(19)
(11) EP 1 205 422 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
27.10.2004  Patentblatt  2004/44

(21) Anmeldenummer: 01120276.9

(22) Anmeldetag:  23.08.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7B66C 23/74

(54)

Vorrichtung zum Ballastieren eines Krans

Device for mounting the counterweight of a crane

Dispositif pour monter le contrepoids d' une grue


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 14.11.2000 DE 20019287 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.05.2002  Patentblatt  2002/20

(73) Patentinhaber: Liebherr-Werk Biberach GmbH
88400 Biberach an der Riss (DE)

(72) Erfinder:
  • Heipl, Andreas Dipl.-Ing.(FH)
    88444 Ummendorf (DE)

(74) Vertreter: Rassmann, Christian 
Lorenz Seidler Gossel, Widenmayerstrasse 23
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 240 652
FR-E- 29 380
US-A- 4 573 726
US-A- 5 207 468
EP-A- 0 582 401
GB-A- 1 375 516
US-A- 4 911 313
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ballastieren eines Krans, vorzugsweise eines Untendreher-Turmdrehkrans, mit stapelbaren Ballastplatten, die jeweils mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Anhängeeinrichtungen zum Anhängen an das Kupplungsteil eines Hubseils versehen sind.

    [0002] Krane müssen zum Ausbalancieren mindestens eines Teils des Gewichts des Auslegers, der an diesem hängenden Last und der den Ausleger tragenden Einrichtungungen durch Ballastieren mit Ballastgewichten belastet werden. Aus den Fig. 8 und 9 der Zeichnung ist die bekannte Art des Ballastierens eines Untendreher-Turmdrehkrans mit stapelbaren Ballastplatten ersichtlich. In Fig. 8 ist der Untendreher-Turmdrehkran 1 in einem Zustand dargestellt, in dem die austeleskopierbaren Turmschüsse noch zusammengefahren sind und der Ausleger an den Turm angeklappt ist. Auf dem auf den Grund abgestützten Podest 2 ist die Drehbühne 3 in üblicher Weise um eine vertikale Drehachse drehbar gelagert und mit einem Drehantrieb versehen. Die Drehbühne 3 weist auf der dem Turm 4 gegenüberliegenden Seite eine Verlängerung mit einem Absetzbock 5 für die Ballastplatten auf. Die Ballastplatten 6 weisen in Draufsicht eine etwa kreisabschnittförmige Form auf, wobei der Bogenteil durch stumpfwinkelig aufeinanderstoßende gerade Abschnitte gebildet ist. Die Ballastplatten können aus Beton oder aber auch aus Stahl- oder Eisenguß bestehen. Sie sind auf ihrer Oberseite beidseits einer mittleren Ausnehmung mit Ösen 7 versehen, in die zur Bewegung der Ballastplatten 6 Haken 8 eingehängt werden können, die sich am Ende zweier Seile 9, 10 befinden, die über ein Verbindungsstück 11 mit einem Hubseils 12 verbunden sind. Zur Betätigung des Hubseils 12 ist der Turm 4 mit einer Winde 13 versehen. Um die vor der Drehbühne 3 gestapelten Ballastplatten 6 aufnehmen und auf dem Bock 5 absetzen zu können, muß über die Winde 13 das Hubseils 12 so weit abgelassen werden, daß die Haken 8 der beiden Seile 9, 10 in die Ösen 7 eingehängt werden können. Die oberste Ballastplatte 6 wird sodann durch das Hubseils 12 abgehoben und durch Wippen des Kranturms 4 zu dem Bock 5 ausgerichtet, so daß die Ballastplatten 6 zu ihrer Stapelung auf den Bock 5 und aufeinander abgesetzt werden können. Zum Absetzen werden die Ballastplatten 6 genau ausgerichtet und abgelassen. Nach dem erfolgten Absetzen müssen die Haken 8 aus den Ösen 7 gelöst werden. Um diesen Ballastiervorgang ausführen zu können, werden drei Personen benötigt, nämlich eine Person, die zur Steuerung das Steuerpult bedient, und zwei Personen, welche die Ballastplatte 6 positionieren und ein- und aushängen.

