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(11) |
EP 1 208 281 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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20.10.2004 Patentblatt 2004/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 09.06.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E05C 9/18 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2000/005326 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/012933 (22.02.2001 Gazette 2001/08) |
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| (54) |
VERRIEGELUNGSBESCHLAG
LOCK ARMATURE
ARMATURE DE VERROUILLAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
16.08.1999 DE 29914072 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.05.2002 Patentblatt 2002/22 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEGENIA-AUBI KG |
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57234 Wilnsdorf (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BELTZ, Erik
D-29364 Langlingen (DE)
- GRAUMANN, Ingo
D-57250 Netphen (DE)
- RÖTZEL, Jens
D-57577 Hamm (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 683 296 DE-U- 29 906 659
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EP-A- 0 899 402
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Verriegelungsbeschlag zwischen einem Flügel und einem
festen Rahmen eines Fensters, einer Tür od. dgl. entsprechend dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
[0002] Derartige Verriegelungsbeschläge werden insbesondere in Fällen eingesetzt, in denen
der betreffende Flügel gegen unbefugtes gewaltsames Öffnen gesichert sein soll. Wird
im Falzspalt zwischen Flügel und festem Rahmen ein Einbruchswerkzeug in Form eines
Hebels angesetzt und mit diesem der Flügel in Richtung seiner Hauptebene kraftbeaufschlagt,
so stützen sich Flügel und Rahmen über die an Riegelvorsprung und Schließstück vorgesehenen
Eingriffsflächen in Querrichtung der betreffenden Falzflächen aneinander ab. Diese
Abstützung wirkt der beabsichtigten gewaltsamen Verlagerung des Flügels gegenüber
dem festen Rahmen entgegen.
[0003] Bekanntermaßen werden zu dem genannten Zweck Verriegelungsbeschläge mit einem flügelseitigen
Riegelvorsprung mit Pilzkopf sowie mit einem als Schließstück dienenden festrahmenseitigen
Schließblech verwendet. Der Riegelvorsprung ist dabei über einen Schaft an einer im
Flügelfalz untergebrachten und in dessen Längsrichtung verschiebbaren Riegelstange
befestigt. Das Schließblech ist im Falz des festen Rahmens mit diesem verschraubt
und weist einen schlitzartigen Einlauf für den Riegelvorsprung sowie an der dem Flügel
abgewandten Seite eine Aufnahme für den Pilzkopf des Riegelvorsprungs auf. Der Riegelvorsprung
läßt sich durch Betätigen der Riegelstange in den Einlauf des Schließblechs einführen
und hintergreift dann in Eingriffsstellung den Randbereich des Schließblech-Einlaufs
mit dem Pilzkopf. Die dem Flügel zugewandte Basisfläche des Pilzkopfes sowie die dieser
gegenüberliegende Randfläche des Einlaufs an dem Schließblech bilden dann die bei
Kraftbeaufschlagung des Flügels in Richtung der Flügel-Hauptebene wirksamen Eingriffsflächen
des Verriegelungsbeschlages.
[0004] Aus der DE 197 36 934 A1 ist es darüber hinaus bekannt, daß der Riegelvorsprung und
das Schließstück jeweils mehrere quer zu den Falzflächen gegeneinander versetzte Eingriffsflächen
aufweisen, wodurch eine Vergrößerung derjenigen Fläche erreicht wird, über welche
sich der Riegelvorsprung und das Schließstück bei Kraftbeaufschlagung des Flügels
aneinander abstützen.
[0005] Nachteilig bei den erstgenannten Verriegelungsbeschlägen ist es, daß die quer verlaufenden
Wirkflächen des Schließstücks und des Riegelvorsprungs im oberen sichtbaren Bereich
aneinander vorbei schleifen und der Riegelvorsprung im Bereich seiner Verengung von
dem unter Umständen in diesem Bereich scharfkantigen Schließstück zumindest oberflächlich
beschädigt wird. Die Oberflächen der Beschlagteile werden zum Beispiel mit korrosionshemmenden
galvanischen Überzügen versehen, die der Belastung nicht Stand halten.
[0006] Bei den letztgenannten Verriegelungsbeschlägen kann es hingegen neben der Beschädigung
der Oberflächen zu einer Abnutzung der Eingriffsflächen kommen, die bedingt durch
die Andruckkräfte des Flügels und des Rahmens unter Druck aneinander vorbeigeführt
werden. Schmutz oder Ablagerungen an den Wirkflächen bewirken dabei eine Beschleunigung
des Abriebs der Wirkflächen.
