(19)
(11) EP 1 205 612 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
14.06.2006  Patentblatt  2006/24

(21) Anmeldenummer: 01890310.4

(22) Anmeldetag:  08.11.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E04F 19/06(2006.01)
E04B 1/76(2006.01)

(54)

Abschlussprofil für Dämmplatten von Gebäuden

Front face finishing profile for insulating panels of buildings

Profilé de bordure pour panneaux isolants de bâtiments


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 14.11.2000 AT 19202000

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
15.05.2002  Patentblatt  2002/20

(73) Patentinhaber:
  • Kassmannhuber, Peter
    9701 Rothenthurn (AT)
  • Mick, Stefan, Mag.
    9545 Radenthein (AT)

(72) Erfinder:
  • Kassmannhuber, Peter
    9701 Rothenthurn (AT)
  • Mick, Stefan, Mag.
    9545 Radenthein (AT)

(74) Vertreter: Babeluk, Michael 
Patentanwalt, Mariahilfer Gürtel 39/17
1150 Wien
1150 Wien (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 205 613
US-A- 5 003 743
US-A- 3 568 391
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft ein einteiliges Abschlussprofil für Dämmplatten von Gebäuden, mit einem Befestigungsschenkel zur Befestigung an einer Wand und einem im Wesentlichen normal dazu ausgebildeten Tragschenkel zur Aufnahme einer Dämmplatte und einem Putzsteg der mit dem Tragschenkel verbunden ist.

    [0002] Abschlussprofile für Dämmplatten dienen in erster Linie als Anschlag- bzw. Sockelschienen, auf die die isolierenden Dämmplatten aufgesetzt werden können. Bekannte Abschlussprofile sind aus Metall, wie beispielsweise Aluminium, verzinktem Blech, Edelstahl, etc. gefertigt. Bei bekannten Abschlussprofilen, insbesondere bei Dämmplatten größerer Stärke, treten mitunter Stabilitätsprobleme auf, wobei es durch Verwindung des Abschlussprofils zur Rissbildung in der Fassade kommen kann. Ein Abschlussprofil dieser Art ist etwa aus der DE 295 19 875 U1 bekannt.

    [0003] Die US 3,568,391 A beschreibt ein L-förmiges Abschlussprofil mit einem Befestigungsschenkel zur Befestigung an einer Wand und einem Tragschenkel zur Aufnahme einer Gipsplatte. Auf der Rückseite des Befestigungsschenkels sind Kanäle zur Abführung von Regenwasser vorgesehen.

    [0004] Aus der US 5,003,743 A ist ein L-förmiges Abschlussprofil für Dämmplatten bekannt. Die Enden benachbarter Abschlussprofile werden mittels L-förmigen Koppelungsmittel miteinander verbunden, wobei diese L-förmigen Koppelungsmittel eine Versteifung der Verbindung bewirken.

    [0005] Die EP 1 205 613 A offenbart ein zweiteiliges Abschlussprofil für Dämmplatten von Gebäuden mit einem Befestigungsschenkel und einem Verbindungsschenkel, welches ein mitgeformtes Versteifungselement aufweist, das normal zu einer Längsachse des Abschlussprofils angeordnet ist. Auf den Verbindungsschenkel kann ein separater Aufsatzprofilteil aufgeschoben werden. Für die Frage der erfinderischen Tätigkeit ist dieses Dokument nicht von Bedeutung.

    [0006] Aus der DE 42 35 067 A1 ist eine Sockelleiste für den unteren Abschluss von an Bauwerkswänden anbringbaren Wärmedämmschichten bekannt. Die Sockelleiste besteht aus einem Tragwinkel und einem winkelförmigen Abschlussprofil, welches über winkelförmige Sicherungsteile am Tragwinkel fixiert ist. Durch die mit Versteifungssicken ausgebildeten Sicherungswinkel wird die Lage des Abschlussprofils gegenüber dem Tragwinkel festgelegt. Durch die vielen Einzelteile wird die Handhabung im Baustellenbereich erschwert.

    [0007] Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und bei einem Abschlussprofil der eingangs genannten Art auf möglichst einfache Weise die Bildung von Rissen in der Fassade zu vermeiden.

    [0008] Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, dass das Abschlussprofil zumindest ein mitgeformtes Versteifungselement aufweist und dass das Versteifungselement im Wesentlichen normal zu einer durch die Verschneidungslinie des Befestigungsschenkels mit dem Tragschenkel gebildeten Längsachse des Abschlussprofils angeordnet ist. Ein Verwinden des Abschlussprofils lässt sich vermeiden, wenn das Versteifungselement im Bereich der Längsachse angeordnet ist.

