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(11) |
EP 1 216 384 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.10.2004 Patentblatt 2004/44 |
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Anmeldetag: 12.08.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F23Q 7/00 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2000/002730 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/020229 (22.03.2001 Gazette 2001/12) |
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| (54) |
GLÜHSTIFTKERZE
SHEATHED ELEMENT GLOW PLUG
BOUGIE CRAYON DE PRECHAUFFAGE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
15.09.1999 DE 19944193
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.06.2002 Patentblatt 2002/26 |
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Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- BAUER, Hans-Peter
71254 Ditzingen (DE)
- GEISSINGER, Albrecht
75147 Mühlacker (DE)
- LOCHER, Johannes
Bongwoo Bldg. 5FT
31-7, 1-Ka
Seoul 100-391 (KR)
- TESCHNER, Werner
70619 Stuttgart (DE)
- NEUMEISTER, Jochen
70469 Stuttgart (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 657 698 EP-A- 1 001 220
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EP-A- 0 987 418 US-A- 4 627 405
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Glühstiftkerze, wie sie in Glühsystemen,
bestehend aus Steuergerät und Glühkerze, für selbstzündende Brennkraftmaschinen zum
Einsatz kommt. Glühkerzen sind beispielsweise aus der DE-OS 28 02 625 bekannt. Eine
solche Glühstiftkerze besteht aus einem rohrförmigen metallischen Gehäuse, das auf
seinem äußeren Umfang ein Gewinde trägt, mit dessen Hilfe die Glühstiftkerze in den
Zylinder eingeschraubt wird. Am brennraumseitige Ende des Gehäuses der Glühstiftkerze
wird ein Glühstift vom Gehäuse freitragend umfaßt, so daß er bei einer im Motor eingebauten
Glühstiftkerze in den Brennraum hineinragt. Im Glühstift ist eine Heizvorrichtung
angeordnet, die brennraumseits für den Masseanschluß mit dem verschlossenen Boden
des Glühstiftes und brennraumfern über einen Kontaktbolzen mit der Versorgungsspannung
kontaktiert ist. Weiterhin sind noch keramische Glühkerzen bekannt, bei denen der
in den Brennraum hineinragende Teil aus Keramik besteht. Bei den bekannten Glühsystemen
wird der Strom durch die Heizvorrichtung von einem Glühzeitsteuergerät über einen
Schalter (Relais, Leistungstransistor) im Steuergerät ein- bzw. ausgeschaltet.
[0002] Aus der EP-A-0657 698 ist eine Glühkerze bekannt, die eine Selbststeuerung des Glühstroms
umfaßt. Die Glühkerze umfaßt ein keramisches Rohr, das in einem rohrförmigen Körper
befestigt ist. Eine Spule umfaßt eine Heizspule und eine Regelspule. Die Heizspule
ist im Kontakt mit der inneren Oberfläche des keramischen Rohrs angeordnet. Die Regelspule
bildet eine Stromregelung und steht nicht im Kontakt mit der inneren Oberfläche der
keramischen Röhre. Eine Stromsteuerung umfaßt einen positiven Temperaturwiderstandskoeffizienten
und ist mit der Spule und einern Anschlußbolzen verbunden. Der Widerstand der Stromsteuerung
erhöht sich steil oberhalb einer Spezifischen Temperatur, um die Stromversorgung durch
die Spule zu unterbrechen.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die Glühstiftkerze mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs hat gegenüber
der bekannten Anordnung den Vorteil, daß der Schalter zum Ein- und Ausschalten des
Glühstromes in das Gehäuse der Glühstiftkerze integriert ist. Da dieser Schalter nur
den Strom einer einzelnen Kerze schaltet, kann er relativ klein ausgebildet sein.
Durch die Anordnung in der Nähe des Kerzengewindes und der damit guten Ankopplung
an den Zylinderkopf, ist für den Betriebs der Kerze bei kaltem Motor vor dem Start
oder in der Warmlaufphase auch eine gute Kühlung gewährleistet. Beim Zwischenglühen
während längerem Schubbetrieb des Motors ist die Temperatur am Kerzengewinde über
die Wasserkühlung den Motors sicher begrenzt.
