[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Vielschichtvaristor niedriger Kapazität
mit einem Keramikkörper und zwei Anschlüssen, die im Abstand voneinander auf dem Keramikkörper
aufgebracht sind. Unter "niedriger Kapazität" soll dabei ein Kapazitätswert verstanden
werden, der insbesondere kleiner als 10 pF ist.
[0002] Bisher werden zum elektrostatischen bzw. ESD-Schutz von Hochfrequenzschaltungen und
Datenleitungen bevorzugt Funkenstrekken eingesetzt, die beispielsweise durch zwei
einander gegenüberliegende Spitzen einer Leiterbahn realisiert werden können. Bei
Auftreten einer für eine zu schützende Hochfrequenzschaltung oder Datenleitung unzulässig
hohen Spannung zündet die Funkenstrecke zwischen den beiden gegenüberliegenden Spitzen
der Leiterbahn, so daß diese unzulässig hohe Spannung nicht an der Hochfrequenzschaltung
bzw. Datenleitung anliegt.
[0003] Das Zünden der Funkenstrecke läuft entsprechend bestimmten physikalischen Gesetzen
ab, bei denen speziell die sogenannte Gasentladungskennlinie durchlaufen werden muß.
Dieser Vorgang erfordert eine bestimmte Zeitdauer, so daß allein die Zeit, die zum
Ionisieren der Funkenstrecke benötigt wird, in der Regel länger als die Anstiegszeit
eines ESD-Impulses ist, welche in der Größenordnung von 700 ps liegen kann.
[0004] Dies bedeutet zusammenfassend, daß Funkenstrecken infolge ihrer Trägheit als ESD-Schutz
von Hochfrequenzschaltungen oder Datenleitungen mit Nachteilen behaftet sind.
[0005] Vielschichtvaristoren zeichnen sich gegenüber Funkenstrecken durch eine erheblich
kürzere Ansprechzeit aus: so liegt die Ansprechzeit von Vielschichtvaristoren in der
Größenordnung von 500 ps, was um etwa einen Faktor 2 niedriger als die Ansprechzeit
von Funkenstrecken ist. Dennoch werden bisher Vielschichtvaristoren als ESD-Schutz
von Hochfrequenzschaltungen bzw. Datenleitungen nicht eingesetzt, was auf den laminaren
Aufbau der Vielschichtvaristoren zurückzuführen ist. Dieser laminare Aufbau führt
nämlich zu parasitären Kapazitäten, welche den Einsatz von Vielschichtvaristoren in
Hochfrequenzschaltungen mit Frequenzen über 100 MHz nicht möglich macht. Solche Hochfrequenzschaltungen
sind beispielsweise hochfrequente Eingangsschaltungen, wie Antenneneingänge usw.
[0006] US 4 675 644 A beschreibt einen Vielschichtvaristor mit Anschlüßen und einem Keramikkörper
der mit Innenelektroden versehen ist, die kammartig von den beiden Anschlüßen ausgehen.
[0007] Die Fig. 13 bis 15 zeigen einen bestehenden Vielschichtvaristor in Perspektive (vgl.
Fig. 13), im Schnitt (vgl. Fig. 14) bzw. in einer Gesamtdarstellung mit nach außen
geführten Innenelektroden (vgl. Fig. 15).
[0008] Bei diesem Vielschichtvaristor ist ein Keramikkörper 1 an zwei gegenüberliegenden
Seiten mit Anschlüssen 8 versehen, von denen jeweils Innenanschlüsse 7 ausgehen, die
sich im Keramikkörper 1 im Abstand voneinander überlappen. In den Überlappungsbereichen
werden dabei aktive Zonen 9 gebildet, während außerhalb der Überlappungsbereiche 9
Isolationszonen 11 entstehen.
[0009] Fig. 15 zeigt ein Element des Vielschichtvaristors von Fig. 14: eine Schicht des
Keramikkörpers 1 ist zwischen zwei Innenelektroden 7 gelegt, welche auf dieser Schicht
jeweils metallisierte Oberflächen 12 bilden.
[0010] Derartige bestehende Vielschichtvaristoren sind als ESD-Schutz von Hochfrequenzschaltungen
und Datenleitungen infolge ihrer Kapazität wenig geeignet. Diese Kapazität wird bei
einem gegebenen Keramikmaterial mit einer festgelegten Dielektrizitätskonstanten ε
bestimmt von der Fläche der Innenelektroden 7 bzw. der Anschlüsse 8, der Anzahl der
Schichten des Keramikkörpers 1 zwischen den Innenelektroden 7, also der Anzahl der
aktiven Zonen 9 und der sich aufgrund der gewünschten Betriebsspannung ergebenden
Dicken der Keramikschichten bzw. aktiven Zonen 9.