    [0009] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das Versteifungselement L-förmig ausgebildet ist, wobei die Verschneidungslinie der beiden Schenkel des Versteifungselementes im Bereich der Längsachse angeordnet sind, vorzugsweise mit der Längs achse zusammenfallen. Eine besonders einfache Ausführung wird erreicht, wenn das Versteifungselement einstückig mit dem Abschlussprofil ausgeführt ist, wobei vorzugsweise das Abschlussprofil einteilig ausgeführt ist. Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, dass das Versteifungselement durch eine Rippe oder eine Sicke im Befestigungsschenkel und/oder im Verbindungsschenkel gebildet ist.

    [0010] Um eine hohe Steifigkeit zu erreichen ist es vorteilhaft, wenn sich das Versteifungselement - gemessen von der Längsachse - über einen Teilbereich der Breite des Befestigungsschenkels und/oder des Tragschenkels erstreckt, der mindestens ½, vorzugsweise mindestens 2/3 der Schenkelbreite beträgt.

    [0011] Bekannte Abschlussprofile sind vor allem bei hoher Dämmstärke sehr instabil. Um eine höhere Stabilität zu erreichen, werden bekannte Abschlussprofile unter anderem stranggepresst. Dies erfordert bei der Fertigung jedoch einen hohen Material- und Energieeinsatz. Durch die erfindungsgemäßen Versteifungselemente können die gleichen oder bessere Stabilitätsergebnisse wie beim stranggepressten Profil erzielt werden, jedoch mit einem wesentlich geringeren Material- und Energieeinsatz.

    [0012] Das Abschlussprofil kann aus Metall, beispielsweise verzinktem Blech, Aluminium, Edelstahl oder dgl., oder aus Kunststoff, wie PVC, Polystyrol, faserverstärktem Kunststoff oder dgl. bestehen.

    [0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figur näher erläutert.

    [0014] Die Figur zeigt eine Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Abschlussprofiles 1 für Dämmplatten, welches beispielsweise im Sockelbereich einer Wärmedämmfassade von Gebäuden verwendet wird. Das Abschlussprofil 1 besteht aus einem Befestigungsschenkel 2 und einem Tragschenkel 3. Der Befestigungsschenkel 2 weist runde bzw. ovale Öffnungen 4 auf, über welche das einteilige Abschlussprofilteil 1 an einer Wand eines Gebäudes befestigbar ist. Der Tragschenkel 3 dient zur Aufnahme einer nicht weiter dargestellten Dämmplatte. Das Abschlussprofil 1 weist einen im Wesentlichen L-förmigen oder U-förmigen Querschnitt auf und besteht aus Metall, beispielsweise verzinktem Blech, Aluminium oder Edelstahl oder dgl. Das Abschlussprofil 1 kann aber auch aus Kunststoff, beispielsweise PVC, Polystyrol, faserverstärktem Kunststoff oder dergleichen gebildet sein.

    [0015] Mit dem Tragschenkel 3 ist ein Putzsteg 7 verbunden, welcher Öffnungen 8 aufweisen kann, um die Haftung mit einem Armierungsputz zu verbessern. Um die Steifigkeit des Abschlussprofiles 1 zu erhöhen, sind im Bereich des Befestigungsschenkels 2 und des Tragschenkels 3 Versteifungselemente 5 vorgesehen, welche im Ausführungsbeispiel als eingeformte Sicken 6 ausgebildet sind. Alternativ dazu können die Versteifungselemente 5 auch durch Rippen gebildet sein. Die L-förmigen Versteifungselemente 5 sind quer zur Längsachse 1' des Abschlussprofiles 1 so angeordnet, dass die Verschneidungslinie der beiden Schenkel 5a, 5b jedes Versteifungselementes 5 im Bereich der Längsachse 1' liegt. Die Längsachse 1' wird durch die Verschneidungslinie des Befestigungsschenkels 2 mit dem Tragschenkel 3 gebildet.

    [0016] Das Abschlussprofil 1 selbst ist ein teilig ausgeführt.

    [0017] Mit dem beschriebenen Abschlussprofil 1 lässt sich bei relativ großen Dämmplattenstärken eine hohe Stabilität erreichen, wodurch sich die Bildung von Rissen in der Fassade wirksam vermeiden lässt.


    Ansprüche

    1. Einteiliges Abschlussprofil (1) für Dämmplatten von Gebäuden, mit einem Befestigungsschenkel (2) zur Befestigung an einer Wand und einem im Wesentlichen normal dazu ausgebildeten Tragschenkel (3) zur Aufnahme einer Dämmplatte und einem Putzsteg (7) der mit dem Tragschenkel (3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussprofil (1) zumindest ein mitgeformtes Versteifungselement (5) aufweist und dass das Versteifungselement (5) im Wesentlichen normal zu einer durch die Verschneidungslinie des Befestigungsschenkels (2) mit dem Tragschenkel (3) gebildeten Längsachse (1') des Abschlussprofiles (1) angeordnet ist.
     
    2. Abschlussprofil (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement im Bereich der Längsachse (1) angeordnet ist.
     
