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(11) |
EP 1 218 129 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.07.2005 Patentblatt 2005/28 |
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Anmeldetag: 19.09.2000 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2000/009160 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/026847 (19.04.2001 Gazette 2001/16) |
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| (54) |
BANDGIESSMASCHINE ZUR ERZEUGUNG EINES METALLBANDES SOWIE VERFAHREN ZUR STEUERUNG DERSELBEN
STRIP-CASTING MACHINE FOR PRODUCING A METAL STRIP AND A METHOD FOR CONTROLLING SAME
MACHINE DE COULEE EN BANDE POUR PRODUIRE UNE BANDE DE METAL ET PROCEDE DE COMMANDE
DE LADITE MACHINE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
08.10.1999 CH 184299
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.07.2002 Patentblatt 2002/27 |
| (73) |
Patentinhaber: |
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- SMS Demag AG
40237 Düsseldorf (DE)
- Main Management Inspiration AG
6052 Hergiswill/NW (CH)
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| (72) |
Erfinder: |
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- MARTI, Heinrich, A.
CH-8127 Forch (CH)
- BARBE, Jacques
F-42100 Saint-Etienne (FR)
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| (74) |
Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 136 146 US-A- 5 184 668
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US-A- 3 167 829 US-A- 5 277 243
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 018, no. 151 (M-1576), 14. März 1994 (1994-03-14) &
JP 05 329583 A (MITSUBISHI HEAVY IND LTD;OTHERS: 01), 14. Dezember 1993 (1993-12-14)
in der Anmeldung erwähnt
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Bandgießmaschine zur Erzeugung eines Metallbandes,
mit zwei nebeneinander angeordneten, einen Gießspalt bildenden Gießrollen, welche
auf einem Rahmengestellt drehbar gelagert sind, wobei das die Gießrollen tragende
Rahmengestell auf Schienen von der Gießposition in eine Wartungsposition und umgekehrt
verschiebbar ist. Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Wechseln der Gießrollen.
[0002] Bei Bandgießmaschinen mit zwei im Wesentlichen parallel angeordneten Gießrollen begrenzen
Schmalseiten den Gießspalt. Beim Gießen von Bändern, insbesondere von Stahlbändem,
werden die Schmalseiten sowohl durch die Reibung an den Gießrollen als auch im unteren
Teil durch die Reibung des erstarrten Bandes durch abrasiven Verschleiß und müssen
in einer Gießpause ersetzt werden. Beim Auswechseln werden die Schmalseiten aus der
Gießposition, in welche die Schmalseiten and en Ballen anliegen, im Wesentlichen waagerecht
mittels der Anstellreinrichtung von den Ballen weg in eine Anstellposition bewegt
und anschließend mittels Schmalseitenwechselvorrichtung z. B. Robotern, die auf jeder
Maschinenseite auf der Gießbühne angeordnet sind, nach oben aus der Anstellposition
entfernt. Die japanische Offenlegungsschrift JP-5-32 95 83 A beschreibt beispielsweise
einen solchen Roboter für das Auswechseln der Schmalseiten.
[0003] Bei bekannten Bandgießmaschinen sind die Gießrollen stationär und fest unterhalb
eines Drehturmes und eines Verteilergefäßes oder dergleichen angeordnet. Wenn nun
diese Gießrollen beispielsweise durch Nachschleifen revidiert oder ausgewechselt werden
müssen, so ist dies mit aufwendigen Demontage- bzw. Montagearbeiten verbunden, das
diese Gießrollen an sich schlecht zugänglich sind und aufgrund ihres Gewichtes mit
einem Kran weggetragen bzw. millimeter genau wieder eingesetzt werden müssen. Auch
die An- bzw. Abkoppelung der Wasseranschlüsse oder der elektrischen Verbindungsleitungen
ist aufgrund der vorhandenen Zugänglichkeit mit umständlichen Arbeitsvorgängen verbunden,
bei denen sogar das die Gießrollen lagemde Rahmengestell geteilt werden muss.
[0004] Ein weiterer Nachteil bei diesen bekannten Bandgießmaschinen besteht darin, dass
während den Instandstellungs- bzw. Wartungsarbeiten der Gießrollen und der Maschine
nicht gegossen werden kann und damit die Gießleistung der Anlage beschränkt ist.
[0005] Bei einer gattungsgemäßen Bandgießmaschine nach der Druckschrift WO-A-93/22087 sind
die Gießrollen auf einem Wagen gelagert, der seinerseits auf Schienen um eine annähernd
halbe Wagenlänge mittels eines Zylinders verschiebbar ist. Diese Ausführung der Bandgießmaschine
eignet sich jedoch nur für kleinere Gießrollen-Durchmesser. Auch in der von der Gießposition
weg geschobenen Wartungsstellung ist die Zugänglichkeit der Gießrollen nur beschränkt
besser, da sich diese nahe bei der Gießstellung befindet.
[0006] In dem Dokument US-A-5,184,668 ist eine Bandgießmaschine mit zwei Gießrollen dargestellt.
Die Gießrollen sind mit Seitenabdichtungen versehen und auf einem Wagen montiert.
