| (19) |
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(11) |
EP 1 200 729 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.10.2004 Patentblatt 2004/41 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.07.2000 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2000/002337 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/004487 (18.01.2001 Gazette 2001/03) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR EINSTELLUNG DES VENTILHUBS EINES EINSPRITZVENTILS
METHOD FOR ADJUSTING THE VALVE LIFT OF AN INJECTION VALVE
PROCEDE DE REGLAGE DE LA LEVEE DE LA SOUPAPE D'INJECTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
14.07.1999 DE 19932762
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.2002 Patentblatt 2002/18 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- REITER, Ferdinand
D-71706 Markgroeningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 640 782 DE-A- 19 744 739
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DE-A- 19 723 953
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 2000, no. 02, 29. Februar 2000 (2000-02-29) & JP 11
324851 A (DENSO CORP), 26. November 1999 (1999-11-26)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Verfahren zur Einstellung des Ventilhubs eines Einspritzventiles
nach der Gattung des Anspruches 1.
[0002] Es ist schon ein Verfahren zur Herstellung eines Ventiles bekannt (EP 0 497 931 B1),
bei dem zur Einstellung des Ventilnadelhubes ein Ventilsitzteil bestehend aus einem
Ventilsitzkörper und einem Lochkörper zwischen zwei Schweißnähten verformt wird, was
zu einer Beschädigung der Schweißnähte und zu Verformungen am Ventilsitzkörper führen
kann.
[0003] Außerdem ist aus der DE 196 40 782 A1 bereits ein Verfahren zur Einstellung des Ventilhubs
an einem Einspritzventil bekannt, bei dem der Ventilsitzträger plastisch verformt
wird, indem am Umfang des Ventilsitzträgers eine Einschnürung eingebracht wird. Dabei
wird grundsätzlich ausgehend von einem rohr- bzw. hülsenförmigen zylindrischen Bauteil
die Verformung vorgenommen. Die Deformierung des Ventilsitzträgers erfolgt also unmittelbar
zur Einstellung des Ventilhubs.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Einstellung des Ventilhubs eines Einspritzventils
mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat den Vorteil, daß auf einfache
Art und Weise der Hub der Ventilnadel einstellbar ist, ohne dass dabei die Gefahr
einer unerwünschten Krafteinwirkung auf das Ventilsitzelement besteht.
[0005] In besonders vorteilhafter Weise kann der Ventilhub sehr feinfühlig und definiert
eingestellt werden. Gegenüber den bekannten Hubeinstellverfahren erlaubt das erfindungsgemäße
Verfahren eine prozesssichere Einstellung mit noch engeren Toleranzen.
[0006] Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des in dem Anspruch 1 angegebenen Verfahrens möglich.
[0007] Besonders vorteilhaft ist es, die wenigstens eine Erhöhung am Anschlussteil/Ventilsitzträger
so auszubilden, daß sie um 360° umläuft. Dabei kann die Erhöhung als Wulst besonders
durch Rollieren eingebracht werden.
[0008] Die die Verformung der Erhöhung bewirkenden Verformungswerkzeuge wirken in vorteilhafter
Weise in radialer Richtung auf die Erhöhung ein. Wird mit einem Verformungswerkzeug
eine axiale Kraft auf die Erhöhung aufgebracht, so muss das Verformungswerkzeug derart
gestaltet sein, dass die Verformungsrichtung der Erhöhung trotzdem radial ist.
Zeichnung
[0009] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein Ausführungsbeispiel
eines Einspritzventils, an dem eine erfindungsgemäße Hubeinstellung möglich ist, Figur
2 ein erstes Beispiel eines Verformungswerkzeugs, Figur 3 ein zweites Beispiel eines
Verformungswerkzeugs, Figur 4 ein drittes Beispiel eines Verformungswerkzeugs und
Figur 5 ein viertes Beispiel eines Verformungswerkzeugs.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0010] Das in der Figur 1 teilweise dargestellte elektromagnetisch betätigbare Ventil in
der Form eines Brennstoffeinspritzventils für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden,
fremdgezündeten Brennkraftmaschinen eignet sich insbesondere zum direkten Einspritzen
von Brennstoff in einen nicht gezeigten Brennraum. Das Brennstoffeinspritzventil hat
einen von einer Magnetspule 1 umgebenen, rohrförmigen Kern 2 als sogenannten Innenpol.
