[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verlegung und Verriegelung von viereckigen
tafelförmigen Paneelen, insbesondere Fußbodenpaneelen, die an gegenüberliegenden langen
Schmalseiten sowie an gegenüberliegenden kurzen Schmalseiten sich über die Länge der
Schmalseiten erstreckende Halteprofile aufweisen, von denen die gegenüberliegenden
Halteprofile im wesentlichen komplementär zueinander ausgebildet sind, wobei zunächst
Paneele einer ersten Reihe an den kurzen Schmalseiten miteinander verbunden werden,
entweder indem die komplementären Halteprofile eines verlegten und eines neuen Paneels
in Längsrichtung der kurzen Schmalseiten ineinandergeschoben werden oder indem das
Halteprofil eines neuen Paneels zunächst durch Schrägstellung relativ zu dem verlegten
Paneel mit dem komplementären Halteprofil des verlegten Paneels ineinandergefügt und
nachfolgend durch Schwenken in die Ebene des verlegten Paneels mit diesem sowohl in
der Richtung senkrecht zu den ineinandergefügten Schmalseiten als auch in der Richtung
senkrecht zur Ebene der verlegten Paneele verriegelt wird, als nächstes ein neues
Paneel in zweiter Reihe verlegt wird, indem das Halteprofil seiner langen Schmalseite
zunächst durch Schrägstellung relativ zu der langen Schmalseite eines Paneels der
ersten Reihe mit dessen Halteprofil ineinandergefügt und nachfolgend in die Ebene
der verlegten Paneele geschwenkt wird.
[0002] Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Verlegung eines neuen viereckigen
tafelförmigen Paneels in einer zweiten Reihe von Paneelen.
[0003] Aus dem deutschen Gebrauchsmuster G 79 28 703 U1 ist ein Verfahren zur Verlegung
und Verriegelung von Fußbodenpaneelen beziehungsweise Platten mit formschlüssigen
Halteprofilen bekannt. Dieses Halteprofile lassen sich durch eine drehende Fügebewegung
miteinander verbinden. Nachteiligerweise muß aber zur Verlegung einer zweiten Plattenreihe,
die an eine verlegte erste Plattenreihe anzubringen ist, zunächst komplett vormontiert
werden. Dem Gebrauchsmuster G 79 28 703 U1 ist die technische Lehre zu entnehmen,
dass zunächst eine erste Reihe von Platten horizontal bereitgelegt wird und dann in
zweiter Reihe mit einer zweiten Platte begonnen wird, die in schräger Position in
eine Nutenausbildung der ersten Plattenreihe einzuschieben ist. Die zweite Platte
muß in dieser Schräglage gehalten werden, damit eine dritte Platte an der zweiten
Platte angeschlossen werden kann. Das gleiche gilt für die folgenden Platten, die
in zweiter Reihe aneinander angeschlossen werden müssen. Erst, wenn alle Platten der
zweiten Plattenreihe in Schrägstellung vormontiert worden sind, kann die komplette
zweite Plattenreihe in die horizontale Lage geschwenkt werden, wobei sie sich mit
der ersten Plattenreihe verriegelt. Ungünstig ist bei dem für diese Plattenkonstruktion
erforderlichen Verlegeverfahren, dass mehrere Personen benötigt werden, um alle Platten
einer zweiten Plattenreihe zur Vormontage in einer schrägen Position zu halten und
die zweite Plattenreihe dann gemeinsam in die Verlegeebene abzusenken.
[0004] Ein Verfahren zur Verlegung und Verriegelung von Paneelen ist der Eingangs genannten
Art aus der
EP 0 855 482 A2 bekannt. Hierbei werden Paneele, die in zweiter Reihe verlegt werden sollen, ebenfalls
in schräger Position an die Paneele einer ersten Reihe angefügt. Benachbarte Paneele
der zweiten Reihe werden zunächst in einem kleinen seitlichen Abstand voneinander
mit den Paneelen der ersten Reihe verriegelt. In diesem Zustand sind die Paneele der
zweiten Reihe entlang der ersten Reihe verschiebbar. Durch gegeneinanderschieben zweier
Paneele der zweiten Reihe werden Halteprofile, die an den kurzen Schmalseiten der
Paneele vorgesehen sind, ineinander gedrückt. Nachteiligerweise werden die Halteprofile
dabei sehr stark aufgeweitet und gedehnt. Die Halteprofile erfahren bereits bei der
Montage eine Vorschädigung, die die Haltbarkeit der Halteprofile beeinträchtigt. Für
eine Mehrfachverlegung eignen sich die nach der Lehre der
EP 0 855 482 A2 konstruierten und verlegten Halteprofile nicht. Aus einem HDF- oder MDF-Material
geformte Halteprofile beispielsweise werden durch den hohen Verformungsgrad, dem die
Halteprofile bei dem Verlegeverfahren gemäß der
EP 0 855 482 A2 unterliegen, weich. Innere Risse und Verschiebungen in der Faserstruktur des HDF-
oder MDF-Materials sind hierfür verantwortlich.
[0005] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren zur Verlegung
und Verriegelung zu vereinfachen und die Haltbarkeit des Befestigungsystems zu verbessern.
[0006] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass bei dem Verfahren der eingangs
genannten Gattung ein neues Paneel, dessen kurze Schmalseite mit der kurzen Schmalseite
des in zweiter Reihe verlegten Paneels und dessen lange Schmalseite mit der langen
Schmalseite eines in erster Reihe verlegten Paneels verriegelt werden muß, zunächst
an seiner kurzen Schmalseite mit dem Paneel der zweiten Reihe verriegelt wird und
das neue Paneel danach entlang der langen Schmalseite eines in erster Reihe verlegten
Paneels aus der Ebene der verlegten Paneele nach oben geschwenkt wird, wobei das zuvor
an der kurzen Schmalseite mit dem neuen Paneel verriegelte Paneel der zweiten Reihe
an diesem Ende gemeinsam mit dem neuen Paneel bis in eine Schrägstellung mit nach
oben geschwenkt wird, wobei die Schrägstellung zu der verriegelten kurzen Schmalseite
des Paneels hin abnimmt, und wobei sich das lange Halteprofil des neuen Paneels in
dieser Schrägstellung mit dem komplementären Halteprofil des in erster Reihe verlegten
Paneels ineinanderfügen läßt und nach dem Ineinanderfügen das schrägstehende neue
Paneel sowie das an einer kurzen Schmalseite in zweiter Reihe mit dem neuen Paneel
verriegelte Paneel in die Ebene der verlegten Paneele geschwenkt werden.
[0007] Ebenfalls zur Lösung dient ein Verfahren zur Verlegung eines neuen viereckigen, tafelförmigen
Paneels in einer zweiten Reihe von Paneelen, bei dem das in zweiter Reihe zu verlegende
neue Paneel Halteprofile aufweist, welche das neue Paneel in den Stand versetzen,
sowohl mit Paneelen einer ersten Reihe als auch mit einem bereits verlegten Paneel
der zweiten Reihe verriegelt zu werden, insbesondere für Fußbodenpaneele, wobei das
neue in zweiter Reihe zu verlegende Paneel sowohl mit einer langen Seite an einer
ersten Reihe von Paneelen als auch mit einer kurzen Seite an einem Paneel verriegelt
wird, das bereits in zweiter Reihe verlegt ist, wobei die Paneele an gegenüberliegenden
langen Schmalseiten sowie an gegenüberliegenden kurzen Schmalseiten sich über die
Länge der Schmalseiten erstreckende Halteprofile aufweisen, von denen die gegenüberliegenden
Halteprofile im wesentlichen komplementär zueinander ausgebildet sind, und wobei das
neue in zweiter Reihe zu verlegende Paneel zuerst an einer seiner kurzen Seiten mit
dem bereits in zweiter Reihe verlegten Paneel verriegelt wird, indem dessen freies
Ende um die verriegelte lange Schmalseite aus der Verlegeebene um einen Schwenkwinkel
α nach oben geschwenkt und das bereits in zweiter Reihe verlegte Paneel derart tordiert
wird, dass das Maß des Schwenkwinkels α von dem freien Ende zu dem verriegelten Ende
hin abnimmt, in dieser Position das neue in zweiter Reihe zu verlegende Paneel mit
einem Teil seiner kurzen Seite und in einer Schrägstellung relativ zu dem bereits
in zweiter Reihe verlegten Paneel an dessen freiem Ende angesetzt wird, nun das neue
in zweiter Reihe zu verlegende Paneel in eine Schwenkposition geschwenkt wird, bis
es ebenfalls unter dem Schwenkwinkel α zur Verlegeebene positioniert ist, wobei das
neue in zweiter Reihe zu verlegende Paneel aus der Schwenkposition verschoben und
das Halteprofil des neuen in zweiter Reihe zu verlegenden Paneels in die Halteprofile
der Paneele der ersten Reihe eingefügt wird, wobei die kurze Schmalseite des neuen
in zweiter Reihe zu verlegenden Paneels gleichzeitig ganz auf die kurze Schmalseite
des bereits in zweiter Reihe verlegten Paneels aufgeschoben wird und schließlich das
bereits in zweiter Reihe verlegte Paneel und das neue in zweiter Reihe zu verlegende
Paneel gemeinsam in die Verlegeebene geschwenkt und mit den Paneelen der ersten Reihe
verriegelt werden.