In der Gießposition wird aus einem Verteiler flüssiges Metall in den Raum zwischen
den Gießrollen gegossen. Aus dem Gießspalt zwischen den Gießrollen wird das erstarrte
Metallband seitlich nach unten abgezogen und zu einem Metallbund aufgewickelt. In
einer Aufheizposition, die sich eine halbe Wagenlänge seitlich zur Gießposition befindet,
werden die Seitenabdichtungen und das Gießrohr in Öfen aufgeheizt und mit den Gießrollen
verbunden. Anschließend wird der Wagen unverzüglich von der Aufheizstation in die
Gießstation gefahren, in der das Bandgießen durchgeführt wird.
[0007] Der vorliegenden Erfindung wurde demgegenüber die Aufgabe zugrunde gelegt, eine Bandgießmaschine
nach der eingangs erwähnten Gattung zu schaffen, bei der eine optimale Zugänglichkeit
zu der Maschine und insbesondere auch zu den Gießrollen ermöglicht ist, mittels der
eine schnelle Wartung bzw. ein Wechsel derselben erfolgen kann, und bei der die Verfügbarkeit
der Bandgießmaschine für das Vergießen und damit die Gießleistung derselben erhöht
werden kann.
[0008] Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Rahmengestell mit den Gießrollen
auf den Schienen oder anderweitigen Mitteln für ein Verschieben entlang der Drehachsen
der Gießrollen um eine solche Distanz von der Gießposition weg verschiebbar ist, dass
ein zweites mit vorbereiteten Gießrollen versehenes Rahmengestell auf den Schienen
in die Gießposition verschiebbar ist.
[0009] Mit dieser erfindungsgemäßen Ausführung der Bandgießmaschine, bei der die Gießrollen
in eine von der Gießposition entfemte Wartungsposition verschiebbar sind und sofort
durch andere vorbereitete Gießrollen ersetzt werden können, ergeben sich erhebliche
Vorteile gegenüber den bekannten Systemen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Gießrollen
auf einem Rahmengestellt drehbar gelagert sind und das Rahmengestell, ggf. mit dem
Gehäuse um die genannte Distanz von der Gießposition weg verschiebbar ist und ein
zweites mit vorbereiteten Gießrollen versehenes Rahmengestell bzw. Gehäuse in die
Gießposition verschiebbar ist.
[0010] Durch das Verschieben des Rahmengestells mit den Gießrollen ggf. mit dem Gehäuse
zu einem Wartungsplatz können bei diesem Werkzeuge, Lehren, Nachbearbeitungsgeräte,
Mess- und andere Kontrollgeräte stationär eingerichtet werden.
[0011] Dies erlaubt ein schnelles und außerdem professionelles Warten und Wiederinstandstellen
der Maschine. Nach dem Wegfahren eines Rahmengestelles oder des Gehäuses mit Rahmengestell
zum Beispiel beim Wechsel der Gießrollen mit anderen Breiten oder bei nicht mehr funktionstüchtigen
Gießrollen, können sofort vorbereitete Gießrollen auf einem anderen Rahmengestell
unterhalb des Verteilergefäßes gebracht werden und es kann hierdurch ein Metallband
angegossen oder weiter gegossen werden.
[0012] Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie weitere Vorteile derselben sind nachfolgend
anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- einen schematischen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Bandgiessmaschine mit
in Ansicht veranschaulichtem Rahmengestell und der auf diesem gelagerten Giessrollen,
- Fig.2
- einen Querschnitt durch die Bandgiessmaschine nach Fig.1,
- Fig.3
- einen Querschnitt durch die Giessanlage mit Darstellung der Wartungspositionen der
Giessrollen,
- Fig.4
- eine schematische Ansicht der Giessanlage von oben, und
- Fig.5
- eine andere Variante einer schematischen Ansicht einer Zweistrang-Giessanlage von
oben.
[0013] Fig.1 zeigt eine Bandgiessmaschine 20 einer Giessanlage 10 eines in einem kontinuierlichen
Giessverfahren erzeugbaren Metallbandes 15, insbesondere eines Stahlbandes. Diese
Bandgiessmaschine 20 steht auf einem Trägersystem 12 und wird von einem über ihr stehenden,
nicht gezeigten Verteilergefäss mit Metallschmelze versorgt, wie dies bei an sich
herkömmlichen Stranggiessanlagen bekannt ist.
[0014] Zur Hauptsache hat diese Bandgiessmaschine 20 zwei im wesentlichen parallel nebeneinander
angeordnete Giessrollen 22, 24 mit annähernd horizontalem Drehachsenverlauf, die an
beiden Stirnseiten mit je einer Seitenabdichtung 25 versehen sind, wodurch eine rundum
geschlossene Öffnung mit einem nach unten hin offenen Giessspalt gebildet ist. Die
Giessrollen 22, 24 sind beidseits auf je einem Rahmengestell 32 drehbar gelagert und
von je einem Motor gesteuert angetrieben. Das Rahmengesteil 32, 32' kann zum Zwecke
einer Einstellung der Breite des Giessspaltes mit seinem einen Teil 32' und der diesem
zugehörigen Giessrolle 22 durch ein Verstellmittel 72 um eine Achse 71 geschwenkt
werden.
