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(11) |
EP 1 214 560 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.03.2007 Patentblatt 2007/12 |
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Anmeldetag: 31.08.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2000/008475 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/020245 (22.03.2001 Gazette 2001/12) |
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TEILZERLEGUNGSGESCHOSS IM PENETRATOR ALS GESCHOSSHECK
PARTIAL FRAGMENTATION PROJECTILE WITH A PENETRATOR IN THE TAIL OF THE PROJECTILE
PROJECTILE A DESTRUCTION PARTIELLE AVEC PENETRATEUR EN TANT QUE CULOT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
10.09.1999 DE 19943290
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.06.2002 Patentblatt 2002/25 |
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Patentinhaber: RUAG Ammotec GmbH |
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90765 Fürth (DE) |
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Erfinder: |
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- HADLER, Andreas
90579 Langenzenn (DE)
- ZEIHER, Erich
90765 Fürth (DE)
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Vertreter: Uppena, Franz et al |
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c/o Chemetall GmbH
Patente, Marken & Lizenzen
Trakehner Strasse 3 60487 Frankfurt am Main 60487 Frankfurt am Main (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 225 532 DE-U- 29 704 126 US-A- 3 173 371 US-A- 4 245 557
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WO-A-97/20185 US-A- 1 512 026 US-A- 4 136 616
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Teilzerlegungsgeschoß entsprechend dem Oberbegriff des
ersten Anspruchs.
[0002] Die Wirkung eines Geschosses, insbesondere für Jagdzwecke, im Zielkörper hängt im
wesentlichen ab von seiner Masse, seinen Werkstoffeigenschaften und seinem konstruktiven
Aufbau. Bekannte Teilzerlegungsgeschosse enthalten als Mantelgeschosse zwei Kerne,
wobei der der Geschoßspitze zugekehrte, sogenannte Bugkern aus einer weicheren und
der im Heck befindliche Heckkern aus einer härteren Bleilegierung besteht. Beim Auftreffen
auf und Eindringen in den Zielkörper werden überwiegend der Geschoßmantel und der
weichere Bugkern in Splitter zerlegt.
[0003] Blei und seine Legierungen werden als nicht umweltverträglich angesehen. Zerlegt
sich ein Geschoß beim Auftreffen auf und beim Eindringen in einen Zielkörper, ein
Tier, verbleibt je nach Geschoßtyp ein bestimmter Anteil von Splittern im Tierkörper,
während der aus dem Tierkörper austretende Restkörper und weitere Splitter in die
Umwelt gelangen. Sowohl im Tierkörper als auch in der Umwelt stellen sie aufgrund
ihrer toxischen Eigenschaften eine Belastung dar.
[0004] Der Heckkern verursacht die Tiefenwirkung und soll unter Bildung eines Ausschußlochs
aus dem Zielkörper austreten. Bei sogenannten harten Treffern, beispielsweise beim
Auftreffen des Geschosses auf Knochen, reißt der Geschoßmantel unter Umständen über
die Trennlinie der beiden Bleikerne hinaus auf. Dies führt in der Regel zu einer totalen
Zerlegung des Bugkerns sowie zu einer starken Zersplitterung des Geschoßmantels. Die
Folge sind starke Masseverluste des Geschosses und nicht unwesentliche Verformungen
oder die totale Zerlegung des Heckkerns. Dadurch kann so viel Energie verloren gehen,
daß ein Ausschuß des Heckkerns aus dem Zielkörper nicht mehr möglich ist.
[0005] Aus der WO 97/20185 A1 ist ein Geschoss bekannt, das vollständig aus bleifreien Werkstoffen
besteht. Es ist ein Mantelgeschoss und besteht aus einem weichen Bugkern und einem
Heckkern, dem Penetrator, wobei der Bug des Penetrators und das Heck des Bugkerns
in einer ebenen Fläche aneinanderstoßen. Aufgrund seiner ebenen Bugfläche übt der
Heckkern keinen steuerbaren Einfluss auf die Zenegungseigenschaften des Bugkerns aus.
[0006] Aus der US 4,136,616 A sind Geschosse für die Jagd und für Handfeuerwaffen bekannt,
darunter Ausführungsbeispiele mit zwei hintereinanderliegenden Geschosskernen, die
aus einem weichen Werkstoff, beispielsweise Blei, bestehen. Der Bugkern und der Heckkern
sind bis auf ihr jeweiliges, der Schussrichtung abgewandten Ende, von=einem Mantel
aus einem harten Werkstoff umhüllt Der im Frontbereich des Heckkerns liegende Mantel
läuft spitz zu und dringt in den Bugkern ein. Die Spitze des Mantels beeinflusst das
Zerlegungsverhalten des Bugkerns.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Teilzerlegungsgeschoß aus einem bleifreien
Werkstoff vorzustellen, das beim Auftreffen auf den Zielkörper eine schnelle Zerlegung
des Geschoßmantels erfährt und bei dem ein Ausschuß mit einer definierten Restgröße
des Geschosses sichergestellt ist.