    [0003] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, mit der sich Krane in der Weise einfacher ballastieren lassen, daß der Ballastiervorgang auch von nur einer Person ausgeführt werden kann.

    [0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Anhängeeinrichtungen aus Haken mit nach außen gerichteten Hakenzinken bestehen und daß das Kupplungsteil aus zwei gelenkig an einem mit dem Hubseil verbundenen Halteteil schwenkbar gelagerten gleich langen Lenkern gebildet ist, die an ihren freien Enden Ösen tragen und mit einer lösbaren, diese spreizenden Spreizeinrichtung versehen sind.

    [0005] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung lassen sich die Ballastplatten einfach dadurch aufnehmen und absetzen, daß die Enden der gespreizten Lenker beidseits der Haken auf der die Haken verbindenden Linie abgesetzt, die Spreizeinrichtung in der Weise gelöst wird, daß durch Anheben des Halteteils die Enden der Lenker unter Schwerkraftwirkung aufeinanderzulaufen, so daß die Ösen in die Haken einlaufen und gleichsam von diesen gefangen werden. Damit lassen sich die Ballastplatten ohne von Hand bewirktes Einhängen mit den sich scherenartig beim Anheben des Hubseils schließenden Lenkern kuppeln. Durch Anheben der Ballastplatten mit dem Hubseil und Wippen des Turms lassen sich Ballastplatten zu ihrer Ballastierung auf den Bock und aufeinander absetzen und in umgekehrter Reihenfolge auch wieder entfernen.

    [0006] Zweckmäßigerweise sind an den Lenkern beidseits der Ösen Laufrollen angeordnet, die ein Zusammenfahren der Lenker bei guter Führung ermöglichen.

    [0007] Die Lenker können aus parallel zueinander verlaufenden Streben bestehen, deren freien Enden durch Bolzen zur Bildung der Ösen miteinander verbunden sind.

    [0008] Die verlängerten Bolzenenden können Achszapfen zur Lagerung der Laufrollen bilden.

    [0009] Die Spreizeinrichtung kann aus zu einem Kniehebel verbundenen Kniehebellenkern bestehen, deren Enden gelenkig mit den scherenartigen Lenkern verbunden sind, wobei die Lenker mit Anschlägen versehen sind, auf denen sich die Kniehebellenker nach Verschwenken über ihre gestreckte Totpunktstellung hinaus abstützen. Bei dieser Ausführungsform fallen die Kniehebellenker nach dem Spreizen der scherenartigen Lenker in ihre gestreckte Form in ihre Übertotpunktstellung, in der sie ein Zusammenklappen der scherenartigen Lenker verhindern. Sind die durch Kniehebellenker in ihrer gespreizten Form gehaltenen scherenartigen Lenker zur Aufnahme auf eine Ballastplatte abgesetzt worden, wird beim Anheben die Blockierung einfach dadurch gelöst, daß das Kniegelenk aus seiner Übertotpunktstellung angehoben wird, so daß durch weiteres Anheben des Hubseils die Lenker unter Schwerkraftwirkung aufeinanderzulaufen, bis sie zur Verhakung mit den Haken von diesen gefangen werden.

    [0010] Zweckmäßigerweise sind die Kniehebellenker mit mindestens einem über ihre Anlenkungen an den scherenförmigen Lenkern hinaus verlängerten Betätigungshebeln verbunden. Über diese können die Kniehebellenker sodann aus ihrer Übertotpunktstellung bewegt werden.

    [0011] Das einfache Absetzen der Ballastplatten zu ihrer Stapelung aufeinander wird weiterhin dadurch begünstigt, daß sie mit Führungen für die Enden der scherenförmigen Lenker und Einrichtungen zum Zentrieren beim Absetzen aufeinander zur Bildung kantengerader Stapel versehen sind.

