[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Schmelztauchbeschichten
von Metallsträngen, insbesondere von Stahlband, bei dem der Metallstrang vertikal
durch ein das geschmolzene Beschichtungsmetall aufnehmendes Schmelzgefäß und durch
einen vorgeschalteten Führungskanal hindurchgeführt wird, in dem durch ein elektromagnetisches
Feld im Beschichtungsmetall Induktionsströme induziert werden, die in Wechselwirkung
mit dem elektromagnetischen Feld eine elektromotorische Kraft zum Zurückhalten des
Beschichtungsmetalls bewirken.
[0002] Die Schmelztauchveredelung von Bändern aus weichen, unlegierten Stählen ist als vertikale
Feuerverzinkung bekannt und wird in verschiedenen Veröffentlichungen beschrieben.
Bei diesem Verfahren durchläuft ein Metallband ein mit schmelzflüssigem Metall aus
Zink- und / oder Al-Legierungen gefülltes Arbeitsgefäß von unten nach oben, wobei
das Metallband vorher eine Temperaturbehandlung erfahren hat und der Einlauf des Metallbandes
in die Schmelze unter Luftabschluss erfolgt.
[0003] Ein derartiges Verfahren ist z.B. aus der EP 0 673 444 B1 bekannt. Dort ist allerdings
die Aufgabe gelöst, ein Verfahren zu schaffen, um die Beruhigung der Schmelze im Führungskanal
und auch im Behälter zu erzielen, weil die magnetischen Kräfte ungleichmäßig verteilt
sind und Wirbel entstehen. Die bekannte Lösung besteht hierzu darin, dass einem Wanderfeld
im oberen Bereich, in Schmelzgefäßnähe, des Führungskanals, ein konstantes Gleich-
oder Wechselstromfeld entgegengesetzt gerichtet wird, welches eine Durchwirbelung
im Beschichtungsmetall in diesem Bereich dämpft.
[0004] Ein anderes Verfahren sieht vor (WO 96 / 03533), mittels um den Führungskanal angeordneten
Feldgeneratoren, ein oszillierendes Feld zu erzeugen. Die induzierten Kräfte vermögen
jedoch lediglich den elektromagnetischen Verschluss des Führungskanals zu verschließen
und erfüllen sonst keine weiteren Aufgaben.
[0005] Ein steuerbares Magnetfeld dient im Bereich des Durchführkanals zur Bandstabilisierung
( DE 195 35 854 A1).
[0006] Die vorstehend beschriebenen Verfahrensweisen dienen überwiegend zur hydrodynamischen
Dichtung des Beschichtungsmetalls aus dem Behälter nach unten, also den grundsätzlich
erforderlichen physikalischen Größen, die das Verfahren als solches erst möglich machen.
[0007] Der Einsatz von elektromagnetischen Kräften bewirkt die Induktion von Wirbelströmen
in der Schmelze, die senkrechte, resultierende Kräfte in der Schmelze erzeugen. Die
magnetischen Felder erzeugen Kräfte, die senkrecht zur Metallstrang-Oberfläche verlaufen,
die sich für den symmetrischen Fall gerade aufheben, die jedoch mit abnehmendem Abstand
von der Metallstrang-Oberfläche zur Induktor-Oberfläche ansteigen. Die symmetrische
Lage der Felder zu den Oberflächen des Metallstrangs ist jedoch in der Praxis gerade
ein Ausnahmefall, der selten erreicht werden kann. Für den normalen Fall, dass der
Metallstrang die Mittenlage im Induktor verlässt, werden die anziehenden Kräfte hin
zum Induktor, auf den die Startbewegung zunächst zuging, größer und zusätzlich verstärkend
werden die anziehenden Kräfte zum Induktor hin kleiner, von dem die Startbewegung
zunächst wegging.
[0008] Sofern daher die Lage des Metallstrangs im Führungskanal für den magnetohydrodynamischen
Verschluss labil ist, bleibt nur noch der mechanische Längszug, der während des Prozesses
auf dem Metallstrang ruht, der jedoch nicht ausreicht, den Metallstrang in einer stabilen
Mittenlage zu halten.
