[0001] Die Erfindung betrifft eine Dampfturbinenanordnung mit einer mit heißem Dampf zustellbaren
Hochdruck-Teilturbine und mit eine mit der Hochdruck-Teilturbine in Strömungsverbindung
stehenden Niederdruck-Teilturbine, wobei in Strömungsrichtung des Dampfes die Niederdruck-Teilturbine
der Hochdruck-Teilturbine nachgeschaltet ist, und mit einer Zwischenüberhitzungseinrichtung
zur Zwischenüberhitzung des aus der Hochdruck-Teilturbine abströmenden Dampfes.
[0002] Aus der DE 199 21 023 A1 ist eine Kernkraftanlage mit einer Dampfturbinenanordnung
sowie ein Verfahren zum Betrieb einer Kernkraftanlage mit Dampfturbinenanordnung bekannt.
Die Kernkraftanlage weist einen Kernreaktor auf, der über einen Primärkreislauf mit
einem Dampferzeuger verbunden ist. In dem Dampferzeuger wird Frischdampf zum Betrieb
einer mit dem Dampferzeuger verbundenen Dampfturbinenanordnung erzeugt. Die Dampfturbinenanordnung
weist eine Hochdruck-Teilturbine auf, die über eine Frischdampfleitung mit dem Dampferzeuger
verbunden ist. Die Frischdampfleitung mündet in einen Dampfeinlass in die Hochdruck-Teilturbine.
In der Frischdampfleitung ist ein Schnellschlussventil angeordnet. Weiterhin ist zwischen
Dampfeinlass und dem Schnellschlussventil ein Regelventil in der Frischdampfleitung
angeordnet. In der Hochdruck-Teilturbine ist eine Dampfanzapfung vorgesehen, welche
eine Anzapf-Rückschlagklappe aufweist. In der Dampfturbinenanordnung ist ein Dampfpfad
gebildet, welcher von dem Dampfeinlass durch die Hochdruck-Teilturbine über einen
Wasserabscheider, einem letzteren nachgeschalteten Zwischenüberhitzer zu einer weiteren
Teilturbine, beispielsweise einer Mitteldruck- und/oder Niederdruck-Teilturbine führt.
[0003] In den bisher bekannten Dampfturbinenanordnungen ist die Hochdruck-Teilturbine und
die in Strömungsrichtung des Dampfes der Hochdruck-Teilturbine angeschaltete Niederdruck-Teilturbine
oder Mitteldruck-Teilturbine auf einer gemeinsamen Fundamentplatte, z.B. ein Fundamenttisch
angeordnet. Die Fundamentplatte ist über eine Dämpfungseinrichtung, die beispielsweise
als Federsystem oder ein hydraulisches Dämpfungssystem ausgestaltet ist, gegenüber
dem Erdboden schwingungsmäßig weitgehend entkoppelt. Die Hochdruck-Teilturbine weist
eine Abströmleitung für den in der Hochdruck-Teilturbine teilentspannten Dampf auf,
welche an den Zwischenüberhitzer angeschlossen ist und über die der teilentspannte
Dampf zur Zwischenüberhitzung dem Zwischenüberhitzer zugestellt wird. Der zwischenüberhitzte
Dampf verlässt den Zwischenüberhitzer über eine Überströmleitung, die mit dem Dampfeinlass
einer der Hochdruck-Teilturbine nachgeschalteten Niederdruck-Teilturbine strömungstechnisch
verbunden ist. Bei den herkömmlichen Dampfturbinenanordnungen ist der Zwischenüberhitzer
dabei üblicherweise vor der Fundamentplatte aufgestellt und separat gelagert. Dadurch
sind insbesondere mögliche Relativbewegungen zwischen den Teilturbinen und dem Zwischenüberhitzer
nicht ausreichend gedämpft. Solche Relativschwingungen werden etwa durch die Dampfleitungen,
die die Teilturbinen mit dem Zwischenüberhitzer verbinden, vermittelt. Dies kann insbesondere
beim Betrieb der Anlage in erdbebengefährdeten Gebieten problematisch sein. Nachteilig
ist überdies die Tatsache, dass die bekannten Dampfturbinenanordnungen aufgrund dieser
Konstruktion ein erhebliches Bauvolumen benötigen, wodurch ein die Dampfturbinenanordnung
aufnehmendes Betriebsgebäude entsprechend voluminös zu dimensionieren ist.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine insbesondere hinsichtlich der Schwingungsdämpfungseigenschaften
und des benötigten Anlagenvolumens verbesserte Dampfturbinenanordnung anzugeben.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Dampfturbinenanordnung mit einer
mit heißem Dampf zustellbaren Hochdruck-Teilturbine und mit einer mit der Hochdruck-Teilturbine
in Strömungsverbindung stehenden Niederdruck-Teilturbine, wobei in Strömungsrichtung
des Dampfes die Niederdruck-Teilturbine der Hochdruck-Teilturbine nachgeschaltet ist,
und mit einer Zwischenüberhitzungseinrichtung zur Zwischenüberhitzung des aus der
Hochdruck-Teilturbine abströmenden Dampfes, wobei die Teilturbinen und die Zwischenüberhitzungseinrichtung
auf einer diese tragenden gemeinsamen Fundamentplatte angeordnet sind.