    [0012] Zweckmäßigerweise sind daher die Haken jeweils in Mulden der Ballastplatte angeordnet. Diese Mulden können mit Führungen für die Enden der Lenker versehen sein. Vorzugsweise weisen die Mulden parallel zur Verbindungslinie der Haken verlaufende Seiten auf, die Führungen für die Laufrolleneinheiten bilden. Zweckmäßigerweise sind die Seiten der Mulden in Richtung auf den ebenen Muldengrund abgeschrägt, so daß sich die Laufrolleneinheiten von selbst in den Mulden zentrieren und beim Anheben der scherenartigen Lenker auf der Verbindungslinie der Haken laufen.

    [0013] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die rechtwinkelig zu der Verbindungslinie der Haken verlaufenden Außenseiten der Mulden abgeschrägt sind und einen Abstand voneinander aufweisen, der dem Abstand der gespreizten Enden der Lenker entspricht. Wird zum Entkoppeln der Ösen von den Haken das die scherenförmigen Lenker lagernde Halteteil abgesenkt, werden die Lenker so weit gespreizt, bis die Kniehebellenker in ihre gestreckte Stellung geraten und unter Schwerkraftwirkung in ihre Übertotpunktstellung fallen, in der die Lenker in ihrer gespreizten Stellung blockiert sind. Werden nun die gespreizten Lenker durch das Hubseil ausgehoben, gewährleisten die abgeschrägten endseitigen Muldenseiten, daß die Lenker nicht in unerwünschter Weise erneut in Eingriff mit den Haken kommen. Das Lösen der scherenförmigen Lenker von den Ballastplatten läßt sich somit ohne manuellen Eingriff bewirken.

    [0014] Das selbstzentrierende Absetzen der Ballastplatten aufeinander wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung dadurch ermöglicht, daß die Ballastplatten an ihren Oberseiten mit quer zur Verbindungslinie der Haken verlaufenden im Querschnitt etwa trapezförmigen Wülsten versehen sind, die in komplementäre Ausnehmungen an der Unterseite der gestapelten Platte eingreifen.

    [0015] Ein besonderes Problem beim Stapeln besteht darin, die Ballastplatten auch quer zur Verbindungslinie der Haken auszurichten. Nach einer bevorzugten Ausführungsform ist daher vorgesehen, daß die Ballastplatten mit Steigbügeln versehen sind, die die Oberseiten der Platten überragen und die in diese aufnehmende Ausnehmungen an den Seiten aufzulegender Platten greifen. Beim Absetzen der Platten werden diese durch entsprechendes Wippen des Turms in der Weise verfahren, daß die aufragenden Teile der Steigbügel auf den Grund der Ausnehmungen stoßen und beim Absetzen auf diesen entlanggleiten, so daß die Stapel auch in Querrichtung zur Verbindungslinie der Haken ausgerichtet sind.

    [0016] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt
    Fig. 1
    eine Seitenansicht eines Untendreher-Turmdrehkrans mit eingefahrenen Schüssen seines teleskopierbaren Turms während des Ballastierens mit der erfindungsgemäßen Ballastiervorrichtung,
    Fig. 2
    eine perspektivische Ansicht einer an die Lenker der scherenförmigen Kupplungseinrichtung angekuppelten Ballastplatte,
    Fig. 3 bis Fig. 6a
    eine Darstellung der Kupplungsvorrichtung mit den scherenförmigen Lenkern während des Ankuppelns an eine Ballastplatte und
    Fig. 7
    eine vergrößerte Darstellung der Ansicht nach Fig. 2.


