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EP 1 201 845 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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25.08.2004 Patentblatt 2004/35 |
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Anmeldetag: 12.09.2001 |
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Streifenförmige Materialbahn für eine First-und/oder Gratabdeckung
Striplike web material for covering roof ridges and roof edges
Bande de matériau en forme de ruban pour le recouvrement des faîtes et des arêtes
de toits
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
27.10.2000 DE 20018453 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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02.05.2002 Patentblatt 2002/18 |
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Patentinhaber: Wirz, Peter |
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53721 Siegburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Wirz, Peter
53721 Siegburg (DE)
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Vertreter: Müller-Gerbes, Margot, Dipl.-Ing. |
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Friedrich-Breuer-Strasse 112 53225 Bonn 53225 Bonn (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 109 928 EP-A- 0 942 109 EP-A- 1 030 002 DE-A- 19 828 721 DE-U- 29 600 137
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EP-A- 0 855 479 EP-A- 0 997 589 WO-A-00/36245 DE-A- 19 841 472 US-A- 5 002 816
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine streifenförmige Materialbahn für eine First- und/oder
Gratabdeckung mit einem luftdurchlässigen textilen Mittelstreifen und mit an beiden
Längsseiten an dem Mittelstreifen befestigten Seitenstreifen aus einer plastisch verformbaren
Metallschicht mit in Längserstreckung der Materialbahn wellenförmig verlaufendem Querschnitt,
wobei der wellenförmige Querschnitt der Seitenstreifen längs eines Randbereiches flachgepreßt
ist und die Seitenstreifen im Bereich der flachgepreßten Randstreifen mit den Randbereichen
des Mittelstreifens einen Überlappungsbereich bilden, in den ein Verbindungsmittel
eingebracht ist.
[0002] Streifenförmige Materialbahnen der gattungsgemäßen Art sind beispielsweise aus der
EP 0942109 A2 bekannt und dienen zum Abdichten des Dachinnenraumes gegen Regen und
Flugschnee. Die Seitenstreifen sind an die Oberseite von im First- oder Gratbereich
des Daches verlegten Dachziegeln anpaßbar, wobei bei solchen Dächern im Firstbereich
der Luftraum durchlüftet werden muß, so daß die bekannten Materialbahnen durch das
Material selbst oder zusätzliche Löcher bereichsweise luftdurchlässig ausgebildet
sind. Weitere Ausführungsformen von streifenförmigen Materialbahnen sind beispielsweise
aus der EP-A-0 855 479, DE-A 198 28 721, EP-A-0 109 928, EP-A-0 997 589 D1, US-A-5002816,
DE 40 01 766 A1, EP 0 341 343 A2, EP 0 942 109 A2 oder DE 43 34 340 A1 bekannt, wobei
die Mittelstreifen dieser Abdeckungen beispielsweise aus einem dehnbaren textilen
Material hergestellt sind. Solche Materialbahnen, wie sie beispielsweise in der DE
40 01 766 A1 beschrieben sind, sind sowohl im Bereich der Seitenstreifen als auch
des Mittelstreifens dehnbar integral aus einem durchgängigen Vlies hergestellt, wobei
die mangelnde Festigkeit durch Einsatz schwerer Vliesstoffe mit Flächengewichten von
vorzugsweise über 200 g/m
2 ausgeglichen werden soll. Bei der Materialbahn für die Abdeckung gemäß EP 0 341 343
A2 wird die mangelnde Festigkeit des Vlieses durch ein zusätzliches Streckmetallgitter,
das als Verstärkung wirkt und plastisch verformbar ist, ausgeglichen.
[0003] Problematisch ist der Verbund von Seitenstreifen mit Mittelstreifen, da es hier durch
Witterungseinflüsse langfristig auch bei Verwendung von Klebern zu Ablösungen kommen
kann.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine funktionsfähige First- und/oder Gratabdeckung
für beliebige Dachpfannenformen zu schaffen, die preiswert und wirtschaftlich herstellbar
ist und hohen Ansprüchen an Witterungsbeständigkeit genügt. Die Materialbahn muß einerseits
ausreichend biegsam sein, soll jedoch gleichzeitig eine hohe Festigkeit aufweisen.
