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EP 1 216 952 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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07.04.2004 Patentblatt 2004/15 |
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Anmeldetag: 03.09.2001 |
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Füllmaschine
Filling machine
Machine de remplissage
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
23.12.2000 DE 10064954
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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26.06.2002 Patentblatt 2002/26 |
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Patentinhaber: KHS Maschinen- und Anlagenbau Aktiengesellschaft |
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44143 Dortmund (DE) |
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Erfinder: |
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- Krulitsch, Dieter Rudolf
55545 Bad Kreuznach (DE)
- Clüsserath, Ludwig
55543 Bad Kreuznach (DE)
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 752 388
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DE-A- 19 939 521
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Füllmaschine gemäß Oberbegriff Patentanspruch
1.
[0002] In der Getränkeindustrie bestand zumindest bisher eine relativ eindeutige Trennung
zwischen den Produktbereichen der einzelnen Branchen, so daß auch die bekannten Füllmaschinen
hinsichtlich ihrer konstruktiven Ausbildung und der möglichen Füllverfahren an die
Erfordernisse der jeweiligen Branche angepaßt sind, d. h. bei Brauereien zum Abfüllen
von Bier, bei Mineralbrunnen zum Abfüllen von Sprudel und Limonaden, bei Keltereien
zum Abfüllen von Fruchtsäften, bei Weinkellereien zum Abfüllen von Wein und bei Sektkellereien
zum Abfüllen von Sekt usw.
[0003] In jüngster Zeit läßt sich eine zunehmende Verschiebung der Produktbereiche zwischen
den einzelnen Branchen feststellen, so daß vielfach auch branchenfremde oder branchenferne
Produkte ins Programm aufgenommen werden. Weiterhin werden in der Getränkeindustrie
auch ständig neue Getränke entwickelt, die dann beispielsweise bei einem Hersteller
ein von dem üblichen abweichendes Füllverfahren erforderlich machen.
[0004] Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen, ist es Aufgabe der Erfindung eine Füllmaschine
aufzuzeigen, die unterschiedlichste Füllverfahren und damit auch das optimale Abfüllen
von unterschiedlichsten Produkten ermöglicht.
[0005] Einen ersten Lösungsansatz zeigt die EP 0 752 388 A1 auf, obwohl sich diese Schrift
in erster Linie mit der Vorstellung eines verbesserten, füllrohrlosen Füllelementes
befasst. Im Rahmen der EP 0 752 388 A1 wird ein Füllelement und somit auch eine Füllmaschine
vorgestellt, welche über drei getrennte Gaswege verfügt, wobei jeder einzelne dieser
Gaswege über ein eigenes Absperrventil verfügt, durch welches dieser geöffnet oder
geschlossen werden kann. Durch das Öffnen oder das Schließen der Absperrventile kann
der Innenraum des zu füllenden Behälters direkt oder indirekt mit einem oder mehreren
der am Rotor der Füllmaschine vorhandenen Ringkanäle verbunden werden, wobei es bei
diese Ringkanälen um einen Heiß- oder Sattdampfkanal, einen Rückgas-Sammelkanal und
einen Vakuumkanal handelt.
[0006] Durch diese konstruktive Maßnahme lassen sich auf einfache Art und Weise verschiedenste
Füllverfahren realisieren, wobei Reihenfolge und Steuerung der einzelnen Prozessschritte
ohne mechanische Umbauarbeiten, allein durch die veränderte Ansteuerung der Absperrventile
erfolgen kann. Nachteilig bei dieser Ausgestaltung ist allerdings, dass die einzelnen
Gaswege bei Durchströmung in unterschiedlichen Richtungen identische Strömungswiderstände
aufweisen, wodurch sich nicht alle möglichen Füllverfahren optimal ausführen lassen.
[0007] Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Füllmaschine entsprechend dem Patentanspruch 1
ausgebildet.
[0008] Durch die erfindungsgemäße Ausbildung sind unterschiedlichste Füllverfahren mit ein
und derselben Füllmaschine möglich, und zwar im wesentlichen nur durch Auswahl eines
entsprechenden Programms zur Ansteuerung der einzelnen Füllelemente der Maschine.
Beispielsweise zum Abfüllen von Softdrinks, stillen Wässern, Fruchtsaftgetränken oder
Bier sind grundsätzlich vier verschiedene Füllverfahren und damit nach dem bisherigen
Stand der Technik grundsätzlich auch vier unterschiedliche Füllmaschinen erforderlich,
nämlich ein Normal-Druck- oder Vakuum-Füller für stilles Wasser oder Säfte, ein Einkammer-Druckfüller
für Softdrinks, ein Füller mit besonderem Verfahren zur sauerstoffarmen Füllung von
Bier.
[0009] Mit der Erfindung sind unterschiedlichste Füllverfahren ohne nennenswerten Umbau
der Füllmaschine lediglich durch entsprechende Auswahl des die Füllelemente steuernden
Programms möglich. Die erfindungsgemäße Füllmaschine erlaubt das Verarbeiten von Kunststoff-Flaschen
und Glasflaschen.
[0010] Die erfindungsgemäße Füllmaschine ist vorzugsweise als volumetrisches Füllsystem
ausgebildet. Weiterhin werden vorzugsweise durch den Prozeßrechner bzw. durch die
Steuereinheit alle Funktionen innerhalb der Füllelemente vorzugsweise pneumatisch
gesteuert. Alle Varianten der verschiedenen Füllprozesse sind im Rechner hinterlegt
und können angepaßt an das jeweilige Füllgut und an den jeweiligen Behälter abgerufen
werden.
[0011] Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0012] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren an Ausführungsbeispielen näher
erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- in vereinfachter Darstellung ein füllrohrloses Füllelement einer Füllmaschine umlaufender
Bauart mit einem axial verschiebbaren Spülrohr, zusammen mit einer an dem Füllelement
angesetzten Flasche sowie mit einer Teildarstellung eines Rotors und eines teilgefüllten
Ringkessels der Füllmaschine, bei eingefahrenem Spülrohr;
- Fig. 2
- eine Darstellung wie Figur 1, jedoch bei in die Flasche ausgefahrenem Spülrohr;
- Fig. 3 und 4
- Darstellungen ähnlich den Figuren 1 und 2 bei einer weiteren möglichen Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 5
- das Füllelement der Figuren 3 und 4 bei der CIP-Reinigung.
[0013] Das in den Figuren 1 und 2 allgemein mit 1 bezeichnete Füllelement ist Bestandteil
einer Füllmaschine umlaufender Bauart und ist zusammen mit einer Vielzahl gleichartiger
Füllelemente ,in jeweils gleichmäßigen Winkelabständen um eine vertikale Maschinenachse
verteilt am Umfang eines Rotors 2 vorgesehen. In diesem Rotor sind bei der dargestellten
Ausführungsform ein erster Ringkanal 3, ein zweiter Ringkanal 4 und ein dritter Ringkanal
5 ausgebildet, die die vertikale Maschinenachse konzentrisch umschließen und für sämtliche
Füllelemente 1 gemeinsam vorgesehen sind.
[0014] Von diesen Ringkanälen 3 - 5 dienen bei den nachstehend beschriebenen Füllsystemen
bzw. -verfahren der Ringkanal 3 als Spanngaskanal, der Ringkanal 4 als Vakuumkanal
und der Ringkanal 5 als Rückgaskanal. Für diesen Zweck sind der Ringkanal 3 mit dem
Gasraum 6' eines am Rotor 2 vorgesehenen, teilgefüllten Ringkessels 6, der Ringkanal
4 mit einer Unterdruckquelle bzw. Vakuumeinrichtung oder -pumpe 7 und der Ringkanal
5 mit einer Leitung 8 zum Abführen des überschüssigen Rückgases beispielsweise in
die Atmosphäre, in den Gasraum 6' oder an eine Einrichtung zur Aufbereitung des Rückgases,
und zwar auch abhängig von dem jeweiligen Füllverfahren oder -system.
Der Gasraum 6' ist über dem Niveau des Flüssigkeitsspiegels des Füllgutes in dem Flüssigkeitsraum
6" gebildet. Durch eine Niveauregelung 6'" wird das Niveau N im wesentlichen auf einem
konstanten Wert gehalten.
[0015] Jedem Füllelement 1 ist ein Flaschenträger 9 zugeordnet, mit dem die jeweils zu füllende
Flasche 10 angehoben und mit ihrer Flaschenmündung 10' in Dichtlage gegen eine ringförmige
Dichtung 13 angedrückt und gehalten wird, die an der Unterseite des Füllelementes
1 bzw. eines Füllelementgehäuses 11 vorgesehen ist und eine ringförmige Abgabeöffnung
12 umschließt.
[0016] In dem Füllelement 1 bzw. dessen Gehäuse 11 ist unter anderem ein Flüssigkeitskanal
14 ausgebildet, der über eine Zuführung 15 mit einem Durchflußmesser 16 mit dem das
Füllgut enthaltenden Flüssigkeitsraum 6" des Ringkessels 6 in Verbindung steht.
[0017] Im Flüssigkeitskanal 14, der mit seinem unteren Ende die Abgabeöffnung 12 bildet,
ist in bekannter Weise das Flüssigkeitsventil 17 für das gesteuerte Einleiten und
Beenden des Füllgutzuflusses in die Flasche 10 vorgesehen. Das Flüssigkeitsventil
17 besteht im wesentlichen aus dem Ventilkörper 17', der auf der Außenfläche eines
achsgleich mit der Füllelementachse FA angeordneten Rückgasrohres 18 angeordnet ist,
welches axial um einen vorgegebenen Hub verschiebbar ist, und aus einem im Flüssigkeitskanal
14 ausgebildeten Ventilsitz 17". Das Rückgasrohr 18 steht mit seinem unteren Ende
über die Unterseite des Füllelementes 1 bzw. über die dortige Ringdichtung 13 vor.
In dem beidendig offenen Rückgasrohr 18, welches von der ringförmigen Abgabeöffnung
12 umschlossen ist, ist ein ebenfalls beidendig offenes Spülrohr 19 angeordnet, und
zwar derart, daß zwischen der Außenfläche des Spülrohres 19 und der Innenfläche des
Rückgasrohres 18 ein ringförmiger Rückgasrohrkanal 18' gebildet ist, der in einen
Gasraum 18" mündet und am unteren Ende des Rückgasrohres 18 eine Rückgasöffnung 18'"
bildet. Dieser Gasraum 18" steht mit dem unteren Raum 20' einer im oberen Teil des
Gehäuses 11 ausgebildeten kreiszylinderförmigen Kammer 20 in Verbindung, deren Achse
wiederum achsgleich mit der Achse FA ist. Das obere, offene Ende des von dem Spülrohr
19 gebildeten Spülkanals 19' mündet in den oberen Raum 20" der Kammer 20. Die beiden
Räume 20' und 20" sind durch einen auf dem oberen Ende des Spülrohres 19 befestigten
und in der Kammer 20 axial verschiebbaren Kolben 21 getrennt. In der Darstellung der
Figur 1 befindet sich das Spülrohr 19 in seiner angehobenen, eingezogenen Stellung,
in der der Kolben 21 und damit auch das obere, offene Ende des Spülrohres 19 dem oberen
Ende der Kammer 20 näherliegt als dem unteren Ende dieser Kammer und in der das Spülrohr
19 bei geschlossenem Flüssigkeitsventil 17 nicht über die Unterseite des Rückgasrohres
18 vorsteht.
