[0001] Die Erfindung betrifft einen Drucksortierer gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
oder des Anspruchs 2.
[0002] Drucksortierer werden bei der Aufbereitung von Papierfasersuspensionen eingesetzt,
um die Faserstoffsuspension in einer Nasssiebung zu bearbeiten. Dazu enthält ein solcher
Drucksortierer mindestens ein Siebelement, das mit einer Vielzahl von Öffnungen versehen
ist. Die in der Suspension enthaltenen Fasern sollen durch die Öffnungen hindurchtreten,
während die nicht gewünschten festen Bestandteile daran abgewiesen und aus dem Sortierer
wieder herausgeleitet werden. Als Sortieröffnungen werden in der Regel runde Löcher
verwendet oder Schlitze. In den meisten Fällen werden Drucksortierer der hier betrachteten
Art mit Siebräumern versehen, die an dem Sieb vorbeibewegte Räumflächen aufweisen.
Dadurch wird in an sich bekannter Weise das Zusetzen der Sieböffnungen verhindert.
[0003] Da sich sowohl der Auflösezustand des Papierfaserstoffes als auch Menge und Struktur
der Schmutzfracht im Laufe des Stoffaufbereitungsprozesses ständig verändern, ist
es in vielen Fällen notwendig, Drucksortierer in mehreren Stufen mit unterschiedlichen
Öffnungen zu betreiben. Auf diese Weise lässt sich ingesamt eine gute Abscheidung
des größten Teils der anfallenden Störstoffe erzielen. Dabei sind solche Störstoffe,
die sich durch ihr Sinkverhalten von den übrigen Störstoffen signifikant unterscheiden,
auch durch Hydrozyklone abscheidbar. Auch diese Technik ist bekannt, so dass im Allgemeinen
eine Folge von Hydrozyklonen und Drucksortierern zur Stoffreinigung eingesetzt wird.
[0004] Aus der DE 197 02 044 C1 ist ein Vertikal-Sichter für eine Faserstoffsuspension bekannt,
welcher in einer einzigen Maschine zwei Siebelemente aufweist. Bei diesem Sichter
gelangt der zu sortierende Stoffstrom zuerst in den Bereich eines ebenen Vorsiebes,
welcher auf der Zulaufseite mit einem Räumer freigehalten wird. Der Durchlauf durch
dieses ebene Vorsieb wird dann in das Innere eines rotationssymmetrischen Siebkorbes
geleitet, durch dessen Öffnungen der Gutstoff hindurchtritt, so dass die suspendierten
Papierfasern durch diesen Siebkorb hindurch in den Gutstoffauslauf gelangen können.
Ein solcher Sortierer soll insbesondere dann eingesetzt werden, wenn die zugeführte
Faserstoffsuspension mit einer größeren Menge von Grobverunreinigungen vermischt ist.
Das kommt bekanntlich bei der Altpapieraufbereitung sehr häufig vor, und zwar insbesondere
bei dem Stoff, der direkt aus dem Stofflöser oder nach Passage einer nur die allergröbsten
Verunreinigungen entfernenden Reinigungsvorrichtung stammt. Dieser bekannte Sortierer
hat aber in bestimmten Fällen den Nachteil, dass inbesondere im Bereich des ebenen
Vorsiebes ein hoher Verschleiß auftritt und die groben Verunreinigungen zu Betriebsstörungen
führen können.
[0005] Die WO 00/58549 A1 zeigt einen Sortierer mit vertikalem Gehäuse, in dem sich zwei
nacheinander von der zu reinigenden Papierfasersuspension durchströmte Siebelemente
befinden. Dabei sind die beiden Siebelemente zumindest teilweise axial ineinandergeschoben,
was eine kompakte Bauweise ermöglicht. Andere Versionen mit zwei nacheinander durchströmten
Sieben sind aus der EP 0 955 408 A2 und der DE 21 40 904 bekannt. Das erste Sieb ist
zylindrisch und wird in Rotation versetzt. Diese Apparate sind aber bei vielen Anwendungen
ungünstig. Das trifft besonders bei der Verarbeitung von groben Stoffen zu. Ein zylindrisches
Sieb hat insbesondere den Nachteil, dass sich die länglichen, zum Verspinnen oder
Wickeln neigenden Verunreinigungen leicht an ein solches Sieb anlegen können und dann
in Folge der Rotation festgezurrt werden. Sie sind dann nur noch nach dem Abstellen
manuell entfernbar.