[0011] Bisher in derartiger Technologie hergestellte Vielschichtvaristoren haben Kapazitäten
in der Größenordnung von wenigstens 30 bis 50 pF, was den Einsatz solcher Vielschichtvaristoren
für den ESD-Schutz von beispielsweise empfindlichen Antenneneingängen trotz seiner
niedrigen Ansprechzeit ausschließt.
[0012] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Vielschichtvaristor zu schaffen,
der sich durch eine derart niedrige Kapazität auszeichnet, daß er ohne weiteres zum
ESD-Schutz bei Hochfrequenzschaltungen, wie insbesondere Antenneneingängen, verwendet
werden kann.
[0013] Diese Aufgabe wird bei einem Vielschichtvaristor niedriger Kapazität gemäß Anspruch
1 gelöst. Zweckmäßigerweise ist dabei der Keramikkörper mit Innenelektroden versehen,
die kammartig von den beiden Anschlüssen ausgehen, so daß sich in der Richtung zwischen
den beiden Anschlüssen die Enden der Elektroden mit einem Gap, bzw. Abstand, gegenüberliegen.
[0014] Bei dem erfindungsgemäßen Vielschichtvaristor werden also die Innenelektroden insbesondere
kammartig angeordnet, so daß sich die Elektroden von den beiden Anschlüssen nicht
mehr überlappen, sondern vielmehr einander mit ihren Enden gegenüberliegen. Über den
Abstand dieser sich gegenüberliegenden Enden der Elektroden, das sogenannte "Gap",
wird die damit niedrige Kapazität des Vielschichtvaristors festgelegt. Bei gleichbleibendem
bzw. nahezu gleichbleibendem Gap kann durch serielle Anordnung der Gaps die Kapazität
weiter reduziert werden. Im Grenzfall läßt sich sogar die Varistorspannung weiter
erhöhen und die Kapazität verkleinern, wenn auf Innenelektroden vollständig verzichtet
wird. Der in diesem Grenzfall vorhandene Einfluß der Anschlüsse bzw. Außenterminierung
auf die Varistorspannung und die Kapazität läßt sich durch das Aufbringen einer zusätzlichen
Passivierungsschicht eliminieren, so daß mit einem solchen Ausführungsbeispiel die
für ein gegebenes Volumen maximale Varistorspannung bei minimaler Kapazität erzielt
werden kann.
[0015] Die Innenelektroden können mit unterschiedlicher Elektrodenlänge gestaltet werden.
Außerdem ist es möglich, die Spitzen der Innenelektroden unterschiedlich voneinander
auszuformen.
[0016] Durch sich nicht überlappende Innenelektroden läßt sich bei dem erfindungsgemäßen
Vielschichtvaristor der Elektrodenabstand erheblich vergrößern, was zu einer entsprechenden
Reduzierung der Kapazität führt. Infolge der sich gegenüberliegenden Innenelektroden
wird auch die Stromdurchflußrichtung bei dem erfindungsgemäßen Vielschichtvaristor
gegenüber dem bestehenden Vielschichtvaristor verändert, und es wird so eine drastische
Erhöhung der Varistorspannung ermöglicht.