[0008] Die Lösung der Aufgabe erfolgt mit Hilfe der kennzeichnenden Merkmale des ersten
Anspruchs. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung werden in den Unteransprüchen
beansprucht.
[0009] Das Geschoß, das einen Mantel, einen Heckkern als Penetrator und einen Bugkern sowie
gegebenenfalls eine Geschoßhaube oder eine Spitze umfaßt, besteht erfindungsgemäß
aus bleifreien Werkstoffen. Da Blei und seine Legierungen als toxisch angesehen werden,
wird insbesondere das mit Bleisplittern durchsetzte Gewebe nur eingeschränkt als genießbar
erachtet. Werden dagegen erfindungsgemäß Werkstoffe für das Geschoß verwendet, wie
beispielsweise Kunststoff, und die Metalle Kupfer, Zinn, Zink, Eisen, Wolfram, Titan,
Silber, Aluminium, Tantal, Vanadium sowie mögliche Legierungen der aufgeführten Metalle,
sind die in das Gewebe eindringenden Splitter sowie die in die Natur austretenden
Geschoßreste unbedenklich und verursachen keine toxische Kontamination des Gewebes
beziehungsweise der Umwelt.
[0010] Das erfindungsgemäße Geschoß erzielt aufgrund seines konstruktiven Aufbaus vorteilhaft
eine Mehrfachwirkung im Zielkörper. Der heckseitig angeordnete Penetrator aus einem
härteren Werkstoff als der Bugkern bewirkt auch bei erhöhtem Widerstand im Zielkörper
aufgrund seiner geringen Zerlegung und des dadurch bedingten geringen Masseverlustes
einen sicheren Ausschuß. Dadurch, daß die Formgebung des Bugs des Penetrators und
die Formgebung des Hecks des Bugkerns auf die gewünschten Zerlegungseigenschaften
des Bugkerns in Abhängigkeit vom Kaliber, der Auftreffgeschwindigkeit und der Beschaffenheit
des Zielkörpers abgestimmt sind, wird eine aufeinander abgestimmte Stauch- und Keilwirkung
auf den Bugkern zu seiner Zerlegung ausgeübt. Bereits beim Eindringen in den Zielkörper
erfolgt die Zerlegung des Bugkerns so, daß die Splitterabgabe vorzugsweise im Nahbereich
des Einschußkanals erfolgt. Durch die Verwendung eines leicht verformbaren Werkstoffs
wie beispielsweise Zinn oder Zink oder deren Legierungen wird die Zerlegungsbereitschaft
unterstützt. Dadurch wird die Aufgabe des Bugkerns erfüllt, durch Abgabe von Splittern
in den Zielkörper eine zerstörende Wirkung sowie eine Schockwirkung zu erzielen.
[0011] Die Bugseite des aus einem härteren Werkstoff bestehenden Penetrators ist das maßgebliche
Werkzeug, das den Ablauf der Zerlegung des Bugkerns bestimmt. Aus diesem Grund ist
es mit Deformations- und Zerlegungsmitteln ausgestattet. Der Bug des Penetrators kann
eine kegelförmige Spitze zentrisch zur Mittellinie des Geschosses aufweisen, wobei
der Kegelwinkel des Deformations- und Zerlegungsmittels und der spitze Winkel der
kegelförmigen Vertiefung des Bugkerns, in die die Spitze des Penetrators eingreift,
aufeinander abgestimmt sind. Ein kegelförmiger Bug des Penetrators wirkt wie ein Keil
auf den Bugkern. Der Kegelwinkel muß auf die Härte des Werkstoffs des Bugkerns und
die erwünschte Wirkung der Zerlegung abgestimmt werden. Je härter der Werkstoff und
je größer der Winkel, desto stärker ist die Bereitschaft zur Zerlegung in kleine Splitter.
Bei weichem Werkstoff und spitzem Winkel überwiegt das Aufbrechen in Fahnen, das Aufpilzen
und das Zerlegen in große Splitter. Der Winkel liegt zwischen etwa 30° und 90°, vorzugsweise
bei etwa 60°.
[0012] Weist der Bug des Penetrators eine ballige Form auf, wird der Bugkern zunächst einer
starken Verformung unterworfen, bevor er aufgrund der Beanspruchung des Werkstoffs
über die Streckgrenze hinaus in Splitter zerrissen wird.
