| (19) |
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(11) |
EP 1 218 596 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.04.2006 Patentblatt 2006/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.09.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2000/009188 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/025538 (12.04.2001 Gazette 2001/15) |
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| (54) |
STAHLBETONFERTIGTEILPLATTE
PRE-ASSEMBLED PLATE CONSISTING OF ARMOURED CONCRETE
PLAQUE PREFABRIQUEE EN BETON ARME
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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LT LV MK RO SI |
| (30) |
Priorität: |
06.10.1999 DE 19948003
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.07.2002 Patentblatt 2002/27 |
| (73) |
Patentinhaber: Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG |
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92301 Neumarkt (DE) |
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Erfinder: |
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- REICHEL, Dieter
92318 Neumarkt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Bergmeier, Werner |
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Friedrich-Ebert-Strasse 84 85055 Ingolstadt 85055 Ingolstadt (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 733 909
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GB-A- 2 169 327
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Stahlbetonfertigteilplatte gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs
1 und ein Verfahren gemäß Oberbegriff des Anspruches 22.
[0002] Eine gattungsgemäße Stahlbetonfertigteilplatte ist aus der DE 197 33 909 A1 bekannt.
Die Stahlbetonfertigteilplatte ist dabei zur Erstellung einer Plattenverbundkonstruktion,
insbesondere einer festen Fahrbahn für den Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr vorgesehen.
In der Stahlbetonfertigteilplatte sind zumindest zwei sich in Längsrichtung der Platte
erstreckende und über deren beiden Stirnseiten vorstehende Stahlstäbe angeordnet.
Jeder Stahlstab ist an nur einer Stelle in der Stahlbetonfertigteilplatte unbewegbar
verankert und im übrigen frei dehnbar. Hierdurch wird eine Dehnstrecke bereitgestellt,
welche stets die Länge jeder Betonfertigteilplatte hat und infolgedessen eine große
Spannkraft auf den in der Stoßfuge eingebrachten Beton ausübt. Als nachteilig hat
sich hierbei herausgestellt, daß Sollbruchstellen, welche in regelmäßigen Abständen
in der Stahlbetonfertigteilplatte angeordnet sind, durch die Verspannung der Stahlstäbe
überbrückt werden und somit ihre Funktion verlieren. Unvermeidbare Risse in der Stahlbetonfertigteilplatte
entstehen dadurch an nichtvorhersehbaren Stellen, insbesondere nicht im Bereich der
vorgesehenen Sollbruchstellen.
[0003] Das weiterhin in dieser DE 197 33 909 A1 vorgeschlagene Verfahren zur Herstellung
einer Plattenverbundkonstruktion, insbesondere einer festen Fahrbahn für den Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr
besteht darin, daß zunächst die Enden der Stahlstäbe miteinander kraftschlüssig verbunden
werden, und daß danach die beiden zueinander benachbarten Stahlbetonfertigteilplatten
mit definierter Kraft der Stahlstäbe voneinander weg auseinandergedrückt werden. In
dieser Lage werden die Stahlbetonfertigteilplatten gehalten und die gesamte Stoßfuge
zwischen den beiden zueinander benachbarten Stirnseiten der Stahlbetonfertigteilplatten
mit einer sich verfestigten Füllmasse ausgefüllt. Anschließend wird die definierte
Kraft gelöst und die Füllmasse wird durch die nunmehr auftretende Spannkraft der Stahlstäbe
verspannt. Als nachteilig bei dieser Lösung hat sich herausgestellt, daß eine vor
dem Aufbringen der definierten Kraft erfolgte Einstellung und exakte Justierung der
Stahlbetonfertigteilplatten wieder verloren geht, da die komplette Platte zum Verspannen
bewegt werden muß. Es erfolgt hierdurch eine Verschiebung der Platte auf dem Untergrund,
wodurch die auf dem Untergrund stehenden Justierschrauben verschoben oder sogar etwas
gekippt werden. Die zuvor durchgeführte Einstellung und Ausrichtung der Stahlbetonfertigteilplatte
wird hierdurch wieder verstellt. Es ist somit nach dem Verfüllen der Stoßfuge eine
erneute Ausrichtung der Platten erforderlich. Dies erfordert einen zusätzlichen Arbeitsaufwand
und Probleme im Bereich der verfüllten Stoßfuge.
[0004] Aus der DE 26 21 793 ist ein Verfahren zum Herstellen einer Rost- bzw. Plattenverbundkonstruktion
aus vorgespannten Betonfertigteilen bekannt. Dabei werden die Fugen zwischen den Betonfertigteilen
nach dem Aneinanderfügen und Ausrichten der Betonfertigteile vorgespannt. Zum Vorspannen
ragen aus den Betonfertigteilen Spanngliedenden hervor, mit welchen eine Verbindung
zwischen angrenzenden Betonfertigteilen hergestellt wird. Die entstandene Fuge wird
mittels einer Preßvorrichtung auseinandergepreßt, in diese Fuge eine Masse als Fugenfüllung
eingebracht und erst nach dem Erhärten bzw. Abbinden der Fugenfüllung die Preßvorrichtung
entspannt und abgenommen. Nach dem Abbinden dieser Masse werden Spannschlösser, welche
an den Spanngliedenden angeordnet wurden mit einer kontrollierten Kraft angezogen.
Die ausgefüllten Fugen kommen dadurch unter Vorspannung. Anschließend werden die Betonplatten
unterfüllt bzw. unterpreßt. Zuletzt werden die Aussparungen für die Spannschlösser
verschlossen und abgedichtet. Nachteilig bei diesem Verfahren ist es, daß durch das
Unterfüllen bzw. Unterpressen der Betonplatten unter Umständen die Vorspannung der
Spannstabenden verändert wird. Außerdem ist die Justierung durch dieses Verfahren
möglicherweise beeinflußt, so daß eine Nachkontrolle erfolgen muß. Auch unterschiedliche
Temperaturen beim Spannen bzw. Ausfüllen der Stoßfuge und beim Unterfüllen nehmen
negativen Einfluß auf die Genauigkeit der Ausrichtung der Betonplatten.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile des Standes der Technik
zu vermeiden und insbesondere eine genaue Ausrichtung der Stahlbetonfertigteilplatten
sicherzustellen.
[0006] Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und 22 gelöst.
[0007] Bei einer gattungsgemäßen Fertigteilplatte aus Stahlbeton wird der Stahlstab jeweils
im Bereich zwischen der Stirnseite der Fertigteilplatte und der ersten Sollbruchstelle
verankert und ausgehend von dieser Verankerung in Richtung zur jeweiligen Stirnseite
hin in seiner Längsrichtung im wesentlichen frei beweglich gelagert. Hierdurch wird
sichergestellt, daß die Sollbruchstelle nicht mit Druck beaufschlagt ist und somit
ihre Wirkung unter Umständen verliert. Dadurch, daß der Stahlstab in einen definierten
und zwar von der Fertigteilplatte weg gerichteten Bereich beweglich gelagert ist,
werden Zugkräfte in einem durch die Sollbruchstelle begrenztes Plattensegment auf
die Fertigteilplatte eingebracht, welche keine Sollbruchstelle enthält. Somit werden
auftretende Risse im Bereich der Sollbruchstelle entstehen. Dies ist gewollt, da hierdurch
die übrigen Plattenteile weitgehend frei von Rissen bleiben. Sämtliche Sollbruchstellen,
welche in der Fertigteilplatte eingebracht sind, können somit ihre Aufgabe erfüllen.