[0009] Diese Lageinstabilität betrifft zum einen die Mittellage des Metallstrangs und zum
anderen jedoch auch die Form des Metallstrangs parallel zur Stranglaufrichtung im
Führungskanal. Eine in einem Stahlband befindliche leichte Planheitsstörung wird ebenfalls
verstärkt, d.h. ein Cross-Bow im Band wird vergrößert. Erste Versuche haben gezeigt,
dass im magneto-hydrodynamischen Verschluss des Führungskanals Kräfte wirken, die
in Kombination mit der Beschichtungstemperatur zu plastischen Veränderungen der Bandform
führen. Neben den Cross-Bow-Fehlem wurden außerdem S-förmige Bandformfehler parallel
zur Bandlaufrichtung festgestellt. Die beobachteten Kurvenformen der Deformation sind
größer oder gleich der 2. Ordnung.
[0010] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Metallstrang, der sich unter einer
betriebsüblichen Zugspannung der Umlenkrollen-Anordnung befindet und sich im Führungskanal
verformt, in eine etwa mittige glatt gestreckte Lage im Führungskanal zu bringen.
[0011] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zum berührungslosen
Führen des Metallstrangs im Führungskanal bzw. im Induktionskanal ein Kräftegleichgewicht
zwischen dem elektromagnetischen Feld im Metallstrang und im Führungskanal durch Drehen
zumindest des Induktors um seine Längsachse eingestellt wird. Dadurch wird eine S-Form
des Metallstrangs verhindert und der Metallstrang berührt auch nicht die Kanalwandungen
des Führungskanals.
[0012] Dadurch wird ein stabiler Bandlauf erzielt. Ein solches System macht nicht den Versuch,
eine Stabilisierung des Stranglaufs zu erreichen, sondern der Metallstrang wird über
den inneren Querschnitt des Induktors eingestellt.
[0013] Unterstützend hierbei kann wirken, dass die das Verformen des Metallstrangs bewirkenden
Induktionskräfte und / oder die auf den Führungskanal wirkenden Induktionskräfte gemessen
und die Messwerte jeweils in einem Regelkreis zu einem Stellsignal für einen Verdrehantrieb
des Induktors verarbeitet werden.
[0014] Weitere Merkmale bestehen darin, dass der Metallstrang unter einer erhöhten spezifischen
Zugkraft gehalten wird. Diese Verfahrensweise ist möglich, da der Metallstrang vor
dem Einlauf in den Führungskanal mechanisch über ein Rollenpaar geführt und stabilisiert
wird.
[0015] Eine Einrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen, insbesondere von
Stahlband, in der der Metallstrang vertikal durch ein das geschmolzene Beschichtungsmetall
aufnehmendes Schmelzgefäß und durch einen vorgeschalteten Führungskanal hindurchbewegbar
ist, in dem durch ein elektromagnetisches Feld im Beschichtungsmetall Induktionsströme
induzierbar sind, die in Wechselwirkung mit dem elektromagnetischen Feld eine elektromagnetische
Kraft zum Zurückhalten des Beschichtungsmetalls ausüben, löst die eingangs gestellte
Aufgabe dadurch, dass zumindest der Induktor für den Metallstrang mittels eines regelbaren
Verdreh-Antriebs zum durchlaufenden Metallstrang derart im Querschnitt des Führungskanals
ausrichtbar ist, dass der Metallstrang berührungsfrei und etwa mittig innerhalb des
Querschnitts des Führungskanals verläuft. Dadurch wird eine Berührung der Kanalinnenwandung
des Führungskanals vermieden und der Metallstrang kann weitgehend glatt und mittig
geführt werden. Die magnetische Kraftwirkung innerhalb des Führungskanals steht bei
einem bestimmten Verdrehwinkel des Führungskanals im Gleichgewicht mit den Kräften,
die durch die Rollenanordnung zusammen mit der spezifischen Zugkraft im Metallstrang
ausgeübt werden.
[0016] Dadurch wird der Bandlauf stabil und der Metallstrang kann die erwähnte S-Form nicht
mehr annehmen.
[0017] Die geregelte Einstellung kann dabei derart gestaltet sein, dass außen am Induktor
ein Verstellzylinder mit Hebelabstand zu einer lotrechten Drehlängsachse des
[0018] Führungskanals angelenkt ist. Damit kann zumindest auch der Führungskanal unmittelbar
auf die Lage des Metallstrang-Querschnitts eingestellt werden, um den angestrebten
berührungsfreien, weitestgehend mittigen Bandlauf zu gewährleisten.
