(19)
(11) EP 1 206 978 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
28.06.2006  Patentblatt  2006/26

(21) Anmeldenummer: 01125857.1

(22) Anmeldetag:  30.10.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B07B 13/11(2006.01)
B07B 1/28(2006.01)

(54)

Vorrichtung zur Sortierung, Unterteilung einer Fraktion

Device for sorting, separating a fraction

Dispositif pour trier, séparer une fraction


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 09.11.2000 DE 10055571

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
22.05.2002  Patentblatt  2002/21

(73) Patentinhaber: Stadler, Willi
88361 Altshausen (DE)

(72) Erfinder:
  • Stadler, Willi
    88361 Altshausen (DE)

(74) Vertreter: Weiss, Peter 
Dr. Weiss, Brecht, Arat Zeppelinstrasse 4
78234 Engen
78234 Engen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 614 706
CH-A- 314 861
DE-B- 1 162 782
FR-A- 1 474 567
EP-A- 0 710 509
DE-A- 2 803 684
DE-U- 29 904 262
GB-A- 947 875
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Sortierung, Unterteilung einer Fraktion aus ggf. unterschiedlichen Teilfraktionen beliebiger Art nach Dichte und/oder Korngrösse mit zumindest einem Förderelement, insbesondere mit einer Mehrzahl nebeneinander über wenigstens eine Kurbelwelle gelagerte Förderleisten.

    [0002] Eine derartige Vorrichtung ist bspw. in der DE 28 03 684 C2 sowie in der DE 100 14 812.3 beschrieben. Über zwei Kurbelwellen sind einzelne nebeneinander angeordnete, benachbarte Förderleisten gegeneinander antreibbar. Dabei sind insgesamt die Förderleisten geneigt angeordnet und befördern einen Materialstrom zu einem Austrag, wobei auf diesem Weg kleinere Fraktionen durch entsprechende Durchbrüche der einzelnen Förderleisten durchtreten und abtransportiert werden können. Grössere Fraktionen rollen von den Förderleisten herab und werden über Transportbänder od. dgl. weitertransportiert.

    [0003] Ferner ist aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 299 04 262 U1 eine Sortiervorrichtung bekannt, bei welcher ebenfalls unterschiedliche Förderleisten mittels zweier Kurbelwellen antreibbar sind. Dabei übergreifen Mitnehmer die einzelnen Förderleisten, wobei dazwischen entsprechende Durchbrüche gebildet sind. Nachteilig bei derartigen Sortiervorrichtungen ist, dass insbesondere ein Durchmischen, ein Aufrütteln der zu sortierenden Fraktion nicht ausreichend erfolgt.

    [0004] Ferner kann mit den bisher im Stand der Technik beschriebenen und bekannten Vorrichtungen eine Fraktion im wesentlichen in drei Teilfraktionen unterteilt werden, die ggf. nachbehandelt werden müssen.

    [0005] Dabei können die Gemische aus Teilen oder Bruchstücken sowie auch aus unterschiedlichen Materialien von verschiedener Grösse und/oder Dichte und/oder Korngrösse wie bspw. Holz, vorzugsweise Papier, aber auch Metall, Kunststoff, Gummi, Bauschutt od. dgl. bestehen.

    [0006] Bei unterschiedlichen Gemischen sind unterschiedliche Erfordernisse, was insbesondere die Durchmischbarkeit betrifft gefordert, auch wenn es sich hier um Materialströme handelt, die aus einigen Stoffgemischen bestehen.

    [0007] Die EP 1 166 896 A1 offenbart einen Balistikseparator, bei welchem mehrere nebeneinander angeordnete Förderelemente über starre Kurbelwellen angetrieben sind. Die DE-B-1162 782 offenbart einen Siebrost, welcher aus parallel zueinander angeordneten Leitschienen gebildet ist, wobei mehrere Leitschienen hintereinander auf einem gemeinsamen Antriebsstrang angeordnet sind. Die einzelnen Leitschienen sind winkelig angeordnet.

    [0008] Die FR 1 474 567 A offenbart einzelne Siebe, die nacheinander angeordnet sind, wobei jedes einzelne Sieb über einen Exzenterantrieb rüttelnd angetrieben ist. Einends des Siebes ist eine rein mechanische Verstellvorrichtung vorgesehen, um einen Winkel des Siebes manuell zu verstellen. Der exzentrische Antrieb ist fest mit dem Sieb verbunden.

