[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Fenster- und Türbeschläge. Im allgemeinen
dienen solche Beschläge zum Verbinden eines Flügels mit einem Rahmen, wobei der Flügel
gegenüber dem Rahmen schwenkbar ist, um ihn öffnen und schließen zu können, d.h. eine
Anlage zwischen Flügel und Rahmen herzustellen. Dabei kann die Schwenkbewegung verschiedene
Schwenkachsen betreffen, wobei man bei vertikalen Schwenkachsen von einer Drehöffnungs-
oder -schließbewegung und bei horizontalen Schwenkachsen von einer Kippöffnungs- oder
-schließbewegung oder Klappbewegung, je nachdem, ob die Schwenkachse oben oder unten
liegt, spricht. In dieser Anmeldung wird der Begriff "Schwenken" als Oberbegriff für
alle denkbaren Rotationsachsen für eine Öffnungs- oder Schließbewegung des Flügels
gegenüber dem Rahmen verwendet.
[0002] In vielen Fällen ist es erwünscht, den Umfang einer Schwenköffnungsbewegung des Flügels
zu begrenzen, d.h. einen maximalen Öffnungswinkel festzulegen. Dies betrifft vor allem
die Kippbewegung von Fenster- oder Türflügeln mit Kipp- oder Drehkippbeschlägen. Hierzu
werden beispielsweise konventionelle Ausstellscheren eingesetzt, die im oberen horizontalen
Falz eines Flügels angebracht sein können und bei einer Öffnungskippbewegung den Kippwinkel
so begrenzen, daß nur eine Lüftungskippstellung möglich ist und der Beschlag durch
eine zu große Kippbewegung und damit eine zu große Verlagerung des Schwerpunkts des
Flügels aus der Rahmenebene heraus nicht beschädigt wird. Es sind jedoch auch viele
andere Anwendungsmöglichkeiten denkbar, bei denen eine Begrenzung einer Öffnungsschwenkbewegung
angestrebt wird.
[0003] Neben den bereits erwähnten Ausstellscheren von Kippbeschlägen sind auch andere öffnungsbegrenzende
Elemente im Stand der Technik bekannt. z.B. zeigt die DE 38 20 755 A1 ein Öffnungsbegrenzungselement,
nämlich einen am Rahmen angelenkten Arm, mit dem ein Schließzapfen einer Treibstangenbeschlageinrichtung
am Flügel in Eingriff kommt, wenn die Treibstangenbeschlageinrichtung durch ein Beschlagbetätigungselement
in die entsprechende Kipposition geschaltet wird. Wird dann eine Öffnungskippbewegung
durchgeführt, wird der Arm gegenüber der Ebene des Flügels und der Ebene des Rahmens
verschwenkt, wobei ein ihn durch Eingriff in ein Langloch des Arms lagernder Lagerzapfen
an ein Ende des Langloches anstößt und der Arm der Länge des Langloches und der Armlänge
entsprechend einen maximalen Öffnungskippwinkel festlegt.
[0004] Bei einer Schließbewegung des Flügels kommt der Schließzapfen am Flügel außer Eingriff
mit dem Arm und in einen seitlich offenen Bereich des Arms, so daß bei einer erneuten
Öffnungskippbewegung - ohne Betätigung der Treibstangenbeschlageinrichtung - keine
öffnungsbegrenzende Verriegelung durch den Arm erfolgt. Mit dieser Möglichkeit der
Entriegelung des Öffnungsbegrenzungselements soll für Notsituationen eine Fluchtmöglichkeit
geschaffen werden. Dabei ist das Öffnungsbegrenzungselement so konstruiert, daß nach
einer Schließbewegung des Flügels und einer Betätigung der Treibstangenbeschlageinrichtung
in ihre Schließposition wieder eine solche Relativbewegung zwischen dem Lagerzapfen
des Arms und dem Langloch erfolgt, daß der Arm bei einer erneuten Öffnung des Flügels
wieder in Funktion tritt.
[0005] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein gegenüber dem Stand der
Technik verbesserten Beschlag mit einem Beschlagteil mit Öffnungsbegrenzungselement
anzugeben.
[0006] Um dieses technische Problem zu lösen, ist ein Beschlag für ein Fenster oder eine
Tür mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 weitergebildet.
[0007] Femer richtet sich die Erfindung auf Fenster und Türen mit solchen Beschlägen.
[0008] Bevorzugte Ausgestaltungen des Beschlagteils und des Beschlags sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
[0009] Der Grundgedanke der Erfindung liegt also darin, daß das Öffnungsbegrenzungselement
durch einen Benutzer dauerhaft außer Funktion und nach Wunsch wieder in Funktion gesetzt
werden kann, so daß sich das Fenster oder die Tür jeweils bedienen läßt, als sei das
Öffnungsbegrenzungselement gar nicht vorhanden bzw. eben wieder eingebaut. Dem liegt
die Feststellung zugrunde, daß die im Stand der Technik vorgesehene Möglichkeit, daß
das Öffnungsbegrenzungselement für Notfälle entriegelt werden kann, für den Alltagsgebrauch
einer Öffnungsbegrenzungsfunktion untauglich ist, weil der Entriegelungsvorgang nach
jeder Betätigung des Treibstangenbeschlages bzw. des Beschlagbetätigungselements,
z.B. Fensterhandgriffs, neu vorgenommen werden muß. Femer ist der Vorgang des Entriegelns
für den Benutzer unkomfortabel, weil hierzu der gesamte Flügel geschlossen und wieder
geöffnet werden muß. Aus der Kombination der immer wiederkehrenden Notwendigkeit einer
Entriegelung des Öffnungsbegrenzungselements und der Schwergängigkeit und Umständlichkeit
dieses Vorgangs folgt, daß es sich dabei tatsächlich nur um eine Sicherheitslösung
für Notfälle handeln kann.
[0010] Demgegenüber ermöglicht die Erfindung jedoch das Außerbetriebnehmen des Öffnungsbegrenzungselements
im alltäglichen Gebrauch und für eine vom Benutzer gewünschte Dauer. Er hat die Möglichkeit,
das Öffnungsbegrenzungselement nach Wunsch wieder in den "aktiven" ersten Betriebszustand
zu schalten, wobei das Öffnungsbegrenzungselement bis zu diesem Schaltvorgang unabhängig
von der Fenster- oder Türbedienung in seinem "passiven" zweiten Betriebszustand verbleibt.
