| (19) |
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(11) |
EP 1 210 693 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.10.2003 Patentblatt 2003/43 |
| (22) |
Anmeldetag: 25.08.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: G07B 15/00 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0008/292 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0102/0557 (22.03.2001 Gazette 2001/12) |
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| (54) |
VERFAHREN UND SYSTEM ZUR REGISTRIERUNG VON BILLETTEN
METHOD AND SYSTEM FOR REGISTERING TICKETS
PROCEDE ET SYSTEME D'ENREGISTREMENT DE BILLETS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
| (30) |
Priorität: |
10.09.1999 CH 166599 22.12.1999 CH 235299
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.06.2002 Patentblatt 2002/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Siemens Transit Telematic Systems AG |
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8212 Neuhausen (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BÄCHTIGER, Rolf
CH-8966 Oberwil-Lieli (CH)
- CRONIMUND, Christoph
CH-8049 Zürich (CH)
- SALZGEBER, Gérard
CH-8001 Zürich (CH)
- SCHREPPERS, Reto
CH-8907 Wettswil (CH)
- WENGER, Bruno
CH-8804 Au/ZH (CH)
- BRÄNDLI, Willi
CH-8962 Bergdietikon (CH)
- REBSAMEN, Aldo
CH-9500 Wil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Fischer, Michael, Dr. |
|
Siemens AG,
Postfach 22 16 34 80506 München 80506 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 380 377 GB-A- 2 246 896 US-A- 5 914 671
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EP-A- 0 465 456 GB-A- 2 267 626
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und ein System nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 bzw. 18 und 25 bzw. 34.
[0002] Die Fahrscheinausgabe und Fahrgelderfassung mittels Fahrscheinautomaten oder bedienten
Verkaufsstellen ist für eine Verkehrsunternehmung aufwendig und für den Fahrgast teilweise
sehr umständlich. Trifft ein Fahrgast unmittelbar vor Abfahrt eines Transportmittels
am Einsteigeort ein, hat er keine Zeit mehr, eine Fahrkarte zu beschaffen. Er steigt
ein und riskiert anlässlich einer Fahrscheinkontrolle als Schwarzfahrer ermittelt
zu werden. Dies ist mit erheblichen Unkosten und Unannehmlichkeiten verbunden.
[0003] Aus [3] ist ein kontaktloses Identifikationssystem mit elektronischen Zutrittskarten
bekannt, mit der einer Person der Zutritt zu einem geschlossenen Bereich, z.B. einem
Gebäude gewährt werden kann. Das in [4] beschriebene System ermöglicht zusätzlich,
Daten zur elektronischen Zutrittskarte zu übermitteln, um beispielsweise das Zutrittsprofil
ändern oder die Zutrittskarte sperren zu können. Diese Systeme sind für die Registrierung
von elektronischen Billetten wenig geeignet, da gleichzeitig jeweils nur eine Person
mit einer solchen Karte erfasst werden kann.
[0004] Die in [2] angegebene Anordnung erlaubt, eine Mehrzahl von elektronischen Billetten
an einem Zugangsort (z.B. U-Bahn) oder an einem Einsteigeort (z.B. Türbereich eines
Eisenbahnwagens) zu erfassen.
[0005] In der Veröffentlichung GB 2 246 896 A ist ein Ticketsystem für ein Verkehrsmittel
offenbart, bei dem während einer Fahrt mit einem Broadcast-Verfahren ausgesandte Standortmeldungen
auf den Billetten gespeichert werden. Verlässt ein Passagier mit einem solchen Billett
das betreffende Fahrzeug, werden die auf dem Billett gespeicherten Standortmeldungen
und weitere Daten abgefragt, um die Gültigkeit des betreffenden Billettes für die
unternommene Fahrt zu prüfen.
[0006] Die Registrierung von elektronischen Billetten muss für ein solches - auch als "Walk
In /Walk Out" bezeichnetes - Verfahren darüber hinaus folgende Bedingungen erfüllen:
a) Die Registrierung muss lückenlos erfolgen, so sollen die in einer Manteltasche
befindlichen Billette eines Vaters und jene der mitreisenden Kinder erfasst werden.
b) Es darf keine ungewollte Registrierung erfolgen, beispiels weise wenn eine Person
mit einem solchen elektronischen Billett einer weiteren Person beim Einsteigen hilft,
darf diese weitere Person nicht als kostenpflichtiger Passagier registriert werden.
c) Die Registrierung muss möglichst betrugssicher sein, so soll das Abdecken des elektronischen
Billetts mittels einer metallischen Folie erkannt werden.
[0007] Verfahren und Systeme der in [2] angegebenen Art erfüllen die vorstehend als Beispiel
genannten Anforderungen b) und c) nur in unzureichender Weise, da die Richtung beim
Passieren einer Erfassungszone nicht erkannt werden kann.
[0008] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und ein
System zur Registrierung von elektronischen Billetten anzugeben, mit denen das Nichterfassen
von echten Passagieren bzw. Leistungsbezügern und die ungewollte Erfassung von Personen
mit einem elektronischen Billett vermieden wird und Betrugsversuche durch eine temporär
vorgenommene Abschirmung des elektronischen Billettes zuverlässig erkannt werden können.
[0009] Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1, 15, 25 und 34 angegebenen Massnahmen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
[0010] Das erfindungsgemässe Verfahren weist folgende Vorteile auf:
i) Es kann die tatsächlich beanspruchte (Transport-)Leistung erfasst und allenfalls
abgerechnet werden. Dabei stehen einer Transportunternehmung die tatsächlichen Verkehrsdaten
(Frequenzen, Belegung der Wagen, Art der Billette) praktisch in Echtzeit zur Verfügung.
ii) Eine ungewollte Registrierung wird dadurch vermieden, als die Validierung der
Registrierung während der Fahrt oder der Dauer der zu beziehenden Leistung erfolgt.
Das blosse Betreten eines Fahrzeuges oder eines Raumes bewirkt noch keine validierte
Registrierung (Anspruch 5).
iii) Personen mit einem erfindungsgemässen Billett, die eine Transport- oder eine
andere Leistung beanspruchen, werden stets erfasst. Ein sehr rasches Einsteigen, ein
Verbleiben im Eingangsbereich oder das Platzieren des Billettes an einem ungewöhnlichen
Ort (z.B. in den Schuhen) kann die Registrierung nicht verhindern.
iv) Betrugsversuche durch Abschirmen des Billettes zu Beginn und während eines Leistungsbezuges
können detektiert werden. Ein Betrugsversuch am Ende eines Leistungsbezuges ist deshalb
ohne Wirkung, weil eine Validierung der Registrierung während der Fahrt intermittierend
erfolgt. Durch eine zufällig erfolgende Abfrage des Billettes kann die Betrugsresistenz
erheblich gesteigert werden (Anspruch9).
v) Durch den intermittierenden Betrieb eines zweiten Sende/Empfangsmoduls auf dem
erfindungsgemässen Billett wird der Energieverbrauch minimiert und dadurch eine hohe
Autonomie erreicht (Ansprüche 6, 7 und 8).
vi) Durch die bidirektionale Kommunikation sind die registrierten Fahrten sowohl auf
dem Billett als auch in einer der Erfassungszone zugeordneten Datenbank und einem
ortsfesten Rechnersystem für die Auswertung und/oder Fakturierung enthalten (Anspruch
2).
vii) In einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung können die Billette mit einem
Anzeigemodul versehen werden. Dadurch können allgemeine oder gezielte Informationen
zuhanden der betreffenden Person angezeigt werden (Anspruch 17).
iix) Die Verwendung eines elektronischen Billettes als Ortsbaken erlaubt eine kostengünstige
Übermittlung einer Ortsinformation an ein vorbeifahrendes Fahrzeug (Patentanspruch
24).
ix) Mit dem gewählten Uebertragungsverfahren lässt sich mit Hilfe einer Schreib-/Lesevorrichtung
eine sichere Informationsübertragung auf ein elektronisches Billett vornehmen ohne
dass eine aufwendige mechanische Einführvorrichtung erforderlich ist (Anspruch 33,
37).
[0011] Die Erfindung ist nicht auf das Transportwesen beschränkt, sondern auch für elektronische
Einlass- oder Eintrittskarten, z.B. in eine Ausstellung, anwendbar. Es ist auch möglich,
die Erfindung als Personalausweis auszugestalten. Die in dieser Schrift benutzte Bezeichnung
"Billett" umfasst daher auch stets die Begriffe "Einlasskarte", "Eintrittskarte" oder
"Personalausweis" sowie ähnliche Karten und Ausweise.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer Zeichnung beispielsweise näher erläutert.
Dabei zeigt:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild eines elektronischen Billettes für das erfindungsgemässe Verfahren;
- Fig. 2
- den Grundriss eines Fahrzeuges mit der Anordnung einer ersten Sendeeinheit und einer
zweiten Sende-/Empfangseinheit und der zugehörigen zonen;
- Fig. 3
- die einzelnen Verfahrensschritte zur Registrierung eines elektronischen Billettes;
- Fig. 4
- Funktionelle und logische Gliederung der verschiedenen Bereiche des Speichermoduls
16;
- Fig. 5
- Systemüberblick und Informationsflüsse bei der Registrierung von elektronischen Billetten.
- Fig. 6
- Anordnung eines elektronischen Billettes als Baken zur Übermittlung der Ortsinformation
an ein vorbeifahrendes Fahrzeug.
- Fig. 7
- Darstellung der Übermittlung von Fahrtabschnittsnummern in einer Ausführungsform der
Erfindung,
- Fig. 8
- Blockschaltbild einer Schreib-/Lesevorrichtung zur Zuweisung einer Berechtigung an
ein Billett;
- Fig. 9
- ein Blockschaltbild eines elektronischen Billettes für eine weitere Ausgestaltung
der Erfindung;
- Fig. 10
- den Grundriss eines Autobusses mit der Anordnung einer ersten Sendeeinheit und einer
Empfangseinheit und der zugehörigen Zonen in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung;
- Fig. 11
- die einzelnen Verfahrensschritte zur Registrierung eines elektronischen Billettes
in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung.
[0013] in Fig. 2 ist der Grundriss eines Eisenbahnwagens 20 mit je einem Einstiegsbereich
25 am Wagenende sowie einem Durchgangsbereich 26 dargestellt. Der Durchgangsbereich
26 ermöglicht den Durchgang zu einem weiteren Wagen einer Zugskomposition. Diese beiden
Bereiche 25, 26 ermöglichen den Zugang durch eine Plattform 24 zum Passagierraum 23.
Türen sind der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet. Die Plattform 24 und
der Passagierraum 23 können offen oder mit einer Wand und einer zugehörigen Türe ausgestaltet
sein. Den beiden Plattformen 24 ist je eine erste Sendeeinheit 31 zugeordnet, die
die betreffende Eintrittszone 21 mit einem elektromagnetischen Feld in einer Weckzone
21' abdeckt. Die Eintrittszone 21 braucht in anderen Anwendungen als im vorliegenden
Beispiel mit einem Eisenbahnwagen nicht notwendigerweise mit der Plattform 24 deckungsgleich
zu sein. Eine zweite Sende-/Empfangseinheit 32 ist dem Passagierraum 23 zugeordnet,
die eine Erfassungszone 22 ebenfalls mit einem elektromagnetischen Feld abdeckt. Die
eingezeichneten Zonen entsprechen ungefähr der Abdeckung hinsichtlich einer minimalen
Feldstärke der betreffenden Sendeeinheiten 31 und 32. Die Weckzone 21' ist vorzugsweise
der Eintrittszone 21 zugeordnet, es ist aber auch möglich, die Weckzonen 21' örtlich
anders zu platzieren, z.B. dass mehrere Weckzonen 21' eine Erfassungszone 22 abdecken
oder dass eine oder mehrere Weckzonen nur eine geringe Ueberlappung mit der Erfassungszone
22 aufweisen.
[0014] Fig. 1 zeigt das Blockschaltbild eines elektronischen Billettes 10. Solche Billette
10 haben vorzugsweise ein Kreditkartenformat. Diese Billette 10 können sowohl als
Kreditkarte wie auch als Debitkarte benutzt werden. Bezüglich der Technologie sind
solche tragbaren Karten dem Fachmann beispielsweise unter dem Begriff "Smartcard"
bekannt, z.B. in [2] oder [5]. Im Blockschaltbild ist als zentrale Steuereinheit ein
Prozessormodul 16 vorgesehen mit einem zugeordneten Speichermodul 17 sowie mit einem
Empfangsmodul 11, einem zweiten 12, einem dritten 13 und einem vierten Sende-/Empfangsmodul
14 verbunden. Abhängig von den gewählten Frequenzen können nur eine oder mehrere Antennen
vorgesehen sein, in der Ausführungsform gemäss Fig. 1 sind zwei Antennen 15.1 und
15.2 vorgesehen. Die Energieversorgung erfolgt mittels einer Batterie 19 und einem
Energieversorgungsmodul 18; die Verbindungen sind der Übersichtlichkeit halber nicht
eingezeichnet. Die Funktion, die zu überbrückenden Luftstrecken und die Empfindlichkeit
der verschiedenen Sende/Empfangsmodule sind in der nachfolgenden Tabelle 1 erläutert,
wobei die Angaben der Empfindlichkeit relativ zueinander zu verstehen sind.
Tabelle 1
| Bezugszeichen |
Funktion |
Grössenordnung Distanz |
Empfindlichkeit Empfangsmodul |
| 11 |
Aktivieren der Billette in der Eintrittszone. |
3 m |
Gering |
| 12 |
Bidirektionale Kommunikation von mehreren elektronischen Billetten mit einer Sende-/Empfangseinheit
in einer Erfassungszone. |
20 m |
Hoch |
| 13 |
Kommunikation einer Sende-/Empfangseinheit in einer Passierzone mit jeweils genau
einem Billett. |
0.6 m |
Mittel |
| 14 |
Bidirektionale Kommunikation mit einem Ausgabegerät zur Initialisierung/ "Personifizierung"
des Billettes 10 und Einsicht in die registrierten Fahrten. |
Wenige cm |
Sehr gering |
[0015] Das erfindungsgemässe Verfahren wird nun anhand der Figur 3 erläutert, die den Informationsfluss
über die Luftstrecke zwischen einer ersten Sendeeinheit 31, einer zweiten Sende-/Empfangseinheit
32 und einem elektronischen Billett 10 zeigt. Für den Bewegungsverlauf einer Person
P, die ein solches Billett 10 trägt (z.B. in der Geldbörse) und für die räumliche
Anordnung in einem Eisenbahnwagen 20 ist die Figur 2 heranzuziehen. Die Art der Speicherung
der verschiedenen Informationseinheiten und -felder ist der Figur 4 zu entnehmen.