Ein Spulenkörper 3 nimmt eine Bewicklung der Magnetspule 1 auf und ermöglicht in Verbindung
mit dem Kern 2 einen besonders kompakten Aufbau des Einspritzventils im Bereich der
Magnetspule 1. Als erregbare Betätigungselemente eignen sich anstelle eines elektromagnetischen
Kreises auch Piezoaktoren oder magnetostriktive Aktoren.
[0011] Mit einem unteren Kernende 9 des Kerns 2 ist konzentrisch zu einer Ventillängsachse
10 dicht ein rohrförmiges metallenes Zwischenteil 12 beispielsweise durch Schweißen
verbunden und umgibt das Kernende 9 teilweise axial. Stromabwärts des Spulenkörpers
3 und des Zwischenteils 12 erstreckt sich ein weitgehend rohrförmiger, jedoch zur
Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Einstellung des Ventilhubs vorgeformter
Ventilsitzträger 16, der beispielsweise fest mit dem Zwischenteil 12 verbunden ist.
In dem als Anschlussteil dienenden und eine dünnwandige Hülse darstellenden Ventilsitzträger
16 verläuft eine Längsöffnung 18. In der Längsöffnung 18 ist eine z.B. stangenförmige
Ventilnadel 19, die an ihrem stromabwärtigen Ende einen Ventilschließabschnitt 21
aufweist, angeordnet.
[0012] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise z.B. elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 19 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer Rückstellfeder 25 bzw. Schließen des Einspritzventils dient der elektromagnetische
Kreis mit der Magnetspule 1, dem Kern 2 und einem Anker 26. Der Anker 26 ist mit dem
dem Ventilschließabschnitt 21 abgewandten Ende der Ventilnadel 19 durch eine Schweißnaht
verbunden und auf den Kern 2 ausgerichtet. In das stromabwärts liegende, dem Kern
2 abgewandte Ende des Ventilsitzträgers 16 ist in der Längsöffnung 18 eine Führungs-
und Sitzeinheit durch Schweißen dicht montiert.
[0013] Diese Führungs- und Sitzeinheit umfasst drei scheibenförmige Elemente, die mit ihren
Stirnflächen unmittelbar aneinander liegen. In stromabwärtiger Richtung folgen dabei
aufeinander ein Führungselement 27, ein Drallelement 28 und ein Ventilsitzelement
29. Während das Führungselement 27 und das Drallelement 28 vollständig innerhalb der
Längsöffnung 18 angeordnet sind, ragt das Ventilsitzelement 29 mit einer gestuften
Außenkontur nur teilweise in die Längsöffnung 18 hinein. Im Bereich einer nach außen
ragenden Schulter 30 ist das Ventilsitzelement 29 fest und dicht mit dem Ventilsitzträger
16 an dessen stromabwärtiger Stirnseite verbunden. Das Führungselement 27, das Drallelement
28 und das Ventilsitzelement 29 sind untereinander ebenfalls fest verbunden, wobei
sich eine Schweißnaht am äußeren Umfang der drei Elemente 27, 28 und 29 anbietet.
[0014] Zur Führung der Ventilnadel 19 während der Axialbewegung entlang der Ventillängsachse
10 dient eine Führungsöffnung des Zwischenteils 12 sowie eine Führungsöffnung im Führungselement
27. Der sich stromabwärts z.B. kegelförmig verjüngende Ventilschließabschnitt 21 wirkt
mit einer sich in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig verjüngenden Ventilsitzfläche
32 des Ventilsitzelements 29 zusammen. Von der Ventilsitzfläche 32 ausgehend erstreckt
sich wenigstens eine Austrittsöffnung 33 durch das Ventilsitzelement 29. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel ist die Austrittsöffnung 33 schräg geneigt zur Ventillängsachse
10 ausgeführt, die in einem. konvex gewölbten Abspritzbereich des Ventilsitzelements
29 endet. Der die Austrittsöffnung 33 durchströmende Brennstoff ist drallbehaftet,
da ihm vor der Ventilsitzfläche 32 im Drallelement 28, in dem beispielsweise mehrere
tangential verlaufende Drallkanäle vorgesehen sind, eine zerstäubungsverbessernde
Drallkomponente aufgeprägt wird.