[0004] Durch die in den abhängigen Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen, sind vorteilhafte
Weiterbildungen und Verbesserungen der erfindungsgemäßen Glühstiftkerze möglich. Der
Aufwand der Verkabelung mit großen Querschnitten zu den Glühstiftkerzen reduziert
sich erheblich. Wird mit dem Leistungsschalter ein integrierter Schaltungsteil eingebaut,
z.B. ein SMART-Power-Chip benutzt, verringert sich auch die Anzahl der insgesamt notwendigen
elektrischen Leitungen. Ein separates Glühzeitsteuergerät kann unter Umständen vollständig
entfallen oder es ist eine kompaktere Bauweise möglich. Bei Integration der Ansteuerung
in das Gehäuse der Glühstiftkerze, besteht ferner die Möglichkeit, die Glühtemperatur
direkt vor Ort zu erfassen und auszuwerten. Somit kann sehr schnell und bestmöglich
auf Veränderungen in den Betriebsbedingungen reagiert werden. Letztendlich kann, wenn
das Glühzeitsteuergerät die Regelung der Glühtemperatur gewährleistet, in der Glühstiftkerze
auf die Regelwendel, die aufgrund ihres positiven Widerstandskoeffizienten sicherstellt,
daß die Glühtemperatur keine unzulässigen hohen Werte erreicht, verzichtet werden.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch den Einsatz eines Halbleiter-Chips als Schaltmittel.
Durch den Einbau in das Gehäuse der Glühstiftkerze ist der Chip ausreichend vor äußeren
Einflüssen geschützt, so daß beim Einbau des Halbleiter-Schalters in der Glühstiftkerze
das handelsübliche Transistorgehäuse entfallen kann und damit Kosten reduziert werden.
Zeichnung
[0005] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel,
Figur 2 ein zweites Ausführungsbeispiel,
Figur 3 ein drittes Ausführungsbeispiel,
Figur 4 ein viertes Ausführungsbeispiel,
Figur 5 ein fünftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Glühstiftkerze,
Figur 6 und 8 erfindungsgemäße Anordnungen eines Glühsystems mit den erfindungsgemäßen
Glühkerzen als Blockschaltbild,
Figur 7 und 9 elektrische Ersatzschaltbilder für erfindungsgemäße Glühstiftkerze und
Figur 10 ein sechstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Glühstiftkerze.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0006] Die Figuren 1 bis 5 zeigen jeweils in geschnittener Darstellung eine Glühstiftkerze
für eine selbstzündende Brennkraftmaschine, wobei der Grundaufbau bei allen Ausführungsbeispielen
in den Figuren 1 bis 5 gleich ist, weshalb der prinzipielle Aufbau nur einmal erläutert
werden soll. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der integrierten Schalteinheit, die
in den Ausführungsbeispielen der Figuren 1 bis 5 verschieden ist, soll dann direkt
in Verbindung mit der jeweilige Figur erläutert werden.
[0007] Der Prinzipaufbau einer Glühstiftkerze nach den Figuren 1 bis 5 besteht aus einem
rohrförmigen metallischen Gehäuse 10, in dessen Längsbohrung ein Glühstift 11 mit
einem Teil seiner Länge abdichtend eingebracht ist. Der Glühstift 11 besteht aus einem
am brennraumseitigen Ende verschlossenen Glührohr 12, in welchem sich in axialer Richtung
eine Heizvorrichtung erstreckt, die aus einer brennraumseits angeordneten Heizwendel
14 und einer brennraumfern angeordneten Regelwendel 15 besteht. Die bekannten Heizwendeln
sind hier zur Vereinfachung als Widerstände dargestellt. Die Heizvorrichtung ist in
Isoliermaterial 16 eingebettet und so gegenüber der Wand des Glührohres 12 isoliert.
