| (19) |
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(11) |
EP 1 207 974 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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15.09.2004 Patentblatt 2004/38 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.03.2001 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2001/002795 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/087511 (22.11.2001 Gazette 2001/47) |
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| (54) |
TIEFZIEHVERFAHREN UND TIEFZIEHWERKZEUG
DEEP-DRAWING METHOD AND DEEP-DRAWING DIE
PROCEDE ET OUTILLAGE D'EMBOUTISSAGE PROFOND
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
| (30) |
Priorität: |
13.05.2000 DE 10023533
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.05.2002 Patentblatt 2002/22 |
| (73) |
Patentinhaber: BLANCO GmbH + Co KG |
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75038 Oberderdingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HAUTZINGER, Josef
75057 Kürnbach (DE)
- KRACHHUDEL, Torsten
75059 Zaisenhausen (DE)
- KADERABEK, Franz
75015 Bretten (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hörner, Andreas |
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HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte
Uhlandstrasse 14 c 70182 Stuttgart 70182 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 015 218 US-A- 4 331 017
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DE-A- 19 608 985
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Tiefziehverfahren, bei dem ein Ziehteil in
einem Tiefziehwerkzeug zwischen einem ersten Tiefziehwerkzeugteil und einem zweiten
Tiefziehwerkzeugteil angeordnet und durch Relativbewegung der Tiefziehwerkzeugteile
zueinander umgeformt wird, sowie ein Tiefziehwerkzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
13.
[0002] Solche Tiefziehverfahren sind aus dem Stand der Technik bekannt (siehe z.B. EP-A-0
015 218).
[0003] Insbesondere sind Tiefziehverfahren mit starren Tiefziehwerkzeugteilen bekannt, bei
denen das Ziehteil von einem Ziehstempel in einen Ziehkörper (auch Matrize genannt)
hineingezogen wird, wobei der Rand des Ziehteils mittels eines Ziehrings festgehalten
werden kann.
[0004] Zur Erzielung der gewünschten endgültigen Gestalt des Ziehteils ist es häufig erforderlich,
das Ziehteil in mehreren aufeinanderfolgenden Ziehvorgängen (auch Züge genannt) zu
verformen.
[0005] Dabei tritt jedoch das Problem auf, daß sich das Gefüge des Ziehteil-Materials beim
ersten Ziehvorgang so verfestigt, daß es für einen weiteren Ziehvorgang keine ausreichende
Fließfähigkeit aufweist, was zur Ausbildung von Rissen bei dem weiteren Ziehvorgang
führen kann.
[0006] Handelt es sich bei dem Material des Ziehteils um Stahl, so wird insbesondere beim
ersten Ziehvorgang Martensit gebildet, welcher die Verformbarkeit des Ziehteils bei
einem weiteren Tiefziehvorgang vermindert.
[0007] Bei den bekannten mehrzügigen Tiefziehverfahren wird daher die erforderliche Verformbarkeit
des Ziehteils nach dem ersten Tiefziehvorgang dadurch wieder hergestellt, daß das
Ziehteil bei einer Temperatur von ungefähr 1050°C geglüht wird, wobei insbesondere
der Martensit, welcher sich beim ersten Tiefziehvorgang gebildet hat, in leichter
verformbaren Austenit umgewandelt wird.
[0008] Folgen mehr als zwei Tiefziehvorgänge aufeinander, so muß das Glühen des Ziehteils
nach jedem Tiefziehvorgang eventuell wiederholt werden.
[0009] Wegen der vor jedem weiteren Ziehvorgang erforderlichen Glüh-, Abkühl- und Waschvorgänge
sind die bekannten mehrzügigen Tiefziehverfahren sehr zeit- und energieaufwendig.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Tiefziehverfahren
der eingangs genannten Art zu schaffen, welches - insbesondere bei Durchführung mehrerer
aufeinanderfolgender Ziehvorgänge - zeit- und energiesparender ist als die bekannten
Tiefziehverfahren.
[0011] Diese Aufgabe wird bei einem Tiefziehverfahren mit den Merkmalen des Oberbegriffs
1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß an einem begrenzten Druckabschnitt eines der
Tiefziehwerkzeugteile selektiv ein während des Ziehvorgangs zeitlich veränderlicher
Druck erzeugt wird, welcher einen an dem Druckabschnitt anliegenden Abschnitt des
Ziehteils gegen das jeweils andere Tiefziehwerkzeugteil preßt.
[0012] Der erfindungsgemäßen Lösung liegt das Konzept zugrunde, durch gezielte Beaufschlagung
eines begrenzten Bereichs des Ziehteils während des Ziehvorgangs ein für die Verformung
ausreichendes Fließen des Materials des Ziehteils auch dann zu erzielen, wenn die
Fließfähigkeit des Materials des Ziehteils an sich aufgrund der Vorgeschichte des
Materials, beispielsweise aufgrund eines vorausgehenden früheren Ziehvorgangs, vermindert
ist.
[0013] Insbesondere kann mit dem erfindungsgemäßen Tiefziehverfahren die gewünschte Verformbarkeit
des Ziehteils auch dann gewährleistet werden, wenn das Ziehteil aufgrund eines vorhergehenden
Ziehvorgangs Martensit enthält.
[0014] Ein Glühvorgang und die mit dem Glühvorgang verbundenen Abkühl- und Waschvorgänge
können bei dem erfindungsgemäßen Tiefziehverfahren auch dann entfallen, wenn das Tiefziehverfahren
mehrzügig durchgeführt wird.
[0015] Das erfindungsgemäße Tiefziehverfahren erlaubt es, ein besonders großes Ziehverhältnis
zu erzielen, und führt zu hoher Formstabilität der gezogenen Ziehteile.
[0016] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen,
daß der Druck an dem Druckabschnitt mittels eines Druckfluids hydraulisch oder pneumatisch
erzeugt wird.
[0017] Die hydraulische Erzeugung eines Drucks an einem der Tiefziehwerkzeugteile ist an
sich bereits von dem sogenannten Hydroformverfahren her bekannt, bei welchem der Ziehkörper
mit einer Membran versehen ist, die während des Umformvorganges unter Wasserdruck
gesetzt wird. Der Ziehstempel preßt bei diesem Verfahren das Ziehteil gegen die Membrane
am Ziehkörper, wobei das Ziehteil durch den gegenwirkenden Wasserdruck umgeformt wird.