[0005] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer streifenförmigen Materialbahn gelöst,
bei der der Mittelstreifen ein biegbares verfestigtes Vlies aus Endlosfilamenten auf
Basis von Olefinpolymeren mit einem Flächengewicht von 40 bis 100 g/m
2, einer Grab-Zugfestigkeit in beiden Richtungen von mindestens 200 N, einer Trapezreißfestigkeit
in beiden Richtungen von mindestens 100 N und Filamenten von 8 bis 10 Denier aufweist
und das Vlies des Mittelstreifens auf der Oberseite eine aufkaschierte Schutzschicht
aus einem luftdurchlässigen textilen Gebilde oder luftdurchlässiger Folie aus zumindest
überwiegend witterungsbeständigen und UV-beständigen bzw. entsprechend ausgerüsteten
thermoplastischem Kunststoff aufweist und als Verbindungsmittel ein thermoplastisches
bzw. elastomeres Material vorgesehen und in aufgeschmolzener Form in den Überlappungsbereich
extrudiert ist.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen streifenförmigen Materialbahn
für eine First- und/oder Gratabdeckung sind den kennzeichnenden Merkmalen der Unteransprüche
entnehmbar.
[0007] Die erfindungsgemäße Materialbahn zeichnet sich dadurch aus, daß sie vollflächig
biegsam und biegbar ist, wobei sie zusätzlich in den Randbereichen durch plastische
Verformung des wellenförmigen Querschnittes an unterschiedliche Untergründe anpaßbar
ist. Zugleich ist die Materialbahn dimensionsstabil durch einen die beiden plastisch
verformbaren Randstreifen verbindenden Mittelstreifen mit hoher Festigkeit, insbesondere
Reißfestigkeit, wodurch eine einfache lagegesicherte Verlegung ermöglicht ist. Bevorzugt
weist der Mittelstreifen eine Grab-Zugfestigkeit in beiden Richtungen von mindestens
300 N und eine Trapezreißfestigkeit in beiden Richtungen von mindestens 150 N auf.
[0008] Das aus Endlosfilamenten auf Basis von Polyolefinen, vorzugsweise Polypropylen gefertigte
Vlies des Mittelstreifens, das beispielsweise bei der Herstellung durch Verpressen
unter Druck und Wärme verfestigt wird, weist ausreichende Luftdurchlässigkeit für
die erforderliche Hinterlüftung im Dachbereich auf.
[0009] Wesentlich für die einfache Fertigung und hohe Lebensdauer ist eine dauerhafte haftfeste
Verbindung des Mittelstreifens mit den plastisch verformbaren Seitenstreifen, die
auch UV-beständig sein muß. Gemäß der Erfindung wird dies durch ein thermoplastisches
bzw. elastomeres Material als Verbindungsmittel oder Klebemittel erreicht. Die Langlebigkeit
wird erfindungsgemäß durch Auswahl eines UV-beständigen Verbindungsmittels und Herstellen
einer UV-beständigen Verbindung zwischen Mittelstreifen und Seitenstreifen erreicht.
Hierbei ist das Verbindungsmittel so auszuwählen, daß es eine haftfeste dauerhafte
Verbindung mit den Olefinpolymeren des Vlieses des Mittelstreifens ermöglicht. Bevorzugt
wird als Verbindungsmittel ein solches auf Basis eines thermoplastischen Polyurethans,
insbesondere eines im wesentlichen linearen Polyurethans eingesetzt. Das Verbindungsmittel
kann sowohl in Form eines Klebers, Heißschmelzklebers oder in geschmolzener thermoplastischer
Form als Extrudat in den Verbindungsbereich eingebracht werden. Eine besonders hohe
Haftfestigkeit zwischen Seitenstreifen und Mittelstreifen wird erfindungsgemäß dadurch
erzielt, daß die Seitenstreifen auf der Verbindungsseite zu dem Mittelstreifen mit
einem UV-beständigen und eine hohe und dauerhafte Haftung zu dem Verbindungsmittel
zwischen Seitenstreifen und Mittelstreifen aufweisenden Lack beschichtet ist. Somit
wird eine besonders hohe Haftfestigkeit zwischen Seitenstreifen und Mittelstreifen
durch eine UV-beständige Lackbeschichtung vorzugsweise auf Acrylharzbasis erreicht,
die mit dem Verbindungsmittel, insbesondere auf Polyurethanbasis eine dauerhafte Verbindung
eingehen. Auch bei Temperatureinwirkungen, insbesondere Wärme im Dachbereich, bleibt
diese Verbindung stabil und es erfolgt kein Ablösen der Seitenstreifen von den Mittelstreifen.