    [0009] Die CH 31 4861 A offenbart ein Sieb, welches mit einem Gefälle angeordnet ist, dabei ist ein Winkel des Siebes manuell über eine Stütze mit entsprechenden Lochungen verstellbar. Eine Verstellung im Betrieb ist nicht möglich.

    [0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welcher auf einfache und effektive Weise platzsparend und kostengünstig ein Separieren, insbesondere ein Mischen und Auflockern von zu separierenden Fraktionen in vielerlei Teilfraktionen verbessert werden soll. Dabei sollen die Teilfraktionen exakt hinsichtlich ihrer Dichte, Korngrösse od. dgl. bestimmt werden können. Zudem soll aus einer Fraktion eine zu separierende Schwergutfraktion exakt separierbar sein, damit diese nicht die der Vorrichtung nachgeschaltete Einrichtungen, wie bspw. Mühlen od. dgl. sowie deren Bauteile beschädigt.

    [0011] Zur Lösung dieser Aufgabe führen die Merkmale des Anspruches 1.

    [0012] Bei der vorliegenden Erfindung kann entweder das eine und/oder das andere Förderelement winkelig verstellt werden, dies kann manuell, aber vorzugsweise automatisch auch im Betrieb geschehen. Dabei können entsprechende, hier nicht näher dargestellte, Hydraulikzylinder vorgesehen sein, um die einzelnen Kurbelwellen zu verstellen, so dass die Förderelemente winkelig angestellt werden können. Dabei kann auch daran gedacht sein das vollständige Förderelement aus einer Ebene herauszubewegen, d. h. abzulassen oder nach oben zu bewegen, so dass ein unterschiedliches Höhenniveau des einzelnen Förderelementes manuell und/oder automatisch einstellbar ist.

    [0013] Es können ferner eine Mehrzahl von einzelnen Förderelementen nebeneinander, insbesondere hintereinander in einer Ebene angeordnet sein, wobei diese sich überlappen. Dabei überlappt ein Endbereich eines ersten Förderelementes einen Anfangsbereich eines daran anschliessenden weiteren Förderelementes.

    [0014] Vorzugsweise sind alle Förderelemente winkelverstellbar und /oder höhenverstellbar ausgebildet. Diese Bewegung kann mittels Hydraulikzylinder, Spindelantriebe od. dgl. erfolgen.

    [0015] Hierdurch lassen sich unterschiedliche Betriebszustände der Vorrichtung, insbesondere des Balistikseparators realisieren. Ist bspw. das erste Förderelement winkelig angestellt, so lässt sich bei einer Beschickung des zu separierenden Materialstromes eine rollende Schwergutfraktion zum niedrigeren Anfangsbereich des Förderelementes separieren. Insbesondere fallen schwere Stücke, grosse Fraktionen, bzw. Schwergüter vom ersten Förderelement und können hierdurch separiert werden. Die Trennschärfe kann durch eine Änderung des Winkels, insbesondere der Neigung des Förderelementes eingestellt werden. Je nach zu separierender Fraktion lässt sich bei einer stärkeren Neigung eine kleinere Schwergutfraktion noch separieren, die separat weiterbehandelt wird. Hierdurch werden grössere Stücke bspw. auch aus Metall oder anderen nicht zu zerkleinernden Materialien aus einer Fraktion separiert, um bei einer nachfolgenden weiteren Bearbeitung, insbesondere bei nachgeschalteten Mühlen od. dgl. keinen Schaden zu verursachen.

    [0016] Es hat sich ferner als besonders vorteilhaft erwiesen, dass die einzelnen, nebeneinander in einer Ebene liegenden Förderelemente überlappend angeordnet sind, so dass der über das erste Förderelement transportierte Materialstrom auf einen Anfangsbereich des daneben angeordneten Förderelementes fällt, wobei beim Herabfallen eine gute Auflockerung und eine Durchmischung des Materialstromes erfolgt. Hierdurch wird eine Homogenisierung des weiter zu separierenden Materialstromes gefördert. Dies ist insbesondere bei der Separierung von Ersatzbrennstoffen (ESB) von Vorteil. Dies führt zusätzlich zu einer Vergleichmässigung des Materialstromes, was für eine anschliessende Behandlung in Mühlen od. dgl. Einrichtungen von Vorteil ist. Damit auch auf den Absatz Einfluss genommen werden kann, ist daran gedacht, ein Höhenniveau der einzelnen nebeneinander angeordneten Förderelemente manuell und/oder im Betrieb automatisch einzustellen. Dies soll ebenfalls im Rahmen der vorliegenden Erfindung liegen.

