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EP 1 208 998 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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06.06.2007 Patentblatt 2007/23 |
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Anmeldetag: 17.11.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Leimwerk zum Auftragen eines Klebstoffes
Device for applying an adhesive
Dispositif pour appliquer un adhésif
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Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE FR GB IT LI |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.05.2002 Patentblatt 2002/22 |
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Patentinhaber: GRAPHA-HOLDING AG |
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6052 Hergiswil (CH) |
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Erfinder: |
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- Fischer, Peter
8404 Winterthur (CH)
- Ammann, Fritz
8500 Frauenfeld (CH)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 839 584 US-A- 5 693 142
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DE-A- 19 722 456
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Leimwerk zum Auftragen eines Klebstoffes auf den Rücken
oder angrenzende Bereiche eines in einer Fördereinrichtung vorbeigeführten Buchblocks
zusammengetragener Druckbogen, bestehend aus einer Klebstoff enthaltenden Wanne, in
die wenigstens eine den Klebstoff aufnehmende und an den Rücken des Buchblocks übertragende,
gleichsinnig mit dem Buchblock angetriebene Auftragswalze eintaucht, welcher über
dem Leimniveau in der Wanne ein durch einen veränderbaren Abstand von der Auftragswalze
die auf den Buchblockrücken zu übertragende Leimfilmdicke bestimmender, zur Verstellung
ein Betätigungsorgan aufweisender Rakel zugeordnet ist. Für eine qualitativ hochwertige
Klebebindung ist die Beleimung des Rückens eines Buchblocks entscheidend. Das Beleimen
mit zum Buchrücken verstellbaren Auftragswalzen beeinflusst die Qualität der Beleimung
günstig. In vielen Fällen wird der Klebstoff mit zwei hintereinander angeordneten
Walzen übertragen und dabei mechanisch minimal zwischen die Blattkanten eingetrieben,
sodass eine Einbettung der Blätter in den übertragenen Klebstoff entsteht.
Die aufzutragende Klebstoffmenge wird durch ein steuerbares Rakel dosiert, damit sie
u.a. nicht in das Buchinnere eindringen kann. Die Walzenhöheneinstellung und die Rakelstellung
sind dabei sorgfältig aufeinander abzustimmen. Der zuviel aufgetragene Klebstoff wird
abschliessend von einem vertikal verstellbaren Abstreichrakel oder einer Egalisierwalze
ausgeglichen.
[0002] Bei bekannten Leimwerken werden die Rakel manuell oder über motorisch angetriebene
Kurvenscheiben, die auf einen mit der Rakelwelle verbundenen Steuerhebel einwirken,
verstellt bzw. eingestellt. Es sind auch Vorrichtungen bekannt, bei denen die Rakel
mittels Stellmotoren, die ein Differential- oder Planetengetriebe ansteuern, verstellbar
sind.
Auch von Pneumatikzylindern angetriebene Rakel, denen ein verstellbarer Anschlag zugeordnet
ist, sind bekannt.
[0003] Diese bekannten Vorrichtungen weisen einen relativ hohen Konstruktionsaufwand auf
und es sind zu ihrer Wirksamkeit mehrere Elemente beteiligt. Dadurch leidet die Einstellgenauigkeit,
insbesondere durch vorhandenes resp. unumgängliches Spiel. Ungenauigkeit ist auch
bei pneumatischer Betätigung eines Rakels unvermeidbar, da sich die Geschwindigkeit
eines pneumatischen Antriebs nicht proportional zur Maschinengeschwindigkeit verändern
lässt.
[0004] Die vorveröffentlichte US 5 693 142 betrifft eine Einrichtung zum Aufbringen eines
Klebstoffes auf den Rücken eines Buchblocks mittels angetriebenem Rad, das in ein
Leimbecken eintaucht und Leim auf den passierenden Buchblockrücken überträgt.
[0005] Durch die DE 197 22 456 A1 ist eine Einrichtung zum Auftragen eines flüssigen oder
pastösen Mediums auf breite Papierbahnen vorbekannt geworden, die in der papierherstellenden
Industrie zum Leimauftrag oder Farbaufstrich verwendet wird.
[0006] Deshalb ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Leimwerk nach der eingangs
beschriebenen Art zu schaffen, mit dem auf eine einfache Weise eine genaue und zuverlässige
Verstellung eines Rakels erzielt werden kann.