[0015] Die Giessrollen 22, 24 sind je aus einem motorisch angetriebenen zylindrischen Mantel
und aus einer diesen drehbar lagernden feststehenden Achse 75 gebildet, wobei die
jeweilige Achse 75 mit ihren beidseitigen Enden auf dem Rahmengestell 32, 32' getragen
ist. Diese Ausführung mit den feststehenden Achsen 75 ermöglicht eine einfache Bauweise
derselben zusammen mit dem Rahmengestell.
[0016] Die Giessrollen 22, 24 mit dem Rahmengestell 32 und den Seitenabdichtungen 25 sind
rundum von einem verschliessbaren Gehäuse 30 umgeben, wobei das Gehäuseinnere 33 während
des Giessens mit einem Schutzgas, vorzugsweise einem Inertgas, gefüllt ist. Dieses
kastenförmig ausgebildete Gehäuse 30 ist sehr vorteilhaft sowohl seitlich als auch
oben beabstandet zu den Giessrollen 22, 24 bzw. zum Maschinenständer 32 angeordnet.
[0017] Auf der Oberseite dieses Gehäuse 30 ist ein in etwa horizontal auf diesem liegender
Deckel 35 vorgesehen, welcher von der gezeigten geschlossenen in eine angehobene Position
35' und von dieser in eine horizontal weggeschobene Position 35" verschiebbar ist.
Zu diesem Zwekke hat er seitlich Rollen 27, die auf entsprechenden Schienen 28 geführt
sind. In der gezeigten Schliessposition ist der Deckel 35 mit Vorteil auf das Niveau
des Bodens 14 abgesenkt, um die bezweckte Dichtheit des Gehäuses 30 zu erreichen.
[0018] Des weiteren sind dem Gehäuse 30 seitlich ebenfalls mittels Türen 36 verschliessbare
Öffnungen 39 zugeordnet, welche dazu dienen, dass die Seitenabdichtungen 25 der Giessrollen
22, 24 von jeweils einem ausserhalb des Gehäuses 30 verfahrbaren Manipulator 40 von
der gezeigten Betriebsposition durch diese Öffnungen 39 aus dem bzw. in das Gehäuse
30 geführt werden können. Der jeweilige Manipulator 40 hat zu diesem Zwecke einen
Haltearm 41, an dem die Seitenabdichtung 25 befestigt ist, die durch diesen Manipulator
40 von einer Betriebs- in eine zurückgezogene Wartungsposition 25' und umgekehrt verfahren
werden kann. In der Betriebsposition des Manipulators 40 kann mittels einer separaten
Schutzhülle 38 eine Abdichtung der nicht geschlossenen Öffnung 39 herbeigeführt werden.
Diese Schutzhülle 38 umschliesst den Manipulator 40 und ist demnach seitlich an das
Gehäuse 30 dicht angedrückt. Ferner sind noch Kassetten 88 für das Heranführen und
Wegnehmen von Seitenabdichtungen 25 angedeutet. Mit Vorteil sind beidseitig zum Gehäuse
30 je zwei solcher Manipulatoren 40 installiert, die wechselweise bei den Stirnseiten
der Giessrollen 22, 24 die entsprechenden Seitenabdichtungen 25 heranführen und letztere
während des Giessens in einer genau positionierten Lage an die Giessrollen andrükken.
[0019] Unterhalb des Gehäuses 30 ist das gegossene Metallband 15 in einem zusätzlichen Längsgehäuse
44 geführt, das eine Kammer 45 bildet, in der ebenfalls ein Schutzgas enthalten ist,
um das Metallband 15 vor einem Kontakt mit Sauerstoff und damit insbesondere vor einer
Zunderbildung zu schützen. In dieser Kammer 45 sind mehrere Rollen 46 und Presswalzen
47 angeordnet, so dass das Metallband 15 durch dieses Längsgehäuse 44 und durch eine
in ihm endseitig abgedichtete Öffnung 58 geführt wird. Nach dem Austritt aus diesem
Gehäuse 44 kann dieses Metallband beispielsweise gewalzt, gekühlt, aufgerollt oder
anderweitig bearbeitet werden.
[0020] Ferner weist das Längsgehäuse 44 unterhalb der Öffnung 30" bzw. des Giessspaltes
eine Vertiefung 49 auf, bei der ein in einem Anlagenboden 61 hinein gestellter Auffangbehälter
52 vorhanden ist. Dieser Auffangbehälter 52 hat die Aufgabe, bei einer Leckage die
unten aus den Giessrollen austretende flüssige Schmelze aufzufangen, ohne dass irgendwelcher
Schaden entstehen würde. Oberhalb dieses Behälters 52 sind noch verschwenkbare Führungsklappen
54, 55 angeordnet, die in der dargestellten Position einen Durchlass bilden, indessen
in der strichpunktierten Schwenkposition 54', 55' als Führungsbahn des Metallbandes
15 dienen.