[0008] Nach dem neuen Verfahren können in zweiter Reihe zu verlegende Paneele von einer
einzigen Person angebracht werden. Ein neues Paneel läßt sich sowohl mit Paneelen
einer ersten Reihe als auch mit einem bereits verlegten Paneel der zweiten Reihe verriegeln.
Hierfür ist es nicht notwendig, die kurzen Schmalseiten zweier in einer Ebene liegender
Paneele unter Aufweitung und Verformung der Halteprofile zu verriegeln.
[0009] Das letzte in zweiter Reihe verlegte Paneel kann an seiner freien kurzen Schmalseite
gegriffen werden und läßt sich um die verriegelte lange Schmalseite als Schwenkachse
in eine Schräglage nach oben schwenken. Dabei wird das Paneel einwenig um seine Längsachse
tordiert. Dies führt dazu, dass sich die freie kurze Schmalseite des Paneels in einer
Schräglage befindet und die Schräglage zu der verriegelten kurze Schmalseite des Paneels
hin abnimmt. Je nach der Steifigkeit der Paneele kann sich eine mehr oder weniger
starke Torsion und damit eine mehr oder weniger abnehmende Schrägstellung ergeben.
Die Schrägstellung kann sich bei steiferen Paneelen durch mehrere der vorherigen Paneele
der zweiten Reihe fortsetzen.
[0010] Bei der Verlegung ist es natürlich nicht erforderlich, dass die erste Reihe komplett
verlegt sein muß, bevor mit der Verlegung der zweiten Reihe begonnen wird. Es ist
bei der Verlegung lediglich darauf zu achten, dass die Anzahl der Elemente der ersten
Reihe größer ist als in der zweiten Reihe und so weiter.
[0011] Das Verfahren läßt sich besonders gut mit dünnen und leicht tordierbaren Paneelen
durchführen. Die Schrägstellung eines in zweiter Reihe angeordneten dünnen Paneels
nimmt durch starke Torsion auf sehr kurzer Distanz ab. Der in der Verlegeebene befindliche
nicht tordierte Rest eines Paneels beziehungsweise einer Paneelreihe, ist sicher verriegelt.
Nur bei dem kurzen schräggestellten Stück des letzten Paneels der zweiten Reihe können
die Halteprofile der langen Schmalseiten während der Verlegearbeiten außer Eingriff
geraten. Sie lassen sich aber gemeinsam mit dem an der kurzen Schmalseite angefügten
neuen Paneel leicht wieder ineinanderfügen.
[0012] Besonders gelenkig und haltbar sind rechteckige tafelförmige Paneele, die an zueinander
parallelen Schmalseiten sich über die Länge der Schmalseiten erstreckende komplementäre
Halteprofile aufweisen, wobei ein Halteprofil als Gelenkvorsprung mit einer konvexen
Wölbung und das komplementäre Halteprofil als Pfannenaussparung mit einer konkaven
Wölbung versehen ist, wobei jeder Gelenkvorsprung eines neuen Paneels unter geringer
Aufweitung der Pfannenaussparung eines verlegten Paneels in diese eingefügt und das
neue Paneel schließlich durch Schwenken in die Ebene des verlegten Paneels verriegelt
wird. Die zur Verlegung und Verriegelung notwenige Verformung der Halteprofile ist
wesentlich geringer als bei Halteprofilen, die senkrecht zu ihren Schmalseiten in
der Verlegeebene zusammengedrückt werden müssen. Vorteilhaft steht der Gelenkvorsprung
nicht weiter von der Schmalseite hervor, als das Dickenmaß des Paneels. Auf diese
Weise besteht ein weiterer Vorteil darin, dass das Halteprofil mit sehr wenig Verschnitt
an der Schmalseite eines Paneels angefräst werden kann.
[0013] Die auch als Formschlußprofile zu bezeichneten Halteprofile der langen Schmalseiten
zweier Paneele bilden im verlegten Zustand zweier Paneele ein gemeinsames Gelenk,
wobei die dem Untergrund abgewandte Oberseite des Gelenkvorsprungs eines Paneels vorzugsweise
eine schräge Materialabtragung aufweist, die sich bis zum freien Ende des Gelenkvorsprungs
erstreckt, und wobei die Dicke des Gelenkvorsprungs durch die Materialabtragung zum
freien Ende hin zunehmend verringert ist, und durch die Materialabtragung ein Bewegungsfreiraum
für das gemeinsame Gelenk geschaffen ist.
[0014] Die Konstruktion gestattet eine gelenkige Bewegung zweier miteinander verbundener
Paneele. Insbesondere können zwei miteinander verbundene Paneele an der Verbindungsstelle
nach oben durchgeknickt werden. Liegt beispielsweise ein Paneel auf einem Untergrund
mit einer Erhebung, so dass eine Schmalseite des Paneels bei Belastung auf den Untergrund
gedrückt wird und sich - die gegenüberliegende Schmalseite aufwärts wippt, so wird
ein an der aufwärts wippenden Schmalseite befestigtes zweites Paneel mit nach oben
bewegt. Die dabei wikenden Biegekräfte schädigen die schmalen Querschnitte der Formschlußprofile
jedoch nicht. Statt dessen findet eine Gelenkbewegung statt.
[0015] Ein mit dem vorgeschlagenen Befestigungsystem verlegter Fußboden weist eine an unregelmäßige
rauhe oder gewellte Untergründe angepaßte Nachgiebigkeit auf. Das Befestigungsystem
eignet sich daher besonders gut für Paneele zur Renovierung unregelmäßiger Fußböden
in Altbauten. Selbstverständlich ist es auch für eine Verlegung von Paneelen auf einer
weichen Zwischenlage besser geeignet als das bekannte Befestigungssystem.
[0016] Die Konstruktion trägt dem Prinzip der "angepaßten Verformbarkeit" Rechnung. Dieses
Prinzip beruht auf der Erkenntnis, dass sehr steife und dadurch vermeintlich stabile
Verbindungsstellen hohe Kerbspannungen verursachen und dadurch leicht versagen. Um
dies zu vermeiden, sollen Bauteile so gestaltet sein, dass sie eine auf den Einsatzzweck
abgestimmte Nachgiebigkeit oder "angepaßte Verformbarkeit" aufweisen und auf diese
Weise Kerbspannungen vermindert werden.
[0017] Darüber hinaus sind die Formschlußprofile so ausgelegt, dass eine Belastung der Oberseite
der Fußbodenpaneele im verlegten Zustand von der oberseitigen Wand der Pfannenaussparung
eines ersten Paneels in den Gelenkvorsprung des zweiten Paneels und von dem Gelenkvorsprung
des zweiten Paneels in die unterseitige Wand des ersten Paneels übertragen wird. Die
Wände der Pfannenaussparung des ersten Paneels haben in verlegtem Zustand Kontakt
mit der Ober- und Unterseite des Gelenkvorsprungs des zweiten Paneels. Die obere Wand
der Pfannenaussparung hat jedoch nur in einem kurzen Bereich an dem freien Ende der
oberen Wand der Pfannenaussparung Kontakt mit dem Gelenkvorsprung des zweiten Paneels.
Auf diese Weise gestattet die Konstruktion unter geringer elastischer Verformung der
Wände der Pfannenaussparung eine Gelenkbewegung zwischen dem Paneel mit der Pfannenaussparung
und dem Paneel mit dem Gelenkvorsprung. Auf diese Weise ist die Steifigkeit der Verbindung
bestens angepaßt an eine unregelmäßige Unterlage, welche zwangsläufig zu einer Knickbewegung
zwischen aneinander befestigten Paneelen führt.