Bei diesem Verfahren wird jedoch das gesamte Ziehteil während des Ziehvorganges demselben
Wasserdruck ausgesetzt, während bei dem erfindungsgemäßen Tiefziehverfahren nur an
einem begrenzten Druckabschnitt eines der Tiefziehwerkzeugteile selektiv ein Druck
erzeugt wird, welcher den jeweils an dem Druckabschnitt anliegenden begrenzten Abschnitt
des Ziehteils gegen das jeweils andere Tiefziehwerkzeugteil preßt. Außerdem ist bei
dem Hydroformverfahren der auf das Ziehteil wirkende Wasserdruck während des Ziehvorgangs
konstant.
[0018] Eine Variante des Hydroformverfahrens ist das sogenannte Hydro-Mec-Verfahren, bei
welchem das Ziehteil durch einen niedergehenden Ziehstempel in unter Druck gesetztes
Wasser hineingedrückt wird, ohne daß an dem Ziehkörper eine Membran vorgesehen ist.
Auch bei diesem Verfahren ist keine selektive Beaufschlagung eines begrenzten Abschnitts
des Ziehteils mit einem während des Ziehvorgangs zeitlich veränderlichen Druck vorgesehen.
[0019] Sowohl beim Hydroformverfahren als auch beim Hydro-Mec-Verfahren wird eine gleichmäßige
Verteilung des hydraulischen Druckes auf die Oberfläche des Ziehteils angestrebt,
was dem erfindungsgemäßen Konzept, einen begrenzten Abschnitt des Ziehteils selektiv
mit einem erhöhten Druck zu beaufschlagen, gerade entgegengesetzt ist.
[0020] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Tiefziehverfahrens ist
vorgesehen, daß der Druck an dem Druckabschnitt gemäß einem vorgegebenen zeitlichen
Druckverlauf gesteuert und/oder geregelt wird.
[0021] Dieser Druckverlauf kann beispielsweise vorsehen, daß der Druckabschnitt während
einer ersten Verformungsphase drucklos geschaltet ist und daß während einer zweiten
Verformungsphase an dem Druckabschnitt ein erhöhter, über die zweite Verformungsphase
hinweg konstanter Druck erzeugt wird. Ein solcher Druckverlauf ist besonders einfach
steuer- und/oder regelbar.
[0022] Je nach Art des Ziehteils und der erwünschten Umformung des Ziehteils kann aber auch
jeder beliebige andere zeitliche Druckverlauf gesteuert und/oder geregelt werden.
[0023] Die Verformbarkeit des Ziehteils während des Ziehvorgangs wird besonders erhöht,
wenn der Druckabschnitt im wesentlichen parallel zu der Ziehrichtung, längs welcher
die Tiefziehwerkzeugteile relativ zueinander bewegt werden, ausgerichtet ist. In diesem
Fall können im wesentlichen parallel zu der Ziehrichtung ausgerichtete Bereiche des
Ziehteils gezielt auf im wesentlichen parallel zu der Ziehrichtung ausgerichtete Bereiche
des jeweils anderen Tiefziehwerkzeugteils gepreßt werden, was bei den herkömmlichen
Tiefziehverfahren nicht möglich ist. So können insbesondere im wesentlichen parallel
zu der Ziehrichtung ausgerichtete Seitenwandbereiche des Ziehteils besonders exakt
umgeformt werden.
[0024] So bewährt sich das erfindungsgemäße Tiefziehverfahren besonders dann, wenn ausschließlich
die Zarge des Ziehteils während des Ziehvorgangs mit dem zeitlich veränderlichen Druck
an dem Druckabschnitt beaufschlagt wird. Ein solches Tiefziehverfahren eignet sich
insbesondere zur Herstellung von Gastronorm-Speisenbehältern, welche eine große Tiefe
aufweisen und dazu neigen, im Zargenbereich unerwünschte Ausbauchungen auszubilden,
welche zu einer schlechten Stapelbarkeit der Speisenbehälter führen können. Durch
das gezielte Beaufschlagen der Zarge des Gastronorm-Speisenbehälters während des Ziehvorgangs
mit dem zeitlich veränderlichen Druck an dem Druckabschnitt kann ein solches Ausbauchen
verhindert oder eine bei einem vorangehenden Tiefziehvorgang erzeugte Ausbauchung
beseitigt werden.
[0025] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Tiefziehverfahrens ist
vorgesehen, daß der Druckabschnitt ringförmig ausgebildet ist.
[0026] Zur Art der Erzeugung des zeitlich veränderlichen Drucks an dem Druckabschnitt wurden
bislang keine näheren Angaben gemacht.
[0027] So kann vorgesehen sein, daß der zeitlich veränderliche Druck mittels einer Druckerzeugungseinrichtung
erzeugt wird, die eine Kammer zur Aufnahme eines unter Druck stehenden Druckfluids
und eine elastisch verformbare Kammerwand zur Übertragung des Drucks von dem Druckfluid
auf das Ziehteil umfaßt.
[0028] Eine solche Kammer kann insbesondere ringförmig ausgebildet sein.
[0029] Besonders einfach herstellbar ist eine solche Kammer, wenn sie teilweise durch die
elastisch verformbare Kammerwand und teilweise durch eine Kammerbegrenzungswand aus
einem von dem Material der elastisch verformbaren Kammerwand verschiedenen Material,
vorzugsweise aus einem metallischen Material, insbesondere aus Aluminium, begrenzt
wird.
[0030] Grundsätzlich kann der Druckabschnitt am ersten Tiefziehwerkzeugteil oder am zweiten
Tiefziehwerkzeugteil angeordnet sein. Ferner kann vorgesehen sein, daß sowohl das
erste Tiefziehwerkzeugteil als auch das zweite Tiefziehwerkzeugteil jeweils einen
oder mehrere Druckabschnitte aufweisen, an denen während des Ziehvorgangs jeweils
ein zeitlich veränderlicher Druck erzeugt wird.
[0031] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Tiefziehverfahrens ist
vorgesehen, daß das erste Tiefziehwerkzeugteil als Ziehkörper und das zweite Tiefziehwerkzeugteil
als Ziehstempel ausgebildet ist und daß der Druckabschnitt an dem Ziehkörper angeordnet
ist.
[0032] Grundsätzlich kann die zur Verformung des Ziehteils erforderliche Relativbewegung
zwischen dem Ziehstempel und dem Ziehkörper sowohl durch eine Bewegung des Ziehstempels
als auch eine Bewegung des Ziehkörpers oder auch durch eine Bewegung beider Tiefziehwerkzeugteile
erzeugt werden.
[0033] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Tiefziehverfahrens ist
vorgesehen, daß der Ziehstempel während des Ziehvorgangs ortsfest ist und der Ziehkörper
auf den Ziehstempel zu bewegt wird.