[0018] In der Figur 2 befindet sich das Spülrohr 19 in seiner ausgefahrenen Stellung, in
der das obere Ende des Spülrohres 19 und damit auch der Kolben 21 dem unteren Ende
der Kammer 20 näherliegen als dem oberen Ende dieser Kammer und in der das Spülrohr
19 mit einer dem Bewegungshub dieses Spülrohres entsprechenden Länge über das untere
Ende des Rückgasrohres 18 vorsteht und relativ weit in das Innere der Flasche 10 reicht.
[0019] Zum gesteuerten Öffnen und Schließen des Flüssigkeitsventil 17 ist im Gehäuse 11
weiterhin ein pneumatische Betätigungseinrichtung 22 (Pneumatikzylinder) für das Flüssigkeitsventil
17 vorgesehen. Diese Betätigungseinrichtung 22 besteht aus dem achsgleich mit der
Achse FA ausgebildeter Zylinderraum 22' vorgesehen, in welchem ein auf dem Rückgasrohr
18 vorgesehener Kolben 22" in Achsrichtung verschiebbar vorgesehen ist. Oberhalb des
Kolbens 22" ist im Zylinderraum 22' eine Steuerkammer gebildet, die über eine nicht
dargestellte Steuerventileinrichtung (z.B. Magnetventil) gesteuert mit Druckluft beaufschlagt
und entlüftet werden kann, um den Kolben 22" und damit auch das Rückgasrohr 18 aus
der in der Figur 1 dargestellten Position, die dem geöffneten Flüssigkeitsventil 17
entspricht, gegen die Wirkung einer Druckfeder 23 in eine Position zu bewegen, die
der Schließstellung des Flüssigkeitsventils 17 entspricht.
[0020] Am Gehäuse 11 des Füllelementes 1 sind weiterhin drei individuell ansteuerbare bzw.
pneumatisch betätigbare Steuerzylinder oder Steuerventile 24, 25 und 26 vorgesehen,
von denen das Steuerventil 24 dem als Spanngaskanal dienenden Ringkanal 3 zugeordnet
und daher auch als Spanngasventil bezeichnet wird, das Steuerventil 25 dem als Vakuumkanal
dienenden Ringkanal 4 zugeordnet ist und daher auch als Vakuumsteuerventil bezeichnet
werden kann und das Steuerventil 26 dem als Rückgaskanal dienenden Ringkanal 5 zugeordnet
ist und daher auch als Rückgassteuerventil bezeichnet werden kann.
[0021] In dem Gehäuse 11 sind weiterhin verschiedene Gaswege ausgebildet, die die Steuerventile
24 - 26 enthalten:
Gasweg 27, der das Steuerventil 24 aufweist und der den Gasraum 18" mit dem Ringkanal
3 (Spanngaskanal) verbindet;
Gasweg 28, der das Steuerventil 25 enthält und den Gasraum 18" mit dem Ringkanal 4
(Vakuumkanal) verbindet;
Gasweg 29, der das Steuerventil 26 enthält und der den Raum 20" mit dem Ringkanal
5 (Rückgaskanal) verbindet.
[0022] In dem sich zwischen dem Steuerventil 25 und dem Ringkanal 4 erstreckenden Teil des
Gaskanals 28 ist in Serie mit dem Steuerventil 25 die Parallelschaltung aus einer
ersten Drossel 30 und aus einem zu dieser parallelen Rückschlagventil 31 vorgesehen.
Letzteres ist so ausgebildet, daß es für eine Strömung vom Steuerventil 25 in den
Ringkanal 4 öffnet und für eine Strömung in entgegengesetzter Richtung sperrt: Eine
Parallelschaltung aus einer zweiten Drossel 32 und aus einem zu dieser parallelen
Rückschlagventil 33 ist in dem von dem Steuerventil 26 an den Ringkanal 5 führenden
Teil des Gasweges 29 in Serie mit dem Steuerventil 26 vorgesehen. Das Rückschlagventil
33 ist dabei so ausgebildet, daß es für eine Strömung aus dem Ringkanal 5 an das Steuerventil
26 öffnet und für einen Fluß in umgekehrter Richtung sperrt. Zusätzlich zu den Gaswegen
24, 25 und 26 ist im Gehäuse 11 noch ein weiterer Gasweg 34 mit Drossel 35 ausgebildet,
über den eine ständige Verbindung zwischen dem Ringkanai 5 und dem Gasraum 18" besteht.
[0023] "Gasweg" im Sinne der Erfindung bedeutet eine Verbindung für Gas und/oder Luft. Die
vorgenannten Gaswege 24, 25, 26 und 34 sind von Kanälen im Gehäuse gebildet, wobei
die selben Kanäle teilweise Bestandteil unterschiedlicher Gaswege sind. Die Rückschlagventile
31 und 33 sind so ausgebildet, daß sie bzw. deren Ventilelemente (z.B. Kugel) beispielsweise
durch die auf das jeweilige Ventilelement wirkende Schwerkraft in den geschlossenen
Zustand vorgespannt sind und erst bei einer vorgegebenen Druckdifferenz in Durchlaßrichtung
öffnen.
[0024] Mit der beschriebenen Ausbildung sind mit ein und derselben Füllmaschine im wesentlichen
nur durch Änderung oder Auswahl eines entsprechenden Programms unterschiedlichste
Füllsysteme oder -verfahren möglich. In der nachfolgenden Beschreibung sind für das
Flüssigkeitsventil 17 und die Steuerventile 24 - 26 jeweils die geschlossenen Stellung
angenommen, sofern nicht ausdrücklich die geöffnete Stellung dieser Ventile in einem
Verfahrensschritt angegeben ist:
1.1. Drucklose Füllung, insbesondere von stillen Getränken
[0025] Stilles Wasser, Fruchtsaftgetränke oder Wein werden in der Regel unter Atmosphärendruck
abgefüllt. Hierfür ist der Ringkessel 6 bis zu dem Niveau N mit dem jeweiligen Füllgut
gefüllt. Der Gasraum 6' weist Atmosphärendruck auf, beispielsweise ein Inertgas oder
sterile Luft mit Atmosphärendruck.
[0026] Das Füllgut wird über das geöffnete Flüssigkeitsventil 17 der in Dichtlage mit dem
Füllelement 1 befindlichen Flasche 10 zugeführt, wobei das aus der Flasche 10 verdrängte
Gas bzw. die aus der Flasche 10 verdrängte Luft über den Rückgasrohrkanal 18' und
über den Gasweg 28 mit dem geöffneten Steuerventil 25 in den Ringkanal 4 gelangt.
Die im Gasweg 28 vorgesehene Drossel 30 bestimmt die Füllgeschwindigkeit. Das parallel
zu der Drossel 30 angeordnete Rückschlagventil 31 verbleibt im geschlossenen Zustand.
[0027] Anders als bei einem herkömmlichen Einkammer-Füllsystem gelangt also die Luft bzw.
das Gas, weiches aus der jeweiligen Flasche 10 beim Füllen verdrängt wird, nicht in
den Ringkessel 6 und kommt damit auch nicht mit dem dortigen Füllgut oder weiteren
Flaschen10 in Berührung, womit auch hohe hygienische Anforderungen erfüllt werden.
1.2. Einkammer-Druckfüllung, insbesondere von Softdrinks
[0028] Softdrinks und Mineralwässer mit einem merklichen Anteil an Kohlensäure (CO
2) werden üblicherweise mit dem Einkammer-Druckfüllsystem gefüllt, und zwar unter Vorspannen
der jeweiligen Flasche 10.
[0029] Für diese Verfahrensweise enthalten der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
Das Vorspannen der jeweiligen in Dichtlage mit dem Füllelement 1 befindlichen Flasche
10 erfolgt durch Öffnen des Steuerventils 24 über den Gasweg 27 aus dem Ringkanal
3 bzw. Gasraum 6' und über den Gasraum 18" und den Rückgasrohrkanal 18'. Durch den
Druck im Raum 20' wird auch das Spülrohr 19 in seiner eingefahrenen Stellung gehalten.
[0030] Nach dem Vorspannen wird das Steuerventil 24 geschlossen. Anschließend öffnet das
Flüssigkeitsventil 17 für ein langsames Anfüllen, wobei das hierbei aus der Flasche
10 verdrängte Rückgas über die Drossel 35 in den Ringkanal 5 fließt. Zum anschließenden
Schnellfüllen wird dann das Steuerventil 24 erneut geöffnet, so daß über den Rückgasrohrkanal
18', den Gasraum 18" und den geöffneten Gasweg 27 eine direkte Verbindung zum Ringkanal
3 und damit zum Gasraum 6' hergestellt wird und die Füllgeschwindigkeit während dieser
Schnellfüllphase durch die statische Flüssigkeitshöhe bzw. das Niveau N im Ringkessel
bestimmt ist.
1.3. Dreikammerdruckfüllung, insbesondere von sauerstoffempfindlichen und/oder mikrobiologisch
kritischen CO2-haltigen Getränken
[0031] Softdrinks und Mineralwässer mit wenig Kohlensäure reagieren in der Regel qualitativ
negativ auf den Kontakt mit Sauerstoff. Dies gilt auch für eine Vielzahl weiterer
Getränke. Zusätzlich besteht die Gefahr durch Verderb bei einer Kontaminierung mit
schädlichen Mikroorganismen. Um diese Nachteile zu vermeiden, werden derartige Getränke
mit einer Dreikammerdruckfüllung abgefüllt. Für diese Verfahrensweise enthalten wiederum
der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
[0032] Bei dem Dreikammerverfahren erfolgt zunächst eine Vorspannung der jeweiligen, in
Dichtlage mit dem Füllelement 1 befindlichen Flasche 10 mit frischem Inertgas. Beim
Einsatz von Kohlensäure führt dies zu hohen CO
2-Anteilen in der vorgespannten Flasche, so daß damit auch die Sauerstoffaufnahme durch
das Füllgut (Getränk) während der Füllung abnimmt. Die Vorspannung der Flasche 10
erfolgt aus dem Gasraum 6' bzw. aus dem Ringkanal 3, wofür zum Öffnen des Gasweges
27 das Steuerventil 24 geöffnet wird.
[0033] Nach dem Vorspannen der Flasche 10 und dem Schließen des Steuerventils 24 wird für
ein langsames Anfüllen das Flüssigkeitsventil 17 geöffnet, das hierbei aus der Flasche
10 verdrängte Rückgas fließt über die Drossel 35 in den Ringkanal 5.