[0006] Ein ebenes scheibenförmiges Sieb, wie es z.B. aus der WO 00/52260 bekannt ist, hat
einen einfachen Aufbau und benötigt wenig Platz. Es hat allerdings nur eine kleine
Siebfläche, was nachteilig ist.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Drucksortierer so zu bauen, dass
er unempfindlich ist gegen verstopfende Verunreinigungen und gleichzeitig eine gute
Sortierqualität liefert. Er soll insbesondere für aufgelöstes Altpapier einsetzbar
sein, das noch einen großen Teil der ursprünglich enthaltenen, wenig zerkleinerten
Störstoffe enthält.
[0008] Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichen des Anspruchs 1 und des Anspruchs 2 genannten
Merkmale erfüllt.
[0009] Ein Drucksortierer der erfindungsgemäßen Bauart ist besonders geeignet, zu Anfang
der Papierstoffaufbereitung eingesetzt zu werden, also dort, wo - noch - ein relativ
großer Anteil von gröberen Störstoffen in der Suspension mitgeschleppt wird. Wird
z.B. Altpapier im Stofflöser oder einer Auflösetrommel in Suspension gebracht, hat
diese oft einen Störstoffgehalt von über 2% des Feststoffes. Ein Teil dieses Störstoffes
ist relativ grob, wird also auch an einer 4mm-Lochung zu großem Anteil abgewiesen.
[0010] Nach Eintritt in den erfindungsgemäßen Drucksortierer trifft die Suspension auf die
Zulaufseite des ersten Siebelementes. Dessen Rotation erzeugt eine Zentrifugalkraft,
mit der die Störstoffe von der Fläche dieses Siebelementes abgeschleudert werden,
sofern sie spezifisch schwerer sind als die sie umgebende Suspension. An den Feststoffteilchen,
die sich in der Nähe des Siebeinlaufes befinden, greifen also nicht nur die auf Grund
der anliegenden Druckdifferenz entstandenen Schleppkräfte an, sondern auch Zentrifugalkräfte.
Je mehr die Längsrichtung der Sieböffnung radial (statt axial) ausgerichtet ist, um
so stärker ist die Freischleuderwirkung und um so geringer die Gefahr, dass die Teilchen
in den Öffnungen stecken bleiben. Schwerteile, die am Siebelement bestimmungsgemäß
abgewiesen werden, verlassen dessen Zulaufbereich relativ schnell und werden durch
den Grobrejektauslauf aus dem Gehäuse entfernt. Sie können eventuell auch leichte,
auf Grund ihrer Größe abgewiesene Störstoffe, insbesondere Kunststofffolien, mitreißen.
Das Sieb ist nicht nur weniger verschleißgefährdet, sondern es wird auch nicht so
leicht durch Drahtstücke, Glassplitter und kleine Steinchen verstopft.
[0011] Die Schleuderwirkung hängt selbstverständlich von den Geschwindigkeiten und dem Radius
an der betrachteten Stelle ab. Der besondere Vorteil der Erfindung liegt darin, dass
das erste Siebelement zumindest teilweise konisch ausgeführt ist. Eine konische Form
verbindet die Vorteile einer großen Siebfläche mit ausreichender Schleuderwirkung
aus dem Siebbereich.
[0012] Durch die erfindungsgemäße Kombination der beiden verschieden arbeitenden Siebelemente
in einem Gehäuse wird eine kompakte Maschine geschaffen, die auch bei stark verschmutzten
Flüssigkeiten betriebssicher arbeitet. Vorteilhaft ist auch die Möglichkeit, das erste
Siebelement und die Räumer für das zweite Siebelement mit einem gemeinsamen Antrieb
versehen zu können.