[0034] Wie bereits ausgeführt, ist das erfindungsgemäße Tiefziehverfahren dann besonders
vorteilhaft, wenn das Ziehteil bei einem ersten Ziehvorgang vorgeformt und bei einem
zweiten Ziehvorgang, bei welchem der zeitlich veränderliche Druck an dem Druckabschnitt
erzeugt wird, nachverformt wird. In diesem Fall kann auf das bei den bekannten Tiefziehverfahren
erforderliche Glühen und die hierdurch bedingten Abkühl- und Waschvorgänge vor dem
zweiten Ziehvorgang verzichtet werden, was eine erhebliche Zeit- und Energieersparnis
mit sich bringt.
[0035] Die beiden Ziehvorgänge können hierbei in demselben Tiefziehwerkzeug durchgeführt
werden, wobei in der Regel ein Auswechseln der Tiefziehwerkzeugteile zwischen den
Ziehvorgängen erforderlich sein wird, oder die beiden Ziehvorgänge werden in verschiedenen
Tiefziehwerkzeugen durchgeführt, was sich für eine Serienfertigung empfiehlt, da in
diesem Fall die für den jeweiligen Ziehvorgang benötigten,Tiefziehwerkzeugteile in
dem jeweiligen Tiefziehwerkzeug verbleiben können.
[0036] Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Tiefziehwerkzeug, umfassend ein erstes
Tiefziehwerkzeugteil und ein zweites Tiefziehwerkzeugteil, in dem ein Ziehteil durch
Relativbewegung der Tiefziehwerkzeugteile zueinander umformbar ist.
[0037] Der vorliegenden Erfindung liegt die weitere Aufgabe zugrunde, ein solches Tiefziehwerkzeug
zu schaffen, mit dessen Hilfe Ziehteile - insbesondere im Rahmen eines mehrzügigen
Tiefziehverfahrens - zeit- und energiesparender als mit bekannten Tiefziehwerkzeugen
verformbar sind.
[0038] Diese Aufgabe wird bei einem Tiefziehwerkzeug mit den Merkmalen des Oberbegriffs
von Anspruch 13 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eines der Tiefziehwerkzeugteile
einen begrenzten Druckabschnitt aufweist, an dem während des Ziehvorgangs selektiv
ein zeitlich veränderlicher Druck erzeugbar ist, welcher einen an den Druckabschnitt
anliegenden Abschnitt des Ziehteils gegen das jeweils andere Tiefziehwerkzeugteil
preßt.
[0039] Die Vorteile des erfindungsgemäßen Tiefziehwerkzeugs wurden bereits vorstehend im
Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Tiefziehverfahren erläutert.
[0040] Besondere Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Tiefziehwerkzeugs sind Gegenstand
der Ansprüche 14 bis 23, deren Vorteile ebenfalls bereits vorstehend im Zusammenhang
mit besonderen Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Tiefziehverfahrens erläutert
worden sind.
[0041] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung
und zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.
[0042] In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Tiefziehwerkzeugs;
- Fig. 2 - 5
- schematische Querschnitte durch das Tiefziehwerkzeug aus Fig. 1 in vier verschiedenen
Phasen eines herkömmlichen Tiefziehvorgangs;
- Fig. 6 - 9
- schematische Querschnitte durch ein Tiefziehwerkzeug, das einen Druckblasenring umfaßt,
in vier verschiedenen Phasen eines erfindungsgemäßen Tiefziehvorgangs;
- Fig. 10
- eine schematische perspektivische Darstellung eines Ziehteils nach zwei Tiefziehvorgängen;
- Fig. 11
- eine Draufsicht auf einen Druckblasenring;
- Fig. 12
- einen Querschnitt durch den Druckblasenring aus Fig. 11 längs der Linie 12-12 in Fig.
11; und
- Fig. 13
- einen Querschnitt durch den Druckblasenring aus Fig. 11 längs der Linie 13-13 in Fig.
11.
[0043] Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben
Bezugszeichen bezeichnet.
[0044] Ein in den Fig. 1 bis 5 rein schematisch dargestelltes, als Ganzes mit 100 bezeichnetes
Tiefziehwerkzeug umfaßt eine Grundplatte 102, einen stationär an der Oberseite der
Grundplatte 102 angeordneten Ziehstempel 104, einen den Ziehtempel 104 ringförmig
umgebenden Blechhalter 106, welcher auf einer ebenfalls den Ziehstempel 104 ringförmig
umgebenden Trageplatte 108 angeordnet ist, welche von mittels einer (nicht dargestellten)
hydraulischen Bewegungsvorrichtung vertikal bewegbaren Pinolen 110 getragen ist, so
daß die Trageplatte 108 mit dem darauf angeordneten Blechhalter 106 längs der vertikalen
Ziehrichtung 112 bewegbar ist.
[0045] Ferner umfaßt das Tiefziehwerkzeug 100 einen über dem Ziehstempel 104 und dem Blechhalter
106 angeordneten Ziehkörper 114, welcher seinerseits einen ringförmigen Ziehringuntersatz
116 und einen an dessen Unterseite gehaltenen Ziehring 118 umfaßt.
[0046] Der Ziehringuntersatz 116 ist an seiner Oberseite an einer Halteplatte 120 gehalten,
welche mittels einer (nicht dargestellten) hydraulischen Bewegungsvorrichtung längs
der Ziehrichtung 112 relativ zu dem Ziehstempel 104 und dem Blechhalter 106 bewegbar
ist.
[0047] Der Ziehkörper 114 bildet das erste Tiefziehwerkzeugteil 122 des Tiefziehwerkzeugs
100; der Ziehstempel 104 bildet das zweite Tiefziehwerkzeugteil 124 des Tiefziehwerkzeugs
100.
[0048] Mit dem vorstehend beschriebenen Tiefziehwerkzeug 100 wird ein erster Tiefziehvorgang
wie folgt durchgeführt:
[0049] Zunächst werden der Ziehkörper 114 und der Blechhalter 106 mittels der (nicht dargestellten)
jeweiligen hydraulischen Bewegungsvorrichtungen in ihre jeweiligen oberen Ausgangsstellungen
gefahren.
[0050] In der oberen Ausgangsstellung des Blechhalters 106 ist die im wesentlichen ebene
Oberseite des Blechhalters 106 oberhalb der Oberseite des Ziehstempels 104 angeordnet.