[0007] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Verriegelungsbeschlag bereitzustellen,
der weitgehend frei bleibt von sichtbaren Dauergebrauchsspuren und die Wirksamkeit
der Beschläge nicht beeinträchtigt.
[0008] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1
angegebenen Maßnahmen, durch die das Zusammentreffen der Wirkflächen nur an einem
gewünschten, z.B. nicht unmittelbar einsehbaren Ort des Schließstücks, erfolgt. Es
ist dabei auch möglich, bestimmte Verschleiß mindernde Werkstoffkombinationen in Wirkverbindung
treten zulassen, die aufgrund ihrer Festigkeit nicht geeignet sind die üblicherweise
hohen Kräfte bei einem Einbruchsversuch aufzunehmen.
[0009] Durch die Maßnahmen des Anspruchs 2 ergibt sich eine Anordnung, bei der die Anlagekante
verborgen wird, da der hinterschnittene Bereich des Schließstücks nicht ohne weiteres
einsehbar ist. Eine Beschädigung des Riegelvorsprungs wird durch die Maßnahmen des
Anspruchs 3 vermieden.
[0010] Ein besonders wirkungsvoller Einsatz der Erfindung ergibt sich, wenn die Voraussetzungen
nach Anspruch 4 oder 5 gegeben sind. Dann nämlich gelangen die Stanzkanten des Schließstücks
und der Riegelvorsprung unmittelbar aneinander, wobei sich durch die beim Stanzen
gebildeten rauhen Kanten an der Innenseite des Schlitzes unmittelbar eine Beschädigung
der Oberfläche des Riegelvorsprungs ergibt. Durch die Anordnung nach Anspruch 5 kann
hingegen eine sichere und belastbare Befestigung der Anlagekante sichergestellt werden.
[0011] Eine vorteilhafte Ausgestaltung ergibt sich durch die Merkmale nach Anspruch 6. Dadurch
wird neben der nahezu unsichtbaren Anordnung der Kontaktkante auch eine vorteilhafte
und belastbare Befestigung der Kontaktkante geschaffen.
[0012] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Schnitt quer zu einem Flügel und Rahmenholm mit darin befindlichen Riegelvorsprung
und Schließstück,
- Fig. 2
- in vergrößerter Darstellung das Zusammenwirken des Riegelvorsprungs mit dem Schließstück
und
- Fig. 3
- eine Ansicht von unten des Schließstückes in Eingriffsstellung mit dem Riegelstück.
[0013] Fig. 1 zeigt einen Verriegelungsbeschlag zwischen einem Flügel 1 und einem Rahmen
2. Der Flügel 1 und der Rahmen 2 liegen einander mit den Falzflächen 3, 4 gegenüber,
wobei in der Falzfläche 3 des Flügels 1 eine Beschlagaufnahmenut 5 vorgesehen ist.
In der Beschlagaufnahmenut 5 ist ein aus einer Stulpschiene 6 und einer Treibstange
7 bestehender Treibstangenbeschlag angeordnet. Die Treibstange 7 ist dabei gegenüber
der ortsfest an einer Profilstufe 8 befestigten Stulpschiene 6 längsverschiebbar angebracht
und kann in Richtung der Falzflächen 3, 4 - also senkrecht zur Zeichnungsebene - bewegt
werden. An der Treibstange 7 ist ein Riegelvorsprung 9 vorgesehen, der in ein seitlich
offenes Schießstück 10 in Eingriffsstellung bringbar ist.
[0014] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Riegelvorsprung 9 als Pilzkopfzapfen
ausgebildet, der an dem freien Ende eines verjüngten Zapfenabschnitts 11 mit einem
dazu verbreiterten Pilzkopf 12 versehen ist. Das Schließstück 10 wiederum bildet eine
annähernd in Richtung der Falzfläche 4 verlaufende Eingriffsfläche 13 auf der Unterseite
eines im wesentlichen U- oder C-förmigen Profilstücks 14 aus. In dem U-Schenkel 15
des Profilstücks 14 ist ein schmaler Schlitz 16 vorgesehen, der zum Einführen des
Riegelvorsprungs 9 seitlich offen ist und mit hier angedeuteten Einlaufschrägen 17
versehen ist.