[0018] Ein weiterer Vorteil wird darin gesehen, dass sich das erfindungsgemäßen Verlege-
und Verriegelungsverfahren besser für eine mehrfache Verlegung eignet als die bekannten
Verfahren, weil die Paneele wiederholter Verlegung und nach langem Gebrauch auf einem
unregelmäßigen Untergrund keine Vorschädigung der Formschlußprofile aufweisen. Die
Formschlußprofile sind formstabil und haltbar. Sie können wesentlich länger benutzt
und während ihres Lebenszyklus häufiger wiederverlegt werden.
[0019] Vorteilhaft bilden die konvexe Wölbung des Gelenkvorsprungs und die konkave Wölbung
der Pfannenaussparung im wesentlichen je einen Kreisabschnitt, wobei im verlegten
Zustand der Kreismittelpunkt der Kreisabschnitte auf der Oberseite des Gelenkvorsprungs
oder unterhalb der Oberseite des Gelenkvorsprungs angeordnet ist. Im letzteren Fall
liegt der Kreismittelpunkt innerhalb des Querschnitts des Gelenkvorsprungs.
[0020] Durch diese einfache Konstruktion ergibt sich ein Gelenk, dessen konvexe Wölbung
des Gelenkvorsprungs ähnlich einer Gelenkkugel und die konkave Wölbung der Pfannenaussparung
ähnlich einer Gelenkpfanne ausgebildet sind, wobei im Unterschied zu einem Pfannengelenk
selbstverständlich nur eine ebene Drehbewegung aber keine sphärische Drehbewegung
möglich ist.
[0021] In einer günstigen Ausführung ist der weitest hervorstehende Punkt der konvexen Wölbung
des Gelenkvorsprungs eines Paneels so angeordnet, dass er sich etwa unterhalb der
Oberkante des Paneels befindet. Dadurch ergibt sich ein im Verhältnis zur Gesamtdicke
des Paneels relativ starker Querschnitt für den Gelenkvorsprung. Außerdem bietet die
konkave Wölbung der Pfannenaussparung eine ausreichend große Hinterschneidung für
die konvexe Wölbung des Gelenkvorsprungs, so dass diese durch in der Verlegeebene
wirkende Zugkräfte kaum auseinander zu bewegen sind.
[0022] Die Gelenkeigenschaften zweier miteinander verbundener Paneele können weiter verbessert
werden, wenn die dem Untergrund zugewandte Wand der Pfannenaussparung eines Paneels
auf ihrer Innenseite eine schräge Materialabtragung aufweist, die sich bis zum freien
Ende der Wand erstreckt und die Wandstärke dieser Wand zum freien Ende zunehmend dünner
ist. Dabei ist durch die Materialabtragung im verlegten Zustand zweier Paneele ein
Bewegungsfreiraum für das gemeinsame Gelenk geschaffen. Mit dieser Verbesserung wird
der Anteil an elastischer Verformung der Wände der Pfannenaussparung während der Durchbiegung
der verlegten Paneele nach oben weiter verringert.
[0023] Zweckmäßig ist es auch, wenn die Pfannenaussparung eines Paneels zur Verbindung mit
dem Gelenkvorsprung eines weiteren Paneels durch eine federelastische Verformung ihrer
unteren Wand aufweitbar ist und, dass die während des Fügens auftretende federelastische
Verformung der unteren Wand im fertig verbundenen Zustand zweier Paneele wieder zurückgenommen
ist. Die Formschlußprofile werden dadurch nur für den Fügevorgang und während einer
Gelenkbewegung elastisch verformt und unterliegen, wenn sie nicht belastet sind, keiner
elastischen Verspannung.
[0024] Die Fähigkeit, zwei Paneele auch an deren kurzen Schmalseiten gelenkig zu verbinden,
kommt der Nachgiebigkeit eines Fußbodenbelags zugute.
[0025] Bevorzugt sind die Formschlußprofile einstückig an den Schmalseiten der Paneele angeformt.
Die Paneele lassen sich sehr einfach und mit geringem Verschnitt herstellen.
[0026] Besonders geeignet ist das Verlegeverfahren, wenn die Paneele im wesentlichen aus
einem MDF (Medium Density Fiberboard), HDF (High Densitiy Fiberboard) oder einem Spanplattenmaterial
bestehen. Diese Materialien sind einfach zu bearbeiten und erhalten, beispielsweise
durch eine spanende Bearbeitung, eine ausreichende Oberflächenqualität. Außerdem weisen
diese Materialien eine hohe Formstabilität der gefrästen Profile auf.
[0027] Nachstehend ist die Erfindung beispielhaft in einer Zeichnung dargestellt. Die Figuren
1 bis 6 zeigen ein Befestigungssystem an Paneelen, anhand derer das erfindugsgemäße
Verlegeverfahren detailliert beschrieben ist. Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Befestigungssystem ausschnittsweise anhand der Querschnitte zweier Paneele vor
dem Ineinanderfügen,
- Fig. 2
- das Befestigungssystem gemäß Fig. 1 im aneinander befestigten Zustand,
- Fig. 3
- einen Fügevorgang, bei dem der Gelenkvorsprung eines Paneels in Pfeilrichtung in die
Pfannenaussparung eines zweiten Paneels gesteckt und das erste Paneel nachfolgend
mit einer Drehbewegung arretiert wird,
- Fig. 4
- einen weiteren Fügevorgang, bei dem der Gelenkvorsprung eines ersten Paneels parallel
zur Verlegeebene in die Pfannenaussparung eines zweiten Paneels eingeschoben wird,
- Fig. 5
- das Befestigungssystem im befestigten Zustand gemäß Fig. 2, wobei das gemeinsame Gelenk
aus der Verlegeebene nach oben bewegt ist und die beiden Paneele einen Knick bilden,
- Fig. 6
- das Befestigungssystem im verlegten Zustand gemäß Fig. 2, wobei das Gelenk aus der
Verlegeebene nach unten bewegt ist und die beiden Paneele einen Knick bilden,
- Fig. 7
- ein Befestigungssystem im verlegten Zustand zweier Paneele mit einem Füllstoff zwischen
den Formschlußprofilen der Schmalseiten,
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung des Verfahrens zur Verlegung und Verriegelung von
rechteckigen Paneelen,
- Fig. 9
- ein alternatives Verfahrens zur Verlegung und Verriegelung von rechteckigen Paneelen.
[0028] Nach der Zeichnung ist das für das Verfahren zur Verlegung und Verriegelung von rechteckigen
Paneelen benötigte Befestigungssystem 1 am Beispiel langgestreckter rechteckiger Paneele
2 und 3 erläutert, von denen in Fig. 1 ein Ausschnitt dargestellt ist. Das Befestigungssystem
1 weist an den Schmalseiten der Paneele angeordnete Halteprofile auf, die als komplementäre
Formschlußprofile 4 und 5 ausgebildet sind. Die sich gegenüberliegenden Formschlußprofile
eines Paneels sind jeweils komplementär ausgebildet. Auf diese Weise kann an jedes
bereits verlegte Paneel 2 ein weiteres Paneel 3 angebracht werden.
[0029] Die Formschlußprofile 4 und 5 basieren auf dem Stand der Technik des deutschen Gebrauchsmusters
G 79 28 703 U1. Insbesondere auf den Formschlußprofilen des Ausführungsbeispiels,
das in den Figuren 14, 15 und 16 sowie in dem zugehörigen Beschreibungsteil der G
79 28 703 U1 offenbart ist.
[0030] Die für das erfindungsgemäße Verlegeverfahren vorgesehenen Formschlußprofile sind
derart weitergebildet, dass sie eine gelenkige und nachgiebige Verbindung von Paneelen
ermöglichen.
[0031] Eines der Formschlußprofile 4 der vorliegenden Erfindung ist mit einem von der Schmalseite
abstehenden Gelenkvorsprung 6 versehen. Die Unterseite des Gelenkvorsprungs 6, die
im verlegten Zustand der Unterlage zugewandt ist, weist zum Zweck der gelenkigen Verbindung
einen Querschnitt mit einer konvexen Wölbung 7 auf. Die konvexe Wölbung 7 ist in dem
komplementären Formschlußprofil 5 drehgelagert. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die konvexe Wölbung 7 kreisabschnittsförmig ausgebildet. Der unterhalb des Gelenkvorsprungs
6 angeordnete Teil 8 der Schmalseite des Paneels 3, der im verlegten Zustand der Unterlage
zugewandt ist, steht von dem freien Ende des Gelenkvorsprungs 6 weiter zurück als
der oberhalb des Gelenkvorsprungs 6 angeordnete Teil 9 der Schmalseite. In dem gezeigten
Ausführungsbeispiel tritt der unterhalb des Gelenkvorsprungs 6 angeordnete Teil 8
der Schmalseite etwa doppelt so weit von dem freien Ende des Gelenkvorsprungs 6 zurück,
wie der oberhalb des Gelenkvorsprungs 6 angeordnete Teil 9 der Schmalseite. Dies liegt
darin begründet, dass der Kreisabschnitt der konvexen Wölbung 7 relativ breit ausgebildet
ist. Dadurch ist der weitest hervorstehende Punkt der konvexen Wölbung 7 des Gelenkvorsprungs
6 so angeordnet, dass er sich etwa unterhalb der Oberkante 10 des Paneels 3 befindet.
