[0001] Die Erfindung ist einerseits eine Anschlußeinheit für einen Arbeitsplatzrechner und
andererseits eine für eine derartige Anschlußeinheit besonders vorteilhaft verwendbare,
raumtrennende Elektroinstallations-Übergabewand.
[0002] Aus der DE 198 54 272 C1 ist eine Anschlußeinheit nach Art einer in einen verfahrbaren
Schreibtisch-Container eingebauten Laptop-Dockingstation bekannt, die - oberhalb eines
Schubes zur Aufnahme momentan unbenutzter persönlicher Peripheriegeräte - über Spiralkabel
an eine Übertragungseinheit zu einer Schnittstelle an einer Seitenwand des Containers
geführt ist, von der aus eine seitlich am Schreibtisch gelegene drahtlose Schnittstelle
kontaktiert werden kann. Einem ansonsten etwa im Außendienst tätigen Mitarbeiter ist
in einem sogenannten Büro-Containerbahnhof ein derart ausgestatteter Container bereitgestellt.
Für vorübergehende Arbeiten im Innendienst-Büro unter Zugriff auf dessen Datenbanken
verfährt er den ihm persönlich zugeordneten Container an einen gerade freien Schreibtisch
und schließt über die darin integrierte Dockingstation seinen Laptop schnurlos an
das büroeigene Sichtgerät und Datennetz an. Dadurch können Schreibtisch-Arbeitsplätze
eingespart werden, ohne dem Mitarbeiter das Gefühl zu nehmen, mit persönlichen Arbeitsmitteln
ausgestattet zu sein. Allerdings muß für die Funktion eines solchen Systems der Container
in einer bestimmten Relation zum Schreibtisch betrieben werden und der Schreibtisch
seinerseits mit seiner zum Container hin drahtlosen Schnittstelle in das Datennetz
des Betriebes eingebunden sein. Außerdem muß der Container beim Schreibtisch mindestens
an das ungeregelte Versorgungsnetz, in der Praxis gewöhnlich auch noch an ein zusätzlich
benötigtes geregeltes Netz angeschlossen werden, was freie Leitungsführungen von mindestens
einer Netzanschlußdose an der Rückwand des Containers aus und manuelle Zugänglichkeiten
zu entsprechend positionierten Wand- oder Bodenauslässen bedingt. Ein solcher mehrfach
nutzbarer Arbeitsplatz läßt deshalb noch keine variable Büroarchitektur verwirklichen.
[0003] Der Erfindung liegt nämlich die Erkenntnis zugrunde, daß das so oft zitierte variable
Büro real nur in seiner Einrichtungsphase existiert. Sobald einmal die zahlreichen
Kabel- und Leitungsanschlüsse für die Erstinstallation verlegt sind, kann von einer
Freizügigkeit etwa hinsichtlich einer anderen Aufstellung der Schreibtische keine
Rede mehr sein : Wenn man nicht unschöne und unfallträchtige Stolperschlingen provozieren
will, läßt sich der einmal eingerichtete und optimal an Wand- oder Bodenauslässe angeschlossene
Arbeitsplatz nur noch marginal verschieben. Soll etwa neben einem am Wandauslaß orientierten
Schreibtisch nachträglich noch ein Aktencontainer aufgestellt werden, dann paßt die
Anschlußverkabelung schon deshalb nicht mehr, weil dadurch der bisherige Anschluß
verstellt wird, während der im Rastermaß der Stellwand nächstfolgende Auslaß für Energie-
und Datenleitungen wesentlich weiter als die Breite des zusätzlich aufgestellten Containers
entfernt ist, so daß wieder erhebliche Abstände durch störende lose Leitungsführungen
zu überbrücken sind. Unbefriedigend ist aber auch, daß selbst am zunächst sorgfältig
installierten Arbeitsplatz alsbald ästhetisch und verkehrstechnisch störende Schlingen
loser Leitungsführungen auftreten, weil Installationsänderungen oder Nachinstallationen
wegen der knappen Raumverhältnisse nicht mehr in die Kabelverläufe der Erstinstallation
eingebunden werden können; zumal bei der Büromöbelindustrie der Trend zu Kabelkanälen
kleineren Querschnittes am oder unter dem hinteren Rand der Arbeitsplatte und sogar
zum gänzlichen Verzicht auf kostspielige Installationshilfen wie insbesondere Kabelkanäle
erkennbar ist. Deshalb bedarf es schon außergewöhnlichen Ehrgeizes, die Leistungs-
und Datenkabel von nachträglich zusätzlich in Betrieb genommenen Geräten nicht lose
herumhängen zu lassen, sondern in ordentliche Kabelführungen einzubinden.