[0006] Die Erfindung geht bereits von der Erkenntnis aus, dass die bisher bekannten Dampfturbinenanordnungen,
insbesondere bei der Realisierung von Sattdampf-Turbosätzen, welche eine Hochdruck-Teilturbine
und eine Mitteldruck- und/oder Niederdruck-Teilturbine aufweisen, hinsichtlich der
Aufstellung und Lagerung der Anlagenteile verbesserungswürdig sind. Vor allem die
entlang des Dampfpfades zwischen die Hochdruck-Teilturbine und die Niederdruck-Teilturbine
über entsprechende Dampfleitungen geschaltete Zwischenüberhitzungseinrichtung, ist
im Hinblick auf auftretende Schwingungen nicht optimal gegenüber den anderen Anlagenkomponenten,
insbesondere den Teilturbinen, aufgestellt. Bekanntermaßen sind hier die Zwischenüberhitzungseinrichtungen
beispielsweise für Sattdampf-Turbosätze vor einem die Teilturbinen tragenden Fundamenttisch
separat aufgestellt. Die Zwischenüberhitzungseinrichtungen werden dabei z.B. auf einer
Kugelpfanne aufgestellt und können sich um diesen Lagerpunkt bewegen, wobei begrenzte
Kippbewegungen möglich sind. Weiterhin dehnen sie sich thermisch vom Lagerpunkt ausgehend
in vertikaler Richtung nach oben aus. Eventuelle Kippbewegungen der Zwischenüberhitzungseinrichtung
sind in der Regel in einer Richtung parallel zur Maschinenachse definiert und werden
durch die an den Teilturbinen angebrachten Überströmleitungen aufgeprägt. Kippbewegungen
in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht hierzu sind unerwünscht und werden üblicherweise
durch gebäudefeste Führungen der Zwischenüberhitzungseinrichtung weitgehend unterbunden.
Die gebäudefesten Führungen sind hierbei beispielsweise Teil eines die Dampfturbinenanordnung
aufnehmenden Betriebsgebäudes einer Kraftwerksanlage.
[0007] Ausgehend von der Beobachtung der Nachteile der in den konventionellen Dampfturbinenanordnungen
mit Zwischenüberhitzungseinrichtung vorhandenen Nachteile, schlägt nun die Erfindung
einen völlig neuartigen Weg vor, eine Dampfturbinenanordnung zu realisieren. Mit der
Anordnung der Hochdruck-Teilturbine, der Niederdruck-Teilturbine und der Zwischenüberhitzungseinrichtung
auf einer diese tragenden gemeinsamen Fundamentplatte sind die Anlagenteile schwingungsmäßig
vor allem gegenüber Relativschwingungen deutlich besser gedämpft. Die Dampfströmung
die der Zwischenüberhitzungseinrichtung zuströmt sowie die von der Zwischenüberhitzungseinrichtung
zur Niederdruck-Teilturbine abströmende zwischenüberhitzte Dampfströmung kann damit
allenfalls in einem deutlich reduzierten Maße Schwingungen auf das auf der gemeinsamen
Fundamentplatte angeordneten Gesamtsystem aufprägen. Weiterhin sind Relativschwingungen
zwischen den Anlagenteilen, d. h. zwischen den Teilturbinen und der Zwischenüberhitzungseinrichtung,
sowie zwischen den auf dem Fundamenttisch angeordneten Anlagenteilen und dem Fundamenttisch
selbst, in ihrer Amplitude deutlich reduziert.
[0008] Somit sind vorteilhafterweise insbesondere bei eventueller Erdbebengefahr Relativschwingungen
zwischen den einzelnen untereinander verbundenen Komponenten der Dampfturbinenanordnung
und der gemeinsamen Fundamentplatte weitestgehend auszuschließen. Dadurch sind sämtliche
Komponenten oder Teile der Dampfturbinenanordnung und die damit verbundene weiteren
benachbarte Teile, z.B. Dampfleitungen, geringeren stationären oder transienten Schwingungs-
bzw. Stoßbelastungen ausgesetzt. Die Anlagenteile, beispielsweise einer Kraftwerksanlage,
sind daher entsprechend in der Bauteilbelastung geschont und weisen eine längere Betriebslebensdauer
auf.
[0009] Von ganz besonderem Vorteil ist hinsichtlich des Kostenaufwands für die Realisierung
einer Dampfturbinenanordnung, beispielsweise als Teil einer Kraftwerksanlage in einem
entsprechenden Betriebsgebäude, die Einsparung von erheblichem Bauvolumen gegenüber
den herkömmlichen Bauweisen. Durch die Anordnung der Zwischenüberhitzungseinrichtung
auf der Fundamentplatte zusammen mit den Teilturbinen reduziert sich der benötigte
Bauraum in der Anlagenplanung und Anlagenrealisierung. Vorteilhafterweise können hierbei
bislang ungenutzte Bereiche der Fundamentplatte nunmehr für die Anordnung der Zwischenüberhitzungseinrichtung
verwendet werden. Es ergeben sich Einsparungen in der axialen Baulänge in der Größenordnung
von ca. 2 m bis 5 m gegenüber den konventionellen Dampfturbinenanordnungen, die ggf.
zu einer kürzeren Maschinenhalle und damit zu reduzierten Baukosten führen können.