[0051] In dieser Stellung wird ein Blechzuschnitt oder eine Platine 126, aus welcher das
Ziehteil hergestellt werden soll, in das Tiefziehwerkzeug 100 so eingelegt, daß der
Rand der Platine 126 auf dem Blechhalter 106 aufliegt (siehe Fig. 2).
[0052] Anschließend wird das Tiefziehwerkzeug 100 geschlossen, indem der Ziehkörper mittels
der (nicht dargestellten) hydraulischen Bewegungsvorrichtung aus seiner oberen Ausgangsstellung
so weit längs der Ziehrichtung 112 nach unten verfahren wird, bis die Unterseite des
Ziehrings 118 an der Oberseite der Platine 126 anliegt und der Rand der Platine 126
zwischen dem Ziehring 118 und dem Blechhalter 106 eingeklemmt ist (siehe Fig. 3).
[0053] Im darauffolgenden Verfahrensschritt wird die Platine 126 zu einem Ziehteil 128 umgeformt,
indem mittels der (nicht dargestellten) hydraulischen Bewegungsvorrichtung die Pinolen
110 mit der daran angeordneten Trageplatte 108 und dem Blechhalter 106 sowie der Ziehkörper
114 längs der Ziehrichtung 112 relativ zu dem Ziehstempel 104 um die Ziehtiefe nach
unten bewegt werden, wobei sich die an ihrem Rand zwischen dem Ziehring 118 und dem
Blechhalter 106 festgehaltene Platine 126 an die Außenkonturen des Ziehrings 118 und
des Ziehstempels 104 anschmiegt (siehe Fig. 4).
[0054] Nachdem die gewünschte Ziehtiefe für den ersten Tiefziehvorgang erreicht ist, werden
die Pinolen 110 mit der darauf angeordneten Trageplatte 108 und dem Blechhalter 106
in ihre obere Ausgangsstellung zurückbewegt und das Tiefziehwerkzeug 100 geöffnet,
indem der Ziehkörper 114 weiter längs der Ziehrichtung 112 nach oben in seine obere
Ausgangsstellung bewegt wird (siehe Fig. 5).
[0055] Dadurch wird das bei dem ersten Tiefziehvorgang geformte Ziehteil 128 von außerhalb
des Tiefziehwerkzeugs 100 zugänglich und kann aus demselben entnommen werden.
[0056] Nach diesem ersten Tiefziehvorgang hat das Tiefziehteil 128 noch nicht die gewünschte
endgültige Gestalt erhalten.
[0057] Im vorliegenden Beispiel soll das fertige Ziehteil die Gestalt eines Gastronorm-Speisenbehälters
aufweisen, der mit einem unterhalb seines oberen Randes 130 umlaufenden Stapelabsatz
132 versehen ist. Außerdem soll die Tiefe des fertigen Speisenbehälters größer sein
als die Tiefe des Ziehteils 128 nach dem ersten Tiefziehvorgang, während die Länge
und die Breite des fertigen Speisebehälters im Zargenbereich geringer sein sollen
als bei dem durch den ersten Ziehvorgang erhaltenen Ziehteil 128.
[0058] Um die erforderlichen weiteren Umformungen an dem Ziehteil 128 durchzuführen, wird
dasselbe einem zweiten Tiefziehvorgang in einem zweiten Tiefziehwerkzeug 100' (siehe
Fig. 6) unterzogen.
[0059] Das zweite Tiefziehwerkzeug 100' entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau dem
vorstehend beschriebenen ersten Tiefziehwerkzeug 100, wobei der Ziehstempel 104 und
der Ziehkörper 114' entsprechend geformt sind, um die gewünschten Umformungen des
Ziehteils 128 zu erhalten.
[0060] Ferner umfaßt der Ziehkörper 114' des zweiten Tiefziehwerkzeugs 100' eine als Ganzes
mit 134 bezeichnete Druckerzeugungseinrichtung zur Erzeugung eines veränderlichen
Drucks.
[0061] Die Einrichtung 134 umfaßt ihrerseits einen Druckblasenring 136, der in einer ringförmigen
Ausnehmung 138 an der Innenseite des Ziehringuntersatzes 116 aufgenommen ist und eine
ringförmige Druckblasenkammer 140 aufweist, die von einer Kammerwand 142 aus einem
elastisch verformbaren Material, beispielsweise aus einem Polyurethan, umschlossen
ist.
[0062] In die Druckblasenkammer 140 münden durch die Kammerwand 142 geführte Fluid-Zuführleitungen
144, über welche der Druckblasenkammer 140 ein unter Druck stehendes Fluid, beispielsweise
ein Hydrauliköl, von einer (nicht dargestellten) Fluiddruckpumpe zuführbar ist.
[0063] Mit dem vorstehend beschriebenen zweiten Tiefziehwerkzeug 100' wird ein zweiter Tiefziehvorgang
wie folgt durchgeführt:
[0064] Zunächst wird das zweite Tiefziehwerkzeug 100' geöffnet, indem der Ziehkörper 114'
und der Blechhalter 106 in ihre oberen Ausgangsstellungen gebracht werden (siehe Fig.
6). Da das Ziehteil 128 bereits durch den ersten Tiefziehvorgang vorverformt ist,
kann die Oberseite des Blechhalters 106 in dessen oberer Ausgangsstellung unterhalb
der Oberseite des Ziehstempels 104 angeordnet sein.
[0065] Anschließend wird das aus dem ersten Tiefziehvorgang erhaltene Tiefziehteil 128 in
das Tiefziehwerkzeug 100' eingelegt und auf den Blechhalter 106 aufgesetzt.
[0066] Darauf wird das zweite Tiefziehwerkzeug 100' geschlossen, indem der Ziehkörper 114'
längs der Ziehrichtung 112 nach unten verfahren wird, bis die Unterseite des Ziehrings
118 an der Unterseite des Randes 130 des Ziehteils 128 anliegt und der Rand des Ziehteils
128 zwischen dem Ziehring 118 und dem Blechhalter 106 festgeklemmt ist.
[0067] Anschließend wird eine erste Verformungsphase durchgeführt, indem die Pinolen 110
mit der darauf angeordneten Trageplatte 108 und dem Blechhalter 106 zusammen mit dem
Ziehkörper 114' längs der Ziehrichtung 112 relativ zu dem Ziehstempel 104 nach unten
bewegt werden, bis der noch verbleibende Ziehweg eine Strecke h beträgt (siehe Fig.