[0011] Dies kann z.B. von Vorteil sein, wenn eine vollständige Öffnungsbewegung des Flügels
häufig gebraucht wird und eine begrenzte Schwenköffnungsstellung nur gelegentlich
eingestellt werden soll, beispielsweise bei einem Fenster, durch das häufiger hindurchgereicht
werden muß, das aber auch in eine Spaltlüftungsstellung gebracht werden können soll,
oder bei einer Tür, die als Durchgang dient, der man aber zusätzlich eine Spaltlüftungsstellung
geben möchte, ohne deswegen einen vollständigen Drehkippbeschlag vorzusehen.
[0012] Besonders erwünscht ist es bei der Erfindung, daß zumindest das erfindungsgemäße
Beschlagteil mit dem Öffnungsbegrenzungselement, beispielsweise dem beschriebenen
Arm, vollständig verdeckt in einem Falz anbringbar ist. Dann ist nämlich das äußere
Erscheinungsbild des Fensters oder der Tür durch die zusätzliche Funktion des erfindungsgemäßen
Beschlagteils nicht gestört. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Beschlagteil im
Gebrauch auch vollständig ignoriert werden, wenn es nicht benötigt wird, und wirft
bei mit der Funktion unvertrauten Benutzern keine Fragen und Ungewißheiten hinsichtlich
der richtigen Bedienung des Fensteroder Türflügels auf. Andererseits ist das Beschlagelement,
wenn es wirklich umgeschaltet werden soll, in einer teilgeöffneten Flügelstellung
ohne weiteres auch im Falz zugänglich, so daß keine Beeinträchtigung in der Bedienbarkeit
auftritt.
[0013] Vorzugsweise ist das Öffnungsbegrenzungselement dabei als ein Arm ausgeführt, der
entweder an dem Rahmen oder an dem Flügel gelenkig angebracht ist und mit dem jeweils
anderen Teil, also dem Flügel bzw. Rahmen, über ein Kopplungselement des Arms in und
außer Eingriff zu bringen ist. Dazu ist am Flügel bzw. Rahmen ein zu dem Kopplungselement
des Armes komplementäres Kopplungsteil vorgesehen, das jedoch ein konventionelles
Teil, insbesondere Beschlagteil sein kann.
[0014] Dabei ist es bevorzugt, daß die Schaltbarkeit des Öffnungsbegrenzungsarmes durch
den Benutzer in einer Schwenkbarkeit von einer ersten in eine zweite Position und
umgekehrt besteht, wobei die beiden Positionen jeweils einem der beiden Betriebszustände
zugeordnet sind. Dazu liegt das Kopplungselement des Arms in der dem ersten Betriebszustand
zugeordneten ersten Position in einem Bereich, in dem es der Öffnungsbegrenzungswirkung
entsprechend in Eingriff mit dem Kopplungsteil des Flügels bzw. Rahmens kommen kann,
wobei die zweite Position so gewählt ist, daß das Kopplungselement des Arms dann außerhalb
dieses Eingriffsbereichs liegt. Im einfachsten Fall handelt es sich um eine Schwenkbewegung
des Armes um etwa 180° um das Gelenk seiner Befestigung am Flügel bzw. Rahmen. Dann
muß lediglich beidseits der gelenkigen Befestigung genügend Raum für den Arm vorhanden
sein.
[0015] Das Kopplungsteil des Flügels bzw. Rahmens kann beispielsweise ein Zapfen sein, für
den als Kopplungselement des Armes an dem Arm eine Eingriffsausnehmung vorgesehen
ist. Dazu ist diese Eingriffsausnehmung vorzugsweise an dem der Achse der Lagerung
am Rahmen bzw. Flügel entgegengesetzten Ende des Armes angeordnet. Dadurch stört die
Verdrehung des Armes gegenüber der Flügelebene und der Rahmenebene bei der Schwenköffnungsbewegung
nicht.
[0016] Da die durch den Öffnungsbegrenzer vorgegebene begrenzte Öffnungsstellung häufig
als Lüftungsstellung verwendet werden wird, sieht die Erfindung als weitere Ausgestaltung
vor, mit einer Rasteinrichtung eine gewisse Sicherung dieser Stellung gegen eine Schließbewegung
zu erreichen. Durch die Wirkung der Rasteinrichtung ist eine bestimmte Mindestkraft
notwendig, um den Flügel wieder zu schließen. Wird diese Mindestkraft geeignet gewählt,
ist der Flügel durch einen Bediener ohne weiteres wieder schließbar, kann jedoch nicht
durch sein Eigengewicht und/oder Luftbewegungen, Kinder oder durch andere unerwünschte
Einflüsse zufallen. Vorzugsweise besteht die Rasteinrichtung in einer Feder, z.B.
in der Eingriffsausnehmung für den Zapfen.
[0017] Im Falle eines Zapfens als Kopplungsteil des Fensters oder Rahmens kann an dem Arm
ferner eine Eingriffsöffnung vorgesehen sein, die am besten in der Umgebung der Achse
der gelenkigen Befestigung am Rahmen bzw. Flügel vorgesehen ist. Wenn dann der Zapfen
ein beispielsweise von einer Treibstangeneinrichtung angetriebener Zapfen ist, kann
er in einer Schließstellung des Beschlags in diese Eingriffsöffnung eingreifen, wodurch
das Öffnungsbegrenzungselement eine weitere Sicherung der Schließstellung bewirkt.
Dabei ist zu beachten, daß der Arm aus der Sicht der Achse der gelenkigen Befestigung
über den Eingriff des Zapfens in die Eingriffsöffnung hinausragt und die Verkippung
dieses hinausragenden Distalendes des Armes gegenüber der Flügelebene und der Rahmenebene
bei einer Öffnungsbewegung durch den Blendrahmen oder den Flügelrahmen behindert wird,
so daß eine Verriegelungswirkung auch ohne Sperrung der gelenkigen Lagerung des Arms
entsteht.
[0018] Durch eine hinterschnittene Querschnittsform kann bei einer komplementären Querschnittsform
des Zapfens für eine weitere Verbesserung der Verriegelung auch gegenüber Bewegungen
in der Flügel- und Rahmeneben gesorgt werden.