[0010] Vorzugsweise ist zur Schwingungsdämpfung die Fundamentplatte über eine Dämpfungseinrichtung
mit dem Erdboden verbunden. Als hierfür geeignete Dämpfungseinrichtungen kommen insbesondere
Federsysteme oder hydraulische Dämpfungssysteme infrage. Durch die Schwingungsdämpfung
der Fundamentplatte sind auch die auf der Fundamentplatte angeordneten Anlagenteile,
d. h. die Teilturbinen und die Zwischenüberhitzungseinrichtung, als ein System gemeinsam
gedämpft. Durch die mittelbare oder unmittelbare Verbindung der Dämpfungseinrichtung
mit dem Erdboden erfolgt zugleich eine vorteilhafte Entkopplung der Fundamentplatte
vom Erdboden, so dass insbesondere Stöße über den Erdboden, z.B. infolge von Erdbeben,
sehr effizient gedämpft und nur in geringem Maße auf die Dampfturbinenanordnung überkoppeln
können. Dies ermöglicht eine besonders große Betriebssicherheit.
[0011] Vorteilhafterweise trägt die Fundamentplatte die Zwischenüberhitzungseinrichtung
über ein Lager. Das Lager ist dabei mittelbar oder unmittelbar auf der Fundamentplatte
befestigt. Die Zwischenüberhitzungseinrichtung wird von dem Lager getragen, welches
an der Fundamentplatte befestigt ist. Die Zwischenüberhitzungseinrichtung ist dabei
vorteilhafterweise wärmedehnungstolerant in dem Lager gelagert. Das Lager übernimmt
zugleich die Aufgabe einer gewissen Fixierung und/oder Führung der Zwischenüberhitzungseinrichtung,
wodurch die Dampfturbinenanordnung als ein System insgesamt sehr kompakt und betriebssicher
auf der diese tragenden gemeinsamen Fundamentplatte angeordnet ist.
[0012] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist das Lager hierbei von einer Tragkonstruktion
gebildet, die an der Fundamentplatte befestigt ist. Die Tragkonstruktion kann dabei
beispielsweise eine Stahlkonstruktion mit einer Mehrzahl von Stahlstreben aufweisen.
Zur Lagerung und/oder Aufnahme der Zwischenüberhitzungseinrichtung weist die Tragkonstruktion
einen Lagerbereich auf. Weiterhin weist die Tragkonstruktion einen Befestigungsbereich
auf, über den die Tragkonstruktion mittels geeigneten Befestigungselementen an der
Fundamentplatte befestigt ist. Die Befestigung kann dabei lösbar, beispielsweise mit
einer Schraubverbindung, oder unlösbar ausgestaltet sein. Eine unlösbare Verbindung
der Tragkonstruktion mit der Fundamentplatte kann etwa durch Eingießen der Tragkonstruktion
mit einem Anker in die z.B. aus Beton gebildete Fundamentplatte realisiert sein.
[0013] Bevorzugt weist die Fundamentplatte endseitig eine Ausnehmung auf, in die die Zwischenüberhitzungseinrichtung
eingelassen ist. Die Ausnehmung kann kreisförmig oder als Vieleck durch einen entsprechenden
Ausschnitt aus einer bereits bestehenden Fundamentplatte z.B. aus gegossenem Beton
realisiert werden. In eine bestehende Fundamentplatte aus Beton wird einfach eine
entsprechende Ausnehmung bzw. ein Ausschnitt durch Materialabtrag erreicht.
[0014] Vorteilhafterweise ist durch die Ausnehmung, in die die Zwischenüberhitzungseinrichtung
eingelassen ist, die Zwischenüberhitzungseinrichtung zumindest in einer Ebene in der
die Fundamentplatte sich im Wesentlichen erstreckt hinreichend geführt und gesichert.
Die das Lager für die Zwischenüberhitzungseinrichtung aufweisende Tragkonstruktion
ist an der Fundamentplatte derart befestigt, dass die Tragkonstruktion die Ausnehmung
zumindest teilweise in einer Umfangsrichtung der Ausnehmung umschließt. Die Ausnehmung
ist dabei vorzugsweise an dem der Hochdruck-Teilturbine benachbarten Ende der Fundamentplatte
vorgesehen.
[0015] Bevorzugt ist eine Überströmleitung vorgesehen, über die zwischenüberhitzter Dampf
aus der Zwischenüberhitzungseinrichtung zu der Niederdruck-Teilturbine gelangt. Die
Überströmleitung verbindet den Dampfaustritt der Zwischenüberhitzungseinrichtung mit
der Niederdruck-Teilturbine und ist somit Bestandteil der Dampfturbinenanordnung.
Vorteilhafterweise ist durch die verkürzte Baulänge eine kompakte Bauweise realisiert,
so dass die Länge der Überströmleitung gegenüber herkömmlichen Ausführungen entsprechend,
z.B. 1 bis 5 m, verkürzt ist. Der Leitungsaufwand für die Überströmleitung ist daher
gegenüber konventionellen Ausgestaltungen reduziert, was unmittelbar mit einem Kostenvorteil
bei der Realisierung der Dampfturbinenanordnung verbunden ist.
[0016] In der bevorzugten Ausgestaltung ist ein von den Teilturbinen antreibbarer Generator
vorgesehen, der auf der Fundamentplatte angeordnet ist. Weiter bevorzugt ist eine
Erregermaschine zur Bereitstellung eines Rotorstroms für den Generator ebenso auf
der Fundamentplatte angeordnet, wodurch mit der Dampfturbinenanordnung zugleich auch
ein besonders kompakter und gegenüber Schwingungen hinreichend gedämpfter Dampf-Turbosatz
bereitgestellt werden kann.
[0017] Die als Dampf-Turbosatz ausgestaltete Dampfturbinenanordnung ist hierbei insbesondere
als Sattdampf-Turbosatz einer Kraftwerksanlage, beispielsweise einer Kernkraftwerksanlage
einsetzbar.