[0004] Angesichts des Kabelwirrwarrs an der Rückseite eines heute in der Regel auf dem Boden
unter dem Arbeitsplatz stehenden Büro-Rechners ist es vor allem als kritisch anzusehen,
daß die einzelnen gewöhnlich an den Kanten von Steckkarten angeordneten Steckverbinder
schlecht erreichbar sind. Andererseits sollen Leistungskabel aus Gründen der Verlustwärme
und Datenkabel zur Vermeidung von Datenstörungen möglichst fest gesteckt sein. Das
widerspricht der Zugänglichkeit der Steckstellen an der Rückseite des Gehäuses des
Rechners unter dem dort anzutreffenden Kabelwirrrwarr. Ein unvorsichtiges Hantieren
an den Steckstellen kann leicht Kabelbruch, Leiterplattenbeschädigungen oder Steckerdefekte,
also schwerwiegende jedoch schwer auffindbare Funktionsstörungen zur Folge haben.
[0005] Insbesondere diese Gefahren sind auch nicht dadurch auszuschließen, daß gemäß der
DE 38 27 748 C2 bei einem verfahrbaren PC-Arbeitstisch - mit regalartig übereinander
angeordneten Abstellflächen für den Rechner, für die Tastatur samt Monitor und für
den Drucker - an dieser Rückseite der Stellage direkt hinter dem Rechnergehäuse ein
schmaler Schutzkorb für Stecker und Kabel angeordnet ist, die zu einer oberhalb des
Rechners, unter der Arbeitsplatte mit dem Monitor, befestigten Steckdosenleiste mit
Schalter führen.
[0006] Gemäß der DE 37 05 442 A1 soll das Verkabelungsproblem in einem Arbeitsraum durch
ein Einrichtungssystem für EDV-Anlagen gelöst werden, bei dem die diversen Stromversorgungs-
und Datenübertragungsleitungen durch Auflageelemente mit von oben her zugänglichen
Netz- und Datenbuchsen sowie durch - miteinander zu regalartigen Aufbauten verbindbare
- Stützelemente geführt werden und dann an spezielle, im Raum zu verlegende Bodenelemente
anzuschließen sind. Die damit einhergehende Vervielfachung der in die mechanischen
Halterungen integrierten elektrischen Steckverbindungen ist aber insbesondere der
Sicherheit und Zuverlässigkeit von Datenströmen abträglich; und ein solches an Bodenelemente
gebundenes Regalraster fördert natürlich keineswegs die Möglichkeit einer freizügigen
Umgestaltung der Arbeitsplatzumgebung noch nach deren Ersteinrichtung.
[0007] In Erkenntnis der eingangs geschilderten Gegebenheiten des, zumal hinsichtlich der
verschiedenen Anschlußerfordernisse für Arbeitsplatzrechner, tatsächlich noch gar
nicht so variablen Büros liegt vorliegender Erfindung dagegen die Aufgabe zugrunde,
eine Anschlußeinheit für Arbeitsplatzrechner anzugeben, welche die optischen und technischen
Nachteile loser Kabelführung mit Schlaufenbildung infolge des für die Handhabbarkeit
notwendigen Vorhaltens von Überlängen vermeidet und dennoch neben einer neuen, erhebliche
Flexibilität in der räumlichen Aufstellung des Rechners bietenden Ausstattung vor
allem auch eine Schonung der empfindlichen Steckstellen direkt an der Rückseite des
Rechners eröffnet.