[0019] Nach weiteren Merkmalen ist vorgesehen, dass der Induktor zusammen mit dem Schmelzgefäß
um die lotrechte Drehlängsachse verdrehbar ist. Dabei können Führungskanal und Schmelzgefäß
eine Einheit bilden.
[0020] Eine Weiterbildung sieht vor, dass ein Regelkreis mit Messgeräten zur Ermittlung
der Metallstrang-Querschnittslage im Führungskanal gebildet ist. Dadurch können die
notwendigen Messwerte für die Stellsignale des Verdreh-Antriebs erhalten werden.
[0021] Eine andere Ausgestaltung besteht darin, dass die Induktionskraft innerhalb des Führungskanals
in Abhängigkeit des Verdrehwinkels des Metallstrangs in einer horizontalen Ebene messbar
ist. Dadurch wird eine zusätzliche Messungsart geschaffen.
[0022] Die Einrichtung ist ferner dahingehend gestaltet, dass die Induktionskraft innerhalb
des Induktors in Abhängigkeit des Verdrehwinkels des Metallstrangs im Gleichgewicht
mit den Kräften messbar und einstellbar ist, die durch eine Anordnung von Umlenkrollen
innerhalb eines Vorwärm-Ofengehäuses entstehen, mittels der der Metallstrang unter
einer Zugkraft transportierbar ist. Dadurch kann die Genauigkeit der Messung noch
gesteigert werden.
[0023] Die Einrichtung kann ferner vorteilhaft derart untergebracht werden, dass das die
Umlenkrollen-Anordnung aufnehmende Ofengehäuse an einer oberen Deckfläche das Schmelzgefäß
mit dem Führungskanal für einen von unten nach oben hindurch bewegten Metallstrang
trägt und dass auf dem Ofengehäuse neben dem Schmelzgefäß und dem Führungskanal der
Verdreh-Antrieb angeordnet ist, der mittels einer Lenkerstange mit dem Schmelzgefäß
und / oder mit dem Führungskanalgehäuse verbunden ist.
[0024] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt und wird nachfolgend
näher erläutert.
[0025] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht des Ofens mit Ofengehäuse, Schmelzgefäß und Führungskanal bzw.
Induktionskanal,
- Fig. 2
- dieselbe Seiten-Ansicht wie Fig. 1 mit dem Verdrehantrieb,
- Fig. 2A
- eine Draufsicht auf dass Schmelzgefäß und den Führungskanal,
- Fig. 3A
- eine Draufsicht auf den Querschnitt des Induktors mit dem Führungskanal ohne die Wirkung
der Induktionskraft,
- Fig. 3B
- den Querschnitt des Induktors mit dem Führungskanal mit wirkender Induktionskraft,
aber ohne Einschalten des Verdreh-Antriebs und
- Fig. 3C
- den Querschnitt des Führungskanals bei wirkender Induktionskraft und eingeschaltetem
Verdreh-Antrieb für den Führungskanal.
[0026] Das Verfahren zum Schmelztauchbeschichten von Metallsträngen 1, insbesondere von
Stahlband 1a, setzt voraus, dass der Metallstrang 1 vertikal (von unten nach oben)
durch ein das geschmolzene Beschichtungsmetall 2 aufnehmendes Schmelzgefäß 3 und durch
einen vorgeschalteten Führungskanal 5 hindurch geführt wird. In dem Führungskanal
5 werden durch ein elektromagnetisches Feld im Beschichtungsmetall 2 Induktionsströme
erzeugt, die in Wechselwirkung mit dem elektromagnetischen Feld des Induktors 4 eine
elektromotorische Kraft zum Zurückhalten des Beschichtungsmetalls 2 gegen Auslaufen
nach unten bewirken.
[0027] Der Metallstrang 1 wird nunmehr dadurch berührungslos zur inneren Führungskanal-Wand
im Führungskanal 5 mittig geführt, indem ein Kräftegleichgewicht zwischen dem elektromagnetischen
Feld des Induktionskanals im Metallstrang 1 und im Führungskanal 5 durch Drehen des
Führungskanals 5 um seine Drehlängsachse 4a stattfindet (erste Alternative).