[0017] Versuche der Erfinder haben ergeben, daß bei dem erfindungsgemäßen Vielschichtvaristor
durch die angegebene Anordnung der Innenelektroden der Stromdichteverlauf positiv
beeinflußt werden kann. Es ist somit möglich, einen Vielschichtvaristor mit nichtlinearer
Spannungs/Strom-Kennlinie herzustellen, der bei Spannungen von beispielsweise 300
V und darüber hochohmig ist.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine prinzipielle Darstellung eines Vielschichtvaristors in Perspektive zur Festlegung
der jeweiligen Richtungen,
- Fig. 2
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors mit kammartiger
Innenelektrodenanordnung,
- Fig. 3
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors mit kammartiger
Innenelektrodenanordnung mit unterschiedlicher Elektrodenlänge,
- Fig. 4
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors mit kammartiger
Innenelektrodenanordnung mit serieller Ausführung von Gaps,
- Fig. 5
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors mit kammartiger
Innenelektrodenanordnung mit serieller Ausführung von Gaps und Versatz der Innenelektroden
zueinander,
- Fig. 6
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors ohne Innenelektroden,
- Fig. 7
- eine Schnittdarstellung eines erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors ohne Innenelektroden
mit einer auf dem Keramikkörper aufgetragenen Passivierungsschicht,
- Fig. 8
- einen zu dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 ähnlichen Vielschichtvaristor mit geraden
Elektrodenspitzen,
- Fig. 9
- einen Schnitt DD durch den Vielschichtvaristor von Fig. 8,
- Fig. 10
- einen Schnitt DD durch einen erfindungsgemäßen Vielschichtvaristor mit konkaven Elektrodenspitzen,
- Fig. 11
- einen Schnitt DD durch einen erfindungsgemäßen Vielschichtvaristor mit konvexen Elektrodenspitzen,
- Fig. 12
- einen Schnitt DD durch den erfindungsgemäßen Vielschichtvaristor mit spitzen Elektrodenspitzen
und
- Fig. 13-15
- Darstellungen zur Erläuterung eines bestehenden Vielschichtvaristors.
[0019] Die Fig. 13 bis 15 sind bereits eingangs erläutert worden.
[0020] In den Figuren sind einander entsprechende Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0021] Fig. 1 zeigt schematisch einen Vielschichtvaristor mit einem Keramikkörper einer
Länge 1, einer Breite b und einer Höhe h, bei dem ein Strom in Richtung BB zwischen
zwei (nicht dargestellten) Anschlüssen fließt. Eine Richtung CC bzw. DD verläuft senkrecht
zu der Richtung BB.
[0022] Die Fig. 2 bis 8 zeigen schematische Schnitte BB verschiedener Ausführungsbeispiele
des erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors, während in den Fig. 9 bis 12 schematische
Schnitte DD des erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors mit unterschiedlichen Elektrodenspitzen
dargestellt sind. Diese unterschiedlichen Elektrodenspitzen können speziell bei einem
Vielschichtvaristor entsprechend den Ausführungsbeispielen der Fig. 2 und 8 angewandt
werden. Jedoch ist es auch möglich, solche unterschiedlichen Elektrodenspitzen bei
den Ausführungsbeispielen der Fig. 3 bis 5 vorzusehen.
[0023] Der erfindungsgemäße Vielschichtvaristor zeichnet sich durch einen Vielschichtaufbau
in Folientechnologie aus, bei dem verschiedene Schichten mit und ohne Innenelektroden
übereinander gelegt sind und den Keramikkörper 1 bilden, auf dessen beide Enden in
Richtung BB (vgl. Fig. 1) metallische Anschlüsse 2, 3 aus Aluminium oder auch anderen
Materialien aufgebracht sind. Das Auftragen der Anschlüsse 2, 3 kann beispielsweise
durch Aufdampfen erfolgen.
[0024] Fig. 2 zeigt nun ein erstes Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors
mit Innenelektroden 4, 5 in einem Keramikkörper 1. Die Innenelektroden 4 sind dabei
mit dem Anschluß 2 verbunden, während die Innenelektroden 5 in Verbindung mit dem
Anschluß 3 stehen. Die Enden der Innenelektroden 4 sind dabei unter einem Abstand
bzw. "Gap" d von den Enden der Innenelektroden 5 vorgesehen. Die Innenelektroden 4,
5 sind jeweils kammartig angeordnet, so daß sich die Innenelektroden von den beiden
Anschlüssen 4, 5 unter dem Abstand d gegenüberliegen. Durch diesen Abstand bzw. Gap
d wird die niedrige Kapazität des Vielschichtvaristors festgelegt.
[0025] Infolge dieser niedrigen Kapazität kann der erfindungsgemäße Vielschichtvaristor
ohne weiteres als ESD-Schutz von beispielsweise empfindlichen Antenneneingängen in
SMD-Bauweise (SMD = "surface mounted device") geeignet.
[0026] Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 weisen die Innenelektroden 4, 5 jeweils die
gleiche Länge auf. Dies muß nicht notwendig so sein. Vielmehr ist es möglich, die
Innenelektroden 4, 5 mit unterschiedlicher Länge auszugestalten, wie dies bei dem
Ausführungsbeispiel von Fig. 3 vorgesehen ist. Hier haben die in der Mitte des Keramikkörpers
1 gelegenen Innenelektroden eine größere Länge als Innenelektroden am Rand des Keramikkörpers
1.