[0008] Die Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Merkmalskombination des Anspruches 1 im wesentlichen
darin zu sehen, hinter dem Rechner einen Stauraum für großzügige Kabel-Überlängen
vorzusehen. Um Eingriffe in den Rechner zu vermeiden wird der Arbeitsplatz-Rechner
auf eine tragende Grundplatte gestellt, auf der hinter ihm auch der Stauraum abgegrenzt
ist. Vorzugsweise ist die Grundplatte auf dem Boden stehend oder an einer Installationswand
aufgehängt verfahrbar, um die Positionierung des Rechners bedarfsweise in der Umgebung
des Arbeitsplatzes oder zusammen mit dessen Verlegung leicht verändem zu können, beispielsweise
in Hinblick auf die Lage der nächsterreichbaren Wandoder Bodenauslässe zur Gebäudeverkabelung.
[0009] Die Grundplatte ist gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung zur Erfindung als vorzugsweise
der längere der beiden Schenkel Teil eines L-förmigen Gebildes, das mit seinem hinter
dem Stauraum gelegenen bzw. sogar diesen nach rückwärts begrenzenden anderen, in diesem
Fall dem kürzeren Schenkel neben der aktuellen Aufstellung des Arbeitsplatzes unter
lichtem Abstand zum Boden in eine Wandhalterung eingehängt wird. Dabei braucht dieser
kürzere L-Schenkel nicht als vollflächige Wandung ausgestaltet zu sein; er kann auch
durch Gehäuseeckpfeiler repräsentiert sein, die etwa im übrigen der Befestigung von
Seitenwänden der Frei- und Stauräume hinter dem Rechner dienen. Jedenfalls bleibt
die Umgebung der Rechnerinstallation pflegeleicht, weil unter der an der Stellwand
aufgehängten Anschlußeinheit hindurch gewischt werden kann, ohne daß Geräteteile oder
Kabelschlingen stören; denn die Kabelverbindungen aus dem Stauraum zu den Geräten
auf dem unmittelbar benachbarten Arbeitsplatz verlaufen längs der Stellwand mehr oder
weniger horizontal, jedenfalls auf kürzestem Wege. Die Einspeisung der Energie- und
Datenleitungen in die dicht neben dem Arbeitsplatz an die Stellwand angehängten Anschlußeinheit
erfolgt in als solcher bekannter Weise z.B. aus einer Zwischendecke oder etwa von
einem Deckenkanalsystem des Großraumes her und dann längsseits durch das hohle Innere
der zweischaligen Stellwand oder ihrer hohlen Standpfeiler hindurch nach unten, wo
die Kabel noch oberhalb des Raumbodens aus der Stellwand austreten und - vorzugsweise
längs einer Kurvenführung zum Vermeiden von Knickstellen aufgrund zu enger Radien
(insbesondere bei Glasfaser-Datenkabeln) - von rückwärts oder bevorzugt von unten
in die Anschlußeinheit hinein verlaufen. Zweckmäßigerweise ist die Grundplatte längs
der Stellwand versetzbar, vorzugsweise in ein Schienensystem an der Stellwand eingehängt
verfahrbar, um die Positionierung des Rechners bedarfsweise leicht an die geschilderten
räumlichen Veränderungen in der Umgebung des Arbeitsplatzes anpassen oder für bestimmte
Arbeiten vorübergehend zur Seite fahren zu können, ohne hierfür die aus dem Stauraum
herauszuziehenden Kabel-Überlängen zu den Arbeitsplatzgeräten lösen zu müssen.