[0015] Gelangt der Riegelvorsprung 9 mit seinem verjüngten Zapfenabschnitt 11 in den Schlitz
16, so hintergreift der verbreiterte Pilzkopf 12 die Eingriffsfläche 13 des Schließstücks
10, so daß eine Verlagerung des Flügels senkrecht zu den Falzflächen 3, 4 behindert
wird.
[0016] Anhand der vergrößerten Darstellung nach Fig. 2 wird außerdem noch deutlich, daß
der Riegelvorsprung 9 an seinem der Stulpschiene 6 zugewandten Ende mit einem Bund
18 versehen ist, mit dem dieser sich bei Belastung an der Stulpschiene 6 abstützen
kann. Ferner ist aus der Fig. 2 erkennbar, daß das Schließstück 10 aus dem U- oder
C-förmigen Profilstück 14 sowie einer darunter angebrachten Platte 19 besteht und
daß an der in Öffnungsrichtung 20 liegenden Längsseite des Schließstücks 10 eine in
dem durch den Schlitz 16 gebildeten Hinterschnitt 21 liegende Anlagekante 22 vorgesehen
ist. Die Platte 19 dient dabei zur Anpassung des aus Blech hergestellten Profilstücks
14, dessen U-Schenkel 15 den Schlitz 16 aufweist. Der Schlitz 16 kann dabei beispielsweise
durch Stanzen hergestellte werden, wobei die seitlichen Schenkel 23, 24 durch abgebogene
Lappen des Blechzuschnittes gebildet werden. Die Herstellung des Profilstücks 14 aus
einem Blechzuschnitt erlaubt dabei eine einfache und kostengünstige Herstellung, wobei
dennoch eine hohe Festigkeit und Belastbarkeit der Verriegelung senkrecht und in Richtung
der Falzflächen 3, 4 erzielt wird.
[0017] Wie aus der Fig. 2 darüber hinaus deutlich wird, ist die Anlagekante 22 im Bezug
auf den Schlitz 16 und die Breite des Pilzkopfes 12 so bemessen, daß die quer zur
Falzfläche 3, 4 verlaufenden Wirkflächen des Schließstücks 10 und des Riegelvorsprungs
9, hier der Zapfenabschnitt 11 von der Begrenzungskante 25 des Schlitzes 16, beabstandet
bleibt. Dadurch kann ein Zusammenwirken der bedingt durch die Herstellung der rauhen
Begrenzungskante 25 mit dem Zapfenabschnitt 11 und der daraus ggf. resultierenden
Beschädigung der Oberfläche des Riegelvorsprungs 9 in diesem Abschnitt zuverlässig
vermieden werden. Die Belastbarkeit des Verriegelungsbeschlages ansich wird dabei
nicht herabgesetzt, da senkrecht zu den Falzflächen 3, 4 nach wie vor die metallischen
Wirkstoffe des Riegelvorsprungs 9 und des Schließstücks 10 in Wirkverbindung treten
können, andererseits aber die Abstimmung des Riegelvorsprungs 9 und der Anlagekante
22 so erfolgt, daß zwischen der Begrenzungskante 25 und dem Zapfenabschnitt 11 ein
nur geringer Spalt entsteht.
[0018] Als besonders zweckmäßig hat es sich dabei erwiesen, daß die Anlagekante von einem
in dem Hinterschnitt 21 des Schließstücks 10 angeordneten Gleitstück 26 gebildet wird.
Das Gleitstück 26 kann dabei als Kunststoffleiste an dem Schenkel 24 befestigt werden
und ggf. gleichzeitig einteilig mit der Platte 19 ausgebildet werden. Die Herstellung
des Gleitstücks 26 aus einem Kunststoffwirkstoff gewährleistet dabei neben der kostengünstigen
Herstellung auch eine günstige Beeinflussung der zwischen den Wirkstoffen herrschenden
Reibungskoeffizienten, so daß auch ein Abrieb an dem Pilzkopf 12 vermieden wird.
[0019] Der Vollständigkeit halber soll dabei noch bemerkt werden, daß der Bund 18 in seinem
Durchmesser etwa dem Pilzkopf 12 entspricht, wobei der Bund 18 dabei aber auch nur
wenig kleiner bemessen ist als die Breite der Beschlagaufnahmenut 5. Durch den Bund
18 wird dabei ein Kippen des Riegelvorsprungs 9 verhindert, der bei einer Belastung
an dem Pilzkopf 12 ansonsten um seinen Befestigungspunkt an der Treibstange 7 verschwenkt
werden könnte, was bei einem Dauergebrauch zu einer Verformung der Treibstange und
ggf. zu einer Schwergängigkeit des gesamten Verriegelungsbeschlages führt.