[0013] Die Zerlegungswirkung des Penetrators wird zusätzlich durch Deformation unterstützt,
wenn die kegelförmige Spitze oder die ballig Form des Deformations- und Zerlegungsmittels
auf dem Bug des Penetrators und spiegelbildlich die jeweilige Vertiefung auf dem Heck
des Bugkerns von einer Kreisringfläche umgeben sind, wobei diese Flächen senkrecht
zur Mittellinie des Geschosses stehen.
[0014] Die Form der Geschoßspitze hat einen wesentlichen Einfluß auf die Flugeigenschaften
sowie auf das Eindringverhalten des Geschosses in den Zielkörper und das Zerlegungsverhalten
des Mantels.
[0015] Liegt vor dem Bugkern ein vom Mantel des Geschosses umschlossener Raum und ist die
Spitze des Mantels nicht geschlossen, sind die Flugeigenschaften des Geschosses nicht
so günstig, als wenn die Öffnung im Mantel durch eine Spitze verschlossen ist. Diese
Spitze kann eine Geschoßhaube aus einem dünnen, weichen Blech sein oder eine massive
Spitze. Eine geschlossene Spitze verleiht dem Geschoß einen geringeren Geschwindigkeitsabfall
aufgrund des gleichmäßigeren Verlaufs der Strömungslinien.
[0016] Die Form der Geschoßspitze hat weiterhin einen Einfluß auf die Zerlegung des Mantels.
Bei einer offenen Spitze oder einer Geschoßhaube aus einem weichen Blech liegen Verhältnisse
wie bei einem Lochgeschoß vor. Der Mantel wird beim Auftreffen auf den Zielkörper
sofort in Fahnen aufreißen. Bei einer massiven Spitze wird das Geschoß zunächst in
den Zielkörper eindringen und die Zerlegung des Mantels wird durch seine starke Deformation
durch die Spitze und die dadurch bedingte Überschreitung der Streckgrenze des Werkstoffs
eingeleitet.
[0017] Die Geschoßspitze besteht, wie der Bugkem, aus einem weichen Werkstoff. Vorteilhaft
ist es, wenn diese Geschoßspitze beispielsweise aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff
hergestellt wird. Die Formgebung eines Kunststoffs ist einfacher und billiger gegenüber
einer Herstellung einer massiven Geschoßspitze aus Metall. Der im Tierkörper verbleibende
oder in die Landschaft abgegebene Rest der Geschoßspitze ist biologisch unbedenklich.
[0018] Die Gestalt des Bugs des Bugkerns wiederum hat Einfluß auf den Eindringwiderstand
im Zielkörper. Ist der Bug ein Flachkopf, wird seine Zerlegung mit Deformation eingeleitet,
was den Eindringwiderstand erhöht. Ist der Bug wie eine Hohlspitze ausgebildet, beispielsweise
durch eine trichterförmige Vertiefung, gegebenenfalls mit einem sich daran anschließenden
Hohlraum, wird seine Zerlegung durch fahnenförmiges Aufreißen eingeleitet, was eine
frühzeitige Splitterbildung begünstigt.
[0019] Das erfindungsgemäße Geschoß weist einen_Scharfrand auf. Ein Scharfrand sorgt für
einen sauberen Einschuß in die Decke des Wildes. Diese wird nicht zerrissen, sondern
beim Einschuß ausgestanzt. Die Einschußöffnung, die etwa kalibergroß ist, sorgt daher
schon beim Einschuß dafür, daß die Wunde Schweiß liefert.
[0020] Ein Scharfrand liegt vorzugsweise an der Stelle, ab der der Durchmesser des Geschosses
von der Spitze aus gesehen nicht mehr zunimmt. Beim erfindungsgemäßen Geschoß sitzt
der Scharfrand an der Übergangsstelle zwischen Penetrator und Bugkern. Der Bugkern
umfaßt im wesentlichen den sich verjüngenden Teil des Geschosses, während der Penetrator
den zylindrischen Teil des Geschosses ausmacht. Der Scharfrand hat bei diesem Geschoßtyp
die Funktion einer Solbruchstelle des Mantels. Wenn die Fahnen des Geschoßmantels
spätestens am Scharfrand abbrechen, wird der Penetrator vom Bugkern getrennt.
[0021] Die Wandstärke des Gesc*hoßmantels beeinflußt das Aufplatzen und den Grad der Absplitterung.
Deshalb nimmt die Wandstärke des Mantels im Bereich des Penetrators in Richtung des
sich verjüngenden Teils des Geschosses ab. Am Scharfrand erfolgt ein Wandstärkesprung,
d.h., daß die Wandstärke im Bereich des Bugkerns geringer ist als im Bereich des Penetrators.
