[0001] Die Erfindung befaßt sich mit Übertragungsfolien zur Aufbringung einer von mindestens
einer Lackschicht und einer wärmeaktivierbaren Kleberschicht gebildeten Dekorschichtanordnung
auf ein Substrat gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie mit einem Verfahren zu
deren Herstellung.
[0002] Die Sicherung von Dokumenten gewinnt zunehmend an Bedeutung, wobei unter den Begriff
"Dokumente" nicht nur Ausweispapiere, Wertpapiere od. dgl. sondern beispielsweise
auch Banknoten, Schecks, Kreditkarten etc. gezählt werden. Bei Wertdokumenten, z.B.
Banknoten, werden sehr häufig Sicherungselemente verwendet, die von einer Dekorschichtanordnung
gebildet sind, die beispielsweise beugungsoptisch oder holographisch wirksame Strukturen
umfaßt. Daneben können aber auch bestimmte grafische Gestaltungen als Sicherheitselemente
vorgesehen sein. Bei Wertdokumenten mit großer Auflage erfolgt die Anbringung der
Sicherheitselemente sehr häufig mittels einer Übertragungsfolie, beispielsweise einer
Heißprägefolie, wobei die das Sicherheitselement bildende Dekorschichtanordnung üblicherweise
wenigstens eine Lackschicht sowie eine Schicht eines wärmeaktivierbaren Klebers umfaßt,
der zur Verbindung der das eigentliche Sicherheitselement darstellenden Lackschicht
bzw. Anordnung von Lackschichten mit dem Substrat, beispielsweise einer Banknote,
einem Scheck, einem Ausweispapier oder einer Kreditkarte dient.
[0003] In den meisten Fällen erfolgt die Übertragung des Sicherungselementes auf das Dokument
maschinell. In diesem Falle bereitet die Verarbeitung von Transferfolien, meistens
sogenannten Heißprägefolien, wenig Probleme, sofern die Maschinen entsprechend ausgebildet
sind.
[0004] Die Dekorationsschichtanordnungen von Heißprägefolien haben nur eine sehr geringe
Dicke. Sie bestehen im wesentlichen nur aus einigen Lackschichten. Diese geringe Dicke
der Sicherheitselemente hat den Vorteil, daß dann, wenn die Sicherheitselemente nur
in einem bestimmten Bereich des Dokumentes angeordnet sind, sich trotzdem keine grundlegenden
Dickenunterschiede im Dokument ergeben. Derartige Dickenunterschiede könnten ja das
Stapeln problematisch machen. Ein weiterer Vorteil der Verwendung von Dekorationsschichtanordnungen
aus mehreren Lackschichten als Sicherheitselemente ist der, daß derartige Schichtanordnungen
mechanisch nicht sehr stabil sind. Wenn daher versucht wird, ein Sicherheitselement
vom Dokument abzuziehen, ist nahezu sicher davon auszugehen, daß das Sicherheitselement
aus den diversen Lackschichten zerstört wird, so daß die Fälschung bzw. der Versuch
der Fälschung leicht festgestellt werden kann.
[0005] Die Verwendung von Heißprägefolien zur Anbringung von Sicherheitselementen auf Dokumenten
hat allerdings den Nachteil, daß stets ein entsprechender maschineller Aufwand betrieben
werden muß, weil die Aufbringung von Heißprägefolien-Dekorschichten als Sicherheitselemente
auf Substrate von Hand praktisch ausgeschlossen ist, und zwar wegen der sehr geringen
Dicke der Dekorationsschichtanordnung einer Heißprägefolie. Dies bedeutet, daß für
bestimmte Anwendungszwecke der Einsatz von Heißprägefolien als Sicherheitselement
bisher ausscheidet, weil der erforderliche maschinelle Aufwand in keinem vernünftigen
Verhältnis zu dem erzielten Ergebnis stünde.
[0006] In bestimmten Fällen wäre es weiterhin sehr vorteilhaft, wenn ein Sicherheitselement
vor der Aufbringung auf ein Dokument individualisiert werden könnte. Diese Möglichkeit
ist vor allem bei Personendokumenten erstrebenswert. Es könnte dann ein Sicherheitselement
verwendet werden, das vor dem Aufbringen auf das Dokument mit persönlichen Daten des
Inhabers des Dokuments, beispielsweise einem Photo, Namen oder Geburtstag etc. individualisiert
wurde. Diese Möglichkeit scheidet in der Praxis aus, wenn mittels einer bekannten
Heißprägefolie Sicherheitselemente auf ein Dokument übertragen werden, und zwar vor
allem deswegen, weil das individuelle Bedrucken von Sicherheitselementen, die auf
Heißprägefolien stets in sehr großer Zahl vorhanden sind, wegen des erforderlichen
Aufwands wiederum dann ausscheidet, wenn nur wenige, entsprechend individualisierte
Sicherheitselemente benötigt werden. Beispielsweise ist es so, daß für Personalausweise,
Reisepässe etc. stets nur ganz wenige Sicherheitselemente mit personenbezogenen Daten
erforderlich sind. Häufig reicht sogar ein derartiges Element aus, welches dann Bestandteil
des Personalausweises oder Reisepasses wird.
[0007] Aus der US 5,932,319 sind wärmeübertragbare Etiketten bekannt. Dabei ist die Ausbildung
derart, daß auf einem Trägerfilm, beispielsweise in Form einer Papierbahn, eine Wachs-Ablöseschicht
vorhanden ist. Auf diese Wachs-Ablöseschicht werden dann nacheinander eine Schutzlackschicht,
eine Dekorlackschicht sowie ein Kleber aufgebracht. Bei Übertragung des Etiketts vom
Trägerfilm erweicht infolge der Wärmeeinwirkung die Wachsschicht, so daß sich die
Dekorschicht dann aus Schutzlackschicht, Dekorlack und Kleber leicht von dem Papierträger
lösen und auf das zu dekorierende Substrat übertragen läßt. Aus der DE 30 22 744 C2
ist eine Übertragungsfolie gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bekannt, bei der
als Träger für die Dekorschichtanordnung eine mit einer Kunststoffolie kaschierte
Papierbahn vorgesehen ist. Man erhält so eine Übertragungsfolie, die verhältnismäßig
große Stabilität hat, weil anstelle des bisher bei Heißprägefolien üblichen, relativ
dünnen Trägerfilms eine Kombination aus Grundfolie (Papierbahn) und Trägerfilm vorhanden
ist, die die notwendige Stabilität aufweist, um die Übertragungsfolie auch ohne aufwendige
Maschinen sauber handhaben zu können. Im Gebrauch legt der Benutzer eine derartige
Übertragungsfolie mit der Seite, auf der die eine Markierung darstellende Dekorationsschichtanordnung
mit dem Kleber vorgesehen ist, auf einen textilen Gegenstand auf. Es wird dann durch
entsprechende Druck- und Wärmeeinwirkung die Dekorationsschichtanordnung mit dem Gegenstand
verbunden und anschließend die mit dem Trägerfilm kaschierte Papierbahn von der Dekorationsschichtanordnung
abgezogen, die auf dem Substrat verbleibt.
