[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Übernahme von zumindest zwei, in einer Blatt- bzw. Papierlaufrichtung geschuppt angeordneten
Blättern in eine Blatt- bzw. Papierhandhabungsmaschine, in der die zumindest zwei
Blätter nach der Übernahme mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt werden.
[0002] Im Stand der Technik sind Papierhandhabungssysteme bekannt, bei denen beispielsweise
2-nutzig bedruckte Blätter einer Schneidemaschine zugeführt werden, durch diese vereinzelt
werden, und einer anschließenden Weiterverarbeitung bereitgestellt werden. Hierbei
werden die 2-nutzig bedruckten Blätter mittels geeigneter Maschinen, wie z.B. Mergern,
übereinander gelegt und liegen so zur weiteren Verarbeitung an nachfolgenden Papierhandhabungsmaschinen
an.
[0003] Zur Weiterverarbeitung der so bereit gestellten einzelnen Blätter übernehmen die
nachfolgenden Maschinen, pro Maschinentakt, ein bereitgestelltes Blatt, wobei abhängig
von den nachgeschalteten Maschinen beispielsweise aus den bereitgestellten Blättern
einzelne Gruppen gebildet werden müssen, die dann beispielsweise kuvertiert werden.
[0004] Der Taktzyklus, mit der die Schneidemaschine arbeitet und mit der die einzelnen Blätter
an die nachfolgenden Maschinen bereitgestellt werden, ist höher als der Taktzyklus
eines nachfolgenden Kuvertierers. Es sei als Beispiel angenommen, daß während einer
festgelegten Zeitdauer die Schneidemaschine 1000 mal schneiden kann, während der Kuvertierer
100 mal kuvertieren kann. Dies führt dazu, daß in einem ersten Fall, in dem der Kuvertierer
nur einzelne Blätter verarbeitet, die Schneidemaschine regelmäßig angehalten wird,
da zuviele Blätter durch diese bereitgestellt würden, wohingegen in einem zweiten
Fall, in dem der Kuvertierer jeweils fünfzehn Blätter kuvertiert, der Kuvertierer
regelmäßig angehalten werden muß, da die Schneidemaschine nicht ausreichend viele
Blätter bereitstellen kann. Im Stand der Technik sind bereits Lösungen bekannt, die
zur Vermeidung der damit verbundenen Nachteile einen Puffer zwischen die Schneidemaschine
und die nachfolgenden Maschinen schalten, um so einen kontinuierlichen Betrieb der
Schneidemaschine zu ermöglichen. In diesem Fall werden die einzelnen, von der Schneidemaschine
ausgegebenen Blätter in den Puffer eingegeben, und nach Erreichen einer vorbestimmten
Blattzahl, wird z.B. auf eine zweite Pufferebene umgeschaltet, so daß die in der ersten
Pufferebene enthaltenen Blätter der weiteren Verarbeitung zugeführt werden können,
während gleichzeitig in den zweiten Puffer von der Schneidemaschine ausgegebene Blätter
eingegeben werden. Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise in dem US-Patent 5,083,769
beschrieben.
[0005] Der Nachteil solcher Vorrichtungen besteht jedoch darin, daß die Übernahme der von
den Schneidemaschinen ausgegebenen Blättern, die durch den Merger zusammengeführt
wurden, zu lange dauert, nachdem die Blätter einzeln in dem Puffer übergeben werden
müssen. Werden die Blätter paarig bereitgestellt, können zwei Blätter jeweils parallel
übergeben werden. Bei großen Gruppen werden aufeinanderfolgend jeweils zwei Blätter
parallel übergeben. Ferner ergeben sich bei größeren Puffern oder bei ungeraden Blattzahlen
oder Gruppengrößen bzw. bei geraden Blattzahlen und unpaariger Ausgabe Leistungseinbußen,
da solche Systeme zur Bildung einer Gruppe, abhängig von der Blattzahl, zwei oder
mehr Takte benötigen.
[0006] Die US-A-4,040,617 betrifft ein Blattüberlappungsgerät, das zwischen einer schnellen
und einer langsamen Fördereinrichtung positioniert ist, um Blätter von der schnellen
Fördereinrichtung abzubremsen und dieselben auf eine überlappende Weise in die langsame
Fördereinrichtung zu überführen. Es wird ein Blattüberlappungsgerät beschrieben, das
etwas voneinander getrennt angeordnete Blätter, die von einer Schneideeinrichtung
zugeführt werden, von der schnellen auf die langsame Fördereinrichtung überführt.
Die Übernahme von in einer Blattlaufrichtung geschuppt angeordneten Blättern wird
nicht beschrieben.
[0007] Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die eine einfache und beschleunigte
Gruppenbildung mit einer minimalen Anzahl von erforderlichen Maschinentakten in Papierhandhabungssystemen
unterstützen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren nach Anspruch 1 und durch eine Vorrichtung
nach Anspruch 7 gelöst.
[0009] Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Übernahme von zumindest zwei,
in einer Blattlaufrichtung geschuppt angeordneten Blättern in eine Blatthandhabungsmaschine,
in der die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme mit einer ersten Geschwindigkeit
bewegt werden, wobei ein erstes und ein zweites Blatt der zumindest zwei Blätter in
Blattlaufrichtung um einen Versatz beabstandet sind, mit folgenden Schritten:
(a) Zuführen der zumindest zwei Blätter zu der Blatthandhabungsmaschine mit einer
zweiten Geschwindigkeit, wobei die zweite Geschwindigkeit höher ist als die erste
Geschwindigkeit; und
(b) Abbremsen des zweiten Blattes auf eine dritte Geschwindigkeit, sobald das erste
Blatt in der Blatthandhabungsmaschine auf die erste Geschwindigkeit abgebremst wird,
wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
[0010] Die vorliegende Erfindung schafft eine Vorrichtung zur Übernahme von zumindest zwei,
in einer Blattlaufrichtung geschuppt angeordneten Blättern in eine Blatthandhabungsmaschine,
die eine Transporteinheit umfaßt, die die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme
mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt, wobei ein erstes Blatt und ein zweites Blatt
der zumindest zwei Blätter in der Papierlaufrichtung um einen Versatz beabstandet
sind, mit
einer Einlaufrolle, die die zumindest zwei Blätter der Blatthandhabungsmaschine
mit einer zweiten Geschwindigkeit zuführt, wobei die zweite Geschwindigkeit höher
ist als die erste Geschwindigkeit; und
einer Bremsrolle, die das zweite Blatt auf eine dritte Geschwindigkeit abbremst,
sobald das erste Blatt durch die Transporteinheit abgebremst wird, wobei die dritte
Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß durch die erfindungsgemäße
Vorschuppung der zu verarbeitenden Blätter die oben beschriebenen Nachteile im Stand
der Technik überwunden werden können, indem die 2-nutzig bedruckten Blätter mit einem
kleinen Längsversatz übereinandergelegt werden, d.h. die Blätter vorgeschuppt sind,
so daß diese später leicht zu vereinzeln sind. Auf einfache Art und Weise können so
größere Gruppen gebildet werden, indem mit weiteren, bereits vorgeschuppten Blättern,
ein größerer Schuppenstrom gebildet wird. Die im Stand der Technik bekannten Maschinen
ermöglichen eine solche Vorgehensweise nicht, sondern ermöglichen nur die Bildung
des Schuppenstroms aus Einzelblättern oder mit nicht versetztem Doppel-Nutzen. Die
vorliegende Erfindung hat demgegenüber den Vorteil, daß durch das erfindungsgemäße
Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Übernahme in einem Takt zumindest
zwei bereits geschuppt angeordnete Blätter in eine Papierhandhabungsmaschine übernommen
werden können, ohne daß, wie es beim Stand der Technik der Fall wäre, diese vorgeschuppten
Blätter wieder zusammenrutschen würden. Erfindungsgemäß wird dieses Problem dadurch
gelöst, daß das vorauseilende Blatt an der Blattvorderkante und das nacheilende Blatt
an der Blatthinterkante abgebremst wird.
[0012] Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die erste Geschwindigkeit gleich der dritten
Geschwindigkeit.
[0013] Gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung erfolgt anschließend ein
Weitertransport der so gebildeten Gruppe und des sich daraus ergebenden Schuppenstroms
um eine Entfernung, die gleich der Anzahl der Blätter in der Gruppe mal der Schuppenlänge
ist, wobei die Bewegung zu einem nachfolgenden Transport erfolgt, der die Gruppe dann
übernimmt.
[0014] Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist zusätzlich
eine weitere Transporteinheit vorgesehen, an die die in der ersten Transporteinheit
kontinuierlich gesammelten und geschuppt abgelegten Blätter nach Erreichen einer vorbestimmten
Anzahl von Blättern in der ersten Transporteinheit übergeben werden, wobei die zweite
Transporteinheit abhängig von der Anzahl von auszugebenden Blättern getaktet bewegt
wird, so daß der darin abgelegte Schuppenstrom in Richtung einer Ausgabeeinheit bewegt
wird, wobei an der Ausgabeeinheit das jeweils in Papierlaufrichtung vordere Blatt
aus der Papierhandhabungsmaschine ausgegeben wird. Durch diese Ausgestaltung kann
auf einfache Art und Weise durch eine geringfügige Verlängerung des Taktes eine vorbestimmte
Anzahl von Blättern in Form einer Gruppe ausgegeben werden.
[0015] Der Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß diese einen kontinuierlichen
Einlauf der gemergten Blätter ermöglicht und damit einhergehend eine hohe Leistungssteigerung.