[0013] Der erfindungsgemäße Drucksortierer ist leicht mit einem effektiven Leichtschmutzaustrag
auszustatten. So können Styropor- und Folienstücke mit Hilfe der Zentrifugalkräfte
bereits aufkonzentriert und entfernt werden, bevor sie das erste Siebelement passiert
haben. Dasselbe gilt für Luft. Diese Ansammlung und Ableitung von Leichtteilen wird
durch ein ebenes oder konisches erstes Siebelement begünstigt.
[0014] Die Erfindung und ihre Vorteile werden erläutert an Hand von Zeichnungen. Dabei zeigen:
- Fig. 1
- schematisch: Den funktionalen Aufbau eines erfindungsgemäßen Drucksortierers;
- Fig. 2
- Kraftverhältnisse am konischen Siebelement;
- Fig. 3, 4, 5 + 6
- jeweils eine Variante des Erfindungsgegenstandes;
- Fig. 7
- detaillierter den in Fig. 1 gezeigten Drucksortierer in geschnittener Seitenansicht.
[0015] Die Fig. 1 zeigt, wenn auch nur schematisch, die wichtigsten funktionalen Teile,
die zu dem erfindungsgemäßen Drucksortierer gehören. In das Gehäuse wird bei Betrieb
dieser Vorrichtung die Papierfasersuspension S durch den Einlaufstutzen 3 eingeleitet
und gelangt zunächst in den Zulaufraum 10. In diesem befindet sich das konische erste
Siebelement 1. Dessen Öffnungswinkel α wird den Erfordernissen angepasst und liegt
in der Regel zwischen 60 und 120°. Ein wichtiges Merkmal der Erfindung besteht darin,
dass bei einer solchen Maschine das erste Siebelement 1 in Rotation versetzt werden
kann. Dazu dient der Rotor 24. Um ein Verstopfen der Sieböffnungen im ersten Siebelement
1 zu verhindern, sind feststehende Siebräumer 8 angedeutet, die sich auf der Gutstoffseite
dieses Siebelementes, also auf der Abströmseite befinden und Druckimpulse erzeugen.
Die Wirkung solcher Siebräumer ist bekannt und braucht nicht näher erläutert zu werden.
Die Anordnung auf der Gutstoffseite führt zu einer beträchtlichen Verschleißverminderung
und verhindert das Einklemmen von am Sieb abgewiesenen Stoffen. Störstoffe, die auf
Grund ihrer Größe oder Form von dem Siebelement abgewiesen werden, dieses also nicht
passieren können, fließen zusammen mit einem kleinen Teil der Suspension als Überlauf
R1 durch den Grobrejektauslauf 5 aus dem Gehäuse ab. Dasselbe gilt für solche Störstoffe,
die auf Grund der bereits beschriebenen Schleuderwirkung nicht durch das Siebelement
1 gelangt sind.
[0016] Das Gehäuse des Drucksortierers ist so gebaut, dass der Durchlauf A1 des ersten Siebelementes
1 direkt zur Zulaufseite des zweiten Siebelementes 2 gelangen kann. Der dieses Siebelement
2 passierende Durchlauf A2 wird durch den Gutstoffauslauf 4 und der abgewiesene Überlauf
R2 durch den Feinrejektauslauf 6 abgeführt. Zur Freihaltung des zweiten Siebelementes
2 sind bewegte Räumer 9 vorgesehen, die hier mit dem Rotor 24 verbunden sind, also
mit derselben Drehzahl wie das Siebelement 1 angetrieben werden. Es ist aber durchaus
denkbar, dass unterschiedliche Drehzahlen von Vorteil sind. Dann ist das erste Siebelement
1 durch eine weitere Welle (24' in Fig. 3) anzutreiben, die z.B. innerhalb eines Rotors
26 zu führen wäre.
[0017] Als zweites Siebelement 2 wird besonders vorteilhaft ein zylindrisches Sieb, auch
Siebkorb genannt, gewählt. Solche Siebkörbe bieten sowohl eine große Siebfläche, als
auch hohe Stabilität und leichte Räumbarkeit. Bei dem erfindungsgemäßen Drucksortierer
sind an dieser Stelle keine Schwierigkeiten mehr durch grobe Störstoffe zu erwarten.