Aufbau und Wirkungsweise einer solchen Glühstiftkerze sind bereits hinreichend aus
dem eingangs zitierten Stand der Technik bekannt und sollen hier nicht detallierter
erläutert werden. Funktional stellt das Glührohr 12 mit der Heizwendeln 14 ein im
Brennraum hineinragendes Heizelement dar. Das Gehäuse 10 stellt mit dem Isolationsmaterial
16 und der Regelwendel 15 eine elektrische Durchführung zur Zuleitung von elektrischer
Energie in den Brennraum dar. Da in den Figuren 1 bis 5 von einem gleichen Grundaufbau
der Glühstiftkerze ausgegangen wird, wurden gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Glühstiftkerze gemäß Figur 1 ist im Gehäuse 10 auf der
vom Brennraum abgewandten Seite eine Schalteinheit in einem Gehäuse 300 angeordnet.
In der Schalteinheit 300 ist ein Schalter vorgesehen durch den der Stromfluß durch
die Heizvorrichtung 13 ein- bzw. ausgeschaltet werden kann. Die Schalteinheit 300
ist über Steckkontakte 301 mit Zuleitungen 19 verbunden, über die eine Versorgungsspannung
und Signale eines hier nicht dargestellten Steuergeräts zugeführt werden. Wesentlich
ist dabei, daß innerhalb des Gehäuses 10 eine für die Verwendung von Halbleiterschaltungen
geeignete Temperatur herrscht. Dies ergibt sich dadurch, daß das Gehäuse eine Stromdurchführung
durch die Wand eine Zylinders einer Brennkraftmaschiene darstellt und derartige Zylinder
(in der Regel durch eine Wasserkühlung) gekühlt werden. Da das Gehäuse in unmittelbarem
Kontakt mit der Wand des Zylinders steht wird auch das Gehäuse 10 und der Innenraum
des Gehäuses gekühlt. Es können somit Halbleiterschaltungen für die erfindungsgemäßen
Schalter im Bereich bzw. Innenraum des Gehäuses verwendet werden.
[0009] Die Kontaktierung der Regelwendel 15 erfolgt auf der vom Brennraum abgewandten Seite
durch ein metallisches Verbindungselement 120. In der Figur 1 wird nun ein derartiges
metallisches Verbindungselement 120 gezeigt, welches auf der vom Brennraum abgewandten
Seite der Kerze, d.h. hin zu den Anschlußleitungen 19 einen abgeflachten Bereich aufweist.
Auf diesem abgeflachten Bereich ist nun die Schalteinheit 300 angeordnet, die mit
einer metallisch leitenden Schicht, beispielsweise einem Lot oder einem leitfähigen
Kleber, mit der abgeflachten Seite des Verbindungselements 120 verbunden ist. Beim
Beispiel nach der Figur 1 besteht die Schalteinheit 300 vereinfachend aus einem Transistor,
der auf der Unterseite einen metallischen Drainanschluß und zwei Anschlußfahnen 301
aufweist, die dann mit dem Source und dem Gate des Transistors in Verbindung stehen.
Abgesehen von einem reinen Transistor kann natürlich auch jede Kombination eines Halbleiterschalters
(Transistor) mit einer "intelligenten" Schaltung verwendet werden. Der Vorteil eines
verpackten Bauelements liegt darin, daß diese Bauelemente bei der Herstellung der
Glühkerzen besonders einfach zu handhaben sind.
[0010] In der Figur 2 wird ein zweites Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Schalteinheit
als ungekapselter Siliziumchip 302 ausgebildet ist. Der Siliziumchip 302 ist auf einer
isolierenden Schicht 304 angeordnet, so daß die Unterseite des Sliziumchips gegenüber
dem abgeflachten Bereich des Verbindungelements 120 elektrisch isoliert ist. Die Verbindung
zu den Anschlußleitungen 19 wird durch Bonddrähte 303 hergestellt. Ebenfalls durch
Bonddrähte 303 wird von der Oberseite Siliziumchip 302 eine elektrische Verbindung
zum Verbindungselement 120 hergestellt. Vorteilhaft ist hier, daß ungekapselte Siliziumelemente
in der Regel billiger sind, als verpackte Bauelemente, weniger Platz benötigen und
daß das Gehäuse der Glühkerze selber eine ausreichende Verpackung für den Siliziumchip
302 darstellt.