[0018] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist die Zwischenüberhitzungseinrichtung
einen Wasserabscheider auf. Der Wasserabscheider ist hierbei Bestandteil der Zwischenüberhitzungseinrichtung
und als ein integriertes kompaktes Wasserabscheider-Zwischenüberhitzungssystem ausgestaltet.
Von der Hochdruck-Teilturbine abströmender Dampf wird über eine geeignete Abströmleitung
der Wasserabscheidungs-Zwischenüberhitzungseinrichtung zugeführt. Bei Durchströmen
des Dampfes wird Wasser aus dem Dampf im Wasserabscheider abgeschieden. Das abgeschiedene
Wasser sammelt sich vorzugsweise in einem vertikal unteren Bereich der den Wasserabscheider
aufweisenden Zwischenüberhitzungseinrichtung. Nach Abscheiden des Wassers aus dem
Wasserabscheider ist der Dampf entsprechend trocken und wird in der Zwischenüberhitzungseinrichtung
zwischenüberhitzt. Der so behandelte, von der Zwischenüberhitzungseinrichtung abströmende
Dampf wird mittels einer U-berströmleitung einer entlang dem Dampfpfad der Zwischenüberhitzungseinrichtung
nachgeschalteten Niederdruck-Dampfturbine zugestellt. Die Niederdruck-Dampfturbine
ist mithin der Hochdruck-Dampfturbine entlang des Dampfpfades über die Zwischenüberhitzungseinrichtung
nachgeschaltet.
[0019] Anstelle der Hochdruck-Teilturbine kann in einer alternativen Ausgestaltung auch
eine Mitteldruck-Teilturbine oder eine Kombination einer Niederdruck-Teilturbine und
einer Mitteldruck-Teilturbine vorgesehen sein.
[0020] Vorzugsweise ist die Dampfturbinenanordnung als Dampf-Turbosatz einer Kraftwerksanlage,
insbesondere einer Kernkraftwerksanlage, ausgestaltet. Ein derartiger Dampf-Turbosatz
wird auch als Sattdampf-Turbosatz bezeichnet.
[0021] Eine Dampfturbinenanordnung wird beispielhaft anhand der in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen hierbei teilweise schematisch und
vereinfacht:
- FIG 1
- in einer perspektivischen Darstellung eine Dampfturbinenanordnung mit konventioneller
Anordnung der Zwischenüberhitzungseinrichtung (Stand der Technik),
- FIG 2
- bis FIG 4 jeweils eine Draufsicht auf einen endseitigen Ausschnitt der Fundamentplatte
mit darauf angeordneter Zwischenüberhitzungseinrichtung gemäß der Erfindung.
[0022] Gleiche Bezugszeichen haben in den Figuren jeweils die gleiche Bedeutung.
[0023] In der FIG 1 ist ein Dampf-Turbosatz 27 ausschnittsweise in einer perspektivischen
Ansicht in herkömmlicher Ausgestaltung (Stand der Technik) dargestellt. Der Dampf-Turbosatz
27 weist eine Dampfturbinenanordnung 1 auf, welche eine Hochdruck-Teilturbine 3 und
eine Niederdruck-Teilturbine 5 sowie eine Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 aufweist.
Die Niederdruck-Teilturbine 5 umfasst eine erste Niederdruck-Teilturbine 5A, eine
zweite Niederdruck-Teilturbine 5B und eine dritte Niederdruck-Teilturbine 5C, wobei
die Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C entlang einer Längsachse 29 aufeinander folgend
angeordnet sind. Entlang der Längsachse 29 ist den Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B,
5C die Hochdruck-Teilturbine 3 axial vorgeordnet. Die Teilturbinen 3, 5 sind auf einer
gemeinsamen Fundamentplatte 11 angeordnet. Die Fundamentplatte 11 erstreckt sich hierbei
entlang der Längsachse 29 sowie entlang einer im Wesentlichen senkrecht zu der Längsachse
29 sich erstreckenden Querachse 31. Die Erstreckung der Fundamentplatte 11 entlang
der Längsachse 29 ist größer als diejenige entlang der Querachse 31, so dass die Längsachsendimension
der Fundamentplatte 11 in etwa auch der Axialdimension des Dampf-Turbosatzes 27 entspricht.
Die Fundamentplatte 11 kann dabei z.B. eine Länge von etwa 70 m, eine Breite von etwa
30 m und eine Dicke von etwa 6 m aufweisen. Die Fundamentplatte 11 ist massiv, beispielsweise
aus Beton, ausgeführt, insbesondere gegossen, und trägt ein Gewicht von ca. 7000 t
der auf der Fundamentplatte 11 angeordneten Anlagenteile.
[0024] Entlang der Längsachse 29 den Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C nachgeordnet, ist
auf der Fundamentplatte 11 ein Generator 21 sowie dem Generator 21 axial nachgeordnet
eine Erregermaschine 23 angeordnet. Entlang der Längsachse 29 ist benachbart zu der
Hochdruck-Teilturbine 3 endseitig der Fundamentplatte 11 eine Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 vor der Fundamentplatte 11 aufgestellt. Die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 umfasst
einen ersten Zwischenüberhitzer 9A sowie einen entlang der Querachse 31 dem ersten
Zwischenüberhitzer 9A gegenüberliegenden zweiten Zwischenüberhitzer 9B. Die Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 ist über eine Abströmleitung 37 mit der Hochdruck-Teilturbine 3 verbunden. Hierbei
ist der erste Zwischenüberhitzer 9A über eine Abströmleitung 37A und der zweite Zwischenüberhitzer
9B über eine weitere Abströmleitung 37B mit der Hochdruck-Teilturbine 3 verbunden.