[0010] Als Mittelstreifen werden Vliese aus Endlosfilamenten aus Polypropylen mit einem
Flächengewicht von 50 bis 80 g/m
2 bevorzugt, wobei die Grab-Zugfestigkeit vorzugsweise mindestens größer 300 N in beiden
Richtungen beträgt und die Trapezreißfestigkeit mindestens 150 N in beiden Richtungen
beträgt. Die erfindungsgemäß eingesetzten Vliese sind keine dehnbaren Vliese, jedoch
sind sie verformbar und weisen ausreichende Rückstellkräfte auf.
[0011] Zur Erhöhung der Festigkeit und Verbesserung des Schutzes des Mittelstreifens bei
der Auflage im mittleren Bereich auf einem Firstbalken kann das Vlies des Mittelstreifens
auf der Oberseite eine aufkaschierte Schutzschicht aus einem luftdurchlässigen textilen
Gebilde oder luftdurchlässiger Folie aus zumindest überwiegend witterungsbeständigen
und UV-beständigen bzw. entsprechend ausgerüsteten thermoplastischen und/oder elastomeren
Kunststoffen aufweisen. Bevorzugt bedeckt die aufkaschierte Schutzschicht die Oberseite
des Vlieses zur Gänze, so daß sie sich über den Überlappungsbereich, der das Verbindungsmittel
zu den Seitenstreifen aufnimmt, erstreckt.
[0012] Die aufkaschierte Schutzschicht kann auch als Schutzstreifen mit geringerer Breite
als der Breite des Mittelstreifens ausgebildet sein und mittig auf dem Vlies in Längserstreckung
aufgebracht sein, wobei sie durchgängig oder nur im Befestigungsbereich von Nägeln
angeordnet sein kann.
[0013] Die aufkaschierte Schutzschicht ist bevorzugt als ein textiles Gebilde enthaltend
mindestens 55 bis 85 Gew.-% Fasern aus einem UV-beständigen thermoplastischen Kunststoff,
wie beispielsweise Acrylatpolymerisaten, Acrylnitril-(Co)-Polymerisaten, Polyterephthalaten
und 45 bis 15 Gew.-% Fasern aus einem thermoplastischen Kunststoff, der mit den Olefinpolymeren
des Vlieses des Mittelstreifens durch Anwendung von Druck und Wärme haftfest verbindbar
ist, wie beispielsweise ebenfalls Olefinpolymeren eingesetzt ist. Für die Schutzschicht
werden als textile Gebilde bevorzugt genadelte Vliese mit einem Flächengewicht von
50 bis 200 g/m
2 eingesetzt, die zusätzlich beim Kaschiervorgang mit dem Vlies aus Endlosfilamenten
des Mittelstreifens verfestigt werden.
[0014] Sofern nur ein Schutzstreifen im mittleren Bereich des Mittelstreifens aufgebracht
werden soll, kann dieser auch aus einem filzartigen feinfaserigen Vlies auf Basis
von Polyolefinen oder auch einer Kunststofffolie auf Basis von Polyolefinen gebildet
sein.
[0015] Ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen streifenförmigen Materialbahn ist
die Ausbildung derselben auf der Oberseite, d.h. auf der dem Grat oder First abgewandten
Seite mit einer UV-beständigen Ausrüstung. Hierzu wird einerseits vorgesehen, daß
der Seitenstreifen zumindest auf der Oberseite mit einem UV-beständigen Lack, beispielsweise
auf Basis eines Acrylharzes beschichtet ist und die den Mittelstreifen oberseitig
abdeckende Schutzschicht aus entsprechend UV-beständigen Materialien überwiegend ausgebildet
oder zusätzlich UV-beständig ausgerüstet ist. Ebenfalls wird ein UV-beständiges Bindemittel
zum Verbinden des Seitenstreifens mit dem Mittelstreifen ausgewählt.