7). Während dieser ersten Verformungsphase ist der Druckblasenring 136 drucklos geschaltet,
das heißt die Fluiddruckpumpe ist abgeschaltet oder die Fluid-Zuführleitungen 144
sind durch ein (nicht dargestelltes) Sperrventil von der Fluiddruckpumpe getrennt,
so daß das in der Druckblasenkammer 140 befindliche Fluid unter keinem höheren Druck
als dem Atmosphärendruck steht.
[0068] Sobald der verbleibende Ziehweg der Strecke h entspricht, wird das Fluid in der Druckblasenkammer
140 mit einem erhöhten Druck p beaufschlagt, indem die Fluiddruckpumpe in Betrieb
genommen und/oder das Sperrventil zwischen der Fluiddruckpumpe und den Fluid-Zuführleitungen
144 geöffnet wird. Die elastisch verformbare Kammerwand 142 des Druckblasenrings 136
überträgt den erhöhten Druck des Fluids in der Druckblasenkammer 140 auf den an dem
Druckblasenring 136 anliegenden Abschnitt der Zarge 146 des Ziehteils 128, welche
durch die im wesentlichen parallel zu der Ziehrichtung 112 ausgerichteten Seitenwände
des Ziehteils 128 gebildet wird, so daß dieser Abschnitt der Zarge 146 unter erhöhtem
Druck gegen den Ziehstempel 104 gepreßt wird.
[0069] Somit dient die dem Ziehteil 128 zugewandte Innenseite des Druckblasenrings 136 als
Druckabschnitt 148 des Ziehkörpers 114', durch welchen ein an dem Druckabschnitt 148
anliegender Abschnitt des Ziehteils 128 unter einem während des Ziehvorgangs zeitlich
veränderlichen Druck selektiv gegen den Ziehstempel 104 preßbar ist.
[0070] Während einer zweiten Verformungsphase wird das Ziehteil 128 fertiggezogen, indem
die Pinolen 110 mit der darauf angeordneten Trageplatte 108 und dem Blechhalter 106
zusammen mit dem Ziehkörper 114' längs der Ziehrichtung 112 relativ zu dem Ziehstempel
104 nach unten bewegt werden, bis die gewünschte Ziehtiefe für den zweiten Tiefziehvorgang
erreicht ist (siehe Fig. 8).
[0071] Dabei wird durch die Beaufschlagung der Zarge 146 des Ziehteils 128 mit dem Druck
p durch den Druckabschnitt 148 des Ziehkörpers 114' erreicht, daß eine ausreichende
Materialmenge beim Verformen des Ziehteils 128 längs der Ziehrichtung 112 nach unten
fließt, um den Stapelabsatz 132 auszubilden, ohne daß Risse an dem Ziehteil 128 auftreten.
[0072] Ferner ist durch die Beaufschlagung der Zarge 146 mit dem erhöhten Druck p gewährleistet,
daß sich die Länge und Breite des Ziehteils 128 im Zargenbereich desselben auf die
gewünschten Werte verringern und die Ausbauchung des Ziehteils 128, welche bei dem
ersten Tiefziehvorgang entstanden ist, verschwindet.
[0073] Nach Erreichen der gewünschten Ziehtiefe am Ende der zweiten Verformungsphase wird
der Druckblasenring 136 wieder drucklos geschaltet, indem die Fluiddruckpumpe abgeschaltet
und/oder das Sperrventil zwischen der Fluiddruckpumpe und den Fluid-Zuführleitungen
144 zu dem Druckblasenring 136 geschlossen wird.
[0074] Anschließend wird das zweite Tiefziehwerkzeug 100' geöffnet, indem die Pinolen 110
mit der darauf angeordneten Trageplatte 108 und dem Blechhalter 106 in die obere Ausgangsstellung
gefahren werden und anschließend der Ziehkörper 114' weiter längs der Ziehrichtung
112 nach oben in seine obere Ausgangsstellung gefahren wird, so daß das fertig gezogene
Ziehteil 128 von außerhalb des Tiefziehwerkzeugs 100' aus zugänglich ist und dem Tiefziehwerkzeug
100' entnommen werden kann (siehe Fig. 9).
[0075] Das Ziehteil 128 hat nun die gewünschte Endgestalt eines Gastronorm-Speisenbehälters
(siehe Fig. 10).
[0076] Die Fig. 11 bis 13 zeigen im Detail eine bevorzugte Ausführungsform eines Druckblasenrings
136, wie er bei dem erfindungsgemäßen Tiefziehverfahren zum Einsatz kommen kann.
[0077] Wie am besten aus den Querschnitten der Fig. 12 und 13 zu ersehen ist, umfaßt der
Druckblasenring 136 einen Außenring 150 aus einem elastisch verformbaren Material,
beispielsweise aus Polyurethan, in welchen ein Kammerbegrenzungsring 152, der beispielsweise
aus einem metallischen Material, insbesondere aus Aluminium bestehen kann, eingebettet
ist.
[0078] Der Außenring 150 wird hergestellt, indem der Kammerbegrenzungsring 152 in eine Gießform,
deren Innenkonturen den Außenkonturen des Außenrings 150 entspricht, eingebracht wird
und der Zwischenraum zwischen der Gießform und dem Kammerbegrenzungsring 152 mit Polyurethan
ausgegossen wird.
[0079] Dabei wird die Innenseite des Kammerbegrenzungsrings 152 mit einem Trennmittel versehen,
so daß der Außenring 150 aus Polyurethan nur an der Außenseite des Kammerbegrenzungsrings
152 haftet, während an der Innenseite des Kammerbegrenzungsrings 152 das Material
des Außenrings 150 von dem Kammerbegrenzungsring 152 abgehoben werden kann.
[0080] An zwei einander diametral gegenüberliegenden Stellen des Druckblasenrings 136 wird
der Kammerbegrenzungsring 152 von jeweils einem Anschlußstück 154, beispielsweise
aus Stahl, durchsetzt, welches von dem Kammerbegrenzungsring 152 bis zur Außenseite
des Außenrings 150 führt und an seinem äußeren Ende an eine Fluid-Zuführleitung 144
anschließbar ist.
[0081] Durch das Anschlußstück 154 hindurch kann durch die Fluid-Zuführleitung 144 zugeführtes
Fluid in den Zwischenraum zwischen dem Außenring 150 und dem Kammerbegrenzungsring
152 an der Innenseite des Kammerbegrenzungsrings 152 gelangen und das Material des
Außenrings 150 von dem Kammerbegrenzungsring 152 abheben, so daß zwischen dem Kammerbegrenzungsring
152 und dem Außenring 150 eine Druckblasenkammer 140 gebildet wird, deren Volumen
von dem Druck, unter dem das Fluid steht, abhängig ist. Ist dieser Druck gering, so
weist die Druckblasenkammer 140 nur ein geringes Volumen auf (entsprechend der durchgezogenen
Begrenzungslinie in den Fig. 12 und 13). Ist der Druck des Fluids hoch, so vergrößert
sich das Volumen der Druckblasenkammer 140 entsprechend (vergleiche die gebrochenen
Begrenzungslinien in den Fig. 12 und 13).