[0021] Das Gehäuse 30 weist eine nicht näher gezeigte Zuleitung für das Einblasen von Schutzgas
in sein Inneres 33 auf, welches durch einen GasKreislauf gekühlt und zurückgeführt
werden kann. Nach Beendigung eines Giessvorganges und vor dem Öffnen des Gehäuses
kann das Schutzgas in einen Speicher abgesogen und gegebenenfalls die Luft in diesem
herausgefiltert werden.
[0022] Erfindungsgemäss sind die Giessrollen 22, 24 und wenigstens das diese tragende Rahmengestell
32 auf Schienen 48 oder dergleichen von der gezeigten Giessposition G in eine Wartungsposition
W und umgekehrt verschiebbar angeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist auch
das dieses Rahmengestell 32 umschliessende kastenförmige Gehäuse 30 verfahrbar, wobei
es zu diesem Zwecke aussen auf den Schienen 48, 48' geführte Räder 37 hat.
[0023] Die das Gehäuse 30 tragenden, als Paare ausgebildete Schienen 48, 48' sind - wie
dies auch in Fig.2 ersichtlich ist - im Bereich der Giessposition G von der übrigen
Länge getrennt und von auf einer Struktur 62 befestigten Hubzylindern 51 oder dergleichen
in der Höhe verstellbar angeordnet. In Fig.1 sind sie zusammen mit dem Gehäuse 30
in der abgesenkten, indessen in Fig.2 in der mit den angrenzenden Schienen 48' bundigen
Position dargestellt. In der abgesenkten Position ist beim Gehäuseboden eine Verbindung
der zu den Giessrollen 22, 24 führenden Wasserzufuhrleitungen 64 mit der Wasserversorgung
65 vorgesehen, wobei die Wasserzufuhrleitungen 64 im Rahmengestell 32 enthalten sind
und die Wasserversorgung 65 mit entsprechenden Zu- und Ableitungen unterhalb des Gehäuses
30 angeordnet ist. Hiermit ergibt sich eine automatische Verbindung bzw. Trennung
dieser Leitungen 64 bei Betätigung der Hubzylinder 51. Mittels nicht näher gezeigten
Rückschlagventilen kann bei einem Trennen ein Auslaufen des Kühlwassers verhindert
werden.
[0024] Der Deckel 35 liegt mit seiner unteren Auflagefläche in der abgesenkten, das Gehäuse
schliessenden Position unterhalb des Bodens 14, damit das Gehäuse 30 unterhalb des
Bodens 14 horizontal verschiebbar ist. Der Deckel ist gemäss Fig.2, wenn er verfahren
wird, mit seinen Rollen 27 auf den Schienen 28 getragen und kann von Hubzylindern
74 unabhängig vom Gehäuse angehoben bzw. abgesenkt werden kann.
[0025] Bei einem Wechsel des Gehäuses 30 wird ein neues mit vorbereiteten Giessrollen 30
in Giessposition G verschoben und abgesenkt. Sodann werden die Seitenabdichtungen
25 mittels den Manipulatoren 40 an die Stirnseiten der Giessrollen 22, 24 mit einem
definierten Druck angepresst, die Schutzhüllen 38 und der Deckel 35 dicht an das Gehäuse
30 angeschlossen und letzteres in seinem Innern durch das Schutzgas inertisiert.
[0026] Dieser Wechsel der Giessrollen 22, 24 kann als weiterer Vorteil der Erfindung sogenannt
fliegend ausgeführt werden, d.h. dass das durch den Deckel 35 zwischen die Giessrollen
22, 24 ragende Giessrohr ohne Anheben des dieses haltenden Verteilergefässes 18 positioniert
gehalten werden kann. Der Deckel 35 wird beim Wechsel angehoben und die Giessrollen
22, 24 werden nach dem Wegnehmen der Seitenabdichtungen 25 vom Gehäuse 30 entlang
ihrer Drehachsen horizontal weggefahren und entsprechend werden die neuen, bspw. mit
anderen Breiten versehene Giessrollen derart zugeführt, dass das Giessrohr berührungslos
zwischen diesen wieder zu stehen kommt. Dadurch kann weitergegossen werden, ohne dass
das Verteilergefäss 18 geleert werden müsste. Beim Wiederangiessen muss nur das Schliessorgan
beim Auslass desselben geöffnet werden. Damit lässt sich eine erhebliche Leistungssteigerung
mit dieser erfindungsgemässen Bandgiessmaschine erzielen.
[0027] Gemäss Fig.3 ist im Rahmen der Erfindung das Gehäuse 30 mit den in diesem enthaltenen
gebrauchten Giessrollen 22, 24 um eine solche Distanz von der Giessposition G weg
verschiebbar angeordnet, dass ein zweites Gehäuse 30' mit vorbereiteten Giessrollen
in die Giessposition G verfahrbar ist. Nach Erreichen der Giessposition G kann dieses
Gehäuse 30' durch Absenken der Schienen 48, der Verbindung der Leitungen 64 mit der
Wasserversorgung 65 und dem Schliessen durch den Deckel 35 in Giessbereitschaft gestellt
werden. Mit Vorteil beträgt die Distanz zwischen der Giessposition G und der Wartungsposition
W einige Gehäuse- bzw. Giessrollenlängen, damit in der Wartungsposition ungestört
von dem Giessablauf gearbeitet werden kann. Dies richtet sich nach den Gegebenheiten
einer einzelnen Giessanlage.