[0016] Auf der im Einsatz dem Dach zugewandten Unterseite der gewählten Seitenstreifen sind
vorzugsweise Klebestreifen auf Basis von Bitumen und/oder Butylkautschuk aufgebracht,
die mit einer abziehbaren Schutzfolie abgedeckt sind, um im Einsatz die Materialbahn
im Bereich der Seitenstreifen abdichtend auf der Dachoberfläche anzubringen.
[0017] Es ist auch möglich, das als Mittelstreifen eingesetzte Vlies aus Endlosfilamenten
auf Polyolefinbasis gegebenenfalls flammhemmend auszurüsten.
[0018] Als plastisch verformbare Seitenstreifen werden bevorzugt plastische verformbare
Metallschichten, beispielsweise aus Aluminium, Kupfer oder Blei gewählt, die auf der
Oberseite, auf der sie mit dem Mittelstreifen verklebt werden, mit einem UV-beständigen
Lack, insbesondere einem eingefärbten Lack, vorzugsweise einem Acryllack beschichtet
sind. Auch auf der Unterseite können die plastisch verformbaren Seitenstreifen, d.h.
die Metallschicht zusätzlich mit einem UV-beständigen Lack beschichtet sein.
[0019] Die abziehbare Schutzfolie kann aus einer silikonisierten Polyesterfolie oder Papier
oder Polyolefinfolie bestehen.
[0020] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielhaft erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- Draufsicht auf einen Teilausschnitt der Materialbahn mit Schutzstreifen
- Figur 2
- Unteransicht im Ausschnitt auf die Materialbahn nach Figur 1,
- Figur 3
- Querschnitt AA der Materialbahn nach Figur 1
- Figur 4
- Draufsicht auf einen Teilausschnitt der Materialbahn mit durchgängiger Schutzschicht
des Mittelstreifens
- Figur 5
- Querschnitt BB nach Figur 4
[0021] Die Materialbahn 1 gemäß der Figuren 1 bis 3 umfaßt einen Mittelstreifen 10 aus einem
luftdurchlässigen Vlies 101 aus Endlosfilamenten aus Polyolefinen wie Polypropylen.
An beiden Längsseiten des Mittelstreifens 10, d.h. an dem Vlies 101 sind haftfest
mittels eines Verbindungsmittels 12 überlappend die Seitenstreifen 11 angebracht.
Der Seitenstreifen 11 ist aus einem plastisch verformbaren Material, beispielsweise
aus einer dünnen Aluminiumschicht 11b gefertigt, siehe auch Figur 3, die auf ihrer
Oberseite, mit der sie mit dem Mittelstreifen 10 verbunden wird, eine Beschichtung
11a aus einem UV-beständigen Lack, wie Acryllack, der bevorzugt eingefärbt ist, versehen
ist. Auf der Unterseite kann die Aluminiumschicht 11b ebenfalls miteinem UV-beständigen
Lack beschichtet sein. Der so witterungsbeständig ausgerüstete und plastisch verformbare
Seitenstreifen 11 ist in Längserstreckung X der Materialbahn gewellt, gefaltet oder
plissiert
111 ausgebildet, wobei die Wellenlängsachsen quer zur Längserstreckung X der Materialbahn
verlaufen, so daß genügend Material zur Verfügung steht, um den Seitenstreifen an
einen unebenen und mit wechselnden Erhebungen und Vertiefungen versehenen Untergrund
durch Andrücken gut anzupassen. Längs des inneren Randes 11c ist der Seitenstreifen
durch Zusammenpressen der Wellungen flachgedrückt 112 und geglättet und in diesem
Bereich wird er mit dem oberseitig überlappend aufgelegten Mittelstreifen beispielsweise
mittels eines Verbindungs mittels bzw. Polyurethanklebers 12, der ebenfalls UV-beständig
ist, dauerhaft verbunden. Die dauerhafte Haftung und Festigkeit der Verbindung wird
durch die Kombination der Materialien, nämlich Polyolefinfilamente des Vlieses 101,
Verbindungsmittel 12 auf Basis Polyurethan und Acryllackbeschichtung 11a der Seitenstreifen
11 erzielt. Der Seitenstreifen 11 weist des weiteren auf der Unterseite einen Selbstklebestreifen
14, beispielsweise aus Butylkautschuk auf, der in Längserstreckung der Materialbahn
1 verläuft und mit einer abziehbaren Schutzfolie 15 abgedeckt ist.