[0008] Ist die Sollbruchstelle ein sich quer zur Längsrichtung der Fertigteilplatte erstreckende
Scheinfuge, so ist die Sollbruchstelle auf einfache Weise bereits im Guß der Fertigteilplatte
herzustellen. Durch die Scheinfuge wird an dieser Stelle die Dicke der Fertigteilplatte
reduziert. Risse entstehen dann in direkter Umgebung dieser Scheinfuge und sind somit
gezielt auf ihre Größe hin überprüfbar. Der Zustand der Fertigteilplatte ist somit
leicht zu kontrollieren.
[0009] Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn die Verankerung des Stahlstabes
etwa 50 cm von der Stirnseite der Fertigteilplatte entfernt vorgesehen ist. Hierdurch
ist eine ausreichende Länge des Stahlstabs gegeben, um ihn entsprechend den Anforderungen
bei einer dauerhaften Verbindung mehrerer Fertigteilplatten zu dehnen. Durch die Dehnung
wird eine Druckkraft auf die Fuge aufgebracht, welche ein Eindringen von Wasser und
damit eine Zerstörung der Fuge oder des Betons bewirken kann.
[0010] Um eine Dehnung des Stahlstabes zu ermöglichen, bzw. um zu verhindern, daß der Stahlstab
beim Herstellen der Fertigteilplatte im entsprechenden Bereich mit dem Beton fest
verbunden ist, wird vorgesehen, daß der Stahlstab im Bereich zwischen der Stirnseite
der Fertigteilplatte und der Verankerung von einem Rohr oder Schlauch, insbesondere
von einem Schrumpfschlauch ummantelt ist. Hierdurch kann sichergestellt werden, daß
der Stahlstab innerhalb des Rohres oder Schlauches oder, wenn der Schrumpfschlauch
von einem größeren Durchmesser auf einen kleineren Durchmesser nach dem Abbinden des
Betons reduziert wurde, in seiner Längsrichtung verschieblich in der Fertigteilplatte
angeordnet ist. Der Ankerpunkt des Stahlstabes befindet sich dabei wiederum in dem
ersten Segment der Fertigteilplatte. Von diesem Ankerpunkt bis zum Ende des Stahlstabes
ist der Stahlstab dann relativ zur Fertigteilplatte zu dehnen. Einen sicheren Korrosionsschutz
im nicht einbetonierten Bereich liefert auch eine sogenannte Tenso-Binde.
[0011] Insbesondere wenn die Ummantelung des Stahlstabes einen größeren Innendurchmesser
als der Außendurchmesser des Stahlstabes aufweist, ist ein Gleiten des Stahlstabes
innerhalb der Ummantelung möglich. Die Ummantelung ist dabei mit dem Beton fest verbunden,
während der Stahlstab innerhalb der Ummantelung dehnbar ist. Bei Verwendung eines
Schrumpfschlauches ist ein Gleiten zwischen Beton und Schrumpfschlauch möglich.
[0012] Endet der Stahlstab in einer Tasche der Fertigteilplatte, so sind Befestigungsmittel
zum Verbinden des Stahlstabes der einen Fertigteilplatte mit einem Stahlstab der benachbarten
Fertigteilplatte einfach einzubringen. Die Tasche erlaubt darüber hinaus, daß der
Spannweg des Stahlstabes ausreichend groß ist.
[0013] Ist die Tasche zur Oberseite der Fertigteilplatte hin offen, so ist die Zugänglichkeit
zu dem Stahlstab bzw. zu dem Ende des Stahlstabes und damit verbundener Befestigungsmittel
einfach möglich. Werkzeuge zum Spannen des Stahlstabes sind damit einfach einzubringen.
[0014] Ist die Tasche zur Unterseite der Fertigteilplatte hin geschlossen, so ist ein Abdichten
bzw. Schalen des Untergusses einfach möglich. Die Unterseite der Fertigteilplatte
bildet somit im wesentlichen eine gerade Linie entlang der Stirnseite der Fertigteilplatte,
so daß entsprechende Dichtmittel einfach auszulegen sind. Außerdem ist es mit dieser
geradlinigen Abschlußkante einfacher möglich, den Unterguß abzudichten und es wird
weniger Dichtmaterial benötigt.
[0015] Weist die Tasche in Draufsicht eine Hinterschneidung auf, so wird beim Ausgießen
der Tasche beispielsweise mit Beton eine zusätzliche Verkrallung der benachbarten
Fertigteilplatten hergestellt. Die Tasche bewirkt somit eine vertikale Fixierung der
Fertigteilplatten miteinander, so daß eine zusätzliche Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes
Verschieben der Fertigteilplatten zueinander vorgesehen ist.
[0016] Korrespondiert die Tasche der einen Fertigteilplatte mit einer entsprechenden Tasche
der benachbarten Fertigteilplatte, so entsteht eine Breitfuge zwischen den benachbarten
Fertigteilplatten. Diese Breitfuge ist wiederum geeignet, um Befestigungsmittel für
die beiden Fertigteilplatten aufzunehmen und erleichtert die Zugänglichkeit zu diesen
Befestigungsmitteln bei deren Montage. Darüber hinaus wird ein ausreichender Freiraum
für das Spannen der Stahlstäbe bewirkt.
[0017] Ist eine Schmalfuge zwischen zwei Stahlstäben der Fertigteilplatte und/oder zum Rand
der Fertigteilplatte hin vorgesehen, so ist eine Vergußmasse definiert zwischen die
zwei Fertigteilplatten einbringbar.
[0018] Weist die Unterseite der Stirnseite der Fertigteilplatte im wesentlichen einen geradlinigen
Verlauf und/oder die Oberseite abwechselnd schmale und breite Fugen auf, so ist einerseits
ein gutes Abdichten des Untergusses unterhalb der Fertigteilplatte und andererseits
eine leichte Montage der Spannvorrichtung für die Stahlstäbe gegeben.
[0019] Besonders vorteilhaft ist es, wenn innerhalb der Breitfuge ein Verbindungsmittel
zur Verbindung des Stahlstabes der einen Fertigteilplatte mit dem Stahlstab der benachbarten
Fertigteilplatte anordenbar ist. Somit ist die Montage der Fertigteilplatten wesentlich
vereinfacht. Darüber hinaus ist bei einer gegebenenfalls erforderlichen Demontage
der Fertigteilplatte die Erreichbarkeit der Verbindungsmittel relativ einfach.
[0020] Sind an der Fertigteilplatte Justiereinrichtungen, insbesondere Spindeln angeordnet,
so ist die Fertigteilplatte auf das erforderliche Maß in ihrer Höhe genau einstellbar.
Insbesondere bei Hochgeschwindigkeitsverkehrsmitteln ist es besonders wichtig, daß
die Fertigteilplatten und damit die Führungsmittel für die Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge
sehr exakt zueinander ausgerichtet sind.