Über die Abströmleitungen 37A, 37B ist von der Hochdruck-Teilturbine 3 abströmender
Dampf D dem jeweiligen Zwischenüberhitzer 9A, 9B zustellbar. Der erste Zwischenüberhitzer
9A ist über eine Überströmleitung 19A mit dem Einströmbereich der Niederdruck-Dampfturbine
5 verbunden. Der zweite Zwischenüberhitzer 9B ist über die Überströmleitung 19B in
analoger Weise wie der erste Zwischenüberhitzer 9A mit der Niederdruck-Teilturbine
5 strömungstechnisch verbunden. Für eine jeweilige Zustellung von aus den Zwischenüberhitzern
9A, 9B abströmendem zwischenüberhitztem Dampf D zu einer jeweiligen Niederdruck-Teilturbine
5A, 5B, 5C zweigt von den Überströmleitungen 19A, 19B eine jeweilige Abzweigleitung
33 zu den Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C ab. Die Abzweigleitung 33 zweigt hierbei
im Wesentlichen senkrecht von der Überströmleitung 19A, 19B ab, wobei die Überströmleitung
19A, 19B sich im Wesentlichen parallel zu der Längsachse 29 des Dampf-Turbosatzes
27 erstreckt. Die Fundamentplatte 11 ist zur Schwingungsdämpfung über eine in der
Figur 1 nicht näher dargestellte Dämpfungseinrichtung mit dem Erdboden verbunden.
Durch die Anordnung der Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 endseitig vor der Fundamentplatte
11 ist ein gekoppeltes Schwingungssystem über die Überströmleitungen 19A, 19B sowie
die Abströmleitungen 37A, 37B gegeben, was zu einer hohen Beanspruchung der Teilturbinen
3, 5 sowie der Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 und der Leitungen 19, 37 im Betrieb
führt.
[0025] Weiterhin ist die Baulänge entlang der Längsachse 29 durch die vor der Fundamentplatte
11 angeordneten Zwischenüberhitzer 9A, 9B unnötig groß, so dass das erforderliche
Bauvolumen überdimensioniert bzw. das verfügbare Bauvolumen in der herkömmlichen Bauweise
nicht in günstiger Weise ausgenutzt ist.
[0026] Im Betrieb des Dampf-Turbosatzes 27 wird die Hochdruck-Teilturbine 3 mittels einer
Frischdampfleitung 35 mit Frischdampf D beaufschlagt. Der Frischdampf D weist dabei
eine Temperatur von etwa 300 °C auf. Der Frischdampf D durchströmt die Hochdruck-Teilturbine
3, treibt diese an und entspannt sich dabei arbeitsleistend. Der entspannte Dampf
strömt über die Abströmleitung 19A, 19B zu dem jeweiligen Zwischenüberhitzer 9A, 9B.
In dem Zwischenüberhitzer 9A, 9B wird der Dampf D zwischenüberhitzt, wobei in einem
Wasserabscheider 25 zugleich Wasser aus dem Dampf D abgeschieden wird. Der zwischenüberhitzte
Dampf D strömt über die Überströmleitung 19A, 19B aus dem Zwischenüberhitzter 9A,
9B und wird über die Abzweigleitung 33 den Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C zugestellt.
Die Überströmleitung 19A, 19B führt zwischenüberhitzten Dampf D von typischerweise
ca. 260 °C. Die Überströmleitung 19A, 19B wird auch heiße Zwischenüberhitzungsleitung
genannt, während die Abströmleitung 37A, 37B kalte Zwischenüberhitzungsleitung genannt
wird, weil diese teilentspannten und abgekühlten Dampf D von nur ca. 180 °C führt.
Der den Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C zugestellte Dampf D aus der heißen Zwischenüberhitzungsleitung
19A, 19B verrichtet in den Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C Arbeit und treibt deren
nicht näher dargestellte Rotoren an. Die Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C sind
dabei bezogen auf die Überströmleitungen 19A, 19B parallel geschaltet, so dass eine
entsprechende Aufteilung des Dampfes auf die Niederdruck-Teilturbinen 5A, 5B, 5C erfolgt.
Die mechanische Rotationsenergie der Hochdruck-Teilturbine 3 und der Niederdruck-Teilturbine
5 wird genutzt, um den entlang der Längsachse 29 den Teilturbinen 3, 5 axial nachgeordneten
Generator 21 anzutreiben und auf diese Weise elektrische Energie zu erzeugen. Die
Teilturbinen 3, 5, der Generator 21 und die Erregermaschine 23 sind dabei auf einer
rotierbaren Welle 55 angeordnet.