[0028] Fig.4 zeigt diese Giessanlage 10, die mit einem Strang arbeitet. Ein an sich herkömmlicher
Drehturm 81 hält eine Pfanne 82, von welcher die Stahlschmelze in ein Verteilergefäss
18 und von diesem zwischen die in Giessposition G befindlichen Giessrollen abgegossen
wird. Das unten zwischen diesen Giessrollen austretende Metallband wird dann in der
Pfeilrichtung 83 weggeleitet. In der Wartungsposition W werden die Giessrollen 22,
24 gewartet, beispielsweise durch Abdrehen bzw. Abschleifen oder andere Oberflächenbehandlungen,
oder gegebenenfalls durch angedeutete neue Giessrollen ersetzt. Diese Giessrollen
22, 24 sind zusammen mit einem Gehäuse 30 auf den Schienen 48' weggeschoben worden.
Auch Verteilergefässe 18, 18' sind für einen Einsatz bereitgestellt. Diese könnten
auch von dem Drehturm in Giessposition geschwenkt werden.
[0029] Fig.5 zeigt eine Giessanlage 80 mit zwei nebenemander befindlichen Strängen, bei
der im Unterschied zu derjenigen nach Fig.4 entsprechend zwei Drehtürme 81 und je
eine Wartungspositionen W vorgesehen sind. Ausserdem sind zwischen den Giesspositionen
G der beiden Stränge zwei Gehäuse 30 mit Giessrollen 22, 24 stationiert, die vorteilhaft
ebenfalls als Wartungsposition dient.
[0030] Die Erfindung liesse sich auch sehr vorteilhaft bei einer Zweistrang-Giessanlage
applizieren, bei der bei einem Verteilergefäss mit zwei Auslässen entsprechend zwei
Stränge mit flüssiger Schmelze versorgt werden. Es wären dann zwei Gehäuse mit je
zwei Giessrollen nebeneinander im Einsatz. Ein fliegender Wechsel könnte hierbei durch
Wechseln des einen oder anderen Gehäuses vorgenommen werden, währenddessen mit dem
anderen weitergegossen wird.
[0031] Die Seitenabdichtungen könnten im Prinzip anstatt von einem Manipulator 40 seitlich
der Giessrollen positioniert zu werden, auch auf dem Rahmengestell angeordnet sein
und mit diesem in die Wartungsposition weggebracht werden. Das Gehäuse 30 könnte auch
an der Giessposition verbleiben. Es würden dann nur das Rahmengestell mit entsprechenden
Rädern und die Giessrollen weggefahren.
[0032] Im Prinzip könnten statt Schienen auch anderweitige Mittel für ein Verschieben des
Rahmengestelles mit den Giessrollen vorgesehen sein, wie zum Beispiel Hängeschienen
oder ein Luftkissenbett.
[0033] Das Gehäuse könnte auch auf durchgehenden, nicht absenkbaren Schienen geführt sein.
Der Wasseranschluss müsste dann durch eine Steckverbindung, angepreßte Medienplatte
oder ähnlichem ausgeführt sein.
1. Bandgießmaschine zur Erzeugung eines Metallbandes, mit zwei nebeneinander angeordneten,
einen Gießspalt bildenden Gießrollen (22, 24), welche auf einem Rahmengestell (32)
drehbar gelagert sind, wobei das die Gießrollen (22, 24) tragende Rahmengestell (32)
auf Schienen (48, 48') von der Gießposition (G) in eine Wartungsposition (W) und umgekehrt
verschiebbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rahmengestell (32) mit den Gießrollen (22, 24) auf den Schienen (48, 48') oder
anderweitigen Mitteln für ein Verschieben entlang der Drehachsen der Gießrollen um
eine solche Distanz von der Gießposition (G) weg verschiebbar ist, dass ein zweites
mit vorbereiteten Gießrollen (22, 24) versehenes Rahmengestell (32) auf den Schienen
(48, 48') in die Gießposition (G) verschiebbar ist.
2. Bandgießmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Rahmengestell (32) zusammen mit einem die Gießrollen (22, 24) umschließenden
Gehäuse (30) verschiebbar ist.
3. Bandgießmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Gehäuse (30) auf den Schienen (48, 48') laufende Räder (37) oder Kufen, Gleitbahnen
oder dergleichen zugeordnet sind.
4. Bandgießmaschine nach Anspruch 1, 2 oder 3
dadurch gekennzeichnet,
dass die das Gehäuse (30) tragenden Schienen (48, 48') im Bereich der Gießposition (G)
von der übrigen Länge getrennt und von Hubzylindern (51) oder dergleichen in der Höhe
verstellbar angeordnet sind, um das Gehäuse (30) in die Gießposition (G) abzusenken
oder anzuheben bzw. die Schienen (48) in eine mit den angrenzenden Schienen (48')
bündigen Position abzusenken oder anzuheben, um das Gehäuse (30) seitlich wegschieben
zu können.
5. Bandgießmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch das Absenken bzw. Anheben des Gehäuses (30) eine Verbindung bzw. Trennung der
zu den Gießrollen (22, 24) führenden Wasserzufuhrleitungen (64) und/oder andere Medien
vorgesehen ist, wobei die Wasserzufuhrleitungen (64) im Rahmengestell (32) enthalten
sind und eine stationäre Wasserversorgung (65) hierfür mit entsprechenden Zuleitungen
unterhalb oder außerhalb des Gehäuses (30) angeordnet ist.
6. Bandgießmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (30) einen Deckel (35) aufweist, der von Hubzylindern (71) oder dergleichen
unabhängig vom Gehäuse abgehoben bzw. auf dieses abgesenkt werden kann.
7. Bandgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Distanz zwischen der Gießposition (G) und der Wartungsposition (W) einige Gehäuse-
bzw. Gießrollenlängen beträgt, damit in der Wartungsposition ungestört von dem Gießablauf
gearbeitet werden kann.
8. Bandgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Wartungsposition (W) Wartungsvorrichtungen vorgesehen sind, mit denen die Gießrollen
(22, 24) ohne Demontage gesäubert, überdreht und die Oberfläche neu vorbereitet werden
können.
9. Bandgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Seitenabdichtungen (25) beidseits der Gießrollen (22, 24) jeweils von mindestens
einem außerhalb des Gehäuses (30) verfahrbaren Manipulator (40)aus dem bzw. in das
Gehäuse (30) führbar sind und darin an die Stirnseiten der Gießrollen angestellt oder
angepresst sind.
10. Bandgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass Seitenabdichtungen (25) beidseits der Gießrollen (22, 24) von mindestens einem mit
dem Gehäuse mitfahrenden Manipulator (40) an die Stirnseiten der Gießrollen angestellt
oder angepresst sind.
11. Bandgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei einer Mehrstrang-Gießanlage mindestens zwei nebeneinander stehende Bandgießmaschinen
(20) vorgesehen sind, die von einem einzigen Verteilergefäß mit flüssiger Schmelze
versorgt werden und von denen das eine Gehäuse mit den Gießrollen, bspw. mit Gießrollen
anderer Breite, auswechselbar ist, währenddessen das andere Gehäuse im Einsatz bleibt.
12. Bandgießmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei zwei unabhängigen Gießsträngen die zwischen den Gießsträngen liegende Wechsel-
und Wartungsposition (W) für beide Gießstränge wahlweise einsetzbar ist.
13. Verfahren zum Wechseln der Gießrollen (22, 24) der Bandgießmaschine zur Erzeugung
eines Metallbandes, mit zwei nebeneinander angeordneten, einen Gießspalt bildenden
Gießrollen (22, 24), welche auf einem Rahmengestell (32) drehbar gelagert sind, wobei
das die Gießrollen (22, 24) tragende Rahmengestell (32) auf Schienen (48, 48') von
der Gießposition (G) in eine Wartungsposition (W) und umgekehrt verschiebbar ist,
nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass anstelle des auszuwechselnden ein neues Rahmengestell oder Gehäuse mit vorbereiteten
Gießrollen entlang der Drehachsen der Gießrollen in Gießposition (G) verschoben wird,
sodann die Seitenabdichtungen (25) mittels den Manipulatoren (40) an die Stirnseiten
der Gießrollen (22, 24) angestellt oder angepresst werden, Schutzhüllen (38), welche
die Manipulatoren umschließen und ein Deckel (35) dicht an das Gehäuse (30) angeschlossen
und letzteres in seinem Innem durch ein Schutzgas gefüllt wird, so dass nach dem Anschließen
erforderlicher elektrischer oder anderer Anschlüsse angegossen werden kann.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wechsel der Gießrollen (22, 24) vorgenommen wird, ohne dass ein die Metallschmelze
enthaltendes Verteilergefäß (18) geleert werden müsste, wobei hierzu der Deckel (35)
vor dem Wechsel angehoben und die Gießrollen (22, 24) nach dem Wegnehmen der Seitenabdichtungen
(25) vom Gehäuse (30) entlang ihrer Drehachsen horizontal weggefahren und entsprechend
werden die neuen, bspw. mit anderen breiten versehene Gießrollen, derart zugeführt,
dass das Gießrohr berührungslos zwischen diesen wieder zu stehen kommt.
1. A strip-casting machine for producing a metal strip, comprising two casting rolls
(22, 24) which are arranged adjacent to one another, forming a casting gap, and are
rotatably mounted on a machine tool table (32), wherein the machine tool table (32)
carrying said casting rolls (22, 24) can be displaced on rails (48, 48') from the
casting position (G) into a maintenance position (W) and conversely,
characterised in
that the machine tool table (32) together with the casting rolls (22, 24) can be displaced
on the rails (48, 48') or other means for displacement along the axes of rotation
of the casting rolls away from the casting position (G) by such a distance that a
second machine tool frame (32) provided with prepared casting rolls (22, 24) can be
displaced on the rails (48, 48') into the casting position (G).
2. The strip casting machine according to claim 1,
characterised in
that the machine tool table (32) can be displaced together with a housing (30) surrounding
the casting rolls (22, 24).