[0021] Ist die Fertigteilplatte aus Faserbeton hergestellt, so kann auf einen Teil der herkömmlichen
Bewehrung verzichtet werden. Neben diesem Vorteil besteht darüber hinaus der weitere
Vorteil geringerer Rißbreiten.
[0022] Ist die Schmalfuge und/oder die Breitfuge zwischen zwei Fertigteilplatten mit einer
Vergußmasse, insbesondere mit Beton ausgegossen, so ist bei einem Aufbringen einer
Zugkraft auf die Stahlstäbe eine Abstützung der beiden Fertigteilplatten über die
ausgegossene Schmalfuge gewährleistet. Hierdurch wird die Schmalfuge zusammengepreßt,
wodurch ein Eindringen von Wasser zuverlässig verhindert wird.
[0023] Um die Feinjustierung der Fertigteilplatte zu fixieren, wird zwischen der Fertigteilplatte
und dem Untergrund eine Untergußmasse, insbesondere ein Bitumen-Zement-Mörtel eingebracht.
Diese zähflüssige Untergußmasse wird durch Einfüllöffnungen in der Fertigteilplatte
von oben oder seitlich vom Plattenrand aus in den Hohlraum zwischen Fertigteilplatte
und Untergrund eingebracht. Das Aushärten dieser Untergußmasse geschieht weitgehend
temperaturunabhängig, d.h. daß die Fertigteilplatte unabhängig von der Außentemperatur
in der zuvor genau ausgerichteten Lage aushärtet. Die Feinjustierung der Fertigteilplatte
bleibt somit weitgehend erhalten.
[0024] Ist die Untergußmasse insbesondere mit einem Dichtelement, insbesondere einem elastischen,
vorzugsweise porösen Kunststoff eingeschalt, so wird eine aufwendige anderweitige
Abdichtung beim Untergießen der Fertigteilplatte vermieden. Das Dichtelement ist einerseits
so elastisch, daß es bei einer Höhenverstellung der Fertigteilplatte für die Ausrichtung
der Fertigteilplatte trotzdem noch Kontakt zur Unterseite der Fertigteilplatte und
zur Oberseite des Untergrundes hat. Hierdurch wird ein Auslaufen des Untergusses vermieden.
Auch bei den teilweise erforderlichen Neigungen der Fahrbahn wird mit Hilfe dieser
besonders vorteilhaften Dichtelemente ein zuverlässiges Ausgießen des Untergrundes
bewirkt.
[0025] Als besonders vorteilhaft haben sich Dichtelemente erwiesen, welche eine Gummimatte,
insbesondere aus Neopren oder ein Schwamm sind. Die Elemente können dabei nach dem
Aushärten des Untergusses entweder an ihrem Ort belassen werden oder auch für die
Wiederverwendung beim Untergießen einer anderen Fertigteilplatte genutzt werden. Bei
der Verwendung eines Schwammes wird darüber hinaus ermöglicht, daß Luft mittels der
Vergußmasse durch den Schwamm hindurchgedrückt wird und somit nicht zu Einschlüssen
unter der Fertigteilplatte führt.
[0026] Sind im Bereich der Fugen Distanzstücke angeordnet, so kann an Stelle des Vergusses
der Schmalfuge auch hiermit ein Fixieren der benachbarten Fertigteilplatten erfolgen
um die Stahlstäbe spannen zu können. Die Distanzstücke können im Bereich der Schmal-
oder der Breitfuge angeordnet sein. Die Fuge kann besonders vorteilhaft in einem Stück
ausgegossen werden. Die Distanzstücke dienen dazu die Fertigteilplatten nach dem Feinrichten
und vor bzw. nach dem Spannen der Stahlstäbe in der feingerichteten Position zu halten.
Die Distanzstücke sind vorteilhafterweise Keile, die auf die genaue Abstandsposition
eingestellt werden können.
[0027] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung einer Plattenverbundkonstruktion
aus Stahlbetonfertigteilplatten mit mindestens zwei sich in Längsrichtung der Fertigteilplatte
erstreckenden und über deren Betonfläche an der Stirnseite vorstehenden Stahlstäben
und mit einer Fuge zwischen benachbarten Fertigteilplatten wird die Fertigteilplatte
erst abgelegt und feingerichtet. Anschließend wird die feingerichtete Fertigteilplatte
mit einer Untergußmasse untergossen und nach dem Aushärten des Untergusses die Fertigteilplatte
über das Vergießen der Fuge und das Verbinden der Stahlstäbe mit der benachbarten
Fertigteilplatte verbunden. Hierdurch wird in erfinderischer Weise eine sehr lagegenaue
Herstellung einer Plattenverbundkonstruktion bewirkt. Anders als im Stand der Technik
wird die einzelne Fertigteilplatte zuerst in ihre exakte Position gebracht und in
dieser Position weitgehend fixiert. Dadurch wird verhindert, daß die einmal ausgerichtete
Fertigteilplatte durch die Verbindung mit anderen Fertigteilplatten der Plattenverbundkonstruktion
wieder aus ihrer Lage verschoben wird und somit erneut eingerichtet werden muß. Nachdem
die feingerichtete Fertigteilplatte in dieser Lage fixiert wurde, wird sie erst mit
der weiteren Fertigteilplatte verbunden. Hierdurch entsteht eine sehr lagegenaue und
dauerhaft fixierte Plattenverbundkonstruktion. Beim Verbinden der Stahlstäbe der benachbarten
Fertigteilplatten wird die Lage der Fertigteilplatten, welche zuvor genau eingerichtet
wurde beibehalten, da die feingerichteten Fertigteilplatten mit einer ausgehärteten
Untergußmasse fixiert wurden. Es wird hiermit eine besonders genaue und auch schnelle
und damit kostengünstige Fertigung einer Plattenverbundkonstruktion erzielt, welche
eine Nachjustierung weitgehend erübrigt. Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht
darin, daß bei einer Beschädigung einer Fertigteilplatte, beispielsweise beim Entgleisen
eines Zuges einzelne Fertigteilplatten aus einer Plattenverbundkonstruktion entfernt
und mit einer neuen Fertigteilplatte ersetzt werden können. Hiermit wird eine Montagefreundlichkeit
mit dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren erzielt, welche nicht nur bei der
Erstmontage, sondern auch bei der Reparatur große Vorteile beinhaltet.
[0028] Vorteilhafterweise werden die Stahlstäbe zur Verbindung der benachbarten Fertigteilplatten
gedehnt. Hierdurch entsteht eine Spannung zwischen den benachbarten Fertigteilplatten,
welche eine zusätzliche Lagefixierung und wasserdichte Verbindung einer Fuge zwischen
den Fertigteilplatten gewährleistet.
[0029] Sind an dem Plattenstoß Schmalfugen und Breitfugen vorgesehen, so ist es besonders
vorteilhaft, wenn zuerst die Schmalfugen mit einer Vergußmasse vergossen werden, dann
die Stahlstäbe gespannt werden und schließlich die Breitfugen verschlossen werden.
Hierdurch wird eine gleichmäßige Belastung der Fertigteilplatten sowie der Vergußmasse
bewirkt.