[0011] In der Figur 3 wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Glühkerze
gezeigt. Das Verbindungselement 120 ist dabei so ausgebildet wie es bereits zur Figur
1 beschrieben wurde mit einem runden Teil zur Kontaktierung der Regelwendel 15 und
mit einem nach hinten abgeflachten Teil auf dem nach der Figur 3 ein Halbleiterchip
302 ohne ein Gehäuse aufgebracht ist. Die Kontaktierung der Anschlußleitung 19 erfolgt
hier wiederum durch Bonddrähte 303 die auf der Oberseite des Halbleiterchips 302 befestigt
sind und so eine Verbindung zu den Anschlußleitungen 19 schaffen. Der elektrische
Kontakt zum metallischen Verbindungselement 120 erfolgt einfach dadurch, daß der Halbleiterchip
302 mit seiner Rückseite unmittelbar auf den nach hinten abgeflachten Bereich des
metallischen Verbindungselements 120 aufgebracht ist. Der Halbleiterchip 302 enthält
einen Leistungstransitor dessen Drainanschluß durch die Rückseite des Halbleiterchips
302 gebildet wird.
[0012] Das Beispiel nach der Figur 4 unterscheidet sich von dem Beispiel nach der Figur
3 nur darin, daß das letzte Stück der Zuleitungen 19 so ausgebildet ist, daß es unmittelbar
auf der Oberfläche des Chips 302 befestigt werden kann. Dies kann beispielsweise dadurch
erfolgen, daß das letzte Stück der Zuleitungen 19 als dünne Bleche ausgebildet sind,
die durch entsprechende Lötpunkte 305 unmittelbar mit der Oberfläche eines Halbleiterchips
302 verlötet werden können.
[0013] In der Figur 5 wird ein Verbindungselement 120 benutzt, welches vollständig rotationssymmetrisch
ist und auf der vom Brennraum abgewandten Seite eine vollständig abgeflachte Seite
aufweist. Auf dieser abgeflachten Seite ist der Halbleiterchip 302 aufgebracht, so
daß wieder ein elektrischer Kontakt zwischen der Unterseite des Halbleiterchips 302
und dem Verbindungselement 120 hergestellt wird. Auf der Oberseite des Halbleiterchips
302 sind wiederum Lötkugeln 305 vorgesehen, die zur Kontaktierung der Zuleitungen
19 dienen.
[0014] Die Figur 6 zeigt ein Blockschaltbild des gesamten Glühsystems bestehend aus Steuergerät
60 und Glühkerzen 61. Das Steuergerät 60 ist hierbei mit den Glühstiftkerze 61 mit
einer gemeinsamen Leitung 19 verbunden. Weiterhin sind die Glühkerzen über eine weitere
Leitung 19 mit der Versorgungsspannung 200 verbunden.
[0015] Figur 7 zeigt das Ersatzschaltbild einer Glühstiftkerze nach Figur 6. Ein Schalter
70 ist mit dem einen Anschluß mit der Versorgungsspannung 200 und auf der anderen
Seite in Reihe mit der Regelwendel 15 und der Heizwendel 14 gegen einen Masseanschluß
201 geschaltet. Der Schalter 70 wird über eine entsprechende Leitung von einer Ansteuerschaltung
73 geöffnet oder geschlossen, wobei die Ansteuerschaltung 73 über die Leitung 19 entsprechende
Signale vom Steuergerät 60 erhält. Weiterhin erhält die Ansteuerschaltung 73 von dem
Versorgungsanschluß 200 einen Betriebsstrom.