3. The strip casting machine according to claim 1 or claim 2,
characterised in
that wheels (37) running on the rails (48, 48') or runners, slideways or the like are
associated with the housing (30).
4. The strip casting machine according to claim 1, 2 or 3,
characterised in
that the rails (48, 48') carrying the housing (30) are separate from the remaining length
in the area of the casting position (G) and are arranged so that they can be adjusted
in height by lifting cylinders (51) or the like in order to lower or raise the housing
(30) into the casting position (G) or to lower or raise the rails (48) into a position
flush with the adjacent rails (48') so that the housing (30) can be moved away to
the side.
5. The strip casting machine according to any one of claims 1 to 4,
characterised in
that by lowering or raising the housing (30) a connection or separation of the water supply
lines (64) and/or other media leading to the casting rolls (22, 24) is provided, wherein
the water supply lines (64) are contained in the machine tool table (32) and a fixed
water supply (65) for this purpose with corresponding intakes is arranged below or
outside the housing (30).
6. The strip casting machine according to any one of claims 1 to 5,
characterised in that the housing (30) has a cover (35) which can be raised by lifting cylinders (71) or
the like independently from the housing, or lowered thereon.
7. The strip casting machine according to any one of the preceding claims,
characterised in
that the distance between the casting position (G) and the maintenance position (W) is
a few housing or casting roll lengths so that work can be carried out in the maintenance
position undisturbed by the casting sequence.
8. The strip casting machine according to any one of the preceding claims,
characterised in
that in the maintenance position (W) maintenance equipment is provided with which the
casting rollers (22, 24) can be cleaned, stripped and the surface freshly prepared
without dismantling.
9. The strip casting machine according to any one of the preceding claims,
characterised in
that side seals (25) on both sides of the casting rolls (22, 24) can be guided out of
or into the housing (30) by at least one manipulator (40) in each case which is displaceable
outside the housing (30) and can be positioned or pressed therein onto the front of
the casting rolls.
10. The strip casting machine according to any one of the preceding claims,
characterised in
that side seals (25) on both sides of the casting rolls (22, 24) are positioned or pressed
onto the fronts of the casting rolls by at least one manipulator (40) travelling with
the housing.
11. The strip casting machine according to any one of the preceding claims,
characterised in
that in a multi-strand casting plant at least two adjacent strip casting machines (20)
are provided, which are supplied with liquid melt by a single distributor vessel and
of which one housing together with the casting rolls, for example, with casting rolls
of different width, can be exchanged whilst the other housing remains in use.
12. The strip casting machine according to any one of the preceding claims,
characterised in
that in the case of two independent casting strands the changing and maintenance position
(W) located between the casting strands can be used for both casting strands as desired.
13. A method for changing the casting rolls (22, 24) of a strip-casting machine for producing
a metal strip, comprising two casting rolls (22, 24) which are arranged adjacent to
one another, forming a casting gap, and are rotatably mounted on a machine tool table
(32), wherein the machine tool table (32) carrying said casting rolls (22, 24) can
be displaced on rails (48, 48') from the casting position (G) into a maintenance position
(W) and conversely, according to one of claims 9 or 10,
characterised in
that a new machine tool table or housing with prepared casting rolls is displaced along
the axes of rotation of the casting rolls into the casting position (G) in place of
the one to be exchanged, the side seals (25) are then positioned or pressed onto the
fronts of the casting rolls (22, 24) by means of the manipulators (40), protective
casings (38) surrounding the manipulators and a cover (35) are connected tightly to
the housing (30) and the interior of said housing is filled with a protective gas
so that after the necessary electrical or other connections have been made, casting
can begin.
14. The method according to claim 13,
characterised in
that the casting rolls (22, 24) can be changed without there being any need to empty a
distributor vessel (18) containing the metal melt, for which purpose the cover (35)
is raised before the change and after removing the side seals (25) from the housing,
the casting rolls (22, 24) are moved away horizontally along their axes of rotation
and the new casting rolls, for example, provided with different widths are accordingly
supplied so that the casting tube again comes to rest without contact between said
rolls.
1. Machine de coulée en bande pour la fabrication d'une bande de métal, comportant deux
rouleaux de coulée (22, 24) disposés l'un près de l'autre et formant un intervalle
de coulée, qui s'appuient en rotation sur un châssis de cadre (32), le châssis de
cadre (32) portant les rouleaux de coulée (22, 24) étant déplaçable sur des rails
(48, 48') de la position de coulée (G) vers une position d'entretien (W) et inversement,
caractérisée en ce que
le châssis de cadre (32) est déplaçable avec les rouleaux de coulée (22, 24) sur les
rails (48, 48') ou d'autres moyens pour un décalage le long des axes de rotation des
rouleaux de coulée depuis la position de coulée sur une distance telle qu'un deuxième
châssis de cadre (32) pourvu de rouleaux de coulée préparés (22, 24) soit déplaçable
sur les rails (48, 48') vers la position de coulée (G).
2. Machine de coulée en bande selon la revendication 1,
caractérisée en ce que
le châssis de cadre (32) est déplaçable en même temps qu'une enceinte (30) entourant
les rouleaux de coulée (22, 24).