[0027] Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Draufsicht auf einen
endseitigen Ausschnitt auf die Fundamentplatte 11. Gegenüber der in Figur 1 gezeigten
herkömmlichen Dampfturbinenanordnung 1 ist die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 zusammen
mit den in der Figur 2 nicht näher dargestellten Teilturbinen 3, 5 (vergleiche Figur
1) auf der diese tragenden gemeinsamen Fundamentplatte 11 angeordnet. Dazu ist entlang
der Längsachse 29 endseitig der Fundamentplatte 11 eine Ausnehmung 17 vorgesehen,
welche beispielsweise durch Materialabtrag von dem die Fundamentplatte 11 bildenden
Material, z.B. Beton, realisiert ist. Die Fundamentplatte 11 trägt dabei die Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 über ein Lager 13A, 13B. Das Lager 13A, 13B ist von einer Tragkonstruktion 15 gebildet,
welche an der Fundamentplatte 11 befestigt ist. Zur Befestigung der Tragkonstruktion
15 weist diese einen Befestigungsbereich 41 auf, sowie Befestigungsmittel 43 zur Befestigung
der Tragkonstruktion 15 an der Fundamentplatte 11. Die Tragkonstruktion 15 weist eine
Anzahl von miteinander verschweißten oder anderweitig untereinander befestigten Stahlverstrebungen
57A, 57B auf. Es sind zwei Befestigungsbereiche 41 endseitig an dem Fundamenttisch
11 entlang der Querachse 31 vorgesehen. Zwischen den beiden endseitig der Tragkonstruktion
15 gebildeten Befestigungsbereichen 41 ist in etwa mittig der Lagerbereich 13B gebildet.
Die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 ist im Wesentlichen zylinderförmig und weist
in der Draufsicht einen entsprechend kreisförmigen Querschnitt auf. An der äußeren
Oberfläche der Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 sind einander entlang der Längsachse
29 gegenüberliegende Lagerzapfen 39 vorgesehen, welche zur Lagerung und/oder Fixierung
der Zwischenüberhitzereinrichtung 7 in dem jeweiligen Lager 13A, 13B dienen. Die Überströmleitung
19 zweigt unter einem Winkel α gegenüber der Längsachse 29 von der Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 ab. Die Überströmleitung 19 führt im Betrieb der Dampfturbinenanordnung 1 heißen
Dampf D von etwa 260 °C und wird auch als sogenannte heiße Zwischenüberhitzungsleitung
19 bezeichnet. Der Winkel α beträgt beispielsweise etwa 45°, sofern die Fundamentplatte
11 eine hinreichend große Ausdehnung entlang der Querachse 31 aufweist. Die Tragkonstruktion
15 der Figur 2 weist einen ersten Schenkel 47 auf, der die Ausnehmung 17 endseitig
der Fundamentplatte 11 schließt, so dass die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 in
die Ausnehmung 17 der Fundamentplatte 11 eingelassen ist. Der erste Schenkel 47 erstreckt
sich hierbei entlang der Querachse 31 und schließt die Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 entlang der Längsachse 29 endseitig der Fundamentplatte 11 ein. Die Ausnehmung 17
ist als sechseckiger Ausschnitt aus der Fundamentplatte 11 realisiert, so dass die
Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 entlang der Querachse 31 von dem Material der Fundamentplatte
11 unter Bildung eines ringförmigen Spalts 59 umschlossen ist, während entlang der
Längsachse 29 die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 endseitig der Fundamentplatte
11 von der Tragkonstruktion 15 und entlang der Längsachse dieser gegenüberliegend
von Material der Fundamentplatte 11 jeweils unter Spaltbildung eingeschlossen ist.
Die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 ist zugleich als Wasserabscheider 25 (vergleiche
Figur 1) wie in herkömmlichen Dampf-Turbosätzen 27 ausgestaltet.
[0028] Durch die Dampfturbinenanordnung 1 mit einer mit heißem Dampf D zustellbaren Hochdruck-Teilturbine
3 und mit einer mit der Hochdruck-Teilturbine 3 in Strömungsverbindung stehenden Niederdruck-Teilturbine
5, wobei in Strömungsrichtung des Dampfes D die Niederdruck-Teilturbine 5 der Hochdruck-Teilturbine
3 nachgeschaltet ist, und mit einer Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 zur Zwischenüberhitzung
des aus der Hochdruck-Teilturbine 3 abströmenden Dampfes D, wobei die Teilturbinen
3, 5 und die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 auf einer diese tragenden gemeinsamen
Fundamentplatte 11 angeordnet sind, wird ein bislang ungenutzter Bereich der Fundamentplatte
11 nunmehr erstmals sehr effektiv genutzt. Dadurch sind sowohl die Schwingungsdämpfungseigenschaften
der Dampfturbinenanordnung 1 gegenüber herkömmlichen Ausgestaltungen deutlich verbessert
als auch ein erheblicher Vorteil in Bezug auf das benötigte Bauvolumen erzielt. Durch
die Integration der Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 in die Fundamentplatte 11 ist
zumindest entlang der Längsachse 29 die Dimension der Dampfturbinenanordnung 1 reduziert,
was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt. Durch diese direkte Ankoppelung der Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 an die Fundamentplatte 11 können Relativschwingungen der Anlagenteile z.B. bei Erdbeben
weitestgehend ausgeschlossen werden. Dies führt zu einer Belastungsreduzierung der
Zwischenüberhitzungseinrichtung 7, der Teilturbinen 3, 5 sowie der Überströmleitung
19 und weiterer in der Figur 2 nicht näher gezeigten Bauteile.