    [0017] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung; diese zeigt in

    Figur 1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht auf eine Vorrichtung zum Sortieren, Unterteilen einer Fraktion insbesondere auf einen zweistufigen Balistik-Separator;

    Figur 2 eine Draufsicht auf eine Vorrichtung zur Sortierung, Unterteilung zumindest einer Fraktion mit einer Mehrzahl nebeneinander angeordneten Förderelementen, insbesondere Förderleisten;

    Figur 3 eine schematisch dargestellte Seitenansicht auf ein weiteres Ausführungsbeispieles der Vorrichtung gemäss den Figuren 1 und 2;

    Figur 4 eine schematisch dargestellte Seitenansicht des Ausführungsbeispieles der Vorrichtung gemäss Figur 3 in einer anderen Gebrauchslage.



    [0018] Gemäss Figur 1 weist eine, in der DE 100 30 906.2 beschriebene, Vorrichtung R1 ein Gehäuse 1 auf, in welchem hier nur angedeutete Kurbelwellen 2.1 bis 2.4 eine Mehrzahl von Förderelementen 3.1, 3.2, insbesondere Förderleisten 4.1 bis 4.12 lagern. Die Förderelemente 3.1 sind oberhalb der Förderelemente 3.2 angeordnet, insbesondere sind die Förderleisten 4.1 bis 4.6 oberhalb der Förderleisten 4.7 bis 4.12 vogesehen. Die Förderleisten 4.1 bis 4.6, die über die Kurbelwellen 2.1 und 2.2 angetrieben sind, sind oberhalb der Kurbelwellen 2.3, 2.4 für die Förderleisten 4.7 bis 4.12 angeordnet.

    [0019] Vorzugsweise liegen die Förderelemente 3.1 in etwa deckungsgleich oberhalb der Förderelemente 3.2.

    [0020] Dabei können die Kurbelwellen 2.1 bis 2.4 über einen gemeinsamen Antrieb synchron angetrieben werden. Auch ist denkbar, den Kurbelwellen 2.1, 2.2 sowie auch 2.3, 2.4 einen separaten Antrieb zuzuordnen.

    [0021] Durch die unterschiedliche Lage einzelner Förderleisten 4.1 bis 4.6 auf den Kurbelwellen 2.1, 2.2 bewegen sich die einzelnen Förderleisten 4.1 bis 4.6 zueinander in unterschiedlichen Höhen auf einer Kreisbahn, wie es bspw. in der DE 299 04 262 U1 sowie auch in der DE 100 14 812.3 beschrieben ist, auf welche ausdrücklich Bezug genommen wird.

    [0022] Bevorzugt sind die einzelnen Förderleisten 4.1 bis 4.12 mit auswechselbaren Elementen 5 versehen, die eine Mehrzahl von Durchlassöffnungen 6, siehe Figur 2, aufweisen.

    [0023] Die Elemente 5 können bspw. über Schnellverschlüsse od. dgl. auf die Förderelemente 3.1, 3.2, insbesondere Förderleisten 4.1 bis 4.12 wiederlösbar festgelegt werden, wobei diese unterschiedliche grosse Durchlassöffnungen 6 entsprechend dem zu separierenden Wertstoffgemisch aufweisen.

    [0024] Je nach Material oder Fraktion, welche sortiert bzw. unterteilt werden muss, können unterschiedliche Elemente 5 mit unterschiedlichen Durchlassöffnungen 6 den Förderelementen 3.1, 3.2 zugeordnet werden.

    [0025] Insbesondere Schnellwechselverschlüsse ermöglichen ein schnelles Austauschen oder sogar Ersetzen einzelner Elemente 5.