Verfahrensschritt A1
[0016] Das Billett 10 befindet sich in einem energiesparenden "Schlafzustand", d.h. es ist
nur das erste Empfangsmodul 11 empfangsbereit. Nähert sich nun eine Person P in einem
Bahnhof dem Einstiegsbereich 25 eines Eisenbahnwagens 20, gelangt diese Person P mit
dem Billett 10 in die sogenannte Eintrittszone 21. Von der ersten Sendeeinheit 31
wird bei offenen Türen periodisch, z.B. in einem Takt von 0.5 s eine Informationseinheit
ausgesendet. Diese INF1 genannte Informationseinheit hat einen Aufbau gemäss Tabelle
2:
Tabelle 2
| Informationseinheit INF1 |
| Informationsfelder |
Bedeutung |
| CYCLE1 |
Zeiteinheit und Zeitbezug |
| COMMAND1 |
Befehle an das Billett 10 |
| POSITION1 |
Ort, Einsteigeort |
| COURSE1 |
Kurs- und/oder wagennummer |
| DATETIME1 |
Datum und Uhrzeit |
| TYPE1 |
Art des Verkehrsmittels |
[0017] Im Billett 10 werden diese Angaben in einem Bereich 43 des Speichermoduls 17 abgelegt:
INF1
n. Ein mehrmaliges Empfangen dieser Informationseinheit bewirkt dann eine weitere,
separate Speicherung INF
n+1, wenn das Feld COURSE1 geändert hat, dies tritt auf, wenn die Person P in den Wagen
20 eines Zuges X einund gleich wieder ausgestiegen ist und anschliessend in den Wagen
eines Zuges Y einsteigt. Dieser Vorgang tritt auch dann auf, wenn eine Person P mit
dem erfindungsgemässen Billett 10 nahe einer Eintrittszone 21 eines Wagens 20 eines
anderen Zuges vorbeimarschiert. Sind die Angaben im Feld COURSE1 erhalten geblieben,
werden vorzugsweise nur die Felder CYCLE1 und COMMAND1 aktualisiert. Dieser Vorgang
ist nicht auf ein Billet 10 beschränkt, sondern tritt gleichzeitig auf bei allen in
der Eintrittszone 21 befindlichen Billetten 10 auf.
Verfahrensschritt B1
[0018] Mit dem Empfang von Informationseinheiten INF1 mit den Feldern COMMAND1 und CYCLE1
wird ein Zeitglied des Prozessormoduls 16 initialisiert. Dieses Zeitglied bewirkt
ein intermittierendes Einschalten des zweiten Sende-/Empfangsmoduls 12 gemäss einer
im Feld CYCLE1 enthaltenen Taktzeit t
CYCL1. In diesem Feld CYCLE1 ist auch der Bezug der Zeit definiert. In der Figur 3 ist
der jeweilige Schaltzustand mit St
12 bezeichnet, die einzelnen Verfahrensschritte A1, C1, C2, usw. sind in der Figur 3
äquidistant eingetragen; die angegebenen Zeitdauern t
CYCL1, t
CYCL2, usw. können aber verschieden sein: Ist eine Person P in einem Bahnhof in den Bereich
verschiedener Eintrittszonen 21 gelangt, können die jeweils gemäss dem Feld CYCLE1
empfangenen Taktzeiten ebenfalls verschieden sein. Das Prozessormodul 16 schaltet
demzufolge das Sende-/Empfangsmodul gemäss den verschiedenen Taktzeiten ein und aus
(Intermittierende Empfangsbereitschaft).
Verfahrensschritt C1
[0019] Solange der Zug noch nicht abgefahren ist, empfängt das Billett 10 von der zweiten
Sende-/Empfangseinheit 32 eine Informationseinheit INF2 in einem gemäss dem Informationsfeld
CYCL1 definierten Abstand, z.B. t
CYCL1 = 10 s. Die Struktur der Informationseinheit INF2 ist ähnlich wie jene von INF1 gemäss
Tabelle 2. Zusätzliche Felder ADDRESS2 und APPLICATION2 sind vorgesehen, um die betreffende
Sende-/Empfangseinheit 32 zu identifizieren bzw. die Anwendung der erfindungsgemässen
Registrierung näher zu spezifizieren. Diese INF2 genannte Informationseinheit hat
einen Aufbau gemäss Tabelle 3:
Tabelle 3
| Informationseinheit INF2 |
| Informationsfelder |
Bedeutung |
| CYCLE2 |
Zeiteinheit und Zeitbezug |
| COMMAND2 |
Befehle an das Billett 10 |
| POSITION2 |
Ort |
| COURSE2 |
Kursnummer |
| DATETIME2 |
Datum und Uhrzeit |
| TYPE2 |
Art des Verkehrsmittels |
| ADDRESS2 |
Adresse der Sende-/Empfangseinheit 32 |
| APPLICATION2 |
Anwendung |
Verfahrensschritt C2
[0020] Werden die Türen des Zuges geschlossen, z.B. unmittelbar vor der Abfahrt, wird die
erste Sendeeinheit 31 ausgeschaltet, dazu kann ein Türkontakt benutzt werden. Durch
den Verfahrensschritt C1 werden weitere Informationseinheiten INF2 zum Billett 10
übertragen, z.B. kann der Takt t
CYCL2 , z.B. t
CYCL2 = 120 s neu festgelegt werden. Nach Abfahrt beginnt die Registrierung so, dass im
Feld COMMAND2 die Anweisung steht, den zu Beginn gespeicherten Einsteigeort bzw. der
zuletzt empfangene aktuelle Ort, - gemäss dem Feld POSITION2 - zu markieren. In einer
vereinfachten Ausführungsform der Erfindung kann auf diese Markierung verzichtet werden
und die Markierung durch den nachfolgenden Verfahrensschritt C3 durch Übermittlung
des aktuellen Standortes vorgenommen werden. Die Markierung wird allerdings nur für
jenen Speichereintrag von INF1
x vorgenommen, wenn im Feld COURSE2 die identische Information, d.h. Kursnummer, enthalten
ist. Die übrigen im Bereich 43 gespeicherten Einheiten INF1
1, INF1
2, .., werden nach Ablauf einer definierten Zeit in den Bereich 44 verschoben, Einträge
INF1
1L, INF1
2L, usw., L steht für "verloren" bzw. "lost". Die Informationseinheit INF2 wird von
allen aktivierten in der Erfassungszone 22 befindlichen Billetten 10 empfangen. Im
Verlaufe der Zeit bzw. Fahrt ist im Feld POSITION2 der jeweiligen Ort angegeben. Es
ist möglich, dass zusammen mit den Angaben in den Feldern COMMAND2 und CYCLE2 die
Zykluszeit für die weitere Kommunikation nochmals verändert wird, z.B. t
CYCL2 = 480 s. Diese Veränderung erlaubt eine Anpassung an das betreffende Verkehrsmittel,
z.B. kann in einem Intercityzug eine wesentlich grössere Zykluszeit benutzt werden
als in einer Strassenbahn. Es ist möglich, dass der Verfahrensschritt C2 mehrmals
mit allenfalls verschiedenen Inhalten in den Feldern CYCLE2, COMMAAD2 und POSITION2
abläuft. Mindestens jene Informationseinheiten mit den gleichen Angaben gemäss dem
Feld COURSE2 werden in einem Kurzzeitregistrierungsspeicher 41 des Speichermoduls
17 abgelegt.
Verfahrensschritt C3
[0021] Im Feld COMMAND2 ist gemäss Verfahrensschritt C2 eine Aufforderung übermittelt worden,
dass das Billett 10 an die im Wagen 20 befindliche Sende-/Empfangseinheit 32 eine
Informationseinheit INF3 übermitteln soll, wobei der Zeitpunkt der Übermittlung durch
eine Zeit t
RAND2 bestimmt wird, die entweder einer Angabe der Sende-/Empfangseinheit 32 entspricht
oder vom Prozessormodul 16 mittels eines Zufallsgenerators zufällig gewählt wird.
Durch die Angaben COMMMAND2 und CYCLE2 sind Kollisionen weitgehend vermieden, aber
nicht ausgeschlossen. Bevor das Sende-/Empfangsmodul 12 eine Informationseinheit INF3
aussendet, erfolgt eine Detektion, ob der betreffende Zeitschlitz nicht schon durch
ein anderes Billett 10 oder durch eine Sende-/Empfangseinheit 12 eines in der Nähe
befindlichen anderen Zuges (Parallelfahrt, Kreuzen zweier Züge) belegt ist. Allfällig
auftretende Kollisionsprobleme können nach dem Fachmann bekannten Verfahren gelöst
werden, z.B. nach dem Verfahren CSMA/CD.
[0022] Die Informationseinheit INF3 hat eine Struktur gemäss der Angaben in Tabelle 4:
Tabelle 4
| Informationseinheit INF3 |
| Informationsfeldes |
Bedeutung |
| ADDRESS3 |
Empfangene Adresse einer sende-/Empfangseinheit 32 |
| COURSE3 |
Kursnummer |
| POSITION3 |
Markierter Ort |
| ACTPOSITION3 |
Aktuelle Lage gemäss der zuletzt empfangenen POSITION2 |
| DATETIME3 |
Einsteigedatum und -zeit |
| TYPE3 |
Art des Billettes |
| TICKET_NR3 |
Billettnummer |
| TICKET_OWNER3 |
Billettinhaber |
| ATTRIBUTES3 |
Eigenschaften |
| STATE3 |
Zustandsinformation |
[0023] Es werden nur jene Einheiten INF3 in der Sende-/Empfangseinheit 32 bearbeitet, die
wenigstens bezüglich der Angaben im Feld COURSE3 übereinstimmen. Abhängig von den
Angaben im Feld ADDRESS3 können die empfangenen Einheiten entweder in einer dem Wagen
und/oder Zug zugeordneten Datenbank eines hier Bordrechner 35 genannten Rechnersystem
abgelegt. Diese Einheiten werden im folgenden als Billettrecords bezeichnet. Diese
Ablage belegt die Anwesenheit eines Billettes 10 mit Angabe von jeweiligem Ort und
jeweiligem Datum und Uhrzeit. Die Ortsangabe ist in einem Steuersystem des betreffenden
Zuges bekannt durch z.B. GPS-Empfänger oder durch eine besonders vorteilhafte Benutzung
des erfindungsgemässen Billettes als Baken. Diese Ausführungsform wird weiter unten
beschrieben.. Das Feld ADDRESS3 enthält die mittels INF2 zuletzt empfangene Identität
der Sende-/Empfangseinheit 32. Mit dieser Angabe ADDRESS3 und der Angabe COURSE3 kann
festgestellt werden, ob sich ein Passagier mit einem Billett 10 innerhalb des Zuges
von einem Wagen 20 zu einem anderen Wagen 20' bewegt hat. Dies ist notwendig, da die
Zyklen von Wagen zu Wagen des gleichen Zuges verschieden sein können. Ebenso werden
diese Informationen benötigt, um bei auftretenden Überlappungen der Erfassungszone
22 verschiedener Fahrzeuge, z.B. Parallelfahrt zweier Züge oder zweier Autobusse,
mögliche Fehlerfassungen zu identifizieren. Das Feld STATE3 enthält eine Zustands-
und/oder eine sogenannte History-Information (Vorgeschichte). Damit können allfällige
Betrugsversuche detektiert werden, beispielsweise indem ein Passagier während einer
Fahrt das Billett 10 in einer Metallbüchse einschliesst und später wieder herausnimmt.
Es braucht aber nicht nur ein Betrugsversuch zu sein. Dies tritt auch dann ein, wenn
ein Billett 10 in ein Gepäckstück versorgt wird, wobei das Gepäckstück an einen Ort
platziert wird, wo aufgrund von Reflexionen (Raleigh Fading) oder aufgrund von unbeabsichtigten
Abschirmungen durch metallische Gegenstände Auslöschungen auftreten können. Unmittelbar
nach Aussenden einer Informationseinheit INF3 erfolgt durch die betreffende Sende-/Empfangseinheit
32 eine Quittierung mit einer Informationseinheit INF2. Die für die Quittierung erforderlichen
Angaben sind in den Feldern COMMAND2, ADDRESS2 und APPLICATION2 enthalten, insbesondere
auch die Identität des Billetts 10 gemäss dem Feld TICKET_NR3 in der Informationseinheit
INF3.
Verfahrensschritt D1
[0024] In diesem Verfahrensschritt wird - wie unter dem Schritt C1 erläutert - angenommen,
dass das Billett 10 von der Sende-/Empfangseinheit 32 nicht mehr erreicht werden kann.
Das Billett 10 wird nun keine Informationseinheiten INF2 empfangen und keine Informationseinheiten
INF3 zur zweiten Sende-/Empfangseinheit 32 übertragen können. Dies wird sowohl vom
Prozessormodul 16 als auch von dem dem Wagen oder Zug zugeordneten Bordrechner 35
festgestellt. Damit werden die in der Datenbank des Bordrechners 35 abgelegten Billettrecords
mit einem Merker versehen und können an eine abgesetztes Rechnersystem 36 ausserhalb
des Zuges übermittelt werden. Auf dem Billett 10 selber werden die abgelegten Positionsdaten
vorzugsweise ebenfalls mit einem Merker versehen und im Kurzzeitregistrierungsspeicher
41 gespeichert. Dieser Fall tritt auch dann auf, wenn eine Person mit dem erfindungsgemässen
Billett 10 den Wagen am Aussteigeort verlässt.
Verfahrensschritt E1
[0025] Diesem Verfahrensschritt E1 sind folgende zwei Fälle zugrundegelegt:
- Verlässt eine Person P mit dem erfindungsgemässen Billett 10 den Wagen durch den Eintrittsbereich
21 wird die über das Empfangsmodul 11 übermittelte Informationseinheit INF1 vom Prozessormodul
16 als zur betreffenden Fahrt zugehörig erkannt, jedoch nicht weiter analysiert.