[0032] Der oberhalb des Gelenkvorsprungs 6 angeordnete Teil 9 der Schmalseite tritt an der
Oberseite des Paneels 3 von der Schmalseite hervor und bildet eine Fugenstoßfläche
9a. Zwischen dieser Fugenstoßfläche 9a und dem Gelenkvorsprung 6 des Paneels 3 ist
der Teil 9 der Schmalseite zurückgesetzt. Dies gewährleistet, dass der Teil 9 der
Schmalseite immer eine geschlossene oberseitige Fuge mit der komplementäten Schmalseite
eines weiteren Paneels 2 bildet.
[0033] Die der konvexen Wölbung 7 des Gelenkvorsprungs 6 gegenüberliegende Oberseite des
Gelenkvorsprungs 6 weist ein kurzes gerades Teilstück 11 auf, das im verlegten Zustand
ebenfalls parallel zum Untergrund U angeordnet ist. Von diesem kurzen Teilstück 11
zum freien Ende hin weist die Oberseite des Gelenkvorsprungs 6 eine schräge Materialabtragung
12 auf, die sich bis zum freien Ende des Gelenkvorsprungs 6 erstreckt.
[0034] Das zu dem besprochenen Formschlußprofil 4 komplementäre Formschlußprofil 5 einer
Schmalseite weist eine Pfannenaussparung 20 auf. Diese ist im wesentlichen von einer
unteren im verlegten Zustand dem Untergrund U zugewandten Wand 21 und einer oberen
Wand 22 begrenzt. Auf der Innenseite der Pfannenaussparung 20 ist die untere Wand
21 mit einer konkaven Wölbung 23 versehen. Dieser kommt die Funktion einer Lagerschale
zu. Die konkave Wölbung 23 ist ebenfalls kreisabschnittsförmig ausgebildet. Damit
die relativ breite konkave Wölbung 23 an der unteren Wand 21 der Pfannenaussparung
20 Platz findet, steht die untere Wand 21 weiter von der Schmalseite des Paneels 2
hervor als die obere Wand 22. Die konkave Wölbung 23 bildet an dem freien Ende der
unteren Wand 21 eine Hinterschneidung. Im fertig verlegten Zustand zweier Paneele
2 und 3 wird diese Hinterschneidung von dem Gelenkvorsprung 6 des zugeordneten Formschlußprofils
4 des benachbarten Paneels 3 hintergriffen. Das Maß an Hintergreifung, die Differenz
also zwischen der dicksten Stelle des freien Endes der unteren Wand sowie der Dicke
der unteren Wand an dem tiefsten Punkt der konkaven Wölbung 23 ist so abgestimmt,
dass ein guter Kompromiß zwischen einer gelenkigen Nachgiebigkeit zweier Paneele 2
und 3 sowie einem guten Halt gegen ein Auseinanderziehen der Formschlußprofile 4 und
5 in der Verlegeebene gegeben ist.
[0035] Das Befestigungssystem des Standes der Technik gemäß der Figuren 14, 15 und 16 des
Gebrauchsmusters G 79 28 703 U1 weist demgegenüber ein erheblich größeres Maß an Hinterschneidung
auf. Es ergeben sich dadurch außerordentlich steife Verbindungsstellen, die durch
die Beanspruchung auf einem unregelmäßigen Untergrund U hohe Kerbspannungen verursachen.
[0036] Die Innenseite der oberen Wand 22 der Pfannenaussparung 20 des Paneels 2 ist nach
dem Ausführungsbeispiel im verlegten Zustand parallel zu dem Untergrund U angeordnet.
[0037] Auf der dem Untergrund U zugewandten unteren Wand 21 der Pfannenaussparung 20 des
Paneels 2 weist die Innenseite der Wand 21 eine schräge Materialabtragung 24 auf,
die sich bis zum freien Ende der unteren Wand 21 erstreckt. Dadurch wird die Wandstärke
dieser Wand zum freien Ende zunehmend dünner. Die Materialabtragung 24 schließt sich
gemäß dem Ausführungsbeispiel an das eine Ende der konkaven Wölbung 23 an.
[0038] Der Gelenkvorsprung 6 des Paneels 3 und die Pfannenaussparung 20 des Paneels 2 bilden,
wie in der Fig. 2 zu sehen, ein gemeinsames Gelenk G. Die oben besprochene Materialabtragung
12 an der Oberseite des Gelenkvorsprungs 6 des Paneels 3 sowie die Materialabtragung
24 der unteren Wand 21 der Pfannenaussparung 20 des Paneels 2 schaffen im verlegten
Zustand der Paneele 2 und 3 Bewegungsfreiräume 13 beziehungsweise 25, die dem Gelenk
G in einem kleinen Winkelbereich eine Drehung ermöglichen.
[0039] Im verlegten Zustand steht das kurze gerade Teilstück 11 der Oberseite des Gelenkvorsprungs
6 des Paneels 3 mit der Innenseite der oberen Wand 22 der Pfannenaussparung 20 des
Paneels 2 in Kontakt. Außerdem liegt die konvexe Wölbung 7 des Gelenkvorsprungs 6
an der konkaven Wölbung 23 der unteren Wand 21 der Pfannenaussparung 20 des Paneels
2 an.
[0040] Die der Oberseite zugewandten seitlichen Fugenstoßflächen 9a und 26 zweier verbundener
Paneele 2 und 3 liegen immer eindeutig aneinander an. In der Praxis ist eine gleichzeitige
exakte Anlage der konvexen Wölbung 7 des Gelenkvorsprung 6 des Paneels 3 an der konkaven
Wölbung 23 der Pfannenaussparung 20 des Paneels 2 nicht möglich. Fertigungstoleranzen
würden dazu führen, dass entweder die Fugenstoßflächen 9a und 26 exakt aneinander
anliegen oder Gelenkvorsprung 6/Aussparung 20 exakt aneinander anliegen. In der Praxis
sind die Formschlußprofile daher so ausgelegt, dass die Fugenstoßflächen 9a und 26
immer exakt aneinander anliegen und Gelenkvorsprung 6/Aussparung 20 für eine exakte
Anlage nicht genügend weit ineinander bewegt werden können. Da die Fertigungstoleranzen
jedoch in der Größenordnung von hundertstel Millimeter liegen, schmiegen sich auch
Gelenkvorsprung 6/Aussparung 20 nahezu exakt aneinander an.
[0041] Paneele 2 und 3 mit den beschriebenen komplementären Formschlußprofilen 4 und 5 lassen
sich auf verschiedene Weisen aneinander befestigen. Nach Fig. 3 ist ein Paneel 2 mit
einer Pfannenaussparung 20 bereits verlegt, während ein zweites Paneel 3 mit einem
komplementären Gelenkvorsprung 6 in Pfeilrichtung P schräg stehend in die Pfannenaussparung
20 des ersten Paneels 2 eingesteckt wird. Danach wird das zweite Paneel 3 um den gemeinsamen
Kreismittelpunkt K der Kreisabschnitte der konvexen Wölbung 7 des Gelenkvorsprungs
6 und der konkaven Wölbung 23 der Pfannenaussparung 20 gedreht, bis das zweite Paneel
3 auf dem Untergrund U aufliegt.
[0042] Eine weitere Fügeart der besprochenen Paneele 2 und 3 ist in Fig. 4 dargestellt,
wonach das erste Paneel 2 mit einer Pfannenaussparung 20 verlegt ist und ein zweites
Paneel 3 mit einem Gelenkvorsprung 6 in der Verlegeebene und senkrecht zu den Formschlußprofilen
4 und 5 in Pfeilrichtung P verschoben wird, bis sich die Wände 21 und 22 der Pfannenaussparung
20 ein wenig elastisch aufweiten und die konvexe Wölbung 7 des Gelenkvorsprungs 6
die Hinterschneidung an dem vorderen Ende der konkaven Wölbung 23 der unteren Wand
überwunden hat und die endgültige Verlegeposition erreicht ist.
[0043] Letztere Fügeart wird bevorzugt für die kurzen Schmalseiten eines Paneels verwendet,
wenn diese mit den gleichen komplementären Formschlußprofilen 4 und 5 versehen sind,
wie die langen Schmalseiten der Paneele.