[0010] Der eigentliche Stauraum für Kabel-Überlängen auf der Grundplatte weist einen hinreichend
lichten Abstand von der Rückseite des Rechners auf, nämlich hinreichend für ein etwa
erforderliches Hantieren direkt an dessen rückwärtig gelegenen Steckstellen. Zu deren
leichter Erreichbarkeit sind die den Stauraum überbrückenden Seiten- und Deckwände
der Anschlußeinheit wie gesagt leicht ohne Werkzeug zu entfernen.
[0011] Vorteilhafter noch ist es, in der dem Rechner zugewandten Wand des Stauraumes Steckstellen
für Starkstrom, Schwachstrom, Telekommunikation und Datenleitungen sowie für die an
den Rechner anzuschließenden peripheren Geräte (wie Tastatur, Ball- oder Maus-Zeigegerät,
Monitor, Drucker, Scanner und / oder Modem) vorzusehen, die dann ihrerseits mit entsprechend
kurzen Kabeln direkt an den Rechner angeschlossen sind. Nun braucht der Benutzer gar
keinen direkten Zugriff zu den Steckstellen an der Rückseite des Rechners selbst mehr
zu nehmen, die dortigen Steckstellen werden also nach der Erstkonfiguration mechanisch
überhaupt nicht mehr beansprucht. Der dort gelegene Freiraum ist zweckmäßigerweise
durch Seitenwände und Deckel verschlossen, die nicht ohne weiteres und beispielsweise
nicht ohne passendes Werkzeug abgenommen werden können - denn Handhabungen des Nutzers
beschränken sich nun auf die mechanisch weniger empfindlichen, an die rückwärtige
Übergabewand des Stauraumes verlegten und durch diesen hindurch problemlos zugänglichen
Steckstellen.
[0012] Um also bei der Einspeisung in Arbeitsplatzrechner und bei den Anschlüssen zu deren
Peripheriegeräten unschöne und unfallträchtige lose Schleifen von zu langen Kabeln
und Leitungen zu vermeiden und andererseits dem Rechner und damit auch dem Arbeitsplatz
eine bisher nicht ohne weiteres verfügbare Mobilität zu verleihen, steht der Rechner
erfindungsgemäß auf einer vorzugsweise auf dem Boden des Arbeitsraumes oder längs
Wandschienen an einer Stell- oder Installationswand verfahrbaren Anschlußeinheit mit
einem Stauraum für die Überlängen von Kabeln und Leitungen, die in diesem Raum an
Steckstellen in einer Übergabewand geführt werden, welche vorzugsweise andererseits
zu den Anschlüssen des Rechners hin lösbar verdrahtet ist, mit Auslaß der Kabel und
Leitungen zu Peripheriegeräten vorzugsweise im oberen Bereich des für den manuellen
Zugang zu den Steckstellen leicht zu öffnenden Stauraumes.
[0013] Die Erfindung betrifft aber auch eine, als Trennwand zwischen Freiraum und Stauraum
für eine solche gemäß der Hauptanmeldung auf dem Boden stehende und verfahrbare oder
wie oben beschrieben längs einer Stellwand z.B. verschiebbar aufgehängte Anschlußeinheit
bestimmte oder verwendbare, wie nachfolgend beschrieben insbesondere mit Elektroinstallationsartikeln
bestückte, Übergabewand als solche, für die ein selbständiger Schutz beansprucht wird.
Diese Übergabewand für eine PC-Anschlußeinheit ist mit Durchlässen für Leitungsverbindungen,
die keine Trennstellen aufweisen sollen, und im übrigen mit Steckdosen für die Verbindung
zwischen Rechner und Peripherie sowie zum Netz ausgestattet, die nach dem Einbau der
Übergabewand in die Anschlußeinheit durch deren Stauraum für Kabel-Überlängen hindurch
manuell erreichbar sind.