[0020] Zweckmäßigerweise ist der Wirkstoff des Gleitstücks 26 dabei mit Werkstoffzusätzen
versehen, die eine besondere Gleitfähigkeit des Gleitstücks 26 in Verbindung mit der
Metalloberfläche des Pilzkopfes 12 bewirken. Dies kann beispielsweise in Form von
Graphitfasem od. dgl. erfolgen, so daß an den Riegelvorsprüngen 9 keine zusätzlichen
Schmierstoffe notwendig werden.
[0021] Es ist selbstverständlich auch möglich, daß das Gleitstück 26 im Bezug auf seine
Längserstreckung einen unterschiedlichen Abstand der Anlagekante 22 zur Begrenzungskante
25 des Schließstücks 10 aufweist. Dadurch kann z.B. vorgesehen werden, daß der Riegelvorsprung
9 in der Verschiebeendstellung bedingt durch einen größeren Abstand der Anlagekante
22 zur Begrenzungskante 25 mit dem Zapfenabschnitt 11 vollständig an der Begrenzungskante
25 anliegt und daß die Anlagekante 22 - ausgehend von der Verschiebeendstellung des
Riegelvorsprungs 9 - eine auf die Begrenzungskante 25 zulaufenden Abschnitt aufweist,
so daß der Riegelvorsprung 9 ausschließlich nahe der Verschiebeendstellung mit der
Begrenzungskante 25 in Kontakt tritt, auf seinem übrigen Verschiebeweg jedoch von
der Begrenzungskante 25 beabstandet bleibt. Dadurch wird eine Relativbewegung der
quer verlaufenden Wirkflächen aneinander weitgehend vermieden. Es ist dadurch aber
auch möglich, den Flügelandruck an den Rahmen 2 in einem Bereich zu verstärken. Dazu
muß selbstverständlich auch der Schlitz 16 eine entsprechende Form aufweisen.
[0022] Fig. 3 zeigt daher eine Ausgestaltung des Schließstücks 10, bei dem das Schließstück
10 in einer Ansicht von unten mit einem Riegelvorsprung 9 in zwei Schaltstellungen
dargestellt ist. In einer ersten Schaltstellung trifft der Riegelvorsprung 9 mit dem
Pilzkopf 12 auf eine Einlaufschräge 27 an dem Gleitstück 26, so daß der Zapfenabschnitt
11 von der Begrenzungskante 25 des Schlitzes 16 deutlich beabstandet bleibt. Dazu
weist auch der Schlitz 16 entsprechende Einlaufschrägen 17 auf. Geht die Einlaufschräge
27 in die längs des Schließstücks 10 verlaufende Anlagekante 22 über, verringert sich
der Abstand 28 der Anlagekante 22 von der Begrenzungskante 25 des Schlitzes 16, so
daß der Zapfenabschnitt 11 nur noch geringfügig von der Begrenzungskante 25 beabstandet
ist. Dadurch wird eine deutliche Entlastung der Befestigung des Riegelvorsprungs 9
an der Treibstange erreicht, die ansonsten aufgrund des größeren Abstandes des Pilzkopfes
12 vom Befestigungspunkt an der Treibstange auf Biegung beansprucht wird. Dies wird
natürlich nur dann erreicht, wenn der Zapfenabschnitt 11 in der Verschiebeendstellung
des Riegelvorsprungs 9 an der Anlagekante 22 anliegt.