[0016] Wie in Figur 6 zu sehen ist, werden alle Kerzen mit einer Leitung 19 mit dem Steuergerät
60 verbunden. Durch entsprechend kodierte Bitfolgen, Frequenzsignale usw. können vom
Steuergerät 60 trotz dieser gemeinsamen Verkabelung die Glühkerzen einzeln angesteuert
werden, wenn dies in einzelnen Betriebszuständen oder zu Diagnosezwecken gewünscht
ist. In normalen Betrieb werden aber die Glühkerzen in der Regel alle gemeinsam angesteuert.
[0017] Die in den Figuren 1 bis 7 beschriebenen Glühstiftkerzen haben somit drei elektrische
Anschlüsse, wobei der Masseanschluß 201 in der Regel durch das Gehäuse 10 realisiert
ist. Der Versorgungsanschluß 200 stellt den elektrischen Strom zur Verfügung, welcher
über den Schalter 70 die elektrische Energie zur Erwärmungen liefert. Der Schaltzustand
des Schalters 70 wird letztendlich über einen dritten elektrischen Anschluß bestimmt.
Üblicherweise können handelsübliche p- oder n-Kanal-Leistung-MOS-Fets für die Schalter
70 eingesetzt werden. Die Ansteuerschaltung 73 und der Schalter 70 werden auf einem
Halbleiterchip integriert.
[0018] Die Verbindungsleitung 19 zwischen dem Steuergerät 60 und den Glühstiftkerzen 61
kann auch für den Rückfluß von Informationen von den Glühkerzen 61 zum Steuergerät
60 genutzt werden. Die Ansteuerschaltung 73 ist dann mit entsprechend mehr Intelligenz
auszustatten, d.h. sie muß dann in der Lage sein bestimmte Informationen von der einzelnen
Glühstiftkerze zurück an das Steuergerät 60 zu übertragen. Diese Funktion kann beispielsweise
auch nur zu Diagnosezwecken aktiviert werden, d.h. in einem besonderen Betriebszustand
erfolgt eine individuelle Abfrage der einzelnen Glühstiftkerzen 61 bezüglich der von
ihnen wahrgenommen Funktionen.
[0019] In der Figur 8 wird eine weitere Verschaltung eines Steuergeräts 60 mit Glühstiftkerzen
61 gezeigt. In diesem Falle weisen die Glühstiftkerzen 61 nur einen einzigen Anschluß
auf mit dem sie dann über die Leitung 19 mit dem Steuergerät 60 verbunden sind. Das
Steuergerät 60 stellt über die Leitung 19, die für den Betrieb der Glühkerzen 61 notwendige
Betriebsenergie zur Verfügung. Das Steuersignal für die Schaltung wird zusätzlich
auf die Leitung 19 aufmoduliert. In diesem Fall sind sowohl der Schalter 70 wie auch
die Auswerteschaltung 73 mit der einen Anschlußleitung verbunden. Auf der Leitung
19 liegt dann immer ein Spannungspegel an, der für den Betrieb der Glühstiftkerzen
61 ausreichend ist, wobei durch zusätzliche Spannungsimpulse die Ansteuerschaltung
73 erkennt, daß nun der Schalter 70 betätigt werden soll. Dies kann beispielsweise
durch Bitfolgen oder Frequenzsignale erfolgen, die dann von der Ansteuerschaltung
73 erkannt werden. Ein einfaches Beispiel kann darin bestehen, daß dem üblichen Spannungspegel
einfach ein höherfrequentes Signal überlagert wird, welches dann von der Ansteuerschaltung
73 erkannt wird und zu einem Schließen des Schalters 70 führt.