[0082] Wird der Außenring 150 des Druckblasenrings 136 aus Polyurethan hergestellt, so kann
ein Hydrauliköl als Druckfluid zum Befüllen der Druckblasenkammer 140 verwendet werden.
[0083] Wird alternativ hierzu der Außenring 150 des Druckblasenrings 136 aus Naturkautschuk
hergestellt, so ist statt dessen als Druckfluid beispielsweise ein Rizinusöl zu verwenden,
da Naturkautschuk durch Hydrauliköl angegriffen wird.
1. Tiefziehverfahren, bei dem ein Ziehteil (128) in einem Tiefziehwerkzeug (100') zwischen
einem ersten Tiefziehwerkzeugteil (122) und einem zweiten Tiefziehwerkzeugteil (124)
angeordnet und durch Relativbewegung der Tiefziehwerkzeugteile zueinander umgeformt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß an einem begrenzten Druckabschnitt (148) eines der Tiefziehwerkzeugteile (122) selektiv
ein während des Ziehvorgangs zeitlich veränderlicher Druck erzeugt wird, welcher einen
an dem Druckabschnitt anliegenden Abschnitt des Ziehteils (128) gegen das jeweils
andere Tiefziehwerkzeugteil (124) preßt.
2. Tiefziehverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck an dem Druckabschnitt (148) mittels eines Druckfluids hydraulisch oder
pneumatisch erzeugt wird.
3. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck an dem Druckabschnitt (148) gemäß einem vorgegebenen zeitlichen Druckverlauf
gesteuert und/oder geregelt wird.
4. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabschnitt (148) im wesentlichen parallel zu der Ziehrichtung (112), längs
welcher die Tiefziehwerkzeugteile (122, 124) relativ zueinander bewegt werden, ausgerichtet
ist.
5. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ziehteil (128) eine Zarge (146) aufweist und daß ausschließlich die Zarge während
des Ziehvorgangs mit dem zeitlich veränderlichen Druck an dem Druckabschnitt (148)
beaufschlagt wird.
6. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabschnitt (148) ringförmig ausgebildet ist.
7. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der zeitlich veränderliche Druck mittels einer Druckerzeugungseinrichtung (134) erzeugt
wird, die eine Kammer (140) zur Aufnahme eines unter Druck stehenden Druckfluids und
eine elastisch verformbare Kammerwand (142) zur Übertragung des Drucks von dem Druckfluid
auf das Ziehteil (128) umfaßt.
8. Tiefziehverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (140) ringförmig ausgebildet ist.
9. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (140) teilweise durch die elastisch verformbare Kammerwand (142) und teilweise
durch eine Kammerbegrenzungswand (152) aus einem von dem Material der elastisch verformbaren
Kammerwand (142) verschiedenen Material, vorzugsweise aus einem metallischen Material,
insbesondere aus Aluminium, begrenzt wird.
10. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Tiefziehwerkzeugteil (122) als Ziehkörper (114') und das zweite Tiefziehwerkzeugteil
(124) als Ziehstempel (104) ausgebildet ist und daß der Druckabschnitt (148) an dem
Ziehkörper (114') angeordnet ist.
11. Tiefziehverfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehstempel (104) während des Ziehvorgangs ortsfest ist und der Ziehkörper (114')
auf den Ziehstempel (104) zu bewegt wird.
12. Tiefziehverfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Ziehteil (128) bei einem ersten Ziehvorgang vorgeformt und bei einem zweiten
Ziehvorgang, bei welchem der zeitlich veränderliche Druck an dem Druckabschnitt (148)
erzeugt wird, nachverformt wird.
13. Tiefziehwerkzeug, umfassend ein erstes Tiefziehwerkzeugteil (122) und ein zweites
Tiefziehwerkzeugteil (124), in dem ein Ziehteil durch Relativbewegung der Tiefziehwerkzeugteile
zueinander umformbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eines der Tiefziehwerkzeugteile (122) einen begrenzten Druckabschnitt (148) aufweist,
an dem während des Ziehvorgangs selektiv ein zeitlich veränderlicher Druck erzeugbar
ist, welcher einen an dem Druckabschnitt anliegenden Abschnitt des Ziehteils (128)
gegen das jeweils andere Tiefziehwerkzeugteil (124) preßt.
14. Tiefziehwerkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck an dem Druckabschnitt (148) mittels eines Druckfluids hydraulisch oder
pneumatisch erzeugbar ist.
15. Tiefziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck an dem Druckabschnitt (148) gemäß einem vorgegebenen zeitlichen Druckverlauf
steuerbar und/oder regelbar ist.
16. Tiefziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabschnitt (148) im wesentlichen parallel zu der Ziehrichtung (112), längs
welcher die Tiefziehwerkzeugteile (122, 124) relativ zueinander bewegbar sind, ausgerichtet
ist.
17. Tiefziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Tiefziehwerkzeug (100') ein eine Zarge (146) aufweisendes Ziehteil (128) umformbar
ist und daß ausschließlich die Zarge während des Ziehvorgangs mit dem zeitlich veränderlichen
Druck an dem Druckabschnitt (148) beaufschlagbar ist.
18. Tiefziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckabschnitt (148) ringförmig ausgebildet ist.
19. Tiefziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Tiefziehwerkzeug (100') eine Druckerzeugungseinrichtung (134) zur Erzeugung des
zeitlich veränderlichen Drucks umfaßt, wobei die Druckerzeugungseinrichtung (134)
eine Kammer (140) zur Aufnahme eines unter Druck stehenden Druckfluids und eine elastisch
verformbare Kammerwand (142) zur Übertragung des Drucks von dem Druckfluid auf das
Ziehteil (128) umfaßt.
20. Tiefziehwerkzeug nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (140) ringförmig ausgebildet ist.
21. Tiefziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammer (140) teilweise durch die elastisch verformbare Kammerwand (142) und teilweise
durch eine Kammerbegrenzungswand (152) aus einem von dem Material der elastisch verformbaren
Kammerwand (142) verschiedenen Material, vorzugsweise aus einem metallischen Material,
insbesondere aus Aluminium, begrenzt ist.