[0029] Eine alternative Anordnung der Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 auf dem Fundamenttisch
11 ist jeweils in den Figuren 3 und 4 gezeigt. In Figur 3 weist die Tragkonstruktion
15 neben einem ersten Schenkel 47 einen sich im Wesentlichen senkrecht zu dem ersten
Schenkel 47 erstreckenden zweiten Schenkel 49 auf. Der zweite Schenkel 49 erstreckt
sich entlang der Längsachse 29 und ist in seiner Länge deutlich kürzer als der erste
Schenkel 47. Der zweite Schenkel 49 ist über den Befestigungsbereich 41A mit dem Fundamenttisch
11 befestigt. Durch diese zweischenklige Ausführung der Tragkonstruktion 15 ist endseitig
der Fundamentplatte 11 ein Versatz 51 gebildet, um den die Fundamentplatte 11 im Befestigungsbereich
41A gegenüber dem Befestigungsbereich 41 entlang der Längsachse 29 zurückversetzt
ist. Durch die zweischenklige Ausgestaltung der Tragkonstruktion 15 ist eine besonders
einfache Montierbarkeit oder Demontierbarkeit erreicht, so dass die Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 ohne großen Aufwand in die Ausnehmung 17 eingeführt oder bei einer Demontage aus
dieser wieder herausgenommen werden kann. Die im Betrieb der Dampfturbinenanordnung
Dampf D führende Überströmleitung 19 weist einen Umlenkbereich 53 auf, wobei in dem
Umlenkbereich 53 die Dampfströmung bezogen auf die Längsachse 29 von dem Winkel α
in eine Richtung parallel zu der Längsachse 29 umgelenkt wird. Somit ist eine sehr
wirtschaftliche Ausnutzung des verfügbaren Platzes auf der Fundamentplatte 11 und
eine gleichmäßige Zuströmung zu den nachgeschalteten Niederdruck-Teilturbinen 5A,
5B, 5C über die Überströmleitung 19 möglich (vergleiche auch Figur 1).
[0030] Eine weitere alternative Aufstellung und Lagerung der Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 zeigt Figur 4, bei der die Tragkonstruktion 15 einen ersten Schenkel 47 sowie einen
zweiten Schenkel 49 aufweist, wobei der erste Schenkel 47 und der zweite Schenkel
49 in etwa die gleiche Länge haben. Die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 ist dadurch
entlang der Längsachse 29 und entlang der Querachse 31 jeweils von Material der Fundamentplatte
11 und von der Tragkonstruktion 15 unter Bildung des Spalts 59 eingeschlossen. Die
in Figur 4 gezeigte Konfiguration ist besonders vorteilhaft bei einer Fundamentplatte
11 anwendbar, bei welche die Dimension entlang der Querachse 31 gegenüber den in den
Figuren 2 und 3 gezeigten Anordnungen reduziert ist. Um dennoch eine Aufstellung der
Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 auf der Fundamentplatte 11 zu ermöglichen, ist die
gezeigte zweischenklige Lösung für die Tragkonstruktion 15 vorgesehen, wodurch der
zur Verfügung stehende Raum auf der Fundamentplatte 11 auf sehr günstige Weise ausgenutzt
wird. Der Winkel β, um den die Überströmleitung 19 gegenüber der Längsachse 29 geneigt
ist, ist hier deutlich geringer als 45°, beispielsweise zwischen etwa 10° bis 20°.
Weiterhin weist gegenüber den in den Figuren 2 und 3 gezeigten Dampfturbinenanordnungen
1 die Überströmleitung 17 keinen Umlenkbereich 53 auf, zumindest nicht im Bereich
der die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 aufnehmenden Tragkonstruktion 15 und der
Ausnehmung 17. Die Ausnehmung 17 in der Fundamentplatte 11, in die die Zwischenüberhitzungseinrichtung
7 eingelassen ist, ist in den Beispielen der Figuren 2 bis 4 als vieleckiger Ausschnitt
aus der Fundamentplatte 11 z.B. durch Materialabtrag realisiert. Dies ermöglicht vorteilhafterweise
auch eine nachträgliche Neuaufstellung der Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 in bereits
bestehende Dampfturbinenanordnungen herkömmlicher Ausgestaltung.
[0031] Die mit der Erfindung vorgeschlagene neue Problemlösung für eine Dampfturbinenanordnung
besteht insbesondere darin, einen bislang ungenutzten Bereich der Fundamentplatte
11 mit einer Ausnehmung 7 zu versehen und die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 entlang
der Längsachse 29 zum Dampf-Turbosatz 27 hin in diese Ausnehmung 17 axial zu verschieben.
Weiterhin wird die Zwischenüberhitzungseinrichtung 7 durch am Fundament angebrachte
Lager 13A, 13B in einer Richtung entlang der Längsachse 29 fixiert. Eine relative
Beweglichkeit in den anderen Richtungen und eine Wärmedehnungstoleranz ist gewährleistet.
1. Dampfturbinenanordnung (1) mit einer mit heißem Dampf (D) zustellbaren Hochdruck-Teilturbine
(3) und mit einer mit der Hochdruck-Teilturbine (3) in Strömungsverbindung stehenden
Niederdruck-Teilturbine (5), wobei in Strömungsrichtung des Dampfes (D) die Niederdruck-Teilturbine
(5) der Hochdruck-Teilturbine (3) nachgeschaltet ist, und mit einer Zwischenüberhitzungseinrichtung
(7) zur Zwischenüberhitzung des aus der Hochdruck-Teilturbine (3) abströmenden Dampfes
(D),
dadurch gekennzeichnet, dass die Teilturbinen (3, 5) und die Zwischenüberhitzungseinrichtung (7) auf einer diese
tragenden gemeinsamen Fundamentplatte (11) angeordnet sind.
2. Dampfturbinenanordnung (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Schwingungsdämpfung die Fundamentplatte (11) über eine Dämpfungseinrichtung mit
dem Erdboden verbunden ist.