[0020] In der Figur 9 wird ein weiteres vorteilhaftes Schaltungsbeispiel gezeigt, welches
von einem Anschluß 200 für die Betriebsspannung und einer Leitung 19 für die Steuersignale
vom Steuergerät 60 ausgeht. Die Schalteinheit 73 erhält hier die Steuersignale vom
Steuergerät 60 und eine Versorgungsspannung vom Anschluß 200. Der Schalter 70 ist
hier in Reihe zur Spannungsversorgung 200 zur Heizwendel 14 und dem Masseanschluß
201 angeordnet. Im Unterschied zu den bisherigen Beispielen wird jedoch auf den Einsatz
einer Regelwendel verzichtet und es wird nur eine Heizwendel 14 vorgesehen. Die Funktion
der Regelwendel liegt darin den Stromfluß durch die Heizwendel 14 nach einer bestimmten
Aufwärmperiode zu begrenzen. Dies erfolgt dadurch, daß für die Regelwendel ein Material
gewählt wird dessen Widerstand mit steigender Temperatur steigt. Durch die unmittelbare
Anordnung einer intelligenten Ansteuerschaltung 73 in unmittelbarer Nähe des eigentlichen
Heizelements kann die Funktion der Regelwendel durch die Ansteuerschaltung 73 übernommen
werden. Dabei kann dann auf dem Halbleiterchip ein Temperaturmeßelement angeordnet
werden, welches die Temperatur der Glühstiftkerze mißt. Die Temperatur der Glühstiftkerze
am Ort des Halbleiterchips hängt von der Temperatur an der Spitze der Glühkerze ab,
so daß durch die am Halbleiterchip gemessene Temperatur auf die Temperatur an der
Spitze der Glühkerze geschlossen werden kann. Weitere Möglichkeiten der Bestimmung
der Temperatur der Glühstiftkerze bestehen in der Messung der Temperatur des Heizstiftes.
Die Temperatur des Heizstiftes kann gemessen werden, wenn der Heizwiderstand eine
Temperaturabhängigkeit des Widerstands aufweist. Es kann dann durch Messung des Widerstands
des Heizelements die Temperatur der Glühkerze bestimmt werden. Weiterhin können auch
andere Temperaturempfindliche Meßelemente vorgesehen werden, die im Bereich des Heizelements
angeordnet werden können. Die Ansteuerschaltung wird dann so ausgelegt, daß sie in
Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur den Stromfluß durch die Heizwendel 14 beschränkt.
Dies kann beispielsweise durch eine Pulsmodulation erfolgen, d.h. die Ansteuerschaltung
73 wird in Abhängigkeit vom Temperaturverlauf den Schalter 70 öffnen oder schließen
um eine gewünschte Temperatur an der Heizwendel 14 einzustellen. Durch diese Maßnahme
würde somit der Aufbau der Glühkerze entscheidend vereinfacht werden. Statt einer
Temperaturmessung kann auch durch den Stromfluß durch die Heizwendel, Stromfluß durch
die Heizwendel integriert über der Zeit, Widerstand der Heizwendel oder andere Methoden
indirekt auf die Temperatur der Glühkerzen geschlossen werden. Diese Methoden sind
somit technisch äquvalent.
[0021] In der Figur 10 wird eine weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Glühstiftkerze
gezeigt, wobei in der Figur 10 eine sogenannte keramische Glühstiftkerze gezeigt wird.
Bei einer derartigen keramischen Glühstiftkerze besteht das Glührohr 11 aus einer
ersten und zweiten leitenden keramischen Schicht 501, 502 zwischen denen eine isolierende
keramische Schicht 503 angeordnet ist. An der Spitze des Glührohr 11 sind die erste
und zweite leitende keramische Schicht 501, 502 mit einem abgedünnten Spitzenbereich
504 miteinander verbunden, so daß ein Stromfluß von der keramischen leitenden Schicht
501 über den abgedünnten Spitzenbereich 504 zur zweiten leitenden keramischen Schicht
502 möglich ist. Das Glührohr 11 wird wiederum am brennraumabgewandten Ende von einem
Gehäuse 10 gehalten. Wie in der Figur 10 zu erkennen ist, erstreckt sich die erste
keramische leitende Schicht 501 im Gehäuse 10 weiter nach rechts und auf diesem Bereich
ist dann ein Chip 302 aufgebracht, der mittels eines Bonddraht 303 mit einer Zuleitung
19 verbunden ist. In dem Chip 202 ist wieder ein vertikaler Transistor angeordnet,
der einen Stromfluß von der Oberseite des Chips 202 zur Unterseite des Chips 202 ermöglicht,
so daß über den Chip 202 ein elektrischer Strom in die erste leitende Schicht 501
eingespeist werden kann. Die ganzen keramischen Schichten sind hier mit einer oberflächlichen
dünnen Glasschicht überzogen, die nur im Bereich unter dem Siliziumchip 302 und in
einem Kontaktbereich 505, in dem ein elektrischer Kontakt zwischen der zweiten leitenden
keramischen Schicht 502 und dem Gehäuse 10 hergestellt wird, entfernt ist. Aufgrund
der für die Herstellung von keramischen Glühstiftkerzen verwendeten Technologien sind
diese Kerzen besonders für die Aufnahme von Siliziumchips geeignet.
