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EP 1 215 316 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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09.05.2007 Patentblatt 2007/19 |
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Anmeldetag: 12.12.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zum Austragen von Restspulen oder Leerhülsen an einem Spulengatter
Apparatus for extracting residual packages or empty tubes from a creel
Dispositif d'extraction de bobines restantes ou de tubes vides d'un ratelier
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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19.06.2002 Patentblatt 2002/25 |
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Patentinhaber: Benninger AG |
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CH-9240 Uzwil (CH) |
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Erfinder: |
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- Hager, Hansjürgen
9242 Oberuzwil (CH)
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Vertreter: Wenger, René et al |
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Hepp, Wenger & Ryffel AG
Friedtalweg 5 9500 Wil 9500 Wil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 474 990 US-A- 3 460 689
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EP-A- 0 652 309 US-A- 5 060 884
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Austragen von Restspulen oder Leerhülsen
an einem Spulengatter gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1. Mit einer derartigen
Vorrichtung soll der Spulenwechsel an einem Schär- oder Zettelgatter vereinfacht werden,
indem vor der Neubestückung einer Spulentafel die nicht völlig aufgebrauchten Restspulen
oder die Leerhülsen automatisch ausgetragen werden, um aufwendige Handarbeit zu vermeiden.
[0002] Es sind bereits gattungsmässig vergleichbare Vorrichtungen bekannt, bei denen im
Bewegungsbereich der Spindeln eine Austragvorrichtung vorgesehen ist, um den Austragvorgang
zu automatisieren. So ist beispielsweise durch die EP-A-652309 eine Vorrichtung bekannt
geworden, bei der im Bewegungsbereich der Spulentragvorrichtung für jede Spindelreihe
ein mit einer Federvorrichtung verbundenes Schlagelement angeordnet ist, das mit der
Spulentragvorrichtung derart zusammenwirkt, dass es durch deren Bewegung vorspannbar
ist und dass nach dem Durchlaufen einer Auslöseposition die Federvorrichtung derart
entspannbar ist, dass das Schlagelement einen Kraftimpuls in Richtung der nächstliegenden
Spindel bzw. einer darauf aufgesteckten Restspule oder Leerhülse abgibt. Diese einfache
Vorrichtung arbeitet sehr zuverlässig und kann leicht nachträglich am Spulengatter
montiert werden.
[0003] Durch die EP-A-0 474 990 ist eine vergleichbare Einrichtung bekannt, bei der die
Hülsen von den Spindeln auf die Transportdorne eines Endlosförderers mittels eines
betätigbaren Schiebers verschoben werden.
[0004] In bestimmten Fällen ist es allerdings erforderlich, dass Spulen mit einem noch erheblichen
Garnauftrag bzw. fast volle Spulen von Hand abzunehmen sind, da sich diese nicht mit
der Austragvorrichtung abwerfen lassen. Die bekannten Abwurfvorrichtungen sind in
der Regel fest montiert und können nicht auf einfache Weise deaktiviert werden. Es
ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art
zu schaffen, welche die Restspulen oder Leerhülsen nicht nur schonend austrägt, sondern
welche auf einfache Weise deaktivierbar ist, falls ein Abwurf bzw. ein Austrag nicht
gewünscht oder nicht möglich ist.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer Vorrichtung gelöst, welche die Merkmale
in Anspruch 1 aufweist. Das antreibbare Fördermittel der Austragvorrichtung wirkt
reibschlüssig auf die Aussenseite der Restspulen oder der Spulenhülsen ein und kann
somit durch eine Relativverschiebung relativ einfach deaktiviert werden. Es können
problemlos Restspulen mit einem Restauftrag in einem Bereich von bis zu 15mm von den
Spindeln abgezogen werden. Ausserdem erfolgt der Austrag schonend und zuverlässig.
[0006] Eine besonders einfache Anordnung ergibt sich, wenn die Spindeln auf einer etwa horizontalen
Ebene bewegbar sind und wenn das Fördermittel in der Austragposition unterhalb der
Bewegungsebene der Spindeln angeordnet ist. Es genügt dabei das Eigengewicht der Restspulen
oder Leerhülsen, um durch das Fördermittel erfasst und wegtransportiert zu werden.