[0030] Werden die Stahlstäbe erst nach dem Aushärten der Vergußmasse in den Schmalfugen
gespannt, so wird in vorteilhafter Weise ein Aneinanderpressen der Fugen zwischen
den Fertigteilplatten bewirkt. Das Schwinden der Vergußmasse beim Abbinden wird hierdurch
kompensiert und eine wasserdichte Verbindung zwischen den Fertigteilplatten erhalten.
[0031] Besonders montagefreundlich ist es, wenn die Stahlstäbe benachbarter Fertigteilplatten
mit Spannschlössern verbunden werden. Diese können einfach mit Handwerkzeug oder mit
entsprechenden Werkzeugmaschinen bedient werden und bringen eine ausreichende Spannung
auf die Stahlstäbe auf.
[0032] Alternativ zu Spannschlössern ist es in manchen Fällen auch vorteilhaft die Stahlstäbe
miteinander zu verschweißen. Durch entsprechende Schweißmethoden wird auch hierdurch
eine Dehnung der Stahlstäbe während des Schweißens bewirkt und durch das Abkühlen
der Stahlstäbe eine Spannung erzeugt.
[0033] Zum Feinrichten der Fertigteilplatte haben sich Spindeln als vorteilhaft erwiesen.
Mit den Spindeln ist eine besonders feinfühlige Einstellung der Fertigteilplatten,
welche teilweise auf den Millimeter genau justiert werden müssen, zu bewirken.
[0034] Wird Beton, insbesondere hochwertiger Beton als Vergußmasse für die Fugen zwischen
den Fertigteilplatten verwendet, so ist eine gute Dauerfestigkeit der Fuge gewährleistet.
[0035] Als Untergußmasse hat sich besonders vorteilhaft ein Bitumen-Zement-Mörtel erwiesen.
Der Bitumen-Zement-Mörtel ist zähflüssig und einerseits geeignet, den Zwischenraum
zwischen Fertigteilplatte und Untergrund vollständig möglichst ohne Blasenbildung
auszufüllen. Andererseits bewirkt er eine gute Verbindung mit der Fertigteilplatte
und außerdem mit dem Untergrund, welcher häufig eine hydraulisch gebundene Tragschicht
oder auch eine Asphalt-Tragschicht ist. Durch diesen Bitumen-Zement-Mörtel wird eine
exakte Fixierung der Fertigteilplatte auf dem Untergrund bewirkt und die vor dem Einbringen
der Untergußmasse justierte Fertigteilplatte in ihrer Lage fixiert.
[0036] Wird als Schalung für den Unterguß ein elastisches, insbesondere poröses Dichtelement
verwendet, so wird ein besonders einfaches, kostengünstiges und effizientes Abdichten
des Zwischenraumes zwischen Fertigteilplatte und Untergrund erhalten. Das Dichtelement
verhindert dabei ein Herausfließen des Untergusses aus diesem Zwischenraum. Die Schalung
kann dabei vor dem Feinrichten, insbesondere vor dem Ablegen der Fertigteilplatte
ausgelegt werden. Durch ihre Elastizität paßt sie sich dem Zwischenraum zwischen der
Fertigteilplatte und dem Untergrund auch während es Feinrichtens genau an und bewirkt
ein Abdichten des Hohlraumes.
[0037] Wird die Fertigteilplatte als Träger für Schienen verwendet, so hat es sich als besonders
vorteilhaft herausgestellt, daß vor dem Feinrichten der Fertigteilplatte die Schienen
auf der Fertigteilplatte in Schienenbefestigungen verspannt werden. Nachdem die Schienen
für die Ausrichtung der Fertigteilplatte maßgebend sind, ist dies besonders vorteilhaft,
da eventuelle Ungenauigkeiten in den Schienenbefestigungen hierdurch kompensiert werden
können.
[0038] Nachdem die Fertigteilplatte ausgerichtet und die Stahlstäbe miteinander verbunden
sind, werden die Breitfugen verschlossen und die Schienen miteinander verbunden. Nach
diesen abschließenden Arbeiten ist die Plattenverbundkonstruktion mit Schienen für
eine Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr geschaffen.
[0039] Besonders vorteilhaft und alternativ zum Vergießen der Schmalfuge vor dem Verspannen
der Stahlstäbe ist es, wenn die feingerichtete Fertigteilplatte zu der benachbarten
Fertigteilplatte mit Distanzstücken, insbesondere mit Keilen fixiert wird. Anschließend
wird die Fuge vergossen.
[0040] Wenn die Distanzstücke im Bereich der Schmalfugen und/oder der Breitfugen angeordnet
sind, erfolgt eine gute Abstützung der Distanzstücke an den beiden Fertigteilplatten.
[0041] Nach dem Vergießen der Fugen können die Distanzstücke entspannt oder entfernt werden.
[0042] Weitere Vorteile der Erfindung werden in der folgenden Figurenbeschreibung dargestellt.
[0043] Es zeigt
- Figur 1
- eine Draufsicht auf einen Teil einer Stahlbetonfertigteilplatte,
- Figur 2
- einen Schnitt quer zur Längsrichtung einer Stahlbetonfertigteitplatte,
- Figur 3a - bis 3d
- verschiedene Verfahrensschritte bei der Verbindung von zwei Stahlbetonfertigteilplatten,
- Figur 4
- eine Detailansicht im Längsschnitt einer Stahlbetonfertigteilplatte gemäß Figur 3c,
- Figur 5
- einen Fugenstoß mit Distanzstücken,
- Figur 6
- ein Distanzstück in Draufsicht,
- Figur 7
- ein Distanzstück in Seitenansicht.
[0044] In Figur 1 ist ein Teil einer Stahlbetonfertigteilplatte 10 in Draufsicht dargestellt.
Die Fertigteilplatte 10 weist bei diesem Ausführungsbeispiel eine Vielzahl von Höckern
12 auf. Alternativ ist auch ein durchgehendes Band oder ein Betonkanal möglich, der
durchgehend oder unterbrochen ist. Die Höcker 12 sind in Längsrichtung der Fertigteilplatte
10 in zwei Reihen angeordnet, wodurch sie im hier dargestellten Verwendungszweck zur
Befestigung von Schienen für beispielsweise Hochgeschwindigkeitsbahnen, verwendet
werden können. Auf jeder der Reihen der Höcker 12 ist jeweils eine Schiene 30 befestigt.
Die Schiene 30 ist mit, hier lediglich symbolisch dargestellten, Befestigungen 31
auf jedem Höcker 12 befestigt. Die Befestigungen 31 können bei Bedarf in vorgefertigten
Dübeln 32 oder entsprechenden Löchern fixiert werden.