[0008] Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Übertragungsfolie zu schaffen,
mittels derer ein Sicherheits- oder Dekorationselement übertragen werden kann, das
in seinem Aufbau grundsätzlich der Dekorationsschichtanordnung einer an sich bekannten
Heißprägefolie entspricht, wobei die Aufbringung der Dekorationsschichtanordnung auf
das Substrat, beispielsweise ein Dokument, auch ohne umfangreiche maschinelle Ausstattung
möglich sein soll.
[0009] Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Übertragungsfolie vorgeschlagen,
die die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
[0010] Erfindungsgemäß wird somit eine Übertragungsfolie vorgeschlagen, bei der die Grundfolie
von einer auf ihrer dem Trägerfilm abgekehrten Oberfläche silikonisierten Papierbahn
gebildet ist, die mit ihrer silikonisierten Oberfläche an einer Trägerfolie, z.B.
einem Trägerpapier lösbar haftet. In diesem Falle können beispielsweise mehrere kleiner
Sicherheitselemente auf einem gemeinsamen Bogen, nämlich der Trägerfolie, angeordnet
werden. Zur Anwendung wird dann ein Sicherheitselement bestehend aus Grundfolie, Trägerfilm
und Dekorschichtanordnung von der Trägerfolie gelöst und entsprechend auf das vorgesehene
Substrat übertragen.
[0011] Diese Übertragung von Einzelelementen kann vorteilhafterweise dadurch erleichtert
werden, daß die Grundfolie mit dem Trägerfilm und der Dekorschichtanordnung in eine
Mehrzahl von etikettenartigen Einzelelementen unterteilt ist, wobei mehrere solche
Einzelelemente auf einer Trägerfolienbahn von dieser abziehbar angeordnet sind. Die
Unterteilung erfolgt dabei zweckmäßig derart, daß die Einzelelemente durch Stanzung
oder Perforation von Grundfolie, Trägerfilm und Dekorschichtanordnung entlang ihrer
vorgesehenen Umfangsränder gebildet sind, wobei die Trägerfolie nicht zerteilt wird.
[0012] Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der Übertragungsfolie gemäß der Erfindung
ist derart ausgebildet, daß die Dekorschichtanordnung transparent ist und die zur
Festlegung der Dekorschichtanordnung an dem Substrat dienende Kleberschicht mittels
eines Druckers, beispielsweise eines Laser- oder Thermodruckers, bedruckbar ist. Bei
einer derartigen Übertragungsfolie kann beispielsweise durch das Bedrucken der Kleberschicht
eine entsprechende Individualisierung erfolgen. Es ist z.B. denkbar, die die persönlichen
Daten enthaltende Seite eines Reisepasses unter Verwendung einer Übertragungsfolie
gem. der Erfindung zu sichern, wobei die Grund-Angaben bereits bei der fabrikmäßigen
Herstellung der Übertragungsfolie in einem entsprechenden Druckvorgang, z.B. zwischen
einzelnen ganzflächig vorgesehenen Schichten der Dekorschichtanordnung angebracht
werden können, während die personenbezogenen Daten, z.B. Name, Vorname, Anschrift,
Geburtsdatum und Bild des Passinhabers dann vor der Verwendung der Übertragungsfolie
auf deren Kleberschicht mittels eines geeigneten Druckers aufgedruckt werden. Nach
dem individualisierenden Bedrucken wird die Übertragungsfolie dann mit der bedruckten
Kleberschicht auf das Substrat aufgelegt und durch Wärme und gegebenenfalls Druckeinwirkung
an dem Substrat befestigt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, daß die individualisierenden
Angaben durch die Dekorschichtanordnung der Übertragungsfolie abgedeckt sind, d.h.
eine Änderung nicht möglich ist, ohne gleichzeitig die Dekorschichtanordnung zu beschädigen.
Versucht man, die Dekorschichtanordnung von dem Substrat abzuziehen, um die individualisierenden
Daten zu ändern, muß mit einer Zerstörung der Dekorschichtanordnung gerechnet werden.
Außerdem ist in Normalfall davon auszugehen, daß sich die individualisierenden Daten
auch auf dem Substrat wiederfinden, weil bei den üblichen Verarbeitungsbedingungen
der Übertragungsfolie gemäß der Erfindung zumindest ein gewisser Anteil der auf der
Kleberschicht vorhandenen Druckfarbe sich auch mit dem Substrat direkt verbindet.
[0013] Eine weitere Verbesserung der Übertragungsfolie gem. der Erfindung im Sinne einer
Sicherung ist erfindungsgemäß dadurch möglich, daß die Dekorschichtanordnung wenigstens
eine an einer Oberfläche mit einer beugungsoptisch und/oder holographisch wirksamen
Struktur versehene Replizierlackschicht aufweist. Derartige beugungsoptisch oder holographisch
wirksame Strukturen sind an sich von von Heißprägefolien-Dekorschichtanordnungen gebildeten
Sicherheitselementen her allgemein bekannt und müssen deswegen nicht näher erläutert
werden.
[0014] Bei den bisherigen Sicherheitselementen ist es nun häufig so, daß die beugungsoptisch
oder holographisch wirksame Struktur mittels einer reflektierenden Schicht, im allgemeinen
einer aufgedampften Metallschicht, abgedeckt und dadurch in Auflicht besser sichtbar
ist. Erfindungsgemäß wird vorgezogen, daß die beugungsoptisch und/oder holographisch
wirksame Struktur eine transparente Schicht eines Materials trägt, dessen Brechungsindex
deutlich höher ist als der der transparenten Replizierlackschicht. Bei einer derartigen
Ausbildung erhält man eine ausreichende Sichtbarkeit der optisch wirksamen Struktur.