Selbstverständlich wäre es aber auch denkbar, dass die Restspulen oder Leerhülsen
durch zwei Fördermittel klemmend erfasst werden, um einen definierten Reibschluss
zu erzielen.
[0007] Das Fördermittel ist vorzugsweise wenigstens eine Förderwalze, deren Drehachse in
der Austragposition quer zu den Spindeln verläuft. Zur Erhöhung der Reibung kann die
Walze auf der Oberfläche aus einem Kunststoffmaterial oder aus Kautschuk bestehen
und/oder sie kann strukturiert sein. Damit ein Austrag möglich ist, muss die Walze
ersichtlicherweise eine Kraftkomponente aufbringen, welche parallel zu den Spindeln
verläuft. Die Walzenachse muss aber nicht notwendigerweise im rechten Winkel zu den
Spindeln angeordnet sein. Anstelle von Walzen könnte das Fördermittel auch aus einem
Förderband bestehen.
[0008] Ein besonders zuverlässiger Austrag wird erzielt, wenn an der Austragvorrichtung
bezogen auf die Bewegungsrichtung der Spindeln vor der Förderwalze eine Rampe zum
Anheben der Restspulen oder Leerhülsen angeordnet ist. Zur Sicherung der Spulen beim
Abwickeln der Fäden sind an den Enden der Spindeln Abwinklungen oder Nasen angeordnet.
Um dieses Hindernis zu überwinden, ist daher ein leichtes Anheben der Restspulen oder
Leerhülsen erforderlich, was mittels der Rampe auf einfachste Weise realisiert wird.
[0009] Die Rampe ist dabei vorteilhaft Bestandteil eines mit einer Öffnung versehenen Walzentisches,
unter dem die Förderwalze derart gelagert ist, dass ein Segment durch die Öffnung
über den Walzentisch hinausragt. Der Walzentisch lässt somit nur gerade soviel von
der Walze frei, wie für die Austragbewegung erforderlich ist. Gleichzeitig dient er
als Abstützung für die auszutragenden Restspulen oder Leerhülsen.
[0010] Der Walzentisch kann in vertikaler Richtung derart federnd gelagert sein, dass seine
Relativlage an unterschiedliche Aussendurchmesser von Restspulen oder Leerhülsen anpassbar
ist. Dies kann besonders in denjenigen Fällen zweckmässig sein, in denen Restspulen
nicht manuell, sondern ebenfalls mit der Austragvorrichtung entfernt werden sollen.
Da der Restgarnauftrag unterschiedlich sein kann, können die Aussendurchmesser ganz
unterschiedlich ausfallen, was durch die federnde Lagerung des Walzentisches kompensiert
werden kann. Für einen optimalen Betriebsablauf ist es besonders vorteilhaft, wenn
die Austragvorrichtung von der Austragposition in eine Ruheposition ausserhalb des
Bewegungsbereichs der Spindeln bewegbar ist. Die Austragvorrichtung kann somit bei
Bedarf zugestellt werden und stört den Betriebsablauf in der Ruheposition nicht.
[0011] Die bewegliche Austragvorrichtung eignet sich besonders für den Einsatz an einem
V-Gatter mit zwei V-förmig angeordneten Spulentragvorrichtungen, wobei jede Spulentragvorrichtung
eine Mehrzahl von Spulentragrohren aufweist, die an endlosen Zugketten von der Betriebsstellung
auf der Gatteraussenseite in die Wechselstellung auf der Gatterinnenseite bewegbar
sind und die Spindeln auf mehreren Gatteretagen aufweisen. Dabei ist auf der Gatterinnenseite
für jede Spulentragvorrichtung eine Austragvorrichtung angeordnet, welche von der
Austragposition an der Spitze des V-Gatters etwa parallel zur winkelhalbierenden des
V-Gatters in die Ruheposition gegen die offene Seite des V-Gatters bewegbar ist. So
lässt sich besonders einfach eine Überdeckung der Austragvorrichtung mit dem Bewegungsbereich
der Spindeln erzielen, welche durch Zurückziehen der Austragvorrichtung gegen die
offene Seite des Gatters wieder aufgehoben werden kann.