[0014] Bezüglich weiterer Merkmale und Abwandlungen sowie deren Vorteile wird auf die weiteren
Ansprüche verwiesen, sowie auf nachstehende Beschreibung eines in der Zeichnung nicht
ganz maßstabsgerecht skizzierten bevorzugten Ausführungsbeispieles zur erfindungsgemäßen
Lösung. In der Zeichnung zeigt
Fig.1 in Seitenansicht eine unter dem Arbeitsplatz verfahrbar stationierte Rechner-Anschlußeinheit
bei abgenommenen Seitenwänden der beiden hinter dem Rechner aufeinanderfolgenden Frei-
und Stauräume,
Fig.2 eine frontseitige Ansicht der als Übergabezentrum ausgestatteten Rückwand des
Stauraumes,
Fig.3 eine gemäß Fig.1 ausgestattete Anschlußeinheit, die aber nicht auf dem Boden
sondern längs Wandschienen verfahrbar ist, und
Fig.4 eine gegenüber Fig.2 abgewandelt bestückte Stauraum-Rückwand.
[0015] Die in Fig.1 der Zeichnung in Seitenansicht skizzierte erfindungsgemäße Anschlußeinheit
11 für einen Arbeitsplatzrechner PC besteht im wesentlichen aus einer stabilen länglichen
Grundplatte 13 zu dessen Aufnahme z.B. neben einem Büromaterialcontainer unter der
Arbeitsplatte 14 eines Schreibtisches oder dergleichen Arbeitsplatzes 15. Im lichten
Abstand eines Freiraumes 16 hinter dem Arbeitsplatzrechner PC erhebt sich auf der
Grundplatte 13 ein Stauraum 17 für Kabel-Überlängen zwischen einer rückwärtigen Stirnwand
18 und einer ihr gegenüber zum Arbeitsplatzrechner PC hin gelegenen Übergabewand 19.
Die Übergabewand 19 ist mit verschiedenen Steckstellen 20 ausgestattet, etwa (vgl.
Fig.2) mit Steckdosenleisten 20.1, 20.2 für getrennten Zugang zu geregelten und zu
ungeregelten Netzspannungen, die an Gerätesteckern 21.1 bzw. 21.2 eingespeist werden
und an Steckdosen (gegebenenfalls an Steckdosengruppierungen unterschiedlicher Normen)
22.1, 22.2 verfügbar sind. Außerdem ist die Übergabewand 19 mit Schwachstrom-Steckstellen
20.3 für Daten- und Steuersignalleitungen etwa zum Anschließen von Maus bzw. Trackball,
Tastatur 23, Monitor 24, Drucker, Scanner u.dgl. bestückt. Für leichte manuelle Zugangsmöglichkeit
zu den Steckstellen 20 im Stauraum 17 sind dessen Seitenwände 25 und Dekkel 26 leicht
und insbesondere ohne Werkzeug von den Wänden 18-19 abnehmbar, etwa weil sie nur mittels
magnetischer oder textiler Haftverbindungen dort kraftschlüssig gehaltert oder in
Schlüssellöcher formschlüssig eingehängt sind. Das gilt entsprechend für den Freiraum
16 an der Rückseite des Arbeitsplatzrechners PC, wenn auch dort häufiger manuell auszuführende
Operationen etwa beim Geräteaustausch für geänderte Konfigurationsvorgaben erforderlich
sein sollten. Besser für die Funktionssicherheit und Lebensdauer der zumeist auf Kanten
von Schaltungsplatinen angeordneten Steckverbinder ist es jedoch, wenn dort gar keine
mechanischen Beanspruchungen infolge manueller Umsteckerfordernisse auftreten, weil
alle festen und insbesondere steckbaren Kabelanschlüsse von der Rückseite des Arbeitsplatzrechners
PC mit der Erstinstallation fest an die zentrale Übergabewand 19 geführt sind. Dann
kann der Freiraum 16 Hilfsgeräte wie ein Netzteil oder ein Modem aufnehmen, weil dort
zwischen Übergabewand 19 und Rückseite des Arbeitsplatzrechners PC nach der Erstkonfiguration
nicht mehr hantiert werden muß. Deshalb wird dieser Freiraum 16 zweckmäßigerweise
sicherer verschlossen, als der Stauraum 17, etwa mit Schrauben 27, die nur mittels
speziellen Werkzeugs gelöst werden können.