[0022] Im Mittelbereich der Materialbahn 1 ist auf der Oberseite des Mittelstreifens 10,
d.h. auf der vom First oder Grat, wo die Materialbahn aufgelegt wird, abgewandten
Seite eine zusätzliche Schutzschicht in Gestalt des Schutzstreifens 13a, beispielsweise
aus einer Kunststoffolie oder einem filzartigen weichen Vlies auf Basis von Kunststoffasern
haftfest aufgebracht. Der Schutzstreifen 13a kann entweder durchgängig oder in Abständen,
um einen zusätzlichen Schutz insbesondere in den Befestigungsbereichen der Materialbahn
mittels Nägeln auf dem Firstbalken zu gewährleisten. Bevorzugt ist der Schutzstreifen
13a auch überwiegend aus einem UV-beständigen Material gefertigt oder zusätzlich UV-beständig
ausgerüstet.
[0023] Die Figuren 4 und 5 zeigen eine Materialbahn 1 in schematischer Darstellung, bei
der abweichend von dem Ausführungsbeispiel nach Figuren 1 bis 3 der Mittelstreifen
10 doppellagig ausgebildet ist, wobei die Unterseite, die dem First oder Grat zugewandt
ist, von einem Vlies 101 hoher Festigkeit aus Endlosfilamenten aus Olefinpolymeren
gebildet ist und die Oberseite von einer im wesentlichen UV-beständigen bzw. UV-beständig
ausgerüsteten Schutzschicht 13b. Gemäß einem Vorschlag der Erfindung kann die Schutzschicht
13b aus einem genadelten Vlies aus bevorzugt 60 bis 80 Gew.-% Acrylfasern und 40 bis
20 Gew.-% Polyolefinfasern, bevorzugt Polypropylenfasern als Bindemittel bestehen.
Die beiden den Mittelstreifen 10 bildenden Vliese 101 und 13b werden durch Kaschieren
miteinander verbunden, wobei der Anteil an Polyolefinfasern in der Schutzschicht einen
ausreichenden haftfesten Verbund zu dem Vlies aus Endlosfilamenten aus Polyolefinen
bildet. Bei diesem Kaschiervorgang wird gleichzeitig das die Schutzschicht bildende
Vlies 13b verfestigt. Es entsteht eine Materialbahn 10 hoher Festigkeit und Langlebigkeit.
Die Seitenstreifen 11 werden wie bei dem Beispiel gemäß Figuren 1 bis 3 beschrieben,
an der Unterseite des Mittelstreifens, d.h. an dem Vlies 101 aus Endlosfilamenten
mittels eines thermoplastischen oder elastomeren witterungsbeständigen, insbesondere
UV-beständigen Verbindungsmittels befestigt. Bevorzugt wird ein im wesentlichen lineares
Polyurethan eingesetzt, das im Extrusionsverfahren fortlaufend in den von den einander
überlappenden Randbereichen des Mittelstreifens und Seitenstreifens gebildeten Nahtbereich
im geschmolzenen thermoplastischen Zustand eingebracht wird. Eine haftfeste dauerhafte
Überlappungsnaht wird so erzielt. Für die Extrusion des die Naht bildenden Verbindungsmittels
eignen sich beispielsweise im wesentlichen lineare Polyurethane mit einer Schmelz-Volumen-Fließrate
MVR 190°C/10 kg im Bereich von 10 bis 30 cm
3/10 min.