Daher kann eine kleine Sieblochung gewählt werden.
[0018] In Fig. 2 sind die Kräfte qualitativ dargestellt, die an ein Feststoffteilchen 14
angreifen, welches sich in der Nähe der Sieböffnung 12 befindet. Die Zentrifugalkraft
15 wirkt radial nach außen und die Schleppkraft 16 in Richtung der Sieböffnung. Bei
Schwerteilen ist die Zentrifugalkraft 15 groß genug, um eine Resultierende 17 zu erzeugen,
die das Feststoffteilchen 14 vom Siebelement 1 entfernt. Wichtig für die Sortierwirkung
ist der kleinste Durchmesser 13 der Sortieröffnung 12. Bei typischen Anwendungen des
Erfindungsgegenstandes beträgt dieser Durchmesser mindestens 4 mm, da hier ein relativ
grober Stoff vorliegt. Eine Phase im Einlaufbereich der Sortieröffnungen 12 kann das
Verstopfungsverhalten des rotierenden Siebelementes 1 verbessern. Unter Umständen
ist es sinnvoll, die Sortieröffnungen unterschiedlich groß zu machen. Auf Grund der
Form des ersten Siebelementes 1 sind nämlich je nach radialem Abstand von der Mitte
unterschiedliche Sortierbedingungen (Zuströmwinkel am Einlauf in die Sortieröffnung
und Zentrifugalkräfte) möglich, was oft unerwünscht ist. Durch die erwähnte Maßnahme
können solche Nachteile ausgeglichen werden.
[0019] Grundsätzlich kann, wie in der Fig. 3 exemplarisch dargestellt ist, der erfindungsgemäße
Drucksortierer auch ein Horizontalsortierer sein, also eine horizontale Achse haben.
Das bringt gelegentlich Platzvorteile und kann die Ausschleusung von Schwerteilen
durch den Grobrejektauslauf 5 verbessern, da hier die Schwerkraft unterstützend wird.
[0020] Die Form des ersten Siebelementes, insbesondere der Öffnungswinkel α, spielt, wie
bereits ausgeführt wurde, eine wichtige Rolle bei der Festlegung der Eigenschaften
des Drucksortierers. Außerdem kann, wie die Fig. 4 und 5 zeigen, das erste Siebelement
1' mehrere Abschnitte haben, deren Öffnungswinkel α unterschiedlich sind.
[0021] Auch bezüglich des zweiten Siebelementes gibt es eine Reihe von an sich bekannten
Gestaltungsmöglichkeiten. Optimal dürfte die zylindrische Form sein. Als Räumer zur
Siebfreihaltung sind Flügel, Foils (Fig. 1, 3, 5) oder mit Vorsprüngen versehene Trommelrotoren
(s. Fig. 4 und 7) verwendbar.
[0022] Es kann auch zweckmäßig sein, die Kontur am Zulaufraum 10 etwa der Kontur des ersten
Siebelementes 1 anzupassen. Hierzu zeigt die Fig. 6 ein Beispiel der Art, dass zu
dem konischen ersten Siebelement 1 auch ein konisches Oberteil des Gehäuses gewählt
wurde.
[0023] Der in der Fig. 1 bereits angedeutete erfindungsgemäße Drucksortierer ist in der
Fig. 7 etwas detaillierter gezeichnet, ohne dass diese Figur als Konstruktionszeichnung
zu verstehen wäre. Das in konischer Form ausgeführte erste Siebelement 1 teilt den
oberen Teil des Gehäuses in einen Zulaufraum 10, der mit dem Einlaufstutzen 3 für
die Suspension in Verbindung steht. Von den Sieböffnungen 12 ist nur ein Teil eingezeichnet.