[0015] Eine Endstellung der Ventilnadel 19 ist bei nicht erregter Magnetspule 1 durch die
Anlage des Ventilschließabschnitts 21 an der Ventilsitzfläche 32 festgelegt, während
sich die andere Endstellung der Ventilnadel 19 bei erregter Magnetspule 1 durch die
Anlage des Ankers 26 am Kernende 9 des Kerns 2 ergibt. Die Wegstrecke zwischen den
beiden Endstellungen stellt den ventilhub dar, der erfindungsgemäß einstellbar ist.
Die Magnetspule 1 ist von einem topfförmigen Ventilgehäuse 35 umgeben, das als sogenannter
Außenpol dient. Mit seinem dem Ventilsitzelement 29 zugewandten unteren Ende ist das
Ventilgehäuse 35 fest auf dem Ventilsitzträger 16 z.B. mittels einer Schweißnaht aufgebracht.
[0016] Der z. B. aus einem ferritischen, den Magnetfluss leitenden Material bestehende Ventilsitzträger
16 umschließt das axial bewegliche Ventilteil bestehend aus Anker 26 und Ventilnadel
19 mit dem Ventilschließabschnitt 21 sowie teilweise die Führungs- und Sitzeinheit.
Der Ventilsitzträger 16 ist langgestreckt ausgeführt, wobei der Ventilsitzträger 16
sogar die Hälfte oder mehr der gesamten axialen Erstreckungslänge des Einspritzventils
ausmachen kann. Mit dieser Ausbildung des Ventilsitzträgers 16 kann der Abspritzpunkt
des Einspritzventils weit vorgesetzt werden, was bei bestimmten Brennkraftmaschinen
aufgrund eigenwilliger Formgebung und begrenzten Bauraums wünschenswert sein kann.
Bei Verwendung des Brennstoffeinspritzventils als Direkteinspritzventil kann der Abspritzpunkt
so optimal an eine gewünschte Stelle des Brennraums gesetzt werden. Bei üblichen Einbaulagen
von Einspritzventilen für die Saugrohreinspritzung bedeutet eine solche Ausführung,
dass das Brennstoffeinspritzventil mit seinem stromabwärtigen Ende und damit mit seinem
Zumess- und Abspritzbereich deutlich in das Ansaugrohr hineinreicht. Hierdurch kann
durch das gezielte Abspritzen auf ein oder mehrere Einlaßventile eine Wandbenetzung
des Ansaugrohrs weitgehend vermieden und als Folge daraus die Abgasemission der Brennkraftmaschine
reduziert werden.
[0017] Durch den Einsatz der relativ billigen Hülse für den Ventilsitzträger 16 wird es
möglich, auf in Einspritzventilen übliche Drehteile, die aufgrund ihres größeren Außendurchmessers
voluminöser und bei der Herstellung teurer als der Ventilsitzträger 16 sind, zu verzichten.
[0018] Ein in einer am äußeren Umfang des Ventilsitzträgers 16 eingebrachten Nut 40 angeordnetes
Dichtelement 41 dient zur Abdichtung zwischen dem Umfang des Einspritzventils und
einer nicht dargestellten Ventilaufnahme im Zylinderkopf oder an einer Ansaugleitung
der Brennkraftmaschine. Das Dichtelement 41 ist z.B. aus einem Kunststoff, wie PTFE
hergestellt.