[0027] Bei gleichbleibender Länge des Gaps d kann durch serielle Anordnung dieser Gaps die
Kapazität des Vielschichtvaristors weiter reduziert werden, wie dies in dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 4 gezeigt ist. Hier haben die einzelnen Gaps zwischen Innenelektroden 10
ebenfalls die Länge d; die Innenelektroden 10 sind aber im Innern des Keramikkörpers
1 mehrmals unterbrochen, so daß lediglich diejenigen Innenelektroden 10, die an die
Anschlüsse 2, 3 angrenzen, mit diesen verbunden sind, während die übrigen Innenelektroden
elektrisch von diesen Anschlüssen und anderen Innenelektroden getrennt sind, wie dies
in Fig. 4 dargestellt ist. Bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 sind insgesamt vier
Gaps zwischen den Innenelektroden 10 vorgesehen. Dies braucht nicht notwendig so zu
sein: vielmehr ist es auch möglich, gegebenenfalls mehr als vier oder weniger als
vier Gaps zwischen den einzelnen Reihen von Innenelektroden 10 vorzusehen.
[0028] Fig. 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Vielschichtvaristors,
das dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 insoweit gleicht, als hier ebenfalls mehrere
Reihen von Innenelektroden 10 insgesamt vier Gaps bilden. Im Unterschied vom Ausführungsbeispiel
der Fig. 4 sind aber beim Ausführungsbeispiel der Fig. 5 die Innenelektroden 10 unter
einem Versatz zueinander angeordnet. Das heißt, in der Richtung DD liegen die Innenelektroden
10 verschiedener Reihen auf einem unterschiedlichen Niveau. Durch eine derartige Gestaltung
der Innenelektroden 10 kann eine weitere Reduzierung der Kapazität erreicht werden.
[0029] Im Grenzfall läßt sich die Varistorspannung weiter erhöhen und die Kapazität des
Vielschichtvaristors verkleinern, indem vollständig auf Innenelektroden verzichtet
wird, wie dies bei dem Ausführungsbeispiel von Fig. 6 gezeigt ist, in welchem lediglich
die Anschlüsse 2, 3 auf den Keramikkörper 1 in Vielschichtaufbau aufgetragen sind.
Der bei einem derartigen Aufbau vorhandene Einfluß der Außenterminierung durch die
Anschlüsse 2, 3 auf die Varistorspannung und die Kapazität des Vielschichtvaristors
kann durch Auftragen einer zusätzlichen Passivierungsschicht 6 eliminiert werden,
wie dies in dem Ausführungsbeispiel von Fig. 7 gezeigt ist. Durch eine derartige Gestaltung
läßt sich, bezogen auf ein Einheitsvolumen, eine maximale Varistorspannung bei einer
minimalen Kapazität erzielen.
[0030] Wesentlich an der Erfindung ist die Vergrößerung des Elektrodenabstandes durch Verzicht
auf Innenelektroden bzw. durch Verwendung von sich nicht überlappenden Innenelektroden.
Durch die dadurch bedingte Änderung der Stromdurchflußrichtung im Keramikkörper läßt
sich eine bedeutende Erhöhung der Varistorspannung bei gegebenem Volumen erzielen.
Außerdem wird dabei die Kapazität bei diesem Volumen stark vermindert, so daß Kapazitätswerte
unterhalb von 10 pF erreichbar sind.
[0031] Die Innenelektrodenspitzen können verschieden gestaltet werden, wie dies in den Ausführungsbeispielen
der Fig. 9 bis 12 gezeigt sind, welche Schnitte in der Ebene BC bzw. Draufsichten
aus der Richtung DD (vgl. Fig. 1) speziell auf die Vielschichtvaristoren der Fig.
2 und 8 veranschaulichen: Fig. 8 zeigt dabei ein Ausführungsbeispiel, das dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 2 insoweit gleicht, als Innenelektroden gleicher Länge vorgesehen sind. Dies
braucht aber nicht notwendig so zu sein. Vielmehr ist es auch möglich, bei dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 8 Innenelektroden unterschiedlicher Länge vorzusehen, wie dies bei dem Ausführungsbeispiel
von Fig. 3 der Fall ist.
[0032] Es ist nun möglich, für die Innenelektroden 4, 5 gerade Elektrodenspitzen (vgl. Fig.