Ein Verfahren, welches die Bereitstellung von zumindest zwei Blättern in geschuppter
Form ermöglicht, ist in der DE 199 35 186 A beschrieben.
[0016] Gemäß einem weiteren Vorteil ermöglicht die vorliegende Erfindung den Betrieb einer
Papierhandhabungsmaschine mit mittleren Gruppengrößen, wobei die Anzahl der Blätter
pro Gruppen zwischen den oben genannten Grenzen liegt, bei denen eine Vorläufermaschine
(z.B. Schneidemaschine) oder eine Nachläufermaschine (z.B. Kuvertierer) angehalten
werden muß.
[0017] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen
definiert.
[0018] Anhand der beiliegenden Zeichnungen werden nachfolgend bevorzugte Ausführungsbeispiele
der vorliegenden Erfindung näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Papierhandhabungssystems, in dem die vorliegende
Erfindung implementiert ist;
- Fig. 2A-2E
- eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
- Fig. 3
- eine Seitenansicht eines ersten Abschnitts einer Papierhandhabungsmaschine, die ein
erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung implementiert;
- Fig. 4A-4C
- eine schematische Darstellung der Funktionsweise eines zweiten Abschnitts der Papierhandhabungsmaschine;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht des zweiten Abschnitts der Papierhandhabungsmaschine;
- Fig. 6
- eine Seitenansicht der Papierhandhabungsmaschine mit den in Fig. 3 und 5 dargestellten
Abschnitten; und
- Fig. 7A-7D
- Beispiele für die Transporteinheiten in der Papierhandhabungsmaschine aus Fig. 6.
[0019] Die nachfolgende Beschreibung betrifft ein Papierhandhabungssystem, in dem die erfindungsgemäße
Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren implementiert sind. Hinsichtlich der
einzelnen Figuren wird darauf hingewiesen, daß in diesen gleiche oder gleichwirkende
Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0020] In Fig. 1 ist schematisch ein Beispiel für ein Papierhandhabungssystem dargestellt,
welches im wesentlichen vier getrennte Abschnitte A - D umfaßt.
[0021] Im Abschnitt A des Papierhandhabungssystems werden 2-nutzig bedruckte Blätter 100
einer Schneidemaschine zugeführt, und die Papierbahn wird längs und quer geschnitten,
um die Einzelblätter 100a und 100b zu erhalten, die im Abschnitt B mittels eines Mergers
derart zusammengeführt werden, daß die Blätter 100a und 100b geschuppt zueinander
angeordnet sind, also in einer Blatt- bzw. Papierlaufrichtung P um einen vorbestimmten
Versatz (Schuppenlänge) X verschoben sind. Von dem Mergerabschnitt B werden die zwei
geschuppt angeordneten Blätter 100a und 100b an den Abschnitt C übergeben, in dem
die zugeführten Blätter zwischengespeichert werden, bevor sie im Abschnitt D z.B.
an eine Sammelstation weitergegeben werden.
[0022] Der Abschnitt C ist unterteilt in die Abschnitte C1 und C2, wobei der Abschnitt C1
einen Abschnitt der Blatt- bzw. Papierhandhabungsmaschine darstellt, der nachfolgend
noch anhand der Fig. 3 näher beschrieben wird. Der Abschnitt C2 stellt ebenfalls einen
Abschnitt der Papierhandhabungsmaschine dar, die nachfolgend noch detaillierter anhand
der Fig. 5 beschrieben wird. Der Abschnitt C stellt in seiner Gesamtheit die noch
später in der Fig. 6 beschriebene Papierhandhabungsmaschine dar.
[0023] Im Abschnitt C1 werden die geschuppt angeordneten Blätter 100a und 100b kontinuierlich
zugeführt, bis eine vorbestimmte Anzahl erreicht ist, und dann wird der so gebildete
Schuppenstrom in einem einzigen Takt an den Abschnitt C2 überführt, aus dem dann,
getaktet, einzelne Blätter oder Gruppen von Blättern der Sammelstation zugeführt werden,
wie dies im Detail noch später beschrieben wird.
[0024] Beispielhaft ist in Fig. 1 im Abschnitt A und B dargestellt, wie Einzelblätter bzw.
Gruppen von Blättern in den Doppel-Nutzen angeordnet sind. Blätter, die zur gleichen
Gruppe gehören, sind mit gleichen Kleinbuchstaben bezeichnet. Die Gruppe a umfaßt
lediglich ein Blatt, die Gruppe b umfaßt zwei Blätter, und die Gruppe c umfaßt drei
Blätter.
[0025] Wie später noch anhand der nachfolgenden Figuren beschrieben wird, ermöglicht die
vorliegende Erfindung auf einfachste Art und Weise die Übernahme dieser geschuppt
angeordneten Blätter in den Abschnitt C und die Ausgabe der Blätter gruppenweise an
die nachfolgenden Verarbeitungsmaschinen D.
[0026] Anhand der nachfolgenden Figuren wird eine beispielhafte Papierhandhabungsmaschine
beschrieben, die die vorliegende Erfindung implementiert. In der nachfolgenden Beschreibung
werden zunächst die einzelnen Komponenten der Maschine in den Figuren 3 und 5 beschrieben,
wobei deren Funktionsweise vorab anhand er Figuren 2 und 4 schematisch erläutert wird.
[0027] Wie bereits oben ausgeführt wurde, geht die vorliegende Erfindung von bereits geschuppt
angeordneten Blättern aus, wobei in der nachfolgenden Beschreibung des erfindungsgemäßen
Verfahrens und der erfindungsgemäßen Vorrichtung zunächst der Einfachheit halber davon
ausgegangen wird, daß lediglich zwei geschuppt angeordnete Blätter zu übernehmen sind.
[0028] In Fig. 2 wird das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung
allgemein beschrieben, wobei zunächst, der Einfachheit halber, davon ausgegangen wird,
daß lediglich zwei geschuppt angeordnete Blätter zu übernehmen sind.
[0029] In Fig. 2A ist, schematisch, die Situation dargestellt, in der ein erstes Blatt 200
und ein zweites Blatt 202 in einer Papier- bzw. Blattlaufrichtung einer im Detail
nicht dargestellten Papierhandhabungsmaschine zugeführt werden. Wie zu erkennen ist,
sind das erste Blatt 200 und das zweite Blatt 202 in der Papierlaufrichtung P um den
bereits beschriebenen Versatz X verschoben angeordnet, weisen also eine Schuppenlänge
X auf, die bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel 20 mm beträgt, jedoch im Bereich
von 10 mm bis 50 mm liegen kann.
[0030] Der Versatz X bzw. die Schuppenlänge X ist definiert durch den Abstand der in Papierlaufrichtung
P vorderen Kante 200a des ersten Blattes 200 zu der in Papierlaufrichtung P vorderen
Kante 202a des zweiten Blattes.
[0031] In Fig. 2a ist ferner schematisch eine erste Schuppenrolle 204 dargestellt, die bezüglich
der Blätter 200 und 202 fest angeordnet ist. Die Schuppenrolle 204 ist Bestandteil
einer ersten Transporteinheit, die in den nachfolgenden Figuren noch detaillierter
beschrieben wird. Ferner ist schematisch eine Bremsrolle 206 dargestellt, die bezüglich
der Blätter 200 und 202 zwischen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung
beweglich ist, wobei sich die Bremsrolle 206 in Fig. 2A in ihrer ersten Stellung befindet,
in der diese mit den Blättern 200 und 202 nicht in Eingriff ist.
[0032] Die Blätter 200 und 202 werden durch eine in Fig. 2 nicht dargestellte Zuführungsvorrichtung
mit einer zweiten Geschwindigkeit zugeführt, die gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
etwa 3 m/s beträgt, jedoch auch im Bereich von 2 m/s bis 6 m/s sein kann.
[0033] In Fig. 2B ist die Situation dargestellt, in der das erste Blatt 200, genauer gesagt
dessen Kante 200a die Schuppenrolle 204 erreicht hat. Die Schuppenrolle 204 ist, wie
bereits erwähnt, ein Teil der noch zu beschreibenden Transporteinheit, die die aufgenommenen
bzw. übernommenen Blätter mit einer Geschwindigkeit bewegt, die vorzugsweise ca. 0,25
m/s beträgt, jedoch im Bereich von 0,2 m/s bis 2 m/s liegen kann. Die erste oder Transportgeschwindigkeit
v
1 ist abhängig von der Vordruckhöhe VH, also der Formatlänge in Papierlaufrichtung
P, der Schuppenlänge X und der zweiten oder Zuführgeschwindigkeit v
2 (v
1 = f(VH,X,v
2)).
[0034] Erreichen die Blätter 200, 202 die Schuppenrolle 204, so werden diese von ihrer Zuführungsgeschwindigkeit
abgebremst, und, um zu vermeiden, daß die zwei Blätter 200 und 202 übereinander rutschen,
wird die Bremsrolle 206 von ihrer in Fig. 2A gezeigten ersten Stellung in ihre in
Fig. 2B gezeigte Stellung umgeschaltet, in der dieselbe mit einer in Papierlaufrichtung
hinteren Kante 202b des zweiten Blatts 202 Eingriff nimmt und diese abbremst, so daß
die geschuppte Anordnung der zwei Blätter 200 und 202 beibehalten bleibt. Die Bremsrolle
bewirkt, daß das zweite Blatt 202 auf eine Geschwindigkeit von ca. 2 m/s abgebremst
wird, jedoch kann diese Geschwindigkeit auch im Bereich von 0,2 m/s bis 2 m/s liegen.