[0044] In Fig. 5 ist das Befestigungssystem 1 im Einsatz dargestellt. Die Paneele 2 und
3 liegen auf einem unregelmäßigen Untergrund U. Das erste Paneel 2 mit dem Formschlußprofil
5 ist auf seiner Oberseite belastet worden. Dadurch ist die Schmalseite des Paneels
2 mit dem Formschlußprofil 5 angehoben worden. Das mit dem Formschlußprofil 5 verbundene
Formschlußprofil 4 des Paneels 3 ist mit angehoben worden. Durch das Gelenk G ergibt
sich ein Knick zwischen den beiden Paneelen 2 und 3. Die Bewegungsfreiräume 13 und
25 schaffen Platz für die Drehbewegung des Gelenks. Das aus beiden Paneelen 2 und
3 gebildete Gelenk G ist ein Stück weit aus der Verlegeebene nach oben bewegt worden.
Der Bewegungsfreiraum 13 ist für die Drehung komplett ausgenutzt worden, so dass die
Oberseite des Gelenkvorsprungs 6 des Paneels 3 im Bereich der Materialabtragung 12
an der Innenseite der Wand 22 des Paneels 2 anliegt. Die Verbindungsstelle ist in
sich nachgiebig und zwingt den beteiligten Formschlußprofilen 4 und 4 keine unnötige
und materialermüdende Biegebelastung auf.
[0045] Die bei Formschlußprofilen nach dem Stand der Technik früh eintretende Schädigung
durch Bruch des Gelenkvorsprungs oder der wände der Formschlußprofile wird somit vermieden.
[0046] Ein weiterer Vorteil ergibt sich bei einer Gelenkbewegung gemäß der Fig. 5. Dieser
ist darin zu sehen, dass die beiden Paneele nach Entlastung durch ihr Eigengewicht
wieder in ihre Verlegeebene zurückfallen. Eine geringe elastische Verformung der Wände
der Pfannenaussparung liegt auch in diesem Fall vor. Diese elastische Verformung unterstützt
das Zurückfallen der Paneele in die Verlegeebene. Es kommt lediglich zu einer sehr
geringen elastische Verformung, weil der Drehpunkt des Gelenks, der durch die kreisabschnittsförmigen
Wölbungen 7 und 23 festgelegt ist, sich innerhalb des Querschnitts des Gelenkvorsprungs
6 des Paneels 3 befindet.
[0047] In Fig. 6 ist eine Gelenkbewegung zweier verlegter Paneele 2 und 3 in entgegengesetzter
Drehrichtung dargestellt. Die auf einem unregelmäßigen Untergrund U verlegten Paneele
2 und 3 sind nach unten durchgeknickt. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass bei
einem Durchknicken der Verbindungsstelle aus der Verlegeebene zum Untergrund U hin
eine deutlich stärkere elastische Verformung der unteren Wand 21 der Pfannenaussparung
20 auftritt als bei der Durchknickung aus der Verlegeebene nach oben. Der Sinn dieser
Maßnahme ist darin zu sehen, dass die nach unten durchgeknickten Paneele 2 und 3 nach
Entlastung nicht durch ihr Eigengewicht wieder in die Verlegeebene zurückkehren können.
Die stärkere elastische Verformung der unteren Wand 21 der Pfannenaussparung 20 erzeugt
jedoch eine Spannkraft, die die Paneele 2 und 3 nach Entlastung sofort wieder federelastisch
in die Verlegeebene zurück bewegt.
[0048] Die beschriebenen Formschlußprofile 4 und 5 sind vorliegend einstückig an den Schmalseiten
der Paneele 2 und 3 angeformt. Dies geschieht vorzugsweise durch einen sogenannten
Formatiervorgang, bei dem in einem Durchlauf die Formschlußprofile 4 und 5 mit mehreren
hintereinandergeschalteten Fräswerkzeugen die Form der Schmalseiten der Paneele 2
und 3 fräsen. Die Paneele 2 und 3 des beschriebenen Ausführungsbeispiels bestehen
im wesentlichen aus einer MDF-Platte mit einer Dicke von 8 mm. Die MDF-Platte ist
an Ihrer Oberseite verschleißfest und dekorativ beschichtet. An Ihrer Unterseite ist
eine sogenannte Gegenzugschicht angebracht, die die von der oberseitigen Beschichtung
verursachten Eigenspannungen kompensiert.
[0049] Schließlich zeigt Fig. 7 zwei Paneele 2 und 3 im verlegten Zustand, wobei ein Befestigungsystem
1 mit einem weichelastisch aushärtenden Füllstoff 30 zum Einsatz kommt. Der Füllstoff
30 ist zwischen allen aneinandergrenzenden Teilen der formschlüssig verbundenen Schmalseiten
vorgesehen. Insbesondere die oberseitige Fuge 31 ist mit dem Füllstoff verschlossen,
damit keine Feuchtigkeit und kein Schmutz eindringen können. Außerdem bewirkt der
im geknickten Zustand zweier Paneele 2 und 3 in sich verformte Füllstoff 30 durch
seine Elastizität eine Rückstellung der Paneele 2 und 3 in die Verlegeebene.
[0050] In Fig. 8 ist eine perspektivische Darstellung der Verlegung eines Fußbodens zu sehen,
bei der das erfindungsgemäße Verfahren zur Verlegung und Verriegelung von Paneelen
angewandt wird. Der Einfachheit der Zeichnung wegen sind die Details der Halteprofile
weggelassen worden. Diese entsprechen aber den Formschlußprofilen der Figuren 1 bis
7 und weisen profilierte Gelenkvorsprünge und dazu komplementäre Pfannenaussparungen
auf, die sich über die gesamte Länge der Schmalseiten erstrecken.
[0051] Es ist eine erste verlegte Reihe R1 mit rechteckigen tafelförmigen Paneelen 40, 41,
42 und 43 zu erkennen. Die Paneele 40, 41, 42 und 43 der ersten Reihe R1 sind vorzugsweise
so verlegt, dass stets Pfannenaussparungen an den freien Seiten eines verlegten Paneels
liegen und neue Paneele mit den Gelenkvorsprüngen an die Pfannenaussparungen der verlegten
Paneele angefügt werden.
[0052] Die Paneele 40, 41, 42 und 43 der ersten Reihe R1 sind an Ihren kurzen Seiten miteinander
verriegelt worden. Dies kann entweder in der Verlegeebene durch seitliches Ineinanderschieben
in Längsrichtung der Halteprofile der kurzen Schmalseiten geschehen oder alternativ
durch Ineinanderfügen der Halteprofile unter Schrägstellung eines neuen Paneels relativ
zu einem verlegten Paneel und nachfolgendem Schwenken des neuen Paneels in die Verlegeebene.
Die Verlegeebene ist in den Figuren 8 und 9 an der gestrichelten Linie V angedeutet.
In beiden Fällen sind die Halteprofile ohne nennenswerte Verformung miteinander verriegelt
worden. Die Paneele sind in der zur Verlegeebene senkrechten Richtung verriegelt.
Außerdem sind sie in der Richtung senkrecht zur Ebene der Schmalseiten verriegelt.
[0053] In einer zweiten Reihe R2 befinden sich die Paneele 44, 45 und 46. Zunächst ist das
Paneel 44 mit seiner langen Seite durch Einfügen seines Gelenkvorsprungs unter Schrägstellung
relativ zu den Paneelen der ersten Reihe R1 und nachfolgendem Schwenken des Paneels
44 in die Verlegeebene verriegelt worden.
[0054] Zur Verlegung eines neuen Paneels in zweiter Reihe können mehrere alternative Verfahrensschritte
durchgeführt werden, von denen anhand der Figuren 8 und 9 zwei Alternativen beschrieben
sind. Eine weitere Alternative wird ohne Darstellung erläutert. Die Verlegung gemäß
Fig. 9 sowie die ohne Darstellung anhand der Fig. 9 erläuterten Alternativen zur Verlegung
sind nicht Gegenstand der Patentansprüche.
[0055] Bei der Verlegung eines neuen Paneels 46 in zweiter Reihe muß dieses sowohl mit einer
langen Seite an der ersten Reihe R1 als auch mit einer kurzen Seite an dem verlegten
Paneel 45 verriegelt werden. Zuerst wird das neue Paneel 46 immer an einer kurzen
Seite mit einem verlegten Paneel 45 verriegelt.