[0016] Für den Verlauf von Kabeln oder Leitungen, die - wie im Falle einer Netzleitung 28
- zweckmäßigerweise nicht im Freiraum 16 hinter dem Arbeitsplatzrechner PC an die
Übergabewand 19, sondern etwa im Stauraum 17 an Steckdosen 20 geführt werden, ist
in der Übergabewand 19 ein vorzugsweise nach oben offener Schlitz 29 freigespart,
um hier bei abgenommenem Deckel 26 diese Kabel usw. ungeachtet des Durchmessers ihrer
Stecker einfach von oben einsenken zu können. Ein entsprechender Schlitz 29 ist in
der mit der Grundplatte 13 fest verbundenen Stirnwand 18 zu Hindurchführen der Kabel
möglichst dicht unter dem rückwärtigen Rand der Arbeitsplatte 14 vorgesehen, wie in
Fig.1 veranschaulicht. Für Leitungsanschlüsse, die keine Unterbrechung in Form einer
Steckstelle in der Übergabewand 19 vertragen, wie insbesondere die Haupt-Datenleitung
30 mit ihrem Stecker 31, und für die Zuleitungen 32 insbesondere der Netzspannungen
an die Steckstellen 20.1, 20.2 im Stauraum 17, sind in den Stirn- bzw. Übergabewänden
18, 19 unterhalb der jeweiligen Schlitze 29 Durchlässe 33 freigespart, die zum Durchführen
der mit Steckern konfektionierten Kabel und Leitungen üblicherweise breiter als die
erwähnten Schlitze 29 weiter oben in den Wänden 18, 19 sind.
[0017] An ihrer Rückseite ist die Grundplatte 13 im dargestellten Beispielsfalle noch mit
einem Andockprofil 34 für das Kabelaustrittsende eines handelsüblichen gelenkigen
Panzerglieder-Kanales 35 zur Leitungsbündelung und als Trittschutz ausgestattet. Der
Kanal 35 führt die Kabel und Leitungen aus dem Stauraum 17 der Anschlußeinheit 11
zu einem Wandkanal- oder wie skizziert Unterflur-Auslaßraum 36 und von dort weiter
in die Gebäudeverkabelung. Dieser Auslaßraum 36 sollte großzügig dimensioniert sein,
um Überlängen nicht nur in den Stauraum 17 sondern unter Verzicht auf eine Leitungsunterbrechung
in Form einer Steckstelle auch hier einlegen zu können. Eine unterbrechungsfreie Einspeisung
ist vor allem für die Funktionszuverlässigkeit schneller Datenleitungen 30 wichtig,
wie in dem eigenen Gebrauchsmuster 2 99 19 831 näher dargelegt, worauf hier voll-inhaltlich
zur ergänzenden Erfindungsoffenbarung Bezug genommen wird.
[0018] Da die Überlängen der Anschluß- und Verbindungsleitungen nun gebäudeseitig im Auslaßraum
36 und geräteseitig im Stauraum 17 der erfindungsgemäßen Anschlußeinheit 11 untergebracht
sind, macht der Arbeitsplatzrechner PC jetzt auch rückwärtig - also oft sichtseitig
auf der Besucherseite etwa eines Schreibtisches oder dergleichen Arbeitsplatzes 15
- einen ordentlichen Eindruck. Da der raumseitige Zugang zur Anschlußeinheit 11 dicht
über dem Boden des Stauraumes 17 und der Zugang für externe Peripheriegeräte im Stauraum
oben dicht unter der Arbeitsplatte 14 gelegen sind, kommen keine freien , unfallträchtigen
und unordentlichen Leitungsschlaufen mehr vor. Vor allem aber ist der Arbeitsplatz
15 trotz energie- und datentechnischer Anbindung an die Hausinstallation nun wirklich
mobil, denn er kann zusammen mit der Rechner-Anschlußeinheit 11 je nach den hier (und
in den Auslaßraum 36) eingelegten Überlängen nun um nennenswerte Strecken verschoben,
auch nach der Erstinstallation ohne Eingriffe in die Konfiguration also im Raum auch
ganz anders positioniert werden. Im Interesse dieser raumplanerischen Beweglichkeit,
aber auch zum leichteren Zugang zur Übergabewand 19 durch den dafür vorübergehend
seitlich geöffneten Stauraum 17 hindurch, ist die Anschlußeinheit 11 gemäß Fig.1 zweckmäßigerweise
auf dem Boden des Arbeitsraumes verfahrbar und dafür unterhalb ihrer Grundplatte 13
mit Rädern 37 ausgestattet.
