[0001] Die Erfindung betrifft anreihbare Elektro-Installationsgeräte gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Anreihbare Elektro-Installationsgeräte sind in vielfältigen Ausführungen bekannt.
Man vergleiche beispielsweise DE-C 43 09 453, DE-C 198 16 554, EP-A 0 715 375 oder
WO92/07396. Diese anreihbaren Installationsgeräte besitzen ein meist quaderförmiges
Gehäuse aus Isoliermaterial mit zwei üblicherweise flachen Stirnseiten. An den Stirnseiten
befinden sich eine männliche bzw. eine weibliche Steckvorrichtung. Werden mehrere
Installationsgeräte modulartig aneinandergereiht, so stellen diese Steckvorrichtungen
sowohl die mechanische als auch die elektrische Verbindung her.
[0003] Es versteht sich, dass diese Steckverbindung ausreichend fest sein muss, um die elektrische
Kontaktsicherheit über lange Zeit gewährleisten zu können. Es ist daher nicht ganz
einfach, einmal zusammengesteckte Installationsgeräte wieder zu trennen. Dies gilt
insbesondere dann, wenn die Installationsgeräte beispielsweise in einen Geräteeinbaukanal
eingebaut sind. In diesem Fall muss der Installateur die Geräte erst aus dem Kanal
lösen, um besser hantieren zu können. Das ist unbefriedigend.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, anreihbare Elektro-Installationsgeräte
derart weiterzuentwickeln, dass zusammengesteckte Geräte problemlos wieder getrennt
werden können.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein anreihbares Elektro-Installationsgerät mit den
Merkmalen des Anspruchs 1.
[0006] Wesentliche Vorteile der Erfindung sind, dass der aus zwei an den Stirnseiten der
Gehäuse vorgesehenen Halbtrichtern gebildete Trichter von der Gerätevorderseite aus
zugänglich ist und dass die Rastzunge durch den Trichter hindurch gelöst werden kann,
so dass auch eingebaute Geräte wieder getrennt werden können. Der Trichter führt das
zur Trennung benutzte Werkzeug, im einfachsten Fall einen handelsüblichen Elektro-Schraubendreher,
und sorgt für die erforderliche Isolierung.
[0007] Vorteilhafterweise ist das Gehäuse quaderförmig. Diese Gehäuseform ist insbesondere
geeignet für Geräte, die in Geräteeinbaukanäle eingesetzt werden sollen.
[0008] Für diesen Anwendungsfall ist das Gehäuse vorzugsweise mit Vorrichtungen zum Befestigen
des Gerätes in dem Geräteeinbaukanal ausgerüstet.
[0009] Eine besonders geeignete Ausführungsform der Erfindung sind Mehrfachsteckdosen.
[0010] Anhand der Zeichnung soll die Erfindung in Form von Ausführungsbeispielen näher erläutert
werden. Es zeigen
- Fig. 1
- in perspektivischer Ansicht eine anreihbare Doppelsteckdose,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die eine Stirnseite der Doppelsteckdose in Fig. 1 und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf einen Leitungsführungskanal mit zwei angereihten Doppelsteckdosen.
[0011] Fig. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung eine Doppelsteckdose 10.1 Diese besitzt
ein quaderförmiges Gehäuse 11 mit zwei Stirnseiten 12. An der Oberseite des Gehäuses
11 erkennt man zwei Steckertöpfe 19.
[0012] An den Stirnseiten 12 sind einerseits eine männliche Steckvorrichtung 13.1, andererseits
eine weibliche Steckvorrichtung 14.1 vorgesehen. Mit Hilfe dieser Steckvorrichtungen
13.1, 14.1 lassen sich mehrere Geräte anreihen, wobei sowohl eine mechanische als
auch eine elektrische Verbindung hergestellt wird.
[0013] Die mechanische Verbindung wird durch eine federnde Rastzunge 20 bewirkt, die hinter
einem korrespondierenden Riegel an der anderen Stirnseite 12 einrastet.
[0014] Oberhalb der Steckvorrichtungen 13.1, 14.1 erkennt man einen Halbtrichter 16.1. An
der anderen Stirnseite befindet sich ebenfalls ein Halbtrichter 15.1 (Fig. 3).
[0015] Fig. 2 zeigt die Ansicht auf die Frontseite 12 der Doppelsteckdose der Fig. 1.
[0016] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf einen Geräteeinbaukanal 1, in den zwei angereihte
Doppelsteckdosen 10.1, 10.2 eingesetzt sind. Hierzu sind die Gehäuse 11 mit Vorrichtungen
17 ausgerüstet, die mit den Deckelhalteprofilen 2 des Geräteeinbaukanals 1 verrasten.
[0017] Zwischen den beiden Geräten 10.1, 10.2 erkennt man den Trenntrichter, gebildet durch
die beiden Halbtrichter 16.1, 15.2, der auch bei eingebauten Geräten 10.1, 10.2 von
der Frontseite derselben bequem zugänglich ist. Mit Hilfe eines in den Trenntrichter
eingeführten Schraubendrehers lassen sich die beiden Steckdosen 10.1, 10.2 wieder
bequem trennen, nachdem der Schraubendreher die Rastzunge 20 unter dem Trenntrichter
gelöst hat. Dazu müssen die Steckdosen 10.1, 10.2 nicht aus dem Kanal 1 herausgenommen
werden.
1. Anreihbares Elektro-Installationsgerät (10.1, 10.2), im wesentlichen umfassend
- ein Gehäuse (11) aus Isoliermaterial mit zwei Stirnseiten (12),
- und einer männlichen und einer weiblichen Steckvorrichtung (13.1, 13.2, 14.1, 14.2)
an den Stirnseiten (12),
gekennzeichnet durch die Merkmale:
- an den Stirnwänden (12) ist je ein Halbtrichter (15.1, 15.2; 16.1, 16.2) vorgesehen,
- bei zusammengesteckten Geräten (10.1, 10.2) bilden zwei Halbtrichter (15.2, 16.1)
einen Trichter,
- unterhalb des Trichters befindet sich
- einerseits eine federnde Rastzunge (20),
- andererseits ein damit korrespondierender Riegel,
- die Rastzunge (20) ist durch den Trichter hindurch zugänglich,
- der Trichter ist von der Gerätevorderseite aus zugänglich,
- die Abmessungen des Trichters sind auf die Abmessungen eines handelsüblichen Elektro-Schraubendrehers
abgestimmt.
2. Elektro-Installationsgerät nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch das Merkmal:
- das Gehäuse (11) ist quaderförmig.
3. Elektro-Installationsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
gekennzeichnet durch das Merkmal:
- das Gehäuse (11) ist mit Vorrichtungen (19) zum Befestigen des Gerätes (10) in einem
Geräteeinbaukanal (1) ausgerüstet.
4. Elektro-Installationsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
gekennzeichnet durch das Merkmal:
- das Gerät ist eine Mehrfachsteckdose.