    [0026] Die zu separierende Fraktion an beliebigem Abfall vorzugsweise Papier wird über ein Transportband 18 den Förderelementen 4.1 bis 4.6 zugeführt.

    [0027] Durch die geneigte Anordnung des Förderelementes 3.1 wird die zu separierende Fraktion in drei Fraktionen unterteilt. Zum einen rollt eine rotierende Fraktion, bspw. grosse Behälter od. dgl. von den Förderelementen 3.1 nach unten auf ein Förderband 14.1 und wird dort abtransportiert, ggf. manuell verlesen oder weiter verarbeitet.

    [0028] Ferner wird durch die rotative Bewegung einzelner Förderleisten 4.1 bis 4.6 der verbleibende Bestandteil der Fraktion auf den Förderelementen 3.1 nach oben transportiert und fällt dann auf ein Band 20.1. Diese Fraktion enthält grössere und leichtere Fraktionen wie bspw. Kartonagen od. dgl..

    [0029] Durch die entsprechenden Durchlassöffnungen 6 wird über eine erste Siebstufe ein sogenanntes Mittelgut auf die darunterliegenden Förderelemente 3.2 geleitet, die wiederum aufgeteilt werden in eine rollende Fraktion, die von der geneigt angeordneten Förderelemente 3.2 in Richtung Förderband 14.2 rollen und von diesem abtransportiert werden.

    [0030] Eine Feinfraktion wird durch die entsprechenden Durchlassöffnungen 6 in den Förderelementen 3.2 auf eine Fördereinrichtung 19 separiert und von dieser abtransportiert und in nicht näher dargestellten weiteren Bearbeitungseinrichtungen wie bspw. Magnetabscheider, Nichtmetallabscheider od. dgl. weiterverarbeitet.

    [0031] Endseits der Förderelemente 3.2 scheidet das sogenannte Mittelgut, bspw. als Deinken Ware aus und wird über ein Band 20.2 zur Weiterverarbeitung weitertransportiert.

    [0032] In dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3 ist eine erfindungsgemässe Vorrichtung R2 aufgezeigt, die aus einem Gehäuse 1 gebildet ist, wobei in einer gemeinsamen Ebene E1 nebeneinander wenigstens zwei Förderelemente 3.1, 3.2 angeordnet sind. Dabei liegen die einzelnen Kurbelwellen 2.1 der einzelnen Förderelemente 3.1, 3.2 in der gemeinsamen Ebene E1.

    [0033] Die einzelnen Förderelemente 3.1, 3.2 sind nebeneinander derart angeordnet, dass ein Endbereich 21 des Förderelementes 3.1 einen Anfangsbereich 22 des daneben angeordneten Förderelementes 3.2 überlappt.

    [0034] Ferner kann mittels eines Transportbandes 18 od. dgl. Einrichtung das erste Förderelement 3.1 mit Material beschickt werden.

    [0035] Das Material wird dann mittels dem Förderelement 3.1 in Richtung Förderelement 3.2 transportiert, fällt dort über den Endbereich 21 auf den Anfangsbereich 22 des nachfolgend bzw. nebeneinander angeordneten Förderelementes 3.2. Dieses wird dort entsprechend weiter transportiert bzw. separiert.

    [0036] Eine weitere Besonderheit der vorliegenden Erfindung, für welche auch separater Schutz begehrt wird, ist, dass die einzelnen Förderelemente 3.1, 3.2 auch unabhängig voneinander winkelig einstellbar sind. Dabei ist im bevorzugten Ausführungsbeispiel die Kurbelwelle 2.2 des Förderelementes 3.1 aus der Ebene E1 in einem Führungsschlitz 23 manuell und/oder automatisch verfahrbar ausgebildet. Hierdurch lässt sich ein Winkel α des Förderelementes 3.1 bzw. der Förderleisten 4.1 bis 4.6 bzw. ein Winkel β des Förderelementes 3.2 bzw. dessen Förderleisten 4.7 bis 4.12 manuell und/oder automatisch verstellen. Dabei können die Winkel α und β im Bereich von 0 bis 60° eingestellt werden.

    [0037] Dabei ist auch von entscheidender Bedeutung bei der vorliegenden Erfindung, dass die jeweiligen Förderelemente 3.1 oder 3.2 jeweils unabhängig voneinander im Winkel α oder β geneigt werden können.