1. Streifenförmige Materialbahn (1) für eine First- und/oder Gratabdeckung mit einem
luftdurchlässigen textilen Mittelstreifen (10) und mit an beiden Längsseiten an dem
Mittelstreifen befestigten Seitenstreifen (11) aus einer plastisch verformbaren Metallschicht
mit in Längserstreckung der Materialbahn (1) wellenförmig verlaufendem Querschnitt,
wobei der wellenförmige Querschnitt der Seitenstreifen (11) längs eines Randbereiches
(11c) flachgepreßt ist und die Seitenstreifen (11) im Bereich der flachgepreßten Randstreifen
(11c) mit den Randbereichen des Mittelstreifens (10) einen Überlappungsbereich bilden,
in den ein Verbindungsmittel (12) eingebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelstreifen (10) ein biegbares verfestigtes Vlies (101) aus Endlosfilamenten
auf Basis von Olefinpolymeren mit einem Flächengewicht von 40 bis 100 g/m2, einer Grab-Zugfestigkeit in beiden Richtungen von mindestens 200 N, einer Trapezreißfestigkeit
in beiden Richtungen von mindestens 100 N und Filamenten von 8 bis 10 Denier aufweist
und das Vlies (101) des Mittelstreifens (10) auf der Oberseite eine aufkaschierte
Schutzschicht (13a, 13b) aus einem luftdurchlässigen textilen Gebilde oder luftdurchlässiger
Folie aus zumindest überwiegend witterungsbeständigen und UV-beständigen bzw. entsprechend
ausgerüsteten thermoplastischem Kunststoff aufweist und als Verbindungsmittel (12)
ein thermoplastisches bzw. elastomeres Material vorgesehen und in aufgeschmolzener
Form in den Überlappungsbereich extrudiert ist.
2. Streifenförmige Materialbahn (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine dauerhafte haftfeste Verbindung mit den Olefinpolymeren des Vlieses (101) des
Mittelstreifens (10) ermöglichendes Verbindungsmittel (12) auf Basis eines thermoplastischen
linearen Polyurethans eingestellt ist.
3. Streifenförmige Materialbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Schutzschicht (13a, 13b) ein textiles Gebilde enthaltend 55 bis 85 Gew.-% Fasern
aus einem UV-beständigen thermoplastischen Kunststoff und 45 bis 15 Gew.-% Fasern
aus einem thermoplastischen Kunststoff, der mit dem Kunststoff des Vlieses (101) durch
Anwendung von Druck und Wärme haftend verbindbar ist, eingesetzt ist.
4. Streifenförmige Materialbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als UV-beständiger thermoplastischer Kunststoff Acrylatpolymerisate, Acrylnitril-(Co)-Polymerisate
oder Polyterephthalat für die Schutzschicht (13a, 13b) eingesetzt ist.
5. Streifenförmige Materialbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die Schutzschicht (13a, 13b) ein genadeltes Vlies mit einem Flächengewicht von
50 bis 200 g/m2 eingesetzt ist.
6. Streifenförmige Materialbahn (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Vlieses (101) des Mittelstreifens (10) mittig ein Schutzstreifen
(13a) aus einem feinfasrigen filzartigen Vlies auf Basis von Polyolefinen oder aus
einer Kunststoffolie auf Basis von Polyolefinen haftfest aufgebracht ist.
7. Streifenförmige Materialbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenstreifen (11) zumindest auf der Oberseite mit einem UV-beständigen Lack
beschichtet ist.
8. Streifenförmige Materialbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Vlies (101) des Mittelstreifens (10) aus Endlosfilamenten aus Polypropylen gefertigt
ist und eine Grab-Zugfestigkeit in beiden Richtungen von mindestens 300 N und eine
Trapezreißfestigkeit in beiden Richtungen von mindestens 150 N aufweist.
9. Streifenförmige Materialbahn (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenstreifen (11) auf der Verbindungsseite zu dem Mittelstreifen (10) mit einem
UV-beständigen und eine hohe und dauerhafte Haftung zu dem Verbindungsmittel (12)
zwischen Seitenstreifen (11) und Mittelstreifen (10) aufweisenden Lack beschichtet
ist.