9), konkave Elektrodenspitzen (vgl. Fig. 10), konvexe Elektrodenspitzen (vgl. Fig.
11) oder "spitze" Elektrodenspitzen (vgl. Fig. 12) vorzusehen. Diese verschiedenen
Gestaltungen der Elektrodenspitzen können gegebenenfalls auch bei den Ausführungsbeispielen
der Fig. 4 und 5 zur Anwendung gelangen, so daß hier die Innenelektroden 10 in ähnlicher
Weise wie die Innenelektroden 4, 5 zu gestalten sind.
[0033] Bei dem erfindungsgemäßen Vielschichtvaristor kann durch die Anordnung der Innenelektroden
der Verlauf der Stromdichte zwischen den beiden Anschlüssen 2, 3 günstig beeinflußt
werden, so daß infolge des durch die Folientechnologie bedingten Vielschichtaufbaues
ein Bauelement mit nichtlinearer Spannungs/Strom-Kennlinie hergestellt werden kann,
das bei Spannungen von etwa 300 V hochohmig ist.
1. Vielschichtvaristor mit den Merkmalen
- ein Keramikkörper (1) ist in Folientechnologie aufgebaut,
- zwei Anschlüssen (2, 3) sind im Abstand voneinander auf dem Keramikkörper (1) aufgebracht,
- der Keramikkörper (1) ist mit Innenelektroden (4, 5; 10) versehen, die kammartig
von den beiden Anschlüssen (2, 3) ausgehen, dadurch gekennzeichnet, daß sich in der Richtung zwischen den beiden Anschlüssen (2, 3) die Enden der Innenelektroden
(4, 5; 10) mit einem Abstand (d) gegenüberliegen.
2. Vielschichtvaristor nach Anspruch 1,
bei dem die Innenelektroden (4, 5; 10) mit unterschiedlicher Elektrodenlänge gestaltet
sind.
3. Vielschichtvaristor nach Anspruch 1 oder 2,
bei dem die Innenelektroden (4, 5; 10) mehrere Abstände in serieller Anordnung bilden.
4. Vielschichtvaristor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
bei dem die Spitzen der Innenelektroden (4, 5; 10) unterschiedlich ausgeformt sind.
5. Vielschichtvaristor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei dem auf dem Keramikkörper eine Passivierungsschicht (6) vorgesehen ist.
1. Multilayer varistor having the following features:
- a ceramic body (1) is constructed using film technology,
- two terminals (2, 3) are applied at a distance from one another on the ceramic body
(1),
- the ceramic body (1) is provided with internal electrodes (4, 5; 10) that proceed
from the two terminals (2, 3) in a comb-like manner,
characterized in that, in the direction between the two terminals (2, 3), the ends of the internal electrodes
(4, 5; 10) lie opposite one another with a spacing (d).
2. Multilayer varistor according to Claim 1,
in which the internal electrodes (4, 5; 10) are configured with different electrode
lengths.
3. Multilayer varistor according to Claim 1 or 2,
in which the internal electrodes (4, 5; 10) form a plurality of spacings in a serial
arrangement.
4. Multilayer varistor according to one of Claims 1 to 3,
in which the tips of the internal electrodes (4, 5; 10) are shaped differently.
5. Multilayer varistor according to one of Claims 1 to 4,
in which a passivation layer (6) is provided on the ceramic body.
1. Varistor multicouche ayant les caractéristiques :
- un corps (1) en céramique est formé en technologie de feuille,
- deux bornes sont déposées à distance l'une de l'autre sur le corps (1) en céramique,
- le corps (1) en céramique est muni d'électrodes (4, 5; 10) intérieures, qui partent
à la manière d'un peigne des deux bornes (2, 3), caractérisé en ce que les extrémités des électrodes (4, 5; 10) intérieures se font face dans la direction
comprise entre les deux bornes (2, 3) à une distance (d).
2. Varistor multicouche suivant la revendication 1, dans lequel les électrodes (4, 5;
10) intérieures ont des longueurs différentes.
3. Varistor multicouche suivant la revendication 1 ou 2,
dans lequel des électrodes (4, 5; 10) intérieures forment plusieurs distances suivant
un montage en série.
4. Varistor multicouche suivant l'une des revendications 1 à 3,
dans lequel les pointes des électrodes (4, 5; 10) intérieures sont conformées différemment.
5. Varistor multicouche suivant l'une des revendications 1 à 4,
dans lequel il est prévu sur le corps en céramique une couche (6) de passivation.