Eine schwächere Wandstärke begünstigt die Zerlegung des Geschoßmantels in Splitter.
[0022] Anhand von Ausführungsbeispielen wird die Erfindung näher erläutert.
[0023] Es zeigen:
- Figur 1
- ein erfindungsgemäßes Teilzerlegungsgeschoß mit Penetrator im Geschoßbug, hier mit
einem kegelförmigen Bug des Penetrators, wobei der Kegel als das Deformations- und
Zerlegungsmittel und die kegelförmige Vertiefung im Heck des Bugkerns jeweils von
einer Ringfläche umgeben sind,
- Figur 2
- eine Geschoßspitze als Hohlspitze, die von einer Metallkappe verschlossen wird,
- Figur 3
- eine Geschoßspitze als Hohlspitze, die von einer massiven Spitze verschlossen wird,
- Figur 4
- Ausführungsbeispiel für die Bugform des Bugkerns, hier mit einem flachen Bug,
- Figur 5
- mit einer kegelförmigen Vertiefung im Bug und
- Figur 6
- ein Ausführungsbeispiel für die Bugform des Penetrators und der zugehörigen Heckform
des Bugkerns, hier mit einem kegelförmigen Bug des Penetrators,
- Figur 7
- eine Zusammenstellung eines Penetrators mit einem balligen Bug und einem Bugkern mit
einer muldenförmigen Vertiefung im Heck und
- Figur 8
- einen Penetrator mit einem Bug mit glockenförmiger Spitze und einen Bugkern mit entsprechend
geformter Ausnehmung im Heck.
[0024] In Figur 1 ist in stark vergrößertem Maßstab ein erfindungsgemäßes Teilzerlegungsgeschoß
1 im Halbschnitt dargestellt. Von einem Geschoßmantel 2 wird ein Bugkern 3 sowie ein
Heckkern 4 umschlossen. Der Heckkern 4 ist der Penetrator und besteht aus einem Werkstoff,
der härter ist als der Bugkern 3. Der Bugkern besteht erfindungsgemäß statt aus Blei
oder einer Bleilegierung aus einem bleifreien Werkstoff, beispielsweise aus Zinn,
Zink oder Legierungen dieser Metalle. Der Penetrator beispielsweise kann aus einer
Kupferlegierung bestehen.
[0025] Das Geschoß weist eine Hohlspitze 5 auf. Die Öffnung 6 des Mantels 2 kann durch eine
Geschoßhaube oder eine massive Spitze verschlossen werden, wie es in den nachfolgenden
Figuren 2 und 3 dargestellt ist.
[0026] Der Bug 7 des Bugkerns 3 weist eine kegelförmige Vertiefung 8 mit einer sich daran
anschließenden zylindrischen Bohrung 9 auf. Wie bereits zuvor erläutert wurde, beeinflußt
die Bugform des Bugkerns sein Verformungs- und sein Zerlegungsverhalten beim Auftreffen
auf den Zielkörper.
[0027] Der Bugkern 3 bildet im wesentlichen den sich verjüngenden Teil 10 des Geschosses
1. Im Übergangsbereich vom sich verjüngendem Teil 10 des Geschosses 1 zu seinem zylindrischen
Teil 12 reicht der Bug 13 des Penetrators 4 mit seinem Deformations- und Zerlegungsmittel,
einer kegelförmigen Spitze 14, in das Heck 11 des Bugkerns 3. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
wird die den Bug 13 des Penetrators 4 bildende kegelförmige Spitze 14 von einer Ringfläche
15 umschlossen. Diese Ringfläche 15 stützt sich ebenfalls auf eine Ringfläche 16 ab,
die die Stirnfläche am Heck 11 des Bugkerns 3 bildet. Sie umschließt eine kegelförmige
Vertiefung 17, die die kegelförmige Spitze 14 am Bug des Penetrators 4 aufnimmt. Beide
Ringflächen 15 und 16 stehen im rechten Winkel 18 auf der Mittellinie 19 des Geschosses
1.
[0028] Beim Aufprall des Geschosses 1 auf einen Zielkörper übt der Penetrator 4 zwei Wirkungen
auf den weicheren Bugkern 3 aus. Die Ringfläche 15 staucht den Werkstoff des Bugkerns
3, während die Kegelspitze 14 wie ein Keil in den Werkstoff eindringt und ihn zerreißt.
Die Zerlegung des Bugkerns 4 erfolgt zunächst unter massiver Verformung des Werkstoffs.