Die Bremsrolle 206 wird umgeschaltet, sobald das erste Blatt 206 die Schuppenrolle
204 erreicht hat. Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die erste Geschwindigkeit
(Transportgeschwindigkeit) gleich der dritten Geschwindigkeit (Bremsgeschwindigkeit).
Diese Situation wird bevorzugt, da sich in diesem Fall ein ideales Verhalten bei der
Übernahme ergibt. In diesem Fall ist die Schuppenlänge der übernommenen Blätter gleich
der Schuppenlänge der an der Vorrichtung anliegenden Blätter.
[0035] Die Transporteinheit zum Weiterbewegen der übernommenen Blätter ist kontinuierlich
angetrieben, und nach dem Erreichen der ersten Schuppenrolle 204 werden die zwei Blätter
um eine Entfernung weiterbewegt, die gleich der Anzahl der Blätter mal der Schuppenlänge
X ist.
[0036] In Fig. 2C ist diese Situation zusammen mit dem Einbringen weiterer Blätter in die
Papierhandhabungsmaschine dargestellt. Die Blätter 200 und 200a sind bereits um einen
ersten Teil der Entfernung zwischen der ersten Schuppenrolle 204 und einer zweiten
Schuppenrolle 208 bewegt worden, wobei der Abstand zwischen den zwei Schuppenrollen
204 und 208 gleich der Anzahl der Blätter mal der Schuppenlänge ist. Abhängig von
dem Versatz bzw. der Schuppenlänge X der einzubringenden bzw. zu übernehmenden Blätter
sind die Schuppenrollen entsprechend einstellbar angeordnet, um so unterschiedliche
Formate handhaben zu können. Der Abstand der Rollen ist kleiner als die kleinste mögliche
Vordruckhöhe (Formatlänge bzw. Länge eines Blattes in Papierlaufrichtung gemessen).
Bei einer Formatlänge von 3,5" (8,89 cm) ist der Abstand 3" (7,62 cm), so daß das
Blatt beim Weitertransport von der folgenden Rolle sicher ergriffen wird.
[0037] Ferner sind zusätzlich zwei weitere Blätter 210 und 212 zugeführt worden, und nachdem
diese noch nicht im Bereich der Schuppenrolle 204 angelangt sind, befindet sich die
Bremsrolle 206 in ihrer ersten Stellung, in der keine Ineingriffnahme mit den Blättern
erfolgt.
[0038] In Fig. 2D wurden die Blätter 200 und 202 ausgehend von der Situation in Fig. 2C
weiterbewegt, so daß das Blatt 200 nun an der Schuppenrolle 208 ansteht. Das neue
Blatt 210 erreicht mit seiner in Papierlaufrichtung vorderen Kante 210a die erste
Schuppenrolle 204 und wird an dieser abgebremst, und gleichzeitig erfolgt die Betätigung
der Bremsrolle 206, die von ihrer ersten in ihre zweite Stellung umgeschaltet wird,
um mit einer in Papierlaufrichtung hinteren Kante 212b des zweiten Blattes 212 Eingriff
zu nehmen, um dieses Blatt auf die bereits oben beschriebene Art und Weise abzubremsen,
um so ein Zusammenrutschen der neuen Blätter 210 und 212 zu vermeiden.
[0039] In Fig. 2E ist ein weiteres Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens
dargestellt, bei dem anstelle der bisher beschriebenen zwei Blätter vier Blätter 214,
216, 218, 220 zugeführtt werden. In Fig. 2E ist die Situation dargestellt, in der
das Blatt 214 bereits an der Schuppenrolle 204 angelangt ist, so daß die zugeführten
Blätter abgebremst werden. Um zu vermeiden, daß die übrigen Blätter 216, 218 und 220
zusammenrutschen, wurde zu dem Zeitpunkt, als das erste Blatt 214 die Schuppenrolle
204 erreicht hat, die Bremsrolle 206 in die in Fig. 2E dargestellte zweite Ste1-lung
bewegt, so daß auf die Blätter 216-220 eine Abbremswirkung ausgeübt wird, so daß sich
diese nicht verschieben.
[0040] In Fig. 3 ist ein erster Abschnitt der Papierhandhabungsmaschine gezeigt, die ein
erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung implementiert.
[0041] Der in Fig. 3 dargestellte Abschnitt der Vorrichtung ist in seiner Gesamtheit mit
dem Bezugszeichen 300 versehen. Der Abschnitt 300 umfaßt einen Einlaufabschnitt 302
sowie eine erste Transporteinheit 304.
[0042] Der Einlaufabschnitt 302 umfaßt einen Einlauf 306, der durch zwei in Papierlaufrichtung
P zusammenlaufende Führungen 306a und 306b gebildet ist, und zur Zuführung der zumindest
zwei Blätter in Papierlaufrichtung P zu dem Abschnitt 300 dient. Benachbart zu den
in Papierlaufrichtung P vorderen Enden der Führungen 306a und 306b ist ein Paar von
Einlaufrollen 308a, 308b angeordnet, wobei die Einlaufrolle 308a durch einen, in Fig.
3 nicht dargestellten Motor, angetrieben wird. Die Andruckkraft zwischen den Rollen
308a und 308b kann über eine Einstellschraube 310, mittels der die Stellung der Rolle
308b bezüglich der Rolle 308a verändert werden kann, eingestellt werden. Die Rollen
308a und 308b sind an einem Rahmen 312 des Einlaufabschnitts 302 befestigt. Die Einlaufrollen
308a und 308b sind derart angetrieben, daß zugeführte Blätter mit einer Geschwindigkeit
von 2 m/s bis 6 m/s vorzugsweise von 3 m/s bewegt werden.
[0043] Nachfolgend zu den Einlaufrollen 308a und 308b ist bei dem in Fig. 3 dargestellten
Ausführungsbeispiel eine optionale Falle 314 vorgesehen. Die Falle 314 umfaßt ein
Umlenkelement 316, sowie zwei benachbart zu dem Umlenkelement angeordnete Umlenkführungen
318a und 318b. Die Umlenkeinrichtung 316 kann zwischen der in Fig. 3 dargestellten
Stellung, in der deren in Papierlaufrichtung hintere Spitze benachbart zu der Einlaufrolle
308a angeordnet ist, in eine zweite Stellung umgeschaltet werden, in der die in Papierlaufrichtung
hintere Spitze der Umlenkeinrichtung 316 benachbart zu der Rolle 308b dargestellt
ist. Abhängig von der Stellung der Umlenkeinrichtung wird durch die Umlenkeinrichtung
316 und die jeweilige Umlenkführung 318a bzw. 318b ein erster Blattpfad 320a bzw.
ein zweiter Blattpfad 320b gebildet, über den die zugeführten Blätter in Richtung
der Transporteinheit 304 bewegt werden. Die Falle 314 ermöglicht es, die zugeführten
"Doppelblätter" wahlweise, abhängig von der Stellung der Falle, auf- oder absteigend
geschuppt in Richtung der Transporteinheit 304 zu bewegen.
[0044] Jedem der Blattpfade 320a und 320b ist eine Bremsrolle 323a und 323b zugeordnet.
Durch Betätigung eines magnetischen Stellglieds 324a und 324b wird die jeweilige Bremsrolle
322a bzw. 322b aus ihrer ersten Stellung, in der kein Eingriff mit dem durch die Blattpfade
zugeführten Blättern erfolgt, in ihre zweite Stellung bewegt, in der eine Ineingriffnahme
mit der jeweils hinteren Kante des zweiten Blattes der zugeführten Blätter erfolgt,
um dieses abzubremsen. Durch einen in Fig. 3 nicht dargestellten Motor, sind die beiden
Bremsrollen 322a und 322b angetrieben, wobei die Bremsgeschwindigkeit im Bereich von
0,2 m/s bis 2 m/s ist, vorzugsweise bei 2 m/s.
[0045] Die Bremsrolle 322a wird nach Beendigung der Aktivierung des Stellglieds 324a durch
die Gravitationskraft in ihre erste Stellung zurückbewegt, wohingegen die Rolle 322b
nach Beendigung der Aktivierung des Stellglieds 324b durch die Rückstellkraft einer
Feder 326 in ihre Ruhe- bzw. erste Stellung zurückbewegt wird. Bei einem anderen Ausführungsbeispiel,
beim dem die Gravitationskraft nicht ausreichend ist, um die Bremsrolle 322a ausreichend
schnell zurückzubewegen, ist dieser ebenfalls eine Feder zugeordnet.
[0046] Die erste Transporteinheit 304, die einen Puffer zur Aufnahme einer Vielzahl von
"Doppelblättern" bildet, in dem diese Blätter in geschuppter Art aufgenommen sind,
umfaßt ein Transportband 328, das möglichst kontinuierlich angetrieben ist und über
zwei Führungsrollen 330a und 330b geführt ist, und über einen in Fig. 3 nicht dargestellten
Motor mit einer kontinuierlichen Geschwindigkeit betrieben wird, die im Bereich von
0,2 m/s bis 2 m/s, vorzugsweise bei 0,25 m/s liegt (v
1 = f (VH,X,v
2)). Die Rollen 330a und 330b sind in einem Rahmen 332 getragen, der in Fig. 3 schematisch
dargestellt ist. Ferner sind vier Schuppenrollen 334a-334d vorgesehen, die in Kontakt
mit dem Transportband 328 angeordnet sind, und voneinander um einen Abstand beabstandet
sind, der abhängig ist von der Anzahl der gleichzeitig zugeführten Blätter und dem
Versatz der Blätter. Die einzelnen Schuppenrollen 334a-334d sind beweglich (siehe
Pfeil 336) an einer Kette 338 befestigt, die in Fig. 3 schematisch dargestellt ist.