[0019] Der Ventilsitzträger 16 zeichnet sich dadurch aus, dass wenigstens eine radial nach
außen stehende Erhöhung bzw. Wölbung in Form einer Wulst 43 vorgesehen ist, die beispielsweise
in Umfangsrichtung vollständig umläuft. Über die axiale Länge des Ventilsitzträgers
16 können auch mehrere radiale Wülste 43 ausgebildet sein. Zusätzlich zu der wenigstens
einen radial nach außen stehenden Wulst 43 können in einem anderen Erstreckungsbereich
des Ventilsitzträgers 16 auch mehrere über den Umfang verteilte, die Steifigkeit erhöhende,
vertiefte Ausformungen in Form von Sicken 44 vorgesehen sein. Diese Sicken 44 weisen
dabei eine gewisse Längserstreckung auf. In den beispielsweise durch Tiefziehen oder
aus einem Rohr durch Umformen hergestellten Ventilsitzträger 16 wird die Wulst 43
z.B.. durch Rollieren eingebracht. Vor dem eigentlichen Vorgang des Einstellens des
Ventilhubs liegt also ein vorgeformtes Bauteil vor, das wenigstens eine nach außen
gerichtete radiale Erhöhung in Form einer Wulst 43 aufweist.
[0020] Zur genauen Einstellung des Hubes der Ventilnadel 19 wird der Umfang des Ventilsitzträgers
16 plastisch verformt, und zwar im Bereich der Wulst 43. Dabei wird, wie es der Pfeil
45 andeutet, mit einer radialen Krafteinwirkung auf die Wulst 43 eine Verformung der
Wulst 43 vorgenommen. Auf diese Weise lässt sich der Ventilsitzträger 16 in seiner
axialen Länge sehr feinfühlig und definiert verändern, insbesondere vergrößern, wodurch
eine sehr exakte Einstellung des Ventilhubs möglich ist.
[0021] Vor dem Verformungsprozess der Wulst 43 wird zunächst in bekannter Weise eine Messung
der statischen, während des statischen Öffnungszustandes des Ventiles abgegebenen
Brennstoffmenge als Istmenge vorgenommen. Diese Istmenge wird mit einer vorgegebenen
Sollmenge des abzuspritzenden Brennstoffes in einem Rechner verglichen und daraus
ein Sollhub der Ventilnadel 19 bestimmt. Bei einer anderen Einstellmethode wird mittels
eines Wegmessgerätes der tatsächliche Isthub der Ventilnadel 19 gemessen und in einem
Rechner mit dem vorgegebenen Sollhub verglichen. Aufgrund des vom Rechner ermittelten
Unterschiedes zwischen dem Isthub und dem Sollhub der Ventilnadel 19 wird ein Steuersignal
erzeugt, das zur Betätigung eines Verformungswerkzeugs 48 dient. Das Verformungswerkzeug
48 wird nachfolgend derart und so lange zur plastischen Verformung des Ventilsitzträgers
16 betätigt, bis der tatsächliche Hub (Isthub) der Ventilnadel 19 dem Sollhub entspricht.
[0022] In den Figuren 2 bis 5 sind mehrere Möglichkeiten der erfindungsgemäßen Verformung
des Ventilsitzträgers 16 im Bereich der Wulst 43 zur Einstellung des Ventilhubs dargestellt.
In Figur 2 ist ein Verformungswerkzeug 48 gezeigt, das aus zwei Halbschalen 49 besteht.
Beide Halbschalen 49 besitzen einen inneren gewölbten Bereich, mit dem sie die Wulst
43 des Ventilsitzträgers 16 über einen großen Teil des Umfangs umgreifen können. Entsprechend
den Pfeilrichtungen wird mit den Halbschalen 49 eine radiale Kraft auf den Ventilsitzträger
16 aufgebracht, so dass dieser sich in seiner axialen Länge verändert.
[0023] Ein vergleichbares Verformungswerkzeug 48 ist in Figur 3 dargestellt, bei dem jedoch
anstelle von zwei Halbschalen 49 vier Werkzeugsegmente 50 am Ventilsitzträger 16 im
Bereich der Wulst 43 angreifen. Die Pfeile verdeutlichen wiederum die Richtung der
Krafteinwirkung. Die vier Werkzeugsegmente 50 umgreifen jeweils ca. ¼ des Umfangs
der Wulst 43.