[0056] Nach Fig. 8 wird das freie Ende 45a um die verriegelte lange Schmalseite 45b aus
der Verlegeebene um einen Schwenkwinkel α nach oben geschwenkt. Dabei tordiert das
Paneel 45 derart, dass das Maß des Schwenkwinkels α von dem freien Ende 45a zu dem
verriegelten Ende 45c hin abnimmt. Gemäß Fig. 8 bleibt das verriegelte Ende 45c in
der Verlegeebene liegen. In dieser Position wird das neue Paneel 46 in einer Schrägstellung
relativ zu dem Paneel 45 an dessen freies Ende 45a angesetzt. Das Paneel 46 kann zunächst
nicht auf der ganzen Länge der kurzen Seite angesetzt werden, weil das Paneel 45 bereits
mit den Paneelen 41 und 42 der ersten Reihe verriegelt ist. Nun wird das Paneel 46
in Richtung des Pfeils A geschwenkt, bis es, wie durch die gestrichelte Schwenkposition
46' ebenfalls unter dem Schwenkwinkel α zur Verlegeebene positioniert ist. In der
Schwenkposition 46' wird das Paneel 46 in Richtung des Pfeils B verschoben und der
Gelenkvorsprung des Paneels 46 in die Pfannenaussparung der Paneele 42 und 43 der
ersten Reihe R1 eingefügt. Dabei wird die kurze Schmalseite des Paneel 46 gleichzeitig
ganz auf die kurze Schmalseite 45a des Paneels 45 aufgeschoben. Schließlich werden
die Paneele 45 und 46 in Richtung des Pfeils C gemeinsam in die Verlegeebene geschwenkt
und mit den Paneelen der ersten Reihe R1 verriegelt.
[0057] Eine vorschädigung der Halteprofile durch einen hohen Verformungsgrad während der
Verlegung und Verriegelung wird vermieden.
[0058] Die Alternative des Verlegeverfahrens gemäß Fig. 9 zeigt Beispiele zur Verlegung
von Paneelen, die nicht Gegenstand der Patentansprüche sind. Das Verfahren sieht ebenfalls
vor, dass das freie Ende 45a um die verriegelte lange Schmalseite 45b aus der Verlegeebene
um einen Schwenkwinkel α nach oben geschwenkt wird, wobei das Paneel 45 tordiert und
an dem freien Ende 45a um einen Schwenkwinkel α zur Verlegeebene schräggestellt ist.
Das verriegelte Ende 45c bleibt wiederum in der Verlegeebene liegen. Im Unterschied
zur Fig. 8 wird das Paneel 46 nun ebenfalls unter dem Schwenkwinkel α zur Verlegeebene
schräggestellt und an seiner kurzen Seite 46a in Längsrichtung auf das Halteprofil
der kurzen Seite 45a des Paneels 45 aufgeschoben. In dieser Schrägstellung wird der
Gelenkvorsprung der langen Seite 46b des Paneel 46 sofort in die Pfannenaussparung
der Paneele 42 und 43 der ersten Reihe R1 eingefügt. Schließlich werden die Paneele
45 und 46 gemeinsam in die Verlegeebene geschwenkt und mit den Paneelen der ersten
Reihe R1 verriegelt.
[0059] Die nicht dargestellten Alternativen zur Verlegung und Verriegelung von Paneelen
bestehen darin, Paneele 45 und 46 zunächst in der Verlegeebene an ihren kurzen Schmalseiten
zu verriegeln. Die hier beschriebenen Alternativen werden durch Anschauung der Figuren
8 und 9 verständlich, daher sind auch bezüglich der nicht dargestellten Alternativen
Bezugszeichen angegeben.
[0060] Nach einer der Alternativen werden die Halteprofile der kurzen Schmalseiten 45a und
46a der Paneele 45 und 46 in Längsrichtung ineinandergeschoben, während beide Paneele
45 und 46 in der Verlegeebene liegen bleiben. Nach einer anderen Alternative liegt
das Paneel 45 in der Verlegeebene und wird das Paneel 46 unter Schrägstellung zum
Paneel 45 an dessen kurze Schmalseite 45a angesetzt und dann in die Verlegeebene geschwenkt.
[0061] Nach den obigen alternativen Verfahrensschritten zur Verriegelung der Paneele 45
und in der Verlegeebene ist das Paneel 46 an seiner langen Seite noch nicht mit den
Paneelen 42 und 43 der ersten Reihe R1 verriegelt. Hierzu müssen das Paneel 46 sowie
das Paneel 45 an einem Ende 45a in die oben beschriebene Schrägstellung unter dem
Schwenkwinkel α angehoben werden. Dann wird der Gelenkvorsprung der langen Seite 46b
des Paneel 46 in die Pfannenaussparung der Paneele 42 und 43 der ersten Reihe R1 eingefügt
und die Paneele 45 und 46 schließlich gemeinsam durch Schwenken in die Verlegeebene
V mit den Paneelen 42 und 43 der ersten Reihe R1 verriegelt.
Bezugszeichenliste
[0062]
- 1
- Befestigungssystem
- 2
- Paneel
- 3
- Paneel
- 4
- Formschlußprofil
- 5
- Formschlußprofil
- 6
- Vorsprung
- 7
- konvexe Wölbung
- 8
- Teil der Schmalseite
- 9
- Teil der Schmalseite
- 9a
- Fugenstoßfläche
- 10
- Oberkante
- 11
- Teilstück
- 12
- Materialabtragung
- 13
- Bewegungsfreiraum
- 20
- Aussparung
- 21
- untere Wand
- 22
- obere Wand
- 23
- konkave Wölbung
- 24
- Materialabtragung
- 25
- Bewegungsfreiraum
- 26
- Fugenstoßfläche
- 30
- Füllstoff
- 31
- oberseitige Fuge
- G
- Gelenk
- K
- Kreismittelpunkt
- P
- Pfeil
- U
- Unterlage
- R1
- erste Reihe
- R2
- zweite reihe
- 40
- Paneel
- 41
- Paneel
- 42
- Paneel
- 43
- Paneel
- .44
- Paneel
- 45
- Paneel
- 45a
- kurze Schmalseite/freies Ende
- 45b
- lange Schmalseite
- 45c
- kurze Schmalseite/verriegeltes Ende
- 46
- Paneel
- 46a
- kurze Schmalseite
- 46b
- lange Schmalseite
- 46'
- gestrichelte Schwenkposition
- α
- Schwenkwinkel
- V
- Verlegeebene
1. Verfahren zur Verlegung und Verriegelung von viereckigen tafelförmigen Paneelen (40,
41, 42, 43, 44, 45, 46), insbesondere Fußbodenpaneelen, die an gegenüberliegenden
langen Schmalseiten (45b, 46b) sowie an gegenüberliegenden kurzen Schmalseiten (45a,
45c, 46a) sich über die Länge der Schmalseiten erstreckende Halteprofile aufweisen,
von denen die gegenüberliegenden Halteprofile im wesentlichen komplementär zueinander
ausgebildet sind, wobei zunächst von Paneele (40, 41, 42, 43) einer ersten Reihe (R1)
an den kurzen Schmalseiten miteinander verbanden werden, entweder indem die komplementären
Halteprofile eines verlegten und eines neuen Paneels in Längsrichtung der kurzen Schmalseiten
ineinandergeschoben werden oder indem das Halteprofil eines neuen Paneels zunächst
durch Schrägstellung relativ zu dem verlegten Paneel mit dem komplementären Halteprofil
des verlegten Paneels ineinandergefügt und nachfolgend durch Schwenken in die Ebene
des verlegten Paneels mit diesem sowohl in der Richtung senkrecht zu den ineinandergefügten
Schmalseiten als auch in der Richtung senkrecht zur Ebene der verlegten Paneele verriegelt
wird, als nächstes ein neues Paneel (44) in zweiter Reihe (R2) verlegt wird, indem
das Halteprofil seiner langen Schmalseite zunächst durch Schrägstellung relativ zu
der langen Schmalseite eines Paneels (40, 41) der ersten Reihe (R1) mit dessen Halteprofil
ineinandergefügt und nachfolgend in die Ebene der verlegten Paneele geschwenkt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass ein neues Paneel (46), dessen kurze Schmalseite (46a) mit der kurzen Schmalseite
(45a) des in zweiter Reihe verlegten Paneels (45) und dessen lange Schmalseite (46b)
mit der langen Schmalseite eines in erster Reihe verlegten Paneels (42, 43) verriegelt
werden muß, zunächst an seiner kurzen Schmalseite (46a) mit dem Paneel (45) der zweiten
Reihe (R2) verriegelt wird, und das neue Paneel (46) danach entlang der langen Schmalseite
eines in erster Reihe verlegten Paneels (42, 43) aus der Ebene der verlegten Paneele
nach oben geschwenkt wird, wobei das zuvor an der kurzen Schmalseite (46a) mit dem
neuen Paneel (46) verriegelte Paneel (45) der zweiten Reihe (R2) an diesem Ende gemeinsam
mit dem neuen Paneel (46) bis in eine schrägstellung mit nach oben geschwenkt wird,
wobei die Schrägstellung zu der verriegelten kurzen Schmalseite des Paneels (45) hin
abnimmt, und wobei sich das lange Halteprofil des neuen Paneels (46) in dieser Schrägstellung
mit dem komplementären Halteprofil des in erster Reihe (R1) verlegten Paneels (42,
43) ineinanderfügen läßt und nach dem Ineinanderfügen das schrägstehende neue Paneel
(46) sowie das an einer kurzen Schmalseite (45a) in zweiter Reihe (R2) mit dem neuen
Paneel (46) verriegelte Paneel (45) in die Ebene der verlegten Paneele geschwenkt
werden.