    [0017] Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Ankuppeln von Ballastplatten 6 an das Hubseil 12 einer Ballastierwinde 13 besteht aus zwei Lenkern 20, 21, die um eine gemeinsame Schwenkachse 22 an einer Zuglasche 23 angelenkt sind, die durch ein Verbindungsstück 11 mit dem Hubseil 12 verbunden ist. Die Lenker 20, 21 tragen an ihren Enden auf diese seitlich überragenden Achszapfen Rollen 24. Im mittleren bis oberen Bereich der Lenker 20, 21 sind an diesen um horizontale Schwenkachsen 25, 26 Kniehebellenker 27 schwenkbar gelagert, deren inneren Enden durch einen horizontalen Achsbolzen schwenkbar miteinander verbunden sind. In ihrer aus den Fig. 3 und 4 ersichtlichen geringfügig über ihre Totpunktstellung hinaus verschwenkten Lage stützen sich die Kniehebellenker 27 auf nicht dargestellte Anschläge der Lenker 20, 21 ab, so daß die Lenker 20, 21 durch die Kniehebellenker 27 in ihrer gespreizten Stellung gehalten sind. Die Kniehebellenker 27 sind im Bereich ihrer Schwenkachsen 25, 26 mit diese nach außen hin verlängerden winkelig angeschlossenen Hebeln 28 versehen, mit denen sich die Kniehebellenker 27 durch Verschwenkung in Richtung der Pfeile A aus ihrer Übertotpunktstellung lösen lassen. Die Lenker 20, 21 bestehen, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist, aus jeweils 2 im Abstand parallel zueinander verlaufenden Streben 30. Diese Streben sind endseitig durch horizontal verlaufende Bolzen zu Ösen verbunden. Die Bolzen sind über die Streben 30 seitlich hinaus verlängert, so daß diese Achszapfen zur Aufnahme der Rollen 24 bilden.

    [0018] Die Ballastplatten 6 sind derart ausgebildet, daß sie sich ohne besondere manuelle Betätigung an die scherenförmigen Lenker 20, 21 ankuppeln und von diesen lösen lassen. Weiterhin sind die Ballastplatten 6 mit Einrichtungen versehen, um diese beim Stapeln so genau zueinander auszurichten, daß sich kantengerade Stapel bilden.

    [0019] Die Ballastplatten haben in Draufsicht eine etwa kreisabschnittförmige Form, wobei der Kurventeil durch stumpfwinkelig aneinanderschließende gerade Abschnitte gebildet ist. Beidseits einer mittleren Ausnehmung sind die Ballastplatten 6 auf ihren Oberseiten mit Ausnehmungen 32 versehen. In den Ausnehmungen sind Haken 33 befestigt, deren Hakenzinken 34 jeweils nach außen weisen.

    [0020] Die Ausnehmungen 32 sind mit abgeschrägten Seitenwänden 35 versehen, die zum Grund der Ausnehmungen 32 hin aufeinanderzulaufen. Dabei sind die Abstände der Seitenwände und die Abschrägungen so gewählt, daß die in die Ausnehmungen 32 abgesenkten mit Rollen 24 versehenen Enden der Lenker 20, 21 in den Ausnehmungen quer zu der die Haken 33 verbindenden Verbindungslinie 38 zentriert werden.

    [0021] Auch die hinteren Seitenwände 39 der Ausnehmungen 32 sind zu dem Grund 36 hin mit Abschrägungen 39 versehen, deren Abstand etwa dem Abstand der Rollen 24 im gespreizten Zustand der Lenker 20, 21 entspricht.

    [0022] Das Ankuppeln und Lösen der scherenförmigen Lenker 20, 21 an die Ballastplatten vollzieht sich in folgender Weise: Zunächst werden die gespreizten Lenker 20, wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, in Richtung des Pfeils B nach Ausrichtung zu der aufzunehmenden Ballastplatte 6 abgesenkt. Die Rollen 24 laufen sodann die schrägen jeweils außenliegenden Wandungen 39 der Ausnehmungen 32 herab und werden in den Ausnehmungen 32 zentriert. Nach dem Absenken und Einsetzen der Rollen 24 in die Ausnehmungen 32 wird das Hubseil in Richtung des Pfeils C angehoben. Vor oder bei dem Anheben werden die Kniehebellenker 27 durch Verschwenken der Hebel 28 in Richtung der Pfeile A aus ihrer Übertotpunktstellung ausgehoben, so daß die Lenker 20, 21 aufgrund ihrer Zentrierung in den Ausnehmungen 32 längs der Verbindungslinie 38 der Haken 33 aufeinander zu unter Schwerkrafteinwirkung verschwenkt werden können. Da die Lenker 20, 21 bei ihrem Verschwenken aufeinander zu auf der Verbindungslinie 38 verfahren werden, fangen sie in der aus den Fig. 3 bis 7 ersichtlichen Art die Haken 33, so daß die Ballastplatten 6 nur durch Anheben des Hubseils angekuppelt werden.