22. Tiefziehwerkzeug nach einem der Ansprüche 13 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Tiefziehwerkzeugteil (122) als Ziehkörper (114') und das zweite Tiefziehwerkzeugteil
(124) als Ziehstempel (104) ausgebildet ist, und daß der Druckabschnitt (148) an dem
Ziehkörper (114') angeordnet ist.
23. Tiefziehwerkzeug nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß der Ziehstempel (104) ortsfest ist und der Ziehkörper (114') auf den Ziehstempel
(104) zu bewegbar ist.
1. Deep-drawing method, in which a part (128) for drawing is disposed in a deep-drawing
die (100') between a first deep-drawing die part (122) and a second deep-drawing die
part (124) and formed through a movement of the deep-drawing die parts relative to
one another,
characterised in that a pressure which is variable in time during the drawing operation is selectively
generated at a defined pressure portion (148) of one (122) of the deep-drawing die
parts, which pressure presses a portion of the part (128) for drawing which lies against
the pressure portion against the respective other deep-drawing die part (124).
2. Deep-drawing method according to Claim 1, characterised in that the pressure at the pressure portion (148) is generated hydraulically or pneumatically
by means of a pressure fluid.
3. Deep-drawing method according to either of Claims 1 and 2, characterised in that the pressure at the pressure portion (148) is controlled and/or regulated according
to a predetermined time-related pressure pattern.
4. Deep-drawing method according to any one of Claims 1 to 3, characterised in that the pressure portion (148) is oriented substantially parallel to the drawing direction
(112) along which the deep-drawing die parts (122, 124) are moved relative to one
another.
5. Deep-drawing method according to any one of Claims 1 to 4, characterised in that the part (128) for drawing has an edge (146), and that only the edge is subjected
to the time-variable pressure at the pressure portion (148) during the drawing operation.
6. Deep-drawing method according to any one of Claims 1 to 5, characterised in that the pressure portion (148) is of annular construction.
7. Deep-drawing method according to any one of Claims 1 to 6, characterised in that the time-variable pressure is generated by means of a pressure-generating device
(134) which comprises a chamber (140) for holding a pressurised pressure fluid and
an elastically deformable chamber wall (142) for transmitting the pressure from the
pressure fluid to the part (128) for drawing.
8. Deep-drawing method according to Claim 7, characterised in that the chamber (140) is of annular construction.
9. Deep-drawing method according to either of Claims 7 and 8, characterised in that the chamber (140) is defined partly by the elastically deformable chamber wall (142)
and partly by a chamber boundary wall (152) of a material which is different from
the material of the elastically deformable chamber wall (142), preferably of a metallic
material, in particular of aluminium.
10. Deep-drawing method according to any one of Claims 1 to 9, characterised in that the first deep-drawing die part (122) is constructed as a drawing body (114') and
the second deep-drawing die part (124) is constructed as a drawing punch (104), and
that the pressure portion (148) is disposed at the drawing body (114').
11. Deep-drawing method according to Claim 10, characterised in that the drawing punch (104) is stationary during the drawing operation and the drawing
body (114') is moved up to the drawing punch (104).
12. Deep-drawing method according to any one of Claims 1 to 10, characterised in that the part (128) for drawing is preformed in a first drawing operation and post-formed
in a second drawing operation, in which the time-variable pressure is generated at
the pressure portion (148).
13. Deep-drawing die, comprising a first deep-drawing die part (122) and a second deep-drawing
die part (124), in which a part for drawing can be formed by a movement of the deep-drawing
die parts relative to one another, characterised in that one (122) of the deep-drawing die parts has a defined pressure portion (148), at
which a time-variable pressure can be selectively generated during the drawing operation,
which pressure presses a portion of the part (128) for drawing which lies against
the pressure portion against the respective other deep-drawing die part (124).
14. Deep-drawing die according to Claim 13, characterised in that the pressure at the pressure portion (148) can be generated hydraulically or pneumatically
by means of a pressure fluid.
15. Deep-drawing die according to either of Claims 13 and 14, characterised in that the pressure at the pressure portion (148) can be controlled and/or regulated according
to a predetermined time-related pressure pattern.
16. Deep-drawing die according to any one of Claims 13 to 15, characterised in that the pressure portion (148) is oriented substantially parallel to the drawing direction
(112) along which the deep-drawing die parts (122, 124) can be moved relative to one
another.
17. Deep-drawing die according to any one of Claims 13 to 16, characterised in that a part (128) for drawing, which has an edge (146), can be formed in the deep-drawing
die (100'), and that only the edge can be subjected to the time-variable pressure
at the pressure portion (148) during the drawing operation.
18. Deep-drawing die according to any one of Claims 13 to 17, characterised in that the pressure portion (148) is of annular construction.
19. Deep-drawing die according to any one of Claims 13 to 18, characterised in that the deep-drawing die (100') comprises a pressure-generating device (134) for generating
the time-variable pressure, wherein the pressure-generating device (134) comprises
a chamber (140) for holding a pressurised pressure fluid and an elastically deformable
chamber wall (142) for transmitting the pressure from the pressure fluid to the part
(128) for drawing.
20. Deep-drawing die according to Claim 19, characterised in that the chamber (140) is of annular construction.
21. Deep-drawing die according to either of Claims 19 and 20, characterised in that the chamber (140) is defined partly by the elastically deformable chamber wall (142)
and partly by a chamber boundary wall (152) of a material which is different from
the material of the elastically deformable chamber wall (142), preferably of a metallic
material, in particular of aluminium.
22. Deep-drawing die according to any one of Claims 13 to 21, characterised in that the first deep-drawing die part (122) is constructed as a drawing body (114') and
the second deep-drawing die part (124) is constructed as a drawing punch (104), and
that the pressure portion (148) is disposed at the drawing body (114').
23. Deep-drawing die according to Claim 22, characterised in that the drawing punch (104) is stationary and the drawing body (114') is moved up to
the drawing punch (104).
1. Procédé d'emboutissage profond dans lequel une pièce emboutie (128) est disposée dans
un outillage d'emboutissage profond (100'), entre une première partie (122) de l'outillage
d'emboutissage profond et une seconde partie (124) de l'outillage d'emboutissage profond,
et est soumise au formage par mouvement relatif, l'une vers l'autre, des parties de
l'outillage d'emboutissage profond,
caractérisé en ce que, au niveau d'une partie sous pression (148), limitée, de l'une des parties (122)
de l'outillage d'emboutissage profond, une pression variable dans le temps est produite,
sélectivement, au cours du processus d'emboutissage, laquelle pression comprime une
partie de la pièce emboutie (128) se trouvant en appui sur la partie sous pression,
respectivement contre l'autre partie (124) de l'outillage d'emboutissage profond.