Zentral innerhalb des ersten Siebelementes 1 befindet sich eine Anzahl von feststehenden
Siebräumern 8. Diese sind an ihrer Unterseite mit dem Gehäuse verbunden. Die beiden
Siebelemente sind so angeordnet, dass das erste Siebelement 1 den oberen Teil des
Gehäuses in den Zulaufraum 10 und den ersten Gutstoffraum 11 aufteilt. Dieser zentral
innerhalb des ersten Siebelementes 1 liegende erste Gutstoffraum 11 steht in Verbindung
mit dem Zulaufraum zum zweiten Siebelement 2. Das zweite Siebelement 2 wiederum teilt
vom unteren Teil des Gehäuses den Gutstoffraum 20 ab, der mit dem Gutstoffauslauf
4 in Verbindung steht. Der Zulaufraum des zweiten Siebelementes 2 geht an seinem unteren
Ende in den Rejektraum 22 über, der wiederum mit dem Feinrejektauslauf 6 verbunden
ist Das zweite Siebelement 2 wird dadurch von Verstopfungen frei gehalten, dass sich
auf dem Rotor 24, der auch zum Antrieb des ersten Siebelementes 1 dient, eine Trommel
19 mit darauf aufgesetzten Räumern 9 befinden. Der Rotor 24 ist zweckmäßigerweise
fliegend gelagert, d.h. eine kräftige, aus mehreren Teilen bestehende Lagerung 23
hält den Rotor von unten. Auf diese Weise kann der obere Teil des Rotors von einer
Lagerung frei bleiben, so dass sich die in dem oberen Teil des Sortierers befindenden
spinnenden Verunreinigungen nicht anlegen, sondern mittig abgleiten können. Im oberen
Teil des Sortierers befindet sich der Leichtrejektauslauf 7, der hier durch ein Ventil
18 taktweise geöffnet und geschlossen werden kann.
[0024] Im Zulaufraum zum 10 ersten Siebelement 1 ist exemplarisch ein Strömungsleitelement
25 angedeutet. Solche Leitelemente dienen dazu, die durch den Einlaufstutzen 3 eingeströmte
Suspension in Rotation zu halten und/oder radial nach innen zum Siebblech hinzuführen.
Da das erste Siebelement 1 im Betrieb des Drucksortierers rotiert, ist es erforderlich,
auch die Suspension in Rotation zu versetzen, damit sie durch die Sieböffnungen 12
des Siebelementes hindurchfliessen kann.
1. Drucksortierer zum Entfernen von Störstoffen aus einer störstoffhaltigen Papierfasersuspension
(S) mit einem vertikalen Gehäuse, das mindestens zwei im Wesentlichen rotationssymmetrische
Siebelemente enthält, die so angeordnet sind, dass sie nacheinander von der durch
mindestens einen Einlaufstutzen (3) in das Gehäuse eingeführten Faserstoffsuspension
durchströmbar sind,
wobei das stromaufwärtige erste Siebelement (1,1') rotierbar ist und
axial außerhalb und oberhalb des Raumes angeordnet ist, in dem sich das zweite Siebelement
(2) befindet,
wobei der Teil der Papierfasersuspension (A2), der auch das zweite Siebelement (2)
passiert hat, durch mindestens einen Gutstoffauslauf (4) wieder aus dem Gehäuse herausgeführt
wird und
wobei das Gehäuse mindestens einen Grobrejektauslauf (5) für den am ersten Siebelement
(1,1') anfallenden Überlauf (R1) und mindestens einen Feinrejektauslauf (6) für den
am zweiten Siebelement (2) anfallenden Überlauf (R2) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Siebelement (1) eine konische Form hat mit einem Öffnungswinkel (α), der
zwischen 10 und 170° liegt.
2. Drucksortierer zum Entfernen von Störstoffen aus einer störstoffhaltigen Papierfasersuspension
(S) mit einem horizontalen Gehäuse, das mindestens zwei im Wesentlichen rotationssymmetrische
Siebelemente enthält, die so angeordnet sind, dass sie nacheinander von der durch
mindestens einen Einlaufstutzen (3) in das Gehäuse eingeführten Faserstoffsuspension
durchströmbar sind,
wobei das stromaufwärtige erste Siebelement (1,1') rotierbar ist,
wobei der Teil der Papierfasersuspension (A2), der auch das zweite Siebelement (2)
passiert hat, durch mindestens einen Gutstoffauslauf (4) wieder aus dem Gehäuse herausgeführt
wird und
wobei das Gehäuse mindestens einen Grobrejektauslauf (5) für den am ersten Siebelement
(1,1') anfallenden Überlauf (R1) und mindestens einen Feinrejektauslauf (6) für den
am zweiten Siebelement (2) anfallenden Überlauf (R2) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Siebelement (1,1') eine konische Form hat mit einem Öffnungswinkel (α),
der zwischen 10 und 170° liegt, und axial außerhalb und seitlich neben dem Raum angeordnet
ist, in dem sich das zweite Siebelement (2) befindet.