Bezugszeichenliste:
[0023]
- 1
- Flügel
- 2
- Rahmen
- 3
- Falzfläche
- 4
- Falzfläche
- 5
- Beschlagaufnahmenut
- 6
- Stulpschiene
- 7
- Treibstange
- 8
- Nutstufe
- 9
- Riegelvorsprung
- 10
- Schließstück
- 11
- Zapfenabschnitt
- 12
- Pilzkopf
- 13
- Eingriffsfläche
- 14
- Profilstück
- 15
- U-Schenkel
- 16
- Schlitz
- 17
- Einlaufschrägen
- 18
- Bund
- 19
- Platte
- 20
- Öffnungsrichtung
- 21
- Hinterschnitt
- 22
- Anlagekante
- 23
- seitlicher Schenkel
- 24
- seitlicher Schenkel
- 25
- Begrenzungskante
- 26
- Gleitstück
- 27
- Einlaufschräge
- 28
- Abstand
1. Verriegelungsbeschlag zwischen einem Flügel (1) und einem festen Rahmen (2) eines
Fensters, einer Tür oder dergleichen, wobei der Flügel (1) und.der feste Rahmen (2)
einander mit Falzflächen (3, 4) gegenüberliegen, mit Verriegelungselementen in Form
eines Riegelvorsprungs (9) sowie eines Schließstücks (10), von denen das eine an dem
festen Rahmen (2) und das andere an dem Flügel (1) angebracht ist und welche in Richtung
der Falzflächen (3, 4) - entlang der Bewegung einer Treibstange (7) - relativ zueinander
bewegbar und durch diese Relativbewegung miteinander in Eingriff bringbar sind,
wobei der Riegelvorsprung (9) und das Schließstück (10) einander in Eingriffsstellung
mit sich in Richtung der Falzflächen (3, 4) - entlang der Bewegung einer Treibstange
(7) - erstreckenden Eingriffsflächen hintergreifen,
wobei senkrecht zu den Falzflächen (3, 4) und quer dazu, entlang einer Begrenzungskante
(25), verlaufende Flächen entstehen.
dadurch gekennzeichnet,
dass die quer verlaufenden Flächen des Schließstücks (10) und des Riegelvorsprungs (9)
in Öffnungsrichtung des Flügels, quer zur Falzfläche (3 oder 4) zumindest bereichsweise
durch eine definierte Anlagekante (22) voneinander beabstandet werden,
wobei der Riegelvorsprung (9) als Pilzkopfzapfen ausgebildet ist.
2. Verriegelungsbeschlag nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließstück (10) als seitlich offenes U- oder C-förmiges Profilstück ausgebildet
ist, in dessen U-Schenkel (15) ein Schlitz (16) zum Durchtritt des verjüngten Zapfenabschnitts
(11) angebracht ist, so daß das Schließstück (10) einen Hinterschnitt (21) aufweist
und daß die Anlagekante (22) aus einem in dem Hinterschnitt (21) des Schließstücks
(10) angeordneten Gleitstück (26) bestehen, an die der Pilzkopf (12) beim Eingriff
in das Schließstück (10) anstößt.
3. Verriegelungsbeschlag nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gleitstück (26) aus einem Kunststoff hergestellt wird.
4. Verriegelungsbeschlag nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließstück (10) zumindest in dem dem Riegelvorsprung (9) zugeordneten U-Schenkel
(15) als Stanz-Biegsteil ausgebildet ist.
5. Verriegelungsbeschlag nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schließstück (10) als U-förmiges Blechprofil ausgebildet ist, in dessen U-Schenkel
(15) ein Schlitz (16) gestanzt ist,
daß die seitlichen Schenkel (23, 24) des U-förmigen Blechprofils durch abgebogene Lappen
des Blechzuschnittes gebildet wird, wobei die Anlagekante (22) einem der Lappen zugeordnet
ist.
6. Verriegelungsbeschlag nach einem der Ansprüche 2 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anlagekante (22) einteilig mit einer Platte (19) ausgebildet ist, die zwischen
dem Rahmen (2) und dem Schließstück (10) liegt und zur Anpassung an unterschiedliche
Profilierungen des Rahmens (2) dient.
1. A lock fitting between a leaf (1) and a fixed frame (2) of a window, door or the like,
wherein the leaf (1) and the fixed frame (2) are situated opposite one another with
rebate surfaces (3, 4), with lock elements in the form of a bolt projection (9) and
a closure member (10), of which one is mounted on the fixed frame (2) and the other
on the leaf (1) and which are movable relatively to one another in the direction of
the rebate surfaces (3, 4) - along the movement of a positioning bar (7) - and can
be brought into engagement with one another by this relative movement, the bolt projection
(9) and the closure member (10) engaging behind one another in the engagement position
by engagement surfaces extending in the direction of the rebate surfaces (3, 4) -
along the movement of a positioning bar (7) - surfaces forming which extend perpendicularly
to the rebate surfaces (3, 4) and transversely thereto, along a boundary edge (25),
characterised in that the transversely extending surfaces of the closure member (10) and of the bolt projection
(9) are spaced apart from one another by a defined abutment edge (22) in the opening
direction of the leaf, transversely of the rebate surface (3, 4) at least in zones,
the bolt projection (9) being constructed as a mushroom-headed pin.