[0034] Zum Einleiten der Schnellfüllphase wird das Steuerventil 26 geöffnet, so daß das
beim Füllen aus der Flasche 10 verdrängte Rückgas nunmehr auch über den Spülkanal
29' des Spülrohres 29 und den geöffneten Gasweg 28 mit der zweiten Drossel 32 in den
Ringkanal 5 strömen kann und dadurch dem größeren Rückgasstromes entsprechend eine
höhere Füllgeschwindigkeit erreicht ist.
[0035] Auch bei dieser Verfahrensweise verbleibt das Spülrohr 19 in seiner eingefahrenen
Stellung.
1.4. Sauerstoffarme Füllung, insbesondere Bierfüllung im Einkammer-Verfahren
[0036] Für diese Verfahrensweise enthalten der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
Auch Ringkanal 5 enthält CO
2-Gas unter Druck. Der eigentlichen Füllphase ist eine spezielle Spülung (Spülphase)
der Flaschen 10 mit CO
2-Gas vorgeschaltet. Diese Spülung sorgt während der Füllphase für eine optimale CO
2-Konzentration bei sparsamen CO
2-Verbrauch. Während der eigentlichen Füllphase fließt dann das ausschließlich aus
CO
2 bestehende Rückgas beim Füllen in den Gasraum 6' des Ringkessels 6 zurück und kann
wieder für die Vorspannung der nächsten Flaschen 10 verwendet werden.
[0037] Im Detail wird zum Spülen der jeweiligen, an das Füllelement 1 in Dichtlage befindlichen
Flasche 10 das Steuerventil 26 geöffnet, so daß CO
2-Gas unter Druck über den Gasweg 29 und das geöffnete Steuerventil 26 sowie das geöffnete
Rückschlagventil 33 in den Raum 20" gelangt. Durch den sich im Raum 20" aufbauenden
Überdruck werden der Kolben 21 nach unten und damit das Spülrohr 19 in die ausgefahrene
Stellung bewegt. Das CO
2-Gas aus dem Ringkanal 5 gelangt über den geöffneten Gasweg 29, den Raum 20" und das
Spülrohr 19 in die Flasche 10. Unmittelbar nach dem Öffnen des Steuerventils 26 wird
auch das Steuerventil 25 geöffnet, so daß zunächst die in der Flasche 10 vorhandene
und von dem über das Spülrohr 19 eintretenden Spülgas verdrängte Luft und später auch
das Spülgas über den Rückgasrohrkanal 18', den Gasweg 29 mit dem geöffneten Steuerventil
25 in den mit der Vakuumpumpe 7 verbundenen Ringkanal 4 (Vakuumkanal) abgesaugt wird.
Hierdurch ergibt sich ein intensives Spülen des Innenraums der Flasche 10, insbesondere
auch dadurch, daß sich das untere, offene Ende des Spülrohres 19 deutlich unterhalb
der dieses Spülrohr 19 umgebenden unteren Ringöffnung des Gaskanals 18' befindet.
[0038] Im Anschluß daran erfolgt das Vorspannen der jeweiligen Flasche mit CO
2-Gas aus dem Ringkanal 3. Hierfür wird bei geschlossenen Steuerventilen 25 und 26
das Steuerventil 24 geöffnet, so daß über den Gasweg 27 und den Rückgasrohrkanal 18'
CO
2-Gas unter Druck in die Flasche 10 strömt, zugleich aber auch in den Raum 20', wodurch
über den Kolben 21 das Spülrohr 19 automatisch nach oben bewegt bzw. eingezogen wird.
[0039] Nach dem Vorspannen folgt bei wieder geschlossenem Steuerventil 24 das Öffnen des
Flüssigkeitsventils 17 zunächst für ein langsames Füllen. Das hierbei von dem Füllgut
aus der Flasche 10 verdrängte CO
2-Gas fließt über den Rückgasrohrkanal 18' und die ständig geöffnete Drossel 35 in
den Ringkanal 5. Für ein anschließendes Schnellfüllen wird das Steuerventil 24 erneut
geöffnet, so daß nun über den Gasweg 27 und den Rückgasrohrkanal 18' eine direkte
Verbindung zu dem Gasraum 6' hergestellt und für die Füllgeschwindigkeit die statische
Füllguthöhe bzw. das Niveau N des Füllgutes im Ringkessel bestimmend ist.
1.5. Sauerstoffarme Füllung, insbesondere Bierfüllung im Dreikammer- Verfahren
[0040] Auch bei diesem Verfahren erfolgt zunächst ein Spülen der am Füllelement 1 in Dichtlage
befindlichen Flasche 10 entsprechend dem vorstehend beschriebenen Einkammer-Verfahren
über das in das Innere der Flasche 10 ausgefahrene Spülrohr 19.
[0041] Beim späteren Füllen der Flasche 10 fließt das aus dieser verdrängte Rückgas wiederum
in den Ringkanal 5, aus dem dieses Rückgas aber im Gegensatz zu dem vorstehend unter
Ziffer 1.4. beschriebenen Einkammer-Verfahren nicht in den Gasraum 6' zurückgeführt
wird, sondern verlorengeht. Der Vorteil dieses Dreikammer-Verfahrens ist die weiter
erhöhte CO
2-Reinheit der Flasche 10 und damit die weiter reduzierte Sauerstoffaufnahme des Füllgutes
während der Füllphase. Weiterhin wird bei diesem Dreikammer-Verfahren auch die Gefahr
einer Kontaminierung des Füllgutes durch mit Mikroorganismen belastete Gase ausgeschlossen,
die in den Prozeßkreislauf zurückgelangen. Dieses Dreikammer-Verfahren bedingt aber
im Vergleich zu dem vorstehend unter Ziffer 1.4. beschriebenen Einkammer-Verfahren
einen erhöhten CO
2-Verbrauch.
[0042] Für diese Verfahrensweise enthalten der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
Im Detail wird das Dreikammer-Verfahren, wie folgt, durchgeführt:
[0043] Zum Spülen der jeweiligen, an das Füllelement 1 in Dichtlage befindlichen Flasche
10 wird das Steuerventil 26 geöffnet, so daß CO
2-Gas unter Druck über den Gasweg 29 und das geöffnete Steuerventil 26 sowie das geöffnete
Rückschlagventil 33 in den Raum 20" gelangt. Durch den sich im Raum 20" aufbauenden
Überdruck werden der Kolben 21 nach unten und damit das Spülrohr 19 in die ausgefahrene
Stellung bewegt. Das CO
2-Gas aus dem Ringkanal 5 gelangt über den geöffneten Gasweg 29, den Raum 20" und das
Spülrohr 19 in die Flasche 10. Unmittelbar nach dem Öffnen des Steuerventils 26 wird
auch das Steuerventil 25 geöffnet, so daß zunächst die in der Flasche 10 vorhandene
und von dem über das Spülrohr 19 eintretenden Spülgas verdrängte Luft und später auch
das Spülgas über den Rückgasrohrkanal 18', den Gasweg 29 mit dem geöffneten Steuerventil
25 in den mit der Vakuumpumpe 7 verbundenen Ringkanal 4 (Vakuumkanal) abgesaugt wird.
Hierdurch ergibt sich ein intensives Spülen des Innenraums der Flasche 10, insbesondere
auch dadurch, daß sich das untere, offene Ende des Spülrohres 19 deutlich unterhalb
der dieses Spülrohr 19 umgebenden unteren Ringöffnung des Gaskanals 18' befindet.
[0044] Für das anschließende Vorspannen wird bei wieder geschlossenem Steuerventil 26 das
Steuerventil 24 geöffnet, so daß über den dann freigegebenen Gasweg 27 und den Rückgasrohrkanal
18' CO
2-Gas unter Druck in die Flasche 10 strömt und zugleich durch den sich im Raum 20'
aufbauenden Druck das Füllrohr 19 automatisch in die eingezogene Stellung bewegt wird.
Nach dem Vorspannen und Schließen des Steuerventils 24 wird das Flüssigkeitsventil
17 geöffnet, und zwar für ein Langsamfüllen, bei dem wiederum das von dem Füllgut
aus der Flasche 10 verdrängte CO
2-Gas über die ständig geöffnete Drossel 35 in den Ringkanal 5 fließt.
[0045] Zur Einleitung der Schnellfüllphase wird das Steuerventil 26 geöffnet, so daß für
das Rückgas ein zweiter Weg über den Spülkanal 19' und den geöffneten Gasweg 29 mit
der Drossel 32 in den Ringkanal 5 freigegeben wird. Die Füllgeschwindigkeit wird dabei
entsprechend dem durch diesen zusätzlichen Gasweg abströmenden Gasstrom gesteigert.
1.6. Füllung, insbesondere Bierfüllung von Flaschen aus Glas mit Vorevakuie rung (ZMS-Verfahren)
[0046] Die beschriebene Ausbildung des Füllelementes 1, d.h. insbesondere die durch die
Steuerventile 24 - 26 individuell steuerbaren Gaswege 27, 28 und 29 sowie der zusätzliche
Gasweg 34 mit der ständig geöffneten Drossel 35 ermöglichen in Kombination mit dem
teilgefüllten Ringkessel 6 - lediglich durch entsprechende Programm- oder Softwareauswahl
- auch ein Füllverfahren mit Vorevakuierung der jeweiligen Flasche 10 und mit anschließendem
Spülen, wobei selbstverständlich die Anzahl der Evakuierungsschritte und Spülphasen
frei wählbar sind.
[0047] Zum Vorevakuieren wird das Steuerventil 25 geöffnet, so daß dann über den Rückgasrohrkanal
18' und den freigegebenen Gasweg 28 vorhandene Luft oder vorhandenes Gas aus dem Innenraum
der in Dichtlage mit dem Füllelement 1 befindlichen Gasflasche 10 abgesaugt wird.
[0048] Nach diesem Evakuierungsschritt folgt das Spülen des Innenraumes der Flasche 10 in
der vorbeschriebenen Weise über das Spülrohr 19. Hierfür wird wiederum das Steuerventil
26 geöffnet, so daß die Spülphase entsprechend vorstehender Ziffer 1.4. eingeleitet
wird.
[0049] Die anschließende Füllphase kann dann in unterschiedlichster Weise gestaltet werden,
beispielsweise wie oben unter Ziffer 1.4. oder Ziffer 1.5. beschrieben, und zwar sowohl
im Einkammer-Verfahren, als auch im Dreikammer-Verfahren.