Die schematisch dargestellte Kette ist über ebenfalls schematisch gezeigte Transportrollen
340a und 340b geführt. Die Kette dient in Verbindung mit den Schuppenrollen dazu,
die Transporteinheit 304 auf bestimmte Formate der Blätter einzustellen. Die beschriebene
Transporteinheit ist lediglich schematisch dargestellt, und es ist offensichtlich,
daß die Anzahl und der Abstand der Rollen von den verwendeten Blättern bzw. Blattformaten
(Vordruckhöhe) und der Anzahl der aufzunehmenden Blätter abhängt. In der Figur ist
ein Beispiel gezeigt, bei der die Rollen um 3" (7, 62 cm) beabstandet angeordnet sind.
[0047] Die Transporteinheit 304 umfaßt ferner, zur sicheren Übernahme der zugeführten Doppelblätter
von dem Einlauf 302, zwei parallel angeordnete Führungen 342 und 344, die sich entlang
der gesamten Transporteinheit 304 erstrecken.
[0048] Die Funktionsweise des Abschnitts 300 ist derart, daß die Doppelblätter über den
Einlaß 306 zugeführt werden, und sobald das erste der Doppelblätter die erste Schuppenrolle
334a erreicht, werden die Doppelblätter abgebremst, und zur Vermeidung eines Aufeinander-Rutschens
der Blätter wird zu dem Zeitpunkt, zu dem eine vordere Kante des ersten Blattes die
Schuppenrolle 334a erreicht, eine der Bremsrollen 322a bzw. 322b durch eine Betätigung
des entsprechenden Stellglieds aktiviert, um so mit einer hinteren Kante des zweiten
Blattes der Doppelblätter Eingriff zu nehmen, so daß ein Aufeinander-Rutschen der
Blätter vermieden wird. Anschließend werden die Blätter durch die Transporteinheit
304 weiterbewegt, wobei gleichzeitig weitere Doppelblätter zugeführt werden, bis eine
vorbestimmte Anzahl von Doppelblättern in der Transporteinheit 304 enthalten ist.
Sobald die vorbestimmte Anzahl der Blätter in der Einheit 304 enthalten ist, werden
diese in einem Takt an eine nachfolgende Transporteinheit, die später noch beschrieben
wird, weitergegeben.
[0049] Hinsichtlich des in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiels wird darauf hingewiesen,
daß die Bereitstellung der Falle und die damit verbundene doppelte Ausführung der
Bremsrollen 322a und 322b optional ist. Die Falle kann beispielsweise ganz weggelassen
werden, oder die doppelten Bremsrollen können beispielsweise durch eine einzelne Bremsrolle,
die der Falle nachgeordnet ist, ersetzt werden.
[0050] Ferner wird darauf hingewiesen, daß anstelle der angetriebenen Bremsrolle auch eine
Bremsrolle verwendet werden kann, die gegenüber herkömmlichen Rollen einen erhöhten
Laufwiderstand hat, so daß durch das Anpressen derselben an eine hintere Kante an
das zweite Blatt eine entsprechende Verzögerung desselben erreicht wird.
[0051] In Fig. 4A bis 4C ist die Funktionsweise eines zweiten Abschnitts der Papierhandhabungsmaschine
schematisch erläutert. Der in Fig. 4 dargestellte Abschnitt der Papierhandhabungsmaschine
dient dazu, eine vorbestimmte Anzahl von Blättern, die in einer Transporteinheit (nicht
gezeigt) angeordnet sind, auf einfache Art und Weise auszugeben.
[0052] In Fig. 4A ist schematisch eine in Papierlaufrichtung P zuletzt angeordnete Transportrolle
400 und eine Ausgaberolle 402 gezeigt. Beispielhaft sei angenommen, daß vier Blätter
410, 412, 414 und 416 geschuppt vorgesehen sind. Die einzelnen Blätter 410 bis 416
sind derart angeordnet, daß deren in Papierlaufrichtung P vorderen Kanten um den Abstand
X versetzt angeordnet sind.
[0053] in Fig. 4B ist die Situation dargestellt, in der aus dem in Fig. 4A dargestellten
Blattstrom nur ein einzelnes Blatt, nämlich das Blatt 410 ausgegeben werden soll.
Dies erfolgt dadurch, daß die Transporteinheit eine Bewegung des Blattstromes um eine
vorbestimmte Entfernung bewirkt, so daß nur die vordere Kante des ersten Blattes 410
in Kontakt mit der Ausgangsrolle 402 gebracht wird. Durch diese getaktete Bewegung
der Blätter und aufgrund der kontinuierlichen Bewegung der Ausgaberolle 402 erfolgt,
wie in Fig. 4B durch den Pfeil angedeutet, die Ausgabe des Blattes 410 von dem Blattstrom.
[0054] In Fig. 4C ist die Situation dargestellt, in der eine Gruppe von Blättern, nämlich
die Blätter 412 und 414 aus dem Blattstrom entfernt werden sollen, wobei auch in diesem
Fall die Transporteinrichtung eine Bewegung der Blätter bzw. des Blattstroms bewirkt,
wobei die bewegte Entfernung durch die Anzahl der Blätter in der Gruppe sowie durch
den Versatz der Blätter bestimmt ist. Durch diese getaktete Bewegung wird bewirkt,
daß zunächst das nunmehr erste Blatt 412 in dem Blattstrom an die Ausgangsrolle 402
gebracht wird und durch diese entfernt wird, und nachfolgend das Blatt 414 an die
Ausgangsrolle 402 gebracht wird und ebenfalls entfernt wird.
[0055] Der Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, daß es aufgrund der geschuppten
Anordnung und der gewählten Art der Bewegung des Blattstroms nicht erforderlich ist,
eine komplette Formatlänge zu fahren, um z.B. zwei Blätter auszugeben, sondern es
ist ausreichend, nur eine Entfernung zu überbrücken, die im wesentlichen durch den
Versatz der angeordneten Blätter bestimmt ist.
[0056] Durch diese Art der Ausgabe der einzelnen Blätter aus dem Blattstrom läßt sich die
bereits anhand der Fig. 1 dargestellte Gruppierung der einzelnen Blätter auf einfache
Art und Weise erreichen, nämlich indem zunächst zur Ausgabe des Einzelblattes a der
mittlerweile vorliegende Schuppenstrom bzw. Blattstrom um den Versatz X bewegt wird,
so daß nur das Blatt a während dieser Bewegung an die Ausgangsrollen 402 angelegt
wird. Auf gleiche Weise erfolgt nachfolgend die Bewegung des Schuppenstroms um eine
etwas größere Entfernung, was durch einen Takt bewirkt wird, der etwas länger ist
als der erste Takt, so daß nacheinanderfolgend die zwei Blätter der Gruppe b an die
Ausgangsrollen angelegt werden. Auf gleiche Art und Weise erfolgt die gruppenweise
Ausgabe der Blätter der Gruppe c.
[0057] In Fig. 5 ist der, anhand der Fig. 4 schematisch beschriebe Abschnitt in einer Ausgestaltung
gemäß einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Der Abschnitt 500 umfaßt eine zweite
Transporteinheit 502 und eine Ausgabeeinheit 504.
[0058] Die zweite Transporteinheit 502 umfaßt ein Paar von Führungen 506 und 508, die sich
von einem Eingang der Transporteinheit 502 zu einem Ausgang 512 derselben erstrecken.
Die Transporteinheit 502 umfaßt ferner ein Transportband 514, das durch einen in Fig.
5 nicht dargestellten Motor getaktet angetrieben werden kann, und über zwei Rollen
516a und 516b getragen ist. Die Rollen 516a und 516b sind ihrerseits an einem Rahmen
518 befestigt, wie dies in Fig. 5 schematisch dargestellt ist.
[0059] Ferner sind vier Transportrollen 520a bis 520d vorgesehen, die mit dem Transportband
514 zusammenwirken, und um einen vorbestimmten Abstand voneinander verschoben angeordnet
sind. Die einzelnen Transportrollen 520a bis 520d sind an einer Kette 522 befestigt,
die schematisch in Fig. 5 dargestellt ist, wobei die Kette 522 ihrerseits über ebenfalls
schematisch dargestellte Rollen 524a und 524b geführt ist. Wie durch den Pfeil 526
gezeigt ist, sind die Rollen entsprechend bewegbar, um so eine Einstellung auf unterschiedliche
Formate zu ermöglichen. Die beschriebene Transporteinheit ist lediglich schematisch
dargestellt, und es ist offensichtlich, daß die Anzahl und der Abstand der Rollen
von den verwendeten Blättern bzw. Blattformaten (Vordruckhöhe) und der Anzahl der
aufzunehmenden Blätter abhängt. In der Figur ist ein Beispiel gezeigt, bei der die
Rollen um 3" (7,62 cm) beabstandet angeordnet sind.
[0060] In der zweiten Transporteinheit 502 werden die in der in Fig. 3 gezeigten, ersten
Transporteinheit aufgenommenen Blätter eingebracht, sobald die erste Transporteinheit
die maximal mögliche oder eine vorbestimmte Blattzahl aufgenommen hat. In der Transporteinheit
502 sind die einzelnen Blätter geschuppt zueinander angeordnet und weisen bezüglich
ihrer jeweils vorderen Kanten in Papierlaufrichtung einen vorbestimmten Versatz auf.