Der Kegelwinkel 35 muß auf die Härte des Werkstoffs des Bugkerns 3 und die gewünschte
Wirkung der Zerlegung abgestimmt werden. Je härter der Werkstoff und je größer der
Winkel 35, desto stärker ist die Bereitschaft zur Zerlegung in kleine Splitter. Bei
weichem Werkstoff und spitzem Winkel 35 überwiegt das Aufbrechen in Fahnen, das Aufpilzen
und das Zerlegen in große Splitter. Der Kegelwinkel 35 liegt deshalb etwa zwischen
30° und 90°, vorzugsweise bei etwa 60°.
[0029] Etwa an der Stelle, wo die Spitze des Kegels 14 des Penetrators 4 im Bugkern 3 endet,
ist auf dem Umfang des Geschosses 1 ein Scharfrand 27 auf dem Mantel 2 angeordnet.
Der Scharfrand 27 kann beispielsweise durch Eindrücken einer Sicke 28 in den Mantel
2 des Geschosses 1 gebildet werden, wodurch der weiche Werkstoff des Bugkerns 3 zusammengestaucht
wird und im Mantel 2 eine scharfe Kante 27 entsteht. Der Scharfrand bewirkt beim Durchtritt
durch die Decke des Wildes eine saubere Einschußöffnung mit scharf abgegrenztem Rand.
-
[0030] Durch die Sicke 28, mit der der Scharfrand 27 gebildet wird, ist die Zerlegung des
Geschosses 1 in den Bugkern 3 sowie den Penetrator 4 vorgegeben. Beim Aufreißen des
Geschoßmantels 2 wirkt der Scharfrand 27 wie eine Sollbruchstelle. Die Fahnen des
sich in Splitter zerlegenden Mantels 2 reißen spätestens an dieser Stelle ab. Erleichtert
wird die Trennung von Bugkern 3 und Penetrator 4 weiterhin dadurch, daß sich die Wandstärke
des Mantels vom Geschoßheck 20 bis zum Scharfrand 27 hin verringert. Die Wandstärke
des Mantels 2, die den sich verjüngenden Teil 10 des Geschosses 1 umgibt, zieht sich
in etwa in der gleichen, verminderten Wandstärke bis zur Öffnung 6 der Hohlspitze
5 hin.
[0031] Die Figuren 2 und 3 zeigen zwei Ausführungsbeispiele für die Ausbildung der Geschoßspitze
21. In Figur 2 ist die Öffnung 6 des Mantels 2 zur Hohlspitze 5 durch eine Geschoßhaube
22 verschlossen. Es ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Metallkappe mit geringer
Wandstärke aus einem wesentlich weicheren Metall als der Mantel 2. Die Geschoßhaube
22 verschließt die Öffnung 6 und verbessert dadurch die aerodynamischen Eigenschaften
des Geschosses 1. Bei Auftreffen auf einen Zielkörper wird sich die Geschoßhaube 22
leicht verformen. Sie wird auf dem Mantel 2 nur unwesentlich einwirken, so daß die
Deformation und die Zerlegung des Mantels 2 erst bei seinem Aufprall eingeleitet wird.
[0032] In der Figur 3 ist die Öffnung 6 im Mantel 2 durch eine massive Spitze 23 verschlossen,
an deren kegelförmigen Körper sich ein Schaft 24 anschließt, der in der zylindrischen
Bohrung 9 des Bugkerns 3 steckt. Beim Aufprall der massiven Spitze 23 wird diese zunächst
wenig verformt und deshalb in den Zielkörper eindringen, bevor der sich aufbauende
Druck so groß wird, daß eine Zerlegung des Mantels 2 durch das Zurückdrängen der Spitze
23 erfolgt und der Bugkern 3 gestaucht wird.
[0033] Die Figuren 4 und 5 zeigen weitere Ausführungsbeispiele für die Form des Bugs 7 des
Bugkerns 3. Diese Ausführungsbeispiele eignen sich ebenfalls dazu, um die Öffnung
6 des Mantels 2 entsprechend dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2 mit einer Geschoßhaube
22 zu verschließen. Beim Auftreffen der flachen Stirnfläche 25 des Bugkerns 3 nach
Figur 4 auf einen Zielkörper wird eine Stauchung des Werkstoffs gefördert, während
die kegelförmige Vertiefung 26 entsprechend Figur 5 ein direktes Aufreißen und damit
Aufpilzen begünstigt. Der Kegelwinkel 36 entspricht den bei Hohlgeschossen üblichen
Öffnungswinkel der Spitzenöffnung.