[0050] Die Figuren 3 und 4 zeigen in Darstellungen ähnlich den Figuren 1 und 2 als weitere
mögliche Ausführungsform ein am Rotor 2 vorgesehenes Füllelement 1a. In den Figuren
3 und 4 sind solche Elemente, die hinsichtlich ihrer Ausbildung und/oder Funktion
den vorbeschriebenen Elementen der Figuren 1 und 2 entsprechen, jeweils mit denselben
Bezugsziffern bezeichnet wie in den Figuren 1 und 2. Das Füllelement 1a unterscheidet
sich also vom Füllelement 1 im wesentlichen in folgenden Punkten:
- Am Füllelement 1a ist zusätzlich zu den Steuerventilen 24, 25 und 26 ein weiteres
Steuerventil 25a vorgesehen, welches dem Steuerventil 25 zugeordnet ist und anstelle
des Rückschlagventils 31 parallel zur Drossel 30 liegt, d.h. bei geöffnetem Steuerventil
25a wird die Drossel 30 überbrückt.
- In Reihe mit der Drossel 35 ist ein Rückschlagventil 36 in dem den Ringkanal 5 mit
dem Gasraum 18" ständig verbindenden Gasweg vorgesehen ist, wobei das Rückschlagventil
36 so ausgebildet ist, daß es für eine Strömung aus dem Gasraum 18" in den Ringkanal
5 öffnet und für eine Strömung in umgekehrter Richtung sperrt.
- Bei dem Füllelement 1a fehlen die Zylinderkammer 20 und der Kolben 21 zum Ein- und
Ausfahren des Spülrohres 19.
- Der Gasweg 29, in dem das Steuerventil 26 vorgesehen ist, mündet in einen im Gehäuse
11a des Füllelementes 1a gebildeten Gasraum 37, der sich oberhalb des Gasraumes 18"
befindet, von diesem aber getrennt ist.
- Durch den Gasraum 37 erstreckt sich das Spülrohr 19 hindurch, und zwar derart, daß
der Spülrohrkanal 19' mit seinem oberen Ende sowohl bei eingefahrenem Spülrohr (Figur
3), als auch bei ausgefahrenem Spülrohr (Figur 4) in den Gasraum 37 mündet.
- Zum Ein- und Ausfahren des Spülrohres 19 ist an der Oberseite des Gehäuses 11a über
dem Gasraum 37 zusätzlich ein doppelt wirkender Pneumatik-Zylinder 38 mit Kolben 39
und mit einer mit dem oberen Ende des Spülrohres 19 verbundenen Kolbenstange 40 vorgesehen.
- Die Ansteuerung des pneumatisch betätigten Steuerventils 25a erfolgt für jedes Füllelement
1a individuell, und zwar über ein Magnetventil, welches auch das von dem Zylinderraum
22 und dem Kolben 23 gebildete Betätigungselement des Flüssigkeitsventils 17 steuert,
und zwar derart, daß das Steuerventil 25a immer dann öffnet, wenn das Flüssigkeitsventil
17 geschlossen ist.
[0051] Es ist nicht erforderlich, die Füllmaschine so auszubilden, daß die Pneumatikzylinder
38 der einzelnen Füllelemente 1a individuell ansteuerbar sind, vielmehr genügt es,
die Pneumatikzylinder 38 sämtlicher Füllelemente über ein gemeinsames Magnetventil
zu steuern, und zwar derart, daß bei solchen Füllsystemen oder - verfahren, bei denen
ein Spülen der Flaschen 10 mit Inert- oder CO
2-Gas nicht erfolgt, ständig eingefahren und bei solchen Verfahren, bei denen ein Spülen
mit inert- oder CO
2-Gas erfolgt, ständig ausgefahren sind.
[0052] Mit dem in den Figuren 3 und 4 dargestellten Füllelement sind die nachfolgend angegebenen
Verfahren möglich, wobei wiederum bei in einzelnen Verfahrensschritten der Schließzustand
des Flüssigkeitsventils 17 sowie das Steuerventil 24, 25, 25a und 26 angenommen ist,
sofern nicht der geöffnete Zustand ausdrücklich erwähnt ist:
2.1. Drucklose Füllung, insbesondere von stillen Getränken
[0053] Wie oben zu Ziffer 1.1. ausgeführt, werden stille Getränke, nämlich beispielsweise
stilles Wasser, Fruchtsaftgetränke oder Wein unter Atmosphärendruck abgefüllt.
[0054] Der Gasraum 6' weist Atmosphärendruck auf, beispielsweise ein Inertgas oder sterile
Luft mit Atmosphärendruck. Bei eingefahrenem Spülrohr 19 und bei geöffnetem Flüssigkeitsventil
17 fließt das beim Füllen aus der am Füllelement 1a in Dichtlage befindlichen Flasche
10 verdrängte Rückgas über das Spülrohr 19, über den Gasraum 37 und den Gasweg 29
mit dem geöffneten Steuerventil 26 in den Ringkanal 5 (Rückgaskanal). Die Füllgeschwindigkeit
ist hierbei durch die Drossel 32 bestimmt. Das Rückschlagventil 33 ist geschlossen.
Da das aus der jeweiligen Flasche verdrängte Rückgas in den separaten Ringkanal 5
abgeführt wird und somit nicht mit dem Füllgut im Ringkessel 6 oder mit anderen Flaschen
10 in Berührung kommt, erfüllt dieses Füllverfahren wiederum hohe hygienische Anforderungen.
2.2. Einkammer-Druckfüllung, insbesondere von Softdrinks
[0055] Wie vorstehend unter Ziffer 1.2. ausgeführt, werden Softdrinks oder Mineralwässer
mit einem merklichen Anteil an Kohlensäure üblicherweise mit diesem Füllverfahren
abgefüllt. Für diese Verfahrensweise enthalten der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
[0056] Vor dem eigentlichen Füllen der jeweiligen Flasche 10 erfolgt durch Öffnen des Steuerventils
24 aus dem Ringkanal 3 bzw. aus dem Gasraum 6' ein Vorspannen der in Dichtlage mit
dem Füllelement 1a befindlichen Flasche 10.
[0057] Im Anschluß daran erfolgt nach dem Schließen des Steuerventils 24 ein langsames Füllen
durch Öffnen des Flüssigkeitsventils 17. Das hierbei aus der Flasche 10 durch das
Füllgut verdrängte Rückgas fließt über den Rückgasrohrkanal 18', den Gasraum 18" und
das geöffnete Rückschlagventil 36 sowie die Drossel 35 in den Ringkanal 5.
[0058] Für das anschließende Schnellfüllen öffnet das Steuerventil 24 erneut, so daß dann
über dieses geöffnete Steuerventil, den Rückgasrohrkanal 18' und den Gasraum 18" eine
direkte, ungedrosselte Verbindung zum Ringkanal 3 und damit auch zum Gasraum 6' hergestellt
ist und so die Füllgeschwindigkeit durch die statische Füllguthöhe (Niveau N) im Ringkessel
6 bestimmt ist.
2.3. Dreikammer-Druckfüllung, insbesondere von sauerstoffempfindlichen und/oder mikrobiologischen
kritischen CO2-haltigen Getränken
[0059] Wie oben zu Ziffer 1.3. ausgeführt wurde, reagieren Softdrinks, Mineralwässer usw.
mit wenig Kohlensäure qualitativ negativ auf Kontakt mit Sauerstoff. Zusätzlich besteht
auch die Gefahr durch Verderb durch Kontaminierung mit schädlichen Mikroorganismen.
Getränke dieser Art werden also mit dem Dreikammerdruck-Verfahren abgefüllt. Für diese
Verfahrensweise enthalten der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
[0060] Das Vorspannen der in Dichtlage mit dem Füllelement 1a befindlichen Flasche 10 erfolgt
durch Öffnen des Steuerventils 24 direkt aus dem Ringkanal 3 bzw. dem Gasraum 6'.
[0061] Während des anschließenden Füllens strömt das nach dem Öffnen des Flüssigkeitsventils
17 aus der Flasche 10 verdrängte Rückgas über den Rückgasrohrkanal 18', den Gasraum
18", die Drossel 35 und das sich öffnende Rückschlagventil 36 in den Ringkanal 5.
[0062] Zum Einleiten der Schnellfüllphase wird das Steuerventil 25 geöffnet, so daß sich
über den Rückgasrohrkanal 18', den Gasraum 18" und die Drossel 30 ein zusätzlicher
Gasstrom in den Ringkanal 4 (Vakuumkanal) ergibt und hierdurch die Füllgeschwindigkeit
entsprechend gesteigert wird. Da sich das Flüssigkeitsventil 17 in der geöffneten
Stellung befindet, ist das Steuerventil 25a geschlossen.
2.4 Sauerstoffarme Füllung, insbesondere Bierfüllung im Einkammer- Verfahren
[0063] Für diese Verfahrensweise enthalten der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
Der Ringkanal 5 enthält CO
2-Gas unter Druck. Der Füllphase (Bierfüllung) ist wiederum eine spezielle Spülphase
der Flaschen 10 vorgeschaltet. Hierfür sind durch Betätigung sämtlicher Pneumatik-Zylinder
38 die Spülrohre 19 aller Füllelemente 1a in ihre ausgefahrene Stellung bewegt.
[0064] Durch die Spülung wird während der anschließenden Füllung eine hohe CO2-Konzentration
bei sparsamen CO
2-Verbrauch gewährleistet. Nahezu die gesamte Kohlensäure fließt beim Füllen in den
Gasraum 6' des Kessels zurück und kann für die Vorspannung der nächsten Flaschen verwendet
werden.
[0065] Im Detail wird für das Spülen das Steuerventil 26 geöffnet, so daß CO
2-Gas aus dem Ringkanal 5 über das vollständig geöffnete Rückschlagventil 33 und den
Gasraum 37 in das Spülrohr 19 strömt und am unteren Ende des Spülrohres in die Flasche
10 eintritt, wie dies in der Figur 4 dargestellt ist. Über den Rückgasrohrkanal 18'
und das Steuerventil 25a, welches bei geschlossenem Flüssigkeitsventil 17 geöffnet
ist, wird das Spülgas in den Ringkanal 4 abgesaugt.
[0066] Nach dem Spülen und Schließen des Steuerventils 26 erfolgt das Öffnen des Flüssigkeitsventils
17 bei gleichzeitigem automatischem Schließen des Steuerventils 25a. In der dann folgenden
Langsamfüllphase strömt das aus der Flasche 10 verdrängte Rückgas über den Rückgasrohrkanal
18', den Gasraum 18", das sich öffnende Rückschlagventil 36 und die Drossel 35 in
den Ringkanal 5 (Rückgaskanal). Für das Schnellfüllen wird das Steuerventil 24 geöffnet,
so daß dann über dieses Steuerventil und den Gasraum 18" sowie den Rückgasrohrkanal
18' eine direkte Verbindung zu dem Ringkanal 3 und damit zu dem Gasraum 6' hergestellt
ist und die Füllgeschwindigkeit wieder durch die statische Flüssigkeitshöhe (Niveau
N) im Ringkessel 6 bestimmt ist.