[0012] Die Austragvorrichtung kann an wenigstens einem Vertikalträger auf verschiedene Gatteretagen
einstellbar sein, wobei der Vertikalträger an einem Fahrwerk oder an einem Schlitten
befestigt ist, das bzw. der über der obersten Gatteretage an einem Träger von der
Austragposition in die Ruheposition fahrbar bzw. verschiebbar ist. Die Austragvorrichtung
kann auf diese Weise motorisch schnell an die gewünschte Stelle gebracht werden, wobei
auch eine Fernsteuerung denkbar ist.
[0013] Vorteilhaft ist wenigstens im Bereich der Austragsposition ein Vorhang zwischen den
beiden Austragvorrichtungen angeordnet, der die ausgetragenen Restspulen oder Leerhülsen
nach unten umlenkt. Damit wird auch verhindert, dass die Restspulen oder Leerhülsen
der beiden Gatterseiten, welche sich aufeinander zubewegen, miteinander kollidieren.
[0014] Ausserdem kann zusätzlich im Bereich der Austragposition zum Schutz der Spulentragvorrichtungen
vor abgeworfenen Restspulen auf jeder Gatterseite je ein Vorhang nahe den Spulentragvorrichtungen
angeordnet sein. Auf diese Weise können keine abgeworfenen Restspulen oder Leerhülsen
in den Bewegungsbereich der Spulentragvorrichtung fallen.
[0015] Unterhalb der beiden Austragvorrichtungen ist vorteilhaft eine Fallgrube zur Aufnahme
der ausgetragenen Restspulen oder Leerhülsen angeordnet. Diese können mit einem Förderband
wegtransportiert werden, das am Boden der Fallgrube angeordnet ist.
[0016] Ein besonderes hoher Grad an Betriebssicherheit wird erreicht, wenn die Austragvorrichtung
unter einer der Bewegungsrichtung der Spindeln entgegengesetzten Vorspannkraft in
die Austragposition vorgespannt ist, und wenn beim Überschreiten einer zulässigen
Gegenkraft im Falle einer Kollision einer Restspule oder einer Spulenhülse mit der
Austragvorrichtung ein Notschalter zum Abschalten der Spulentragvorrichtung betätigbar
ist. Damit werden Schäden zuverlässig vermieden. Die Vorspannung kann beispielsweise
durch Federkraft oder pneumatisch bewirkt werden. Eine geringe Relativverschiebung
der Austragvorrichtung gegen die Vorspannkraft kann dabei genügen, um den Notschalter
zu betätigen und den Maschinenstop auszulösen.
[0017] Restspulen lassen sich besonders einfach manuell entfernen, wenn im Bewegungsbereich
der Spindeln vor der Austragvorrichtung ein Sensor angeordnet ist, der beim Erkennen
von vollen Spulen oder von Hülsen mit einem Garnauftrag ein Signal erzeugt. Dieses
Signal kann ein Anhalten der Spulentragvorrichtung und gleichzeitig ein Wegfahren
der Austragvorrichtung in die Ruheposition bewirken. Damit erübrigt sich eine visuelle
Überwachung des Austragvorgangs.
[0018] Ebenfalls möglich ist es, dass eine Restspule mit zu hohem Garnauftrag bzw. eine
volle Spule die Austragvorrichtung gegen eine Vorspannkraft (pneumatisch oder mechanisch)
in die Ruheposition schiebt und ein Anhalten der Spulenaustragsvorrichtung erzeugt,
indem die sich in die Ruheposition verschiebende Austragvorrichtung einen Endschalter
betätigt.