[0019] Wenn die Lagerung des Arms am Rahmen bzw. Flügel etwas drehgehemmt ist, kann damit
ein unbeabsichtigtes Verändern der Schaltposition des Armes erreicht werden. Beispielsweise
durch die Verkippung des Flügels, wenn der Arm am Flügel angebracht ist, oder durch
die bei Bewegungen des Flügels im gesamten Flügel- und Rahmenbereich auftretenden
Stöße sowie durch unbeabsichtigtes Entlangstreifen an dem Rahmen kann eine solche
unbeabsichtigte Verstellung möglich sein, vor allem, wenn der Arm in der momentanen
Schaltposition nach oben zeigt. Geeignete Drehhemmungen sind beispielsweise Federscheiben
oder elastisch verformbare Kunststoffbuchsen in dem Lager, allgemein also elastische
Feststellmittel.
[0020] Erfindungsgemäß kann die Montage des Beschlagelements dadurch erleichtert werden,
daß eine Montagehilfseinrichtung vorgesehen ist, die einen festen Relativpositionsbezug
zu einem anderen Beschlagteil vorgibt. Z.B. kommt dazu das Beschlagteil in Frage,
das einen Anschluß für ein Beschlagbetätigungselement aufweist, beispielsweise eine
Kupplung für einen Fenster- oder Türhandgriff, oder ein diesem Beschlagteil rahmenseitig
zugeordnetes Beschlagteil. In der Regel sind im Flügelrahmen gerade für dieses Beschlagteil
besondere Vorkehrungen für die Montage getroffen, z.B. Aussparungen vorgesehen, bzw.
besteht für das zugeordnete rahmenseitige Beschlagteil ohnehin die Notwendigkeit einer
Justage darauf. Damit bilden diese Beschlagteile gewissermaßen Bezugspunkte für die
Montage aller weiteren Beschlagteile. Durch die Montagehilfseinrichtung ist dann kein
kompliziertes Ausmessen und Anzeichnen der Montageposition für das erfindungsgemäße
Beschlagsteil mehr notwendig, vielmehr kann es mit Hilfe der Montagehilfseinrichtung
an einen geeigneten Bereich des als Bezugspunkt dienenden anderen Beschlagteils angelegt
werden, angeklemmt werden oder ähnliches.
[0021] Die Montagehilfseinrichtung kann dabei auch abnehmbar ausgeführt sein. Dies hat den
Vorteil, daß für verschiedene Anwendungsfälle verschiedene Montagehilfseinrichtungen
verwendet werden können, so daß mit dem gleichen erfindungsgemäßen Beschlagteil unterschiedliche
Relativpositionen in der Montage eingestellt werden können. Außerdem kann bei der
Auslegung der abnehmbaren Montagehilfseinrichtung darauf Rücksicht genommen werden,
daß sie seitenvertauscht werden kann, so daß auch eine Rechts-Linksvertauschung im
Anwendungsfall durch einfaches Ummontieren der Montagehilfseinrichtung berücksichtigt
werden kann. Dies gilt jedoch nur für diesbezügliche asymmetrische Montagehilfseinrichtungen,
beispielsweise einen Haken, der bei dieser Erfindung die bevorzugte Ausführungsform
der Montagehilfseinrichtung ist. Hierzu wird im übrigen auf das Ausführungsbeispiel
verwiesen.
[0022] Wie eingangs bereits erwähnt, richtet sich die Erfindung auch auf einen Beschlag,
der neben dem Beschlagteil auch andere Beschlagteile umfaßt. Es werden nämlich die
Funktionseigenschaften des gesamten Beschlages durch die Erfindung verbessert. Entsprechend
gilt dies auch für ein Fenster oder eine Tür, an dem ein solcher Beschlag montiert
ist, weil das Fenster oder die Tür verbesserte Gebrauchseigenschaften zeigen.
[0023] Wie ebenfalls bereits erwähnt, ist dabei das Kopplungsteil an dem Flügel bzw. Rahmen
vorzugsweise ein von einer Treibstangeneinrichtung angetriebener Zapfen. Dementsprechend
umfaßt der erfindungsgemäße Beschlag dann auch die Treibstangeneinrichtung mit dem
Zapfen. Dabei kann es sich beispielsweise um eine konventionelle Treibstangeneinrichtung
eines Drehkippbeschlages handeln. Der Zapfen kann dann ein ohnehin vorgesehener konventioneller
Schließzapfen sein, wobei lediglich ein Montageblech mit einem Schließeingriff für
den Schließzapfen durch das erfindungsgemäße Beschlagteil ersetzt wird. In diesem
Zusammenhang wird daran erinnert, daß ein erfindungsgemäßer Öffnungsbegrenzungsarm
eine Verriegelungseingriffsöffnung für den Schließzapfen aufweisen kann. Wie bereits
erwähnt, kann die Verriegeiungseingnffsöffnung eine hinterschnittene Querschnittsform
zeigen; ein geeigneter Zapfen hierzu weist dann zumindest in einer entsprechenden
Richtung eine Pilzquerschnittsform auf.
[0024] Ein besonderer Aspekt der Erfindung besteht darin, daß der erfindungsgemäße Beschlag
neben dem obenstehend erläuterten öffnungsbegrenzenden Beschlagteil noch zumindest
ein weiteres zweites öffnungsbegrenzendes Beschlagteil aufweist. Wenn dann das zweite
öffnungsbegrenzende Beschlagteil eine weiter geöffnete Schwenköffnungsstellung zuläßt
als das erste, führt das erfindungsgemäße Beschlagteil durch seine Schaltbarkeit zwischen
dem aktiven ersten und dem passiven zweiten Betriebszustand zu einer Veränderung des
maximal möglichen Schwenköffnungswinkels. Z.B. kann also der Kippwinkel eines Kippfensters
oder einer Kipptür als Lüftungsstellung kleiner oder größer gewählt werden, je nachdem,
ob ein größerer - bei warmem Wetter im Sommer - oder ein kleinerer - bei kaltem Wetter
im Winter - Luftdurchsatz gewünscht ist. Der erfindungsgemäße Beschlag verfügt dann
also über zwei wählbare Schwenköffnungsstellungen.
[0025] Dabei kann natürlich auch das zweite Beschlagteil ein erfindungsgemäßes Beschlagteil
sein, so daß die Öffnungsbegrenzungsfunktion wieder ganz außer Betrieb genommen werden
kann, indem beide Beschlagteile in den zweiten Betriebszustand versetzt werden. Es
ist natürlich auch möglich, ein drittes Beschlagteil mit öffnungsbegrenzender Funktion
vorzusehen, so daß dann drei Schwenköffnungsstellungen möglich sind.