2.5 Sauerstoffarme Füllung, insbesondere Bierfüllung im Dreikammer- Verfahren
[0067] Auch bei diesem Verfahren ist das unter Ziffer 2.4. beschriebene Spülen der Flasche
10 dem eigentlichen Füllprozeß vorausgeschaltet. Der Vorteil dieses Verfahrens ist
die weiter gesteigerte CO
2-Reinheit in den Flaschen 10. Die Gefahr einer Kontaminierung des Füllgutes durch
mit Mikroorganismen belasteten Gasen, die in den Prozeß zurückfließen, ist ausgeschlossen,
allerdings bei einem höheren CO
2-Verbrauch.
[0068] Für diese Verfahrensweise enthalten der Gasraum 6' CO
2-Gas unter einem vorgegebenen, geregelten Druck und der Flüssigkeitsraum 6" das Füllgut.
Das Spülen erfolgt wiederum bei geöffnetem Steuerventil 26 aus dem Ringkanal 5 und
das Spülrohr 29 sowie durch Absaugen des Spülgases aus der Flasche 10 über den Rückgasrohrkanal
18' und das zwangsläufig geöffnete Steuerventil 25a in den Ringkanal 4.
[0069] Für das anschließende Langsamfüllen bei geöffnetem Flüssigkeitsventil 17 strömt das
aus der Flasche 10 verdrängte Rückgas über das sich öffnende Rückschlagventil 36 und
die Drossel 35 in den Ringkanal 5.
[0070] Für das anschließende Schnellfüllen wird das Steuerventil 26 geöffnet, so daß ein
zusätzlicher zweiter Weg über die Drossel 30 in den Ringkanal 4 für das verdrängte
Rückgas freigegeben wird und sich somit eine höhere Füllgeschwindigkeit einstellt.
2.6. Füllung, insbesondere Bierfüllung von Flaschen aus Glas mit Vorevakuierung (ZMS-Verfahren)
[0071] Auch mit dem Füllelement 1a ist wiederum lediglich durch Wahl eines entsprechenden
Programms ein Füllverfahren mit Vorevakuierung und mit anschließendem Spülen der Flaschen
10 möglich, wobei die Anzahl der Evakuierungs- und Spülschritte frei wählbar sind.
[0072] Zum Vorevakuieren wird zusätzlich zu dem bereits geöffneten Steuerventil 25a auch
das mit diesem in Serie liegende Steuerventil 25 geöffnet, so daß die Luft oder das
Gas aus der in Dichtlage mit dem Füllelement 1a befindlichen Flasche 10 über den Rückgasrohrkanal
18', den Gasraum 18" und den Gasweg 28 in den Ringkanal 4 abgesaugt wird. Zum anschließenden
Spülen wird bei wieder geschlossenem Steuerventil 25 und damit geschlossenem Gasweg
28 das Steuerventil 26 geöffnet, so daß aus dem Ringkanal 5 (Rückgaskanal) CO
2-Gas über das vollständig geöffnete Rückschlagventil 33 und das Spülrohr 29 in das
Innere der Flasche 10 strömt.
[0073] Der anschließende Füllprozeß kann dann beispielsweise wie unter 2.4. oder 2.5. beschrieben
durchgeführt werden.
[0074] Wie in der Figur 5 dargestellt ist, ermöglicht das Füllelement 1a unter Verwendung
einer entsprechenden Spülkappe 41 auch eine CIP-Reinigung sämtlicher Flüssigkeits-
und Gaswege, wobei die Reinigungsflüssigkeit dann über die Ringkanäle 4 und 5 zugeführt
und über den Ringkanal 3 sowie die Zuführung 15 in den Ringkessel 6 strömt und aus
diesem abgeführt wird, und zwar bei geöffneten Steuerventilen 24 - 26 und geöffnetem
Flüssigkeitsventil 17, wobei für diese spezielle CIP-Reinigung durch eine für sämtliche
Füllelemente 1a gemeinsame Ansteuerung auf deren Steuerventile 25a geöffnet sind.
[0075] Der besondere Vorteil der beschriebenen Füllelemente 1 und 1a oder einer mit diesen
versehenen Füllmaschine besteht also darin, daß eine äußerst hohe Flexibilität und
ein größtmöglicher Füllkomfort erreichbar sind. Mit ein und derselben Maschine sind
im wesentlichen nur durch Programmänderung unterschiedlichste Füllverfahren möglich,
insbesondere ist es dann auch möglich, das für das jeweilige Füllgut optimale Füllverfahren
auszuwählen. Diese Vorteile werden trotz eines geringen konstruktiven Aufwandes erreicht,
d.h. die Füllelemente 1 bzw. 1a sind jeweils nur drei individuell ansteuerbare Steuerventile
24 - 26 sowie ein Zylinder oder Betätigungselement 22 zum gesteuerten Schließen des
Flüssigkeitsventils 17 erforderlich, wobei diese Elemente von der zentralen Steuereinrichtung
(Füllerrechner) angesteuert und betätigt werden.
[0076] Die verschiedenen Füllverfahren sind insbesondere auch unter Beibehaltung solcher
Funktionen wie Langsam- und Schnellfüllen, CO
2-Rückgewinnung, Vorevakuierung, druckgeregelte Entlastung usw. möglich.
[0077] Ein weiterer wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Ausbildung besteht auch darin,
daß für das Ausfahren und Einfahren des Spülrohres 19 bei dem Füllelement 1 kein zusätzliches
Steuerelement oder Steuerventil notwendig ist, sondern dieses Ein- und Ausfahren in
der beschriebenen Weise automatisch durch das Einleiten der Spülphase (Ausfahren des
Spülrohres 19) bzw. durch das Einleiten der anschließenden Vorspannphase (Einziehen
des Spülrohres 19) erfolgt, und daß bei dem Füllelement 1a ein einziges für sämtliche
Füllelemente einer Füllmaschine gemeinsames Steuerelement ausreicht.
[0078] Bei allen vorbeschriebenen Verfahren erfolgt eine volumetrische Füllung der jeweiligen
Flasche 10 in Abhängigkeit von dem vom Durchflußmesser 16 gelieferten und von der
zugeführten Füllgutmenge abhängigen Signal.
[0079] Die Steuerung der Füllelemente 1, 1a sowie der Flüssigkeitsventile 17 erfolgt durch
die in den Figuren allgemein mit 42 bezeichnete Steuereinrichtung.
Bezugszeichenliste
[0080]
- 1, 1a
- Füllelement
- 2
- Rotor
- 3, 4, 5
- Ringkanal
- 6
- Ringkessel
- 6'
- Gasraum
- 6"
- Flüssigkeitsraum
- 6'"
- Niveauregler
- 7
- Vakuumpumpe
- 8
- Leitung
- 9
- Flaschenträger
- 10
- Flasche
- 11, 11a
- Füllelementgehäuse
- 12
- Abgabeöffnung
- 13
- Ringdichtung
- 14
- Flüssigkeitskanal
- 15
- Verbindung
- 16
- Durchflußmesser
- 17
- Flüssigkeitsventil
- 17'
- Ventilkörper
- 17"
- Ventilsitz
- 18
- Rückgasrohr
- 18'
- Rückgasrohrkanal
- 18"
- Gasraum
- 18'"
- Rückgasöffnung
- 19
- Spülrohr
- 19'
- Spülrohrkanal
- 20
- Zylinderkammer
- 20', 20"
- Raum
- 21
- Kolben
- 22
- Betätigungselement
- 22'
- Zylinderraum
- 22"
- Kolben
- 23
- Druckfeder
- 24
- Steuerventil
- 25, 25a
- Steuerventil
- 26
- Steuerventil
- 27, 28, 29
- Gasweg
- 30
- Drossel
- 31
- Rückschlagventil
- 32
- Drossel
- 33
- Rückschlagventil
- 34
- zusätzlicher Gasweg
- 35
- Drossel
- 36
- Rückschlagventil
- 37
- Gasraum
- 38
- Pneumatikzylinder
- 39
- Kolben
- 40
- Kolbenstange
- 41
- Spülkappe
- 42
- Steuereinrichtung
- FA
- Füllelementachse
- N
- Füllgutniveau im Ringkessel
1. Füllmaschine umlaufender Bauart zum Füllen von Flaschen, Dosen oder dergleichen Behälter
(10) mit einem flüssigen Füllgut, mit mehreren an einem Rotor (2) gebildeten Füllpositionen
mit jeweils einem Füllelement (1, 1a), gegen welches der jeweilige Behälter (10) beim
Füllen mit einer Behältermündung (10') im Bereich einer Füllelement-Abgabeöffnung
(12) angesetzt ist, die Teil eines im Füllelement (1,1a) ausgebildeten Flüssigkeitsweges
(14) mit Flüssigkeitsventil (17) ist, wobei das jeweilige Füllelement (1, 1a) wenigstens
eine Rückgasöffnung (18''') aufweist, über die der Innenraum des Behälters (10) mit
im Füllelement (1, 1a) ausgebildeten und durch Steuerventile (24, 25, 25a, 26) steuerbaren
Gaswegen verbindbar ist, mit einem Kessel (6), der einen Flüssigkeitsraum (6") zur
Aufnahme des Füllguts und darüber einen Gasraum (6') bildet, sowie mit wenigstens
drei für sämtliche Füllelemente (1, 1a) gemeinsamen Kanälen (3, 4, 5) am Rotor (2),
die einen Spanngaskanal (3), einen Vakuumkanal (4) und einen Rückgaskanal (5) bilden,
sowie mit drei Gaswegen (27, 28, 29), nämlich ein erster Gasweg (27), der ein erstes
Steuerventil (24) aufweist, und über den eine gesteuerte Verbindung zwischen der Rückgasöffnung
(18'") und dem Spanngaskanal (3) herstellbar ist, ein zweiter Gasweg (28), der ein
zweites Steuerventil (25) aufweist und über den eine gesteuerte Verbindung zwischen
der Rückgasöffnung (18'") und dem Vakuumkanal (4) herstellbar ist, einen dritten Gasweg
(29), der ein drittes Steuerventil (26) aufweist und über den eine gesteuerte Verbindung
zwischen dem Rückgaskanal (5) und einem am Füllelement (1, 1a) vorgesehenen und in
den jeweiligen Behälter (10) einführbaren Spülrohr (19) herstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Füllelement (1, 1a) wenigstens ein vierter Gasweg (34), der eine erste, den Gasfluß
regelnde oder reduzierende Drossel (35) enthält und über den eine ständige Verbindung
zwischen der Rückgasöffnung (18"') und dem Rückgaskanal (5) besteht, und dass im zweiten
Gasweg (28) eine zweite Drossel (30) und im dritten Gasweg (29) eine dritte Drossel
(32) vorgesehen sind.
2. Füllmaschine nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine pneumatische Betätigungseinrichtung (20, 21; 38) zum axialen Bewegen des Spülrohres
(19) aus einer eingefahrenen Position, in der das Spülrohr (19) nicht oder nur mit
einer kürzeren Länge über das Füllelement (1, 1a) vorsteht, und einer ausgefahrenen
Stellung, in der das Spülrohr (19) mit einer größeren Länge über das Füllelement (1,
1a) vorsteht.