    [0023] Beim Absetzen der Ballastplatten 6 werden die Lenker 20, 21 durch weiteres Absenken des Hubseils so weit gespreizt, bis die Kniehebellenker 27 aufgrund der Schwerkraftwirkung in ihre aus den Fig. 3 und 4 ersichtliche Übertotpunktstellung fallen, in der sie die Lenker 20, 21 in ihrer gespreizten Stellung halten. In dieser Stellung befinden sich die Rollen 24 an den äußeren abgeschrägten Wänden 39 der Ausnehmungen 32, so daß sie durch das Hubseil ausgehoben werden können, ohne daß ein erneutes Verhaken mit den Haken 33 zu befürchten ist.

    [0024] Zur Zentrierung der Ballastplatten 6 in Richtung der Verbindungslinie 38 der Haken 33 sind seitliche im Querschnitt trapezförmige Wülste 40 an den seitlichen Bereichen der Ballastplatten 6 vorgesehen, die in komplementäre Ausnehmungen an den Unterseiten der Ballastplatten greifen.

    [0025] Zur Ausrichtung quer zu der Verbindungslinie 38 sind an den geraden Seiten der Ballastplatten 6 Steigbügel 41 vorgesehen. Diese Steigbügel sind mit den Enden ihrer Schwenkel an den Oberseiten der Ballastplatten 6 verankert. Die Schenkel sind sodann zweimal rechtwinkelig abgewinkelt, so daß sich senkrecht auf den Ballastplatten ergebende Abschnitte 42, horizontale Abschnitte 43 und senkrecht nach unten weisende Abschnitte 44 ergeben, die durch Stegteile 45 miteinander verbunden sind. Unterhalb der Steigbügel sind die Ballastplatten 6 an ihren Vorderseiten mit Ausnehmungen 46 versehen. Zum zentrierten Absetzen wird das Turmstück 4 soweit gewippt, daß die Rückwände 47 der Ausnehmungen sich leicht an den vorderen senkrecht aufragenden Abschnitten der Schenkel der Steigbügel abstützen. Die Rückseiten 47 gleiten somit an den senkrechten Abschnitten 42 ab, bis die Platten zueinander ausgerichtet aufeinander abgesetzt werden.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zum Ballastieren eines Krans, vorzugsweise eines Untendreher-Turmdrehkrans (1), mit einem Hubseil mit einem Kupplungsteil und mit stapelbaren Ballastplatten (6), die jeweils mit zwei im Abstand voneinander angeordneten Anhängeeinrichtungen zum Anhängen an den Kupplungsteil des Hubseils (12) versehen sind,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß das Kupplungsteil aus zwei gelenkig an einem mit dem Hubseil verbundenen Halteteil (23) schwenkbar gelagerten gleich langen Lenkern (20, 21) gebildet ist, die an ihren freien Enden Ösen tragen und mit einer lösbaren, diese spreizenden Spreizeinrichtung (27) versehen sind und
    daß die Anhängeeinrichtungen aus Haken (33) zum Einhängen in die Ösen mit nach außen gerichteten Hakenzinken (34) bestehen.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Lenkern (20, 21) beidseits der Ösen Laufrollen (24) angeordnet sind.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenker (20, 21) aus parallel zueinander verlaufenden Streben (30) bestehen, deren freien Enden durch Bolzen zur Bildung der Ösen miteinander verbunden sind.
     
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verlängerten Enden der Bolzen Achszapfen zur Lagerung der Laufrollen (24) bilden.
     