[0061] An den Ausgang 512 der zweiten Transporteinheit 502 schließt sich die Ausgabeeinheit
504 mit ihrem Eingang 528 an, wobei unmittelbar nach dem Eingang 528 eine Stoppereinrichtung
530 vorgesehen ist, die an einem Abschnitt des Rahmens 532 der Ausgabeeinheit 504
befestigt ist.
[0062] Die Stoppereinrichtung ermöglicht das Anhalten bzw. Bereitstellen einer Gruppe von
Blättern. Ist die nachfolgende Papierhandhabungsmaschine, z.B. die Sammelstation,
aufnahmebereit, und wurden die Blätter an der Stopstelle bzw. Stoppereinrichtung bereitgestellt,
ist der Weg in die Sammelstation kürzer, wodurch eine weitere Leistungssteigerung
ermöglicht wird. Als weiteres Beispiel sei ein der Papierhandhabungsvorrichtung nachgeschalteter
Kuvertierer angenommen. Während dieser eine darin befindliche Gruppe von Blättern
oder Einzelblätter kuvertiert, werden keine weiteren Blätter an den Kuvertierer ausgegeben.
In dieser Situation kann durch die Stoppereinrichtung schon die als nächstes zu verarbeitende
Gruppe bzw. als nächstes zu verarbeitende Blatt in Richtung des Ausgangs der Papierhandhabungsmaschine
bewegt werden und am Stopper bereitgestellt werden, so daß, wenn der Kuvertierer zur
Aufnahme der nächsten Gruppe bzw. des nächsten Blattes bereit ist, die zu überbrückende
Strecke kürzer ist als bei einer Zuführung aus der zweiten Transporteinheit, so daß
die Zuführung schneller erfolgt.
[0063] Ferner eröffnet die Stoppereinrichtung, alternativ oder zusätzlich zu der erstgenannten,
oben beschriebenen Funktionalität der Stoppereinrichtung, die Möglichkeit, eine Gruppe
zu "puffern" (zwischenzuspeichern), während der Schuppenstrom bei dem in Fig. 6A gezeigten
Beispiel von der ersten Transporteinheit in die zweite Transporteinheit übergeben
wird. Dadurch wirkt der etwas längere Zwischentakt, der zur Übergabe erforderlich
sein kann, nicht leistungsmindernd.
[0064] In Papierlaufrichtung P hinter der Stoppereinrichtung 530 ist ein Paar von Sensorrollen
534a und 534b angeordnet, mittels dem die zwischen den zwei Rollen 534a und 534b hindurchlaufenden
Blätter gezählt werden. Die Zählung erfolgt derart, daß durch die hindurchlaufenden
Blätter eine entsprechende Beabstandung der zwei Rollen 534a und 534b hervorgerufen
wird, die ihrerseits eine Verschiebung des Signalisierungshebels 536 bezüglich eines
induktiven Meßglieds 538 bewirkt, wodurch sich eine Veränderung der Induktivität einstellt
aufgrund der die Anzahl der zwischenden Rollen 534a und 534b durchlaufenden Blätter
erfaßt werden kann. Bei einem alternativen Ausführungsbeispiel kann der Sensor auch
vor dem Ausgang 512 angeordnet sind.
[0065] In Papierlaufrichtung P hinter den Rollen 534a und 534b befinden sich die Ausgaberollen
540a und 540b, die über in Fig. 5 nicht dargestellte Motoren kontinuierlich mit einer
vorbestimmten Geschwindigkeit angetrieben sind, die im Bereich von 2 m/s bis 5 m/s
liegt, vorzugsweise bei 4,75 m/s. Die Rollen 534 und 540 sind an dem Rahmen 532 des
Abschnitts 504 befestigt. Die Ausgangsrollen 540a, 540b und die letzte Transportrolle
520d sind um eine Entfernung beabstandet,m die sicherstellt, daß ein Ineingriff des
Blattes durch die Ausgangsrollen erfolgt, wenn der Schuppenstrom bewegt wird. Der
Abstand der Rollen ist kleiner als die kleinste mögliche Vordruckhöhe (Formatlänge
bzw. Länge eines Blattes in Papierlaufrichtung gemessen). Bei einer Formatlänge von
3,5" (8,89 cm) ist der Abstand 3" (7,62 cm), so daß das Blatt beim Weitertransport
von der folgenden Rolle sicher ergriffen wird.
[0066] Im Betrieb des Abschnitts 500 wird zunächst bestimmt, wieviele der in der Transporteinheit
502 enthaltenen Blätter während eines Taktes an eine nachfolgende Verarbeitungseinrichtung
auszugeben sind. Abhängig von der Anzahl der auszugebenden Blätter wird bestimmt,
um welche Entfernung der in der Transporteinheit 502 angeordnete Schuppenstrom in
Richtung der Ausgabeeinheit bewegt werden soll, und diese Bewegung wird anschließend
durchgeführt, wobei die Ausgaberollen 540a und 540b das jeweils in Papierlaufrichtung
vordere Blatt des Schuppenstroms abziehen, also für den Fall, daß beispielsweise nur
ein einzelnes Blatt aus dem Schuppenstrom entfernt werden soll, erfolgt eine entsprechende
Bewegung des Schuppenstroms mittels der Transporteinheit 502 derart, daß nur das vorderste
der Blätter den Ausgangsrollen 540a und 540 bereitgestellt wird, so daß während dieses
Taktes nur dieses einzelne Blatt ausgegeben wird. Sollen mehrere Blätter, z.B. drei
Blätter, ausgegeben werden, wird der Schuppenstrom für eine Dauer bewegt, die etwas
größer ist , als die Taktdauer die zur Ausgabe eines einzigen Blattes erforderlich
ist, jedoch deutlich niedriger ist als zur Ausgabe zwei getrennter Blätter, so daß
die in diesem Fall nacheinander an den Ausgaberollen ankommende Blätter der nachfolgenden
Verarbeitungseinheit zugeführt werden. Hierdurch wird innerhalb einer Zeit eine Gruppe
bereitgestellt, die deutlich kürzer ist als die Zeitdauer, die herkömmlicherweise
erforderlich ist, um beispielsweise drei einzelne Blätter für eine Gruppe einer nachfolgenden
Bearbeitungseinheit zuzuführen.
[0067] Abhängig von der Anzahl der auszugebenden Blätter, also der Größe der Gruppe werden
die Blätter stärker beschleunigt, um so eine möglichst hohe Geschwindigkeit bei der
Ausgabe zu erreichen.
[0068] In Fig. 6A ist die gesamte Papierhandhabungsmaschine 600 dargestellt, und wie zu
erkennen ist, setzt sich diese aus dem Abschnitt 300 und dem Abschnitt 500 zusammen,
wobei der Abschnitt 500 dem Abschnitt 300 in Papierlaufrichtung p folgt. Anstelle
der in Fig. 6A dargestellten Konfiguration der Papierhandhabungsmaschine sind jedoch
auch noch andere Konfigurationen möglich.
[0069] In Fig. 6B ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Papierhandhabungsmaschine 602
dargestellt, bei der die Transporteinheiten 304 und 502 parallel zueinander angeordnet
sind, zwischen der Einlaufeinheit 302 und der Ausgabeeinheit 504. Eine Umlenkeinrichtung
604 ist zwischen der Einlaufeinheit 302 und den zwei Transporteinheiten 304 und 502
angeordnet, die wirksam ist, um zunächst Doppelblätter einer der zwei Transporteinrichtungen
zuzuführen. Sobald die vorbestimmte oder maximal mögliche Blattzahl in einer der Transporteinrichtungen
aufgenommen ist, wird die Umlenkeinrichtung auf die andere der zwei Transporteinheiten
umgeschaltet, und die Doppelblätter werden in kontinuierlicher Form der weiteren Transporteinheit
zugeführt. Gleichzeitig wird der Betrieb der ersten Transporteinheit von kontinuierlich
auf getaktet umgestellt, und die vorbestimmte Anzahl von Blättern wird gruppenweise
auf die im vorhergehenden beschriebene Art und Weise getaktet über die Vorrichtung
606 an die Ausgabeeinheit 504 weitergeleitet.
[0070] Neben den in den vorhergehenden Figuren beschriebenen Ausgestaltungen der Transporteinheiten
sind auch andere Realisierungen möglich, insbesondere auch im Zusammenhang mit der
Einstellung der entsprechenden Formate.
[0071] Anhand der Fig. 7 werden nachfolgend weitere Ausgestaltungen der Transporteinheiten
und der Formateinstellungen näher beschrieben.
[0072] In Fig. 7A sind die zwei Transporteinheiten 304 und 502 dargestellt, wobei die entsprechende
Einstellung der Formate durch eine entsprechende Erhöhung und Reduzierung der Anzahl
von Schuppenrollen 334 bzw. Transportrollen 520 erreicht wird. Abhängig von dem Format
werden mehr oder weniger Rollen verwendet.
[0073] In Fig. 7B sind die Transporteinheiten 304 und 502 dargestellt, wobei die Transportbänder
in diesem Fall durch sogenannte Vakuumriemen realisiert sind. In Fig. 7C ist eine
weitere Ausgestaltung dargestellt, bei der die Transporteinheiten 304 und 502 einstückig
ausgeführt sind. In Fig. 7D ist ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Formateinstellung
gezeigt.
