbar gelagert ist, wobei in
Fig.1 der Verschluß geöffnet und in Fig.2 der Verschluß geschlossen ist. Mit dem Bezugszeichen
3 ist der gestrichelt dargestellte Patronenboden einer in dem Ladungsraum des entsprechenden
Waffenrohres befindlichen Patrone bezeichnet. An dem Patronenboden 3 befinden sich
außenseitig ein zentraler Zündkontakt 4 und ein ringförmig um den Zündkontakt verlaufender
Signalkontakt 5.
[0014] In dem Verschlußkeil 1 ist eine durch eine Verschlußeinheit 6 axial gegen den Druck
einer Feder 7 (Fig.3) von der in Fig.1 dargestellten zurückgeschobenen Stellung in
die in Fig.2 dargestellte vorgeschobenen Stellung verschiebbare Zünd- und Signalübertragungseinheit
8 angeordnet. Die Verschiebung der Zünd- und Signalübertragungseinheit 8 erfolgt dabei
mit Hilfe eines Steuerbolzens 9, der über einen Umlenkhebel 10 auf die Zünd- und Signalübertragungseinheit
8 wirkt.
[0015] Die Zünd- und Signalübertragungseinheit 8 umfaßt ein aus Kunststoff bestehendes Gehäuseteil
11, welches zwei parallel zueinander angeordnete axiale Führungen 12, 13 besitzt,
innerhalb derer zwei durch Druckfedern 14, 15 beaufschlagte, nadelförmig ausgebildete
Kontakteinrichtungen 16, 17 verschiebbar angeordnet sind. Dabei dient die erste zentrale
Kontakteinrichtung 16 zur Kontaktierung des Zündkontaktes 4 und die zweite Kontakteinrichtung
17 zur Kontaktierung des Signalkontaktes 5 der im Ladungsraum des entsprechenden Waffenrohres
befindlichen Patrone.
[0016] Die beiden Führungen 12, 13 des Gehäuseteiles 11 sind durch ein Deckelteil 18 verschlossen,
an dem der Umlenkhebel 10 angreift. Außerdem stützen sich die auf die nadelförmigen
Kontakteinrichtungen 16, 17 wirkenden Druckfedern 14, 15 einerseits an einem Bund
19, 20 der jeweiligen Kontakteinrichtung 16, 17 und andererseits an hülsenförmigen
Schleifkontakten 21, 22 ab, die an das Deckelteil 18 angrenzen.
[0017] Wie aus Fig.3 entnehmbar ist, sind die beiden Kontakteinrichtungen 16, 17 über eine
Zündleitung 23 und eine parallel zur Zündleitung verlaufende Signalleitung 24 mit
entsprechenden Kontakteinrichtungen 25, 26 der Wiege 27 der entsprechenden Rohrwaffe
verbunden. Die parallel verlaufenden Leitungen 23, 24 sind bereichsweise als leistenförmige
Baugruppen 28, 29 ausgebildet und durch mehrere Kontaktanordnungen unterbrochen. Dabei
sind an der Trennstelle zum (nach Schußabgabe) rücklaufenden Bodenstück 2 an der Wiege
27 Schleifkontakte 30, 31 in Form von Schenkel-Blattfedern angebracht. In der Endstellung
(Waffe in Abfeuerposition) liegen die freien Schenkel der beiden Federn an den entsprechenden
Kontakten der seitlich außen an dem Bodenstück angeordneten, die beiden Leitungen
aufnehmenden Kontaktleiste 28 an.
[0018] Innerhalb des Bodenstückes 2 und des Verschlußkeiles 1 weisen die beiden Leitungen
23, 24 einen im wesentlichen zur Seelenachse 32 des entsprechenden Waffenrohres senkrechten
Verlauf auf. Dabei stehen zwei Kontaktstifte 33, 34 aus dem Gehäuse der Kontaktleiste
28 heraus, die direkt mit zwei Steckkontakten 35, 36 verbunden sind, welche den Leitungsabschnitten
der Zünd- und der Signalleitung innerhalb des Bodenstückes 2 zugeordnet sind.
[0019] Die Stromübertragung von dem Bodenstück 2 zu den Leitungsabschnitten innerhalb des
Verschlußkeiles 1 erfolgt mittels in dem Bodenstück 2 angeordneter federbelasteter
Druckkontakte 37, 38, die sich bei geschlossener Stellung des Verschlußkeiles an die
entsprechenden Kontakte 39, 40 des Verschlußkeiles anlegen.
[0020] Auf ähnliche Weise erfolgt auch die Stromübertragung von den im Verschlußkeil 1 verlaufenden
Leitungsabschnitten auf die Kontakte 41, 42 der Zünd- und Signalübertragungseinheit,
die ihrerseits mit den hülsenförmigen, die Kontakteinrichtungen 16, 17 umschließenden
Schleifkontakten 21, 22 verbunden sind (Fig.1).