3. Drucksortierer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungswinkel (α) zwischen 60 und 120° beträgt.
4. Drucksortierer nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das stromabwärtige zweite Siebelement (2) in dem Gehäuse feststeht,
5. Drucksortierer nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich in dem dem ersten Siebelement (1,1') zugeordneten Zulaufraum (10) ein zentral
angeordneter Leichtrejektauslauf (7) befindet.
6. Drucksortierer nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Leichtrejektauslauf (7) durch ein sich in Zeitabständen automatisch kurzzeitig
öffnendes Ventil (18) abgeschlossen ist.
7. Drucksortierer nach Anspruch 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der das erste Siebelement (1,1') antreibende Rotor (24) an dem dem Leichtrejektauslauf
(7) zugewandten Axialende keine Lagerung aufweist.
8. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Siebelement (1) eine doppelkonische Form hat, wobei die größeren Durchmesser
an den axial äußeren Enden liegen.
9. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Seite des Konus' mit dem größeren Durchmesser in Richtung zum zweiten Siebelement
(2) gerichtet ist.
10. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich an der Durchlaufseite des ersten Siebelementes (1,1') feststehende Siebräumer
(8) befinden.
11. Drucksortierer nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich an der Zulaufseite des ersten Siebelementes (1,1') feststehende Räumer befinden.
12. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zulaufseite des ersten Siebelementes (1,1') eine profilierte Oberfläche hat.
13. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Zulaufseite des ersten Siebelementes (1,1') mit Leisten versehen ist.
14. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Siebelement (1,1') mit Rundlöchern versehen ist, deren Durchmesser mindestens
zwei Millimeter beträgt.
15. Drucksortierer nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Rundlöcher einen Durchmesser von mindestens vier Millimeter aufweisen.
16. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das erste Siebelement (1, 1', 1") mit Sortieröffnungen versehen ist, die je nach
radialer Position auf dem Siebelement unerschiedlich groß sind.
17. Drucksortierer nach Anspruch 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass die radial weiter außen liegendenden Sortieröffnungen größer sind als die weiter
innen liegenden.
18. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass sich in dem dem ersten Siebelement (1,1') zugeordneten Zulaufraum (10) Strömungsleitelemente
(25) befinden, die die Umfangsbewegung der darin sich befindenden Suspenison beeinflussen.
19. Drucksortierer nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömungsleitelemente (25) gewölbte Flächen aufweisen, an denen die Umfangsströmung
radial zur Mitte abgelenkt wird.
20. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Siebelement (2) ein zylindrischer Siebkorb ist.
21. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Siebelement (2) mit runden Sortieröffnungen versehen ist, deren Durchmesser
höchstens zwei Millimeter beträgt.
22. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Siebelement (2) durch bewegte Räumer (9) frei gehalten wird, die zum Rotor
(24) gehören, der auch das erste Siebelement (1,1') antreibt.
23. Drucksortierer nach einem der Ansprüche 1 bis 21,
dadurch gekennzeichnet,
dass das zweite Siebelement (2) durch von einem Rotor (26) bewegte Räumer (9) frei gehalten
wird und dass das erste Siebelement (1,1') mit einer Drehzahl angetrieben wird, die
sich von der dieses Rotors (26) unterscheidet.
24. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einlaufstutzen (3) tangential in das Gehäuse mündet.
25. Drucksortierer nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der größte Innendurchmesser des ersten Siebelementes (1,1') größer ist als der des
zweiten Siebelementes (2).