- Es sei angenommen, dass die Dauer des Kommunikationsunterbruches so gross war, dass
das Billett 10 wieder in den "Schlafzustand" zurückgefallen ist. Verlässt eine Person
P mit einem "eingeschlafenen" Billett 10 den Eisenbahnwagen 20, empfängt das Billett
10 eine weitere Informationseinheit INF1. Gemäss den Angaben in den Speicherbereichen
43 oder 44, d.h. aufgrund eines Vergleiches bezüglich der Felder POSITION1, COURSE1,
DATETIME1 kann durch das Prozessormodul 16 festgestellt werden, dass die laufende
Registrierung versagt hat. In diesem Fall veranlasst das Prozessormodul 16 die sofortige
Übermittlung einer Informationseinheit INF3.
Verfahrensschritt E2
[0026] Dieser Verfahrensschritt wird abhängig von folgenden drei Vorbedingungen ausgeführt:
- Gemäss Verfahrensschritt E1 ist das Billett 10 "geweckt" worden. In diesem Fall veranlasst
das Prozessormodul 16 die sofortige Übermittlung einer Informationseinheit INF3 mit
den Feldern POSITION3 und ACTPOSITION3 an die Sende-/Empfangseinheit 32. Damit ist
einer Registrierung auch in einem solchen Fall sichergestellt. Die Informationsübermittlung
in diesem Fall kann auch der Fig. 7 für das Billett mit der Nummer 102 entnommen werden.
- Durch den Empfang einer Informationseinheit INF1 wird gemäss den Verfahrensschritt
A1 und B1 das Billett 10 "geweckt", d.h. das Sende-/Empfangsmodul wird für eine festgelegte
Zeit intermittierend in Empfangsbereitschaft geschaltet. Empfängt nun in dieser Zeit
das Billett 10 keine Informationseinheiten INF2 von der einer Eintrittszone 21 entsprechenden
Sende-/Empfangseinheit 32 (gleicher Wagen oder gleicher Zug), veranlasst das Prozessormodul
16 vor dem "Wieder Einschlafen" eine Übermittlung einer Informationseinheit INF3.
Erfolgt nach mehrmaligem Versuch keine Quittierung mit einer Informationseinheit INF2,
wird der entsprechende Eintrag von INF1 in den Bereich 44 des Speichermoduls 17 verschoben.
Falls keine weiteren aktuellen Einträge INF1 mehr im Bereich 43 enthalten sind, wird
das Billett 10 durch das Prozessormodul 16 in den Schlafzustand versetzt.
- In einer besonderen Weiterentwicklung der Erfindung ist vorgesehen, dass sich ein
Billett 10 in einem zufälligen Zeitintervall, z.B. in einem Bereich von 10 Minuten
bis 4 Stunden von sich aus eine Informationseinheit INF3 aussendet, um von irgendeiner
Sende-/Empfangseinheit 32 eine Antwort zu erhalten und dadurch eine Registrierung
zu ermöglichen.
[0027] In Figur 5 ist ein System und der Informations- und Datenfluss bei der Registrierung
von Billetten 10 gezeigt. Die in einem Wagen angeordnete Sendeeinheit 31 und Sende-/Empfangseinheit
32 sind mit einem Bordrechner 35 verbunden. Ein solcher Bordrechner kann pro Wagen
20 oder pro Zug vorgesehen sein. Die Verbindungen 37 und 38 können sowohl über Draht,
z.B. ein sogenannter Zugbus oder über eine Funkstrecke realisiert werden. Für die
Realisierung mit einer Funkstrecke wird vorzugsweise die gleiche Frequenz und das
gleiche Übertragungsverfahren wie für die Verbindung zwischen Sende-/Empfangseinheit
32 und dem Sende-/Empfangsmodul 12 eingesetzt. Der Bordrechner 35 enthält eine Datenbank
(nicht dargestellt) in der die erfolgten Registrierungen als sogenannte Billettrecords
abgelegt sind. Je nach Anwendung werden diese Billettrecords unmittelbar nach Registrierung
oder nach festgestelltem Abschluss einer Fahrt an ein ortsfestes Rechnersystem über
eine Verbindung 39 übermittelt. Für diese Verbindung wird vorzugsweise die Technologie
GSM eingesetzt. Wird das erfindungsgemässe Verfahren in einer ausschliesslich ortsfesten
Umgebung, z.B. in einer Ausstellung oder in einem Museum verwendet, wird diese Strecke
vorteilhafterweise mit den bekannten Verfahren und Techniken, z.B. als LAN leitungsbasiert
ausgeführt.
[0028] Die zu fakturierende Transportleistung wird in einem sogenannten Post-Processing
aufgrund der Gesamtheit der registrierten Billettrecords durch ein abgesetztes Rechnersystem
36 ermittelt.
[0029] Der Empfang der Informationseinheit INF1 in der Eintrittszone 21 muss besonders sicher
ausgestaltet sein. Um eine möglichst gute Durchdringung (Kleider, Taschen) zu erlangen
und das Empfangsmodul 31 mit einer - relativ betrachtet - geringen Empfindlichkeit
zu versehen und damit einen geringen Energieverbrauch zu gewährleisten, ist vorzugsweise
ein solcher Frequenzbereich vorgesehen, bei dem sich die Eintrittszone im Nahfeld
des von der Sendeeinheit 31 ausgesendeten elektromagnetischen Feldes befindet, d.h.
der sogenannte H-Feld-Anteil dominiert. Das Nahfeld ist üblicherweise definiert mit
r < 0.6 λ), wobei λ für die Wellenlänge steht. Für eine Ausdehnung von (2 6) m der
Eintrittszone 21 ergibt sich eine Frequenz von 30 MHz. In der Praxis haben sich Frequenzen
von 27 MHz und von 13.5 MHz als besonders vorteilhaft erwiesen.
[0030] Das erfindungsgemässe Verfahren mit dem intermittierenden Betrieb des Sende-/Empfangsmoduls
12 ermöglicht eine hohe Autonomie. Dazu folgende Überschlagsrechnung:
Der Billett 10 bzw. das Sende-/Empfangsmodul 12 ist im Takt t
CYCL1 = 60 s für t
12 = 10 ms aktiv geschaltet:
10 ms : 60 s ergeben einen sogenannten Duty Cycle von
1/
6000. Unter Berücksichtigung eines Einschwingvorganges und einer entsprechenden Lastspitze
werden folgende Daten zugrunde gelegt:
Stromverbrauch: 5 mA Spannung: 3 V
Mittlerer Stromverbrauch:

= 0.833 µA;
[0031] Die erforderliche Batteriekapazität beträgt aufgerundet: 1 µA 26280 h = 26 mAh. Auf
dem Markt sind Batterien für Smartcards der Kapazität 50 mAh und grösser erhältlich.
[0032] In einem Fahrzeug ist es für die Erfassung der Billette 10 besonders wichtig, diese
unabhängig von der Lage funkmässig adressieren zu können. Die Billette 10 können auch
in Taschen enthalten sein und diese Taschen werden entweder unter eine Sitzbank oder
auf ein Gestell nahe der Decke platziert. Das von der Sende-/Empfangseinheit 32 ausgesandte
Feld sollte möglichst überall im Wagen eine genügende Feldstärke und gute Ausbreitungseigenschaften
aufweisen. Dazu wird vorzugsweise eine Frequenz vorgesehen, die etwas unterhalb des
GSM900 Frequenzbereiches liegt, besonders vorteilhaft ist die Frequenz 868 MHz; je
nach gesetzlicher Regulierung kann auch die Frequenz 433 MHz verwendet werden. Auf
dem Billett 10 kann vorgesehen sein, dass das intermittierende aktiv Schalten des
zweiten Sende-/Empfangsmodul 12 mittels eines Zeitgliedes überwacht wird. Bei dauerndem
Aktivgeschaltet sein wird das zweite Sende-/Empfangsmodul 12 nach einer festgelegten
Zeit ausgeschaltet. Dieses Abschalten erfolgt, um die Kommunikation mit den anderen
Billetten nicht weiter zu stören.
[0033] Die verschiedenen Bereiche des Speichermoduls 17 sind in Figur 4 dargestellt, die
weiteren für das erfindungsgemässe Verfahren benötigte Bereiche haben folgende vier
Hauptfunktionen:
- Im Speicherbereich 41 sind die sogenannten Kurzzeitregistrierungen enthalten, während
im Speicherbereich 42 die Langzeitregistrierungen abgelegt sind. Diese Unterscheidung
ist in wenigstens zweifacher Hinsicht notwendig: Verkehrsunternehmungen müssen auch
für das erfindungsgemässe Verfahren mittels Personal eine Stichprobenkontrolle durchführen.
Dazu müssen die auf dem elektronischen Billett 10 befindlichen Daten vom Kontrollpersonal
mittels Kontrollgeräte 50 eingesehen werden können.
- Die Eintrittszonen 21 und Erfassungszonen 22 verschiedener Kursfahrzeuge können sich
überlappen, beispielsweise unmittelbar nach der Abfahrt von Autobussen aus einem Busbahnhof,
ein solcher Fall kann sich auf einer mehrspurigen Strassen ereignen:
a) Eine Fehlerfassung bei Überlappung der Eintrittszone wird durch folgende Ausführungsform
der Erfindung detektiert: Im Speichermodul 17 sind mehrere Bereiche vorgesehen, in
denen die in der Informationseinheit INF1 enthaltene Information abgelegt wird. Nach
erfolgter Anfahrt wird die bidirektionale Kommunikation mittels der Verfahrensschritte
C1, C2, .. aufgenommen. Mit diesen in IN2 enthaltenen Informationen kann durch eine
Auswertung der Inhalte der Felder von COURSE, DATETIME, POSITION der ursprüngliche
Ersteintrag gemäss der empfangenen Informationseinheit INF1 identifiziert werden.
b) Eine Fehlerfassung bei Überlappung der Erfassungszonen ist einerseits durch die
vereinbarten Zyklen der Kommunikation grundsätzlich unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
Wird tatsächlich eine Informationseinheit INF2 von einem z.B. parallel fahrenden Erfassungszone
empfangen - es sind durchaus mehrere solche Übertragungen denkbar - kann aufgrund
der Angaben im Feldern COURSE und/oder ADDRESS durch das Prozessormodul 16 sofort
detektiert werden, dass dieser Eintrag zu verwerfen ist.
- In einer Weiterentwicklung des erfindungsgemässen Verfahrens ist auf dem Billett 10
ein drittes Sende-/Empfangsmodul 13 vorgesehen. Bestimmte Leistungen sollten in jedem
Fall nur den tatsächlich berechtigten Personen zugänglich sein. Dies wird in aller
Regel mittels spezieller Drehkreuze oder Schleusen realisiert, die erst dann einer
Person den Zugang ermöglichen, die durch Einstecken eines Billettes in ein Lese-/Schreibgerät
und eine nachfolgende Entwertung oder Verrechnung den Zutritt erhalten. Das Einstecken
des Billettes ist für die Benutzer lästig und reduziert die zugangsquote erheblich.
Dazu sind in einer Passierzone links und rechts je eine dritte Sende-/Empfangseinheit
33 vorgesehenen, die je nach Art der gewählten Registrierung und/oder Verrechnung
eine uni- oder bidirektionale Kommunikation mit dem Billett 10 aufnimmt. Die Struktur
der ausgetauschten Meldungen ist gleich oder ähnlich aufgebaut wie vorstehend in den
Tabellen 1 bis 3 angegeben. Die Datenablage dazu ist im Bereich 47 vorgesehen. Da
auf ein Billett 10 für mehrere solcher Zutrittszonen (z.B. Skilift im Kurort X und
Skilift im Kurort Y) benutzt werden soll und die betreffenden Guthaben auf dem Billett
10 gegeneinander nicht verrechnet werden dürfen, ist der Bereich entsprechend in Partitionen
D1 .. DN unterteilt.
- Eine vierte Sende-/Empfangseinheit 34 ist für eine Initialisierung oder für eine Kontrolle
des Billettes 10 vorgesehen. Die Initialisierung kann durch ein Übertragen eines Guthabens
mittels eines Ausgabegerätes vorgenommen werden.. Ein solches Ausgabegerät kann sowohl
vom Publikum als auch von einer Verkaufsstelle benutzt werden. Mit dem bereits erwähnten
tragbaren Kontrollgerät 50 können die elektronischen Billette 10 überprüft werden,
die Einbettung eines solchen Kontrollgerätes 50 in das erfindungsgemässe System ist
der Figur 5 zu entnehmen. Für die Interaktion ist eine Tastatur 52 und eine Anzeigeelement
51 vorgesehen. Im Kontrollgerät 50 ist ebenfalls ein erstes Empfangsmodul und ein
zweites Sende-/Empfangsmodul enthalten, das von der im Wagen 30 angeordneten ersten
Sendeeinheit 31 und der zweiten Sende-/Empfangseinheit 32 Informationseinheiten INF1
und INF2 empfangen kann. Auf diese Weise ist im Kontrollgerät 50 die aktuelle Position
eines Wagens gespeichert. Dadurch ist eine aktuelle Überprüfung der von Reisenden
mitgeführten Billetten 10 sichergestellt. Das Kontrollgerät erlaubt auch, einem Reisenden
die Funktionstüchtigkeit des erfindungsgemässen Systems nachzuweisen, beispielsweise
jene der ersten Sendeeinheit 31. Mit diesem Kontrollgerät können die im ersten (41)
und im zweiten Fahrtenregistrierungsspeicher 42 enthaltenen Registrierungen im Klartext
angezeigt werden. Dies erlaubt festzustellen, wann und wo die Registrierung eines
Billettes begonnen oder abgeschlossen wurde. Dadurch können Betrugsversuche während
der Fahrt nachgewiesen werden. Im Bereich 49 des Speichermoduls 17 sind die eine Person
identifizierenden Daten abgelegt. Möglich ist auch, dass das digitale Bild der betreffenden
Person ebenfalls im Bereich 49 abgespeichert ist. Dies ist beispielsweise erforderlich
bei der Durchführung einer Fahrscheinkontrolle. Der datenmässige Zugang zu den verschiedenen
Speicherbereichen ist einerseits durch den Weg der Übermittlung bestimmt, d.h. über
welches Empfangsmodul 11, 12, 13 oder 14 eine Information übertragen wird und andererseits
durch die Struktur der übertragenen Informationseinheiten. Der Weg der Übermittlung
wird vorzugsweise über einen (minimalen) Pegel detektiert, der am Eingang des Prozessormoduls
16 vorhanden sein muss. Zusätzlich muss eine Übereinstimmung betreffend der Struktur
der Informationseinheit vorhanden sein und eine Authentifizierung vorgenommen werden.