3. Dampfturbinenanordnung (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fundamentplatte (11) die Zwischenüberhitzungseinrichtung (7) über ein Lager (13)
trägt.
4. Dampfturbinenanordnung (1) nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (13) von einer Tragkonstruktion (15) gebildet ist, die an der Fundamentplatte
(11) befestigt ist.
5. Dampfturbinenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fundamentplatte (11) endseitig eine Ausnehmung (7) aufweist, in die die Zwischenüberhitzungseinrichtung
(7) eingelassen ist.
6. Dampfturbinenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Überströmleitung (19) vorgesehen ist, über die zwischenüberhitzter Dampf (D)
aus der Zwischenüberhitzungseinrichtung (7) zu der Niederdruck-Teilturbine (5) gelangt.
7. Dampfturbinenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass ein von den Teilturbinen (3, 5) antreibbarer Generator (21) vorgesehen ist, der auf
der Fundamentplatte (11) angeordnet ist.
8. Dampfturbinenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7
dadurch gekennzeichnet, dass zur Abscheidung von Wasser die Zwischenüberhitzungseinrichtung (7) einen Wasserabscheider
(25) aufweist.
9. Dampfturbinenanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung als Dampf-Turbosatz (27) einer Kraftwerksanlage, insbesondere
einer Kernkraftwerksanlage.
1. Steam turbine arrangement (1), with a high-pressure part-turbine (3) capable of being
fed with hot steam (D), and with a low-pressure part-turbine (5) flow-connected to
the high-pressure part-turbine (3), the low-pressure part-turbine (5) following the
high-pressure part-turbine (3) in the direction of flow of the steam (D), and with
an intermediate superheating device (7) for the intermediate superheating of the steam
(D) flowing out from the high-pressure part-turbine (3), characterized in that the part-turbines (3, 5) and the intermediate superheating device (7) are arranged
on a common foundation slab (11) carrying these.
2. Steam turbine arrangement (1) according to Claim 1, characterized in that, for vibration damping, the foundation slab (11) is connected to the ground via a
damping device.
3. Steam turbine arrangement (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that the foundation slab (11) carries the intermediate superheating device (7) via a bearing
(13).
4. Steam turbine arrangement (1) according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the bearing (13) is formed by a carrying structure (15) which is fastened to the
foundation slab (11).
5. Steam turbine arrangement (1) according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the foundation slab (11) has on the end face a recess (7) into which the intermediate
superheating device (7) is introduced.
6. Steam turbine arrangement (1) according to one of Claims 1 to 5, characterized in that an overflow line (19) is provided, via which intermediately superheated steam (D)
passes out of the intermediate superheating device (7) to the low-pressure part-turbine
(5).
7. Steam turbine arrangement (1) according to one of Claims 1 to 6, characterized in that a generator (21) which is capable of being driven by the part-turbines (3, 5) and
which is arranged on the foundation slab (11) is provided.
8. Steam turbine arrangement (1) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that, for the separation of water, the intermediate superheating device (7) has a water
separator (25).
9. Steam turbine arrangement (1) according to one of Claims 1 to 8, characterized by a design as a steam turbo-generator set (27) of a power plant, in particular of a
nuclear power plant.
1. Agencement (1) de turbines à vapeur comprenant une partie de turbine (3) haute pression
pouvant être alimentée en vapeur (D) chaude et une partie de turbine (5) basse pression
communiquant avec la partie de turbine (3) haute pression, la partie de turbine (5)
basse pression étant, suivant la direction d'écoulement de la vapeur (D), en aval
de la partie de turbine (3) haute pression et un dispositif (7) de surchauffe intermédiaire
de la vapeur (D) sortant de la partie de turbine (3) haute pression,
caractérisé en ce que les parties de turbine (3, 5) et le dispositif (7) de surchauffe intermédiaire sont
disposés sur un plateau (11) commun de fondation qui les porte.
2. Agencement de turbines à vapeur suivant la revendication 1, caractérisé en ce que, pour amortir les vibrations, le plateau (11) de fondation est relié au sol par un
dispositif d'amortissement.
3. Agencement de turbines à vapeur suivant la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le plateau (11) de fondation porte le dispositif (7) de surchauffe intermédiaire
par l'intermédiaire d'un palier (13).
4. Agencement de turbines à vapeur suivant la revendication 1, 2 ou 3, caractérisé en ce que le palier (13) est formé d'une construction (15) porteuse qui est fixée au plateau
(11 ) de fondation.
5. Agencement de turbines à vapeur suivant l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le plateau (11) de fondation a, du côté de l'extrémité, une fosse (7) dans laquelle
est encastré le dispositif (7) de surchauffe intermédiaire.
6. Agencement de turbines à vapeur suivant l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce qu'il est prévu un conduit (19) de trop-plein par lequel de la vapeur (D) surchauffée
passe du dispositif (7) de surchauffe intermédiaire à la partie de turbine (5) basse
pression.
7. Agencement de turbines à vapeur suivant l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'il est prévu une génératrice (21) qui peut être entraînée par les parties de turbine
(3, 5) et qui est placée sur le plateau (11) de fondation.
8. Agencement de turbines à vapeur suivant l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que, pour la séparation d'eau, le dispositif (7) de surchauffe intermédiaire comporte
un séparateur (25) d'eau.
9. Agencement de turbines à vapeur suivant l'une des revendications 1 à 8, caractérisé par une conformation en groupe alternateur (47) à vapeur d'une centrale électrique, notamment
d'une centrale nucléaire.