Gleichzeitig bleibt jedoch die Dekorschichtanordnung durchsichtig, so daß man nach
wie vor das Substrat und eventuell zwischen Substrat und Dekorschichtanordnung vorgesehene
Kennzeichnungen, z.B. einen Aufdruck auf der Kleberschicht der Dekorschichtanordnung,
erkennen kann. Zweckmäßigerweise wir die die Sichtbarkeit der optisch wirksamen Struktur
erhöhende Materialschicht dadurch erzeugt, daß eine Schicht von ZnS, TiO
2, SiO oder eines hinsichtlich der Brechung wirkungsähnlichen Materials vorgesehen,
z.B. aufgedampft wird.
[0015] Es ist nach der Erfindung weiter vorgesehen, daß die wärmeaktivierbare, zur Festlegung
an dem Substrat dienende Kleberschicht von zwei Kleberlagen gebildet ist, zwischen
denen eine in einem Druckverfahren erzeugte Markierung angeordnet ist, wobei die Markierung
vorteilhafterweise von Druckfarben gebildet sein kann, die nur bei Beleuchtung mit
Licht vorbestimmter Wellenlängenbereiche erkennbar sind. Wenn dabei von zwei "Kleberlagen"
gesprochen wird, ist es durchaus nicht erforderlich, daß die beiden Kleberlagen gleich
zusammengesetzt und aufgebaut sind. Es ist vielmehr insbesondere an den Fall gedacht,
daß die - von dem Trägerfilm her gesehen - erste Kleberlage eine Haftvermittlerschicht
ist, die dafür sorgt, daß die Haftung an der aufgedampften, die Sichtbarkeit der diffraktiven
Struktur verbessernden Schicht besonders gut ist. Es wäre durchaus auch der Fall denkbar,
daß nur eine Kleberschicht vorhanden ist, wobei dann die im Druckverfahren erzeugte
Markierung direkt auf der die Sichtbarkeit der Struktur verbessernden Schicht vorhanden
sein müsste.
[0016] Entsprechend den Anforderungen des Anwenders wird man die Schichtenfolge der Dekorationsschichtanordnung
variieren, wobei üblicherweise zuerst eine Heißprägefolie mit entsprechenden Schichten
hergestellt und diese Heißprägefolie dann mit der Grundfolie zusammenkaschiert wird.
Zur Verbindung des Trägerfilms der Heißprägefolie mit der Grundfolie muß in diesem
Fall selbstverständlich ein Kleber verwendet werden, der bei den Temperaturen, die
für die Aufbringung der Dekorationsschichtanordnung auf das Substrat angewendet werden,
seine Haftfestigkeit nicht vermindert und den sicheren Zusammenhalt von Grundfolie
und Trägerfilm gewährleistet.
[0017] Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform einer Übertragungsfolie gem. der Erfindung
zeichnet sich dadurch aus, daß sie aneinander anschließend folgende Bestandteile bzw.
Schichten umfaßt:
- eine Trägerpapierbahn,
- eine Bahn aus Silikonpapier, die mit ihrer silikonisierten Fläche auf der Trägerpapierbahn
lösbar haftet,
- einen Trägerfilm, der mittels eines Permanentklebers mit der nichtsilikonisierten
Oberfläche der Silikonpapierbahn verbunden ist, wobei der Trägerfilm auf seiner freien
Oberfläche nacheinander folgende Schichten aufweist
- eine - nur im Bedarfsfall vorhandene - Ablöseschicht,
- eine an ihrer dem Trägerfilm abgekehrten Oberfläche die beugungsoptisch und/oder holographisch
wirksame Struktur aufweisende transparente Replizier-Lackschicht,
- eine die Struktur zumindest bereichsweise bedeckende Schicht eines imVergleich zur
Replizier-Lackschicht hochbrechenden Materials,
- eine wärmeaktivierbare Kleberschicht sowie
- gegebenenfalls eine zweite wärmeaktivierbare Kleberschicht und zwischen den beiden
wärmeaktivierbaren Kleberschichten eine gedruckte Markierung, wobei
- die Replizierlackschicht, die Schicht aus hochbrechendem Material sowie die wärmeaktivierbare(n)
Kleberschicht(en) transparent sind und die die der Trägerfolienbahn abgekehrte Oberfläche
der Übertragungsfolie bildende Kleberschicht von einem mittels eines Druckers bedruckbaren
Material gebildet ist.
[0018] Die Übertragungsfolie der vorstehend erläuterten Ausbildung erfüllt die eingangs
gestellten Forderungen in vorzüglicher Weise. Sie bietet die Möglichkeit, eine vergleichsweise
dünne, bisher nur mittels Heißprägefolie übertragbare Dekorschichtanordnung ohne großen
maschinellen Aufwand auf einem Substrat anzubringen. Gleichzeitig läßt sich die Übertragungsfolie
gemäß der Erfindung leicht handhaben und es ist ohne weiteres möglich, verschiedene,
mittels einer Übertragungsfolie nach der Erfindung gebildete Sicherheitselemente individualisierend
zu bedrucken.
[0019] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels einer Übertragungsfolie anhand
der Zeichnung.
[0020] Es zeigen, jeweils stark schematisiert und im Schnitt
- Fig. 1
- einen Teilbereich eines Bogens mit mehreren von einer Übertragungsfolie gem. der Erfindung
gebildeten Sicherheitselementen,
- Fig. 2
- ein einzelnes, aus der Anordnung gem. Figur 1 herausgelöstes Sicherheitselement nach
Individualisierung und vor dem Aufbringen auf ein Substrat und
- Fig. 3
- ein Sicherheitselement gem. Figur 2 nach Aufbringung auf ein Substrat und nach Ablösung
der Dekorationsschichtanordnung von den restlichen Schichten.
[0021] Die Übertragungsfolie gemäß Figur 1 umfasst - in der Zeichnung von oben nach unten
- eine Trägerfolie 1, an der mittels eines geeigneten Klebers 2 relativ leicht lösbar
eine Grundfolie 3 befestigt ist. Die Grundfolie 3 ist mit Hilfe eines Permanentklebers
4 mit dem Trägerfilm 5 einer insgesamt mit 6 bezeichneten, grundsätzlich in bekannter
Weise aufgebauten Heißprägefolie fest und unter den üblichen Verarbeitungsbedingungen
unlösbar verbunden.