1. Glühstiftkerze für eine selbstzündende Brennkraftmaschine, mit einem in einen Brennraum
der Brennkraftmaschine hineinragenden elektrischen Heizelement, mit einer Stromdurchführung
(10) mit dem ein Heizstrom für das Heizelement durch eine Öffnung im Brennraum hindurchgeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Stromdurchführung (10) ein durch ein Signal gesteuerter Schalter angeordnet
ist, und daß durch Öffnen und Schließen des Schalters der Heizstrom steuerbar ist.
2. Glühstiftkerze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Stromdurchführung (10) eine Ansteuerschaltung (73) für den Schalter
angeordnet ist, und daß durch die Ansteuerschaltung (73) ein Signal zum Öffnen und
Schließen des Schalters erzeugbar ist.
3. Glühstiftkerze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Zuleitungen (19) vorgesehen sind, daß eine erste Zuleitungen (19) mit einem
Anschluß für eine Versorgungsspannung für den Heizstom verbindbar ist, und daß eine
zweite Leitung (19) mit der Ansteuerschaltung (73) verbunden ist, und daß über die
zweite Leitung (19) ein Steuersignal für die Ansteuerschaltung (73) anlegbar ist.
4. Glühstiftkerze nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Eingang für eine Leitung (19) vorgesehen ist, daß der Eingang mit dem Schalter
(70) und der Ansteuerschaltung (73) verbunden ist, daß über den Eingang eine Betriebsspannung
und gleichzeitig ein Steuersignal für die Ansteuerschaltung (73) anlegbar ist.
5. Glühstiftkerzen nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansteuerschaltung (73) ein Mittel zur Bestimmung der Temperatur des Heizelements
enthält, und daß in Abhängigkeit vom Signal dieses Mittels der Heizstrom gesteuert
wird.
6. Glühstiftkerze nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Heizelement als metallischer oder keramischer Glühstift (11) ausgebildet ist.
7. Glühstiftkerze nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Glühstift (11) mittels eines Gehäuses (10) in der Öffnung des Brennraums befestigbar
ist und daß das Gehäuse (10) gleichzeitig ein Gehäuse für den Schalter (70) bzw. die
Ansteuereinheit (73) darstellt.
8. Glühstiftkerze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß Schalter (70) und Ansteuerschaltung (73) auf einem Chip integriert sind.
9. Glühstiftkerze nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Chip ohne eine Verpackung im Gehäuse (10) eingebracht ist.
1. Sheathed element glow plug for an auto-ignition internal combustion engine having
an electric heating element which projects into a combustion chamber of the internal
combustion engine and has a bushing (10) with which a heating current for the heating
element is conducted through an opening in the combustion chamber, characterized in that a switch which is controlled by a signal is arranged in the region of the bushing
(10), and in that the heating current can be controlled via opening and closing the switch.
2. Sheathed element glow plug according to Claim 1, characterized in that a drive circuit (73) for the switch is arranged in the region of the bushing (10),
and in that a signal for opening and closing the switch can be generated by the drive circuit
(73).
3. Sheathed element glow plug according to Claim 2, characterized in that two feed lines (19) are provided, in that a first feed line (19) can be connected to a terminal for a supply voltage for the
heating current, and in that a second line (19) is connected to the drive circuit (73), and in that a control signal for the drive circuit (73) can be applied via the second line (19).