[0045] In Querrichtung der Fertigteilplatte 10 sind jeweils zwei Höcker 12 auf einem Segment
der Fertigteilplatte 10 angeordnet. Die einzelnen Segmente sind durch Scheinfugen
15 voneinander getrennt. Die Scheinfugen 15 wirken als Sollbruchstellen, in denen
unvermeidbare kleine Risse der Stahlbetonfertigteilplatte 10 gezielt in der Fertigteilplatte
10 entstehen. Durch diese gezielt an diesen Stellen entstehenden Rissen wird die übrige
Stahlbetonfertigteilplatte 10 weitgehend von Rissen verschont und ist somit stabil
ausführbar, sowie leicht auf ihren Zustand hin zu überprüfen. Der Aufbau der Stahlbetonfertigteilplatte
10 muß daher derart gewählt sein, daß die Risse tatsächlich im Bereich der Sollbruchstellen
bzw. Scheinfuge 15 entstehen.
[0046] Neben der üblichen Bewehrung der Fertigteilplatte 10 sind mehrere Zug- bzw. Stahlstäbe
19 in der Fertigteilplatte 10 angeordnet, welche in deren Längsrichtung verlegt sind.
Die Stahlstäbe 19, die als Zuganker in der Fertigteilplatte 10 wirken reichen dabei
von einem Ende der Fertigteilplatte bis zum anderen Ende der Fertigteilplatte 10.
An den Stirnseiten 17 der Fertigteilplatte 10 ragen sie aus der Betonfläche hervor
und können, wie später noch ausführlich beschrieben wird, mit der benachbarten Fertigteilplatte
bzw. deren Stahlstäbe verbunden werden.
[0047] Die Stirnseite 17 weist eine im wesentlichen geradlinig durchgehende Kante, sowie
bei diesem Ausführungsbeispiel zwei Ausnehmungen bzw. Taschen 24 auf. Die Taschen
24 sind in Bezug auf die geradlinige Stimfläche 17 Rücksprünge, in welchen die Stahlstäbe
19 aus der Betonfläche hervorstehen. Die Taschen 24 weisen darüber hinaus (gestrichelt
dargestellt) Hinterschneidungen auf, welche zusätzlich die Stabilität der Verbindung
der Fertigteilplatte 10 mit der benachbarten nicht dargestellten Fertigteilplatte
verbessern. Außerdem ist das spätere Ausgießen der Fugen zwischen zwei Fertigteilplatten
10 dauerhafter zu bewerkstelligen, da das Eindringen von Wasser unter anderem durch
diese Unterschneidungen verhindert wird.
[0048] Die Fertigteilplatte 10 weist mehrere Einfüllöffnungen 13 (hier nur eine dargestellt)
auf. Durch diese Einfüllöffnungen 13 wird ein Untergußmittel unter die fertig ausgerichtete
Fertigteilplatte 10 eingebracht.
[0049] Figur 2 zeigt einen Teil eines Schnittes quer zur Längsachse der Fertigteilplatte
10 sowie deren Untergrund. An der Fertigteilplatte 10 sind wiederum Höcker 12 angeordnet,
auf welchen die Schiene 30 mit Befestigungen 31 angeordnet ist. Die Befestigungen
31 sind in Dübeln 32, welche in der Fertigteilplatte 10 eingebracht sind fixiert.
Die Stahlbetonfertigteilplatte kann in herkömmlicher Weise mit der üblichen Bewehrung
ausgeführt werden. Alternativ und besonders vorteilhaft ist es, wenn die Fertigteilplatte
10 mit Faserbeton hergestellt ist. In dem Faserbeton befinden sich Stahlfasern, welche
der Fertigteilplatte 10 eine große Festigkeit verleihen. Die Stahlfasem können dabei
gebogen, gewunden oder eine andere Form aufweisen, mit welcher sie die Verflechtung
in dem Beton unterstützen. Hierdurch ist es möglich, einen äußerst festen Stahlbeton
für die Fertigteilplatte 10 zu erhalten, welcher insbesondere in den Randbereichen
oder in den Bereichen, in welchen die Befestigungen 31 fixiert werden, eine besonders
hohe Festigkeit und Haltbarkeit aufweisen.
[0050] Zum Ausrichten der Fertigteilplatte 10 in die benötigte Lage sind mehrere Spindeln
37 an der Fertigteilplatte 10 angeordnet. Die Spindel 37 wirkt dabei in an sich bekannter
Weise mit einer Mutter 39 derart zusammen, daß die Fertigteilplatte 10 in ihrer Höhe
ausgerichtet wird. Die Spindel 37 stützt sich dabei auf einer Stützplatte 38 ab, um
einen festen und gleichbleibenden Untergrund vorzufinden, um die Platte 10 in ihrer
Höhe feinzurichten. Die Spindel 37 reicht bei dieser Ausführung durch eine Aussparung
in der Fertigteilplatte 10 hindurch, um einen großen Verstellweg zuzulassen. Durch
ein Verstellen der Mutter 39 auf der Spindel 37 wird dabei die Fertigteilplatte 10
in ihre Position gebracht. Bevor die Fertigteilplatte 10 auf einer hydraulisch gebundenen
Tragschicht 45 abgelegt wird, wird eine elastische Schalung 41 im Randbereich der
Fertigteilplatte 1 ausgelegt. Diese Schalung 41 dient dazu, einen nach dem Ausrichten
der Fertigteilplatte 10 unter die Fertigteilplatte 10 gegossene Unterfüllung 42 am
Herauslaufen zu hindern. Der vorzugsweise zähflüssige Unterguß 42 wird dabei durch
die Schalung 41 unter der Fertigteilplatte 10 gehalten. Die Schalung 41 ist vorzugsweise
ein elastisches Kunststoffteil. Es haben sich insbesondere schwammartige Materialien
mit groben Poren oder Neopren oder ähnliche Kunststoffe als vorteilhaft erwiesen.
Die Schalung 41 kann nach dem Aushärten des Untergusses entweder an dieser Stelle
verbleiben und somit einen gewissen Nässeschutz bewirken. Soll die Schalung für weitere
Untergüsse verwendet werden, so ist es auch möglich, diese Schalung 41 unter der Fertigteilplatte
10 herauszuziehen und erneut zu verwenden.
[0051] In den Figuren 3a bis 3d werden im folgenden die einzelnen Schritte der Verbindung
von zwei Fertigteilplatten 10 beschrieben. Zuerst werden die Fertigteilplatten 10
mittels der Spindeln 37 und Muttern 39 in ihrer Höhe genau ausgerichtet. Dabei sollen
im wesentlichen die Stahlstäbe 19 der beiden zu verbindenden Fertigteilplatten zueinander
in ihrer Längsachse fluchten. (Figur 3a). Anschließend wird über die Einfüllöffnungen
13 die Fertigteilplatte 10 mit einem Unterguß 42 untergossen. Der Unterguß 42 besteht
dabei vorzugsweise aus einem Bitumen-Mörtel-Beton. Der Unterguß 42 verbindet die Fertigteilplatte
10 mit der darunter vorbereiteten hydraulisch gebundenen Tragschicht 45. Wenn der
Unterguß 42 ausgehärtet ist, werden die zwischen den beiden Platten 10 befindlichen
Schmalfugen 26 mit einer Vergußmasse, vorzugsweise Beton ausgegossen (Figur 3b). Der
Guß kann dabei lediglich im Bereich der Stoßstellen 21 der Fertigteilplatte 10 erfolgen,
oder auch den unteren Bereich zwischen den Fertigteilplatten 10 ausfüllen, in welchem
sich nach oben anschließend die Breitfugen 27 befinden. Sobald die Vergußmasse ausgehärtet
ist, werden die Stahlstäbe 19 miteinander mittels Spannschlösser 25 verbunden und
gedehnt. Hierdurch entsteht ein Druck auf die Vergußmasse 25 in den Schmalfugen 26
und verhindert somit wirkungsvoll ein Eintreten von Wasser. Andererseits wird durch
diese Vorgehensweise die zuvor durchgeführte exakte Ausrichtung der Fertigteilplatten
10 beim Spannen der Stahlstäbe 19 nicht wieder verändert, da sie sich an den Vergußmassen
25 abstützen und bezüglich des Untergrundes mittels des Untergusses 42 festgelegt
ist (Figur 3c).