    3. Abschlussprofil (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement L-förmig ausgebildet ist, wobei die Verschneidungslinie der beiden Schenkel (5a, 5b) des Versteifungselementes (5) im Bereich der Längsachse (1) angeordnet sind, vorzugsweise mit der Längsachse (1) zusammenfallen.
     
    4. Abschlussprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement (5) einstückig mit dem Abschlussprofil (1) ausgeführt ist.
     
    5. Abschlussprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Versteifungselement (5) - gemessen von der Längsachse (1) - über einen Teilbereich der Breite des Befestigungsschenkels (2) und/oder des Tragschenkels (3) erstreckt, der mindestens ½, vorzugsweise mindestens 2/3 der Schenkelbreite beträgt.
     
    6. Abschlussprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Versteifungselement (5) durch eine Rippe oder eine Sicke (6) im Befestigungsschenkel (2) und/oder im Tragschenkel (3) gebildet ist.
     
    7. Abschlussprofil (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es aus Metall oder aus Kunststoff besteht.
     


    Claims

    1. Single-part end profile (1) for insulation panels of buildings, with an attaching leg (2) for wall-mounting, and a supporting leg (3) at a right angle thereto for supporting the insulation panel, and with a plastering strip (7) attached to said supporting leg (3), characterized in that the end profile (1) is provided with at least one stiffening element (5) formed as part of the profile, and that the stiffening element (5) is positioned essentially at a right angle to the longitudinal axis (1') of the end profile (1), which is formed by the intersection line of the attaching leg (2) and the supporting leg (3).
     
    2. End profile (1) according to claim 1, characterized in that the stiffening element is placed in the area of the longitudinal axis (1').
     
    3. End profile (1) according to claim 1 or 2, characterized in that the stiffening element is L-shaped, the intersection line of the two legs (5a, 5b) of the stiffening element (5) being positioned in the area of the longitudinal axis (1'), and preferably coinciding with the longitudinal axis (1').
     
    4. End profile (1) according to any of claims 1 to 3, characterized in that the stiffening element (5) is formed as an integral part of the end profile (1).
     
    5. End profile (1) according to any of claims 1 to 4, characterized in that the stiffening element (5) extends over part of the width of the attaching leg (2) and/or the supporting leg (3), its length, as measured from the longitudinal axis (1'), being at least one half, and preferably two thirds, of the width of the respective leg.
     
    6. End profile (1) according to any of claims 1 to 5, characterized in that the stiffening element (5) is formed by a rib or a bead (6) in the attaching leg (2) and/or the supporting leg (3).
     
    7. End profile (1) according to any of claims 1 to 6, characterized in that it is made of metal or plastic material.
     


    Revendications

    1. Profilé de finition (1) en une seule pièce pour des plaques d'isolation d'immeubles comportant une branche de fixation (2) pour être fixée à un mur et une branche de support (3) essentiellement perpendiculaire à la branche pour recevoir une plaque d'isolation et une branche à crépis (7) reliée à la branche de support (3),
    caractérisé en ce que
    le profilé de finition (1) comporte au moins un élément de rigidification (5) réalisé en même temps et l'élément de rigidification (5) est pour l'essentiel perpendiculaire à l'axe longitudinal (1') du profilé de finition (2) qui passe par l'intersection de la branche de fixation (2) et de la branche de support (3).
     
    2. Profilé de finition (1) selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    l'élément de rigidification est prévu au niveau de l'axe longitudinal (1').
     
    3. Profilé de finition (1) selon la revendication 1 ou 2,
    caractérisé en ce que
    l'élément de rigidification est en forme de L, et la ligne d'intersection des deux branches (5a, 5b) de l'élément de rigidification (5) est au niveau de l'axe longitudinal (1') et de préférence elle coïncide avec l'axe longitudinal (1').
     
    4. Profilé de finition (1) selon l'une des revendications 1 à 3,
    caractérisé en ce que
    l'élément de rigidification (5) fait corps avec le profilé de finition (1).
     
    5. Profilé de finition (1) selon l'une des revendications 1 à 4,
    caractérisé en ce que
    l'élément de rigidification (5), mesuré à partir de l'axe longitudinal (1'), s'étend sur une partie de la largeur de la branche de fixation (2) et/ou de la branche de support (3) qui correspond au moins à 1/2 et de préférence au moins à 2/3 de la largeur de la branche.
     
    6. Profilé de finition (1) selon l'une des revendications 1 à 5,
    caractérisé en ce que
    l'élément de rigidification (5) est formé par une nervure ou une moulure (6) dans la branche de fixation (2) et/ou dans la branche de support (3).
     
    7. Profilé de finition (1) selon l'une des revendications 1 à 6,
    caractérisé en ce qu'
    il est en métal ou en matière plastique.
     




    Zeichnung