4. Sheathed element glow plug according to Claim 2, characterized in that an input for a line (19) is provided, in that the input is connected to the switch (70) and to the drive circuit (73), in that an operating voltage and at the same time a control signal for the drive circuit
(73) can be applied via the input.
5. Sheathed element glow plug according to Claims 2 to 4, characterized in that the drive circuit (73) contains a means for determining the temperature of the heating
element and in that the heating current is controlled as a function of the signal of this means.
6. Sheathed element glow plug according to one of the preceding claims, characterized in that the heating element is embodied as a metallic or ceramic sheathed element (11).
7. Sheathed element glow plug according to Claim 6, characterized in that the sheathed element (11) can be attached in the opening of the combustion chamber
by means of a housing (10), and in that the housing (10) at the same time constitutes a housing for the switch (70) or the
drive unit (73).
8. Sheathed element glow plug according to Claim 7, characterized in that the switch (70) and drive circuit (73) are integrated on a chip.
9. Sheathed element glow plug according to Claim 8, characterized in that the chip is introduced into the housing (10) without packaging.
1. Bougie crayon de préchauffage pour un moteur à combustion à auto-allumage, comprenant
un élément de chauffage qui fait saillie à l'intérieur d'une chambre de combustion
du moteur à combustion, et une traversée de courant (10) au moyen de laquelle on fait
passer un courant de chauffage, destiné à l'élément de chauffage, par une ouverture
pratiquée dans la chambre de combustion,
caractérisée en ce qu'
au voisinage de la traversée de courant (10) est disposé un interrupteur commandé
par un signal, et le courant de chauffage peut être commandé par ouverture et fermeture
de l'interrupteur.
2. Bougie crayon de préchauffage selon la revendication 1,
caractérisée en ce qu'
au voisinage de la traversée de courant (10) est disposé un circuit d'amorçage (73)
pour l'interrupteur, et au moyen dudit circuit d'amorçage (73) un signal peut être
produit en vue d'ouvrir et de fermer l'interrupteur.
3. Bougie crayon de préchauffage selon la revendication 2,
caractérisée en ce que
deux conducteurs d'amenée (19) sont prévus, le premier de ces conducteurs (19) peut
être relié à un raccordement d'une tension d'alimentation pour le courant de chauffage,
alors que le second conducteur (19) est relié au circuit d'amorçage (73), et par l'intermédiaire
du second conducteur (19) peut être appliqué un signal de commande pour le circuit
d'amorçage (73).
4. Bougie crayon de préchauffage selon la revendication 2,
caractérisée en ce qu'
une entrée est prévue pour une conduite (19), ladite entrée est reliée à l'interrupteur
(70) et au circuit d'amorçage (73), et par l'intermédiaire de cette entrée peuvent
être appliqués en même temps une tension de régime et un signal de commande pour le
circuit d'amorçage (73).
5. Bougie crayon de préchauffage selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisée en ce que
le circuit d'amorçage (73) contient un moyen en vue de déterminer la température de
l'élément de chauffage, et le courant de chauffage est commandé en fonction du signal
émanant de ce moyen.
6. Bougie crayon de préchauffage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
l'élément de chauffage a la forme d'un crayon de préchauffage métallique ou céramique
(11).
7. Bougie crayon de préchauffage selon la revendication 6,
caractérisée en ce que
le crayon de préchauffage (11) peut être fixé au moyen d'un boîtier (10) dans l'ouverture
de la chambre de combustion, et le boîtier (10) constitue en même temps un logement
pour l'interrupteur (70) ou pour l'unité de commande (73).
8. Bougie crayon de préchauffage selon la revendication 7,
caractérisée en ce que
l'interrupteur (70) et le circuit de démarrage (73) sont intégrés sur une puce.
9. Bougie crayon de préchauffage selon la revendication 8,
caractérisée en ce que
la puce est introduite sans emballage dans le boîtier (10).