3. Machine de coulée en bande selon la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
des roues (37) ou des patins, des bandes coulissantes ou similaires circulant sur
les rails (48, 48') sont associés à l'enceinte (30).
4. Machine de coulée en bande selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisée en ce que
les rails (48, 48') supportant l'enceinte (30) sont disposés au niveau de la position
de coulée (G), séparés du reste de la longueur et de manière à être réglables en hauteur
au moyen de vérins élévateurs (51) ou similaires afin de descendre ou de monter l'enceinte
(30) en position de coulée (G) ou de descendre ou de monter les rails (48) dans une
position à fleur avec les rails adjacents (48') afin de pouvoir pousser latéralement
l'enceinte (30).
5. Machine de coulée en bande selon une des revendications 1 à 4,
caractérisée en ce que,
du fait de la descente ou de la montée de l'enceinte (30), une liaison ou une séparation
des conduites d'acheminement d'eau (64) et/ou d'autres moyens menant aux rouleaux
de coulée (22, 24) est prévue, les conduites d'acheminement d'eau (64) étant inclues
dans le châssis de cadre (32) et une alimentation en eau stationnaire (65) étant disposée
à cet effet avec des conduites correspondantes en dessous ou au dessus de l'enceinte
(30).
6. Machine de coulée en bande selon une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que
l'enceinte (30) présente un couvercle (35) qui, indépendamment de l'enceinte, peut
être relevé ou rabaissé sur celle-ci au moyen de vérins élévateurs (71) ou similaires.
7. Machine de coulée en bande selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
la distance entre la position de coulée (G) et la position d'entretien (W) représente
quelques longueurs d'enceinte ou de rouleaux de coulée afin de permettre de travailler
en position d'entretien sans être gêné par le déroulement de la coulée.
8. Machine de coulée en bande selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
en position d'entretien (W), il est prévu des dispositifs d'entretien qui permettent
de nettoyer, retourner les rouleaux de coulée (22, 24) et de repréparer leur surface
sans démontage.
9. Machine de coulée en bande selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
des colmatages latéraux (25) peuvent être guidés respectivement des deux côtés des
rouleaux de coulée (22, 24) par au moins un manipulateur déplaçable à l'extérieur
de l'enceinte (30) hors de l'enceinte (30) ou dans celle-ci et sont posés ou comprimés
dedans contre les faces frontales des rouleaux de coulée.
10. Machine de coulée en bande selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que
des colmatages latéraux (25) sont posés ou comprimés des deux côtés des rouleaux de
coulée (22, 24) contre les faces frontales des rouleaux de coulée par au moins un
manipulateur (40) se déplaçant avec l'enceinte.
11. Machine de coulée en bande selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
dans une installation de coulée à plusieurs lignes, il est prévu au moins deux machines
de coulée en bande (20) juxtaposées qui sont alimentées en coulée liquide par un seul
répartiteur et dont l'une des enceintes à rouleaux de coulée, par exemple celle à
rouleaux de coulée d'une autre largeur, est échangeable, tandis que l'autre enceinte
reste en fonctionnement.
12. Machine de coulée en bande selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que,
dans le cas de deux lignes de coulée indépendantes, la position d'échange et d'entretien
(W) pour les deux lignes de coulée située entre les lignes de coulée peut être fixée
au choix.
13. Procédé d'échange des rouleaux de coulée (22, 24) de la machine de coulée en bande
pour la fabrication d'une bande de métal, comportant deux rouleaux de coulée (22,
24) disposés l'un près de l'autre et formant un intervalle de coulée, qui s'appuient
en rotation sur un châssis de cadre(32), le châssis de cadre (32) portant les rouleaux
de coulée (22, 24) étant déplaçable sur des rails (48, 48') de la position de coulée
(G) vers une position d'entretien (W) et inversement, selon une des revendications
9 ou 10,
caractérisée en ce que,
à la place de celui qui est à changer, un nouveau châssis de cadre ou une nouvelle
enceinte à rouleaux de coulée préparés est déplacé le long des axes de rotation des
rouleaux de coulée vers la position de coulée (G), qu'ensuite les colmatages latéraux
(25) sont posés ou comprimés au moyen des manipulateurs (40) contre les faces frontales
des rouleaux de coulée (22, 24), que des enveloppes protectrices (38) entourant les
manipulateurs et un couvercle (35) sont raccordés hermétiquement à l'enceinte (30)
et que cette dernière est remplie à l'intérieur d'un gaz protecteur afin qu'on puisse
couler après avoir connecté les raccordements électriques ou autres nécessaires.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
l'échange des rouleaux de coulée (22, 24) est effectué sans devoir vider un distributeur
(18) contenant la coulée métallique, le couvercle (35) étant à cet effet relevé avant
l'échange et les rouleaux de coulée (22, 24), une fois les colmatages latéraux (25)
retirés de l'enceinte (30), étant éloignés à l'horizontale le long de leurs axes de
rotation et que les nouveaux rouleaux de coulée, présentant par exemple d'autres largeurs,
sont acheminés de façon correspondante de manière à ce que le tube de coulée se trouve
de nouveau à la verticale entre ceux-ci sans contact.