[0026] Besonders bevorzugt bei der Erfindung ist es jedoch, das erfindungsgemäße Beschlagteil
einem im übrigen konventionellen Beschlag mit einer Ausstellschere als öffnungsbegrenzendes
Beschlagteil hinzuzufügen, so daß man durch das erfindungsgemäße Beschlagteil eine
gegenüber der Funktion der Ausstellschere verringerte Schwenköffnungsstellung erreichen
kann, wobei nach Wunsch auch die Schwenköffnungsstellung der Ausstellschere gewählt
werden kann. Dies betrifft insbesondere die Kippfunktion von Kippfenstern und Türen.
[0027] Die Erfindung wird im folgenden verdeutlicht anhand eines Ausführungsbeispiels, das
in den Figuren im einzelnen dargestellt ist. Dabei offenbarte Einzelmerkmale können
auch in anderen Kombinationen erfindungswesentlich sein. Insbesondere hat die Offenbarung
der Erfindung in der vorstehenden allgemeinen Darstellung sowie im folgenden auch
Verfahrensaspekte, auf die im Erteilungsverfahren noch Rückgriff genommen werden können
soll.
[0028] Im einzelnen zeigt:
Figur 1 ein erfindungsgemäßes Fenster in einer Drehöffnungsstellung;
Figur 2 das Fenster in einer Kippöffnungsstellung;
Figur 3 einen Teil eines erfindungsgemäßen Beschlages mit dem öffnungsbegrenzenden
Beschlagteil in drei Einbausituationen;
Figur 4 eine der linken Darstellung in Figur 3 entsprechende Darstellung, wobei jedoch
zusätzlich Schaltpositionen eines Öffnungsbegrenzungsarmes sowie eines Schließzapfens
dargestellt sind;
Figur 5 einen Schnitt entlang der Linie V-V in Figur 7;
Figur 6 einen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Figur 7;
Figur 7 eine vergrößerte Darstellung des Öffnungsbegrenzungsarms aus den Figuren 3
und 4;
Figur 8 eine Figur 7 entsprechende Darstellung, jedoch in Öffnungsstellung des Flügels,
wobei ein Treibstangenbeschlagteil des Flügels mit dargestellt ist; und
Figur 9 eine Figur 8 entsprechende Darstellung in um 90° gedrehter Perspektive.
[0029] Bezüglich der Einzelheiten des als Ausführungsbeispiel näher dargestellten Fensters
mit Drehkippbeschlag wird zunächst Bezug genommen auf die Voranmeldung DE 199 11 893.0
derselben Anmelderin, deren Offenbarungsgehalt hier mit inbegriffen ist.
[0030] Figur 1 zeigt ein Fenster 1 mit einem feststehenden Rahmen 2 und einem dagegen verschwenkbaren
Flügel 3. Der Flügel 3 ist dabei um eine vertikale Achse 5 drehbar, die durch Scharnierbeschläge
4 im rechten Bereich des feststehenden Rahmens 2 gebildet ist.
[0031] Eine alternative Schwenkbewegungsmöglichkeit zeigt Figur 2. Dort ist der Flügel 3
gegenüber dem feststehenden Rahmen 2 um eine horizontale Kippachse 6 im unteren Bereich
des feststehenden Rahmens 2 kippbar. Daneben besteht auch die Drehöffnungsmöglichkeit
aus Figur 1. Es handelt sich bei diesem Fenster also um ein Drehkippfenster. Dazu
weist der Beschlag des Fensters als Öffnungsbegrenzungselement eine konventionelle
Ausstellschere 7 auf.
[0032] In Figur 1 sind die mit der Kippfunktion zusammenhängenden Beschlagteile weggelassen.
Der in Figur 1 im rechten Teil erkennbare Pfeil symbolisiert die Drehbewegung eines
Fenstergriffs 16 als Beschlagbetätigungselement, durch die zwischen einer Schließstellung
des Beschlages bei Anlage des Flügels 3 an den Rahmen 2, der in Figur 1 dargestellten
Drehöffnungsstellung und der in Figur 2 dargestellten Kippöffnungsstellung umgeschalten
werden kann. Dazu weist der Beschlag Treibstangeneinrichtungen 8 auf, die längsverschieblich
geführt werden, die Zapfen 9 antreiben und durch die symbolisierte Drehbewegung über
ein konventionelles Kantengetriebe 15 des Fenstergriffs 16 angetrieben sind. Den Zapfen
9 sind Eingriffselemente 10 zugeordnet, die die Schließposition des Flügels 3 sichern.
[0033] In den Figuren 1 und 2 sind ferner ein Beschlagteil 26 und ein erfindungsgemäßes
öffnungsbegrenzendes Beschlagteil Y eingezeichnet. Beide sind in Figur 3 im Detail
dargestellt. Das Beschlagteil 26 ist das rahmenseitige Gegenstück zu dem den Fenstergriff
16 und das Kantengetriebe 15 enthaltenden flügelseitigen Beschlagteil. Das erfindungsgemäße
öffnungsbegrenzende Beschlagteil Y ist über dem Beschlagteil 26 angeordnet, und zwar
so, daß es mit einem flügelseitigen Pilzkopfzapfen Z zusammenwirken kann, der ebenfalls
über die Treibstangeneinrichtung 8 angetrieben ist.
[0034] Gemäß Figur 3 ist das Beschlagteil 26 eine Schiene mit einem Entlastungselement 35
für den Flügel 3. Zu den Einzelheiten der Schiene 26, insbesondere einer hier nicht
dargestellten Fehlbedienungssperre, sowie des Entlastungselements 35 wird verwiesen
auf die bereits zitierte DE 199 11 893. Die Perspektive der Figuren 3 bis 8 ist so
gewählt, daß der Flügel 3 nach links öffnet. Gemäß den Figuren 3 bis 8 schaut man
also in der Darstellung in den Figuren 1 und 2 von rechts auf den linken Rahmenholm.
Das öffnungsbegrenzende Beschlagteil Y ist gemäß Figur 3 über der Schiene 26 anzubringen.
Dabei bestehen grundsätzlich drei Möglichkeiten. Die in Figur 3 mittig dargestellte
Variante sieht vor, daß das Beschlagteil Y ohne körperliche Verbindung zu der Schiene
26 an dem Rahmen angebracht wird, wobei es in geeigneter Weise so auszurichten ist,
daß es auf die Position des Schließzapfens Z ausgerichtet ist. Alternativ dazu sieht
die Erfindung jedoch vor, an dem Element Y als Montagehilfselement einen abnehmbaren
Haken V vorzusehen, der in eine entsprechende Aufnahme in der Schiene 26 eingesteckt
werden kann. Die Aufnahme in der Schiene 26 ist mit O dargestellt. Dadurch ist eine
genaue Relativposition zwischen dem Beschlagteil Y und der Schiene 26 vorgegeben.