Am Ausgang der Empfangsmoduls 11 kann noch ein zusätzliches Dämpfungsglied vorgesehen
werden.
- Der Speicherbereich 45 dient als Programmspeicher, während im Bereich 46 temporär
benötigte Daten abgelegt sind, beispielsweise Zwischenergebnisse aufgrund von vorzunehmenden
Chiffrierungen/Dechiffrierungen für die Übertragung mit den Sende-/Empfangsmodulen
11 bis 14.
[0034] Mit dem vorhin erwähnten Ausgabegerät kann das Publikum ein Billett 10 mit weiteren
Eigenschaften (ATTRIBUTES) versehen, z.B. kann damit das Billett als aktiviert oder
als deaktiviert geschaltet werden. Dies ist notwendig, wenn eine Person mehrere Billette
transportiert und daraus keine kostenpflichtige Registrierung anfallen darf. Die Aktivierung/Deaktivierung
des Billettes 10 kann in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung auch logisch erfolgen.
Auch ein deaktiviertes Billett 10 wird registriert, jedoch wird zusätzlich in einem
Informationsfeld angegeben, dass die Anwesenheit dieses Billetts nicht zu einer kostenpflichtigern
Registrierung führt. Ebenso kann mit dem Ausgabegerät beispielsweise eine bestimmte
Personenzahl dem Billett übermittelt werden, damit mit einem einzigen Billett 10 mehrere
Personen P eine Fahrt unternehmen können.
[0035] Auf dem Billett 10 kann zusätzlich ein Anzeigemodul vorgesehen sein, einerseits um
bestimmte Daten und Zustände des Billettes 10 als benutzende Person P selber einsehen
zu können. Mittels zusätzlicher Felder in den Informationseinheiten INF2 und INF3
ist es auch möglich, bestimmte Informationen anzuzeigen.
[0036] In einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die erste Sendeeinheit 31 nach
Abfahrt des Zuges nicht ausgeschaltet. Dies wird bevorzugt dann vorgenommen, wenn
die einzelnen Erfassungszonen eines Zuges je eine eigene Kennzeichnung aufweisen,
und insbesondere diesen Erfassungszonen keine einheitliche Zugsnummer entsprechend
dem Feld COURSE zugeordnet werden kann.
[0037] Die Anordnung der Sendeeinheit 31 und der Sende-/Empfangseinheit 32 ist nicht auf
jene gemäss der Fig. 2 beschränkt, sondern kann der jeweiligen Anwendung angepasst
werden. Insbesondere ist auch vorgesehen, die beiden Einheiten in einem Gehäuse anzuordnen
und durch eine entsprechende Steuerung vorzusehen, welche der beiden Einheiten 31
und 32 dauernd oder intermittierend aktiv geschaltet ist.
[0038] Alternativ zu den Angaben im Verfahrensschritt D1 kann die Datenbank in der zweiten
Sende-/Empfangseinheit 32 selber angeordnet sein. Dies erlaubt eine sichere Registrierung
der in einer Erfassungszone 22 anwesenden Billette für den Fall, wo die Verbindung
zum Bordrechner unterbrochen ist. Möglich ist auch, dass in einer kompakten Bauweise
der zweiten Sende-/Empfangseinheit 32 die registrierten Daten ab dieser über eine
Verbindung 39 zum abgesetzten Rechnersystem 36 übertragen werden. Die Datenbank kann
auf drahtlos oder drahtgebunden mit der zweiten Sende-/Empfangseinheit gekoppelt werden;
die Anordnung der Datenbank ist nicht auf den Bordrechner 35 oder das abgesetzte Rechnersystem
36 beschränkt.
[0039] Die Übermittlung der aktuellen Ortsinformation an ein Fahrzeug 20 wie beispielsweise
ein U-Bahnwagen kann in Tunnelstrecken mittels einem GPS-Empfänger nicht realisiert
werden. Dazu wird in einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ein elektronisches
Billett 10 benutzt. Fig. 6 zeigt in der Ansicht ein Fahrzeug 20, das eine Bake 64
passiert. Die Bake 64 wird durch einen Mast 61 und eine ungefähr auf Fahrzeugdachhöhe
am Mast 61 befestigte Aufnahmebox 62 gebildet. In der Aufnahmebox 62 ist eine Ausführungsform
eines elektronisches Billett 10 sowie eine Energieversorgungseinheit (nicht dargestellt)
untergebracht. Mittels einer im Programmspeicher 45 abgelegten Initialisierung sendet
das Billett 10 mit z.B. 3% Einschaltdauer eine Informationseinheit INF3. Auf dem Dach
des Fahrzeugs 20 ist eine Empfangseinheit 63 angeordnet, die entweder mit einem Bordrechner
35 oder mit wenigstens einer zweiten Sende-/Empfangseinheit 32 verbunden ist. Die
an die Empfangseinheit 63 übertragenen Informationseinheiten INF3 sind in den Feldern
STATE3 und/oder ATTRIBUTES3 so gekennzeichnet, dass die Angabe POSITION3 vom Bordrechner
35 oder von der zweiten Sende-/Empfangseinheit 32 als Ortsangabe ausgewertet und für
die Kommunikation mit den in der Erfassungszone 22 befindlichen Billetten 10 benutzt
wird.
[0040] In Eisenbahnzügen kann nicht immer ein Bussystem zur Verbindung der Wagen untereinander
vorausgesetzt werden. Demzufolge kann wie bereits erwähnt nicht in allen Fällen eine
einheitliche Kursnummer benutzt oder vorausgesetzt werden. Im Nahverkehr stellt sich
darüber hinaus das Problem, dass in aller Regel ein Autobus eine Strecke mehrmals
befährt. Ohne eine zusätzliche Massnahme hätte dies zur Folge, dass ein Passagier,
der z.B. drei Haltestellen vor der Endstation aussteigt und nach einer relativ kurzen
Zeit an dieser Haltestelle in den gleichen Bus in der entgegengesetzten Richtung wieder
einsteigt, gleich behandelt würde, wie ein Passagier mit Billette, bei denen die Erfassung
nicht korrekt erfolgen konnte, siehe dazu die Verfahrensschritten E1 und E2. Dies
hätte eine Verrechung der Streckenabschnitte Station X - Endstation - Station X zur
Folge. Um diesen Fall einer nicht gerechtfertigten Verrechnung auszuschliessen, wird
nachfolgend anhand der Fig. 7 eine weitere Ausführungsform der Erfindung erläutert:
In Fig. 7 bezeichnen I, II und III drei Haltestellen und n, (n+1) und (n+2) die zugehörigen
Fahrtabschnitte. Mit a ist die Ankunft (a: arrivée) eines Busses 20 und mit d die
Abfahrt (d: départ) bezeichnet. Es wird angenommen, dass in den Sende-/Empfangseinheiten
31 und 32 des Busses 20 als Fahrzeugnummer 936 vorgesehen ist. Es sind ferner drei
Billette mit den Nummern 101, 102 und 103 angenommen. Um die vorstehend erwähnten
Probleme der ungerechtfertigten Erfassung über eine Endstation zu vermeiden, werden
auf der Fahrzeugseite die Fahrtabschnitte mit einer zufällig gewählten Anfangszahl
fortlaufend nummeriert. Diese Art der Nummerierung ist auch unter dem Begriff "virtuelle
Nummerierung" geläufig. Gemäss Fig. 7 sind dies die virtuellen Nummern n, (n+1) und
(n+2). Erreicht das Fahrzeug 20 eine Endstation, so wird die auf dem Fahrzeug 20 gespeicherte
Fahrtabschnittsnummer um einen grösseren Wert verändert, z.B. um den Wert 1089 oder
-1089. Der Fahrtabschnittszähler ist dabei als ein modulo k Zähler ausgebildet, k
hat beispielsweise einen Wert 2
16 = 65536. Diese virtuelle Nummerierung kann auch mit einem Zählschritt grösser als
Eins und mittels In- oder Dekrementierung um einen festen Wert vorgenommen werden.
- Billett 101
Mit diesem Billett wird eine normale Fahrt von I nach II unternommen. Beim Einsteigen
erhält es über die Informationseinheit INF1 die Fahrzeugnummer 936, die Positionsangabe
I und den Fahrtabschnitt n. Auf dem Billett 10 wird der um 1 dekrementierte Wert (n-1)
eingetragen. Nach der Abfahrt d erfolgt die bidirektionale Kommunikation mit den Informationseinheiten
INF1 und INF2. Dadurch wird nun auf dem Billett 101 der Abschnitt n eingetragen. Beim
Aussteigen am Ort II wird mit der Informationseinheit INF1 die aktuelle Position II
auf dem Billett hinzugefügt. Auf dem Billett 101 wird ferner die letzte gespeicherte
Fahrtabschnittnummer mit derjenigen des Aussteigepunktes 8 verglichen, diese ist um
1 kleiner, d.h. das Billett wurde korrekt erfasst. Auf dem Billett 101 wird die Fahrtabschnittnummer
n eingetragen.
- Billett 102
Bei diesem Billett 102 ist angenommen, dass eine bidirektionale Kommunikation aus
böswilligen oder anderen Gründen nicht vorgenommen werden. Beim Aussteigen am Ort
III wird das Billett 102 geweckt" und erhält dabei die Informationseinheit INF1. Der
Vergleich der gespeicherten Fahrtabschnittnummer (n-1) mit der aktuellen Nummer (n+2)
und die Feststellung der Gleichheit der Fahrzeugnummer 936 zeigt, dass das Billett
102 die Fahrt mitgemacht hat, aber nicht erfasst wurde. Daraufhin meldet das Billett
mittels der Einheit INF3 seine Identität und den gespeicherten Einsteigeort I an die
zweite Sende-/Empfangseinheit 32 des Fahrzeuges 20. Auf dem Billett 102 wird die Fahrtabschnittsnummer
(n+1) eingetragen. Bei diesem Vergleich der Fahrtabschnitte ist eine obere Schranke
vorgesehen. Wird diese Schranke beim Vergleich überschritten, bedeutet dies, dass
ein Fahrgast mit dem Billett wieder in den gleichen Bus eingestiegen ist und nicht
etwa eine "verdeckte" Fahrt gemacht hat.
- Billett 103
Dieses Billet startet eine normale Fahrt von I nach III und weiter. Der jeweils letzte
Ort wird über die bidirektionale Kommunikation mittels den Informationseinheiten INF2
und INF3 auf dem Billett wie auch auf der Fahrzeugseite gespeichert.
[0041] Das vorstehend offenbarte Verfahren mit der Abschnittsnummerierung ist nicht auf
Fahrtabschnitte als solche beschränkt, z.B. ist in einer ortsfesten Umgebung dieses
Verfahren auch auf Zeitabschnitte, beispielsweise in einer Auflösung von 15 Minuten
anwendbar, um die dauernde oder intermittierende Anwesenheit eines Billettes 10 in
einer Erfassungszone 22 festzustellen.
[0042] In Figur 8 ist ein Blockschaltbild einer bevorzugten Ausführungsform einer Schreib-/Lesevorrichtung
80 gezeigt, die erlaubt, bestimmte Informationen auf ein Billett 10 zu übertragen
und auf dem Billett 10 gespeicherte Informationen zu lesen. Die Schreib-/Lesevorrichtung
80 enthält ein Prozessormodul 86 und ein Speichermodul 87, das eine Gliederung in
einen Festwertspeicher und einen flüchtigen Speicher aufweist. Die Kommunikation zu
einem Billett 10 mittels der Uebertragung einer ersten Informationseinheit INF1 erfolgt
über einen Modulator 81 und einen nachgeschalteten Sendeverstärker 83, an den eine
Rahmenantenne 85.1 angeschlossen ist, parallel dazu ist noch ein Resonanzkondensator
angeschlossen. Im Billett 10 gespeicherte Daten werden von einer Stabantenne 85.2
empfangen und über einen Empfangsverstärker 84 und einen Demodulator 82 dem Prozessorsystem
86 zugeführt. Die Schreib-/Lesevorrichtung 80 kann ein Verschlüsselungsmodul 88 aufweisen.
Die Schreib-/Lesevorrichtung 80 ist vorzugsweise über eine standardisierte Schnittstelle
89, z.B. USB, mit einem gebräuchlichen PersonalComputer verbunden, der seinerseits
an ein Netzwerk angeschlossen ist. Bevorzugt werden standardisierte Schnittstellen
wie USB verwendet, die auch eine Energieversorgung der Schreib-/Lesevorrichtung erlauben.
Mit der Schreib-/Lesevorrichtung 80 ist es über eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemässen
Verfahrens möglich, einem Billett 10 eine individuelle Berechtigung oder eine eine
Person identifizierende Information zuzuweisen: Mittels einer Datenverbindung zum
Netzwerk wird eine Berechtigung von einer Transportunternehmung geholt, z.B. durch
elektronisches Zahlen, und zur Uebertragung an ein elektronisches Billett 10 weitergeleitet.
Dieses Holen der Berechtigung wird als Validierung bezeichnet. Da diese Berechtigung
nur unter ausdrücklicher Autorisation auf das Billett 10 übertragen werden darf, ist
in der Schreib-/Lesevorrichtung ein Verschlüsselungsmodul 88 vorgesehen, dass die
zu übertragende Information verschlüsselt und gegebenenfalls mit einer elektronischen
Signatur versieht, um die Authentizität der ein solches Billett 10 ausgebenden Stelle
zu gewährleisten. Mit diesen Sicherungsmassnahmen ist es möglich, dass auch ein privater
Anwender zuhause sich so eine Berechtigung auf ein elektronisches Billett 10 ausstellen
kann. Diese Ausführungsform wird vorzugsweise auf sogenannte Debitkarten-Billette
10 angewendet. Mit dem gleichen Verfahren kann auch ein Billett 10 mit der Identität
des rechtmässigen Inhabers versehen werden.