[0034] Die Figuren 6, 7 und 8 zeigen weitere Ausführungsbeispiele für die Gestaltung der
Form des Bugs 13 des Penetrators 4 und der zugehörigen Form des Hecks 11 Bugkerns
3. Beim Ausführungsbeispiel nach Figur 6 ist der Bug 13 des Penetrators 4 als Deformations-
und Zerlegungsmittel eine kegelförmige Spitze 29, die eine starke Keilwirkung auf
den Bugkern 3 ausübt. Diese Spitze 29 wird, wie in Figur 1, durch eine entsprechend
geformte Vertiefung 30 im Heck 11 des Bugkerns 3 aufgenommen. Der Kegelwinkel 35 muß
auch hier auf die Härte des Werkstoffs des Bugkerns 3 und die gewünschte Wirkung der
Zerlegung abgestimmt werde. Je härter der Werkstoff und je größer der Winkel 35, desto
stärker ist die Bereitschaft zur Zerlegung in kleine Splitter. Bei weichem Werkstoff
und spitzen Winkel 35 überwiegt das Aufbrechen in Fahnen, das Aufpilzen und das Zerlegen
in große Splitter. Der Kegelwinkel 35 liegt deshalb auch hier etwa zwischen 30° und
90°, vorzugsweise bei etwa 60° (?).
[0035] Eine noch stärkere Stauchwirkung auf den Bugkern 3 wird dann erreicht, wenn der Bug
13 des Penetrators 4 nach Figur 7 als Deformations- und Zerlegungsmittel eine ballige
Form 31 aufweist. Diese fügt sich in eine muldenförmige Vertiefung 32 des Bugkerns
3. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel erfolgt zunächst eine starke Stauchung
des Werkstoffs des Bugkerns 3 mit anschließendem Überschreiten der Streckgrenze des
Werkstoffs, die schließlich zu einem Aufreißen und Aufpilzen des Bugkerns 3 führt.
[0036] Figur 8 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einer glockenförmigen Spitze 33 als Bug
13 des Penetrators 4. Es ist eine Spitze mit kombinierter Stauch- und Spaltwirkung,
die in eine entsprechend geformte Ausnehmung 34 des Bugkerns 3 reicht.
1. Teilterlegungsgeschöss aus einem bleifreien Werkstoff mit einem Bugkern (3), der als
Weichkern das sich zerlegende Teil des Geschosses (1) ist, und einem Hartkern als
Penetrator (4), wobei der Bug (13) des Penetrators (4) ein Deformations- und Zerlegungsmittel
(14, 31, 33) aufweist, das zentrisch zur Mittellinie (19) des Geschosses (1) angeordnet
ist, dass die Form des Hecks (11, 30, 32, 34) des Bugkerns (3) jeweils der Form des
direkt in ihn eindringenden Deformations- und Zerlegungsmittels (14, 31, 33) des Penetrators
(4) angepasst ist und dass die Formgebung des Bugs (13) des Penetrators (4) und die
Formgebung des Hecks (11, 30, 32, 34) des Bugkerns (3) auf die gewünschten Zerlegungseigenschaften
des Bugkerns (3) in Abhängigkeit von Kaliber und Auftreffgeschwindigkeit sowie der
Beschaffenheit des Zielkörpers abgestimmt sind durch eine Kegelform (14) zum Spalten,
eine ballige Form (31) zum Stauchen und eine Glockenform (33) zum gemeinsamen Spalten
und Stauchen des Bugkerns (3).
2. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (35) der kegelförmigen Spitze (14, 29) etwa zwischen 30° und 90°, vorzugsweise
bei etwa 60° liegt.
3. Teilzerlegungsgeschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Deformations- und Zerlegungsmittel (14) von einer Kreisringfläche (15) umgeben
ist und dass diese Kreisringfläche (15) senkrecht (18) zur Mittellinie (19) des Geschosses
(1) steht.
4. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Bug (13) des Penetrators (4) angepasste Heck (11) des Bugkerns (3) von einer
Kreisringfläche (16) umgeben ist und dass diese Kreisringfläche (16) senkrecht (18)
zur Mittellinie (19) des Geschosses (1) steht.
5. Teilzerlegungsgeschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Bug (7) des Bugkerns (3) eine dem gewünschten Deformations- und Zerlegungsverhalten
des Bugkerns (3) beim Eindringen in den Zielkörper angepasste Form aufweist.
6. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bug (7) des Bugkerns (3) als Flachkopf (25) oder als Lochspitze (8, 9; 26) ausgebildet
ist.
7. Teilzerlegungsgeschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spitze (21) des Geschosses (1) eine den gewünschten Flugeigenschaften angepasste
Form aufweist.
8. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschoss (1) eine Geschoßhaube in Form einer Kappe (22) trägt.
9. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschoss (1) eine aufgesetzte massive Spitze (23) trägt.
10. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die massive Spitze (23) heckseitig einen Schaft (24) aufweist, der in den Bugkern
(3) reicht.
11. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschossspitze (23) aus einem biologisch abbaubaren Kunststoff besteht.
12. Teilzerlegungsgeschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Geschoss (1) einen Scharfrand (27) aufweist.
13. Teilzerlegungsgeschoss nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharfrand (27) etwa an der Übergangsstelle zwischen Penetrator (4) und dem Bugkern
(3) durch eine Sicke (28) im Mantel (2) des Geschosses (1) gebildet ist.
14. Teilzerlegungsgeschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Mantels (2) des Geschosses (1) vom Heck (20) des Geschosses (1)
bis zum Scharfrand (27) abnimmt.
15. Teilzerlegungsgeschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Geschossmantels (2) in dem sich verjüngendem Teil (10) des Geschosses
(1) geringer ist als im zylindrischen Teil (12).
16. Teilzerlegungsgeschoss nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass für das Geschoss (1) insbesondere folgende Werkstoffe verwendet werden: Kunststoffe,
insbesondere biologisch abbaubare, Kunstharze und als metallische Werkstoffe Kupfer,
Zinn, Zink, Eisen, Wolfram, Titan, Silber, Aluminium, Tantal, Vanadium sowie mögliche
Legierungen dieser Metalle.
1. A partially fragmenting bullet of a lead-free material having a nose core (3), which,
as a soft core, is the fragmenting part of the bullet (1), and a hard core as penetrator
(4), wherein the nose (13) of the penetrator (4) comprises a deformation and fragmentation
means (14, 31, 33), which is centred relative to the centre line (19) of the bullet
(1), wherein the shape of the tail (11, 30, 32, 34) of the nose core (3) is in each
case adapted to the shape of the deformation and fragmentation means (14, 31, 33),
penetrating directly therein, of the penetrator (4) and wherein the shape of the nose
(13) of the penetrator (4) and the shape of the tail (11, 30, 32, 34) of the nose
core (3) are conformed to the desired fragmentation characteristics of the nose core
(3) as a function of calibre and impact speed as well as of the nature of the target
body by a conical shape (14) for splitting, a rounded shape (31) for compression and
a bell shape (33) for joint splitting and compression of the nose core (3).
2. A partially fragmenting bullet according to claim 1, characterised in that the angle (35) of the conical vertex (14, 29) is approximately between 30° and 90°,
preferably approximately 60°.
3. A partially fragmenting bullet according to one of claims 1 to 2, characterised in that the deformation and fragmentation means (14) is surrounded by a circular ring-shaped
surface (15) and in that this circular ring-shaped surface (15) is perpendicular (18) to the centre line (19)
of the bullet (1).
4. A partially fragmenting bullet according to claim 3, characterised in that the tail (11) of the nose core (3) conformed to the nose (13) of the penetrator (4)
is surrounded by a circular-ring shaped surface (16) and in that this circular ring-shaped surface (16) is perpendicular (18) to the centre line (19)
of the bullet (1).
5. A partially fragmenting bullet according to one of claims 1 to 4, characterised in that the nose (7) of the nose core (3) exhibits a shape conformed to the desired deformation
and fragmentation behaviour of the nose core (3) on penetration into the target body.
6. A partially fragmenting bullet according to claim 5, characterised in that the nose (7) of the nose core (3) takes the form of a flat head (25) or a hollow
tip (8, 9; 26).
7. A partially fragmenting bullet according to one of claims 1 to 6, characterised in that the tip (21) of the bullet (1) exhibits a shape conformed to the desired flight characteristics.
8. A partially fragmenting bullet according to claim 7, characterised in that the bullet (1) bears a bullet hood in the form of a cap (22).
9. A partially fragmenting bullet according to claim 7, characterised in that the bullet (1) bears an affixed solid tip (23).
10. A partially fragmenting bullet according to claim 9, characterised in that the solid tip (23) comprises at its rear a shank (24) which extends into the nose
core (3) .
11. A partially fragmenting bullet according to claim 9 or claim 10, characterised in that the bullet tip (23) consists of a biodegradable plastics material.
12. A partially fragmenting bullet according to one of claims 1 to 11, characterised in that the bullet (1) comprises a wadcutter edge (27).
13. A partially fragmenting bullet according to claim 12, characterised in that the wadcutter edge (27) is formed roughly at the transition point between penetrator
(4) and nose core (3) by a necked-in portion (28) in the jacket (2) of the bullet
(1).
14. A partially fragmenting bullet according to one of claims 1 to 13, characterised in that the wall thickness of the jacket (2) of the bullet (1) decreases from the tail (20)
of the bullet (1) to the wadcutter edge (27).