[0035] Der Haken V ist an der Montagegrundplatte T durch eine Steckverbindung angebracht,
wozu ein senkrecht zur Montagegrundplatte T verlaufender Steg vorgesehen ist. Der
Haken V läßt sich also auch von der anderen Seite an die Montagegrundplatte T anstecken,
so daß das Beschlagteil Y sowohl für nach rechts als auch für nach links öffnende
Fenster 1 verwendbar ist.
[0036] Wenn größere Abstände zwischen der Schiene 26 und dem Beschlagteil Y gewünscht werden,
kann auch mit Zwischenelementen W gearbeitet werden, wie in Figur 3 in der rechten
Darstellung zu erkennen ist. Diese Elemente W können ebenfalls an der Schiene 26 befestigt
werden und bieten ihrerseits eine Aufnahme für den Haken V. Die genaue Vorgabe einer
Relativposition durch die Montagehilfseinrichtung, nämlich den Haken V und das Zwischenelement
W, vereinfacht die Anbringung des erfindungsgemäßen Beschlagteils Y, weil es nicht
separat ausgemessen und angezeichnet werden muß. Vielmehr ist die Schiene 26 wegen
ihres Zusammenwirkens mit dem Beschlagteil des Kantengetriebes 15 ohnehin auf dieses
ausgerichtet zu montieren, was beispielsweise mithilfe des Entlastungselements 35
leicht geschehen kann. Dann ist durch den Haken V, eventuell in Verbindung mit einem
Zwischenelement W, eine Justage des Beschlagteils Y auf das Kantengetriebe 15 vorgegeben.
Da der Schließzapfen Z über die Treibstangeneinrichtung 8 ebenfalls auf das Kantengetriebe
15 justiert ist, ist somit auch für eine funktionsgerechte Positionsbeziehung zwischen
dem Beschlagteil Y und dem Schließzapfen Z gesorgt.
[0037] Aus den Figuren 5, 6 und 7 ergibt sich der Aufbau des erfindungsgemäßen Beschlagteils
Y im einzelnen. Es weist eine Montagegrundplatte T auf, an der über eine Achse S ein
Öffnungsbegrenzungsarm Q schwenkbar angelenkt ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel
weist der Arm Q von der Achse S aus nach unten, wenn er in der dem aktiven ersten
Betriebszustand entsprechenden Position ist. Figur 4, die im übrigen der linken Darstellung
in Figur 3 entspricht, enthält im oberen Bereich zusätzlich eine Darstellung der zweiten
passiven Position des Armes Q, in der er von der Achse S aus nach oben weist.
[0038] Der Arm Q weist an seinem Distalende eine Eingriffsausnehmung P als Kupplungselement
für den Schließzapfen Z auf. Die Eingriffsausnehmung P ist in Figur 5 im Schnitt dargestellt.
Zu erkennen ist, daß im Bereich der Eingriffsausnehmung P eine Feder M vorgesehen
ist, die den Querschnitt der Eingriffsausnehmung P begrenzt, der dabei hinterschnitten
ist. Im Endbereich verjüngt sich der durch die Feder M freigegebene Querschnitt noch
etwas weiter, um dadurch einen Schlußabschnitt L zu definieren. Die Eingriffsausnehmung
P ist im wesentlichen dadurch gebildet, daß die Feder M von einem sich von dem Arm
Q erhebenden Materialabschnitt am Ende und von zwei aufeinander zuweisenden Drehecken
eingefaßt ist. Dies ist in den Figuren 5 und 7 dargestellt.
[0039] Der Achse S benachbart weist der Öffnungsbegrenzungsarm Q eine weitere Eingriffsausnehmung,
nämlich eine Verriegelungseingriffsausnehmung O auf. Sie ist in Figur 6 im Querschnitt
dargestellt, wobei hier ebenfalls ein hinterschnittener Querschnitt gewählt ist. Zwischen
den Ausnehmungen O und P weist der Arm Q einen seitlich offenen Bereich N auf.
[0040] Die Montagegrundplatte T wird mittels entsprechender Bohrungen an dem Rahmen 2 festgeschraubt.
Der Öffnungsbegrenzungsarm Q ist an der Montagegrundplatte T mit einer Kunststoffbuchse
leicht drehgehemmt angelenkt. Dadurch behält er die in Figur 4 dargestellten Positionen
trotz Schwerkrafteinwirkung, Erschütterungen und anderer Störungen bei. Anstelle der
Drehhemmung der Achse S kann aber auch eine Rasteinrichtung oder andere Befestigungseinrichtung
vorgesehen sein, die den Öffnungsbegrenzungsarm Q in der jeweiligen ersten oder zweiten
Position festhält.
[0041] Figur 4 zeigt gegenüber dem Öffnungsbegrenzungsarm Q nach rechts versetzt drei Positionen
A, B, D des Schließzapfens Z. Der Versatz nach rechts dient zur leichteren Lesbarkeit
der Zeichnung. Tatsächlich liegen die Positionen A, B und D in der Perspektive der
Figur 4 im Bereich des Arms Q. Man erkennt, daß der Schließzapfen Z in einer Schließposition
A in die Verriegelungsausnehmung O eingreift. In einer Drehöffnungsstellung B ist
der Schließzapfen Z in dem seitlich offenen Bereich N angeordnet. In einer Kippöffnungsstellung
D greift er in die Eingriffsausnehmung P ein.
[0042] Die Figuren 8 und 9 illustrieren das Zusammenspiel des Öffnungsbegrenzungsarms Q
mit dem Schließzapfen Z. In Figur 9 erkennt man in um 90° gedrehter Perspektive, daß
der Schließzapfen Z in der Drehöffnungsposition B im seitlich offenen Bereich N gelegen
ist, so daß das Fenster entsprechend Figur 1 um die Achse 5 schwenkend drehgeöffnet
werden kann. Unabhängig davon, ob sich der Öffnungsbegrenzungsarm im ersten oder im
zweiten Betriebszustand befindet, findet keine Öffnungsbegrenzungswirkung statt.