[0043] Bis auf das USB-Interface 89 entspricht der Aufbau eines Kontrollgerätes 50 dem Aufbau
der vorstehend erläuterten Schreib-/Lesevorrichtung 80. Beide Geräte erlauben in mechanischer
Hinsicht eine besonders einfache Ausführung der Kopplung mit einem Billett 10: Dank
der induktiven Uebertragung zum Billett 10 und der elektromagnetischen Uebertragung
vom Billett 10 erübrigt sich eine galvanische Kopplung. Das Billett 10 braucht z.B.
nur auf eine kleine Aussparung des Gehäuses oder einen einfachen Schlitz der Schreib-/Lesevorrichtung
80 bzw. des Kontrollgerätes 50 gelegt bzw. eingeschoben zu werden. Die zu übertragende
Informationseinheit INF1 kann in der Anwendung "zu übertragende Berechtigung" im Feld
COMMAND1 den entsprechenden Befehl enthalten, aufgrund dieses Befehles werden die
weiteren mit der Einheit INF1 übertragenen Felder vom Prozessormodul 16 des Billettes
10 entsprechend interpretiert. Je nach zu übertragender Informationsmenge kann die
Uebertragung dieser Berechtigungen auch iterativ erfolgen. Mit einem auf dem Billett
10 in einer speziellen Ausführungsform enthaltenen Gleichrichtermodul 97 lässt sich
die Batterie 19 über das Energieversorgungsmodul 18 aufladen: Die durch die induktive
Kopplung erzeugte Spannung wird im Gleichrichtermodul 97 in eine Gleichspannung transformiert
und dem Energieversorgungsmodul 18 zugeführt. Mit der Schreib-/Lesevorrichtung 80
lässt sich ein elektronisches Billett 10 - auch E-Ticket genannt - wie ein klassisches
Kartonbillett handhaben. Diese Schreib-/Lesevorrichtung 80 kann auch von einer Billettausgabestelle
benutzt werden.
[0044] Eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird mit dem Blockschaltbild
eines Billettes 10 gemäss der Figur 9, einer Anordnung in einem Autobus 100 gemäss
der Figur 10 und der einzelnen Verfahrensschritte zur Registrierung gemäss der Figur
11 erläutert:
- Gemäss Fig. 9 weist das Billett 10 eine Rahmenantenne 95.1 vorzugsweise mit einem
parallel geschalteten Resonanzkondensator auf, die über Verstärker 93.1 bis 93.5 über
zwei Sollwertdetektoren/Demodulatoren 94.1 und 94.2 mit dem Prozessormodul 16 verbunden
sind. Die Anzahl Verstärker richtet sich nach den schaltungsmässigen Erfordernissen
und ist für die vorliegende Erfindung unwesentlich. Die beiden Sollwertdetektoren
erlauben festzustellen, von welcher Quelle eine Informationseinheit INF1 zum Billett
10 übertragen wurde; darüber hinaus kann durch das Prozessormodul 16 nach erfolgter
Analyse z.B. des Inhaltes COMMAND1 die Bedeutung der empfangenen ersten Informationseinheit
festgestellt werden. Im Gegensatz zur Ausführungsform nach Fig. 1 weist dieses Billett
10 ein Modulator und lediglich ein Sendemodul 96 auf. Je nach Anwendung ist auf dem
Billett 10 noch ein Verschlüsselungsmodul 98 vorgesehen. Im Autobus 100 sind 3 erste
Sendeeinheiten 31 vorgesehen mit je einer zugehörigen Weckzone 21' sowie eine Empfangseinheit
32' mit einer zugehörigen Erfassungszone 22.
- Die Registrierung von Billetten 10 im Autobus 100 erfolgt durch die in Fig. 11 angegebenen
Verfahrensschritte: Eine erste Sendeeinheit 31 sendet in einem festen oder einstellbaren
Zeitabstand tREP eine erste Informationseinheit INF1 zu den in der zugehörigen Weckzone 21' befindlichen
Billetten 10. Die Billette 10 verlassen temporär den Schlafmodus und senden jeweils
nach einer billettindividuellen zufälligen Zeit tRAND', tRAND'', .. , eine Informationseinheit INF3 zur Empfangseinheit 32'. Mit der zufällig bestimmten
Zeit lassen sich Kollisionen weitgehend vermeiden, aber nicht ausschliessen. Die sichere
Erfassung ist jedoch dadurch sichergestellt, dass die erste Sendeeinheit 31 in einer
Periodizität tREP die Billette stets wieder weckt. Innerhalb des Autobusses 100 können die Zyklen des
Weckens durch die verschiedenen ersten Sendeeinheiten 31 gestaffelt erfolgen. In der
ersten Informationseinheit INF1 kann aus den Feldern COMMAND1 und TYPE1 durch das
Prozessormodul 16 veranlasst werden, dass ein Billett 10 unmittelbar nach Aussendung
einer Informationseinheit INF3 wieder in den Schlafmodus zurück fällt. Durch diese
Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens ist sichergestellt, dass auch Billette
10 mit einem Blockschaltbild gemäss der Figur 1 und gemäss den durch Figur 3 angegebenen
Verfahrensschritten auch in dieser Umgebung mit nur einer zweiten Empfangseinheit
32', d.h. ohne zweite Sende/-Empfangseinheit 32, zuverlässig registriert werden. Die
Datenhaltung der Billettrecords kann auf die gleiche Weise wie mit dem gemäss Figur
1 und Figur 3 offenbarten Massnahmen erfolgen. Die Aktivierung der Sendeeinheiten
31 erfolgt vorzugsweise nach erfolgter Türschliessung und Abfahrt des Autobusses.
Dadurch werden Registrierungen vermieden, die lediglich durch Betreten und Verlassen
eines Autobusses, z.B. durch eine Hilfestellung beim Einsteigen, verursacht werden
könnten.
[0045] Das erfindungsgemässe Billett 10 kann auch durch Erfassungsgeräte beim Eingang zu
einem Fahrzeug registriert werden. Diese Erfassungsgeräte sind von der Art der vorstehend
beschriebenen Schreib-/Lesevorrichtung 80. Dadurch ist eine vielfältige Nutzung des
erfindungsgemässen Billettes 10 und des Registrierverfahrens möglich.
[0046] Das erfindungsgemässe Verfahren kann auch für den Bezug und die Verrechnung vergleichbarer
Leistungen benutzt werden, z.B. als Eintrittskarte in ein Kino oder eine Ausstellung.
Oft sind in einer Ausstellung verschiedene zusätzliche kostenpflichtige Sektionen
vorhanden. Das erfindungsgemässe Verfahren erlaubt, dass ein Besucher bestimmte solche
Sektionen ohne Nachzahlung nur einmal besuchen darf.
[0047] Ebenso kann die Erfindung auch angewendet werden für die Überwachung und Sicherung
von Personen in bestimmten Zonen. Dies kann in Anlagen erforderlich sein, wo potentiell
mit einem Unfall gerechnet werden muss und mit Hilfe der Erfindung der letzte registrierte
Aufenthaltsort einer Person bzw. der ihr zugeordneten elektronischen Ausweiskarte
festgestellt werden kann, damit Rettungskräfte gezielt suchen können. Ebenso kann
die Erfindung angewendet werden, um ein Bewegungsprofil einer Person in einem hochsensitiven
Bereich mit verschiedenen Zonen aufzeichnen zu können, beispielsweise auch für die
Überwachung einer Person in sogenannter Halbgefangenschaft.
[0048] Mit dem erfindungsgemässen Verfahren können auch Objekte auf einem Förderweg überwacht
werden, dazu wird ein elektronisches Billett vorzugsweise in einer gesicherten Art
am betreffenden Objekt befestigt.
[0049] Die Erfindung kann auch genutzt werden für die Generierung und Auswertung statistischer
Daten, z.B. die Belegung eines Zuges ohne dass mit diesem Verfahren auch eine kostenpflichtige
Abrechnung resultiert. Insbesondere erlaubt die Erfindung, statistische Auswertungen
praktisch in Echtzeit tätigen zu können.
Literaturliste
[0050]
[2] US 5.541.583
[3] US 5.418.525
[4] US 5.844.244
[5] US 5.878.124
Abkürzungsverzeichnis
[0051]
- CSMA/CD
- Carrier Sense Multiple Access with collision Detection
- GPS
- Global Positioning System
- GSM
- Global System for Mobile Communication
- LAN
- Local Area Network
- USB
- universal Serial Bus
Liste der Bezugszeichen
[0052]
- 10
- elektronisches Billett
- 11
- Erstes Empfangsmodul
- 12
- Zweites Sende-/Empfangsmodul
- 13
- Drittes Sende-/Empfangsmodul
- 14
- Viertes Sende-/Empfangsmodul
- 15
- Antennen
- 16
- Prozessormodul
- 17
- Speichermodul
- 18
- Energieversorgungsmodul
- 19
- Batterie
- 20
- Eisenbahnwagen
- 21
- Eintrittszone
- 21'
- Weckzone
- 22
- Erfassungszone
- 23
- Passagierraum
- 24
- Plattform
- 25
- Einstiegsbereich
- 26
- Durchgangsbereich
- 31
- Erste Sendeeinheit
- 32
- Zweite Sende-/Empfangseinheit
- 32'
- Zweite Empfangseinheit
- 33
- Dritte Sende-/Empfangseinheit
- 34
- Vierte Sende-/Empfangseinheit
- 35
- Bordrechner
- 36
- Abgesetztes Rechnersystem für Auswertung/Fakturierung
- 37
- Verbindung erste Sendeeinheit 31 mit Bordrechner 35
- 38
- Verbindung zweite Sende-Empfangseinheit 32 mit Bordrechner 35
- 39
- Verbindung Bordrechner 35 mit abgesetztem Rechnersystem
- 41
- Erster Fahrtenregistrierungsspeicher für fünfzehn Kurzzeitregistrierungen
- 42
- Zweiter Fahrtenregistrierungsspeicher für fünfzig Langzeitregistrierungen
- 43
- Speicherbereich für aktuelle Erste Informationseinheiten
- 44
- Speicherbereich für verlorene Erste Informationseinheiten
- 45
- Programmspeicher
- 46
- Temporärspeicher
- 47
- Debitspeicher für N Anwendungen
- 48
- Speicherbereich für die Identität des Billettes 10
- 49
- Speicherbereich für die Identität des Billettinhabers
- 50
- Kontrollgerät
- 51
- Anzeigeelement
- 52
- Tastatur
- 61
- Mast
- 62
- Aufnahmebox für Billett 10
- 63
- Empfangseinheit
- 64
- Bake
- 80
- Schreib-/Lesevorrichtung zur Validierung oder Personifizierung eines elektronischen
Billettes
- 81
- Modulator
- 82
- Demodulator
- 83
- Sendeverstärker
- 84
- Empfangsverstärker
- 85.1
- Rahmenantenne
- 85.2
- Stabantenne
- 86
- Prozessorsystem
- 87
- Speichermodul
- 88
- Verschlüsselungsmodul
- 89
- USB-Interface zu Personalcomputer
- 91
- Empfangsmodul
- 92
- Sendemodul
- 93.1
- 1. Empfangsverstärker
- 93.2
- 2. Empfangsverstärker
- 93.3
- 3. Empfangsverstärker
- 94.1
- sollwertdetektor/Demodulator
- 94.2
- Sollwertdetektor/Demodulator
- 95.1
- Rahmenantenne
- 95.2
- Stabantenne
- 96
- Modulator/Sendemodul
- 97
- Gleichrichtermodul
- 98
- verschlüsselungsmodul
- 100
- Autobus
1. Verfahren zur Registrierung von Billetten (10) für die Feststellung einer zu beziehenden
Leistung und/oder einer definierten Anwesenheit, welche Billette (10) mit einem Prozessormodul
(16), einem Speichermodul (17) und wenigstens einem ersten Empfangsmodul (11) versehen
sind und wobei in einer Weckzone (21, 21') wenigstens eine Sende-/Empfangseinheit
(31, 32) für die Kommunikation mit Billetten (10) vorgesehen ist und in einem Verfahrensschritt
A in der Weckzone (21, 21') befindliche Billette (10) über das erste Empfangsmodul
(11) von einer der Weckzone (21, 21') zugeordneten ersten Sendeeinheit (31) eine erste
Informationseinheit (INF1), empfangen
gekennzeichnet durch die Verfahrens schritte:
B mit einer in der ersten Informationseinheit (INP1) enthaltenen Information wird
durch das Prozessormodul (16) ein auf dem Billett enthaltenes zweites Sende-/Empfangsmodul
(12) aktiv geschaltet, und
C zu einem vom Beginn der zu beziehenden Leistung und/oder der definierten Anwesenheit
bestimmten Zeitpunkt wird zwischen einer einer Erfassungszone (22) zugeordneten zweiten
Sende-/Empfangseinheit (32) und dem zweiten Sende-/Empfangsmodul (12) der in der Erfassungszone
(22) befindlichen Billetten (10) eine bidirektionale Kommunikation mittels einer zweiten
und einer dritten Informationseinheit (INF2, INF3) aufgebaut und die jeweilige Anwesenheit
der Billette (10) wenigstens einmal registriert.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die im Verfahrensschritt C angegebene Registrierung mittels der zweiten und dritten
Informationseinheit (INF2, INF3) wenigstens Informationen über Ort, Datum/Zeit enthält,
wobei diese Informationen abgelegt werden in
- einem Bereich eines Speichermoduls (17, 41, 42) auf dem Billett (10) und/oder
- in einer Datenbank, die zugeordnet ist zu
- einem Bordrechners (35) und/oder zu
- einem abgesetzten Rechnersystem (36) und/oder zur
- zweiten Sende-/Empfangseinheit (32).
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die im Verfahrensschritt C angegebene weitere Registrierung nur für alle jene in
der Erfassungszone (22) befindlichen Billette (10) erfolgt, die eine gleiche einer
oder mehrerer Erfassungszonen (22) zugeordnete Information über Ort und Datum/Zeit
(POSITION, COURSE, ADDRESS, DATETIME) empfangen haben.