[0019] Weitere Vorteile und Einzelmerkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines V-Gatters mit endlosen Spulentragvorrichtungen,
- Figur 2
- eine Seitenansicht auf ein Spulentragrohr mit zwei bestückten Spindeln,
- Figur 3
- eine Seitenansicht auf eine Spindel mit zugestellter Austragvorrichtung,
- Figur 4
- eine Ansicht aus Pfeilrichtung A auf die Anordnung gemäss Figur 3,
- Figur 5
- eine Draufsicht auf die Spitze des V-Gatters gemäss Figur 1 mit zwei Austragvorrichtungen
für jede Gatterseite,
- Figur 6
- eine Seitenansicht des Traggestells für die Austragvorrichtung gemäss Figur 5, und
- Figur 7
- eine Ansicht in Pfeilrichtung B auf das Gestell gemäss Figur 6.
[0020] Figur 1 zeigt schematisch die Draufsicht auf ein an sich bekanntes Spulengatter 1
in V-förmiger Anordnung. Jede Gatterseite ist mit endlosen Zugketten 7 versehen, an
denen die Spulentragrohre 23 (Figur 2) angeordnet sind. Die Ketten bilden dabei Spulentragvorrichtungen
5 bzw. 5', welche von einer Betriebsstellung 8, in welcher die Fäden abgezogen werden,
in Transportrichtung T in eine Wechselstellung 9 transportiert werden, in welcher
von einem Spulenvorrat 11 neue Spulen 4 aufgesteckt werden. Relativ nahe bei den Kettenumlenkrädern
10, die in Transportrichtung gesehen zwischen der Betriebsstellung 8 und der Wechselstellung
9 liegen, und welche die Transportkette in entsprechende Kettentrums unterteilen,
ist die erfindungsgemässe Austragvorrichtung im Bereich der Spitze 24 des Gatters
angeordnet. Die offene Gatterseite ist mit 25 bezeichnet und die winkelhalbierende
26 zwischen den beiden Gatterseiten entspricht der Bewegungsrichtung, auf welcher
die Austragvorrichtungen in eine Ruheposition gefahren werden können.
[0021] Figur 2 zeigt einen Abschnitt eines vertikalen Spulentragrohrs 23 mit zwei Spindeln
6. Die Enden der Spindeln sind mit einer Nase 16 versehen. Die obere Spindel trägt
eine Leerhülse 3 und die untere Spindel eine Restspule 2, die noch einen bestimmten
Garnrestauftrag aufweist. Die Leerhülse 3 ist dabei in einer Position dargestellt,
die sie einnehmen muss, damit sie über die Nase 16 abtransportiert werden kann. Dagegen
zeigt die Restspule 2 die tatsächliche Ruheposition auf der Spindel, die sie unter
Schwerkrafteinwirkung einnimmt und in der sie durch die Nase 16 an einem Abtransport
gehindert würde.
[0022] Aus den Figuren 3 und 4 ist das Grundprinzip der erfindungsgemässen Austragvorrichtung
ersichtlich. Das Fördermittel besteht in diesem Fall aus einer Förderwalze 13, welche
unterhalb eines Walzentisches 22 derart montiert ist, dass ein Segment der Walzenoberfläche
durch eine Öffnung 21 über den Walzentisch hinausragt. Die Walze ist in Pfeilrichtung
a um ihre Achse 15 mit einem Motor 18 drehantreibbar. Der Walzentisch 22 läuft auf
einer Seite in eine Rampe 20 aus, deren Funktion nachstehend beschrieben wird.
[0023] Die Spindeln 6 an der Spulentragvorrichtung bewegen sich in Pfeilrichtung b auf einer
Bewegungsebene 19. Der Walzentisch 22 ist in einem derartigen Abstand zur Bewegungsebene
19 angeordnet, dass eine ankommende Leerhülse 3 auf die Rampe 20 aufläuft und durch
diese angehoben wird. Dabei wird die Leerhülse in eine Position gebracht, in welcher
sie nicht mehr durch die Nase 16 zurückgehalten werden kann. Sobald die Leerhülse
in den Wirkbereich der Walze 13 gerät, erfolgt ein Wegtransport von der Spindel in
Pfeilrichtung c.