[0022] Die Heißprägefolie 6 besteht zum einen aus dem Trägerfilm 5, zum anderen aus der
insgesamt mit 7 bezeichneten Dekorschichtanordnung, die in der an sich von der Verarbeitung
von Heißprägefolien üblichen Weise von dem Trägerfilm 5 ablösbar und auf ein, in Figur
3 gezeigtes, Substrat 8 übertragbar ist.
[0023] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind auf der der Grundfolie 3 abgekehrten
Seite des Trägerfilms folgende Schichten angeordnet
- eine Ablöseschicht 9,
- eine Schutzlackschicht 10,
- eine Replizierlackschicht 11, die, wie in der Zeichnung schematisch angedeutet, mit
einer beugungsoptisch oder holographisch wirksamen Struktur 12 vorsehen ist,
- eine Schicht 13 aus einem Material, das einen Brechungsindex hat, welcher sich vom
Brechnungsindex der Replizierlackschicht 11 deutlich unterscheidet,
- eine Haftvermittler- oder erste Kleberschicht 14
- sowie eine zweite Kleberschicht 15, die zur Verbindung der Dekorschichtanordnung 7
mit dem Substrat 8 dient.
[0024] Aus Figur 1 ist ersichtlich, daß die verschiedenen Lagen der Übertragungsfolie durch
Stanzungen bzw. Perforationen 16 unterteilt sind, um auf diese Weise beispielsweise
etikettenartige Einzelelemente 17 zu bilden. Die Stanzungen bzw. Perforationen 16
erfassen dabei allerdings nicht die Trägerfolie 1. Es liegt deswegen ein größerer
Bogen vor, der mehrere Einzelelemente 17 aufweist, die auch entsprechend einzeln von
der Trägerfolie 1 abgenommen werden können, was durch entsprechende Gestaltung der
mit dem Pfeil a angedeuteten Trennfläche zwischen Grundfolie 3 und Kleber 2 bzw. durch
entsprechende Auswahl des Klebers 2 erleichtert werden kann.
[0025] Den Zeichnungen kann weiter entnommen werden, daß im Bereich der Grenzfläche 18 zwischen
der Haftvermittler- bzw. ersten Kleberschicht 14 und der zweiten Kleberschicht 15
Markierungen 19 vorhanden sind. Diese Markierungen werden vorzugsweise in einem Druckverfahren
aufgebracht und bestehen zweckmäßig aus einem Lack oder einer Druckfarbe, die nur
bei Beleuchtung mit Licht spezieller Wellenlänge, z.B. bei Beleuchtung mit UV-Licht
sichtbar ist. Voraussetzung für die Sichtbarkeit der Markierungen 19 ist selbstverständlich,
daß die verschiedenen Schichten 10, 11, 13, 14 und 15 der Dekorschichtanordnung 7
entsprechend transparent sind.
[0026] Während die Figur 1 eine Übertragungsfolie zeigt, wie sie beispielsweise im Handel
befindlich sein kann und die der jeweilige Verbraucher einsetzt, um die einzelnen
etikettenartigen Elemente 17 auf ein Substrat aufzubringen, ist in Figur 2 lediglich
ein etikettenartiges Einzelelement 17 gezeigt, bei dem - ergänzend zu der Ausführungsform
der Figur 1 - die zweite Kleberschicht 15 mit individualisierenden Informationen,
beispielsweise mit Angaben zur Person eines Ausweisinhabers, auch Bildern, versehen
ist. Zu diesem Zweck ist die Kleberschicht 15, wie bei 20 angedeutet, entsprechend
bedruckt. Der Aufdruck kann mit üblichen Druckeinrichtungen, z.B. mittels Thermotransferdrucks,
Laserdruck etc. erfolgen. Es ist dabei davon auszugehen, daß trotz der teilweisen
Bedruckung bei 20 die Kleberschicht 15 hinreichend fest an dem Substrat haftet, sofern
nur die Dicke der Kleberschicht 15 groß genug ist und ausreichend Fläche übrigbleibt,
in der nicht bedruckter Kleber unmittelbar an die Oberfläche 21 des Substrats 8, beispielsweise
eines Ausweises od. dgl. anschließt. Wenn zur Erzeugung des Druckes 20 kleine Partikel
verwendet werden, kann sogar eine nahezu vollflächige Bedruckung erfolgen, da dann
der Kleber der Schicht 15 entsprechend zwischen den einzelnen Partikeln hindurchtreten
kann.
[0027] Die Anwendung der Übertragungsfolie gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel geschieht
nun wie folgt:
Im allgemeinen wird als erstes der Druck 20 auf der freien Oberfläche der Kleberschicht
15 angebracht. Dies kann beispielsweise leicht dadurch geschehen, daß als Trägerfolie
eine Papierbahn im Normformat verwendet wird, die dann in handelsübliche Drucker eingelegt
werden kann, welche den gewünschten Druck (20) auf der freien Oberfläche der Kleberschicht
15 erzeugen.
[0028] Nach dem Bedrucken wird dann wenigstens ein etikettartiges Einzelelement 17 von der
Trägerfolie 1, z.B. einem Trägerpapier, abgelöst. Dies ist dann sehr leicht möglich,
wenn als Grundfolie Silikonpapier verwendet wird, das auf der zur Kleberschicht 2
weisenden Oberfläche 22 silikonisiert ist, während die andere, mit dem Trägerfilm
5 verbundene Oberfläche keine Beschichtung aufweist und deswegen gut haftet.
[0029] Das entsprechend bedruckte und von der Trägerfolie 1 abgelöste Einzelelement 17 wird
dann auf ein Substrat aufgelegt und, vorzugsweise bei entsprechender erhöhter Temperatur
von ca. 130°C, gegen die Oberfläche 21 des Substrats gepreßt.
[0030] Dadurch verbindet sich die Kleberschicht 15 und infolgedessen die gesamte Dekorschichtanordnung
7 fest mit der Oberfläche 21 des Substrats 8. Gleichzeitig erweicht die Ablöseschicht
9, so daß es leicht möglich ist, den Trägerfilm 5 und die mit diesem mittels der Permanentkleberschicht
4 fest verbundene Grundfolie 3 von der Dekorschichtanordnung abzuziehen.