4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Information über den Ort mit Ortsinformationsfeldern (STATE3, ATTRIBUTES3, POSITION3)
erfolgt, die von einem ortsfest angebrachten Billett (64, 62 , 10) mittels der dritten
Informationseinheit (INF3) über eine an einem Fahrzeug angebrachte Empfangseinheit
(63) zur zweiten Sende-/Empfangseinheit (32) übertragen werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
aufgrund der Information über den Ort eine virtuelle Fahrtabschnittsnummer (n, n+1)
in der zweiten Informationseinheit (INF2) zu den in der Erfassungszone (22) befindlichen
Billetten (10) übertragen wird und pro Fahrtabschnitt um einen Zählschritt verändert
wird; die auf dem Billett (10) gespeicherte Fahrtabschnittsnummer (n, n+1) wird mit
der aktuellen Fahrtabschnittsnummer (n+1, n+2) verglichen, um festzustellen, ob das
Billett (10) in den vorangehenden Fahrtabschnitten korrekt erfasst wurde.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das zweite auf dem Billett (10) befindliche Sende-/Empfangsmodul (12) intermittierend
aktiv geschaltet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Zeitpunkt des Aktivschaltens des zweiten Sende-/Empfangsmodul (12) durch eine
Information in der ersten Informationseinheit (INF1) und/oder durch eine Information
in der zweiten Informationseinheit (INF2) festgelegt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Zeitpunkt des Aktivschaltens des zweiten Sende-/Empfangsmoduls (12) mittels eines
Zufallsgenerators bestimmt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
in der zweiten Informationseinheit (INF2) das Billett (10) und/oder die dem Billett
(10) zugeordnete Person identifizierende Personeninformationsfelder (TICKET_NR3, TICKET_OWNER3)
enthalten sind und im Verfahrensschritt C der Empfang der dritten Informationseinheit
(INF3) durch Senden einer weiteren zweiten Informationseinheit (INF2) dem betreffenden
Billett (10) quittiert wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz der ersten Sendeeinheit (31) so gewählt ist, dass das Feld der Weckzone
(21, 21') als Nahfeld ausgebildet ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz der zweiten Sende-/Empfangseinheit (32) so gewählt ist, dass das Feld
in der Erfassungszone (22) als Fernfeld ausgebildet ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
das intermittierende aktiv Schalten des zweiten Sende-/Empfangsmodul (12) mittels
eines Zeitgliedes überwacht wird und bei dauerndem Aktivschaltung das zweite Sende-/Empfangsmodul
(12) nach einer festgelegten Zeit ausgeschaltet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
sich Billette (10) je innerhalb eines zufällig bestimmten Zeitintervalls von sich
aus gemäss dem Verfahrensschritt C eine bidirektionale Kommunikation (INF2, INF3)
mit einer innerhalb eines Erfassungsbereiches (22) liegenden Sende-/Empfangseinheit
(32) aufnehmen und die erste Registrierung abhängig vom Zustand des Billettes (10)
und/oder von der Vorgeschichte der Kommunikation (INF1) vorgenommen wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Billette (10) ein drittes Sende-/Empfangsmodul (13) aufweisen, über welches eine
uni- oder bidirektionale Kommunikation mit einer ortsfesten, einer Passierzone zugeordneten
dritten Sende-/Empfangseinheit (23) aufgebaut wird, wobei abhängig von in einem Speicherbereich
(48, 49) des Speichermoduls (17) oder in einer Datenbank eines dem dritten Sende-/Empfangseinheit
(33) zugeordneten Rechnersystems abgelegten Daten ein Zutritt zu einer Zone gewährt
und damit die Anwesenheit registriert wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Billette (10) ein viertes Sende-/Empfangsmodul (14) aufweisen, über welches eine
bidirektionale Kommunikation mit einer in einem Ausgabegerät vorgesehenen vierten
Sende-/Empfangseinheit (24) aufgebaut wird und eine Person identifizierende und/oder
einer Person zugehörige Personeninformationsfelder in einem Bereich des Speichermoduls
(17; 47, 49) abgelegt werden können.
16. Verfahren nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, dass
Registrierungen der Billette (10) mit Attributen (ATTRIBUT) so gekennzeichnet werden, dass diese Registrierung lediglich die Anwesenheit oder zusätzlich einen
von den Attributen abhängigen kostenpflichtigen Bezug einer Leistung beinhaltet.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Attribute durch ein Ausgabegerät über eine Kommunikation mit dem vierten Sende-/Empfangsmodul
(14) festgelegt werden und auf einem Ausgabemodul des Billettes (10) angezeigt werden
oder dass aufgrund der Attribute eine bestimmte Information auf dem Ausgabemodul des
Billettes (10) angezeigt wird.
18. System zur Registrierung von Billetten (10) für die Feststellung einer zu beziehenden
Leistung und/oder einer definierten Anwesenheit, welche Billette (10) ein Prozessormodul
(16), ein Speichermodul (17) und wenigstens ein erstes Empfangsmodul (11) aufweisen
und wobei in einer Weckzone (21, 21') wenigstens eine Sende-/Empfangseinheit (31,
32) für die Kommunikation mit Billetten (10) vorgesehen ist und der Weckzone (21,
21') eine erste Sendeeinheit (31) zugeordnet ist für eine Kommunikation (INF1) über
ein auf den Billetten (10) angeordnetes erstes Empfangsmodul (11),
dadurch gekennzeichnet, dass
einer Erfassungszone (22) eine zweite Sende-/Empfangseinheit (32) zugeordnet ist über
die eine bidirektionale Kommunikation (INF2, INF3) mit in der Erfassungszone (22)
befindlichen Billetten (10) aufbaubar ist, wobei die Kommunikation über ein auf den
Billetten (10) angeordnetes zweites Sende-/Empfangsmodul (12) führbar ist, dass die
Anwesenheit der Billette (10) in einem Speichermodul (16) der Billette (10) und/oder
in einer mit der zweiten Sende-/Empfangseinheit (32) gekoppelten Datenbank als Billettrecords
registrierbar ist.
19. System nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Datenbank enthalten ist in
- einem Bordrechner (35) und/oder in
- einem abgesetzten Rechnersystem (36) und/oder in
- der zweiten Sende-/Empfangseinheit.
20. System nach Anspruch 18 oder 19,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Sendeeinheit (31) und die zweite Sende-/Empfangseinheit (32) mit dem Bordrechner
(35) über eine Funkstrecke verbindbar sind, die die gleiche Frequenz und das gleiche
Übertragungsverfahren aufweist, wie für die Kommunikation zwischen den Billetten (10)
und der zweiten Sende-/Empfangseinheit (32).
21. System nach einem der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf dem Billett (10) ein drittes Sende-/Empfangsmodul (13) vorgesehen ist, über welches
mit einer dritten Sende-/Empfangseinheit (33) eine Kommunikation aufbaubar ist.
22. System nach einem der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf dem Billett (10) ein viertes Sende-/Empfangsmodul (14) vorgesehen ist, über welches
mit einer in einem Ausgabegerät befindlichen vierten Sende-/Empfangseinheit (34) eine
Kommunikation aufbaubar ist.
23. System nach Anspruch 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Ausgabegerät als tragbares Kontrollgerät (50) ausgebildet ist, in das wenigstens
ein Billett (10) einsteckbar ist, dass die auf dem Billett (10) befindlichen Billettrecords
auf einem Anzeigeelement (51) des Kontrollgerätes (50) darstellbar sind und dass von
der ersten und zweiten Sende-/Empfangseinheit (31, 32) eine Kommunikation (INF1, INF2,
INF3) zum Kontrollgerät (50) aufbaubar ist.
24. System nach einem der Ansprüche 18 bis 23,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein ortsfest angebrachtes Billett (64, 62 , 10) zur Übermittlung von Ortsinformation
über den jeweiligen Ort mit Informationsfeldern (STATE3, ATTRIBUTES3, POSITION3) an
eine wenigstens einer Erfassungszone zugeordnete Empfangseinheit (63) vorgesehen ist
und dass die Empfangseinheit (63) mit der ersten und/oder zweiten Sende-/Empfangseinheit
(31,32) zur Zuführung der Ortsinformation gekoppelt ist.
25. Verfahren zur Registrierung von Billetten (10) für die Feststellung einer zu beziehenden
Leistung und/oder einer definierten Anwesenheit, welche Billette (10) ein Prozessormodul
(16), ein Speichermodul (17) und wenigstens ein erstes Empfangsmodul (11) aufweisen
und wobei in einer Erfassungszone (21, 21', 22) wenigstens eine Sende-/Empfangseinheit
(31, 32') für die Kommunikation mit Billetten (10) vorgesehen ist und in einem verfahrensschritt
A in der Erfassungszone (21, 21', 22) befindliche Billette (10) über das erste Empfangsmodul
(11) von der Sendeeinheit (31) eine erste Informationseinheit (INF1) empfangen;
gekennzeichnet durch die Verfahrensschritte,
B mit einer in der ersten Informationseinheit (INF1) enthaltenen Information wird
durch das Prozessormodul (16) ein auf dem Billett enthaltenes Sendemodul (12) aktiv geschaltet,
um eine weitere Informationseinheit (INF3) an die der Erfassungszone (22) zugeordnete
zweite Empfangseinheit (32') zu übermitteln,
C mit dem Empfang der weiteren Informationseinheit (INF3) wird die jeweilige Anwesenheit
der Billette (10) wenigstens einmal als Billettrecord registriert.
26. Verfahren nach Anspruch 25,
dadurch gekennzeichnet, dass
die im Verfahrensschritt C angegebene Registrierung mittels der ersten und der weiteren
Informationseinheit (INF1, INF3) wenigstens Informationen über Ort und Datum/Zeit
enthält, wobei diese Informationen abgelegt werden in
- einem Bereich eines Speichermoduls (17, 41, 42) auf dem Billett (10) und/oder
- in einer Datenbank, die zugeordnet ist zu
- einem Bordrechners (35) und/oder zu
- einem abgesetzten Rechnersystem (36) und/oder zur
- zweiten Empfangseinheit (32').
27. Verfahren nach Anspruch 25 oder 26,
dadurch gekennzeichnet, dass
aufgrund der Information über den Ort eine virtuelle Fahrtabschnittsnummer (n, n+1)
in der ersten Informationseinheit (INF1) zu den in der Erfassungszone (22) befindlichen
Billetten (10) übertragen wird und pro Fahrtabschnitt um einen Zählschritt verändert
wird; die auf dem Billett (10) gespeicherte Fahrtabschnittsnummer (n, n+1) wird mit
der aktuellen Fahrtabschnittsnummer (n+1, n+2) verglichen, um festzustellen, ob das
Billett (10) in den vorangehenden Fahrtabschnitten korrekt erfasst wurde.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Zeitpunkt des Aktivschaltens des Sendemoduls (12) mittels eines Zufallsgenerators
bestimmt wird.
29. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 28,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz der ersten Sendeeinheit (31) so gewählt ist, dass das Feld in der Erfassungszone
(21, 21', 22) als Nahfeld ausgebildet ist.
30. Verfahren nach einem der Ansprüche 25 bis 29,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz des Sendemoduls (12) so gewählt ist, dass das Feld in der Erfassungszone
(21, 21', 22) als Fernfeld ausgebildet ist.
31. Verfahren nach einem der Ansprüche 10, 11 oder 25 bis 30,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Informationseinheit (INF1) von einer Schreib-/Lesevorrichtung (80) zum Billett
(10) übertragbar ist, wobei die erste Informationseinheit (INF1) insbesondere eine
Berechtigung zum Bezug einer Leistung oder eine Identifikation beinhaltet, und mittels
des Verfahrensschrittes B mit der dritten bzw. weiteren Informationseinheit (INF3)
eine bidirektionale Kommunikation zwischen Schreib-/Lesevorrichtung (80) und Billett
(10) aufbaubar ist.
32. Verfahren nach Anspruch 31,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schreib-/Lesevorrichtung (80) mit einem Netzwerk gekoppelt ist (89) und die Uebertragung
einer in der ersten Informationseinheit (INF1) enthaltenen Berechtigung zum Billett
(10) nur dann freigeschaltet wird, wenn vorgängig diese Berechtigung über das Netzwerk
validiert wurde.
33. Verfahren nach Anspruch 32,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Billett (10) in die Schreib-/Lesevorrichtung (80) einschiebbar oder auf die Schreib-/Lesevorrichtung
(80) auflegbar ist und die Uebertragung der ersten Informationseinheit (INF1) zum
Billett (10) durch eine induktive Kopplung und die Uebertragung von der dritten bzw.
weiteren Informationseinheit
(INF3) zur Schreib-/Lesevorrichtung (80) durch eine elektromagnetische Kopplung erfolgt.
34. System zur Registrierung von Billetten (10) für die Feststellung einer zu beziehenden
Leistung und/oder einer definierten Anwesenheit, welche Billette (10) ein Prozessormodul
(16), ein Speichermodul (17) und ein erstes Empfangsmodul (11) aufweisen und wobei
in einer Erfassungszone (21, 21', 22) wenigstens eine Sende-/Empfangseinheit (31,
32') für die Kommunikation mit Billetten (10) vorgesehen ist und , der Erfassungszone
(21, 21', 22) eine Empfangseinheit (32') und wenigstens eine erste Sendeeinheit (31)
zugeordnet ist für eine Kommunikation über je ein auf den Billetten (10) angeordnetes
Empfangsmodul (11) und Sendemodul (12),
dadurch gekennzeichnet, dass
mittels einer ersten zum Billett übertragbaren Informationseinheit (INF1) und einer
vom Billett (10) zur Empfangseinheit (32) übertragbaren weiteren Informationseinheit
(INF3) die Anwesenheit der in der Erfassungszone (21, 21', 22) befindlichen Billette
(10) in einem Speichermodul (16) der Billette (10) und/oder in einer mit der Empfangseinheit
(32') gekoppelten Datenbank als Billettrecords registrierbar ist.
35. System nach Anspruch 34,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz der ersten Sendeeinheit (31) so gewählt ist, dass das Feld in der Erfassungszone
(21, 21', 22) als Nahfeld ausgebildet ist.
36. System nach Anspruch 34 oder 35,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Frequenz des Sendemoduls (12) so gewählt ist, dass das Feld in der Erfassungszone
(21, 21', 22) als Fernfeld ausgebildet ist.
37. System nach einem der Ansprüche 18 bis 24 oder 34 bis 36,
dadurch gekennzeichnet, dass
für wenigstens eine zu einem Billett (10) zu übertragende erste Informationseinheit
(INF1), welche insbesondere eine Berechtigung zum Bezug einer Leistung oder eine Identifikation
beinhaltet, eine Schreib-/Lesevorrichtung (80) vorgesehen ist, die enthält:
- Mittel zur Aufnahme eines Billettes (10),
- Prozessorsystem (86, 87)
- Empfänger umfassend Antenne (85.1) und einen Empfangsverstärker (83) zur induktiven
Kopplung mit dem Billett (10);
- Sender umfassend Antenne (85.2) und einen Sendeverstärker zur elektromagnetischen
Kopplung mit dem Billett (10).
38. Anwendung des Verfahrens nach einem der Patentansprüche 1 bis 17 oder 25 bis 33 für
Verkehrsmittel, Ausstellungen und gesicherte Zonen.