[0024] Die Austragposition 14 einer Austragvorrichtung 12 relativ zur Spulentragvorrichtung
5 ist aus Figur 5 genauer ersichtlich. Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit
ist hier nur auf einer Seite eine Spulentragvorrichtung 5' dargestellt. Dagegen ist
für jede Gatterinnenseite eine Austragvorrichtung 12,12' vorgesehen, wobei das Paar
an einem Träger 27 von der Austragposition 14 in eine Ruheposition 17 fahrbar ist.
Die Spindeln 6 überfahren die Walzen unter einem Winkel, der etwas kleiner ist als
90°. Ersichtlicherweise bewirkt die Kinematik der Spindeln eine seitliche Relativbewegung
der Restspulen oder Leerhülsen auf der Walzenoberfläche. Die Walzen haben jedoch eine
ausreichende Länge, um einen völligen Wegtransport sicherzustellen, bevor die Spindeln
den Einflussbereich der Walzen verlassen.
[0025] Die Austragvorrichtungen 12,12' können in Pfeilrichtung d unter einer Vorspannkraft
vorgespannt sein, so dass sie im Falle einer Kollision mit einer vollen Spule weggedrängt
werden. Über die Relativverschiebung kann ein Notschalter betätigt werden. In Bewegungsrichtung
vor einer Austragvorrichtung 12 kann ein Sensor 32 angeordnet sein, der volle Spulen
oder einen Restauftrag von Garn erkennt. In der Ruheposition 17 sind die Austragvorrichtungen
ersichtlicherweise ausserhalb des Bewegungsbereichs der Spindeln 6, so dass diese
für eine manuelle Abnahme von Restspulen gut zugänglich sind.
[0026] Aus den Figuren 6 und 7 sind weitere Einzelheiten der Lagerung der Austragvorrichtungen
ersichtlich.
[0027] An einem Gestell 29 ist der Träger 27 über der obersten Gatteretage in der Mitte
des V-Gatters montiert. Die beiden Austragvorrichtungen 12,12' sind an einem Vertikalträger
30 befestigt und an diesem in Pfeilrichtung e auf verschiedene Gatteretagen einstellbar.
Der Vertikalträger ist an einer Laufkatze 28 befestigt, welche auf dem Träger 27 geführt
ist. Anstelle der Laufkatze wäre auch ein Schlitten denkbar, der über eine Zahnstange
oder über einen Seilzug verschoben werden kann.
[0028] Die Auffanggrube 34 mit dem Förderband 35 ist in den Figuren 6 und 7 nur symbolisch
dargestellt. Ebenso der Vorhang 36 zwischen den beiden Gatterseiten für das Umlenken
der ausgetragenen Restspulen und Leerhülsen, und die beiden Vorhänge 37,37' (Fig.
5) zur Vermeidung , dass Restspulen in die Spulentragvorrichtung fallen
1. Vorrichtung zum Austragen von Restspulen oder Leerhülsen an einem Spulengatter (1),
bestehend aus einer beweglichen Spulentragvorrichtung (5,5'), an der mehrere Spindeln
(6) zur Aufnahme von Spulen (4) angeordnet sind, wobei die Spulentragvorrichtung von
einer Betriebsstellung (8) zum Abwickeln der Spulen in eine Wechselstellung (9) zum
Neubestücken der Spindeln bewegbar ist, wobei im Bewegungsbereich der Spindeln eine
Austragvorrichtung (12) vorgesehen ist und wobei die Austragvorrichtung (12) wenigstens
ein antreibbares Fördermittel (13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das antreibbare Fördermittel (13) in einer Austragposition (14) reibschlüssig auf
die Aussenseite der Restspulen (2) oder der Spulenhülsen (3) einwirkt und diese von
den Spindeln (6) wegtransportiert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spindeln (6) auf einer etwa horizontalen Ebene (19) bewegbar sind und dass das
Fördermittel (13) in der Austragposition (14) unterhalb der Bewegungsebene der Spindeln
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Fördermittel (13) wenigstens eine Förderwalze ist, deren Drehachse (15) in der
Austragposition quer zu den Spindeln (6) verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an der Austragvorrichtung (12) bezogen auf die Bewegungsrichtung der Spindeln (6)
vor der Förderwalze (13) eine Rampe (20) zum Anheben der Restspulen oder Leerhülsen
angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rampe (20) Bestandteil eines mit einer Öffnung (21) versehenen Walzentisches