[0031] Auf dem Substrat, beispielsweise einem Dokument 8, verbleibt dann nur noch die dünne,
bekannten Dekorschichtanordnungen von Heißprägefolien entsprechende Dekorschichtanordnung
7, die z.B. ein Sicherheitselement bilden kann.
[0032] In Figur 3 wurde eine Darstellung gewählt, bei der die Dekorschichtanordnung 7 nur
einen Bereich der Oberfläche 21 des Substrats 8 abdeckt. Selbstverständlich wäre es
auch möglich, beispielsweise bei Reisepässen od. dgl., die Größe der etikettenartigen
Einzelelemente 17 so zu wählen, daß sie mit der Größe des Substrats übereinstimmen,
also beispielsweise die Größe einer Seite eines Reisepasses oder die Größe eines Personalausweises
haben.
[0033] Die einzelnen Schichten können beispielsweise wie folgt ausgewählt oder zusammengesetzt
sein:
Trägerfolie 1
[0034] Als Trägerfolie wird vorzugsweise ein Trägerpapier verwendet, wobei günstigerweise
Papier mit einem Flächengewicht von etwa 35 bis 150 g/m
2 zur Anwendung kommen.
Grundfolie 3
[0035] Bei der Grundfolie 3 handelt es sich um eine ebenfalls an sich von Etiketten her
bekannte Verstärkungsschicht. Es kann beispielsweise eine Kunststoffolie eingesetzt
werden. Bevorzugt wird man aber als Grundfolie 3 ein Silikonpapier einsetzen, wobei
die silikonisierte Oberfläche 22 über einen an sich bekannten, für diese Zwecke geläufigen
Haftkleber mit der Trägerfolie 1 verbunden ist.
Permanentkleber 4
[0036] Der Permanentkleber 4 hat die Aufgabe sicherzustellen, daß Grundfolie 3 und Trägerfilm
5 auch dann fest miteinander verbunden bleiben, wenn zur Übertragung der Übertragungsfolie
auf das Substrat Hitze verwendet wird. Diese Bedingungen erfüllen im allgemeinen gängige,
permanent haftende Acrylat-Dispersionskleber.
Trägerfilm 5
[0037] Hier werden die bei Heißprägefolien üblichen Trägerfilme verwendet, wobei sinnvollerweise
Kunststoffilme eingesetzt werden, die eine sehr glatt Oberfläche haben, um die Transparenz
der Dekorationsschichtanordnung 7 nicht durch Oberflächen-Unregelmäßigkeiten zu beeinträchtigen.
In der Vielzahl der Fälle werden als Trägerfilm 5 Polyester-Folien einer Stärke um
20µm verwendet werden, wobei im vorliegenden Falle auch dünnere Trägerfilme 5 eingesetzt
werden können, nachdem ja der Trägerfilm 5 während der Handhabung durch die Grundfolie
3 verstärkt ist.
Ablöseschicht 9
[0038] Die Ablöseschicht 9 wird im allgemeinen vollflächig in einer Schichtdicke von ca.
0,01 bis 0,2µm aufgebracht. Sie kann beispielsweise wie folgt zusammengesetzt sein:
| Toluol |
995 g |
| Esterwachs (Tropfpunkt: 90°C) |
5 g. |
Schutzlackschicht 10
[0039] Auch die Schutzlackschicht 10 wird im allgemeinen vollflächig, und zwar in einer
Schichtdicke von 0,5 bis 5,0µm, vorzugsweise von 1 bis 2µm aufgebracht. Die Schutzlackschicht
10 kann wie folgt zusammengesetzt sein:
| MEK |
400 g |
| Toluol |
150 g |
| Cyclohexanon |
200 g |
| Cellulosenitrat (niedrigviskos, 65 proz.in Alkohol) |
140 g |
| Methylmethacrylat (d = 1,17 g/m3, sp/c=40-50 cm3/g) |
100 g |
Replizierlackschicht 11
[0040] Die Replizierlackschicht 11 kann vollflächig, aber auch nur bereichsweise aufgebracht
sein, und zwar dann, wenn beispielsweise vorgesehen sein sollte, die holographisch
oder beugungsoptisch wirksame Struktur 12 nur bereichsweise vorzusehen. Die Schichtdicke
der Replizierlackschicht 11 beträgt 0,05 -1,5µm. Sie kann folgende Zusammensetzung
aufweisen:
| Cyclohexanon |
200 g |
| Methylmetacrylat (d = 1,17 g/m3, Fp > 130°C) |
12 g |
| Polyvinylchlorid Terpolymer (Tg = 90°C) |
5 g |
| Ethylacetat |
200 g |
Struktur 12
[0041] Bei der Struktur 12 kann es sich um eine allgemein bekannte, für sogenannte OVDs
übliche beugungsoptisch oder holographisch wirksame Struktur handeln, beispielsweise
um eine Gitterstruktur, wobei die optischen Eigenschaften der Struktur 12 durch die
entsprechenden Strukturparameter, beispielsweise Gitterfrequenz, Gittertiefe, Gitterneigung
etc. bestimmt werden. Die Struktur 12 wird im allgemeinen in einem Replizierverfahren
in die Replizierlackschicht 11 während der Fertigung der Heißprägefolie 6 eingebracht.
HRI (hochreflektierende) Schicht 13
[0042] Aufgabe der hochreflektierenden Schicht 13 ist eine Verbesserung der Sichtbarkeit
der beugungsoptisch oder holographisch wirksamen Struktur 12, wobei, wie eine Betrachtung
der Figur 3 erkennen läßt, gleichzeitig gewährleistet sein muß, daß der Betrachter
durch die Schicht 13 hindurchsehen kann, um die Markierungen 19 und den Druck 20 zu
erkennen.
[0043] Diese Aufgabe kann beispielsweise eine aufgedampfte, hochbrechende Schicht einer
Dicke von 10 bis 500 nm erfüllen, wobei beispielsweise Metalloxide, Metallsulfide,
Titandioxid etc. diese Aufgabe erfüllen können.
Kleberschichten 14 und 15
[0044] Wie bereits erwähnt, ist es möglich, die beiden Schichten 14 und 15 aus dem gleichen,
transparenten Material herzustellen. Es wäre aber auch denkbar, die Schicht 14 lediglich
als Haftvermittlerschicht zwischen der Kleberschicht 15 und der Beschichtung 13 der
Struktur 12 vorzusehen.