[0024] Figur 4 soll zwei Verformungsmöglichkeiten verdeutlichen. In einer ersten Variante
wird das Ventil in nicht dargestellter Weise in seiner Lage fixiert, und das Verformungswerkzeug
48 mit wenigstens einer Rolle 51 wird in Richtung des - Radialpfeils auf den Ventilsitzträger
16 zubewegt und umkreist den Ventilsitzträger 16 zur Verformung der Wulst 43 entsprechend
dem Pfeil in Umfangsrichtung. In einer zweiten Variante kann jedoch auch das Rollwerkzeug
48, 51 fixiert sein, und das Ventil wird auf das Rollwerkzeug 48, 51 zubewegt und
in eine Rotationsbewegung versetzt. Möglich ist ebenfalls, dass sowohl das Ventil
mit seinem Ventilsitzträger 16 als auch das Rollwerkzeug 48, 51 aufeinander zubewegt
und beide in Rotation versetzt werden.
[0025] Eine weitere Verformungsmöglichkeit zeigt Figur 5. Dabei erfolgt die Krafteinwirkung
auf die Wulst 43 durch das Verformungswerkzeug 48 in axialer Richtung. Das Verformungswerkzeug
48 besteht aus wenigstens zwei Werkzeugsegmenten 52, die jeweils eine konische Innenfläche
53 besitzen, die bei Verwendung des Verformungswerkzeugs 48 zum Ventilsitzträger 16
hin gerichtet sind. Die Konizität der Werkzeugsegmente 52 verläuft dabei so, dass
bei einem axialen Verschieben der Werkzeugsegmente 52 die Wulst 43 in ihrer radialen
Höhe reduziert wird.
[0026] Die Verformung der Wulst 43 kann auch durch Magnetumformen erfolgen. Im Bereich der
Wulst 43 wird dazu ein örtlich begrenztes starkes Magnetfeld erzeugt. Da der Ventilsitzträger
16 beispielsweise ferritisch ist; können über die Stärke des Magnetfeldes die Verformung
der Wulst 43 und damit der Ventilhub gezielt eingestellt werden.
[0027] Die Genauigkeit der Einstellung des Ventilhubs kann durch die Geometrie der Wulst
43 (wie z.B. der Flankenwinkel und der Radius) bzw. durch die Blechdicke des Ventilsitzträgers
16 beeinflusst werden.
1. Verfahren zur Einstellung des Ventilhubs eines Einspritzventiles, insbesondere eines
Brennstoffeinspritzventiles für Brennkraftmaschinen, mit einem Brennstoffeinlass,
mit einer erregbaren Betätigungseinrichtung, durch die eine Ventilnadel mit einem
Ventilschließglied bewegbar ist, mit einem an einem Ventilsitzelement ausgebildeten
festen Ventilsitz, mit dem das Ventilschließglied zum Öffnen und Schließen des Ventils
zusammenwirkt, mit einem Brennstoffauslass, und mit einem Anschlussteil (16), das
eine innere Längsöffnung (18) zur Aufnahme der Ventilnadel (19) aufweist und das mit
dem Ventilsitzelement direkt oder indirekt verbunden ist, wobei die Ventilnadel zwischen
einer Ventilschließstellung und einer Ventiloffenstellung einen Hub ausführt, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussteil (16) vorgeformt wird, indem wenigstens eine radial nach außen stehende
Erhöhung (43) ausgebildet wird und zur Änderung des Hubs der Ventilnadel (19) die
Erhöhung (43) in.radialer Richtung zur Längsöffnung (18) hin plastisch verformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung am Anschlussteil (16) als umlaufende Wulst (43) ausgebildet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhöhung (43) durch Rollieren eingebracht wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung der Erhöhung (43) mit einem Verformungswerkzeug (48) vorgenommen wird,
das aus zwei Halbschalen (49) besteht.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung der Erhöhung (43) mit einem Verformungswerkzeug (48) vorgenommen wird,
das vier Werkzeugsegmente (50) aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die werkzeugsegmente (49, 50) innere gewölbte Bereiche haben, mit denen sie die Erhöhung
(43) umgreifen.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung der Erhöhung (43) mit einem Verformungswerkzeug (48) vorgenommen wird,
das als Rollwerkzeug wenigstens eine an der Erhöhung (43) angreifende Rolle (51) besitzt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung der Erhöhung (43) mit einem Verformungswerkzeug (48) vorgenommen wird,
das aus wenigstens zwei Werkzeugsegmenten (52) besteht, die konische Innenflächen
(53) besitzen.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verformung der Erhöhung (43) durch Magnetumformen erfolgt.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlussteil (16) aus einem ferritischen, den Magnetfluss leitenden Material
hergestellt ist.