(22) ist, unter dem die Förderwalze (13) derart gelagert ist, dass ein Segment durch
die Öffnung über den Walzentisch hinausragt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Walzentisch (22) in vertikaler Richtung derart federnd gelagert ist, dass seine
Relativlage an unterschiedliche Aussendurchmesser von Restspulen oder Leerhülsen anpassbar
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragvorrichtung (12) von der Austragposition (14) in eine Ruheposition (17)
ausserhalb des Bewegungsbereichs der Spindeln (6) bewegbar ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Spulengatter (1) ein V-Gatter mit zwei V-förmig angeordneten Spulentragvorrichtungen
(5,5') ist, wobei jede Spulentragvorrichtung eine Mehrzahl von Spulentragrohren (23)
aufweist, die an endlosen Zugketten (7) von der Betriebsstellung (8) auf der Gatteraussenseite
in die Wechselstellung (9) auf der Gatterinnenseite bewegbar sind und die Spindeln
(6) auf mehreren Gatteretagen aufweisen, und dass auf der Gatterinnenseite für jede
Spulentragvorrichtung eine Austragvorrichtung (12,12') angeordnet ist, welche von
der Austragposition (14) an der Spitze (24) des V-Gatters etwa parallel zur winkelhalbierenden
(26) des V-Gatters in die Ruheposition (17) gegen die offene Seite (25) des V-Gatters
bewegbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragvorrichtung (12,12') an wenigstens einem Vertikalträger (30) auf verschiedene
Gatteretagen einstellbar ist und dass der Vertikalträger an einem Fahrwerk (28) befestigt
ist, das über der obersten Gatteretage an einem Träger (27) von der Austragposition
in die Ruheposition fahrbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens im Bereich der Austragposition ein Vorhang (33) zwischen den beiden Austragvorrichtungen
(12,12') angeordnet ist, der die ausgetragenen Restspulen oder Leerhülsen nach unten
umlenkt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Austragposition zum Schutz der Spulentragvorrichtungen (5,5') vor
abgeworfenen Restspulen auf jeder Gatterseite je ein Vorhang (37,37') nahe den Spulentragvorrichtungen
angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der beiden Austragvorrichtungen (12,12') eine Fallgrube zur Aufnahme der
ausgetragenen Restspulen oder Leerhülsen angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die ausgetragenen Restspulen oder Leerhülsen mit einem Förderband wegtransportierbar
sind.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Austragvorrichtung unter einer der Bewegungsrichtung der Spindeln entgegengesetzten
Vorspannkraft in die Austragposition vorgespannt ist, und dass beim Überschreiten
einer zulässigen Gegenkraft im Falle einer Kollision einer Restspule oder einer Spulenhülse
mit der Austragvorrichtung ein Notschalter zum Abschalten der Spulentragvorrichtung
betätigbar ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Bewegungsbereich der Spindeln (6) vor der Austragvorrichtung (12) ein Sensor angeordnet
ist, der beim Erkennen von vollen Spulen oder von Hülsen mit einem Garnrestauftrag
ein Signal erzeugt.
1. Device for the discharge of bobbins with residual threads or empty bobbins on a bobbin
creel (1), comprising a moving bobbin carrying device (5, 5') on which several spindles
(6) are arranged to hold bobbins (4), whereby the bobbin carrying device can be moved
from a working position (8) for unwinding the bobbins to a changing position (9) for
reloading the spindles, wherein a discharge device (12) is provided in the movement
area of the spindles, and wherein the discharge device (12) has at least one driven
conveyor (13), characterized in that in one discharge position (14), the driven conveyor (13) is in frictional contact
with the outside of the bobbins with residual threads (2) or the bobbin cases (3)
and transports these away from the spindles (6).