[0019] Die in Fig.3 der Zeichnung wieder im Längsschnitt skizzierte erfindungsgemäße Anschlußeinheit
11 für einen Arbeitsplatzrechner PC stellt im wesentlichen ein L-förmiges Gebilde
dar, dessen längerer Schenkel als stabile längliche Grundplatte 13 manuell gut erreichbar
unter oder neben einem Schreibtisch oder dergleichen Arbeitsplatz 15 den Rechner PC
trägt. Im lichten Abstand eines Freiraumes 16 hinter dem Arbeitsplatzrechner PC erhebt
sich auf der Grundplatte 13 wieder der Stauraum 17 für Kabel-Überlängen.
[0020] Letzterer ist rückwärtig durch den kürzeren L-Schenkel in Form einer Stirnwand 18
und zum Freiraum 16 hin durch eine Trennwand begrenzt, die als elektroinstallationstechnische
Übergabewand 19 ausgelegt ist. Dafür ist diese wie schon beschrieben mit verschiedenen
Steckstellen 20 ausgestattet (vgl. Fig.4). Zusätzlich können Sicherungen 23 und Hauptschalter
24 auf der Übergabewand 19 vorgesehen sein, um diese als komplettes, separat handhabbares
Stark- und Schwachstrom-Interface auszustatten. Für dessen leichte manuelle Zugangsmöglichkeit
seitens des Stauraumes 17 sind dessen Seitenwände und Deckel 26 wieder leicht und
insbesondere ohne dafür Werkzeug benutzen zu müssen von den Wänden 18-19 bzw. von
tragenden Gehäuseeckpfeilern abnehmbar.
[0021] Für Leitungsanschlüsse, die keine Unterbrechung in Form einer Steckstelle in der
Übergabewand 19 vertragen, wie insbesondere die Haupt-Datenleitung 30, ist in der
Übergabewand 19 unterhalb des Schlitzes 29 ein dagegen breiterer Durchlaß 33 freigespart,
so daß sich zusammen mit dem darüber gelegenen Schlitz 29 gemäß Fig.4 eine etwa H-förmige
Ansicht der Übergabewand 19 mit nach unten verschobenem breitem Joch einstellt.
[0022] Die PC-Anschlußeinheit 11 gemäß Fig.3 kann in ein Halterungsraster in einer Stellwand
40 hinter dem Arbeitsplatz 15 unter lichtem Abstand über dem Boden 41 eingehängt sein.