[0074] Wie aus der obigen Beschreibung der vorliegenden Erfindung deutlich wird, erreicht
diese gegenüber den im Stand der Technik bekannten Vorrichtungen, durch die Vorschuppung,
den kontinuierlichen Einlauf und den getakteten Auslauf eine Mehrzahl von Vorteilen.
[0075] Die 2-nutzig bedruckten Blätter werden übereinander gelegt, und zwar mit einem geringen
Längsversatz, so daß diese Blätter vorgeschuppt sind und später leicht zu vereinzeln
sind. Wenn größere Gruppen gebildet werden, wird mit den weiteren, vorgeschuppten
Blättern ein größerer Schuppenstrom gebildet. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten
Maschinen ist dies nur mit Einzelblättern oder mit nicht versetzten Doppelnutzen möglich.
Versetzte, d.h. vorgeschuppte Blätter, würden in solchen Maschinen wieder zusammenrutschen.
Dieses Problem wird, wie im vorhergehenden beschrieben, dadurch gelöst, daß das voreilende
Blatt an der Blattvorderkante und das nacheilende Blatt an der Blatthinterkante abgebremst
wird. Zum Weitertransport der Gruppe wird der Schuppenstrom zu einem nachfolgenden
Transport bewegt, der die Gruppe übernimmt, wobei der Weg, um den der Schuppenstrom
bewegt wird, gleich der Anzahl der Blätter mal der Schuppenlänge ist.
[0076] Die oben beschriebene Papierhandhabungsmaschine ermöglicht den kontinuierlichen Einlauf
von gemergten Blättern und somit eine hohe Leistungssteigerung, da auch bei Gruppentrennung
innerhalb der gemergten Blätter diese vom Vorläufer miteinander ausgegeben werden
können. Somit ist nur ein Takt erforderlich. Dies ermöglicht die Verwendung von kontinuierlich
laufenden Vorläufern, z.B. Rotationsschneidemaschinen u.ä., was eine weitere Leistungssteigerung
bedeutet.
[0077] Wie im vorhergehenden beschrieben, ist gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung eine Papierhandhabungsmaschine gebildet, die im wesentlichen aus einem Einzugstransport
mit Bremse, einer Falle, einem Schuppentransport, und einem Ausgabetransport besteht,
wie sie im vorhergehenden anhand der Figuren beschrieben wurden. Die Einzugstransportvorrichtung
mit Bremse dient dazu, ein Verrutschen oder Beschädigen der einlaufenden Blätter zu
vermeiden, und, wie auch schon beschrieben wurde, können die Schuppentransporte in
zwei Ebenen angeordnet sein, und sind voneinander unabhängig betreibbar.
[0078] Beim Betrieb der im vorhergehenden beschriebenen Papierhandhabungssysteme wird zunächst
in einer Schneidemaschine (Fig. 1) eine Papierbahn längs- und quer geschnitten. Die
so geschnittenen Blätter werden jeweils paarig nebeneinander an den Merger (Fig. 1)
übergeben, der die Blätter mit einem leichten Längsversatz übereinanderlegt.
[0079] Die von dem Vorläufer übereinander geführten (gemergten) Blätter werden mit einem
kleinen Längsversatz von ca. 20 mm vom Einzugstransport 302 der Papierhandhabungsmaschine
übernommen. Die Vorderkante des vorauseilenden Blattes wird an der Schuppenrolle 334a
gebremst, das nacheilende Blatt wird an der Hinterkante gebremst. Hierdurch wird vermieden,
daß die Blätter wieder übereinander geschoben werden. Weitere "Doppelblätter" werden,
abhängig von der Stellung der Falle 314, wahlweise auf- oder absteigend geschuppt,
kontinuierlich in die Transporteinheit 304 des Puffers transportiert, bis die Strecke
ganz gefüllt ist.
[0080] Bei dem anhand der Fig. 6A beschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Transporteinheiten
bzw. die Puffer hintereinander angeordnet, wobei der neu gebildete Schuppenstrom in
der ersten Transporteinheit 302 nach dem Erreichen einer vorbestimmten Anzahl von
Blättern, und wenn die zweite Transporteinheit geleert ist, in einem Zwischentakt
vollständig von der ersten Transporteinheit an die zweite Transporteinheit übergeben
wird.
[0081] Bei der in Fig. 6B gezeigten Anordnung wird bei Erreichen des Füllzustandes der ersten
Transporteinheit 302 die Umschalteinrichtung 604 aktiviert, so daß, während die Blätter
jetzt in die zweite Ebene auf die oben beschriebene Art und Weise einlaufen, die erste
Ebene getaktet entleert wird.
[0082] Durch den Längsversatz der einzelnen Blätter können durch einen kurzen oder längeren
Vorschub (Takt) einzelne Blätter oder ganze Gruppen in der richtigen Blattfolge an
den Ausgabetransport 504 übergeben werden. Dieser übergibt die Gruppe dann z.B. an
eine Sammelstation, in der die Blätter längs und quer aufgestoßen werden, damit sie
exakt übereinander liegen. Danach wird die Gruppe an einen Nachläufer, z.B. ein Falzwerk
oder eine Kuvertiermaschine, übergeben.
[0083] Die Vorteile der vorliegenden Erfindung bestehen darin, daß sehr hohe Blattleistungen
erreicht werden können, da kontinuierlich Blätter aufgenommen werden können, ohne
daß auf Gruppenwechsel geachtet werden müßte. Ein weiterer Vorteil besteht darin,
daß die Vorläufer- und Nachläufermaschinen unabhängig voneinander betrieben werden
können, d.h., die Schneidemaschine und die Sammelstation bremsen sich beispielsweise
nicht gegenseitig aus. Durch die Schuppung der Blätter wird eine leichte Vereinzelung
bzw. Gruppenbildung ermöglicht.
[0084] Gemäß der vorliegenden Erfindung kann durch die Vorschuppung eine schnelle Gruppenbildung
bei einer geringen Geschwindigkeit erreicht werden. Bei paarigen oder unpaarigen Gruppen
existieren keine Leistungsunterschiede, große Gruppen können mit nur einem geringfügig
längeren Takt gehandhabt werden, ein Start-Stop-Betrieb der Schneidemaschine wird
vermieden, so daß sich eine höhere Blattleistung ergibt, und es besteht ein geringes
Funktionsrisiko aufgrund der relativ geringen Transportgeschwindigkeiten.
1. Verfahren zur Übernahme von zumindest zwei, in einer Blattlaufrichtung (P) geschuppt
angeordneten Blättern (200, 202) in eine Blatthandhabungsmaschine (600, 602), in der
die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme mit einer ersten Geschwindigkeit bewegt
werden, wobei ein erstes und ein zweites Blatt der zumindest zwei Blätter in Blattlaufrichtung
(P) um einen Versatz (X) beabstandet sind,
gekennzeichnet durch folgende Schritte:
(a) Zuführen der zumindest zwei Blätter (200, 202) zu der Blatthandhabungsmaschine
mit einer zweiten Geschwindigkeit, wobei die zweite Geschwindigkeit höher ist als
die erste Geschwindigkeit; und
(b) Abbremsen des zweiten Blattes (202) auf eine dritte Geschwindigkeit, sobald das
erste Blatt (200) in der Blatthandhabungsmaschine auf die erste Geschwindigkeit abgebremst
wird, wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger ist als die zweite Geschwindigkeit.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem eine in Blattlaufrichtung (P) vordere Kante (200a)
des ersten Blattes (200) und eine in Blattlaufrichtung (P) vordere Kante (202a) des
zweiten Blattes (202) um den Versatz (X) verschoben sind, wobei das erste Blatt an
dessen vorderer Kante und das zweite Blatt (202) an einer in Blattlaufrichtung (P)
hinteren Kante (202b) abgebremst wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2 mit folgenden Schritten:
(c) Weiterbewegen der zumindest zwei Blätter (200, 202) in der Blatthandhabungsmaschine
um eine Entfernung, die durch das Blattformat und den Versatz bestimmt ist; und
(d) Wiederholen der Schritte (a) bis (c) für ein weiteres, in Blattlaufrichtung (P)
geschuppt angeordnetes Blattpaar (210, 212).
4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem das weitere Blattpaar aufsteigend oder absteigend
geschuppt in der Blatthandhabungsmaschine abgelegt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem die erste Geschwindigkeit 0,25
m/s, die zweite Geschwindigkeit 3 m/s und die dritte Geschwindigkeit 2 m/s ist.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem die dritte Geschwindigkeit gleich
der ersten Geschwindigkeit ist.