[0052] Nachdem die Stahlstäbe 19 miteinander verbunden und gedehnt sind, kann zur Verhinderung
von Korrosion die Breitfuge 27 verschlossen werden (Figur 3d). Dieses Verschließen
kann ebenfalls durch Einbringen einer Vergußmasse 25, beispielsweise Beton erfolgen.
Alternativ kann hier auch eine entfernbare Abdeckung vorgesehen werden. Eine festere
Verbindung der beiden Fertigteilplatten 10 erfolgt jedoch durch das Vergießen der
Breitfuge 27, da hierdurch bei einer entsprechenden Gestaltung der Breitfuge 27 eine
zusätzliche Verzahnung der Fertigteilplatten 10 erfolgt.
[0053] Die Vorgehensweise bei der Verbindung der zwei Fertigteilplatten 10 wurde in den
Figuren 3a bis 3d jeweils ohne aufgebauter Schiene 30 dargestellt. Werden die Fertigteilplatten
für einen Hochgeschwindigkeitsschienenverkehr eingesetzt, so ist es vorteilhaft, wenn
zum Ausrichten der Fertigteilplatten 10 bereits die Schiene 30 aufgebaut ist, da die
Schiene 30 maßgebend für die Ausrichtung der Fertigteilplatten 10 ist.
[0054] In Figur 4 ist der bis zum Arbeitsschritt der Figur 3c vorbereitete Stoß der zwei
Fertigteilplatten 10 genauer dargestellt. Es sind hierbei jeweils die Fertigteilplatten
10 der Länge nach im Bereich der Stahlstäbe 19 geschnitten. Die Fertigteilplatten
10 sind auf einem Unterguß 42, welcher sich auf einer hydraulisch gebundenen Tragschicht
abstützt, angeordnet. Die Schalung 41 verhindert, daß der Unterguß 42 beim Untergießen
oder Unterpressen der Fertigteilplatte 10 aus dem Bereich der Fertigteilplatte 10
ausdringt.
[0055] Die Fertigteilplatte 10 weist Höcker 12 auf, auf welchem mit Befestigungen 31 die
Schiene 30 befestigt ist. In regelmäßigen Abständen sind in den Fertigteilplatten
10 Scheinfugen 15 angeordnet, welche Sollbruchstellen für die Fertigteilplatte 10
darstellen. In der Fertigteilplatte 10 sind mehrere Stahlstäbe 19 eingebracht. Die
Stahlstäbe 19 sind weitgehend in der Fertigteilplatte 10 fest verankert. Lediglich
in dem Bereich ab der Scheinfuge 15 bis zum Ende der jeweiligen Fertigteilplatte 10
ist der Stahlstab 19 nicht mit dem Beton der Fertigteilplatte verbunden und somit
frei dehnbar. Hierzu befindet sich der Stahlstab 19 in einem Schlauch 20, welcher
eine Verbindung des Stahlstabs 19 mit dem Beton der Fertigteilplatte 10 verhindert.
Die Schmalfugen 26 sind mit einer Vergußmasse 25 ausgegossen. Die Stahlstäbe 19 sind
mittels einem Spannschloß 28 miteinander verbunden und gedehnt. Die Dehnung bewirkt,
daß die Stahlstäbe in ihrem freibeweglichen Bereich in dem jeweiligen Schlauch 20
gedehnt werden und somit eine Vorspannung bewirken. Durch die Vorspannung wird die
Vergußmasse 25 gepreßt bzw. die Verbundkonstruktion stabilisiert, so daß das Eindringen
von Wasser in die Fugen verhindert wird. Außerdem werden die Fertigteilplatten 10
über die Vergußmasse 25 fest aneinander gepreßt. Dadurch, daß der Stahlstab 19 lediglich
in dem Bereich zwischen der Scheinfuge 15 und dem Ende der Fertigteilplatte 10 beweglich
gelagert ist, wird zuverlässig bewirkt, daß die Scheinfuge 15 nicht mit einer Druckkraft
überbrückt wird und somit ihre Funktion verliert. Die Kraft auf den Betonkörper wird
lediglich im letzten Segment, nämlich zwischen der Scheinfuge 15 und dem Ende der
Fertigteilplatte 10 über die Stahlstäbe 19 eingebracht.
[0056] Wird die Tasche 24, in welcher sich die Spannschlösser 28 und die Enden der Stahlstäbe
19 befinden derart ausgebildet, daß sie in Draufsicht auf die Platte eine Hinterschneidung
29 aufweisen, so wird eine zusätzliche Verzahnung der Fertigteilplatten 10 miteinander
bewirkt, wenn die durch die Taschen 24 gebildete Breitfuge 27 mit einer Vergußmasse
25' ausgegossen wird. Die Fertigteilplatten 10 werden damit zusätzlich an einer vertikalen
Bewegung gehindert.
[0057] Der Unterguß 42 kann in dem Fall, daß sich im Laufe der Benutzung der Platte die
Platte bzw. der Untergrund senkt wieder entfernt werden. Die geschieht dadurch, daß
der Unterguß 42 quer zur Längsrichtung der Platte durchbohrt wird. In das Bohrloch
wird eine Säge, insbesondere ein Sägeseil eingeführt und der Unterguß unter der Platte
durchgesägt. Beispielsweise mit Spindeln kann die Platte dann wieder exakt ausgerichtet
und neu untergossen werden.
[0058] In Figur 5 ist die Draufsicht auf einen Fugenstoß zwischen 2 Fertigteilplatten 10
und 10' dargestellt. Zur Fixierung der Fertigteilplatten 10 und 10' sind Distanzstücke
50 angeordnet. Die Distanzstücke 50 befinden sich jeweils im Bereich einer Schmalfuge.
Alternativ oder zusätzlich können 2 Distanzstücke 50' im Bereich der Breitfugen vorgesehen
sein. In jeder der Ausführungen ist gewährleistet, daß der feingerichtete Zustand
der Fertigteilplatten 10 und 10' während des Spannens der Stahlstäbe beibehalten wird.
[0059] In Figur 6 ist eine Draufsicht auf ein Distanzstück 50 gezeigt. Das Distanzstück
50 besteht aus jeweils einer Grundplatte 51, welches an der Fertigteilplatte 10 bzw.