15. A partially fragmenting bullet according to one of claims 1 to 14, characterised in that the wall thickness of the bullet jacket (2) is smaller in the tapering part (10)
of the bullet (1) than in the cylindrical part (12).
16. A partially fragmenting bullet according to one of claims 1 to 15, characterised in that the following materials in particular are used for the bullet (1): plastics, in particular
biodegradable, synthetic resins and, as metallic materials, copper, tin, zinc, iron,
tungsten, titanium, silver, aluminium, tantalum, vanadium together with possible alloys
of these metals.
1. Projectile à fragmentation partielle fait d'un matériau sans plomb, avec un noyau
avant (3) qui est un noyau mou constituant la partie qui se fragmente du projectile
(1) et un noyau dur servant de pénétrateur (4) dans lequel :
- le noyau (13) du pénétrateur (4) présente un moyen de déformation et de fractionnement
(14, 31, 33) qui est centré sur l'axe médian (19) du projectile,
- la forme du culot (11, 30, 32, 34) du noyau avant (3) est adaptée à la forme du
moyen de déformation et de fragmentation du pénétrateur (4) qui s'enfonce dans ce
culot,
- la forme donnée au noyau (13) du pénétrateur (4) et la forme donnée au culot (11,
30, 32, 34) du noyau avant (3) sont adaptées aux propriétés de fragmentation désirées
pour le noyau avant (3) en fonction du calibre, de la vitesse d'impact et de la nature
du corps visé, à savoir par une forme conique pour fragmenter, une forme sphérique
(31) pour refouler et une forme en cloche (33) pour à la fois fragmenter et refouler
le noyau avant (3).
2. Projectile à fragmentation partielle selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'angle (35) de la pointe (14, 29) en forme de cône est compris entre 30 et 90°,
et de préférence égal à 60° environ.
3. Projectile à fragmentation partielle selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen de déformation et de fragmentation (14) est entouré par une surface annulaire
(15) qui est perpendiculaire (18) à l'axe médian (19) du projectile (1).
4. Projectile à fragmentation selon la revendication 3, caractérisé en ce que le culot (11) du noyau avant (3) qui est ajusté à l'avant (13) du pénétrateur (4)
est entouré par une surface annulaire (16) qui est perpendiculaire (18) à l'axe médian
(19) du projectile (1).
5. Projectile à fragmentation selon une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'avant (7) du noyau avant (3) présente une forme adaptée au comportement désiré
de déformation et de fragmentation pour le noyau avant (3) lorsque celui-ci pénètre
dans le corps visé.
6. Projectile à fragmentation selon la revendication 5, caractérisé en ce que l'avant (7) du noyau (3) est une tête plate (25) ou une pointe présentant un trou
(8, 9 ; 26).
7. Projectile à fragmentation selon une des revendication 1 à 6, caractérisé en ce que la point (21) du projectile (1) présente une forme adaptée aux conditions de vol
désirées.
8. Projectile à fragmentation selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'il présente une tête ayant la forme d'un capot (22).
9. Projectile à fragmentation selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'il présente une pointe massive (23).
10. Projectile à fragmentation selon la revendication 9, caractérisé en ce que la pointe massive (23) présente à l'arrière une tige (24) pénétrant dans le noyau
avant (3).
11. Projectile à fragmentation selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la pointe de projectile (23) est faite d'un matériau biologiquement dégradable.
12. Projectile à fragmentation selon une des revendications 1 à 11, caractérisé en ce qu'il comporte un bord à angle vif (27).
13. Projectile à fragmentation selon la revendication 12, caractérisé en ce que le bord à angle vif (27) se trouve à peu près dans la zone de transition entre le
pénétrateur (4) et le noyau avant (3) et est constitué par un collet (28) dans l'enveloppe
(2) du projectile (1).
14. Projectile à fragmentation selon une des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que l'épaisseur de la paroi de l'enveloppe (2) du projectile (1) va en décroissant du
culot (20) du projectile (1) au bord à angle vif (27).
15. Projectile à fragmentation selon une des revendications 1 à 14, caractérisé en ce que l'épaisseur de la paroi de l'enveloppe (2) du projectile (1), dans la zone (10) du
projectile (1) qui va en se rétrécissant est inférieure à celle de la paroi dans la
partie cylindrique (12).
16. Projectile à fragmentation selon une des revendications 1 à 15, caractérisé en ce que pour ce projectile peuvent être utilisés notamment les matériaux suivants : des matières
plastiques, en particulier biologiquement dégradables, des résines synthétiques et
des matériaux métalliques, cuivre, étain, zinc, fer, tungstène, titane, argent, aluminium,
tantale, vanadium ainsi que des alliages possibles de ces métaux.