10. Streifenförmige Materialbahn (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Seitenstreifen (11) auf der Verbindungsseite zu dem Mittelstreifen (10) mit einem
Acryllack beschichtet ist und als Verbindungsmittel (12) ein thermoplastisches im
wesentlichen lineares Polyurethan eingesetzt ist.
1. A strip-like length of fabric (1) for covering a ridge and/or arris having an air-permeable
centre ply (10) and lateral plies (11) made from plastically deformable metallic film
attached to both longitudinal sides of the length of fabric and having a cross section
that is corrugated in the longitudinal direction of the length of fabric (1), wherein
the corrugated cross section of the lateral plies (11) is flattened along a peripheral
area (11) and the lateral plies (11) combine with the peripheral areas of the centre
ply (10) to form an overlapping zone in the area of the flattened lateral plies (11),
into which zone a bonding agent (12) is introduced, characterised in that the centre ply (10) includes a flexible, reinforced non-woven fabric (101) made from
continuous filaments with an olefin polymer base and having a mass per unit area of
40 to 100 g/m2, a grab-tensile strength of at least 200 N in both directions, a trapezoidal tear
strength of at least 100 N in both directions and filaments of 8 to 10 Denier and
the upper side of the non-woven fabric (101) of the centre ply (10) has a laminated
protective layer (13a, 13b) applied thereto made from an air-permeable textile structure
or air-permeable film made from at least one substantially weatherproof and UV-resistant
or correspondingly rendered thermoplastic plastic substance and a thermoplastic or
elastomer material is provided as the bonding agent (12) and is extruded into the
overlapping zone in the molten phase.
2. The strip-like length of fabric (1) according to claim 1, characterised in that a bonding agent (12) based on a thermoplastic linear polyurethane is adjusted to
enable a long-lasting adhesive bond with the olefin polymers of the non-woven fabric
(101) of the centre ply (10).
3. The strip-like length of fabric (1) according to either of claims 1 or 2, characterised in that a textile material containing 55 to 85 % by weight fibres made from a UV-resistant
thermoplastic plastic substance and 45 to 15 % by weight fibres made from a thermoplastic
plastic that is capable of forming an adhesive bond with the plastic in the non-woven
fabric (101) under the action of heat and pressure is used as the protective layer
(13a, 13b).
4. The strip-like length of fabric (1) according to any of claims 1 to 3, characterised in that acrylate polymerisates, acrylonitrile-(co)-polymerisates or polyterephthalate are
used as the UV-resistant thermoplastic plastic for the protective layer (13a, 13b).
5. The strip-like length of fabric (1) according to any of claims 1 to 4, characterised in that a needle felted non-woven fabric having a mass per unit area of 50 to 200 g/m2 is used as the protective layer (13a, 13b).
6. The strip-like length of fabric (1) according to claim 1, characterised in that a protective ply (13a) made from a fine-fibre, felt-type non-woven fabric with a
polyolefin base or from a plastic film with a polyolefin base is bonded adhesively
in the middle of the upper surface of the non-woven fabric (101) of the centre ply.
7. The strip-like length of fabric (1) according to any of claims 1 to 6, characterised in that at least the top side of the lateral ply (11) is coated with a UV-resistant layer.
8. The strip-like length of fabric (1) according to any of claims 1 to 7, characterised in that the non-woven fabric (101) of the centre ply (10) is produced from continuous filaments
of polypropylene and has a grab-tensile strength of at least 300 N in both directions,
and a trapezoidal tear strength of at least 150 N in both directions.
9. The strip-like length of fabric (1) according to any of claims 1 to 8, characterised in that the side of the lateral ply (11) for bonding with the centre ply (10) is coated with
a UV-resistant layer capable of forming a strong and long-lasting adhesive bond with
the bonding agent (12) between the lateral plies (11) and the centre ply (10).
10. The strip-like length of fabric (1) according to claim 9, characterised in that the side of the lateral ply (11) for bonding with the centre ply (10) is coated with
an acrylic layer and a thermoplastic, essentially linear polyurethane is used as the
bonding agent (12).