[0045] Beim Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, daß zwei gleiche Kleberschichten
verwendet werden, die vollflächig ausgebildet sind und eine Schichtstärke von 2 bis
10µm, vorzugsweise 3 bis 6µm aufweisen. Die Kleberschichten können wie folgt zusammengesetzt
sein:
| MEK |
250 g |
| Toluol |
340 g |
| Vinylchlorid-Vinylacetat Copolymer (Fp: 80°C) |
120 g |
| Thermoplastisches Polyurethan (d=1,18 g/cm3) |
165 g |
| Kieselsäure, hydrophobiert (Partikelgröße ca. 10µm) |
60 g |
Markierungen 19
[0046] Bei der Markierungen 19 handelt es sich vorzugsweise um in einem Druckverfahren nach
Aufbringung der ersten Kleberschicht aufgebrachte Elemente, beispielsweise spezielle
grafische Elemente, eine - nur unter bestimmten Betrachtungsbedingungen sichtbare
- Schrift etc.. Beim Ausführungsbeispiel wird davon ausgegangen, daß die Markierungen
19 von einem auf UV-Licht ansprechenden Dekorlack gebildet sind, der wie folgt zusammengesetzt
sein kann:
| MEK |
2000 g |
| Butylacetat |
600 g |
| Cyclohexanon |
200 g |
| Methylmethacrylat (d=1,15 g/m3, TG=50°C) |
200 g |
| PVC/PVAC-Mischpolymerisat (Erweichungspunkt: 90°C) |
500 g |
| Methylmethacrylat (d=1,16 g/m3, n sp/c=40-50 cm3/g) |
130 g |
| Diacetonalkohol |
100 g |
| hochmolekulares Dispergieradditiv |
80 g |
| Luminenszenz-Pigment (organisch/anorganisch) |
125 g |
Druck 20
[0047] Der auf die freie Oberfläche der Kleberschicht 15 aufgebracht Druck 20 wird, wie
bereits erwähnt, mittels geläufiger Druckverfahren erzeugt, z.B. mit Hilfe von Laserdruckern,
Thermotransferdruckern etc.. Es wäre theoretisch sogar denkbar, statt eines Druckes
20 von Hand weitere Markierungen anzubringen. Laser- oder Thermotransfer-Druck sind
jedoch zu bevorzugen, weil in diesem Falle infolge der Festlegung der Übertragungsfolie
auf dem Substrat 8 unter Wärmeeinwirkung davon auszugehen ist, daß die den Druck erzeugenden
Partikel zumindest teilweise auch direkt am Substrat 8 haften. Wenn in einem derartigen
Fall dann versucht wird, die Dekorschichtanordnung 7 von den Substrat 8 abzulösen,
ist damit zu rechnen, daß zumindest Reste des der Identifikation dienenden Druckes
20 auch so fest direkt am Substrat 8 haften, daß sich eine Ablösung der Dekorschichtanordnung
7 ohne Spuren nicht erreichen läßt.
[0048] Die Herstellung der Übertragungsfolie wird üblicherweise derart erfolgen, daß zuerst
eine Heißprägefolie 6 nach den geläufigen Verfahren, also im wesentlichen mittels
Druckverfahren, hergestellt und diese Heißprägfolie 6 dann mit einem Haftverbund bestehend
aus der Trägerfolie 1 sowie der Grundfolie 3 mittels des Permanentklebers 4 fest verbunden
wird, beispielsweise durch ein an sich bekanntes Kaschierverfahren.
1. Übertragungsfolie zur Aufbringung einer von mindestens einer Lackschicht (10.11,19)
und einer wärmeaktivierbaren Kleberschicht (14, 15) gebildeten Dekorschichtanordnung
(7) auf ein Substrat (8), wobei die Übertragungsfolie eine von einer Papierbahn gebildete
Grundfolie (3) umfasst, die mittels eines Permanentklebers (4) mit der einen Oberfläche
eines Trägerfilms (5) verbunden ist, an dessen anderer Oberfläche die Dekorschichtanordnung
(7) angeordnet ist, die von dem Trägerfilm (5) unter Hitzeeinwirkung lösbar ist und
auf ihrer dem Trägerfilm (5) abgekehrten Seite die wärmeaktivierbare, zur Verbindung
mit dem Substrat (8) dienende Kleberschicht (15) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Grundfolie (3) auf ihrer dem Trägerfilm (5) abgekehrten Oberfläche (22) silikonisiert
ist und mit dieser Oberfläche (22) an einer Trägerfolie (1) lösbar haftet.
2. Übertragungsfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Grundfolie (3) mit dem Trägerfilm (5) und der Dekorschichtanordnung (7) in eine
Mehrzahl von etikettenartigen Einzelelementen (17) unterteilt ist, wobei mehrere solche
Einzelelemente (17) auf einer Trägerfolienbahn (1) von dieser abziehbar angeordnet
sind.
3. Übertragungsfolie nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einzelelemente (17) durch Stanzung oder Perforation (16) von Grundfolie (3),
Trägerfilm (5) und Dekorschichtanordnung (7) entlang ihrer vorgesehenen Umfangsränder
gebildet sind.
4. Übertragungsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dekorschichtanordnung (7) transparent ist und die zur Festlegung der Dekorschichtanordnung
(7) an dem Substrat (8) dienende Kleberschicht (15) mittels eines Druckers, beispielsweise
eines Laser- oder Thermodruckers, bedruckbar ist.
5. Übertragungsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dekorschichtanordnung (7) wenigstens eine an einer Oberfläche mit einer beugungsoptisch
und/oder holographisch wirksamen Struktur (12) versehene Replizierlackschicht (11)
aufweist.
6. Übertragungsfolie nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beugungsoptisch und/oder holographisch wirksame Struktur (12) eine transparente
Schicht (13) eines Materials trägt, dessen Brechungsindex deutlich höher ist als der
der transparenten Replizierlackschicht (11).
7. Übertragungsfolie nach Anspruch 5 und 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beugungsoptisch und/oder holographisch wirksame Struktur (12) eine aufgedampfte
Schicht (13) von ZnS, TiO2, SiO oder einem hinsichtlich der Brechung wirkungsähnlichen Material trägt.
8. Übertragungsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die wärmeaktivierbare, zur Festlegung an dem Substrat (8) dienende Kleberschicht
von zwei Kleberlagen (14, 15) gebildet ist, zwischen denen eine in einem Druckverfahren
erzeugte Markierung (19) angeordnet ist.
9. Übertragungsfolie nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Markierung (19) von Druckfarben gebildet ist, die nur bei Beleuchtung mit Licht
vorbestimmter Wellenlängenbereiche erkennbar sind.
10. Übertragungsfolie nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sie aneinander anschliessend folgende Bestandteile umfasst
- eine Trägerfolienbahn (1),
- eine Bahn (3)aus Silikonpapier, die mit ihrer silikonisierten Oberfläche (22) auf
der Trägerfolienbahn (1) lösbar haftet,
- einen Trägerfilm (5), der mittels eines Permanentklebers (4) mit der nicht silikonisierten
Oberfläche der Silikonpapierbahn (3) verbunden ist und auf dessen freier Oberfläche
nacheinander vorgesehen sind,
- eine nur im Bedarfsfall vorhandene Ablöseschicht(9),
- eine an ihrer dem Trägerfilm (5) angekehrten Oberfläche die beugungsoptisch und/oder
holographisch wirksame Struktur (12) aufweisende transparente Replizier-Lackschicht
(11).
- eine die Struktur (12) zumindest bereichsweise bedeckende Schicht (13) eines im
Vergleich zur Replizier-Lackschicht (11) hoch brechendem Materials,
- eine wärmeaktivierbare Kleberschicht (14) sowie
- ggf. eine zweite wärmeaktivierbare Kleberschicht (15) und zwischen den beiden wärmeaktivierbaren
Kleberschichten (14,15) eine gedruckte Markierung (19), wobei
- die Replizierlackschicht (11), die Schicht (13) aus hochbrechendem Material sowie
die wärmeaktivierbare(n) Kleberschicht(en) (14,15) transparent sind und die die der
Trägerfolienbahn (1) abgekehrte Oberfläche der Übertragungsfolie bildende Kleberschicht
(15) von einem mittels eines Druckers bedruckbaren Material gebildet ist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Übertragungsfolie nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in einer ersten Verfahrensstufe eine den Trägerfilm (5) mit der ablösbaren Dekorschichtanordnung
(7) aus mindestens einer Lackschicht (10, 1 1, 19) und einer wärmeaktivierbaren Kleberschicht
(15, 15) umfassende Heissprägefolie (6) hergestellt wird, die in einer zweiten Verfahrensstufe
mittels eines Permanentklebers (4) mit einem Haftverbund bestehend aus einer Trägerfolie
(1) sowie einer auf ihrer dem Trägerfilm (5) abgekehrten Oberfläche (22) silikonisierten
Grundfolie (3) fest verbunden wird.
1. Transfer foil for applying, to a substrate (8), a decorative layer arrangement (7)
formed from at least one lacquer layer (10, 11, 19) and heat-activatable adhesive
layer (14, 15), where the transfer foil encompasses a base foil (3) formed by a paper
web and bonded by means of a permanent adhesive (4) to one surface of a carrier film
(5), arranged on the other surface of which is the decorative layer arrangement (7),
which is releasable from the carrier film (5) on exposure to heat and which has, on
its side facing away from the carrier film (5), the heat-activatable adhesive layer
(15) serving for bonding to the substrate (8),
characterized in that
the base foil (3) has been siliconized on its surface (22) facing away from the carrier
film (5), and this surface (22) of the base foil (3) adheres releasably to a carrier
foil (1).
2. Transfer foil according to Claim 1.
characterized in that
the base foil (3) with the carrier film (5) and with the decorative arrangement (7)
has been subdivided into a plurality of label-like individual units (17), two or more
of these individual units (17) having been arranged on a carrier foil web (1) so that
they can be peeled away from that web.
3. Transfer foil according to Claim 2,
characterized in that
the individual units (17) have been formed by stamping or perforation (16) of base
foil (3), carrier film (5) and decorative layer arrangement (7) along their intended
peripheries.
4. Transfer foil according to any of the preceding claims,
characterized in that
the decorative layer arrangement (7) is transparent, and the adhesive layer (15) serving
for fixing the decorative layer arrangement (7) to the substrate (8) is printable
by means of a printer, for example a laser printer or thermal printer.
5. Transfer foil according to any of the preceding claims,
characterised in that
the decorative layer arrangement (7) has at least one replication lacquer layer (11)
provided on one surface with an optically diffracting and/or holographic structure
(12).
6. Transfer foil according to Claim 5,
characterized in that
the optically diffracting and/or holographic structure (12) bears a transparent layer
(13) of a material whose refractive index is markedly higher than that of the transparent
replication lacquer layer (11).
7. Transfer foil according to Claims 5 and 6,
characterized in that
the optically diffracting and/or holographic structure (12) bears a vapour-deposited
layer (13) of ZnS, TiO2, SiO or of a material whose refractive index gives a similar effect.
8. Transfer foil according to any of the preceding claims,
characterized in that
the heat-activatable adhesive layer serving for fixing to the substrate (8) has been
formed from two layers (14, 15) of adhesive, between which has been arranged a marking
(19) generated in a printing process.
9. Transfer foil according to Claim 8,
characterized in that
the marking (19) has been formed by printing inks which are discernible only when
illuminated with light of predetermined wavelength ranges.
10. Transfer foil according to one or more of the preceding claims,
characterized in that
it encompasses the following mutually adjacent constituents
- a carrier foil web (1),
- a web (3) made from silicone paper, the siliconized surface (22) of the web adhering
releasably to the carrier foil web (1),
- a carrier film Is) which has been bonded by means of a permanent adhesive (4) to
the non-siliconized surface of the silicone paper web (3), and on whose free surface
the following have been provided in succession,
- a release layer (9) present only when required,
- a transparent replication lacquer layer (11) having, on its surface facing away
from the carrier film (5), the optically diffracting and/or holographic structure
(12),
- a layer (13) of a material with higher refractive index than the replication lacquer
layer (11), covering, at least some areas of the structure (12),
- a heat-activatable adhesive layer (14), and also
- where appropriate, a second heat-activatable adhesive layer (15) and, between the
two heat-activatable adhesive layers (14, 15), a printed marking (19), where
- the replication lacquer layer (11), the layer (13) made from high-refractive-index
material, and also the heat-activatable adhesive layer(s) (14, 15) are transparent,
and the adhesive layer (15) forming that surface of the transfer foil facing away
from the carrier foil web (1) has been formed from a material printable by means of
a printer.