    [0038] Ferner soll auch vom vorliegenden Erfindungsgedanken umfasst sein, dass auch die Kurbelwelle 2.1 in einem entsprechenden, hier nicht dargestellten Führungsschlitz entsprechend der Kurbelwelle 2.2 aus der Ebene E1 herausfahrbar ist, um den Winkel α einzustellen oder sogar um ein bestimmtes Niveau des Förderelementes 3.1 einzustellen.

    [0039] Ist bspw. die Kurbelwelle 2.1 aus der Ebene E1 herausbewegbar, so könnte die Kurbelwelle 2.2 ggf. in der Ebene E1 festliegen. Allerdings ist auch denkbar, dass beide Kurbelwellen 2.1, 2.2 beider Förderelemente 3.1, 3.2 aus der Ebene E1 manuell und/oder automatisch im Betrieb herausbewegbar sind.

    [0040] Ein Vorteil bei der vorliegenden Erfindung ergibt sich, dass sich hierdurch ein Absatz A zwischen Endbereich 21 des Förderelementes 3.1 und Anfangsbereich 22 des Förderelementes 3.2 einstellen lässt. Wandert bspw. das Material über den Endbereich 21 des Förderelementes 3.1, so fällt es auf das daneben angeordnete Förderlement 3.2 und wird hierdurch beim Herabfallen gedreht, was ein verbessertes Mischen, eine Auflockerung und Homogenisierung des zu sortierenden Materials, insbesondere des Werkstoffgemengs, zur Folge hat.

    [0041] Ferner ist von Vorteil, dass nach Beschickung des Förderelementes 3.1 bspw. mittels des Transportbandes 18 eine schwere Fraktion rollend von dem Förderelement 3.1 zu dessen Anfangsbereich 22 gleitet und als sogenannte Schwergutfalle wirkt. Dieses Material kann dann zur weiteren Separierung oder weiteren Verarbeitung weiter transportiert werden.

    [0042] Insbesondere die schweren Bestandteile einer zu separierenden Fraktion können auf diese Weise aus dem zu trennenden Materialstrom separiert werden und schützen die bspw. einer derartigen Vorrichtung R2 nachgeschalteten und hier nicht gezeigten Mühlen od. dgl..

    [0043] Die Möglichkeit der Winkelverstellung des Förderelementes 3.1 um den Winkel α bewirkt eine Einstellung der Trennschärfe des zu separierenden Materialstroms, welcher über das Förderelement 3.1 als rollende Schwergutfraktion separiert werden kann. Somit lässt sich bspw. bei einem sich ändernden Materialstrom im Betrieb automatisch der Winkel α einstellen bzw. ändern, sollte sich bspw. auch der Materialstrom ändern.

    [0044] Hierdurch kann im Betrieb auf das Separieren von einer schweren Fraktion Einfluss genommen werden.

    [0045] Auch ist denkbar für unterschiedliche Materialströme, die separiert werden müssen, unterschiedliche Winkel α oder β fest einzustellen, um die optimale Trennschärfe für die rollende Schwergutfraktion einzustellen.

    [0046] Die verbleibende, über das Förderelement 3.1 transportierte, Fraktion gelangt dann über den Absatz A zum daneben angeordneten Förderelement 3.2, welches ebenfalls um einen Winkel β geneigt werden kann, um ggf. diesen Materialstrom nochmals in zwei Teilfraktionen zu unterteilen.

    [0047] In dem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung gemäss Figur 4 ist bspw. das Förderelement 3.2 waagrecht angeordnet und dient lediglich als Transportband zum Fördern des separierten Materialstroms auf bspw. ein anschliessendes Förderband 14.3.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Sortierung, Unterteilung einer Fraktion aus ggf. unterschiedlichen Teilfraktionen beliebiger Art nach Dichte und/oder Korngrösse mit zumindest einem Förderelement (3.1, 3.2) insbesondere mit einer Mehrzahl nebeneinander über wenigstens eine Kurbelwelle (2.1 bis 2.4) gelagerte Förderleisten (4,1 bis 4.12), wobei die Förderelemente (3.1 und/oder 3.2) gemeinsam um einen Winkel (α) und/oder einen Winkel (β) verschwenkbar sind und die Förderelemente (3.1) und/oder Förderelemente (3.2) sowie deren Förderleisten (4.1 bis 4.6) und (4.7 bis 4.12) durch Bewegen der Kurbelwelle (2.1) und/oder Kurbelwelle (2.2) verschwenkbar angeordnet sind.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Förderelement (3.1) und/oder Förderelement (3.2) aus einer Ebene E1 herausbewegbar ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an das zumindest eine Förderelement (3.1) nachfolgend wenigstens ein weiteres Förderelement (3.2) anschliesst.
     