[0043] Wenn der Schließzapfen Z in der Kippöffnungsstellung N liegt, greift er in die Eingriffsausnehmung
P ein, und zwar im Bereich der Feder M. Wenn nun der Flügel 3 entsprechend Figur 2
um die Achse 6 schwenkend gekippt wird, wird der Öffnungsbegrenzungsarm Q in Figur
8 entsprechend gegenüber der Ebene des Flügels 3 und des Rahmens 2 ausgelenkt. Dazu
ist die Kippöffnungsposition D des Schließzapfens Z etwas oberhalb des unteren Endes
L der Eingriffsausnehmung P angeordnet. Deswegen kann der Zapfen Z bei der Kippöffnungsbewegung
noch bis in den Endbereich L der Eingriffsausnehmung P gleiten. Dort angelangt, stößt
der Zapfen Z an, so daß der Öffnungsbegrenzungsarm Q durch eine Kopplung zwischen
der Achse S und der durch den Eingriff des Zapfens Z in das Eingriffsausnehmungsende
L gebildeten Achse den Flügel 3 gegenüber einer weiteren Kippöffnungsbewegung sichert.
[0044] Dabei ist das Ende L der Eingriffsausnehmung P durch die Formgebung der Feder M als
Rastposition gestaltet, so daß der Flügel 3 nur unter Aufbringung einer gewissen Mindestkraft
zurückgekippt werden kann. Dazu muß der Zapfen Z die Verjüngung der Feder M über dem
Ende L der Eingriffsausnehmung P durchlaufen, dabei also die Feder M etwas auseinanderbiegen.
[0045] Wenn der Schließzapfen Z in der Schließstellung A liegt, greift er in die Verriegelungsausnehmung
O ein. Dabei dient dieser Eingriff - neben der Verriegelung durch die Zapfen 9 und
die entsprechenden Verriegelungseingriffe 10 (Figuren 1 und 2) - als zusätzliche Sicherung.
Der Öffnungsbegrenzungsarm Q kann in dieser Position des Schließzapfens Z nämlich
nicht gegenüber der Ebene des Flügels 3 und des Rahmens 2 verschwenkt werden, weil
der Begrenzungsarm Q dabei an die Wände des Flügelfalzes anstößt.
[0046] Sowohl in der Schließstellung A als auch in der Kippöffnungsstellung D ist der Zapfen
Z wegen seiner Pilzform gegen eine seitliche Bewegung aus der Ausnehmung O bzw. P
heraus gesichert. Dazu sind die Ausnehmungen O und P, wie bereits erwähnt, im Querschnitt
hinterschnitten.
[0047] Wenn der Öffnungsbegrenzungsarm Q in der in Figur 4 angedeuteten zweiten Position
ist, d.h. von der Achse S aus nach oben weist, befindet er sich im zweiten passiven
Betriebszustand. Dann wirkt der Schließzapfen Z mit dem Öfnungsbegrenzungsarm Q unabhängig
von der Position des Schließzapfens Z nicht zusammen. Dieser passive zweite Betriebszustand
bleibt so lange erhalten, bis ein Benutzer den Öffnungsbegrenzungsarm Q manuell aus
der zweiten in die erste Position schaltet, d.h. um 180° nach unten schwenkt. In der
daraus resultierenden ersten Position befindet sich der Öffnungsbegrenzungsarm Q im
aktiven ersten Betriebszustand, um in der dargestellten Weise mit dem Schließzapfen
Z zusammenzuwirken. Auch dieser Betriebszustand bleibt so lange erhalten, bis ein
Benutzer den Arm wieder in die zweite Position um 180° nach oben schwenkt. Der Öffnungsbegrenzungsarm
Q, allgemeiner das Öffnungsbegrenzungselement, bildet also ein Betätigungselement
für das Schalten zwischen seinen Betriebszuständen, wobei die Betriebszustände jeweils
auf Dauer eingeschaltet werden, d.h. nicht selbständig oder durch andere Betätigungen
an dem Beschlag des Fensters 1 wieder verlassen werden.
[0048] Die in Figur 2 dargestellte Kippöffnungsstellung ist durch die eingezeichnete Öffnungsbegrenzungsschere
7 definiert. Die durch das öffnungsbegrenzende Beschlagteil Y vorgegebene Kippöffnungsstellung
ist um einen kleineren Spalt offen als in Figur 2 dargestellt. Wie groß die Kippöffnungsstellung
genau ist, kann vorgegeben werden durch die Montagehöhe des Beschlagteils Y, die Länge
des Öffnungsbegrenzungsarms Q sowie den Abstand der Position D des Schließzapfens
Z von der Achse S. In der dargestellten Montage zusammen mit der Öffnungsbegrenzungsschere
7 wird durch das Schalten des öffnungsbegrenzenden Beschlagteils Y zwischen dem ersten
und dem zweiten Betriebszustand der Öffnungswinkel der Kippöffnung verändert, nämlich
zwischen dem durch das Beschlagteil Y und dem durch die öffnungsbegrenzende Ausstellschere
7 vorgegebenen Winkel.
[0049] Anstelle der Ausstellschere 7 könnte natürlich auch ein anderes öffnungsbegrenzendes
Beschlagteil, beispielsweise ein weiteres erfindungsgemäßes Beschlagteil Y vorgesehen
werden, wobei durch eine Änderung einer der genannten geometrischen Größen ein anderer
Winkel definiert werden kann. Es ist jedoch auch möglich, das erfindungsgemäße Beschlagteil
Y für eine Drehöffnungsbewegung zu verwenden, wie sie in Figur 1 dargestellt ist.
Dazu müßte das Beschlagteil Y so ausgestaltet sein, daß die öffnungsbegrenzende Wirkung
in der Drehöffnungsposition B des Schließzapfens Z oder eines anderen Zapfens stattfindet.
Beispielsweise könnte der Öffnungsbegrenzungsarm Q so montiert sein, daß er in der
aktiven ersten Position von der Achse S aus nach oben weist, wobei die Verriegelungsausnehmung
O weggelassen werden könnte. Dann läge der Schließzapfen Z in der Stellung B in Eingriff
mit der Eingriffsausnehmung P und befände sich in der Stellung D im seitlich offenen
Bereich N. Dabei wird man gewöhnlich in dem zweiten passiven Betriebszustand eine
unbegrenzte Drehöffnungsbewegung des Flügels 3 zulassen wollen, also kein weiteres
öffnungsbegrenzendes Beschlagteil vorsehen.
[0050] Die Erfindung kann im übrigen auch mit reinen Dreh- oder Kippfenstern verwendet werden,
wobei dann der seitlich offene Bereich N erhalten bleiben könnte, um in einer Zwischenposition
des Schließzapfens Z zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung den
Schließzapfen Z aus dem Eingriff in den Öffnungsbegrenzungsarm Q herausbringen zu
können, so daß der Arm Q umgeschaltet werden kann.