[0007] Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass das als schwenkbare Welle
ausgebildete Betätigungsorgan des Rakels mit einem Antriebsorgan eines steuerbaren
Elektromotors antriebsverbunden ist, wodurch gegenüber den bekannten Ausführungen
weniger Raum beansprucht und auf einfache Art eine direkte Antriebsverbindung mit
einem Elektromotor erzielt wird.
[0008] Zur Betätigung eines Rakels eignet sich in hohem Masse ein als Linearmotor ausgebildeter
Elektromotor, da kleine Massen zu beschleunigen sind.
[0009] Selbstverständlich bewährt sich auch ein rotativ arbeitender Elektromotor zur Betätigung
eines Rakels.
[0010] Anschliessend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die bezüglich
aller in der Beschreibung nicht näher erwähnten Einzelheiten verwiesen wird, anhand
zweier Ausführungbeispiele erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- eine räumliche Darstellung eines Leimwerkes eines Klebebinders und
- Fig. 2
- eine räumliche Darstellung eines alternativen Leimwerks eines Klebebinders.
[0011] Fig. 1 und 2 zeigen ein Leimwerk 1 eines zur Herstellung von aus Druckbogen gebildeten
Buchblocks 2 vorgesehenen Klebebinders. Die in Einspannvorrichtungen einer Fördereinrichtung
(nicht ersichtlich) in Förderrichtung F transportierten Buchblocks 2 werden beim Passieren
des Leimwerks 1 an ihren aus der Einspannvorrichtung vorstehenden Rücken 3 beleimt.
Hierzu ist eine um eine quer zur Förderrichtung F rotierende Auftragswalze 4 vorgesehen,
die mit der in den in einer Wanne 6 vorkommenden Klebstoff 5 eintauchenden Mantelfläche
Klebstoff 5 aufnimmt und oberschlächtig an den Rücken 3 des Buchblocks 2 überträgt.
Der auf der Auftragswalze 4 aufgezogene Klebstofffilm 7 passiert dabei einen verstellbaren
Rakel 8, welcher die Menge des auf den Rücken 3 zu übertragenden Klebstoffes 5 bestimmt.
Der Abstand der Auftragswalze 4 zum Rücken 3 des Buchblocks 2 wie auch der Abstand
des Rakels 8 von der Auftragswalze 4 sind einstellbar bzw. verstellbar. Der Rücken
3 des Buchblocks 2 und der Mantel der Auftragswalze 4 weisen im Bereich der Klebstoffübertragung
eine gleichsinnige Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit auf.
Der den überschüssigen Klebstoff 5 an der Auftragswalze 4 abstreifende bzw. eine glatte
Filmoberfläche bildende Rakel 8 weist hierzu eine schneidenähnliche Endkante 9 auf.
Der vom Rakel 8 an der Auftragswalze 4 abgestreifte Klebstoff 5 fliesst in die Wanne
6 zurück.
Bei dem in Fig. 1 veranschaulichten Leimwerk 1 ist zur Betätigung des um eine parallel
zur Drehachse 10 der Auftragswalze 4 verlaufende Achse 11 schwenkbaren Rakels 8 eine
Welle 12 vorgesehen, an der ein Abstreiforgan 13 befestigt ist. Die Welle 12 lagert
an Schwenklagern 14, die an der Wanne 6 verankert sind. Das eine Ende der Welle 12
weist einen laschenartigen Hebel 15 auf, der mit einer Antriebsstange 16 eines an
einem Maschinengestell oder der Wanne 6 angelenkten Linearmotors 17 verbunden ist.
Die Antriebsstange 16 ist als Verlängerung des Ankers 18 (nicht sichtbar) des Linearmotors
17 ausgebildet.
[0012] Bei dem Leimwerk 1 in Fig. 2 besteht der Unterschied in der Ausbildung des Elektromotors
17, der einen nach einem Kreisbogenabschnitt ausgebildeten Anker 18 aufweist, dessen
verlängerte Enden an radial von einer Welle 12 als Betätigungsorgan abstehenden, einen
stumpfen Winkel bildenden Auslegern 19 befestigt sind.
1. Leimwerk (1) zum Auftragen eines Klebstoffes (5) auf den Rücken oder angrenzende Bereiche
eines in einer Fördereinrichtung vorbeigeführten Buchblocks (2) zusammengetragener
Druckbogen, bestehend aus einer Klebstoff (5) enthaltenden Wanne (6), in die wenigstens
eine den Klebstoff (5) aufnehmende und an den Rücken (3) des Buchblocks (2) übertragende,
gleichsinnig mit dem Buchblock (2) angetriebene Auftragswalze (4) eintaucht, welcher
über dem Leimniveau in der Wanne (6) ein durch einen veränderbaren Abstand von der
Auftragswalze (4) die auf den Buchblockrücken (3) zu übertragende Klebstofffilmdicke
bestimmender, zur Verstellung ein Betätigungsorgan aufweisender Rakel (8) zugeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, dass das als schwenkbare Welle (12) ausgebildete Betätigungsorgan des Rakels (8) mit einem
Antriebsorgan (18) eines steuerbaren Elektromotors (17) antriebsverbunden ist.
2. Leimwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (17) als Linearmotor ausgebildet ist.
3. Leimwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Anker (18) des Linearmotors (17) mit dem Betätigungsorgan des Rakels (8) verbunden
ist.
4. Leimwerk nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker (18) des Linearmotors (17) um die Achse der Welle (12) oszillierend antreibbar
und mit von der Welle (12) abstehenden, einen Kreissektor bildenden Auslegern (19)
verbunden ist.
5. Leimwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (17) rotativ arbeitend ausgebildet ist.
6. Leimwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (17) mit einer programmierbaren Steuerung verbunden ist.
1. Gluing unit (1) for applying an adhesive (5) to the back or adjoining regions of a
book block (2) of gathered printed sheets fed past in a conveyor, consisting of a
trough (6) containing adhesive (5) into which at least one applicator roller (4) driven
in the same direction as the book block (2) taking up the adhesive (5) and transferring
it to the back (3) of the book block (2) is submerged, a doctor blade (8) having an
actuating element for adjustment and determining the thickness of the adhesive film
to be transferred to the back (3) of the book block on the basis of a variable distance
from the applicator roller (4) being associated with the applicator roller above the
glue level in the trough (6), characterised in that the actuating element of the doctor blade (8) designed as a pivoting shaft (12) is
operatively connected to a drive element (18) of a controllable electric motor (17).
2. Gluing unit according to claim 1, characterised in that the electric motor (17) is designed as a linear motor.
3. Gluing unit according to claim 2, characterised in that one armature (18) of the linear motor (17) is connected to the actuating element
of the doctor blade (8).
4. Gluing unit according to claim 3, characterised in that the armature (18) of the linear motor (17) can be driven to oscillate about the axis
of the shaft (12) and is connected to side arms (19) projecting from the shaft (12)
and forming a circular sector.
5. Gluing unit according to claim 1, characterised in that the electric motor (17) is designed to rotate.
6. Gluing unit according to one of claims 1 to 5, characterised in that the electric motor (17) is connected to a programmable control unit.
1. Mécanisme d'encollage (1) pour déposer un adhésif (5) sur le dos ou sur des régions
attenantes d'un corps d'ouvrage d'impression (2) constitué par des feuillets imprimés
regroupés en défilement dans un dispositif de convoyage, comprenant une cuvette (6)
renfermant un adhésif (5) et dans laquelle plonge au moins un cylindre applicateur
(4) qui est entraîné dans le même sens que le corps d'ouvrage (2), prélève l'adhésif
(5) et le transfère sur le dos (3) dudit corps d'ouvrage (2), et auquel est associé,
au-dessus du niveau d'adhésif dans ladite cuvette (6), un racleur (8) muni d'un organe
d'actionnement en vue du déplacement et déterminant, grâce à une distance variable
vis-à-vis dudit cylindre applicateur (4), l'épaisseur du film d'adhésif devant être
transféré sur le dos (3) du corps d'ouvrage, caractérisé par le fait que l'organe d'actionnement du racleur (8), réalisé sous la forme d'un arbre pivotant
(12), est en liaison menante avec un organe d'entraînement (18) d'un moteur électrique
commandable (17).
2. Mécanisme d'encollage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le moteur électrique (17) est réalisé sous la forme d'un moteur linéaire.
3. Mécanisme d'encollage selon la revendication 2, caractérisé par le fait qu'un induit (18) du moteur linéaire (17) est relié à l'organe d'actionnement du racleur
(8).
4. Mécanisme d'encollage selon la revendication 3, caractérisé par le fait que l'induit (18) du moteur linéaire (17) peut être entraîné de manière oscillante autour
de l'axe de l'arbre (12), et est relié à des bras (19) en porte-à-faux qui dépassent
au-delà dudit arbre (12) et forment un secteur circulaire.
5. Mécanisme d'encollage selon la revendication 1, caractérisé par le fait que le moteur électrique (17) est conçu pour agir de manière rotative.
6. Mécanisme d'encollage selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé par le fait que le moteur électrique (17) est raccordé à une commande programmable.