[0028] Dazu werden die das Verformen des Metallstrangs 1 bewirkenden Induktionskräfte gemessen
und die Messwerte jeweils in einen Regelkreis zu einem Stellsignal für einen Verdrehantrieb
6 des Induktors 4 verarbeitet. Dabei kann der Metallstrang 1 auch unter einer erhöhten
spezifischen Zugkraft gehalten werden.
[0029] Gemäß Fig. 1 findet das Schmelztauchbeschichten von Metallsträngen 1, insbesondere
von Stahlband 1a, das vertikal von unten nach oben durch das das geschmolzene Beschichtungsmetall
2 aufnehmende Schmelzgefäß 3 und durch den vorgeschalteten Führungskanal 5 gezogen
wird, statt. Der Metallstrang 1 wird in einem Ofen 7 vorgewärmt und über eine Rollen-Anordnung
8 mit einer Umlenkrolle 8a in den Führungskanal 5 bzw. den Induktor 4 geführt. Der
Führungskanal 5 hat verfahrensbedingt z.B. eine Öffnungsweite von ca. 20 mm und eine
Höhe ( = Länge) von z.B. 500 mm. In dem Schmelzgefäß 3 findet die Beschichtung statt.
Das Beschichtungsmetall 2 kann z.B. aus einer Zink- oder Aluminium-Legierung bestehen.
Der Induktor 4 ist mittels eines regelbaren Verstellzylinders 9 mit seinem Querschnitt
4b derart in der Lage ausrichtbar, dass der Metallstrang 1 berührungsfrei und weitgehend
mittig innerhalb des Querschnitts 4b des Führungskanals 5 verläuft (vgl. Fig. 2A).
[0030] Am Induktor 4 ist der Verstellzylinder 9 mit Hebelabstand 10 ( z.B. über eine Kolbenstange)
zu der lotrechten Drehlängsachse 4a des Induktors 4 angelenkt.
[0031] Der Führungskanal 5 kann auch zusammen mit dem Schmelzgefäß 3 als Einheit drehbar
sein.
[0032] Der (näher nicht dargestellte) Regelkreis weist Messgeräte zur Ermittlung der Metallstrang-Querschnittslage
im Führungskanal 5 auf. Dabei kann die InduktionsKraft im Induktor 4 in Abhängigkeit
des Verdrehwinkels des Metallstrangs 1 in einer horizontalen Ebene gemessen werden.
Die Induktionskraft ist innerhalb des Induktors 4 in Abhängigkeit des Verdrehwinkels
des Metallstrangs 1 im Gleichgewicht mit den Kräften messbar und einstellbar. Diese
Messwerte werden durch eine Anordnung 8 von Umlenkrollen 8a innerhalb eines Ofengefäßes
7a mitbestimmt, weil der Metallstrang 1 unter einer erhöhten Zugkraft transportiert
wird.
[0033] Das die Rollenanordnung 8 aufnehmende Ofengehäuse 7a ist an einer oberen Deckfläche
11 unter Einschaltung eines Kompensators 12 mit dem Führungskanal 5 bzw. dem Induktor
4 versehen. Der Metallstrang 1 wird durch den Führungskanal 5 von unten nach oben
bewegt. Auf dem Ofengehäuse 7a befindet sich neben dem Schmelzgefäß 3 und dem Induktionskanal
der Verdreh-Antrieb 6, der aus einem regelbaren hydraulischen Verstellzylinder 9 bestehen
kann.
[0034] Gemäß Fig. 3A ( zweite Alternative) ist im Querschnitt 4b der Bandlauf ohne die Wirkung
der Induktionskraft dargestellt. In Fig. 3B findet der Bandlauf unter der Wirkung
der Induktionskraft statt, so dass sich die nachteilige S-Form des Stahlbandes ergibt.
In Fig. 3B ist der Verdreh-Antrieb 6 nicht eingeschaltet. Die bestmögliche Lösung
zeigt daher Fig. 3C, in der der Bandlauf bei eingeschalteter Induktion und eingeschaltetem
Verdreh-Antrieb 6 gezeigt ist, so dass sich dort eine vollständige mittige Lage des
Querschnitts 4b im Führungskanal 5 ergibt.