[0021] Nachfolgend wird auf die Wirkungsweise der Erfindung eingegangen. Dabei sei angenommen,
daß der Verschluß zunächst geöffnet ist (Fig.1 und 3). In diesem Fall sind die Zündleitung
23 und die Signalleitung 24 aufgrund der geöffneten Stellung des Verschlußkeiles 1
im Bereich des Überganges vom Bodenstück 2 und Verschlußkeil 1 ebenfalls geöffnet.
Außerdem befindet sich die Zünd- und Signalübertragungseinheit 8 in ihrer zurückgeschobenen
Stellung und die vorderen Enden 43 der Kontakteinrichtungen 16, 17 weisen einen Rückstand
44 von z.B. 2 mm gegenüber der Anlagefläche 45 des Verschlußkeiles 1 an dem Patronenboden
3 auf. Ein Abfeuern der geladenen Patrone bzw. eine Datenübertragung ist in diesem
Fall nicht möglich.
[0022] Wird nun der Verschluß geschlossen (Fig.2), so werden auch die Zünd- und die Signalleitung
23, 24 geschlossen, so daß eine elektrische Verbindung zwischen den nadelförmigen
Kontakteinrichtungen 16, 17 und den Kontakteinrichtungen 25, 26 an der Rohrwiege 27
besteht. Bei dem sich anschließenden Verriegeln des Verschlusses wird dann der Steuerbolzen
9 verschoben und der Umlenkhebel 10 verschiebt die Zünd- und Signalübertragungseinheit
8 mit den beiden nadelförmigen Kontakteinrichtungen 16, 17 in ihre vorgeschobene Stellung.
Die beiden Kontakteinrichtungen 16, 17 legen sich an die entsprechenden Kontakte 4,
5 des Patronenbodens 3, wobei die Druckfedern 14, 15 für einen ausreichenden Anpreßdruck
und individuelle Lage sorgen. Die Zünd- und Signalkontakte 4, 5 sind elektrisch nun
über die Zünd- und Signalleitungen 23, 24 mit der Kontakteinrichtung 25, 26 der Rohrwiege
27 verbunden.
Bezugszeichenliste
[0023]
- 1
- Verschlußkeil
- 2
- Bodenstück
- 3
- Patronenboden
- 4
- Zündkontakt, Kontakt
- 5
- Signalkontakt
- 6
- Verschlußeinheit
- 7
- Feder
- 8
- Zünd- und Signalübertragungseinheit
- 9
- Steuerbolzen
- 10
- Umlenkhebel
- 11
- Gehäuseteil
- 12,13
- Führungen
- 14,15
- Druckfedern
- 16
- erste (nadelförmige) Kontakteinrichtung, Kontakt
- 17
- zweite (nadelförmige) Kontakteinrichtung, Kontakt
- 18
- Deckelteil, Teil
- 19,20
- Bunde (Kontakteinrichtungen)
- 21,22
- Schleifkontakte
- 23
- Zündleitung, Leitung
- 24
- Signalleitung, Leitung
- 25,26
- Kontakteinrichtungen (Wiege)
- 27
- Rohrwiege, Wiege
- 28
- leistenförmige Baugruppe, Kontaktleiste
- 29
- leistenförmige Baugruppe
- 30,31
- Schleifkontakte
- 32
- Seelenachse
- 33,34
- Kontaktstifte
- 35,36
- Steckkontakte
- 37,38
- Druckkontakte
- 39-42
- Kontakte
- 43
- vorderes Ende
- 44
- Rückstand
- 45
- Anlagefläche
1. Rohrwaffe zum Verschießen elektrisch zündbarer Patronen, die elektronische Komponenten
enthalten und bei denen am Patronenboden (3) sowohl zur Verbindung mit einer äußeren
Stromquelle ein Zündkontakt (4) als auch zur Verbindung der elektronischen Komponenten
mit einer äußeren elektronischen Steuer- und Auswertevorrichtung ein Signalkontakt
(5) angeordnet ist,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale:
a) die Rohrwaffe umfaßt ein in einer Wiege (27) gelagertes Waffenrohr, an dem verschlußseitig
ein Bodenstück (2) befestigt ist, in dem ein quer zur Seelenachse (32) des Waffenrohres
verschiebbarer Verschlußkeil (1) angeordnet ist;
b) in dem Verschlußkeil (1) befindet sich eine durch eine Verschlußeinheit (6) axial gegen den Druck einer Feder (7) von einer zurückgeschobenen
Stellung in eine vorgeschobene Stellung verschiebbare Zünd- und Signalübertragungseinheit
(8);
c) die Zünd- und Signalübertragungseinheit (8) umfaßt ein Gehäuseteil (11) mit zwei
parallel zueinander angeordneten axialen Führungen (12,13), innerhalb derer zwei federbeaufschlagte,
nadelförmig ausgebildete Kontakteinrichtungen (16,17) verschiebbar angeordnet sind,
derart, daß in der vorgeschobenen Stellung der Zünd- und Signalübertragungseinheit
(8) die erste Kontakteinrichtung (16) gegen den Zündkontakt (4) und die zweite Kontakteinrichtung
(17) gegen den Signalkontakt (5) der Patrone gedrückt wird;
d) die beiden nadelförmigen Kontakteinrichtungen (16,17) stützen sich auf ihrer der
Verschlußeinheit (6) zugewandten Seite jeweils über eine eigene Druckfeder (14,15)
an dem Gehäuseteil (11) der Zünd- und Signalübertragungseinheit (8) oder einem mit
dem Gehäuseteil (11) verbundenen Teil (18) ab.
2. Rohrwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden nadelförmigen Kontakteinrichtungen (16,17) über im wesentlich parallel
zueinander angeordnete elektrische Leitungen (23,24) mit wiegenfesten Kontakteinrichtungen
(25,26) der Rohrwaffe verbunden sind.
3. Rohrwaffe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktierung der elektrischen Leitungen (23,24) mit den nadelförmigen Kontakteinrichtungen
(16,17) über Schleifkontakte (21,22) erfolgt.
4. Rohrwaffe nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Leitungen (23,24) im Übergangsbereich zwischen der Zünd- und Signalübertragungseinheit
(8) und dem Verschlußkeil (1) und/oder im Bereich zwischen dem Verschlußkeil (1) und
dem Bodenstück (2) und/oder zwischen dem Bodenstück (2) und der Wiege (27) durch Schleifkontakte
(30,31) unterbrochen sind.
5. Rohrwaffe nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden parallel zueinander angeordneten Leitungen (23,24) mindestens in Teilbereichen
jeweils in einer gemeinsamen leistenförmigen Baugruppe (28,29) angeordnet sind.
6. Rohrwaffe nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß beide Leitungen (23,24) von den nadelförmigen Kontakteinrichtungen (16,17) im wesentlichen
senkrecht zur Seelenachse (32) des Waffenrohres bis zur äußeren Oberfläche des Bodenstückes
(2) und dann seitlich entlang der Oberfläche des Bodenstückes (2) zur Rohrwiege (27)
geführt sind.
7. Rohrwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseteil (11) der Zünd- und Signalübertragungseinheit (8) aus einem elektrisch
isolierenden Material besteht.
1. Tube weapon for firing cartridges which can be detonated electrically and contain
electronic components, and in which both a firing contact (4) for connection to an
external electrical power source and a signal contact (5) for connection of the electronic
components to an external electronic control and evaluation apparatus are arranged
on the cartridge base (3),
characterized by the following features:
a) the tube weapon has a weapon barrel which is mounted in a cradle (27) at whose
breech end a base piece (2) is attached in which a breech wedge (1), which can be
moved transversely with respect to the bore axis (32) of the weapon barrel is arranged;
b) a firing and signal transmission unit (8), which can be moved axially by a breech
unit (6) against the pressure of a spring (7) from a pushed-back position to a pushed-forward
position, is located in the breech wedge (1);
c) the firing and signal transmission unit (8) has a housing part (11) with two axial
guides (12, 13) which are arranged parallel to one another and within which two spring-loaded
contact devices (16, 17) in the form of needles are arranged such that they can be
moved, in such a way that, when the firing and signal transmission unit (8) is in
the pushed-forward position, the first contact device (16) is pressed against the
firing contact (4), and the second contact device (17) is pressed against the signal
contact (5) of the cartridge;
d) the two contact devices (16, 17) in the form of needles are each supported at their
end facing the breach unit (6) via their own compression spring (14, 15) on the housing
part (11) of the firing and signal transmission unit (8), or on a part (18) which
is connected to the housing part (11).
2. Tube weapon according to Claim 1, characterized in that the two contact devices (16, 17) which are in the form of needles are connected via
electrical cables (23, 24), which are arranged essentially parallel to one another,
to contact devices (25, 26) which are fixed to the cradle in the tube weapon.
3. Tube weapon according to Claim 2, characterized in that contact is made between the electrical cables (23, 24) and the contact devices (16,
17), which are in the form of needles, via sliding contacts (21, 22).