[0051] Unabhängig von der genauen Anwendung bei Kipp- oder Drehöffnungsbewegungen dient
das öffnungsbegrenzende Beschlagteil jedenfalls zur Festlegung eines Spaltöffnungszustandes,
in dem zu Lüftungszwecken ein begrenzter Luftaustausch stattfinden kann, der Flügel
jedoch nicht ganz geöffnet ist. Dabei besteht weiterhin eine gewisse Einbruchssicherheit.
In Verbindung mit einem anderen öffnungsbegrenzenden Element, beispielsweise der Ausstellschere
7, können verschiedene Spaltöffnungsstellungen, z.B. zur Anpassung an die äußeren
Witterungsverhältnisse dienen, d.h. daß bei kaltem Wetter im Winter mit dem Beschlagteil
Y eine geringfügig geöffnete Spaltöffnungsstellung gewählt wird, während bei wärmerem
Wetter im Sommer eine stärker geöffnete Spaltöffnungsstellung mit der Ausstellschere
7 hergestellt wird.
1. Beschlag für ein Fenster (1) oder eine Tür mit einem gegenüber einem Rahmen um eine
Achse schwenkbaren Flügel (3) und einem Beschlagteil (Y), das verdeckt in einem Fenster-
oder Türfalz anbringbar ist und
ein Öffnungsbegrenzungselement (Q) aufweist, das dazu ausgelegt ist, mit dem Rahmen
(2) bzw. Flügel (3) dauerhaft verbunden zu werden und den Flügel (3) bzw. Rahmen (2)
bei einer Schwenköffnungsbewegung aus einer Anlage zwischen Flügel (3) und Rahmen
(2) heraus bei einer vorgegebenen Schwenköffnungsstellung gegenüber einer weiteren
Öffnungsbewegung festzuhalten, und bei dem das Öffnungsbegrenzungselement (Q) einen
an dem Rahmen (2) bzw. Flügel (3) angelenkten Arm (Q) aufweist, der ein mit einem
Kopplungsteil (Z) des Flügels (3) bzw. Rahmens (2) in und außer Eingriff bringbares
Kopplungselement (P) aufweist, wobei das Flügel- bzw. Rahmenkopplungsteil ein von
einer Treibstangeneinrichtung (8) angetriebener Zapfen (Z) ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Öffnungsbegrenzungselement (Q) von einem Benutzer in zwei Betriebszustände schaltbar
ist, wobei es, wenn es in einen ersten der Betriebszustände geschaltet ist, in obiger
Weise öffnungsbegrenzend wirkt, und wenn es in den anderen zweiten Betriebszustand
geschaltet ist, nicht öffnungsbegrenzend wirkt und das Öffnungsbegrenzungselement
(Q) ohne Benutzereinwirkung in dem jeweils eingenommenen Betriebszustand verbleibt.
2. Beschlag nach Anspruch 1,
bei dem der Arm (Q) durch den Benutzer durch Schwenken von einer ersten in eine zweite
Position von dem ersten in den zweiten Betriebszustand schaltbar ist und umgekehrt,
wobei das Kopplungselement (P) in der ersten Position in einem Eingriffsbereich des
Flügel- bzw. Rahmenkopplungsteils (Z) und in der zweiten Position außerhalb dieses
Eingriffsbereichs liegt.
3. Beschlag nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Kopplungselement (P) des Armes (Q) eine
Eingriffsausnehmung für einen Zapfen (Z) aufweist, die an dem der Achse (S) der Lagerung
entgegengesetzten Ende des Armes (Q) angeordnet ist.
4. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Rasteinrichtung (M) zum rastend
Halten des Flügels (Q) in der Schwenköffnungsstellung gegenüber einer Schließbewegung.
5. Beschlag zumindest nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem das Kopplungselement
(P) des Armes (Q) eine Feder (M) als Rasteinrichtung ausweist.
6. Beschlag zumindest nach Anspruch 1, bei dem der Arm (Q) eine der Achse (S) seiner
Lagerung benachbarte Verriegelungseingriffsöffnung (O) zum Verriegelungseingriff des
Zapfens (Z) aufweist.
7. Beschlag nach Anspruch 6, bei dem die Verriegelungseingriffsöffnung (O) eine hinterschnittene
Querschnittsform aufweist.
8. Beschlag zumindest nach Anspruch 1 mit einer Hemmung der Lagerung.
9. Beschlag nach einem der vorstehenden Ansprüche mit einer Montagehilfseinrichtung (V)
zum Einstellen einer festen Relativposition zwischen dem Beschlagteil (Y) und einem
weiteren Beschlagteil (26) bei der Montage.
10. Beschlag nach Anspruch 11, bei dem die Montagehilfseinrichtung (V) abnehmbar ist.
11. Beschlag nach Anspruch 11 oder 12, bei dem die Montagehilfseinrichtung einen Haken
(V) aufweist.
12. Beschlag nach Anspruch 1 bei dem der Zapfen (Z) eine Pilzquerschnittsform aufweist.
13. Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 12 und einem zweiten öffnungsbegrenzenden
Beschlagteil (7), wobei das zweite öffnungsbegrenzende Beschlagteil (7) dazu ausgelegt
ist, die Schwenköffnungsbewegung bei einer weiter geöffneten Schwenköffnungsstellung
als das erste Beschlagteil (Y) zu begrenzen.
14. Beschlag nach Anspruch 13, bei dem das zweite Beschlagteil eine Ausstellschere (7)
ist.
15. Fenster (1) oder Tür mit einem Beschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 14.
1. A fitting for a window (1) or a door with a leaf (3) pivotable about an axis relatively
to a frame and a fitting part (Y) which can be mounted in concealed relationship in
a window or door rebate and comprises:
an opening limiting element (Q) designed to be permanently connected to the frame
(2) or leaf (3) and secure the leaf (3) or frame (2) from a further opening movement
in a predetermined pivotal opening position in the event of a pivotal opening movement
out of a contact between the leaf (3) and frame (2), and wherein the opening limiting
element (Q) has an arm (Q) articulated on the frame (2) or leaf (3) and having a coupling
element (P) which can be engaged with and disengaged from a coupling part (Z) of the
leaf (3) or frame (2), the leaf or frame coupling part being a pin (Z) driven by a
positioning bar arrangement (8),
characterised in that the opening limiting element (Q) can be shifted by a user into two operative states,
wherein, when shifted to a first of the operating states, it has an opening limiting
effect in the above manner and, when shifted to the other second operating state,
it does not have an opening limiting action, and the opening limiting element (Q)
remains in the respectively occupied operating state without user action.