3. Füllmaschine nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, daß das pneumatische Betätigungselement einen am Spülrohr (19) befestigten Kolben (21)
aufweist, der in einem im Füllelement (1) ausgebildeten Zylinderraum (20) axial verschiebbar
ist und diesen Zylinderraum in Teilräume (20', 20") unterteilt, von denen ein erster
Teilraum (20') zum Einfahren des Spülrohres (19) und ein zweiter Teilraum (20") zum
Ausfahren des Spülrohres (19) mit Druck beaufschlagbar sind, daß der erste Teilraum
(20') mit einem zu der Rückgasöffnung (18''') führenden Teil zumindest des ersten
Gasweges (27) und/oder des vierten Gasweges (34) in Verbindung steht, und der zweiter
Teilraum (20") mit dem dritten Gasweg (29) in Verbindung steht.
4. Füllmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das pneumatische Betätigungselement für das Spülrohr (19) von einem Pneumatik-Zylinder
(38) gebildet ist und daß die Pneumatik-Zylinder (38) sämtlicher Füllelemente (1a)
der Füllmaschine von einem gemeinsamen Pneumatik-Ventil gesteuert werden.
5. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, daß die erste Drossel (35) in
Serie mit einem Rückschlagventil (36) vorgesehen ist, welches für einen Gasstrom von
der Rückgasöffnung (18''') in den Rückgaskanal (5) öffnet, für eine Gasströmung in
umgekehrter Richtung sperrt.
6. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur zweiten Drossel (30) ein zweites Rückschlagventil (31) vorgesehen ist,
welches für einen Gasstrom von der Rückgasöffnung (18''') in den Vakuumkanal (4) öffnet,
für eine Gasströmung in umgekehrter Richtung aber sperrt.
7. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, daß parallel zur dritten Drossel
(32) ein drittes Rückschlagventil (33) vorgesehen ist, welches für eine Strömung aus
dem Rückgaskanal (5) in das Spülrohr (19) oder einen dortigen Spülrohrkanal (19')
öffnet, für eine Strömung in umgekehrter Richtung aber sperrt.
8. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß parallel zur zweiten Drossel (30) ein weiteres Steuerventil (25a) vorgesehen ist,
und daß die Parallelschaltung aus der zweiten Drossel (30) und dem weiteren Steuerventil
(25a) in Serie mit dem zweiten Steuerventil (25) im zweiten Gasweg (28) liegt.
9. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllelement (1, 1a) ein füllrohrloses Füllelement ist, und daß die Rückgasöffnung
(18''') von der Öffnung eines Rückgasrohres (18) gebildet ist, welches von der Abgabeöffnung
(12) umgeben ist und bei an das Füllelement (1, 1a) angesetztem Behälter (10) durch
die Behälteröffnung (10') in den Behälterinnenraum hineinreicht.
10. Füllmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückgasrohr (18) das Spülrohr (19) unter Bildung eines ringförmigen Rückgasrohrkanales
(18') mit Abstand umschließt.
11. Füllmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Gasweg (27), der zweite Gasweg (28) sowie der vierte Gasweg (34) jeweils
mit einem in dem Rückgasrohr (18) gebildeten Rückgasrohrkanal (18') in Verbindung
stehen, vorzugsweise über einen im Füllelement (1, 1a) ausgebildeten zusätzlichen
Gasraum (18").
12. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Spanngaskanal (3) mit dem Gasraum (6') des Kessels (6) in Verbindung steht oder
mit diesem verbindbar ist.
13. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9-12, dadurch gekennzeichnet, daß das Flüssigkeitsventil (17) von einem am Rückgasrohr (18) vorgesehenen Ventilkörper
(17') und von einem mit diesem Ventilkörper im Flüssigkeitsweg (14) vorgesehenen Ventilsitz
(17") gebildet ist, und daß das Rückgasrohr (18) durch eine Betätigungseinrichtung
(22) zum Öffnen und Schließen des Flüssigkeitsventils (17) axial um einen vorgegebenen
Hub bewegbar ist.
14. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in der Verbindung zwischen dem Flüssigkeitsraum (6") des Kessels (6) und dem Flüssigkeitsweg
(14) des jeweiligen Füllelementes (1, 1a) ein Durchflußmesser (16) für das Füllgut
vorgesehen ist.
15. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerventile (24, 25, 25a, 26) pneumatisch betätigbare Ventile, vorzugsweise
Membran-Ventile sind.
16. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 8-15, dadurch gekennzeichnet, daß das zusätzliche Steuerventil (25a) in Abhängigkeit von dem Flüssigkeitsventil (17)
des betreffenden Füllelementes (1a) derart gesteuert wird, daß dieses zusätliche Steuerventil
(25a) sich in der geöffneten Stellung befindet, wenn das Flüssigkeitsventil (17) geschlossen
ist, und sich in der geschlossenen Stellung befindet, wenn das Flüssigkeitsventil
(17) geöffnet ist.
17. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche 3-16, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Zylinderraum (20") mit dem zwischen dem dritten Steuerventil (26) und
dem Spülrohr (19) liegenden Teil des dritten Gasweges (29) verbunden ist.
18. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Drossel (30) in dem zwischen dem zweiten Steuerventil (25) und dem Vakuum-Kanal
(4) gebildeten Abschnitt des zweiten Gasweges (28) vorgesehen ist.
19. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Drossel (32) in dem zwischen dem dritten Steuerventil (26) und dem Rückgaskanal
(5) gebildeten Teil des dritten Gasweges (29) vorgesehen ist.
20. Füllmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine die Füllelemente (1, 1a) bzw. deren Steuerventile (24, 25, 26) steuernde Steuereinrichtung
(42), die durch Programm-Änderung unterschiedliche Füllverfahren ermöglicht.
21. Füllmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (42) für eine drucklose Füllung , insbesondere von stillen
Getränken bei geöffnetem Flüssigkeitsventil (17) das zweite Steuerventil(25) öffnet,
um einen von dem flüssigen Füllgut verdrängten Luft- und/oder Gasstrom aus dem Behälter
(10) über die Rückgasöffnung (18'") und den zweiten Gasweg (28) in den Vakuumkanal
(4) zu ermöglichen.
22. Füllmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (42) für eine drucklose Füllung, insbesondere von stillen Getränken
das dritte Steuerventil (26) öffnet, um bei geöffnetem Flüssigkeitsventil (17) einen
Luftund/oder Gasstrom aus dem Inneren des Behälters (10) über das Spülrohr in den
Rückgaskanal (5) zu ermöglichen.
23. Füllmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (42) für eine Einkammer-Druckfüllung zum Vorspannen des jeweiligen
an einem Füllelement (1, 1a) in Dichtlage befindlichen Behälters (10) das erste Steuerventil
(24) öffnet, um den Innenraum des Behälters (10) über den ersten Gasweg aus dem Spanngaskanal
(3) mit Inert-Gas vorzuspannen, daß die Steuereinrichtung (42) anschließend für ein
langsames Anfüllen nach dem Schließen des ersten Steuerventils (24) das Flüssigkeitsventil
(17) öffnet, so daß das aus dem Behälter (10) verdrängte Rückgas über den vierten
Gasweg in den Rückgaskanal (5) abfließt, und daß die Steuereinrichtung (42) für ein
anschließendes Schnellfüllen das erste Steuerventil (24) wieder öffnet, um damit eine
Verbindung des Behälterinnenraums über die Rückgasöffnung (18'") mit dem mit dem Gasraum
(6') des Kessels (6) in Verbindung stehenden Spanngaskanal (3) herzustellen.
24. Füllmaschine nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß für ein Dreikammer-Druckfüllen, insbesondere von sauerstoffempfindlichen und/oder
mikrobiologisch kritischen CO2-haltigen Getränken die Steuereinrichtung (42) zunächst zum Vorspannen des jeweiligen
in Dichtlage mit dem Füllelement (1, 1a) befindlichen Behälters (10) mit frischem
Inert-Gas das erste Steuerventil (24) öffnet, daß die Steuereinrichtung (42) anschließend
nach dem Schließen des ersten Steuerventils (26) zum längsamen Anfüllen das Flüssigkeitsventil
(17) öffnet, so daß das verdrängte Rückgas über den vierten Gasweg in den Rückgaskanal
(5) abfließt, und daß die Steuereinrichtung (42) zum anschließenden Schnellfüllen
das dritte Steuerventil (26) öffnet, so daß das beim weiteren Füllen des Behälters
(10) aus diesem verdrängte Rückgas nunmehr über das Spülrohr und den geöffneten dritten
Gasweg in den Rückgaskanal (5) strömen kann.
25. Füllmaschine nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch gekennzeichnet, daß für eine sauerstoffarme Füllung im Einkammer-Verfahren, insbesondere Bierfüllung
die Steuereinrichtung (42) das dritte Steuerventil (26) zum Spülen des Innenraums
des in Dichtlage mit dem Füllelement (1, 1a) befindlichen Behälters (10) mit inertGas
aus dem Rückgaskanal (5) öffnet.
26. Füllmaschine nach einem der Ansprüche 20 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (42) zum Spülen des jeweils in Dichtlage mit dem Füllelement
(1, 1a) befindlichen Behälters (10) mit Inert-Gas aus dem Rückgaskanal (5) sowie gegebenenfalls
auch zum Ausfahren des Spülrohres (19) das dritte Steuerventil (26) öffnet.
27. Füllmaschine nach einem der Ansprüche 20 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung (42) für ein Evakuieren des in Dichtlage mit dem Füllelement
(1, 1a) befindlichen Behälters das zweite Steuerventil (25) öffnet und in einer anschließenden
Spülphase zum Spülen des jeweiligen Behälters (10) mit Inert-Gas aus dem Rückgaskanal
(5) das dritte Steuerventil (26) öffnet.
1. Filling machine of the rotary type for filling bottles, cans or similar containers
(10) with a liquid product, including a plurality of filling positions, formed on
a rotor (2), each with one filling device (1, 1a), against which the respective container
(10) is placed during the filling process with a container mouth (10') in the region
of a filling device - discharge aperture (12), which is part of a liquid path (14),
which is configured in the filling device (1, 1a), with liquid valve (17), wherein
the respective filling device (1, 1a) includes at least one return gas opening (18'"),
via which the interior of the container (10) is connectable to gas paths, which are
configured in the filling device (1, 1a) and are controllable via control valves (24,
25 25a, 26), including a tank (6), which forms a liquid space (6'") for receiving
the product and a gas space (6') there-above, as well as including on the rotor (2)
at least three ducts (3, 4, 5) common to all filling devices (1, 1a), which ducts
(3, 4, 5) form a pressurised gas duct (3), a vacuum gas duct (4) and a return gas
duct (5), as well as including three gas paths (27, 28, 29), that-is-to-say a first
gas path (27), which includes a first control valve (24), and via which a controlled
connection between the return gas opening (18'") and the pressurised gas duct (3)
is producible, a second gas path (28), which includes a second control valve (25)
and via which a controlled connection between the return gas opening (18'") and the
vacuum duct (4) is producible, a third gas path (29), which includes a third control
valve (26) and via which a controlled connection between the return gas duct (5) and
a scavenging pipe (19) is producible, which scavenging pipe (19) is introducible into
the respective container (10) and is provided on the filling device (1, 1a), characterised in that in the filling device (1, 1a) there is at least a fourth gas path (34), which contains
a first throttling means (35), which reduces or regulates the gas flow and which provides
a constant connection between the return gas opening (18'") and the return gas duct
(5), and in that in the second gas path (28) there is provided a second throttling means (30) and
in the third gas path (29) there is provided a third throttling means (32).