1. Method for setting the valve stroke of an injection valve, in particular of a fuel
injection valve for internal combustion engines, with a fuel inlet, with an excitable
actuating device, by means of which a valve needle having a valve-closing member can
be moved, with a fixed valve seat which is formed on a valve-seat element and with
which the valve-closing member cooperates in order to open and close the valve, with
a fuel outlet, and with a connection part (16) which has an inner longitudinal orifice
(18) for receiving the valve needle (19) and which is connected directly or indirectly
to the valve-seat element, the valve needle executing a stroke between a valve-closing
position and a valve-open position, characterized in that the connection part (16) is preformed in that at least one radially outward elevation (43) is produced and, to change the stroke
of the valve needle (19), the elevation (43) is deformed plastically in the radial
direction with respect to the longitudinal orifice (18).
2. Method according to Claim 1, characterized in that the elevation on the connection part (16) is produced as a peripheral bead (43).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the elevation (43) is introduced by rolling.
4. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the deformation of the elevation (43) is carried out by means of a deformation tool
(48) which consists of two half-shells (49).
5. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the deformation of the elevation (43) is carried out by means of a deformation tool
(48) which has four tool segments (50).
6. Method according to Claim 4 or 5, characterized in that the tool segments (49, 50) have inner curved regions with which they engage around
the elevation (43).
7. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the deformation of the elevation (43) is carried out by means of a deformation tool
(48) which possesses as rolling tool at least one roller (51) engaging on the elevation
(43).
8. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the deformation of the elevation (43) is carried out by means of a deformation tool
(48) consisting of at least two tool segments (52) which possess conical inner faces
(53).
9. Method according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the deformation of the elevation (43) takes place by means of magnetic forming.
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the connection part (16) is produced from a ferritic material conducting the magnetic
flux.
1. Procédé de réglage de la course de soupape d'un injecteur, notamment d'un injecteur
de carburant pour moteurs à combustion interne, comprenant une entrée de carburant,
un dispositif d'actionnement excitable permettant de déplacer une aiguille de soupape
munie d'un organe de fermeture de soupape, un siège de soupape fixe formé au niveau
d'un élément de siège de soupape coopérant avec l'organe de fermeture de soupape pour
ouvrir et fermer la soupape, une sortie de carburant, et dont une partie de raccordement
(16) présentant une ouverture longitudinale intérieure (18) pour recevoir l'aiguille
de soupape (19) est reliée directement ou indirectement à l'élément de siège de soupape,
l'aiguille de soupape décrivant une course entre une position de fermeture de soupape
et une position d'ouverture de soupape,
caractérisé en ce que
en partie de raccordement (16) est préformée en formant au moins une élévation (43)
saillant radialement vers l'extérieur, et pour modifier la course de l'aiguille de
soupape (19) l'élévation (43) est déformée plastiquement en direction radiale vers
l'ouverture longitudinale (18).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élévation est formée au niveau de la partie de raccordement (16) sous la forme d'un
bourrelet circulaire (43).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
l'élévation (43) est obtenue par roulage.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la déformation de l'élévation (43) est réalisée à l'aide d'un outil de déformation
(48) composé de deux demi-coquilles (49).
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la déformation de l'élévation (43) est réalisée à l'aide d'un outil de déformation
(48) qui présente quatre segments d'outil (50).
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
les segments d'outils (49, 50) présentent des zones bombées intérieures par lesquelles
ils entourent l'élévation (43).
7. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la déformation de l'élévation (43) est réalisée à l'aide d'un outil de déformation
(48) qui en tant qu'outil de roulage présente au moins un rouleau appliqué sur l'élévation
(43).
8. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la déformation de l'élévation (43) est réalisée à l'aide d'un outil de déformation
(48) composé d'au moins deux segments d'outil (52) présentant des surfaces intérieures
(53) coniques.
9. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
la déformation de l'élévation (43) est réalisée par déformation magnétique.
10. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la partie de raccordement (16) est réalisée à partir d'un matériau ferritique conducteur
du flux magnétique.