    4. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Förderleiste (4.1 bis 4.6) neben wenigstens einer zweiten Förderleiste (4.7 bis 4.12) angeordnet ist.
     
    5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Förderelement (3.2) in einer Ebene (E1) benachbart zum Förderelement (3.2) angeordnet ist.
     
    6. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Förderelement (3.1, 3.2), insbesondere der zumindest einen Förderleiste (4.1 bis 4.12) zumindest ein Element (5) mit wählbaren Durchlassöffnungen (6) auswechselbar zugeordnet ist.
     
    7. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Beschickung oder Materialaufgabe oberhalb des Förderelementes (3.1), insbesondere oberhalb der Förderleisten (4.1 bis 4.6) ein Transportband (18) angeordnet ist.
     
    8. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb des Förderelementes (3.1 und/oder 3.2) eine Fördereinrichtung (19) zum Austrag einer gesiebten Fraktion vorgesehen ist.
     
    9. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an das zumindest eine Förderelement (3.1) wenigstens ein weiteres Förderelement (3.2) und ggf. an dieses zumindest ein weiteres Förderelement anschliesst, wobei ein Endbereich (21) des Förderelementes (3.1) einen Anfangsbereich (22) des daneben angeordneten Förderelementes (3.2) überlappt und ein Absatz (A) gebildet ist.
     
    10. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Förderelement (3.1) und/oder Förderelement (3.2) um einen Winkel (α) und/oder Winkel (β) aus einer Ebene (E1) herausschwenkbar ist/sind.
     
    11. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, das die Förderelemente (3.1) und die Förderelemente (3.2), insbesondere deren Kurbelwelle (2.1) und/oder Kurbelwelle (2.2) in einen Führungsschlitz (23) manuell und/oder automatisch bewegbar gelagert sind, wobei ein einen Winkel (α) und/oder Winkel (β) zur Ebene (E1) beliebig einstellbar ist.
     


    Claims

    1. Device for sorting, subdividing a fraction from optionally different partial fractions of any desired type according to density and/or grain size having at least one conveying element (3.1, 3.2) in particular having a plurality of conveying rails (4.1 to 4.12) that are supported alongside one another by means of at least one crankshaft (2.1 to 2.4), wherein the conveying elements (3.1 and/or 3.2) are pivotable jointly through an angle (α) and/or an angle (β) and the conveying elements (3.1) and/or conveying elements (3.2) as well as their conveying rails (4.1 to 4.6) and (4.7 to 4.12) are disposed pivotably by movement of the crankshaft (2.1) and/or crankshaft (2.2).
     
    2. Device according to claim 1, characterized in that the at least one conveying element (3.1) and/or conveying element (3.2) is movable out of a plane E1.
     
    3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the at least one conveying element (3.1) is adjoined downstream by at least one further conveying element (3.2).
     
    4. Device according to at least one of claims 1 to 3, characterized in that the at least one conveying rail (4.1 to 4.6) is disposed alongside at least one second conveying rail (4.7 to 4.12).
     
    5. Device according to at least one of claims 1 to 4, characterized in that the at least one conveying element (3.2) is disposed in a plane (E1) adjacent to the conveying element (3.2).
     
    6. Device according to at least one of claims 1 to 5, characterized in that with the conveying element (3.1, 3.2), in particular with the at least one conveying rail (4.1 to 4.12) at least one element (5) with selectable through-openings (6) is exchangeably associated.
     
    7. Device according to at least one of claims 1 to 6, characterized in that for the feeding or charging of material above the conveying element (3.1), in particular above the conveying rails (4.1 to 4.6) a conveyor belt (18) is disposed.
     