7. Vorrichtung zur Übernahme von zumindest zwei, in einer Blattlaufrichtung (P) geschuppt
angeordneten Blättern in eine Blatthandhabungsmaschine (600, 602), die eine erste
Transporteinheit (304) umfaßt, die die zumindest zwei Blätter nach der Übernahme mit
einer ersten Geschwindigkeit bewegt, wobei ein erstes und ein zweites Blatt der zumindest
zwei Blätter in der Blattlaufrichtung (P) um einen Versatz (X) beabstandet sind,
gekennzeichnet durch
eine Einlaufrolle (308a, 308b), die die zumindest zwei Blätter der Blatthandhabungsmaschine
mit einer zweiten Geschwindigkeit zuführt, wobei die zweite Geschwindigkeit höher
ist als die erste Geschwindigkeit; und
eine Bremsrolle (322a, 322b), die das zweite Blatt auf eine dritte Geschwindigkeit
abbremst, sobald das erste Blatt durch die Transporteinheit (304) abgebremst wird, wobei die dritte Geschwindigkeit niedriger
ist als die zweite Geschwindigkeit.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Transporteinheit (304) eine erste Schuppenrolle
(334a) umfaßt, die mit einer in Blattlaufrichtung (P) vorderen Kante des ersten Blattes
Eingriff nimmt, und bei der die Bremsrolle (322a, 322b) mit einer in Blattlaufrichtung
hinteren Kante des zweiten Blattes Eingriff nimmt, sobald die Schuppenrolle (334a)
mit dem ersten Blatt in Eingriff ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, bei der die Transporteinheit (304) ein im wesentlichen
kontinuierlich angetriebenes Transportband (328) und eine Mehrzahl von Schuppenrollen
(334a - 334d) umfaßt, die gegen das Transportband (328) vorgespannt sind, und in Blattlaufrichtung
(P) um eine Entfernung beabstandet sind, die durch das Blattformat und den Versatz
(X) bestimmt ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9 mit einer Falle (314), die zwischen der
Einlaufrolle (308a, 308b) und der ersten Schuppenrolle (334a) angeordnet ist, wobei
die Falle (314) in einer ersten Stellung ein absteigendes Schuppen von Blättern und
in einer zweiten Stellung ein aufsteigendes Schuppen von Blättern bewirkt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die Bremsrolle (322a) einem ersten Blattpfad
(320a) zugeordnet ist, den die zumindest zwei Blätter durchlaufen, wenn die Falle
(314) in der ersten Stellung ist, wobei eine weitere Bremsrolle (322b) vorgesehen
ist, die einem zweiten Blattpfad (320b) zugeordnet ist, den die zumindest zwei Blätter
durchlaufen, wenn die Falle (314) in der zweiten Stellung ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, bei der die Blatthandhabungsmaschine
folgende Merkmale umfaßt:
eine zweite Transporteinheit (502), die in Blattlaufrichtung (P) nach der ersten Transporteinheit
(304) angeordnet ist, wobei die erste Transporteinheit (304) die Blätter kontinuierlich
sammelt und an die zweite Transporteinheit (502) übergibt, wenn eine vorbestimmte
Anzahl von Blättern in der ersten Transporteinheit (304) angeordnet sind, wobei die
Blätter in der zweiten Transporteinheit (502) in einer Blattlaufrichtung (P) derart
geschuppt angeordnet sind, daß in Blattlaufrichtung die vorderen Kanten der Blätter
um einen Versatz beabstandet sind, wobei die zweite Transporteinheit (502) die Blätter
getaktet bewegt, derart, daß sich die Blätter um eine vorbestimmte Entfernung in Blattlaufrichtung
(P) verschieben, wobei die Entfernung von der Anzahl der auszugebenden Blätter und
dem Versatz abhängt; und
eine Ausgabeeinheit (504), die bei einer Bewegung der Blätter in der Transporteinheit
(502) das jeweils in Blattlaufrichtung vordere Blatt aus der Papierhandhabungsmaschine
ausgibt.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 11, bei der die Blatthandhabungsmaschine
folgende Merkmale umfaßt:
eine zweite Transporteinheit (502), die parallel zu der ersten Transporteinheit (304)
angeordnet ist,
eine Umlenkeinrichtung (604), die in Blattlaufrichtung (P) vor der ersten und der
zweiten Transporteinheit (304, 502) angeordnet ist, und in einer ersten Stellung Blätter
zu der ersten Transporteinheit (304) und in einer zweiten Stellung Blätter zu der
zweiten Transporteinheit (402) führt, wobei die Umlenkeinrichtung (604) von der ersten
in die zweite Stellung umschaltet, wenn in der jeweiligen Transporteinheit eine vorbestimmte
Anzahl von Blättern aufgenommen ist, und
einer in Blattlaufrichtung hinter der ersten und der zweiten Transporteinheit (304,
502) angeordneten Ausgabeeinheit (504),
wobei die Transporteinheit, der keine Blätter zugeführt werden, die Blätter getaktet
bewegt, derart, daß sich die Blätter um eine vorbestimmte Entfernung in Blattlaufrichtung
verschieben, wobei die Entfernung von der Anzahl der auszugebenden Blätter und dem
Versatz abhängt;
wobei die Ausgabeeinheit (504) bei der Bewegung der Blätter ein jeweils in Blattlaufrichtung
(P) vorderes Blatt aus der Papierhandhabungsmaschine ausgibt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, bei der die zweite Transporteinheit (502) ein
Transportband (514) und eine Mehrzahl von Transportrollen (520a - 520d) umfaßt, die
gegen das Transportband (514) vorgespannt sind, und in Blattlaufrichtung (P) um eine
Entfernung beabstandet sind, die durch den Versatz (X) und das Blattformat bestimmt
ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei der die Ausgabeeinheit (504) einen
Zähler (534a, 534b, 536, 538) umfaßt, der die Anzahl der ausgegebenen Blätter erfaßt.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 15, bei der die dritte Geschwindigkeit
gleich der ersten Geschwindigkeit ist.
1. A method of transferring at least two sheets (200, 202), which are arranged in a shingled
mode of arrangement in a sheet transport direction (P), to a sheet handling machine
(600, 602) in which the at least two sheets are moved at a first speed after the transfer,
a first and a second sheet of the at least two sheets being spaced by a certain length
of displacement (X) in the sheet transport direction (P), the method comprising the
following steps:
(a) supplying the at least two sheets (200, 202) to the sheet handling machine at
a second speed, the second speed being higher than the first speed; and
(b) decelerating the second sheet (202) to a third speed as soon as the first sheet
(200) is decelerated to the first speed in the sheet handling machine, the third speed
being lower than the second speed.
2. A method according to claim 1, wherein an edge of the first sheet (200) which is the
leading edge (200a) in the sheet transport direction (P) and an edge of the second
sheet (202) which is the leading edge (202a) in the sheet transport direction (P)
are displaced relative to one another by the length of displacement (X), the first
sheet being decelerated at the front edge thereof and the second sheet (202) being
decelerated at the edge constituting the rear edge (202b) in the sheet transport direction
(P).
3. A method according to one of the claims 1 to 2, the method comprising the following
steps:
(c) advancing the at least two sheets (200, 202) in the sheet handling machine by
a distance which is determined by the sheet format and the length of displacement;
and
(d) repeating steps (a) to (c) for an additional pair of sheets (210, 212) arranged
in a shingled mode of arrangement in the sheet transport direction (P).
4. A method according to claim 3, wherein the additional pair of sheets is deposited
in the sheet handling machine shingled in an ascending or descending mode.
5. A method according to one of the claims 1 to 4, wherein the first speed is 0.25 m/s,
the second speed is 3 m/s, and the third speed is 2 m/s.
6. A method according to one of the claims 1 to 5, wherein the third speed is equal to
the first speed.
7. A device for transferring at least two sheets, which are arranged in a shingled mode
of arrangement in a sheet transport direction (P), to a sheet handling machine (600,
602) which comprises a first transport unit (304) which moves the at least two sheets
at a first speed after the transfer, a first and a second sheet of the at least two
sheets being spaced by a certain length of displacement (X) in the sheet transport
direction (P), the device com-prising:
a feed roll (308a, 308b) which feeds the at least two sheets to the sheet handling
machine at a second speed, the second speed being higher than the first speed; and
a brake roll (322a, 322b) which decelerates the second sheet to a third speed as soon
as the first sheet is decelerated by the transport unit (304), the third speed being
lower than the second speed.
8. A device according to claim 7, wherein the transport unit (304) comprises a first
shingle roll (334a) which engages the edge of the first sheet constituting the leading
edge in the sheet transport direction (P), and wherein, as soon as the shingle roll
(334a) has engaged the first sheet, the brake roll (322a, 322b) engages the edge of
the second sheet constituting the trailing edge in the sheet transport direction.
9. A device according to claim 7 or 8, wherein the transport unit (304) comprises a substantially
continuously driven conveying belt (328) and a plurality of shingle rolls (334a -
334d) which are pretensioned towards the conveying belt (328) and which are spaced
apart in the sheet transport direction (P) by a distance determined by the sheet format
and the sheet displacement (X).
10. A device according to one of the claims 7 to 9 comprising a trap (314), which is arranged
between the feed roll (308a, 308b) and the first shingle roll (334a), the trap (314)
causing descending shingles of sheets in a first position and ascending shingles of
sheets in a second position.
11. A device according to claim 10, wherein the brake roll (322a) is associated with a
first sheet path (320a) along which the at least two sheets travel when the trap (314)
is at the first position, an additional brake roll (322b) being provided, which is
associated with a second sheet path (320b) along which the at least two sheets travel
when the trap (314) is at the second position.
12. A device according to one of the claims 7 to 11, wherein the sheet handling machine
comprises:
a second transport unit (502), which is arranged after the first transport unit (304)
in the sheet transport direction (P), the first transport unit (304) collecting the
sheets continuously and transferring them to the second transport unit (502), when
a predetermined number of sheets is arranged in the first transport unit (304), the
sheets in the second transport unit (502) being arranged in a shingled mode of arrangement
in a sheet transport direction (P) in such a way that the leading edges of the sheets
in the sheet transport direction are spaced apart by a certain length of displacement,
the second transport unit (502) moving the sheets in a clocked mode in such a way
that the sheets are displaced by a predetermined distance in the sheet transport direction
(P), the distance depending on the number of sheets to be distributed and on the sheet
displacement; and
a distributing unit (504) which, when the sheets move in the transport unit (502),
discharges from the sheet handling machine the respective leading sheet in the sheet
transport direction.