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Spreizeinrichtung aus zu einem Kniehebel verbundenen Kniehebellenkern (27) bestehen, deren Enden gelenkig mit den scherenartigen Lenkern (20, 21) verbunden sind, und daß die Lenker (20, 21) mit Anschlägen versehen sind, auf denen sich die Kniehebel (27) nach Verschwenken über ihre gestreckte Totpunktstellung abstützen.
     
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniehebellenker (27) mit mindestens einem über ihre Anlenkungen (25) an den scherenartigen Lenkern (20, 21) hinaus verlängerten Betätigungshebel (28) versehen sind.
     
    7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Haken (33) jeweils in Mulden (32) der Ballastplatten (6) angeordnet sind.
     
    8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Mulde (32) mit Führungen für die Enden der Lenker (20, 21) versehen sind.
     
    9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mulden (32) parallel zur Verbindungslinie (38) der Haken (33) verlaufende Seiten (35) aufweisen, die Führungen für die Laufrollen (34) bilden.
     
    10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Seiten (35) der Mulden (32) in Richtung auf den ebenen Muldengrund (36) hin abgeschrägt sind.
     
    11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die rechtwinkelig zu der Verbindungslinie (38) der Haken (33) verlaufenden Außenseiten (39) in der Mulden (33) abgeschrägt sind und einen Abstand voneinander aufweisen, der dem Abstand der gespreizten Enden der Lenker (20, 21) entspricht.
     
    12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ballastplatten (6) an ihren Oberseiten mit quer zur Verbindungslinie (38) der Haken (33) verlaufenden, im Querschnitt etwa trapezförmigen Wülsten (40) versehen sind, die in komplementäre Ausnehmungen an den Unterseiten gestapelter Platten (6) eingreifen.
     
    13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ballastplatten (6) Anschlägen oder mit Steigbügeln versehen sind, die die Oberseiten der Ballastplatten (6) überragen und in diese aufnehmende Ausnehmungen (46) an den Seiten zu stapelnder Ballastplatten (6) greifen.
     


    Claims

    1. Device for mounting the counterweight of a crane, preferably a bottom-slewing tower crane (1), having a lifting cable with a coupling part and having ballast plates (6) which can be stacked and which are each provided with two suspension devices arranged at a distance from each other for suspension on the coupling part of the lifting cable (12),
    characterized in that the coupling part is formed of two equally long links (20, 21) which are pivotably mounted in an articulated manner on a holding part (23) that is connected to the lifting cable, bear eyes at their free ends and are provided with a detachable spreading device (27) that spreads the said eyes, and
    in that the suspension devices comprise hooks (33) to be hooked into the eyes with hook prongs (34) that are oriented outwards.
     
    2. Device according to Claim 1, characterized in that running rollers (24) are arranged on the links (20, 21), on both sides of the eyes.
     
    3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the links (20, 21) comprise struts (30) which run parallel to each other and whose free ends are connected to each other by bolts in order to form the eyes.
     
    4. Device according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the lengthened ends of the bolts form axle journals for mounting the running rollers (24).
     
    5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the spreading device comprises toggle-lever links (27) which are connected to form a toggle lever whose ends are connected in an articulated manner to the scissors-like links (20, 21), and in that the links (20, 21) are provided with stops on which the toggle levers (27) are supported after being pivoted beyond their extended dead-point position.
     
    6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the toggle-lever links (27) are provided with at least one actuating lever (28) that is lengthened beyond their attachments (25) to the scissors-like links (20, 21).
     
    7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the hooks (33) are in each case arranged in hollows (32) in the ballast plates (6).
     
    8. Device according to Claim 7, characterized in that each hollow (32) is provided with guides for the ends of the links (20, 21).
     
    9. Device according to Claim 7 or 8, characterized in that the hollows (32) have sides (35) which run parallel to the connecting line (38) between the hooks (33) and form guides for the running rollers (34).
     
    10. Device according to one of Claims 7 to 9, characterized in that the sides (35) of the hollows (32) are bevelled in the direction of the flat base (36) of the hollow.
     