1. Method for registering tickets (10) to establish a service to be purchased and/or
a defined presence, which tickets (10) are provided with a processor module (16),
a storage module (17) and at least one first receiver module (11) and with at least
one transmitter/receiver unit (31, 32) being provided in a prompt zone (21, 21') for
communication with tickets (10) and in a method stage A tickets (10) in the prompt
zone (21, 21') receiving a first information unit (INF1) via the first receiver module
(11) from a first transmitter unit (31) assigned to the prompt zone (21, 21'),
characterised by the method stages:
B a second transmitter/receiver module (12) contained on the ticket is switched to
active by the processor module (16) with information contained in the first information
unit (INF1), and
C at a time determined by the start of the service to be purchased and/or the defined
presence bi-directional communication is set up by means of a second and a third information
unit (INF2, INF3) between a second transmitter/receiver unit (32) assigned to a detection
zone (22) and the second transmitter/receiver module (12) of the tickets (10) in the
detection zone (22) and the respective presence of the tickets (10) is registered
at least once.
2. Method according to Claim 1,
characterised in that the registration specified in method stage C by means of the second and third information
unit (INF2, INF3) contains at least information relating to location, date/time, with
this information being stored in
- a domain of a storage module (17, 41, 42) on the ticket (10) and/or
- in a database, which is assigned to
- an onboard computer (35) and/or
- to a remote computer system (36) and/or to
- the second transmitter/receiver unit (32).
3. Method according to Claim 1 or 2, characterised in that the further registration specified in method stage C takes place not just for all
those tickets (10) in the detection zone (22) which have received identical information
relating to location and date/time (POSITION, COURSE, ADDRESS, DATETIME) assigned
to one or more detection zones (22).
4. Method according to Claim 2 or 3, characterised in that the information relating to the location is provided with location information fields
(STATE3, ATTRIBUTES3, POSITION3) which are transferred from a stationary ticket (64,
62, 10) to the second transmitter/receiver unit (32) by means of the third information
unit (INF3) via a receiver unit (63) located on a vehicle.
5. Method according to one of Claims 2 to 4, characterised in that a virtual journey section number (n, n+1) based on the information relating to the
location is transferred in the second information unit (INF2) to the tickets (10)
in the detection zone (22) and modified by a numerical increment for each journey
section; the journey section number (n, n+1) stored on the ticket (10) is compared
with the current journey section number (n+1, n+2) to ascertain whether the ticket
(10) was detected correctly in the previous journey sections.
6. Method according to one of Claims 1 to 5, characterised in that the second transmitter/receiver module (12) on the ticket (10) is intermittently
switched to active.
7. Method according to Claim 6, characterised in that the time of switching the second transmitter/receiver module (12) to active is set
by information in the first information unit (INF1) and/or by information in the second
information unit (INF2).
8. Method according to Claim 6 or 7, characterised in that the time of switching the second transmitter/receiver module (12) to active is determined
by means of a random generator.
9. Method according to one of Claims 1 to 8, characterised in that personal information fields (TICKET_NO3, TICKET_OWNER3) identifying the ticket (10)
and/or the person assigned to the ticket (10) are contained in the second information
unit (INF2) and in method stage C receipt of the third information unit (INF3) is
acknowledged by transmission of a further second information unit (INF2) to the ticket
(10) in question.
10. Method according to one of Claims 1 to 9, characterised in that the frequency of the first transmitter unit (31) is selected so that the field in
the prompt zone (21, 21') is configured as a near field.
11. Method according to one of Claims 1 to 10, characterised in that the frequency of the second transmitter/receiver unit (32) is selected so that the
field in the detection zone (22) is configured as a far field.
12. Method according to one of Claims 6 to 8, characterised in that the intermittent switching of the second transmitter/receiver module (12) to active
is monitored by means of a time element and if it is switched to active for a continuous
period the second transmitter/receiver module (12) is switched off after a specified
time.
13. Method according to one of Claims 1 to 12, characterised in that tickets (10) each automatically record bi-directional communication (INF2, INF3)
within a randomly determined time interval according to method stage C with a transmitter/receiver
unit (32) within a detection range (22) and the first registration is carried out
on the basis of on the status of the ticket (10) and/or the history of the communication
(INF1).
14. Method according to one of Claims 1 to 13, characterised in that the tickets (10) have a third transmitter/receiver module (13), by means of which
uni-directional or bi-directional communication is set up with a stationary third
transmitter/receiver unit (23) assigned to a passage zone, with access to a zone being
granted on the basis of data stored in a storage domain (48, 49) of the storage module
(17) or in a database of a computer system assigned to the third transmitter/receiver
unit (23) and the presence thereby being registered.
15. Method according to one of Claims 1 to 14, characterised in that the tickets (10) have a fourth transmitter/receiver module (14), by means of which
bi-directional communication is set up with a fourth transmitter/receiver unit (24)
provided in an output device and personal information fields identifying a person
and/or belonging to a person can be stored in a domain of the storage module (17;
47, 49).
16. Method according to Claim 15, characterised in that registration of the tickets (10) is identified with attributes (ATTRIBUT) so that
such registration solely comprises the presence or also a chargeable purchase of a
service based on the attributes.
17. Method according to Claim 15 or 16, characterised in that the attributes are determined by an output device via communication with the fourth
transmitter/receiver module (14) and are displayed on an output module of the ticket
(10) or that specific information is displayed on the output module of the ticket
(10) on the basis of the attributes.
18. System for registering tickets (10) to establish a service to be purchased and/or
a defined presence, which tickets (10) have a processor module (16), a storage module
(17) and at least one first receiver module (11) and with at least one first receiver
module (11), and at least one transmitter/receiver unit (31, 32) being provided in
a prompt zone (21, 21') for communication with tickets (10), and a first transmitter
unit (31) being assigned to the prompt zone (21, 21') for communication (INF1) via
a first receiver module (11) located on the tickets (10), characterised in that a second transmitter/receiver unit (32) is assigned to a detection zone (22) by means
of which bi-directional communication (INF2, INF3) can be set up with tickets (10)
in the detection zone (22), with communication being managed via a second transmitter/receiver
module (12) located on the tickets (10), the presence of the tickets (10) can be registered
in the form of ticket records in a storage module (16) for the tickets (10) and/or
in a database linked to the second transmitter/receiver unit (32).
19. System according to Claim 18,
characterised in that the database is contained in
- an onboard computer (35) and/or in
- a remote computer system (36) and/or in
- the second transmitter/receiver unit.
20. System according to Claim 18 or 19, characterised in that the first transmitter unit (31) and the second transmitter/receiver unit (32) can
be connected to the onboard computer (35) via a radio path, which has the same frequency
and the same transfer method as for communication between the tickets (10) and the
second transmitter/receiver unit (32).
21. System according to one of Claims 18 to 20, characterised in that a third transmitter/receiver module (13) is provided on the ticket (10), by means
of which communication can be set up with a third transmitter/receiver unit (33).
22. System according to one of Claims 18 to 21, characterised in that a fourth transmitter/receiver module (14) is provided on the ticket (10), by means
of which communication can be set up with a fourth transmitter/receiver unit (34)
located in an output device.
23. System according to Claim 22, characterised in that the output device is configured as a portable control device (50), into which at
least one ticket (10) can be inserted, that the ticket records on the ticket (10)
can be displayed on a display element (51) of the control device (50) and that communication
(INF1, INF2, INF3) to the control device (50) can be set up from the first and second
transmitter/receiver unit (31, 32).
24. System according to one of Claims 18 to 23, characterised in that a stationary ticket (64, 62, 10) is provided to transfer location information relating
to the respective location with information fields (STATE3, ATTRIBUTES3, POSITION3)
to a receiver unit (63) assigned to at least one detection zone and that the receiver
unit (63) is linked to the first and/or second transmitter/receiver unit (31, 32)
to supply location information.
25. Method for registering tickets (10) to establish a service to be purchased and/or
a defined presence, which tickets (10) have a processor module (16), a storage module
(17) and at least one first receiver module (11) and with at least one transmitter/receiver
unit (31, 32') being provided in a detection zone (21, 21', 22) for communication
with tickets (10), and in a method stage A tickets (10) in the detection zone (21,
21', 22) receiving a first information unit (INF1) via the first receiver module (11)
from the transmitter unit (31);
characterised by the method stages,
B a transmitter module (12) contained on the ticket is switched to active by the processor
module (16) with information contained in the first information unit (INF1), in order
to transmit a further information unit (INF3) to the second receiver unit (32') assigned
to the detection zone (22),
C the respective presence of the tickets (10) is registered at least once in the form
of a ticket record on receipt of the further information unit (INF3).
26. Method according to Claim 25,
characterised in that the registration specified in method stage C by means of the first and further information
unit (INF1, INF3) contains at least information relating to location and date/time,
with this information being stored in
- a domain of a storage module (17, 41, 42) on the ticket (10) and/or
- in a database, which is assigned to
- an onboard computer (35) and/or to
- a remote computer system (36) and/or to
- the second receiver unit (32').
27. Method according to Claim 25 or 26, characterised in that a virtual journey section number (n, n+1) based on the information relating to the
location is transferred in the first information unit (INF1) to the tickets (10) in
the detection zone (22) and modified by one numerical increment for each journey section;
the journey section number (n, n+1) stored on the ticket (10) is compared with the
current journey section number (n+1, n+2), to ascertain whether the ticket (10) was
detected correctly in the previous journey sections.
28. Method according to one of Claims 25 to 27, characterised in that the time of switching the transmitter module (12) to active is determined by means
of a random generator.
29. Method according to one of Claims 25 to 28, characterised in that the frequency of the first transmitter unit (31) is selected so that the field in
the detection zone (21, 21', 22) is configured as a near field.
30. Method according to one of Claims 25 to 29, characterised in that the frequency of the transmitter module (12) is selected so that the field in the
detection zone (21, 21', 22) is configured as a far field.
31. Method according to one of Claims 10, 11 or 25 to 30, characterised in that the first information unit (INF1) can be transferred from a write/read device (80)
to the ticket (10), with the first information unit (INF1) in particular including
an authorisation to purchase a service or an identification and there being the option
of setting up bi-directional communication between the write/read device (80) and
ticket (10) by means of method stage B with the third or further information unit
(INF3).
32. Method according to Claim 31, characterised in that the write/read device (80) is linked to a network (89) and the transfer of an authorisation
contained in the first information unit (INF1) to the ticket (10) is only released,
if this authorisation is validated beforehand via the network.
33. Method according to Claim 32, characterised in that the ticket (10) can be inserted into the write/read device (80) or placed on the
write/read device (80) and the transfer of the first information unit (INF1) to the
ticket (10) takes place by means of an inductive coupling and the transfer of the
third or further information unit (INF3) to the write/read device (80) takes place
by means of an electromagnetic coupling.
34. System for registering tickets (10) to establish a service to be purchased and/or
a defined presence, which tickets (10) have a processor module (16), a storage module
(17) and a first receiver module (11), and with at least one transmitter/receiver
unit (31, 32') being provided in a detection zone (21, 21', 22) for communication
with tickets (10) and a receiver unit (32') and at least one first transmitter unit
(31) being assigned to the detection zone (21, 21', 22) for communication via a receiver
module (11) and transmitter module (12) each located on the tickets (10), characterised in that the presence of the tickets (10) in the detection zone (21, 21', 22) can be registered
in the form of ticket records in a storage module (16) for the tickets (10) and/or
in a database linked to the receiver unit (32') by means of a first information unit
(INF1) which can be transferred to the ticket and a further information unit (INF3)
which can be transferred from the ticket (10) to the receiver unit (32).
35. System according to Claim 34, characterised in that the frequency of the first transmitter unit (31) is selected so that the field in
the detection zone (21, 21', 22) is configured as a near field.
36. System according to Claim 34 or 35, characterised in that the frequency of the transmitter module (12) is selected so that the field in the
detection zone (21, 21', 22) is configured as a far field.
37. System according to one of Claims 18 to 24 or 34 to 36,
characterised in that for at least one first information unit (INF1) to be transferred to a ticket (10),
containing in particular an authorisation to purchase a service or an identification,
a write/read device (80) is provided, which contains:
- means for recording a ticket (10),
- processor system (86, 87),
- receiver comprising antenna (85.1) and an incoming signal amplifier (83) for inductive
coupling with the ticket (10);
- transmitter comprising antenna (85.2) and an outgoing signal amplifier for electromagnetic
coupling with the ticket (10).
38. Use of the method according to one of Claims 1 to 17 or 25 to 33 for means of transport,
exhibitions and secured zones.
1. Procédé pour enregistrer des billets (10) pour la constatation d'une prestation à
accomplir et/ou d'une présence définie, les billets (10) étant munis d'un module (16)
de processeur, d'un module (17) de mémoire et d'au moins un premier module (11) de
réception, et au moins une unité (31, 32) d'émission/réception pour la communication
avec des billets (10) étant prévue dans une zone (21, 21') d'alerte et des billets
(10) se trouvant dans la zone (21, 21') d'alerte recevant, à une première étape A
opératoire, d'une première unité (31) d'émission associée à la zone (21, 21') d'alerte,
par le premier module (11) de réception, une première unité (INF1) d'informations,
caractérisé par les étapes opératoires :
B un deuxième module (12) d'émission/réception contenu sur le billet est mis à l'état
actif par le module (16) de processeur par une information contenue dans la première
unité (INF1) d'informations, et
C à un instant déterminé par le début de la prestation à accomplir et/ou de la présence
définie, une communication bidirectionnelle entre une deuxième unité (32) d'émission/réception
associée à une zone (22) de détection et le deuxième module (12) d'émission/réception
des billets (10) se trouvant dans la zone (22) de détection, est établie au moyen
d'une deuxième et d'une troisième unité (INF2, INF3) d'informations et la présence
des billets (10) est enregistrée au moins une fois.
2. Procédé suivant la revendication 1,
caractérisé en ce que l'enregistrement indiqué à l'étape C opératoire au moyen de la deuxième et de la
troisième unité (INF2, INF3) d'informations contient au moins des informations sur
le lieu, la date/le temps, ces informations étant mises en mémoire dans
- une zone d'un module (17, 41, 42) de mémoire sur le billet (10) et/ou
- une banque de données, qui est associée à
- un ordinateur (35) de bord et/ou à
- un système (36) d'ordinateur éloigné et/ou à
- une deuxième unité (32) d'émission/réception.
3. Procédé suivant la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que l'enregistrement supplémentaire indiqué à l'étape C opératoire ne s'effectue que
pour tous les billets qui se trouvent dans la zone (22) de détection et qui ont reçu
une information sur le lieu et la date/le temps (POSITION, COURSE, ADDRESS, DATETIME)
identique associée à une ou plusieurs zones (22) de détection.