Bezugszeichenliste
[0035]
- 1
- Metallstrang
- 1 a
- Stahlband
- 2
- geschmolzenes Beschichtungsmetall
- 3
- Schmelzgefäß
- 4
- Induktor
- 4a
- Drehlängsachse
- 4b
- Querschnitt
- 5
- Führungskanal
- 6
- Verdrehantrieb
- 7
- Ofen
- 7a
- Ofengehäuse
- 8
- Rollen-Anordnung
- 8a
- Umlenkrollen
- 9
- Verstellzylinder
- 10
- Hebelabstand
- 11
- obere Deckfläche
- 12
- Kompensator
1. Verfahren zum Schmelztauchbeschichten von Metallsträngen, insbesondere von Stahlband,
bei dem der Metallstrang vertikal durch ein das geschmolzene Beschichtungsmetall aufnehmendes
Schmelzgefäß und durch einen vorgeschalteten Führungskanal hindurchgeführt wird, in
dem durch ein elektromagnetisches Feld im Beschichtungsmetall Induktionsströme induziert
werden, die in Wechselwirkung mit dem elektromagnetischen Feld eine elektromotorische
Kraft zum Zurückhalten des Beschichtungsmetalls bewirken,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum berührungslosen Führen des Metallstrangs im Führungskanal bzw. im Induktionskanal
ein Kräftegleichgewicht zwischen dem elektromagnetischen Feld im Metallstrang und
im Führungskanal durch Drehen zumindest des Induktors um seine Längsachse eingestellt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die das Verformen des Metallstrangs bewirkenden Induktionskräfte und / oder die auf
den Führungskanal wirkenden Induktionskräfte gemessen und die Messwerte jeweils in
einem Regelkreis zu einem Stellsignal für einen Verdrehantrieb des Induktors verarbeitet
werden.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Metallstrang unter einer erhöhten spezifischen Zugkraft gehalten wird.
4. Einrichtung zur Schmelztauchbeschichtung von Metallsträngen, insbesondere von Stahlband,
in der der Metallstrang vertikal durch ein das geschmolzene Beschichtungsmetall aufnehmendes
Schmelzgefäß und durch einen vorgeschalteten Führungskanal hindurchbewegbar ist, in
dem durch ein elektromagnetisches Feld im Beschichtungsmetall Induktionsströme induzierbar
sind, die in Wechselwirkung mit dem elektromagnetischen Feld eine elektromagnetische
Kraft zum Zurückhalten des Beschichtungsmetalls ausüben,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest der Induktor (4) für den Metallstrang (1) mittels eines regelbaren Verdreh-Antriebs
(6) zum durchlaufenden Metallstrang (1) derart im Querschnitt (4b) des Führungskanals
(5) ausrichtbar ist , dass der Metallstrang (1) berührungsfrei und etwa mittig innerhalb
des Querschnitts (4c) des Führungskanals (5) verläuft.
5. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass außen am Induktor (4) ein Verstellzylinder (9) mit Hebelabstand (10) zu einer lotrechten
Drehlängsachse (4b) des Führungskanals (4) angelenkt ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Induktor (4) zusammen mit dem Schmelzgefäß (3) um die lotrechte Drehlängsachse
(4b) verdrehbar ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Regelkreis mit Messgeräten zur Ermittlung der Metallstrang-Querschnittslage im
Führungskanal (5) gebildet ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Induktionskraft innerhalb des Führungskanals (5) in Abhängigkeit des Verdrehwinkels
des Metallstrangs (1) in einer horizontalen Ebene messbar ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Induktionskraft innerhalb des Induktors (4) in Abhängigkeit des Verdrehwinkels
des Metallstrangs (1) im Gleichgewicht mit den Kräften messbar und einstellbar ist,
die durch eine Anordnung (8) von Umlenkrollen (8a) innerhalb eines Vorwärm-Ofengehäuses
(7a) entstehen, mittels der der Metallstrang (1) unter einer Zugkraft transportierbar
ist.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass das die Umlenkrollen-Anordnung (8) aufnehmende Ofengehäuse (7a) an einer oberen Deckfläche
(11) das Schmelzgefäß (3) mit dem Führungskanal (5 ) für einen von unten nach oben
hindurch bewegten Metallstrang (1) trägt und dass auf dem Ofengehäuse (7a) neben dem
Schmelzgefäß (3) und dem Führungskanal (5) der Verdreh-Antrieb (6) angeordnet ist,
der mittels einer Lenkerstange mit dem Schmelzgefäß (3) und / oder mit dem Induktor
(4) verbunden ist.