2. A lock fitting according to claim 1, characterised in that the closure member (10) is constructed as a laterally open U-shaped or C-shaped profile
member, in the U-limbs (15) of which a slot (16) is formed for the passage of the
tapering pin portion (11) so that the closure member (10) has an undercut (21) and
in that the abutment edge (22) consists of a sliding member (26) disposed in the undercut
(21) of the closure member (10), against which abutment edge (22) the mushroom head
(12) abuts on engagement in the closure member (10).
3. A lock fitting according to claim 2, characterised in that the sliding member (26) is made from a plastic.
4. A lock fitting according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the closure member (10) is constructed as a stamped bent part at least in the U-limb
(15) associated with the bolt projection (9).
5. A lock fitting according to claim 4, characterised in that the closure member (10) is constructed as a U-shaped sheet-metal profile in the U-limb
(15) of which a slot (16) is stamped, in that the lateral limbs (23, 24) of the U-shaped sheet-metal profile are formed by bent-off
lugs of the sheet-metal blank, the abutment edge (22) being associated with one of
the lugs.
6. A lock fitting according to any one of claims 2 to 5, characterised in that the abutment edge (22) is made in one piece with a plate (19) which is disposed between
the frame (2) and the closure member (10) and serves for adaptation to different profilings
of the frame (2).
1. Ferrure de verrouillage entre un ouvrant (1) et un cadre dormant (2) d'une fenêtre,
d'une porte ou similaires, l'ouvrant (1) et le cadre dormant (2) présentant des surfaces
de feuillure (3, 4) opposées, avec des éléments de verrouillage qui présentent la
forme d'une saillie de verrou (9) ainsi que d'une pièce de fermeture (10), l'un étant
installé sur le cadre dormant (2) et l'autre sur l'ouvrant (1), ces éléments pouvant
être déplacés l'un par rapport à l'autre dans la direction des surfaces de feuillure
(3, 4) avec le déplacement d'une tringle d'actionnement (7) et pouvant être amenés
à s'engager l'un dans l'autre par ce déplacement relatif, la saillie de verrou (9)
et la pièce de fermeture (10) s'engageant l'une derrière l'autre en position d'engagement
par des surfaces d'engagement qui s'étendent dans la direction des surfaces de feuillure
(3, 4), avec le déplacement d'une tringle d'actionnement (7), des surfaces qui s'étendent
perpendiculairement aux surfaces de feuillure (3, 4) et transversalement par rapport
à ces dernières le long d'un chant (25), étant formées
caractérisée en ce que
les surfaces transversales de la pièce de fermeture (10) et de la saillie de verrou
(9) sont maintenues à distance l'une de l'autre au moins dans certaines zones par
un chant d'appui (22) défini, dans la direction d'ouverture de l'ouvrant, transversalement
à la surface de feuillure (3 ou 4), la saillie de verrou étant configurée comme tourillon
à tête en champignon.
2. Ferrure de verrouillage selon la revendication 1, caractérisée en ce que la pièce de fermeture (10) est configurée comme pièce profilée en forme de U ou de
C, ouverte latéralement, une fente (16) destinée à être traversée par la partie rétrécie
(11) du tourillon étant ménagée dans l'aile (15) de son U, de sorte que la pièce de
fermeture (10) présente une contre-dépouille (21) et que les chants d'appui (22) sont
constitués d'une pièce coulissante (26) disposée dans la contre-dépouille (21) de
la pièce de fermeture (10), la tête en champignon (12) venant buter contre la pièce
coulissante lorsqu'elle s'engage dans la pièce de fermeture (10).
3. Ferrure de verrouillage selon la revendication 2, caractérisée en ce que la pièce coulissante (26) est réalisée en une matière synthétique.
4. Ferrure de verrouillage selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la pièce de fermeture (10) est configurée comme pièce formée par découpage/pliage
au moins dans l'aile (15) du U associée à la saillie de verrou (9).
5. Ferrure de verrouillage selon la revendication 4, caractérisée en ce que la pièce de fermeture (10) est configurée en tôle profilée en forme de U, une fente
(16) étant estampée dans l'aile (15) de ce U, et en ce que les ailes latérales (23, 24) de la tôle profilée en forme de U sont formées par des
pattes rabattues de la découpe de la tôle, le chant d'appui (22) étant associé à l'une
des pattes.
6. Ferrure de verrouillage selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce que le chant d'appui (22) est configuré d'un seul tenant avec une plaque (19), qui est
disposée entre le cadre (2) et la pièce de fermeture (10) et qui sert à l'adaptation
à différents profilages du cadre (2).