2. Device according to Claim 1, characterized in that the spindles (6) can be moved on a roughly horizontal plane (19) and that in the
discharge position (14) the conveyor (13) is located underneath the movement plane
of the spindles.
3. Device according to Claim 1 or 2, characterized in that the conveyor (13) is at least one conveying roll whose pivot axis (15) in the discharge
position runs at right angles to the spindles (6).
4. Device according to Claim 3, characterized in that a ramp (20) for lifting the bobbins with residual threads or empty bobbins is arranged
on the discharge device (12) upline of the conveying roll (13) relative to the direction
of movement of the spindles (6).
5. Device according to Claim 4, characterized in that the ramp (20) is part of a roll table (22) provided with an opening (21), under which
the conveying roll (13) is mounted in such a way that a segment protrudes over the
roll table through the opening.
6. Device according to Claim 5, characterized in that the roll table (22) is spring-mounted in vertical direction in such a way that its
relative position can be adapted to different outside diameters of bobbins with residual
threads or empty bobbins.
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the discharge device (12) can be moved from the discharge position (14) into a rest
position (17) outside the movement area of the spindles (6) .
8. Device according to Claim 7, characterized in that the bobbin creel (1) is a V-creel with two bobbin carrying devices (5, 5') arranged
in a V-shape, whereby each bobbin carrying device has a plurality of bobbin carrying
tubes (23) that can be moved on the endless draw chains (7) from the working position
(8) on the outside of the creel to the changing position (9) on the inside of the
creel and have spindles (6) on several creel tiers, and that a discharge device (12,
12') for each bobbin carrying device is arranged on the inside of the creel that can
be moved from the discharge position (14) at the tip (24) of the V-creel roughly parallel
to the bisecting line (26) of the V-creel into the rest position (17) against the
open side (25) of the V-creel.
9. Device according to Claim 8, characterized in that the discharge device (12, 12') can be adjusted to different creel tiers at least
at one vertical girder (30), and that the vertical girder is attached to a chassis
(28) that can be moved from the discharge position to the rest position above the
uppermost creel tier on a girder (27).
10. Device according to Claim 8 or 9, characterized in that at least in the area of the discharge position, a curtain (33) is arranged between
the two discharge devices (12, 12') that diverts the discharged bobbins with residual
threads or empty bobbins downwards.
11. Device according to one of Claims 8 to 10, characterized in that in the area of the discharge position, a curtain (37, 37') is arranged on each side
of the creel near the bobbin carrying devices to protect the bobbin carrying devices
(5, 5') from discharged bobbins with residual threads.
12. Device according to one of Claims 8 to 11, characterized in that a pit is arranged below the two discharge devices (12, 12') to receive the discharged
bobbins with residual threads or empty bobbins.
13. Device according to Claim 12, characterized in that the discharged bobbins with residual threads or empty bobbins can be transported
away by means of a conveyor belt.
14. Device according to one of Claims 1 to 13, characterized in that the discharge device is preloaded in the discharge position under a preloading force
in the opposite direction to the direction of movement of the spindles, and that on
exceeding an admissible counter-force in the event of a collision between a bobbin
with residual threads or empty bobbin and the discharge device, an emergency switch
can be actuated to switch off the bobbin carrying device.
15. Device according to one of Claims 1 to 14, characterized in that a sensor is arranged in the area of movement of the spindles (6) upline of the discharge
device (12) that generates a signal on detection of full bobbins or bobbins with residual
threads.