2. Filling machine according to claim 1, characterised by a pneumatic actuating device (20, 21; 38) for the axial displacement of the scavenging
pipe (19) from a retracted position, in which the scavenging pipe (19) does not protrude
or only protrudes by a fairly short length beyond the filling device (1, 1a), and
an extended position, in which the scavenging pipe (19) protrudes by a greater length
beyond the filling device (1, 1a).
3. Filling machine according to claim 2, characterised in that the pneumatic actuating element includes a piston (21), which is mounted on the scavenging
pipe (19), is axially displaceable in a cylinder chamber (20) configured in the filling
device (1) and divides this cylinder chamber into part chambers (20', 20"), from which
a first part chamber (20') is actable on with pressure for retracting the scavenging
pipe (19) and a second part chamber (20") is actable on with pressure for extending
the scavenging pipe (19), and in that the first part chamber (20') communicates with a portion, which leads to the return
gas opening (18'"), at least of the first gas path (27) and/or of the fourth gas path
(34), and the second part chamber (20") communicates with the third gas path (29).
4. Filling machine according to claim 2, characterised in that the pneumatic actuating device for the scavenging pipe (19) is formed by a pneumatic
cylinder (38) and in that the pneumatic cylinders (38) of all filling devices (1a) of the filling machine are
controlled by a common pneumatic valve.
5. Filling machine according to one of the preceding claims, in that the first throttling
means (35) is provided in series with a non-return valve (36), which opens for a gas
flow from the return gas opening (18'") into the return gas duct (5) and closes for
a gas flow in the reverse direction.
6. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that parallel to the second throttling means (30) there is provided a second non-return
valve (31), which opens for a gas flow from the return gas opening (18'") into the
vacuum duct (4), but closes for a gas flow in the reverse direction.
7. Filling machine according to one of the preceding claims, in that parallel to the
third throttling means (32) there is provided a third non-return valve (33), which
opens for a flow out of the return gas duct (5) into the scavenging pipe (19) or into
a scavenging pipe duct (19') situated there, but closes for a flow in the reverse
direction.
8. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that another control valve (25a) is provided parallel to the second throttling means (30),
and in that the parallel circuit from the second throttling means (30) and the other control
valve (25a) lies in series with the second control valve (25) in the second gas path
(28).
9. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that the filling device (1, 1a) is a pipe-less filling device and in that the return gas opening (18'") is formed by the aperture of a return gas pipe (18),
which is surrounded by the discharge opening (12) and extends through the container
opening (10') into the container interior with the container (10) placed onto the
filling device (1, 1a).
10. Filling machine according to claim 9, characterised in that the return gas pipe (18) surrounds the scavenging pipe (19) forming an annular return
gas pipe duct (81') at some distance.
11. Filling machine according to claim 9, characterised in that the first gas path (27), the second gas path (28) as well as the fourth gas path
(34) each communicate with a return gas pipe duct (18'), which is formed in the return
gas pipe (18), preferably via an additional gas space (18") which is configured in
the filling device (1, 1a).
12. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that the pressurised gas duct (3) communicates with the gas space (6') of the tank (6)
or is communicatable with said gas space.
13. Filling machine according to one of preceding claims 9 - 12, characterised in that the liquid valve (17) is formed by a valve body (17'), which is provided on the return
gas pipe (18), and by a valve seat (17"), which is provided with this valve body in
the liquid path (14), and in that the return gas pipe (18) is displaceable axially by a predetermined travel by means
of an actuating device (22) for opening and closing the liquid valve (17).
14. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that a flow meter (16) for the product is provided in the connection between the liquid
space (6") of the tank (6) and the liquid path (14) of the respective filling device
(1, 1a).
15. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that the control valves (24, 25, 25a, 26) are pneumatically actuatable valves, preferably
diaphragm valves.
16. Filling machine according to one of preceding claims 8 -15, characterised in that the additional control valve (25a) is controlled in dependence on the liquid valve
(17) of the relevant filling device (1a) in such a manner that this additional control
valve (25a) is situated in the opened position when the liquid valve (17) is closed,
and is situated in the closed position when the liquid valve (17) is open.
17. Filling machine according to one of preceding claims 3 - 16, characterised in that the second cylinder chamber (10") is connected to the portion of the third gas path
(29) lying between the third control valve (26) and the scavenging pipe (19).
18. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that the second throttling means (30) is provided in the section of the second gas path
(28) formed between the second control valve (25) and the vacuum duct (4).
19. Filling machine according to one of the preceding claims, characterised in that the third throttling means (32) is provided in the portion of the third gas path
(29) formed between the third control valve (26) and the return gas duct (5).
20. Filling machine according to one of the preceding claims characterised by a control device (42), which controls the filling devices (1, 1a) or respectively
their control valves (24, 25, 26) and enables various filling methods through program
modification.
21. Filling machine according to claim 20, characterised in that, for a pressure-less filling, more especially of still drinks, with the liquid valve
(17) open, the control device (42) opens the second control valve (25) to enable an
air flow and/or gas flow, displaced by the liquid product, out of the container (10)
via the return gas opening (18'") and the second gas path (28) into the vacuum duct
(4).
22. Filling machine according to claim 20, characterised in that, for a pressure-less filling, more especially of still drinks, the control device
(42) opens the third control valve (26) to enable, with the liquid valve (17) open,
an air flow and/or gas flow out of the interior of the container (10) via the scavenging
pipe into the return gas duct (5).
23. Filling machine according to claim 20, characterised in that, for a single-chamber pressurised filling for initially pressurising the respective
container (10), which abuts a filling device (1, 1a) in a sealing position, the control
device (42) opens the first control valve (24) to initially pressurise the interior
of the container (10) with inert gas via the first gas path out of the pressurised
gas duct (3), and in that, subsequently, for a slow filling process after the closing of the first control
valve (24), the control device (42) opens the liquid valve (17) such that the return
gas displaced out of the container (10) flows away via the fourth gas path into the
return gas duct (5), and in that, for a subsequent rapid filling, the control device (42) opens the first control
valve (24) again so as to produce a connection via the return gas opening (18'") between
the interior of the container and the pressurised gas duct (3), which communicates
with the gas space (6') of the tank (6).
24. Filling machine according to claim 20, characterised in that, for a three-chamber pressurised filling, more especially for drinks which are oxygen-sensitive
and/or have a CO2 content which is microbiologically critical, the control device (42) opens the first
control valve (24) initially for initially pressurising the respective container (10)
with fresh inert gas, which container (10) is situated in a sealing position with
the filling device (1, 1a), and in that, after the closing of the first control valve (26), the control device (42) then
open the liquid valve (17) for the slow filling process such that the displaced return
gas flows away via the fourth gas path into the return gas duct (5), and in that, for the subsequent rapid filling process, the control device (42) opens the third
control valve (26) such that the return gas, which is displaced out of the container
(10) as the container (10) is being filled again, can now flow via the scavenging
pipe and the opened third gas path into the return gas duct (5).
25. Filling machine according to one of claims 20 to 24, characterised in that, for a low-oxygen filling process in the single-chamber method, more especially for
the filling of beer, the control device (42) opens the third control valve (26) for
scavenging the interior of the container (10) with inert gas from the return gas duct
(5), which container (10) is situated in a sealing position with the filling device
(1, 1a),
26. Filling machine according to one of claims 20 to 25, characterised in that, for scavenging the container (10) with inert gas from the return gas duct (5), which
container (10) is situated in a sealing position with the filling device (1, 1a),
as well as, where applicable, also for extending the scavenging pipe (19), the control
device (42) opens the third control valve (26).
27. Filling machine according to one of claims 20 to 26, characterised in that, for an evacuating of the container (10), which is situated in a sealing position
with the filling device (1, 1a), the control device (42) opens the second control
valve (25) and in a subsequent scavenging phase opens the third control valve (26)
for scavenging the respective container (10) with inert gas from the return gas duct
(5).
1. Machine de remplissage à circulation pour remplissage de bouteilles, boîtes ou autres
récipients (10) avec un produit liquide, présentant plusieurs positions de remplissage
formées sur un rotor (2) chacune avec un élément de remplissage (1, 1a), contre lequel
le récipient correspondant (10) est placé pour remplissage par un orifice de récipient
(10') au niveau de l'ouverture d'évacuation de l'élément de remplissage (12), cette
ouverture faisant partie d'une voie de circulation pour le liquide (14) équipée d'une
soupape pour le liquide (17) formée dans l'élément de remplissage (1, 1a), cet élément
de remplissage (1, 1a) présentant au moins une ouverture de retour de gaz (18'") formant
une liaison entre l'intérieur du récipient (10) et des voies de circulation du gaz
formées dans l'élément de remplissage (1, 1a) et contrôlables au moyen de soupapes
de commande (24, 25, 25a, 26), avec une cuve (6), formant un réservoir de liquide
(6") pour réception du produit au-dessus duquel est placé un compartiment à gaz (6'),
ainsi que trois canaux communs (3, 4, 5) au moins pour tous les éléments de remplissage
(1, 1a) au niveau du rotor (2), ces canaux communs formant un canal de gaz sous pression
(3), un canal sous vide (4) et un canal de gaz de retour (5) ainsi que trois voies
de circulation pour le gaz (27, 28, 29), soit une première voie (27) qui comprend
une première soupape de commande (24) et au moyen de laquelle une liaison contrôlée
entre l'orifice de gaz de retour (18"') et le canal de gaz sous pression (3) peut
être créée, une deuxième voie de circulation de gaz (28), qui comprend une deuxième
soupape de commande (25) et au moyen de laquelle une liaison contrôlée entre l'orifice
de gaz de retour (18"') et le canal sous vide (4) peut être créée, une troisième voie
de circulation de gaz (29), qui comprend une troisième soupape (26) et au moyen de
laquelle peut être créée une liaison contrôlée entre le canal de retour de gaz (5)
et un conduit de rinçage (19) prévu au niveau de l'élément de remplissage (1, 1a)
pouvant être introduit dans le récipient correspondant (10), caractérisée en ce que dans l'élément de remplissage (1, 1a) est présente au moins une quatrième voie de
circulation de gaz (34), qui comprend un premier étranglement (35) de régulation ou
de réduction du débit de gaz et au moyen de laquelle une liaison permanente est établie
entre l'orifice de retour de gaz (18"') et le canal de retour de gaz (5), et en ce qu'un deuxième étranglement (30) est intégré dans la deuxième voie de circulation de
gaz (28) et un troisième étranglement (32) est intégré dans la troisième voie de circulation
de gaz (29).