2. Procédé d'emboutissage profond selon la revendication 1, caractérisé en ce que la pression appliquée au niveau de la partie sous pression (148) est produite hydrauliquement
ou pneumatiquement au moyen d'un fluide sous pression.
3. Procédé d'emboutissage profond selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la pression appliquée au niveau de la partie sous pression (148) est commandée et/ou
réglée conformément à un profil de pression prédéterminé dans le temps.
4. Procédé d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la partie sous pression (148) est orientée pratiquement de façon parallèle au sens
d'emboutissage (112) le long duquel les parties (122, 124) de l'outillage d'emboutissage
profond sont déplacées relativement l'une vers l'autre.
5. Procédé d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la pièce emboutie (128) présente un corps (146), et en ce que le corps, exclusivement, au cours du processus d'emboutissage, est sollicité par
la pression variable dans le temps et appliquée au niveau de la partie sous pression
(148).
6. Procédé d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la partie sous pression (148) est configurée en ayant une forme annulaire.
7. Procédé d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que la pression variable dans le temps est produite au moyen d'un dispositif de production
de pression (134) qui comprend une chambre (140) servant à recevoir un fluide sous
pression, et une paroi de chambre (142) élastiquement déformable servant à transmettre
la pression du fluide sous pression, à la pièce emboutie (128).
8. Procédé d'emboutissage profond selon la revendication 7, caractérisé en ce que la chambre (140) est configurée en ayant une forme annulaire.
9. Procédé d'emboutissage profond selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la chambre (140) est limitée partiellement par la paroi de chambre (142) élastiquement
déformable et, partiellement, par une paroi de limitation (152) de la chambre, constituée
d'un matériau différent du matériau de la paroi de chambre (142) élastiquement déformable,
ce matériau différent étant, de préférence, un matériau métallique, en particulier
de l'aluminium.
10. Procédé d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que la première partie (122) de l'outillage d'emboutissage profond est conçue comme un
corps d'emboutissage (114') et la seconde partie (124) de l'outillage d'emboutissage
profond, comme un poinçon d'emboutissage (104), et en ce que la partie sous pression (148) est disposée sur le corps d'emboutissage (114').
11. Procédé d'emboutissage profond selon la revendication 10, caractérisé en ce que le poinçon d'emboutissage (104) est fixe au cours du processus d'emboutissage, et
le corps d'emboutissage (114') est déplacé vers le poinçon d'emboutissage (104).
12. Procédé d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que la pièce emboutie (128) est préformée au cours d'un premier processus d'emboutissage
et est à nouveau déformée au cours d'un second processus d'emboutissage au cours duquel
est produite la pression variable dans le temps et appliquée au niveau de la partie
sous pression (148).
13. Outillage d'emboutissage profond comprenant une première partie d'outillage d'emboutissage
profond (122) et une seconde partie d'outillage d'emboutissage profond (124), dans
lequel une pièce emboutie peut être soumise au formage par mouvement relatif, l'une
vers l'autre, des parties de l'outillage d'emboutissage profond, caractérisé en ce que l'une des parties (122) de l'outillage d'emboutissage profond présente une partie
sous pression (148), limitée, au niveau de laquelle une pression variable dans le
temps peut être produite, sélectivement, au cours du processus d'emboutissage, laquelle
pression comprime une partie de la pièce emboutie (128) se trouvant en appui sur la
partie sous pression, respectivement contre l'autre partie (124) de l'outillage d'emboutissage
profond.
14. Outillage d'emboutissage profond selon la revendication 13, caractérisé en ce que la pression appliquée au niveau de la partie sous pression (148) est produite hydrauliquement
ou pneumatiquement au moyen d'un fluide sous pression.
15. Outillage d'emboutissage profond selon la revendication 13 ou 14, caractérisé en ce que la pression appliquée au niveau de la partie sous pression (148) peut être commandée
et/ou réglée conformément à un profil de pression prédéterminé dans le temps.
16. Outillage d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 13 à 15,
caractérisé en ce que la partie sous pression (148) est orientée pratiquement de façon parallèle au sens
d'emboutissage (112) le long duquel les parties (122, 124) de l'outillage d'emboutissage
profond peuvent être déplacées relativement l'une vers l'autre.
17. Outillage d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 13 à 16,
caractérisé en ce qu'une pièce emboutie (128) présentant un corps (146) peut être soumise au formage dans
l'outillage d'emboutissage profond (100'), et en ce que le corps, exclusivement, au cours du processus d'emboutissage, peut être sollicité
par la pression variable dans le temps et appliquée au niveau de la partie sous pression
(148).
18. Outillage d' emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 13 à 17,
caractérisé en ce que la partie sous pression (148) est configurée en ayant une forme annulaire.
19. Outillage d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 13 à 18,
caractérisé en ce que l'outillage d'emboutissage profond (100') comprend un dispositif de production de
pression (134) servant à produire la pression variable dans le temps, où le dispositif
de production de pression (134) comprend une chambre (140) servant à recevoir un fluide
sous pression, et une paroi de chambre (142) élastiquement déformable servant à transmettre
la pression du fluide sous pression, à la pièce emboutie (128).
20. Outillage d'emboutissage profond selon la revendication 19, caractérisé en ce que la chambre (140) est configurée en ayant une forme annulaire.
21. Outillage d'emboutissage profond selon la revendication 19 ou 20, caractérisé en ce que la chambre (140) est limitée partiellement par la paroi de chambre (142) élastiquement
déformable et, partiellement, par une paroi de limitation (152) de la chambre, constituée
d'un matériau différent du matériau de la paroi de chambre (142) élastiquement déformable,
ce matériau différent étant, de préférence, un matériau métallique, en particulier
de l'aluminium.
22. Outillage d'emboutissage profond selon l'une quelconque des revendications 13 à 21,
caractérisé en ce que la première partie (122) de l'outillage d'emboutissage profond est conçue comme un
corps d'emboutissage (114') et la seconde partie (124) de l'outillage d'emboutissage
profond, comme un poinçon d'emboutissage (104), et en ce que la partie sous pression (148) est disposée sur le corps d'emboutissage (114').
23. Outillage d'emboutissage profond selon la revendication 22, caractérisé en ce que le poinçon d'emboutissage (104) est fixe, et le corps d'emboutissage (114') peut
être déplacé vers le poinçon d'emboutissage (104).