1. Dispositif d'extraction de bobines restantes ou de tubes vides d'un râtelier (1),
se composant d'un dispositif de support de bobines (5, 5'), sur lequel plusieurs broches
(6) sont disposées en vue de recevoir des bobines (4), dans lequel le dispositif de
support de bobines est mobile depuis une position de fonctionnement (8) pour dérouler
les bobines à une position de changement (9) pour recharger les broches, dans lequel
il est prévu un dispositif d'extraction (12) dans la zone de mouvement des broches,
et dans lequel le dispositif d'extraction (12) comprend au moins un moyen de transport
pouvant être entraîné (13), caractérisé en ce que le moyen de transport pouvant être entraîné (13) agit par frottement sur le côté
extérieur des bobines restantes (2) ou des tubes vides (3) et emporte celles-ci ou
ceux-ci hors des broches (6).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les broches (6) sont mobiles sur un plan sensiblement horizontal (19) et en ce que le moyen de transport (13) en position d'extraction est disposé en dessous du plan
de mouvement des broches.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen de transport (13) est au moins un rouleau de transport, dont l'axe de rotation
(15) s'étend, en position d'extraction, transversalment aux broches (6).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'une rampe (20) pour soulever les bobines restantes ou les tubes vides est disposée
sur le dispositif d'extraction (12), avant le rouleau de transport (13) par rapport
à la direction de mouvement des broches (6).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la rampe (20) est un élément d'une table à rouleaux (22) pourvue d'une ouverture
(21), sous laquelle le rouleau de transport (13) est monté de telle manière qu'un
segment passe à travers l'ouverture et sorte au-dessus de la table à rouleaux.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la table à rouleaux (22) est supportée élastiquement en direction verticale, de telle
manière que sa position relative puisse être adaptée à différents diamètres extérieurs
de bobines restantes ou de tubes vides.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif d'extraction (12) est mobile de la position d'extraction (14) à une
position de repos (17) à l'extérieur de la zone de mouvement des broches (6).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que le râtelier (1) est un râtelier en V avec deux dispositifs de support de bobines
(5, 5') disposés en V, dans lequel chaque dispositif de support de bobines comprend
une pluralité de tubes de support de bobines (23), qui sont mobiles sur des chaînes
de traction sans fin (7) de la position de fonctionnement (8) sur le côté extérieur
du râtelier à la position de changement (9) sur le côté intérieur du râtelier et qui
présentent des broches (6) à plusieurs étages du râtelier, et en ce que, pour chaque dispositif de support de bobines, il y a sur le côté intérieur du râtelier
un dispositif d'extraction (12, 12') qui est mobile de la position d'extraction (14)
à la pointe (24) du râtelier en V, sensiblement parallèlement à la bissectrice (26)
du râtelier en V, à la position de repos contre le côté ouvert (25) du râtelier en
V.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif d'extraction (12, 12') est réglable à différents étages du râtelier
sur au moins un support vertical (30) et en ce que le support vertical est fixé à un train roulant (28), qui est déplaçable au-delà
de l'étage supérieur du râtelier sur un support (27) de la position d'extraction à
la position de repos.
10. Dispositif selon la revendication 8 ou 9, caractérisé en ce qu'au moins dans la région de la position d'extraction, un rideau (33) est disposé entre
les deux dispositifs d'extraction (12, 12'), pour dévier vers le bas les bobines restantes
extraites ou les tubes vides extraits.
11. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'un rideau (37, 37') est à chaque fois disposé à proximité des dispositifs de support
de bobines, sur chaque côté du râtelier, dans la région de la position d'extraction
pour protéger les dispositifs de support de bobines (5, 5') contre des bobines restantes
rejetées.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 8 à 11, caractérisé en ce qu'une fosse de collecte est disposée en dessous des deux dispositifs d'extraction (12,
12') pour recevoir les bobines restantes extraites ou les tubes vides extraits.
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les bobines restantes extraites ou les tubes vides extraits peuvent être évacués
par une bande transporteuse.
14. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13, caractérisé en ce que le dispositif d'extraction est précontraint dans la position d'extraction sous une
force de précontrainte opposée à la direction du mouvement des broches et en ce que, lors du dépassement d'une force antagoniste admissible en cas de collision d'une
bobine restante ou d'un tube vide avec le dispositif d'extraction, un interrupteur
d'urgence peut être actionné pour arrêter le dispositif de support de bobines.
15. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 14, caractérisé en ce qu'un détecteur est disposé avant le dispositif d'extraction (12) dans la zone de mouvement
des broches (6), afin de produire un signal lors de la reconnaissance de bobines pleines
ou de tubes avec un reste de fil.