11. Process for producing a transfer foil according to any of the preceding claims,
characterized in that
the first stage of the process produces a hot-stamping foil (6) encompassing the carrier
film (5) with the releasable decorative layer arrangement (7) made from at least one
lacquer layer (10, 11, 19) and a heat-activatable adhesive layer (14, 15), and a second
stage of the process firmly bonds this foil by means of a permanent adhesive (4) to
a bonded composite composed of a carrier foil (1) and a siliconized base foil (3)
on that surface (22) of the carrier foil facing toward the carrier film (5).
1. Feuille de transfert permettant de déposer sur un substrat (8) un agencement de couches
décoratif (7) formé d'au moins une couche de vernis (10, 11, 19) et une couche de
substance adhésive (14, 15) pouvant être activée par la chaleur, la feuille de transfert
comprenant une feuille de base (3) qui est formée à partir d'une nappe de papier et
qui est reliée au moyen d'une substance adhésive permanente (4) à l'une des surfaces
d'un film de support (5) sur l'autre surface duquel est disposé l'agencement de couches
décoratif (7), lequel est détachable du film de support (5) sous l'action de la chaleur
et comporte, sur sa face située à l'opposé du film de support (5) la couche de substance
adhésive (15) pouvant être activée par la chaleur et servant à la liaison avec le
substrat (8), caractérisée en ce que la feuille de base (3) est traitée au silicone sur sa surface (22) située à l'opposé
du film de support (5) et adhère par cette surface (22), d'une manière détachable,
à une feuille de support (1).
2. Feuille de transfert suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la feuille de base (3) est, avec le film de support (5) et l'agencement de couches
décoratif (7), divisée en de multiples éléments individuels (17) en forme d'étiquette,
plusieurs de ces éléments individuels (17) étant disposés sur une nappe de feuille
de support (1) de façon à pouvoir être pelés vis-à-vis de celle-ci.
3. Feuille de transfert suivant la revendication 2, caractérisée en ce que les éléments individuels (17) peuvent sont formés au moyen d'un découpage ou de perforations
(16) de la feuille de base (3), du film de support (5) et de l'agencement de couches
décoratif (7) le long de leurs bords périphériques prévus.
4. Feuille de transfert suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agencement de couches décoratif (7) est transparent et la couche de substance adhésive
(15) servant à la fixation de l'agencement de couches décoratif (7) sur le substrat
(8) peut être imprimée au moyen d'une imprimante, par exemple une imprimante laser
ou une imprimante thermique.
5. Feuille de transfert suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'agencement de couches décoratif (7) comporte au moins une couche de vernis de réplication
(11) pourvu, sur une surface, d'une structure active de diffraction optique et/ou
holographique (12).
6. Feuille de transfert suivant la revendication 5, caractérisée en ce que la structure active de diffraction optique et/ou holographique (12) porte une couche
(13) transparente en une madère dont l'Indice de réfraction est nettement supérieur
à celui de la couche de vernis de réplication (11).
7. Feuille de transfert suivant la revendication 5 et 6, caractérisée en ce que la structure active de diffraction optique et/ou holographique (12) porte une couche
(13), appliquée par vaporisation, de ZnS, TiO2, SiO ou d'une matière à effet analogue en ce qui concerne la réfraction.
8. Feuille de transfert suivant l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la couche de substance adhésive pouvant être activée par la chaleur et servant à
la fixation au substrat (8) est formée de deux couches de substance adhésive (14,
15) entre lesquelles un marquage (19) produit par un procédé d'impression est disposé.
9. Feuille detransfert suivant la revendication 8, caractérisée en ce que le marquage (19) est formé de couleurs d'imprimerie qui ne peuvent être repérées
que lors d'un éclairage par une lumière de gammes de longueur d'onde préfixées.
10. Feuille de transfert suivant une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'elle comprend les parties constitutives suivantes se succédant l'une l'autre :
- une nappe de feuille de support (1),
- une nappe (3) de papier au silicone qui adhère par sa surface traitée au silicone
(22), d'une manière détachable, à la nappe de feuille de support (1),
- un film de support (5) qui est relié au moyen d'une substance adhésive permanente
(4) à la surface non traitée au silicone de la nappe de papier au silicone (3) et
sur la surface llbre duquel sont prévues d'une manière successive :
- une couche de détachement (9) ne se présentant qu'en cas de besoin,
- une couche de vernis de réplication (11) transparente comportant, sur sa surface
tournée vers le film de support (5) une structure active de diffraction optique et/ou
holographique (12),
- une couche (13), recouvrant au moins par endroits la structure (12), d'une matière
hautement réfringente en comparaison de la couche de vernis de réplication (11),
- une couche de substance adhésive (14) pouvant être activée par la chaleur et
- éventuellement une seconde couche de substance adhésive (15) pouvant être activée
par la chaleur et, entre les deux couches de substance adhésive (14, 15) pouvant être
activées par la chaleur, un marquage (19) imprimé,
- la couche de vernis de réplication (11), la couche (13) en matière hautement réfringente
et la ou les couches de substance adhésive pouvant être activées par la chaleur (14,
15) étant transparentes et la couche de substance adhésive (15) qui constitue la surface
de la feuille de transfert qui est située à l'opposé de la nappe de feuille de support
(1) étant formée d'une matière pouvant être Imprimée au moyen d'une imprimante.
11. Procédé d'élaboration d'une feuille de transfert suivant l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que, dans une première étape de procédé, il est élaboré une feuille de pressage à chaud
(6) qui comprend le film de support (5), comportant l'agencement de couches décoratif
(7) détachable constitué d'au moins une couche de vernis (10,11,19) et d'une couche
de substance adhésive (14, 15) pouvant être activée par la chaleur, et qui, dans une
seconde étape de procédé, est fixée à demeure au moyen d'une substance adhésive permanente
(4) à un produit composite adhésif constitué d'une feuille de support (1) et d'une
feuille de base (3) traitée au silicone sur sa surface (22) située à l'opposé du film
de support (5).