1. Bande de matériau (1) en forme de ruban, pour le recouvrement des faîtes et/ou des
arêtes de toits, avec un ruban central (10) en textile perméable à l'air et avec des
rubans latéraux (11) fixés sur le ruban central par les deux côtés longitudinaux en
une couche métallique à déformation plastique, avec une section transversale s'étendant
en forme ondulée, dans la direction longitudinale de la bande de matériau (1), la
section transversale ondulée des rubans latéraux (11) étant pressée à plat le long
d'une zone de bordure (11) et les rubans latéraux (11) formant avec les zones de bordure
de la bande centrale (10), dans la zone des rubans de bordure (11c) pressés à plat
une zone de chevauchement dans laquelle un produit de liaison (12) est introduit,
caractérisée en ce que le ruban central (10) est muni d'un non-tissé (101) renforcé de façon flexible en
filaments sans fin sur la base de polymère oléfines avec un grammage compris entre
40 et 100 g/m2, une résistance d'arrachement à la traction d'au moins 200 N dans les deux directions,
une résistance à la déchirure trapézoïdale d'au moins 100 N dans les deux directions
et des filaments de 8 à 10 deniers et en ce que le non-tissé (101) du ruban central (10)est muni sur sa face supérieure d'une couche
protectrice (13a, 13b) contrecollée en une structure textile perméable à l'air ou
en un film perméable à l'air en matière thermoplastique au moins essentiellement résistante
aux intempéries et aux UV ou équipée en conséquence et en ce que le produit de liaison (12) prévu est une matière thermoplastique ou élastomère qui
est extrudée dans la zone de chevauchement sous forme surfusionnée.
2. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une liaison durable par adhérence avec le produit de liaison (12) admettant les polymères
oléfines du non-tissé (101) est réglée sur la base d'un polyuréthane thermoplastique
linéaire.
3. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon l'une quelconque des revendications
1 ou 2, caractérisée en ce qu'une structure textile, contenant de 55 à 85 % en poids de fibres d'une matière thermoplastique
résistant aux UV et de 45 à 15 % en poids de fibres d'une matière thermoplastique,
qui est reliable par adhérence avec la matière plastique du non-tissé (101) par application
de pression et de chaleur est utilisée en tant que couche protectrice (13a, 13b).
4. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon l'une quelconque des revendications
1 à 3, caractérisée en ce que des polymérisats d'acrylate, des (co)polymérisats de nitrile acrylique ou du polytéréphtalate
est utilisé en tant que matière thermoplastique résistant aux UV pour la couche protectrice
(13a, 13b).
5. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon l'une quelconque des revendications
1 à 4, caractérisée en ce qu'un non-tissé aiguilleté, avec un grammage compris entre 50 et 200 g/m2 est utilisé pour la couche protectrice (13a, 13b).
6. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un ruban protecteur (13a) en non-tissé du type d'un feutre à fibres fines, sur base
de polyoléfines ou en un film de matière plastique sur base de polyoléfines est appliqué
par adhérence sur la face supérieure du non-tissé (101) du ruban central (10).
7. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon l'une quelconque des revendications
1 à 6, caractérisée en ce que le ruban latéral (11) est recouvert au moins sur sa face supérieure d'une peinture
résistant aux UV.
8. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisée en ce que le non-tissé (10) de la bande centrale (10) est fabriqué en polypropylène à filaments
sans fin et présente une résistance d'arrachement à la traction d'au moins 300 N dans
les deux directions et une résistance à la déchirure trapézoïdale d'au moins 150 N
dans les deux directions.
9. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon l'une quelconque des revendications
1 à 7, caractérisée en ce que sur la face de liaison avec le ruban central (10), le ruban latéral (11) est muni
d'une peinture résistant aux UV et présentant une adhérence importante et durable
avec le produit de liaison (12) entre les rubans latéraux (11) et le ruban central
(10).
10. Bande de matériau (1) en forme de ruban selon la revendication 9, caractérisée en ce que sur la face de liaison avec le ruban central (10), le ruban latéral (11) est revêtu
d'une peinture acrylique et en ce qu'un polyuréthane thermoplastique, sensiblement linéaire est utilisé en tant que produit
de liaison (12).