    8. Device according to at least one of claims 1 to 7, characterized in that below the conveying element (3.1 and/or 3.2) a conveying device (19) is provided for discharging a screened fraction.
     
    9. Device according to at least one of claims 1 to 8, characterized in that the at least one conveying element (3.1) is adjoined by at least one further conveying element (3.2), which is optionally adjoined by at least one further conveying element, wherein an end region (21) of the conveying element (3.1) overlaps a start region (22) of the next conveying element (3.2) and a step (A) is formed.
     
    10. Device according to at least one of claims 1 to 9, characterized in that the conveying element (3.1) and/or conveying element (3.2) is/are pivotable through an angle (α) and/or angle (β) out of a plane (E1).
     
    11. Device according to at least one of claims 1 to 10, characterized in that the conveying elements (3.1) and the conveying elements (3.2), in particular their crankshaft (2.1) and/or crankshaft (2.2) are supported so as to be manually or automatically movable into a guide slot (23), wherein an angle (α) and/or angle (β) to the plane (E1) is adjustable in any desired manner.
     


    Revendications

    1. Dispositif pour trier, séparer une fraction, à partir de fractions partielles éventuellement différentes de tout type, selon la densité et/ou la grosseur de grain, avec au moins un élément de transport (3.1, 3.2), en particulier avec une pluralité de bandes de transport (4.1 à 4.12) montées adjacentes par l'intermédiaire d'au moins un vilebrequin (2.1 à 2.4), les éléments de transport (3.1 et/ou 3.2) pouvant être pivotés ensemble selon un angle (α) et/ou un angle (β) et les éléments de transport (3.1) et/ou les éléments de transport (3.2) ainsi que leurs bandes de transport (4.1 à 4.6} et (4.7 à 4.12) étant disposés pivotables par le mouvement du vilebrequin (2.1) et/ou du vilebrequin (2.2).
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par le fait que l'au moins un élément de transport (3.1) et/ou élément de transport (3.2) peut être déplacé hors d'un plan E1.
     
    3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par le fait qu'à la suite de l'au moins un élément de transport (3.1) vient se raccorder au moins un autre élément de transport (3.2).
     
    4. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 3, caractérisé par le fait que l'au moins une bande de transport (4.1 à 4.6) est disposée adjacente à au moins une deuxième bande de transport (4.7 à 4.12).
     
    5. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait que l'au moins un élément de transport (3.2) est disposé dans un plan (E1) adjacent à l'élément de transport (3.2).
     
    6. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 4, caractérisé par le fait qu'à l'élément de transport (3.1, 3.2), en particulier à l'au moins une bande de transport (4.1 à 4.12), est associé, de manière échangeable, au moins un élément (5) à ouvertures de passage (6) sélectionnables.
     
    7. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 6, caractérisé par le fait que pour le chargement ou l'amenée de matières est disposé au-dessus de l'élément de transport (3.1), en particulier au-dessus des bandes de transport (4.1 à 4.6), une bande de transport (16).
     
    8. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 7, caractérisé par le fait qu'au-dessous de l'élément de transport (3.1 et/ou 3.2) est prévu un dispositif de transport (19) pour l'évacuation d'une fraction tamisée.
     
    9. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par le fait qu'à l'au moins un élément de transport (3.1) se raccorde au moins un autre élément de transport (3.2) et, éventuellement, à ce dernier un autre élément de transport, une zone d'extrémité (21) de l'élément de transport (3.1) recouvrant une zone de début (22) de l'élément de transport (3.2) disposé à côté, et qu'il est formé un épaulement (A).
     
    10. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 9, caractérisé par le fait que l'élément de transport (3.1) et/ou l'élément de transport (3.2) peut ou peuvent être pivotés hors d'un plan (E1) selon un angle (α) et/ou un angle (β).
     
    11. Dispositif selon au moins l'une des revendications 1 à 10, caractérisé par le fait que les éléments de transport (3.1) et les éléments de transport (3.2), en particulier leur vilebrequin (2.1) et/ou vilebrequin (2.2), sont montés de manière déplaçables manuellement et/ou automatiquement dans une fente de guidage (23), un angle (α) et/ou un angle (β) par rapport au plan (E1) pouvant être réglés à volonté.
     




    Zeichnung