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EP 1 200 273 B2 |
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NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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29.11.2006 Patentblatt 2006/48 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.12.2002 Patentblatt 2002/49 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.07.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2000/002330 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/008899 (08.02.2001 Gazette 2001/06) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR VEREDELUNG
FINISHING METHOD
PROCEDE DE FINITION
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
28.07.1999 DE 19935170
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.2002 Patentblatt 2002/18 |
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Patentinhaber: Koenig & Bauer Aktiengesellschaft |
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97080 Würzburg (DE) |
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Erfinder: |
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- SCHWITZKY, Volkmar
D-97080 Würzburg (DE)
- MOREAU, Vincent
CH-1003 Lausanne (CH)
- LÖTSCHER, Boris
CH-1018 Lausanne (CH)
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Vertreter: Simon, Franz et al |
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Koenig & Bauer AG,
Planeta-Bogenoffset Radebeul,
Friedrich-List-Strasse 47/49 01445 Radebeul 01445 Radebeul (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 388 090 WO-A-94/01291 DE-C- 4 324 631 GB-A- 702 791 GB-A- 2 148 795 US-A- 5 820 971
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EP-B- 0 256 170 DE-A- 3 513 291 GB-A- 660 327 GB-A- 702 971 GB-A- 2 264 672
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Veredlung von Wertpapierdruckbogen.
[0002] Ein an Wertpapieren bekanntes Sicherheitsmerkmal ist das Wasserzeichen, welches bereits
bei der Herstellung des "Wertpapier-Papiers" erzeugt wird. Wasserzeichen werden erzeugt,
indem durch entsprechende Verfahren bei der Papierherstellung ein gezielt unterschiedlicher
Aufbau des Papierkörpers bzgl. der Materialstärke und/oder Materialdichte erreicht
wird. Durch den unterschiedlichen Aufbau, d.h. durch die erreichte unterschiedliche
Lichtdurchlässigkeit des Materials, lassen sich im Papier gewünschte Motive (z.B.
Porträts) herstellen. Nachteilig ist dabei, dass diese Motive erst deutlich sichtbar
werden, wenn das Papier auf einen Lichttisch gelegt oder gegen Tageslicht gehalten
wird. Des Weiteren nutzen sich diese Papiere bei Gebrauch stark ab, wodurch das Erkennen
der Sicherheitsmerkmale teilweise nicht mehr möglich ist.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung eines Verfahrens zur Veredlung von Wertpapierdruckbogen
zur besseren Erkennung der Wasserzeichen.
[0004] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des ersten Patentanspruchs gelöst.
[0005] Durch die Lackierung, insbesondere mit farblosem Lack, von Wertpapier-Papier wird,
in Abhängigkeit vom Papieraufbau, der Lackart, dem Lackauftragsverfahren und der Auftragsmenge
eine starke Zunahme der Transparenz des Papiers erreicht. Wird ein Wasserzeichen von
Wertpapier-Papier einseitig oder beidseitig lackiert, so ist das Motiv des Wasserzeichens
aufgrund der unterschiedlichen Transparenz, die wieder vom unterschiedlichen Papieraufbau
herrührt, deutlicher sichtbar. Das Wasserzeichen ist auch ohne Hilfsmittel (Lichtquelle)
gut erkennbar. Hilfsmittel wie z.B. Lichtquellen oder einfach dunkle Unterlagen verstärken
diesen Effekt weiter.
[0006] Nachfolgend wird das Verfahren an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
Ein mit Wasserzeichen ausgestatteter Wertpapierbogen wird in einer Druckmaschine bedruckt.
Anschließend, d.h. nach dem Druckvorgang, wird der Wertpapierdruckbogen in der Druckmaschine
mit einer speziellen Lackiereinrichtung oder in einem externen Lackwerk mit Bogenanleger
und Bogenauslage lackiert.
[0007] Zweckmäßigerweise erfolgt eine Gesamtbogenlackierung und die Lackierung bestimmter
Teile des Gesamtbogens d.h. der Teil des Bogens der mit Wasserzeichen versehen ist.
Die Teillackierung verbessert die Erkennbarkeit der Wasserzeichen und die Gesamtlackierung
verlängert die Erkennbarkeit der Wasserzeichen beilängerem Gebrauch der Wertpapiere
und die Lebensdauer derselben.
Um den Herstellungsprozeß der Wertpapiere durch die Lackierung nicht zu verlängern
ist es vorteilhaft, dass der Lackiervorgang - Gesamt- und Teillackierung - in einem
Arbeitsgang erfolgt. Dazu ist einem Druckzylinder ein erstes Lackierwerk - Lackierzylinder,
Rasterwalze mit Kammerrakel - zugeordnet und dem Lackierzylinder ist ein zweites Lackierwerk-Lakkierzylinder,
Rasterwalze mit Kammerrakel - vorgeordnet.
Die Lackierung erfolgt mit farblosem Lack.
1. Verfahren zur Veredlung von Wertpapierdruckbogen,
dadurch gekennzeichnet, dass mit Wasserzeichen versehene Wertpapierdruckbogen nach dem Bedrucken
- zur Erhöhung ihrer Haltbarkeit und
- zum Hervorheben der Wasserzeichen durch Erhöhung ihrer Transparenz
- teilweise lackiert werden oder
- die Lackierung ganzflächig und teilweise erfolgt.
2. Verfahren zur Veredlung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wertpapierbogen in einem Arbeitsgang ganzflächig mit einer ersten Lackschicht
und teilflächig mit einer zweiten Lackschicht überzogen werden.
3. Verfahren zur Veredlung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wertpapierbogen in den mit Wasserzeichen versehenen Bereichen des Wertpapierbogens
lackiert werden.
4. Verfahren zur Veredlung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit farblosen Lack lackiert wird.
1. Method of upgrading security paper print sheets, characterised in that security paper print sheets provided with watermarks are after printing partly lacquered,
or the lacquering is carried out over the whole area and partly, for increase in their
durability and for emphasising the watermarks by increasing their transparency.
2. Method of upgrading according to claim 1, characterised in that the security paper sheets are coated in one working process over the whole area with
a first lacquer coating and over a partial area with a second lacquer coating.
3. Method of upgrading according to claim 1 or 2, characterised in that the security paper sheets are lacquered in those regions of the security paper sheets
which are provided with watermarks.
4. Method of upgrading according to claim 1, characterised in that lacquering is with colourless lacquer.
1. Procédé de finition de feuilles de papier de sécurité,
caractérisé en ce qu'
après impression, des feuilles de papier de sécurité avec filigrane :
- pour augmenter la fiabilité et
- pour souligner les filigranes en relevant leurs transparence,
- sont vernies en partie, ou
- sont vernies en totalité et partiellement
2. Procédé de finition selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on revêt l'ensemble de la feuille de papier de sécurité au cours d'une opération,
d'une première couche de vernis sur toute sa surface, et d'une seconde couche de vernis
sur une partie de sa surface.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce qu'
on vernit les feuilles dans les zones ayant des filigranes.
4. Procédé de finition selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
on effectue le vernissage avec un vernis incolore.