13. A device according to one of the claims 7 to 11, wherein the paper handling machine
comprises:
a second transport unit (502) which is arranged such that it extends parallel to the
first transport unit (304),
a deflection means (604) which is arranged in front of the first and second transport
units (304,502) when seen in the sheet transport direction (P) and which conducts
sheets to the first transport unit (304) when occupying a first position and sheets
to the second transport unit (402) when occupying a second position, the deflection
means (604) switching over from the first to the second position, when a predetermined
number of sheets has been received in the respective transport unit, and
a distributing unit (504) arranged after the first and second transport unit (304,
502) when seen in the sheet transport direction,
wherein the transport unit having no sheets supplied thereto moves the sheets in
a clocked mode in such a way that the sheets are displaced by a predetermined distance
in the sheet transport direction, the distance depending on the number of sheets to
be distributed and on the sheet displacement;
wherein, when the sheets are being moved, the distributing unit (504) discharges from
the paper handling machine the respective leading sheet in the sheet transport direction
(9)
14. A device according to claim 12 or 13, wherein the second transport unit (502) comprises
a conveying belt (514) and a plurality of transport rolls (520a - 520d) which are
pretensioned towards the conveying belt (514) and which are spaced apart in the sheet
transport direction (P) by a distance determined by the sheet displacement (X) and
by the sheet format.
15. A device according to one of the claims 12 to 14, wherein the distributing unit (504)
includes a counter (534a, 534b, 536, 538) which detects the number of sheets distributed.
16. A device according to one of the claims 7 to 15, wherein the third speed is equal
to the first speed.
1. Procédé pour réceptionner au moins deux feuilles (200, 202) disposées à la manière
d'écailles, dans le sens de l'avancement des feuilles, dans une machine de manipulation
de feuilles (600, 602), dans lequel les au moins deux feuilles sont, après la réception,
déplacées à une première vitesse, une première et une seconde feuille des au moins
deux feuilles étant, dans le sens de l'avancement des feuilles (P), distantes l'une
de l'autre d'un décalage (X),
caractérisé par les étapes suivantes consistant à :
(a) alimenter les au moins deux feuilles (200, 202) vers la machine de manipulation
de feuilles à une seconde vitesse, la seconde vitesse étant supérieure à la première
vitesse ; et
(b) freiner la seconde feuille (202) à une troisième vitesse dès que la première feuille
(200) est freinée à la première vitesse dans la machine de manipulation de feuilles,
la troisième vitesse étant inférieure à la seconde vitesse.
2. Procédé selon la revendication 1, dans lequel un bord avant (200a), dans le sens de
l'avancement de la feuille (P), de la première feuille (200) et un bord avant (202a),
dans le sens de l'avancement de la feuille (P), de la seconde feuille (202) sont décalés
du décalage (X), la première feuille étant freinée à son bord avant et la seconde
feuille (202) étant freinée à un bord arrière (202b) dans le sens de l'avancement
de la feuille (P).
3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 2, aux étapes suivantes consistant à:
(c) continuer à déplacer les au moins deux feuilles (200, 202) dans la machine de
manipulation de feuilles d'une distance déterminée par le format de feuille et par
le décalage ; et
(d) répéter les étapes (a) à (c) pour une autre paire de feuilles (210, 212) disposées
à la manière d'écailles dans le sens de l'avancement de la feuille (P).
4. Procédé selon la revendication 3, dans lequel l'autre paire de feuilles est déposée
en montant ou en descendant à la manière d'écailles dans la machine de manipulation
de feuilles.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel la première vitesse est
de 0,25 m/sec, la seconde vitesse est de 3 m/sec et la troisième vitesse est de 2
m/sec.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, dans lequel la troisième vitesse est
égale à la première vitesse.
7. Dispositif pour réceptionner au moins deux feuilles disposées à la manière d'écailles,
dans le sens de l'avancement des feuilles (P), dans une machine de manipulation de
feuilles (600, 602), comportant une première unité de transport (304) déplaçant au
moins deux feuilles, après la réception, à une première vitesse, une première et une
seconde feuille des au moins deux feuilles étant, dans le sens de l'avancement des
feuilles (P), distantes l'une de l'autre d'un décalage (X),
caractérisé par:
un rouleau d'entrée (308a, 308b) alimentant les au moins deux feuilles vers la machine
de manipulation de feuilles à une seconde vitesse, la seconde vitesse étant supérieure
à la première vitesse ; et
un rouleau de freinage (322a, 322b) freinant la seconde feuille à une troisième vitesse
dès que la première feuille est freinée par l'unité de transport (304), la troisième
vitesse étant inférieure à la seconde vitesse.
8. Dispositif selon la revendication 7, dans lequel l'unité de transport (304) comporte
un rouleau à écailles (334a) venant en prise avec un bord avant, dans le sens de l'avancement
des feuilles (P), de la première feuille et dans lequel le rouleau de freinage (322a,
322b) vient en prise avec un bord arrière, dans le sens de l'avancement des feuilles,
de la seconde feuille dès que le rouleau à écailles (334a) est en prise avec la première
feuille.
9. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, dans lequel l'unité de transport (304) est
une bande transporteuse (328) entraînée substantiellement en continu et comporte une
pluralité de rouleaux à écailles (334a à 334d) prétendus contre la bande transporteuse
(328) et distants l'un de l'autre, dans le sens de l'avancement des feuilles (P),
d'une distance déterminée par le format de feuille et par le décalage (X).
10. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 9, avec un piège (314) disposé entre
le rouleau d'entrée (308a, 308b) et le premier rouleau à écailles (334a), le piège
(314) provoquant, en une première position, une disposition de feuilles montante à
la manière d'écailles et, dans une seconde position, une disposition de feuilles descendante
à la manière d'écailles.
11. Dispositif selon la revendication 10, dans lequel le rouleau de freinage (322a) est
associé à un premier trajet de feuilles (320a) que parcourent les au moins deux feuilles
lorsque le piège (314) se trouve dans la première position, un autre rouleau de freinage
(322b) étant prévu, lequel est associé à un second trajet de feuilles (320b) que parcourent
les au moins deux feuilles lorsque le piège (314) se trouve dans la seconde position.
12. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 11, dans lequel la machine de manipulation
de feuilles comporte les caractéristiques suivantes :
une seconde unité de transport (502) disposée, dans le sens d'avancement des feuilles
(P), après la première unité de transport (304), la première unité de transport (304)
collectant les feuilles en continu et les transmettant à la seconde unité de transport
(502) lorsqu'une quantité prédéterminée de feuilles est disposée dans la première
unité de transport (304), les feuilles dans la seconde unité de transport (502) étant
disposées, dans un sens d'avancement des feuilles (P), à la manière d'écailles, de
sorte que, dans le sens d'avancement des feuilles, les bords avant des feuilles sont
distants l'un de l'autre d'un décalage, la seconde unité de transport (502) déplaçant
les feuilles de manière cadencée, de sorte que les feuilles se déplacent, dans le
sens d'avancement des. feuilles (P), d'une distance prédéterminée, la distance étant
fonction du nombre de feuilles à distribuer et du décalage ; et
une unité de sortie (504) qui, lors d'un déplacement des feuilles dans l'unité de
transport (502), sort de la machine de manipulation de papier la feuille avant respective
dans le sens d'avancement des feuilles.
13. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 11, dans lequel la machine de manipulation
de feuilles comporte les caractéristiques suivantes :
une seconde unité de transport (502) disposée parallèle à la première unité de transport
(304) ;
un dispositif de déviation (604) disposé, dans le sens d'avancement des feuilles (P),
avant la première et la seconde unité de transport (304, 502) et guidant, dans une
première disposition, des feuilles vers la première unité de transport (304) et, dans
une seconde position, des feuilles vers la seconde unité de transport (502), le dispositif
de déviation (604) commutant de la première à la seconde position lorsque dans l'unité
de transport respective est reçu un nombre prédéterminé de feuilles ; et
une unité de sortie disposée, dans le sens d'avancement des feuilles, après la première
et la seconde unité de transport (304, 502),
l'unité de transport à laquelle ne sont pas amenées de feuilles déplace les feuilles
de manière cadencée, de sorte que les feuilles se déplacent d'une distance prédéterminée
dans le sens d'avancement des feuilles, la distance étant fonction du nombre de feuilles
à distribuer et du décalage ;
l'unité de sortie (504) sortant, lors du déplacement des feuilles, une feuille avant
respective, dans le sens d'avancement des feuilles, de la machine de manipulation
de papier.
14. Dispositif selon la revendication 12 ou 13, dans lequel la seconde unité de transport
(502) comporte une bande transporteuse (514) et une pluralité de rouleaux de transport
(520a à 520d) prétendus contre la bande transporteuse et distants l'un de l'autre,
dans le sens d'avancement des feuilles (P), d'une distance déterminée par le décalage
(X) et par le format de feuille.
15. Dispositif selon l'une des revendications 12 à 14, dans lequel l'unité de sortie (504)
comporte un compteur (534a, 534b, 536, 538) qui capte la quantité des feuilles distribuées.
16. Dispositif selon Tune des revendications 7 à 15, caractérisé par le fait que la troisième vitesse est égale à la première vitesse.