4. Procédé suivant la revendication 2 ou 3,
caractérisé en ce que l'information sur le lieu s'effectue par des champs d'informations de lieu (STATE3,
ATTRIBUTES3, POSITION3), qui sont transmises au moyen de la troisième unité (INF3)
d'informations, par l'intermédiaire d'une unité (63) de réception montée sur un véhicule,
à une deuxième unité (32) d'émission/réception.
5. Procédé suivant l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que, sur la base de l'information sur le lieu, un numéro (n, n+1) de tronçon de trajet
dans la deuxième unité (INF2) d'informations est transmis aux billets (10) se trouvant
dans la zone (22) de détection et est changé par tronçon de trajet d'un pas de comptage
; le numéro (n, n+1) de tronçon de trajet mémorisé sur le billet (10) est comparé
au numéro (n+1, n+2) instantané de tronçon de trajet afin de déterminer si le billet
(10) a été correctement détecté dans les tronçons de trajet précédents.
6. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé en ce que le deuxième module (12) d'émission/réception se trouvant sur le billet (10) est mis
à l'état actif de manière intermittente.
7. Procédé suivant la revendication 6,
caractérisé en ce que l'instant de la mise à l'état actif du deuxième module (12) d'émission/réception
est fixé par une information dans la première unité (INF1) d'informations et/ou par
une information dans la deuxième unité (INF2) d'informations.
8. Procédé suivant la revendication 6 ou 7,
caractérisé en ce que l'instant de la mise à l'état actif du deuxième module (12) d'émission/réception
est déterminé au moyen d'un générateur de nombres aléatoires.
9. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que des champs (TICKET_NR3, TICKET_OWNER3) d'informations sur les personnes identifiant
le billet (10) et/ou la personne associée au billet (10) sont contenus dans la deuxième
unité (INF2) d'informations et, à l'étape C opératoire, la réception de la troisième
unité (INF3) d'informations est confirmée au billet (10) concerné par l'émission d'une
deuxième unité (INF2) supplémentaire d'informations.
10. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que la fréquence de la première unité (31) d'émission est choisie de manière que le champ
de la zone (21, 21') d'alerte soit réalisé en champ proche.
11. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce que la fréquence de la deuxième unité (32) d'émission/réception est choisie de manière
que le champ dans la zone (22) de détection soit réalisé en champ éloigné.
12. Procédé suivant l'une des revendications 6 à 8,
caractérisé en ce que la mise à l'état actif intermittente du deuxième module (12) d'émission/réception
est surveillée au moyen d'un chronomètre et, en cas de mise à l'état actif qui dure,
le deuxième module (12) d'émission/réception est déconnecté après une durée fixée.
13. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 12,
caractérisé en ce que des billets (10) reçoivent chacun en l'espace d'un intervalle de temps déterminé
au hasard, à partir de choix, suivant l'étape C opératoire, une communication (INF2,
INF3) bidirectionnelle avec une unité (32) d'émission/réception se trouvant à l'intérieur
d'une zone (22) de détection et le premier enregistrement est effectué indépendamment
de l'état du billet (10) et/ou de l'historique de la communication (INF1).
14. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 13,
caractérisé en ce que les billets (10) comportent un troisième module (13) d'émission/réception par l'intermédiaire
duquel une communication unie ou bidirectionnelle est établie avec une troisième unité
(23) d'émission/réception à poste fixe, associée à une zone de passage, un accès à
une zone étant accordé et ainsi la présence enregistrée en fonction de données mises
en mémoire dans une banque de données d'un système d'ordinateur associé à la troisième
unité (23) d'émission/réception.
15. Procédé suivant l'une des revendications 1 à 14,
caractérisé en ce que les billets (10) comportent un quatrième module (14) d'émission/réception par l'intermédiaire
duquel une communication bidirectionnelle est établie avec une quatrième unité (24)
d'émission/réception prévue dans un appareil de sortie et des champs d'informations
identifiant une personne et/ou associés à une personne pouvant être mis en mémoire
dans une zone du module (17 ; 47, 49) de mémoire.
16. Procédé suivant la revendication 15,
caractérisé en ce que des enregistrements des billets (10) sont caractérisés par des attributs (ATTRIBUT) de telle manière que ces enregistrements ne contiennent
que la présence ou en plus une référence d'une prestation soumise à un coût, dépendant
des attributs.
17. Procédé suivant la revendication 15 ou 16,
caractérisé en ce que les attributs sont fixés par un appareil de sortie par l'intermédiaire d'une communication
avec le quatrième module (14) d'émission/réception et sont affichés sur un module
de sortie du billet (10) ou, sur la base des attributs, une information déterminée
est affichée sur le module de sortie du billet (10).
18. Système pour enregistrer des billets (10) pour la constatation d'une prestation à
accomplir et/ou d'une présence définie, les billets (10) comportant un module (16)
de processeur, un module (17) de mémoire et au moins un premier module (11) de réception
et au moins une unité (31, 32) d'émission/réception étant prévue dans une zone (21,
21') d'alerte pour la communication avec les billets (10), une première unité (31)
d'émission étant associée à la zone (21, 21') d'alerte, pour une communication (INF1)
par l'intermédiaire d'un premier module (11) de réception disposé sur les billets
(10),
caractérisé en ce qu'il est associé à une zone (22) de détection une deuxième unité (32) d'émission/réception
par l'intermédiaire de laquelle une communication (INF2, INF3) bidirectionnelle avec
des billets (10) se trouvant dans la zone (22) de détection peut être établie, la
communication pouvant être guidée par l'intermédiaire d'un deuxième module (12) d'émission/réception
disposé sur les billets (10), en ce que la présence des billets (10) peut être enregistrée comme enregistrement de billets
dans un module (16) de mémoire des billets (10) et/ou dans une banque de données couplée
à la deuxième unité (32) d'émission/réception.
19. Système suivant la revendication 18,
caractérisé en ce que la banque de données est contenue :
- dans un ordinateur (35) de bord et/ou dans
- un système (36) d'ordinateur éloigné et/ou dans
- la deuxième unité d'émission/réception.
20. Système suivant la revendication 18 ou 19,
caractérisé en ce que la première unité (31) d'émission et la deuxième unité (32) d'émission/réception
peuvent être reliées à l'ordinateur (35) de bord par l'intermédiaire d'une voie radioélectrique
qui a la même fréquence et le même comportement de transfert que pour la communication
entre les billets (10) et la deuxième unité (32) d'émission/réception.
21. Système suivant l'une des revendications 18 à 20,
caractérisé en ce qu'il est prévu sur le billet (10) un troisième module (13) d'émission/réception par
l'intermédiaire duquel une communication avec une troisième unité (33) d'émission/réception
peut être établie.
22. Système suivant l'une des revendications 18 à 21,
caractérisé en ce qu'il est prévu sur le billet (10) un quatrième module (14) d'émission/réception par
l'intermédiaire duquel une communication avec une quatrième unité (34) d'émission/réception
se trouvant dans un appareil de sortie peut être établie.
23. Système suivant la revendication 22,
caractérisé en ce que l'appareil de sortie est réalisé en appareil (50) de contrôle portable dans lequel
au moins un billet (10) peut être enfiché, en ce que les enregistrements de billet se trouvant sur le billet (10) peuvent être représentés
sur un élément (51) d'affichage de l'appareil (50) de contrôle et en ce qu'une communication (INF1, INF2, INF3) peut être établie de la première à la deuxième
unité (31, 32) d'émission/réception à l'appareil (50) de contrôle.
24. Système suivant l'une des revendications 18 à 23,
caractérisé en ce qu'un billet (64, 62, 10) monté à poste fixe est prévu pour la transformation d'informations
de lieu ou concernant le lieu associé et comportant des champs (STATE3, ATTRIBUTES3,
POSITION3) d'informations à au moins une unité (63) de réception associée à une zone
de détection et en ce que l'unité (63) de réception est couplée à la première et/ou deuxième unité (31, 32)
d'émission/réception pour l'acheminement de l'information de lieu.
25. Procédé pour enregistrer des billets (10) pour la constatation d'une prestation à
accomplir et/ou d'une présence définie, les billets (10) comportant un module (16)
de processeur, un module (17) de mémoire et au moins un premier module (11) de réception
et au moins une unité (31, 32') d'émission/réception étant prévue dans une zone (21,
21', 22) de détection pour la communication avec des billets (10) et, à une étape
A opératoire, des billets (10) se trouvant dans la zone (21, 21', 22) de détection
recevant des unités (31) d'émission, par l'intermédiaire du premier module (11) de
réception, une première unité (INF1) d'informations ;
caractérisé par les étapes opératoires,
B un module (12) d'émission contenu sur le billet est mis à l'état actif par le module
(16) de processeur par une information contenue dans la première unité (INF1) d'informations
afin de transmettre une unité (INF3) d'informations supplémentaire à la deuxième unité
(32') de réception associée à la zone (22) de détection,
C la présence associée des billets (10) est enregistrée au moins une fois comme enregistrement
de billets par la réception de l'unité (INF3) d'informations supplémentaire.
26. Procédé suivant la revendication 25,
caractérisé en ce que l'enregistrement indiqué à l'étape opératoire C au moyen de la première unité (INF1)
d'informations et de l'unité (INF3) supplémentaire d'informations contient au moins
des informations sur le lieu et la date/le temps, ces informations étant mises en
mémoire dans
- une zone d'un module (17, 41, 42) de mémoire sur le billet (10) et/ou
- dans une banque de données, qui est associée à
- un ordinateur (35) de banque et/ou à
- un système (36) d'ordinateur éloigné et/ou à
- une deuxième unité (32') de réception.
27. Procédé suivant la revendication 25 ou 26,
caractérisé en ce que, sur la base de l'information sur le lieu, un numéro (n, n+1) de tronçon de trajet
virtuel dans la première unité (INF1) d'informations est transmis aux billets (10)
se trouvant ans la zone (22) de détection et, par tronçon de trajet, modifié d'un
pas de comptage ; le numéro (n, n+1) de tronçon de trajet mémorisé sur le billet (10)
est comparé au numéro (n+1, n+2) instantané de tronçon de trajet afin de déterminer
si le billet (10) a été correctement détecté dans les tronçons de trajet précédents.
28. Procédé suivant l'une des revendications 25 à 27,
caractérisé en ce que l'instant de la mise à l'état actif du module (12) d'émission est déterminé au moyen
d'un générateur de nombres aléatoires.
29. Procédé suivant l'une des revendications 25 à 28,
caractérisé en ce que la fréquence de la première unité (31) d'émission est choisie de manière que le champ
dans la zone (21, 21', 22) de détection soit réalisé en champ proche.
30. Procédé suivant l'une des revendications 25 à 29,
caractérisé en ce que la fréquence du module (12) d'émission est choisie de manière que le champ dans la
zone (21, 21', 22) de détection soit réalisé en champ éloigné.
31. Procédé suivant l'une des revendications 10, 11 ou 25 à 30,
caractérisé en ce que la première unité (INF1) d'informations peut être transmise d'un dispositif (80)
d'écriture/lecture au billet (10), la première unité (INF1) d'informations comportant
notamment une autorisation pour le rapport d'une prestation ou une identification,
et, au moyen de l'étape B opératoire, une communication bidirectionnelle entre le
dispositif (80) d'écriture/lecture et le billet (10) pouvant être établie par la troisième
et supplémentaire unité (INF3) d'informations.
32. Procédé suivant la revendication 31,
caractérisé en ce que le dispositif (80) d'écriture/lecture est couplé (89) à un réseau et la transmission
d'une autorisation contenue dans la première unité (INF1) d'informations au billet
(10) n'étant libérée que si cette autorisation a été validée auparavant par l'intermédiaire
du réseau.
33. Procédé suivant la revendication 32,
caractérisé en ce que le billet (10) peut être inséré dans le dispositif (80) d'écriture/lecture ou peut
être placé sur le dispositif (80) d'écriture/lecture et la transmission de la première
unité (INF1) d'informations au billet (10) s'effectue par un couplage inductif et
la transmission de la troisième et supplémentaire unité (INF3) d'informations au dispositif
(80) d'écriture/lecture s'effectue par un couplage électromagnétique.
34. Système pour enregistrer des billets (10) pour la constatation d'une prestation à
accomplir et/ou d'une présence définie, les billets (10) comportant un module (16)
de processeur, un module (17) de mémoire et un premier module (11) de réception et
au moins une unité (31, 32') d'émission/réception étant prévue dans une zone (21,
21', 22) de détection pour la communication avec des billets (10), une unité (32')
de réception et au moins une première unité (31) d'émission étant associées à la zone
(21, 21', 22) de détection pour une communication par l'intermédiaire chaque fois
d'un module (11) de réception disposé sur les billets (10) et d'un module (12) d'émission,
caractérisé en ce que, au moyen d'une première unité (INF1) d'informations pouvant être transmises au billet
ou d'une unité (INF3) supplémentaire d'informations pouvant être transmises par le
billet (10) à l'unité (32) de réception, la présence des billets (10) se trouvant
dans la zone (21, 21', 22) de détection peut être enregistrée comme enregistrement
de billet dans un module (16) de mémoire des billets (10) et/ou dans une banque de
données couplée à l'unité (32') de réception.
35. Système suivant la revendication 34,
caractérisé en ce que la fréquence de la première unité (31) d'émission est choisie de manière que le champ
dans la zone (21, 21', 22) de détection soit réalisé en champ proche.
36. Système suivant la revendication 34 ou 35,
caractérisé en ce que la fréquence du module (12) d'émission est réalisée de manière que le champ dans
la zone (21, 21', 22) de détection soit réalisé en champ éloigné.
37. Système suivant l'une des revendications 18 à 24 ou 34 à 36,
caractérisé en ce que, pour au moins une première unité (INF1) d'informations à transmettre à un billet
(10), qui contient notamment une autorisation au rapport d'une prestation ou une identification,
il est prévu un dispositif (80) d'écriture/lecture qui contient :
- des moyens pour recevoir un billet (10),
- un système (86, 87) de processeur,
- des récepteurs comprenant une antenne (85.1) et un amplificateur (83) de réception
pour le couplage inductif au billet (10) ;
- des émetteurs comprenant une antenne (85.2) et un amplificateur d'émission pour
le couplage électromagnétique au billet (10).
38. Application du procédé suivant l'une des revendications 1 à 17 ou 25 à 33 à des moyens
de transport, à des expositions et à des zones sécurisées.