2. Verfahren zur Verlegung
und Verriegelung eines neuen viereckigen tafelförmigen Paneels (46) in einer zweiten Reihe (R2) von
Paneelen, wobei das in zweiter Reihe zu verlegende neue Paneel (46) Halteprofile aufweist,
welche das neue Paneel (46) in den Stand versetzen, sowohl mit Paneelen (42, 43) einer
ersten Reihe (R1) als auch mit einem bereits verlegten Paneel der zweiten Reihe (R2)
verriegelt zu werden, insbesondere für Fußbodenpaneele (40, 41, 42, 43, 44, 45, 46),
wobei das neue in zweiter Reihe (R2) zu verlegende Paneel (46) sowohl mit einer langen
Seite an einer ersten Reihe (R1) von Paneelen (42, 43) als auch mit einer kurzen Seite
an einem Paneel (45) verriegelt wird, das bereits in zweiter Reihe (R2) verlegt ist,
wobei die Paneele an gegenüberliegenden langen Schmalseiten (45b, 46b) sowie an gegenüberliegenden
kurzen Schmalseiten (45a, 45c, 46a) sich über die Länge der Schmalseiten erstreckende
Halteprofile aufweisen, von denen die gegenüberliegenden Halteprofile im wesentlichen
komplementär zueinander ausgebildet sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- das neue in zweiter Reihe (R2) zu verlegende Paneel (46) zuerst an einer seiner
kurzen Seiten mit dem bereits in zweiter Reihe (R2) verlegten Paneel (45) verriegelt
wird, indem dessen freies Ende (45a) um die verriegelte lange Schmalseite (45b) aus
der Verlegeebene um einen Schwenkwinkel (α) nach oben geschwenkt und das in zweiter
Reihe (R2) verlegte Paneel (45) derart tordiert wird, dass das Maß des Schwenkwinkels
(α) von dem freien Ende (45a) zu dem verriegelten Ende (45c) hin abnimmt
- in dieser Position das neue in zweiter Reihe (R2) verlegte Paneel (46) mit einem
Teil seiner kurzen Seite und in einer Schrägstellung relativ zu dem bereits in zweiter
Reihe (R2) verlegten Paneel (45) an dessen freiem Ende (45a) angesetzt wird,
- nun das neue in zweiter Reihe (R2) verlegte Paneel (46) in eine Schwenkposition
(46') geschwenkt wird (A), bis es ebenfalls unter dem Schwenkwinkel (α) zur Verlegeebene
positioniert ist,
- wobei das neue in zweiter Reihe (R2) verlegte Paneel (46) aus der Schwenkposition
(46') verschoben und das Halteprofil des neuen in zweiter Reihe (R2) verlegten Paneels
(46) in die Halteprofile der Paneele (42, 43) der ersten Reihe (R1) eingefügt wird,
- wobei die kurze Schmalseite des neuen in zweiter Reihe (R2) verlegten Paneels (46)
gleichzeitig ganz auf die kurze Schmalseite (45a) des bereits in zweiter Reihe (R2)
verlegten Paneels (45) aufgeschoben wird (B) und
- schließlich das bereits in zweiter Reihe (R2) verlegte Paneel (45) und das neue
in zweiter Reihe (R2) verlegte Paneel (46) gemeinsam in die Verlegeebene geschwenkt
und mit den Paneelen (42, 43) der ersten Reihe (R1) verriegelt werden (C).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 zur Verlegung und Verriegelung viereckiger tafelförmiger
Paneele (40, 41, 42, 43, 44, 45, 46), die an zueinander parallelen Schmalseiten sich
über die Länge der Schmalseiten (45a, 45c) erstreckende komplementäre Halteprofile
(4, 5) aufweisen, wobei ein Halteprofil (4) als Gelenkvorsprung mit einer konvexen
Wölbung (7) und das komplementäre Halteprofil (5) als Pfannenaussparung mit einer
konkaven Wölbung (23) versehen ist, wobei jeder Gelenkvorsprung eines neuen in zweiter
Reihe (R2) zu verlegenden Paneels (46) unter geringer Aufweitung der Pfannenaussparung
eines bereits in zweiter Reihe (R2) verlegten Paneels (45) in diese eingefügt und
das neue in zweiter Reihe (R2) zu verlegende Paneel (46) schließlich durch Schwenken
in die Ebene des bereits in zweiter Reihe (R2) verlegten Paneels (45) verriegelt wird.
1. Method for placing and locking rectangular, platelike panels (40, 41, 42, 43, 44,
45, 46), especially floor panels, that display holding profiles, extending over the
full length of the edges, on opposite long edges (45b, 46b) and on opposite short
edges (45a, 45c, 46a), opposite holding profiles being designed in essentially complementary
form, where panels (40, 41, 42, 43) of a first row (R1) are first joined together
at the short edges, either by the complementary holding profiles of a placed panel
and a new panel being inserted into each other in the longitudinal direction of the
short edges, or by the holding profile of a new panel first being inclined relative
to the placed panel and inserted into the complementary profile of the placed panel
and then locked with the placed panel, both in the direction perpendicular to the
joined edges and in the direction perpendicular to the plane of the placed panels,
by being pivoted into the plane of the placed panel, after which a new panel (44)
is next placed in a second row (R2) by the holding profile of its long edge initially
being inclined relative to the long edge of a panel (40, 41) of the first row (R1),
inserted into the holding profile of the latter and subsequently pivoted into the
plane of the placed panels, characterised in that the short edge (46a) of a new panel (46), whose short edge (46a) is to be locked
with the short edge (45a) of the panel (45) placed in the second row and whose long
edge (46b) is to be locked with the long edge of a panel (42, 43) placed in the first
row, is first locked with the panel (45) in the second row (R2), and the new panel
(46) is then pivoted upwards out of the plane of the placed panels along the long
edge of a panel (42, 43) placed in the first row, where the panel (45) of the second
row (R2), previously locked with the new panel (46) at the short edge (46a), is also
pivoted upwards into an inclined position at this end together with the new panel
(46), where the inclination decreases towards the locked short edge of the panel (45),
and where the long holding profile of the new panel (46) can be inserted into the
complementary holding profile of the panel (42, 43) placed in the first row (R1) in
this inclined position and, following joining, the inclined new panel (46) and the
panel (45) locked with the new panel (46) on one short edge (45a) in the second row
(R2) are pivoted into the plane of the placed panels.
2. Method for placing and locking a new, rectangular, platelike panel (46) in a second
row (R2) of panels, where the new panel (46) to be placed in the second row displays
holding profiles that enable the new panel (46) to be locked both with panels (42,
43) of a first row (R1) and with a previously placed panel in the second row (R2),
especially for floor panels (40, 41, 42, 43, 44, 45, 46), where the new panel (46)
to be placed in the second row (R2) is locked both on one long edge with a first row
(R1) of panels, and on one short edge with a panel (45) that has already been placed
in the second row (R2), where the panels display holding profiles, extending over
the full length of the edges, on opposite long edges (45b, 46b) and on opposite short
edges (45a, 45c, 46a), opposite holding profiles being designed in essentially complementary
form, characterised in that one of the short edges of the new panel (46) to be placed in the second row (R2)
is first locked with the panel (45) previously placed in the second row (R2) by the
free end (45a) of the latter being pivoted upwards out of the placing plane through
a pivoting angle (α) about the locked long edge (45b), and the panel (45) previously
placed in the second row (R2) is twisted in such a way that the amount of the pivoting
angle (α) decreases from the free end (45a) to the locked end (45c), part of the short
edge of the new panel (46) to be placed in the second row (R2) is placed, in this
position and at an inclination relative to the panel (45) previously placed in the
second row (R2), against the free end (45a) of the latter, the new panel (46) to be
placed in the second row (R2) is then pivoted into a pivoting position (46') (A) until
it is likewise positioned at the pivoting angle (α) relative to the placing plane,
where the new panel (46) to be placed in the second row (R2) is displaced from the
pivoting position (46') and the holding profile of the new panel (46) to be placed
in the second row (R2) is inserted into the holding profiles of the panels (42, 43)
of the first row (R1), where the short edge of the new panel (46) to be placed in
the second row (R2) is simultaneously slid completely onto the short edge (45a) of
the panel (45) previously placed in the second row (R2) (B) and, finally, the panel
(45) previously placed in the second row (R2) and the new panel (46) to be placed
in the second row (R2) are jointly pivoted into the placing plane and locked with
the panels (42, 43) of the first row (R1) (C).