    11. Device according to one of Claims 7 to 10, characterized in that the outer sides (39) running at right angles to the connecting line (38) between the hooks (33) are bevelled in the hollows (32) and are at a distance from each other which corresponds to the distance between the spread ends of the links (20, 21).
     
    12. Device according to one of the preceding claims, characterized in that, on their upper sides, the ballast plates (6) are provided with beads (40) which are approximately trapezoidal in cross section, run transversely with respect to the connecting line (38) between the hooks (33) and engage in complementary recesses on the undersides of stacked plates (6).
     
    13. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the ballast plates (6) are provided with stops or with rising hooks, which project beyond the upper sides of the ballast plates (6) and engage in recesses (46) accommodating these on the sides of ballast plates (6) to be stacked.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour monter le contrepoids d'une grue, de préférence d'une grue à tour pivotant à la base (1), comportant un câble de levage avec une pièce de connexion et comportant des plaques de lestage empilables (6) qui sont respectivement munies de deux dispositifs d'attache disposés à distance l'un de l'autre pour l'accrochage à la pièce de connexion du câble de levage (12), caractérisé en ce que la pièce de connexion est formée de deux bras (20, 21) de même longueur, montés de manière pivotante, articulée, sur une pièce de fixation (23) reliée au câble de levage, bras qui comportent des oeillets sur leurs extrémités libres et sont munis d'un dispositif écarteur (27) amovible écartant ces oeillets et en ce que les dispositifs d'attache sont composés de crochets (33), destinés à être accrochés dans les oeillets, comportant des pointes (34) dirigées vers l'extérieur.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que des galets (24) sont disposés des deux côtés des oeillets sur les bras (20, 21).
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les bras (20, 21) sont composés de barres (30) s'étendant parallèlement l'une par rapport à l'autre, barres dont les extrémités libres sont reliées l'une à l'autre par des boulons pour la formation d'oeillets.
     
    4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que les extrémités prolongées des boulons forment des tourillons pour le logement des galets (24).
     
    5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le dispositif écarteur est composé de tiges (27) reliées en un levier à genouillère, tiges dont les extrémités sont reliées de manière articulée aux bras à mode de ciseaux (20, 21) et en ce que les bras (20, 21) sont munis de butées sur lesquelles s'appuient les tiges de levier à genouillère (27) après pivotement au-dessus leur position point mort haut étendue.
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les tiges de levier à genouillère (27) sont munies d'au moins un levier d'actionnement (28) prolongé au-delà de leurs articulations (25) sur les bras à mode de ciseaux (20, 21).
     
    7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les crochets (33) sont respectivement disposés dans des cavités (32) des plaques de lestage (6).
     
    8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que chaque cavité (32) est munie de glissières pour les extrémités des bras (20, 21).
     
    9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que les cavités (32) comportent des côtés (35) s'étendant parallèlement à la ligne de raccordement (38) des crochets (33), côtés qui forment les glissières destinées aux galets (34).
     
    10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que les côtés (35) des cavités (32) sont biseautés en direction du fond plan de la cavité (36).
     
    11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que les côtés externes (39), s'étendant perpendiculairement à la ligne de raccordement (38) des crochets (33), sont biseautés dans les cavités (33) et présentent un écartement les uns des autres qui correspond à l'écartement des extrémités écartées des bras (20, 21).
     
    12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les plaques de lestage (6) sont munies, sur leurs faces supérieures, de bourrelets (40) de forme à peu près trapézoïdale dans la coupe transversale, s'étendant transversalement à la ligne de raccordement (38) des crochets (33), bourrelets qui s'engrènent dans des creux complémentaires situés sur les faces inférieures des plaques empilées (6).
     
    13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les plaques de lestage (6) sont munies de butées ou d'étriers qui dépassent des faces supérieures des plaques de lestage (6) et qui s'engrènent dans ces creux de logement (46) sur les côtés de plaques de lestage (6) à empiler.
     




    Zeichnung