2. Machine de remplissage selon la revendication 1, caractérisée par un dispositif d'actionnement pneumatique (20, 21 ; 38) pour déplacement axial du
conduit de rinçage (19) à partir d'une position rentrée, dans laquelle le conduit
de rinçage (19) ne dépasse pas l'élément de remplissage (1, 1a) ou d'une courte longueur
seulement, et une position sortie, dans laquelle le conduit de rinçage (19) dépasse
l'élément de remplissage (1, 1a) d'une longueur importante.
3. Machine de remplissage selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'élément d'actionnement pneumatique comprend un piston (21) fixé au niveau du conduit
de rinçage (19), celui-ci pouvant se déplacer dans le sens axial dans un compartiment
cylindrique (20) formé dans l'élément de remplissage (1), compartiment divisé par
le piston en sous-compartiments (20', 20"), le premier (20') pouvant être alimenté
en pression pour faire rentrer le conduit de rinçage (19) de même que le deuxième
(20") pour faire sortir le conduit de rinçage, et en ce que le premier sous-compartiment (20') est relié à une partie menant à l'orifice de retour
de gaz (18"') via la première voie de circulation de gaz (27) au moins et/ou la quatrième
voie de circulation de gaz (34) et le deuxième sous-compartiment (20") est relié avec
la troisième voie de circulation de gaz (29).
4. Machine de remplissage selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'élément d'actionnement pneumatique pour le conduit de rinçage (19) est formé d'un
vérin pneumatique (38) et en ce que les vérins pneumatiques (38) de tous les éléments de remplissage (1a) de la machine
de remplissage sont commandés par une soupape pneumatique commune.
5. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle le
premier étranglement (35) est monté en série avec un clapet anti-retour (36) qui laisse
la voie libre à un flux de gaz provenant de l'orifice de retour de gaz (18'") et se
dirigeant vers le canal de retour de gaz (5) mais bloque le flux de gaz en sens inverse.
6. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un deuxième clapet anti-retour (31) est monté parallèlement au deuxième étranglement
(30) et laisse la voie libre à un flux de gaz provenant de l'orifice de retour de
gaz (18'") et se dirigeant vers le canal sous vide (4) mais bloque le flux de gaz
en sens inverse.
7. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, dans laquelle un
troisième clapet anti-retour (33) est monté parallèlement au troisième étranglement
(32) et laisse la voie libre pour un flux provenant du canal de retour de gaz (5)
et se dirigeant vers le conduit de rinçage (19) ou un canal du conduit de rinçage
(19') mais bloque le flux en sens inverse.
8. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une autre soupape de commande (25a) est montée parallèlement au deuxième étranglement
(30) et le montage en parallèle du deuxième étranglement (30) et de l'autre soupape
de commande (25a) est disposé en série avec la deuxième soupape de commande (25) dans
la deuxième voie de circulation de gaz (26).
9. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de remplissage (1, 1a) ne comporte aucun tuyau de remplissage et en ce que l'orifice de retour de gaz (18'") est formé de l'orifice d'un tuyau de retour de
gaz (18) qui est entouré de l'orifice d'évacuation (12) et qui atteint l'intérieur
du récipient via l'orifice du récipient (10'), ce récipient (10) étant appliqué au
niveau de l'élément de remplissage (1, 1a).
10. Machine de remplissage selon la revendication 9, caractérisée en ce que le tuyau de retour de gaz (18) entoure à distance le conduit de rinçage (19), sous
la forme d'un canal annulaire de tuyau de retour de gaz (18').
11. Machine de remplissage selon la revendication 9, caractérisée en ce que la première voie de circulation de gaz (27), la deuxième (28) et la quatrième (34)
sont chacune reliées à un canal de tuyau de retour de gaz (18') placé dans le tuyau
de retour de gaz (18), en particulier via un compartiment de gaz supplémentaire (18")
formé dans l'élément de remplissage (1, 1a).
12. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le canal de gaz sous pression (3) est relié au compartiment de gaz (6') de la cuve
(6) ou peut être relié à ce dernier.
13. Machine de remplissage selon l'une des revendications 9 à 12, caractérisée en ce que la soupape pour le liquide (17) est formée d'un obturateur de soupape (17') prévu
au niveau du tuyau de retour de gaz (18) et d'un siège de soupape (17") placé dans
la voie de circulation du liquide (14) avec cet obturateur de soupape et en ce que le tuyau de retour de gaz (18) est mobile dans le sens axial selon une course prédéfinie,
au moyen d'un dispositif d'actionnement (22), pour l'ouverture et la fermeture de
la soupape de liquide (17).
14. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un débitmètre (16) pour le produit de remplissage est installé dans la liaison entre
le réservoir de liquide (6") de la cuve (6) et la voie de circulation du liquide (14)
de l'élément de remplissage correspondant (1, 1a).
15. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les soupapes de commande (24, 25, 25a, 26) sont des soupapes à actionnement pneumatique,
de préférence des soupapes de sécurité.
16. Machine de remplissage selon l'une des revendications 8 à 15 précédentes, caractérisée en ce que la soupape de commande supplémentaire (25a) est contrôlée en relation avec la soupape
de liquide (17) de l'élément de remplissage concerné (1a) de sorte que cette soupape
de commande supplémentaire (25a) se trouve en position ouverte lorsque la soupape
de liquide (17) est fermée et se trouve en position fermée lorsque la soupape de liquide
(17) est ouverte.
17. Machine de remplissage selon l'une des revendications 3 à 16 précédentes, caractérisée en ce que le deuxième compartiment cylindrique (20") est relié avec la partie de la troisième
voie de circulation de gaz (29) située entre la troisième soupape de commande (26)
et le conduit de rinçage (19).
18. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le deuxième étranglement (30) est inséré dans la section de la deuxième voie de circulation
de gaz (28) s'étendant entre la deuxième soupape de commande (25) et le canal sous
vide (4).
19. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le troisième étranglement (32) est inséré dans la partie de la troisième voie de
circulation de gaz (29) formée entre la troisième soupape de commande (26) et le canal
de retour de gaz (5).
20. Machine de remplissage selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par la présence d'un dispositif de commande (42) pour le contrôle des éléments de remplissage
(1, 1a) et/ou de leurs soupapes de commande (24, 25, 26), qui permet différents procédés
de remplissage en changeant le programme.
21. Machine de remplissage selon la revendication 20, caractérisée en ce que le dispositif de commande (42) ouvre la deuxième soupape de commande (25) pour un
remplissage hors pression en particulier dans le cas de boissons non gazeuses, lorsque
la soupape de liquide (17) est ouverte, de sorte à permettre l'évacuation de l'air
et/ou du gaz comprimé par le liquide de remplissage hors du récipient (10) via l'ouverture
de retour de gaz (18'") et la deuxième voie de circulation de gaz (28) jusque dans
le canal sous vide (4).
22. Machine de remplissage selon la revendication 20, caractérisée en ce que le dispositif de commande (42) ouvre la troisième soupape de commande (26) pour le
remplissage hors pression, en particulier dans le cas de boissons non gazeuses, de
sorte à permettre l'évacuation de l'air et/ou du gaz hors du récipient (10) lorsque
la soupape de liquide (17) est ouverte, via le conduit de rinçage et vers le canal
de retour de gaz (5).
23. Machine de remplissage selon la revendication 20, caractérisée en ce que le dispositif de commande (42) ouvre la première soupape de commande (24) pour permettre
un remplissage sous pression à compartiment unique pour la prétension du récipient
(10) placé en position étanche au niveau de l'élément de remplissage (1, 1a), de sorte
que l'intérieur du récipient (10) subisse une prétension avec gaz inerte issu du canal
de gaz sous pression (3) via la première voie de circulation de gaz et en ce que le dispositif de commande (42) ouvre ensuite la soupape de liquide (17) pour un remplissage
lent après fermeture de la première soupape de commande (24), de sorte que le gaz
de retour comprimé dans le récipient (10) s'évacue via la quatrième voie de circulation
de gaz dans le canal de retour de gaz (5) et en ce que le dispositif de commande (42) rouvre enfin la première soupape de commande (24)
pour un remplissage rapide de sorte à créer une liaison entre l'intérieur du récipient
et le canal de gaz sous pression (3) raccordé au compartiment de gaz (6') de la cuve
(6), via l'orifice de retour de gaz (18'").
24. Machine de remplissage selon la revendication 20, caractérisée en ce que le dispositif de commande (42) ouvre d'abord la première soupape de commande (24)
pour mettre sous prétension, avec du gaz inerte, le récipient (10) placé au niveau
de l'élément de remplissage (1, 1a) en position étanche, et ce dans le cadre du remplissage
à compartiment triple, en particulier pour les boissons à teneur en CO2 sensibles à l'oxygène et/ou sensibles aux microbes, en ce que le dispositif de commande (42) ouvre ensuite la soupape de liquide (17) après fermeture
de la première soupape de commande (24) pour un remplissage lent, de sorte que le
gaz de retour comprimé s'évacue dans la quatrième voie de circulation de gaz dans
le canal de retour de gaz (5) et en ce que le dispositif de commande (42) ouvre la troisième soupape de commande (26) pour un
remplissage rapide de sorte que, pour poursuivre le remplissage du récipient (10),
le gaz de retour comprimé issu du récipient puisse désormais circuler, via le conduit
de rinçage et la troisième voie de circulation ouverte, dans le canal de retour de
gaz (5).
25. Machine de remplissage selon l'une des revendications 20 à 24, caractérisée en ce que le dispositif de commande (42) ouvre la troisième soupape de commande (26) pour rincer
l'intérieur du récipient (10) placé en position étanche au niveau de l'élément de
remplissage (1, 1a) avec du gaz inerte en provenance du canal de retour de gaz (5),
pour un remplissage pauvre en oxygène avec un procédé à compartiment unique, en particulier
dans le cas du remplissage de bière.
26. Machine de remplissage selon l'une des revendications 20 à 25, caractérisée en ce que le dispositif de commande (42) ouvre la troisième soupape de commande (26) pour rincer
le récipient (10) placé en position étanche au niveau de l'élément de remplissage
(1, 1a) avec du gaz inerte en provenance du canal de retour de gaz (5) et le cas échéant
pour sortir le conduit de rinçage (19).
27. Machine de remplissage selon l'une des revendications 20 à 26, caractérisée en ce que le dispositif de commande (42) ouvre la deuxième soupape de commande (25) pour évacuation
du récipient placé en position étanche au niveau de l'élément de remplissage (1, 1a)
et ouvre la troisième soupape de commande (26) pour une phase consécutive de rinçage
du récipient (10) avec du gaz inerte en provenance du canal de retour du gaz (5).