4. Tube weapon according to Claim 2 or 3, characterized in that the electrical cables (23, 24) are interrupted by sliding contacts (30, 31) in the
junction area between the firing and signal transmission unit (8) and the breech wedge
(1) and/or in the area between the breech wedge (1) and the base piece (2), and/or
between the base piece (2) and the cradle (27).
5. Tube weapon according to one of Claims 2 to 4, characterized in that the two cables (23, 24) which are arranged parallel to one another are each arranged
at least in subareas in a common assembly (28, 29) in the form of a strip.
6. Tube weapon according to one of Claims 2 to 5, characterized in that both cables (23, 24) are routed from the contact devices (16, 17), which are in the
form of needles, essentially at right angles to the bore axis (32) of the tube weapon,
as far as the external surface of the base piece (2), and then laterally along the
surface of the base piece (2) to the barrel cradle (27).
7. Tube weapon according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the housing part (11) of the firing and signal transmission unit (8) is composed
of an electrically insulating material.
1. Arme à canon destinée à tirer des cartouches pouvant être mises à feu électriquement
qui contiennent des composants électroniques et sur le fond (3) desquelles est disposé
non seulement un contact de mise à feu (4) destiné à la connexion à une source de
courant extérieure mais aussi un contact de signalisation (5) destiné à connecter
les composants électroniques à un dispositif extérieur de commande et d'exploitation,
caractérisée par les caractéristiques suivantes :
a) l'arme à canon comporte un canon d'arme disposé dans un berceau (27), canon auquel
est fixée du côté culasse une pièce de fond (2) dans laquelle est disposé un coin
de culasse (1) pouvant être déplacé transversalement à l'axe d'âme (32) du canon d'arme;
b) dans le coin de culasse (1) se trouve une unité de mise à feu et de transmission
de signal (8) pouvant être déplacée axialement d'une position arrière dans une position
avant par une unité de culasse (6) contre la pression d'un ressort (7);
c) l'unité de mise à feu et de transmission de signal (8) comporte une partie boîtier
(11) présentant deux guides (12, 13) axiaux disposés parallèlement l'un à l'autre
à l'intérieur desquels deux dispositifs de contact (16, 17) conformés en aiguilles,
sollicités par ressort sont disposés de façon à pouvoir se déplacer de sorte que dans
la position avant de l'unité d'allumage et de transmission de signal (8) le premier
dispositif de contact (16) soit poussé contre le contact de mise à feu (4) de la cartouche
et le second dispositif de contact (17) soit poussé contre le contact de signalisation
(5) de la cartouche;
d) les deux dispositifs de contact (16, 17) en forme d'aiguille s'appuient chacun
sur leur face tournée vers l'unité de culasse (6) par l'intermédiaire d'un propre
ressort de compression (14, 15) sur la partie boîtier (11) de l'unité de mise à feu
et de transmission de signal (8) ou sur une pièce (18) raccordée à la partie boîtier
(11).
2. Arme à canon selon la revendication 1, caractérisée en ce que les deux dispositifs de contact (16, 17) en forme d'aiguille sont connectés par l'intermédiaire
de lignes électriques (23, 24) essentiellement parallèles l'une par rapport à l'autre
à des dispositifs de contact (25, 26) de l'arme à canon solidaires du berceau.
3. Arme à canon selon la revendication 2, caractérisée en ce que la mise en contact des lignes électriques (23, 24) avec les dispositifs de contact
en forme d'aiguille (16, 17) s'effectue par l'intermédiaire de contacts frotteurs
(21, 22).
4. Arme à canon selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que les lignes électriques (23, 24) sont interrompues par des contacts frotteurs (30,
31) dans la zone de transition entre l'unité de mise à feu et de transmission de signal
(8) et le coin de culasse (1) et/ou dans la zone entre le coin de culasse (1) et la
pièce de fond (2) et/ou entre la pièce de fond (2) et le berceau (27).
5. Arme à canon selon l'une quelconque des revendications 2 et 4, caractérisée en ce que les deux lignes (23, 24) disposées parallèlement l'une par rapport à l'autre sont
disposées chacune, au moins dans des zones partielles, dans un assemblage commun (28,
29) en forme de listeaux.
6. Arme à canon selon l'une quelconque des revendications 2 à 5, caractérisée en ce que les deux lignes (23, 24) sont guidées depuis les dispositifs de contact en forme
d'aiguille (16, 17) jusqu'à la surface extérieure de la pièce de fond (2) essentiellement
perpendiculairement à l'axe d'âme (32) du canon d'arme et puis latéralement le long
de la surface de la pièce de fond (2) vers le berceau du canon (27).
7. Arme à canon selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que la partie boîtier (11) de l'unité de mise à feu et de transmission de signal (8)
est constituée d'un matériau isolant électriquement.