2. A fitting according to claim 1, wherein the arm (Q) is shiftable by the user from
the first operating state to the second operating state by pivoting from a first position
into a second position, and vice versa, wherein the coupling element (P) in the first
position is situated in an engagement zone of the leaf or frame coupling part (Z)
and in the second position is situated outside said engagement zone.
3. A fitting according to claim 1 or 2, wherein the coupling element (P) of the arm (Q)
has an engagement recess for a pin (Z) disposed at that end of the arm (Q) which is
remote from the axis (S) of the mounting.
4. A fitting according to any one of the preceding claims, with a catch device (M) to
hold the leaf (Q) in catch engagement in the pivotal opening position to prevent a
closing movement.
5. A fitting according to at least any one of the preceding claims, wherein the coupling
element (P) of the arm (Q) has a spring (M) as catch device.
6. A fitting according to at least according to claim 1, wherein the arm (Q) has a locking
engagement opening (O) adjacent the axis (S) of its mounting for the locking engagement
of the pin (Z).
7. A fitting according to claim 6, wherein the locking engagement opening (0) has an
undercut cross-sectional shape.
8. A fitting according to at least according to claim 1 with an inhibition of the mounting.
9. A fitting according to any one of the preceding claims with an assembly aid device
(V) for setting a fixed relative position between the fitting part (Y) and another
fitting part (26) during assembly.
10. A fitting according to claim 11, wherein the assembly aid device (V) is removable.
11. A fitting according to claim 11 or 12, wherein the assembly aid device has a hook
(V).
12. A fitting according to claim 1, wherein the pin (Z) has a mushroom cross-sectional
shape.
13. A fitting according to any one of claims 1 to 12 and a second opening-limiting fitting
part, wherein the second opening-limiting fitting part (7) is designed to limit the
pivotal opening movement in a pivotal opening position which is open to a greater
extent than the first fitting part (Y).
14. A fitting according to claim 13, wherein the second fitting part is a stay arm (7).
15. A window (1) or door with a fitting according to any one of claims 1 to 14.
1. Ferrure pour une fenêtre (1) ou une porte avec un battant (3) orientable autour d'un
axe, par rapport à un cadre, et une partie de ferrure (Y), qui peut être fixée, cachée,
dans une feuillure de fenêtre ou de porte et qui présente un élément de limitation
d'ouverture (Q), qui est conçu pour être relié de manière durable au cadre (2), respectivement
au battant (3), et pour maintenir le battant (3) ou le cadre (2), lors d'un mouvement
d'ouverture par pivotement, depuis un site entre le battant (3) et le cadre (2), dans
une position d'ouverture par pivotement prédéterminée, par rapport à un autre mouvement
d'ouverture, et pour laquelle l'élément de limitation d'ouverture (Q) présente un
bras articulé (Q) sur le cadre (2) ou le battant (3), qui présente un élément de couplage
(P) pouvant être mis en prise et hors de prise avec une pièce de couplage (Z) du battant
(3), respectivement du cadre (2), ladite pièce de couplage du battant ou du cadre
étant un tenon (Z) commandé par une tringlerie d'actionnement (8), caractérisé en ce que l'élément de limitation d'ouverture (Q) peut être commuté, par un utilisateur, dans
deux états de fonctionnement, l'élément de limitation d'ouverture (Q) agissant de
la manière ci-dessus, en limitant l'ouverture lors de la commutation dans un premier
état de fonctionnement, et en ne la limitant pas, lors de la commutation dans le deuxième
état de fonctionnement, et ledit élément de limitation d'ouverture (Q) restant, sans
intervention de l'utilisateur, dans l'état de fonctionnement respectivement installé.
2. Ferrure selon la revendication 1, dans laquelle le bras (Q) peut être commuté, par
l'utilisateur, du premier au deuxième état de fonctionnement, par pivotement d'une
première position dans une deuxième position et inversement, l'élément de couplage
(P) se trouvant, dans une première position, dans une zone d'engrènement de la pièce
de couplage (Z) du battant, respectivement du cadre et, dans une deuxième position,
en dehors de ladite zone d'engrènement.
3. Ferrure selon la revendication 1 ou 2, dans laquelle l'élément de couplage (P) du
bras (Q) présente un creux d'engrènement pour un tenon (Z), qui est disposé sur l'extrémité
du bras (Q), opposée à l'axe (S) de logement.
4. Ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, avec un dispositif
d'encliquetage (M) pour maintenir le battant (Q) en la position d'ouverture par pivotement
par rapport à un mouvement de fermeture.
5. Ferrure au moins selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans laquelle
l'élément de couplage (P) du bras (Q) présente un ressort (M) comme dispositif d'encliquetage
(M).
6. Ferrure au moins selon la revendication 1, dans laquelle le bras (Q) présente une
ouverture d'engrènement de verrouillage (0) voisin de l'axe (S) de son logement, pour
l'engrènement de verrouillage du tenon (Z).
7. Ferrure selon la revendication 6, dans laquelle l'ouverture d'engrènement de verrouillage
(O) présente une section en contre-dépouille.
8. Ferrure au moins selon la revendication 1, avec un arrêt de positionnement.
9. Ferrure selon l'une quelconque des revendications précédentes, avec un dispositif
auxiliaire de montage (V) pour régler une position relative fixe entre la partie de
ferrure (Y) et une autre partie de ferrure (26) lors du montage.
10. Ferrure selon la revendication 10, dans laquelle le dispositif auxiliaire de montage
(V) est amovible.
11. Ferrure selon la revendication 11 ou 12, dans laquelle le dispositif auxiliaire de
montage présente un crochet (V).
12. Ferrure selon la revendication 1, dans laquelle le tenon (Z) présente une forme en
coupe de champignon.
13. Ferrure selon l'une quelconque des revendications 1 à 12 et avec une deuxième partie
de ferrure (7) limitant l'ouverture, où la deuxième partie de ferrure (7) limitant
l'ouverture est conçue de sorte qu'elle limite le mouvement d'ouverture par pivotement
dans une position d'ouverture plus étendue que la première partie de ferrure (Y).
14. Ferrure selon la revendication 13, dans laquelle la deuxième partie de ferrure est
un pantographe (7).
15. Fenêtre (1) ou porte avec une ferrure selon l'une des revendications 1 à 14.