Vorzugsweise ist sie aber seitlich verfahrbar an einer horizontal verlaufenden Tragschiene
42 aufgehängt und darunter gegen eine Stützschiene 43 angelegt, die oberhalb eines
mit Lamellen verhängten horizontal sich erstreckenden, schlitzförmigen Wanddurchlasses
44 an der Stellwand 40 befestigt sind. Die Stellwand 40 ist in diesem Ausführungsbeispiel
zweischalig zwischen dem Boden 41 und einem unter der Raumdecke verlaufenden Installationskanal
45 eingespannt. Durch ihren Hohlraum 46 verlaufen u.a. die erwähnten Netz- und Datenleitungen
28, 30 aus dem Installationskanal 45 über den Durchlaß 44 und im möglichst kurzen
Bogen unter der Anschlußeinheit durch einen Schlitz 47 am hinteren Rand derer Grundplatte
13 zu der Übergabewand 19 bzw. bedarfsweise (nämlich im Falle der Datenleitung 30)
ohne Trennstelle an deren Durchlaß 33 hindurch direkt zum Rechner PC. Eine solche
unterbrechungsfreie Einspeisung ist vor allem für die Funktionszuverlässigkeit schneller
Datenleitungen 30 wichtig, wie in dem eigenen Gebrauchsmuster 2 99 19 831 und in der
Hauptanmeldung näher dargelegt, worauf hier voll-inhaltlich zur ergänzenden Erfindungsoffenbarung
Bezug genommen wird. Ähnlich einem dort im Boden vorgesehenen Überlängen-Stauraum
steht hier Staumöglichkeit im Hohlraum 46 der Stellwand 40 zur Verfügung.
1. Anschlußeinheit (11) mit einer ortsveränderbaren Grundplatte (13) zur Aufnahme eines
Arbeitsplatzrechners (PC) vor einem Stauraum (17) für Überlängen von Kabeln und Leitungen,
von denen wenigstens einige an eine mit Steckstellen (20; Netz-Steckstellen 20.1/2
mit Gerätesteckern 21.1/2 und Steckdosen 22.1/2; bzw. Schwachstrom-Steckstellen 20.3)
bestückte Übergabewand (19) geführt sind, welche den Stauraum (17) von einem Freiraum
(16) hinter dem Arbeitsplatzrechner (PC) trennt.
2. Anschlußeinheit nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabewand (19) und / oder eine ihr gegenüberliegende Stirnwand (18) des Stauraumes
(17) mit geöffneten Schlitzen (29) zum Durchführen von Kabeln und Leitungen ausgestattet
sind.
3. Anschlußeinheit nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitz (29) in der Stirnwand (18) sich zu einem abnehmbaren Deckel (26) auf
dem Stauraum (17) öffnet.
4. Anschlußeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitsplatzrechner (PC) wenigstens mit der Mehrzahl seiner Anschlüsse zur Übergabewand
(19) hin angeschlossen ist.
5. Anschlußeinheit nach dem vorangehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß der Freiraum (16) im Gegensatz zum Stauraum (17) nicht ohne weiteres ohne Werkzeug
manuell zugänglich ist.
6. Anschlußeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergabewand (19) durch den Stauraum (17) hindurch zugänglich mit Steckstellen
(20) unterschiedlicher Netze und Normen ausgestattet ist.
7. Anschlußeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem Andockprofil (34) für einen flexiblen Kanal (35) zu einem Auslaßraum
(36) für Überlängen von Kabeln und Leitungen der Gebäudeinstallation ausgestattet
ist.
8. Anschlußeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundplatte (13) als ein Schenkel ein Teil einer im wesentlichen L-förmigen Anordnung
ist, deren am vom Freiraum (16) abgelegenen Ende des Stauraumes (17) gelegener anderer
Schenkel zum Einhängen in Wandhalterungen an einer Stellwand (40) ausgestattet ist.
9. Anschlußeinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf dem Boden oder längs einer Wandschienenaufhängung verfahrbar ist.
10. Übergabewand (19) für eine Anschlußeinheit (11) nach einem der vorangehenden Ansprüche,
die vor einem Freiraum (16) zur Aufnahme eines Arbeitsplatzrechners (PC) bestimmt
ist und hinter dem Freiraum (16) über einen Stauraum (17) für Überlängen von Kabeln
und Leitungen (28, 30) verfügt, die - insoweit bei ihnen Trennsteckstellen zulässig
und wünschenswert sind - an Installationseinrichtungen auf der beide Räume (16, 17)
voneinander trennenden Übergabewand (19) anschließbar sind.