3. Method according to Claim 1 or 2 for placing and locking rectangular, platelike panels
(40, 41, 42, 43, 44, 45, 46) displaying complementary holding profiles (4, 5), extending
over the full length of the edges (45a, 45c), on parallel edges, where one holding
profile (4) is designed as an articulated projection with a convex curvature (7) and
the complementary holding profile (5) is designed as a socket recess with a concave
curvature (23), where each articulated projection of a new panel (46) to be placed
in the second row (R2) can, by slightly expanding the socket recess of a panel (45)
previously placed in the second row (R2), be inserted into the latter, and the new
panel (46) to be placed in the second row (R2) is, finally, locked by being pivoted
into the plane of the panel (45) previously placed in the second row (R2).
1. Procédé pour poser et encliqueter des panneaux (40, 41, 42, 43, 44, 45, 46) quadrangulaires
en forme de plaque, notamment des panneaux pour le sol comportant des profils de support
s'étendant au-dessus de la longueur des tranches sur les tranches longitudinales (45b,
46b) opposées ainsi que sur les tranches transversales (45a, 45c, 46a) opposées, profils
de support parmi lesquels les profils de support opposés sont configurés de façon
à être sensiblement complémentaires les uns par rapport aux autres, sachant qu'on
rattache d'abord entre eux les panneaux (40, 41, 42, 43) d'une première rangée (R1)
sur les tranches transversales, soit en assemblant entre eux les profils de support
complémentaires d'un panneau posé et d'un nouveau panneau dans le sens de la longueur
des tranches transversales, soit en emboîtant d'abord le profil de support d'un nouveau
panneau avec le profil de support complémentaire du panneau posé en l'inclinant par
rapport au panneau posé et en l'encliquetant ensuite par pivotement avec celui-ci
dans le plan du panneau posé, aussi bien perpendiculairement aux tranches emboîtées
que perpendiculairement au plan des panneaux posés lorsqu'un nouveau panneau (44)
est posé sur la deuxième rangée (R2), le profil de support de sa tranche longitudinale
étant d'abord emboîté avec son profil de support en inclinant ce premier par rapport
à la tranche longitudinale d'un panneau (40, 41) de la première rangée (R1) et en
le pivotant ensuite dans le plan des panneaux posés, caractérisé en ce qu'un nouveau panneau (46) dont la tranche transversale (46a) doit être encliquetée avec
la tranche transversale (45a) du panneau (45) posé sur la deuxième rangée et dont
la tranche longitudinale (46b) doit être encliquetée avec la tranche longitudinale
d'un panneau (42, 43) posé sur la première rangée, doit d'abord être encliqueté avec
le panneau (45) de la deuxième rangée (R2) sur sa tranche longitudinale (46a), et
le nouveau panneau (46) est ensuite pivoté vers le haut, le long de la tranche longitudinale
d'un panneau (42, 43) posé sur la première rangée, en dehors du plan des panneaux
posés, le panneau (45) de la deuxième rangée (R2), auparavant encliqueté avec le nouveau
panneau (46) sur sa tranche transversale (46a), étant pivoté vers le haut sur cette
extrémité, conjointement avec le nouveau panneau (46), jusqu'à être incliné, sachant
que l'inclinaison par rapport à la tranche transversale encliquetée du panneau (45)
diminue et sachant que le profil de support longitudinal du nouveau panneau (46) est
emboîté suivant cette inclinaison avec le profil de support complémentaire du panneau
(42, 43) posé sur la première rangée (R1) et, après emboîtement, le nouveau panneau
(46) incliné ainsi que le panneau (45) encliqueté sur la deuxième rangée (R2) avec
le nouveau panneau (46) sur une tranche transversale (45a) sont pivotés dans le plan
des panneaux posés.
2. Procédé pour poser et encliqueter un nouveau panneau (46) quadrangulaire en forme
de plaque dans une deuxième rangée (R2) de panneaux, le nouveau panneau (46) à poser
sur la deuxième rangée comportant des profils de support qui mettent le nouveau panneau
(46) dans un état dans lequel il peut aussi bien être encliqueté avec les panneaux
(42, 43) d'une première rangée (R1) qu'avec un panneau déjà posé de la deuxième rangée
(R2), notamment pour les panneaux (40, 41, 42, 43, 44, 45, 46) pour le sol, le nouveau
panneau (46) à poser sur la deuxième rangée (R2) étant encliqueté aussi bien avec
une tranche longitudinale sur une première rangée (R1) de panneaux (42, 43) qu'avec
une tranche transversale sur un panneau (45) déjà posé sur la deuxième rangée (R2),
les panneaux comportant des profils de support s'étendant au-dessus de la longueur
des tranches sur les tranches longitudinales (45b, 46b) opposées ainsi que sur les
tranches transversales (45a, 45c, 46a) opposées, profils de support parmi lesquels
les profils de support opposés sont configurés de façon à être essentiellement complémentaires
les uns par rapport aux autres, caractérisé en ce que le nouveau panneau (46) à poser sur la deuxième rangée (R2) étant d'abord encliqueté
sur une de ses tranches transversales avec un panneau (45) déjà posé sur la deuxième
rangée (R2), son extrémité libre (45a) étant pivotée vers le haut, d'un angle de pivotement
(α), autour de la tranche longitudinale (45b) encliquetée en dehors du plan de pose
et le panneau (45) déjà posé sur la deuxième rangée (R2) étant tordu de telle sorte
que la mesure de l'angle de pivotement (α) diminue de l'extrémité libre (45a) vers
l'extrémité encliquetée (45c), dans cette position, le nouveau panneau (46) à poser
sur la deuxième rangée (R2) est relié à une partie de sa tranche transversale et incliné
sur son extrémité libre (45a) par rapport au panneau (45) déjà posé sur la deuxième
rangée (R2), puis le nouveau panneau (46) à poser sur la deuxième rangée (R2) est
pivoté (A) dans une position de pivotement (46') jusqu'à être lui aussi positionné
avec l'angle de pivotement (α) par rapport au plan de pose, le nouveau panneau (46)
à poser sur la deuxième rangée (R2) étant déporté hors de la position de pivotement
(46') et le profil de support du nouveau panneau (46) à poser sur la deuxième rangée
(R2) est inséré dans les profils de support des panneaux (42, 43) de la première rangée
(R1), la tranche transversale du nouveau panneau (46) à poser sur la deuxième rangée
(R2) étant déportée (B) en même temps complètement sur la tranche transversale (45a)
du panneau (45) déjà posé sur la deuxième rangée (R2) et pour finir le panneau (45)
déjà posé sur la deuxième rangée (R2) et le nouveau panneau (46) à poser sur la deuxième
rangée (R2) sont pivotés (C) ensemble dans le plan de pose et encliquetés avec les
panneaux (42, 43) de la première rangée (R1).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2 pour poser et encliqueter des panneaux (40,
41, 42, 43, 44, 45, 46) quadrangulaires en forme de plaque qui comportent des profils
de support (4, 5) complémentaires s'étendant au-dessus de la longueur des tranches
(45a, 45c), un profil de support (4) étant doté d'une courbure convexe (7) sous la
forme d'une saillie articulée et le profil de support (5) complémentaire étant doté
d'une courbure concave (23) sous la forme d'un évidement de poche, chaque saillie
articulée d'un nouveau panneau (46) à poser sur la deuxième rangée (R2) étant insérée
dans ceux-ci en élargissant faiblement l'évidement de poche d'un panneau (45) déjà
posé sur la deuxième rangée (R2) et pour finir, le nouveau panneau (46) à poser sur
la deuxième rangée (R2) est encliqueté par pivotement dans le plan du panneau (45)
déjà posé sur la deuxième rangée (R2).