10' befestigt ist. Diese Grundplatte 51 kann entweder in der Fertigteilplatte 10,
10' eingegossen sein oder nachträglich angebracht worden sein. Eine der Grundplatten
51 weist Führungen 52 für einen Keil 53 auf. Der Keil 53 wird in die Führungen 52
zwischen den beiden Grundplatten 51 eingeführt, wenn die Fertigteilplatten 10 und
10' ausgerichtet sind. Damit wird der Abstand der Fertigteilplatten 10 und 10' fixiert,
so daß bei einem Spannen der Stahlstäbe die Fertigteilplatten 10 und 10' nicht aufeinander
zu bewegbar sind und die Ausrichtung der Platten nicht verändert wird.
[0060] In Figur 7 ist eine Seitenansicht des Distanzstücks 50 gezeigt. Die Fertigteilplatten
10 und 10', welche sich auf dem Unterguß 42 bzw. der Tragschicht 45 befinden, sind
mittels des Keils 53 in einem definierten Abstand gehalten. Dieser Abstand wird dauerhaft
nach dem Verspannen der Stahlstäbe fixiert, indem die Fuge mit einer Vergußmasse 25
ausgegossen wird. Nach dem Aushärten der Vergußmasse 25 ist die Position der Fertigteilplatten
10 und 10' zueinander dauerhaft festgelegt. Der Keil 53 kann bei Bedarf wieder entfernt
und für den nächsten Fugenstoß verwendet werden. In einer besonderen Ausführung kann
auch die Vergußmasse 25 im Bereich des Distanzstückes 50 zumindest zeitweilig ausgespart
sein. Nach dem Aushärten der übrigen Vergußmasse 25 kann das komplette Distanzstück
50 aus dem Fugenstoß zusammen mit dem Keil 53 entfernt werden und für eine weitere
Verbindungsstelle benutzt werden.
[0061] Die Verwendung der Distanzstücke erlaubt ein sofortiges Aufbringen der Zugkraft auf
die Stahlstäbe und einen späteren gemeinsamen Verguß von Breit- und Schmalfuge. Dies
ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn ungünstige Temperatur- und Klimaverhältnisse
für das Vergießen der Fuge gegeben sind. Es kann zum endgültigen Ausgießen der Breit-
und Schmalfuge eine günstigere Temperatur und ein geeignetes Klima abgewartet werden,
so daß eine optimale Verarbeitung des Materials gegeben ist.
[0062] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellte Ausführung begrenzt. Die
Fertigteilplatten 10 können auch für andere als die beschriebenen Einsatzgebiete eingesetzt
werden. Auch können die Stahlstäbe 19 auf eine andere Weise an der Verbindung mit
dem Beton der Fertigteilplatte 10 im letzten Segment verhindert werden.
1. Fertigteilplatte aus Stahlbeton, insbesondere zur Verwendung als Bauteil einer festen
Fahrbahn für Hochgeschwindigkeitsverkehrsmittel, mit mindestens zwei sich in Längsrichtung
der Stahlbetonfertigteilplatte (10) erstreckenden und über deren Betonfläche an der
Stirnseite (17) vorstehenden Stahlstäben (19) und mit wenigstens einer, vorzugsweise
mehreren quer zu den Stahlstäben (19) verlaufenden Sollbruchstellen (15) der Fertigteilptatte
(10), dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlstab (19) jeweils im Bereich zwischen der Stirnseite (17) der Fertigteilplatte
(10) und der ersten Sollbruchstelle (15) verankert und in Richtung zur jeweiligen
Stirnseite (17) hin in seiner Längsrichtung im wesentlichen frei beweglich gelagert
ist.
2. Fertigteilplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sollbruchstelle (15) eine sich quer zur Längsrichtung der Fertigteilplatte (10)
erstreckende Scheinfuge ist.
3. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verankerung etwa 50 cm von der Stirnseite (17) der Fertigteilplatte (10) entfernt
vorgesehen ist.
4. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlstab (19) im Bereich zwischen der Stirnseite (17) der Fertigteilplatte (10)
und der Verankerung von einem Rohr (20) oder Schlauch, insbesondere einem Schrumpfschlauch
ummantelt ist.
5. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ummantelung des Stahlstabes (19) einen größeren Innendurchmesser als der Außendurchmesser
des Stahlstabes (19) aufweist.
6. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Stahlstab (19) in einer Tasche (24) der Fertigteilplatte (10) endet.
7. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche (24) zur Oberseite der Fertigteilplatte (10) hin offen ist.
8. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche (24) zur Unterseite der Fertigteilplatte (10) hin geschlossen ist.
9. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche (24) in Draufsicht eine Hinterschneidung (29) aufweist.
10. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche (24) eine Breitfuge (27) zur benachbarten Fertigteilplatte (10) bildet.
11. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Stahlstäben (19) der Fertigteilplatte (10) und/oder zum Rand der Fertigteilplatte
(10) hin eine Stoßstelle (21) zur Bildung einer Schmalfuge (26) zur benachbarten Fertigteilplatte
(10) vorgesehen ist.
12. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stirnseite der Fertigteilplatte (10) die Unterseite im wesentlichen geradlinig
verläuft und/oder die Oberseite abwechselnd Schmal- und Breitfugen (27) aufweist.
13. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Breitfuge (27) ein Verbindungsmittel zur Verbindung des Stahlstabes
(19) der einen Fertigteilplatte (10) mit dem Stahlstab (19) der benachbarten Fertigteilplatte
(10) anordenbar ist.
14. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Fertigteilplatte (10) Justiereinrichtungen, insbesondere Spindeln angeordnet
sind.
15. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigteilplatte (10) aus Faserbeton hergestellt ist
16. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmalfuge (26) und/oder die Breitfuge (27) zwischen zwei Fertigteilplatte (10)
mit einer Vergußmasse (25), insbesondere Beton ausgegossen ist.
17. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Fertigteilplatte (10) und dem Untergrund eine Untergußmasse (42), insbesondere
ein Bitumen-Zementmörtel eingebracht ist.
18. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Untergußmasse (42) insbesondere mit einem Dichtelement (41), insbesondere einem
elastischen, vorzugsweise porösen Kunststoff eingeschalt ist.
19. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtelement (41) eine Gummimatte, insbesondere Neopren ist.
20. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtelement (41) ein Schwamm ist.
21. Fertigteilplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Fugen (26,27) Distanzstücke angeordnet sind.
22. Verfahren zur Herstellung einer Plattenverbundkonstruktion aus Stahlbetonfertigteilplatten
(10), insbesondere als feste Fahrbahn für Hochgeschwindigkeitsverkehrsmittel, mit
mindestens zwei Fertigteilplatten (10), sich in Längsrichtung der Fertigteilplatte
(10) erstreckenden und über deren Betonfläche an der Stirnseite (17) vorstehenden
Stahlstäben (19), und mit einer Fuge zwischen benachbarten Fertigteilplatten (10),
dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlstäbe (19) jeweils im Bereich zwischen der Stirnseite (17) der Fertigteilplatte
(10) und einer ersten quer zu den Stahlstäben verlaufenden Sollbruchstelle (15) verankert
und in Richtung zur jeweiligen Stirnseite (17) hin in ihrer Längsrichtung im wesentlichen
frei beweglich gelagert werden, daß die Fertigteilplatte (10) abgelegt und feingerichtet
wird, daß die feingerichtete Fertigteilplatte (10) mit einer Untergußmasse (42) untergossen
wird, und daß nach dem Aushärten des Untergusses (42) die Fertigteilplatte (10) über
das Vergießen der Fuge und das Verbinden der Stahlstäbe (19) mit der benachbarten
Fertigteilplatte (10) verbunden wird.
23. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlstäbe (19) zur Verbindung der benachbarten Fertigteilplatte (10) gedehnt
werden.
24. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Plattenstoß Schmalfugen (26) und Breitfugen (27) vorgesehen sind, und daß
zuerst die Schmalfugen (26) mit einer Vergußmasse (25) vergossen werden, dann die
Stahlstäbe (19) gespannt werden und schließlich die Breitfugen (27) verschlossen werden.
25. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlstäbe (19) erst nach dem Aushärten der Vergußmasse (25) in den Schmalfugen
(26) gespannt werden.
26. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlstäbe (19) benachbarter Fertigteilplatten (10) mit Spannschlössern (28)
verbunden werden.
27. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlstäbe (19) miteinander verschweißt werden.
28. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Fertigteilplatte (10) mittels Spindeln (37) feingerichtet wird.
29. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Vergußmasse (25) Beton verwendet wird.
30. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Untergußmasse (42) ein Bitumen-Zementmörtel verwendet wird.
31. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Schalung (41) für den Unterguß (42) ein elastisches, insbesondere poröses Dichtelement
verwendet wird.
32. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalung (41) vor dem Feinrichten, insbesondere vor dem Ablegen der Fertigteilplatte
(10) ausgelegt wird.
33. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Feinrichten der Fertigteilplatte (10) Schienen (30) auf der Fertigteilplatte
(10) in Schienenbefestigungen (31) verspannt werden.
34. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Verbinden der Fertigteilplatten (10) miteinander, insbesondere nach dem
Verschließen der Breitfuge (27), die Schienen (30) miteinander verbunden werden.
35. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die feingerichtete Fertigteilplatte (10) zu der benachbarten Fertigteilplatte (10)
mit Distanzstücken, insbesondere mit Keilen fixiert wird, die Stahlstäbe (19) gespannt
werden und anschließend die Fuge vergossen wird.
36. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzstücke im Bereich der Schmalfugen und/oder der Breitfugen angeordnet sind.
37. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Distanzstücke nach dem Vergießen der Fugen entspannt oder entfernt werden.
1. A pre-assembled plate consisting of reinforced concrete, especially for use as a structural
component of a permanent roadway for high-speed vehicles, with at least two steel
rods (19) extending in the longitudinal direction of the pre-assembled plate (10)
consisting of reinforced concrete and projecting over its concrete surface on the
front side (17), and with at least one, preferably several theoretical breaking points
(15) of the pre-assembled plate (10) running transversely to the steel rods (19),
characterized in that the steel rod (19) is anchored in the area between the front side (17) of the pre-assembled
plate (10) and the first theoretical breaking point (15) and is supported in a substantially
freely movable manner in the direction of the particular front side (15) in its longitudinal
direction.
2. The pre-assembled plate according to claim 1, characterized in that the theoretical breaking point (15) is a dummy joint extending transversely to the
longitudinal direction of the pre-assembled plate (10).
3. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the anchoring is provided approximately 50 cm removed from the front side (17) of
the pre-assembled plate (10).
4. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the steel rod (19) is jacketed in the area between the front side (17) of the pre-assembled
plate (10) and the anchoring by a tube (20) or hose, especially by a shrinkdown plastic
tubing.
5. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the jacketing of the steel rod (19) has a greater inside diameter than the outside
diameter of the steel rod (19).
6. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the steel rod (19) terminates in a pocket (24) of the pre-assembled plate (10).
7. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the pocket (24) is open toward the top of the pre-assembled plate (10).
8. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the pocket (24) is closed toward the bottom of the pre-assembled plate (10).
9. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the pocket comprises an undercut (29) when viewed from the top.
10. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the pocket (24) forms a wide joint (27) with the adjacent pre-assembled plate (10).
11. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that a joint abutment (21) is provided between two steel rods (19) of the pre-assembled
plate (10) and/or toward the edge of the pre-assembled plate (10) for forming a narrow
joint (26) with the adjacent pre-assembled plate (10).
12. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the bottom runs substantially in a straight line on the front side of the pre-assembled
plate (10) and/or the top has alternating narrow and wide joints (27).
13. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that connecting means for connecting the steel rod (19) of the one pre-assembled plate
(10) to the steel rod (19) of the adjacent pre-assembled plate (10) can be arranged
in the wide joint (27).
14. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that adjusting devices, especially spindles are arranged on the pre-assembled plate (10).
15. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the pre-assembled plate (10) is produced from fiber concrete.
16. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the narrow joint (26) and/or the wide joint (27) between two pre-assembled plates
(10) is/are filled with a sealing compound (25), especially concrete.
17. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that a substratum mass (42), in particular a bituminous cement mortar, is introduced between
the pre-assembled plate (10) and the foundation.
18. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the substratum mass (42) is encased in particular with a sealing element (41), especially
with an elastic, preferably porous plastic.
19. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the sealing element (41) is a rubber mat, especially neoprene.
20. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that the sealing element (41) is a sponge.
21. The pre-assembled plate according to one of the preceding claims, characterized in that spacers are arranged in the area of the joints (26, 27).
22. A method of producing a compound plate construction consisting of pre-assembled plates
(10) consisting of reinforced concrete, especially as a permanent roadway for high-speed
vehicles, with at least two pre-assembled plates (10), steel rods (19) extending in
the longitudinal direction of the pre-assembled plate (10) consisting of reinforced
concrete and projecting over its concrete surface on the front side (17), and with
a joint between adjacent pre-assembled plates (10), characterized in that the steel rods (19) are anchored in each case in the area between the front side
(17) of the pre-assembled plate (10) and a first theoretical breaking point (15) extending
in the transverse direction to the steel rods and are supported in the direction of
the particular front side in a substantially freely movable manner in their longitudinal
direction, that the pre-assembled plate (10) is placed and finely aligned, that a
substratum mass (42) is poured under the finely aligned pre-assembled plate (10) and
that after the hardening of the substratum (42) the pre-assembled plate (10) is connected
to the adjacent pre-assembled plate (10) by filling in the joint and connecting the
steel rods (19).
23. The method according to claim 21, characterized in that the steel rods (19) are extended for connecting the adjacent pre-assembled plate
(10).
24. The method according to one of the preceding claims, characterized in that narrow joints (26) and wide joints (27) are provided at the plate joint and that
the narrow joints (26) are provided with a sealing compound (25) at first, the steel
rods (19) are then tensioned and, finally, the wide joints (27) are closed.
25. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the steel rods (19) are not tensioned until after the hardening of the sealing compound
(25) in the narrow joints (26).
26. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the steel rods (19) of adjacent pre-assembled plates (10) are connected with tighteners
(28).
27. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the steel rods (19) are welded together.
28. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the pre-assembled plate (10) is finely adjusted with spindles (37).
29. The method according to one of the preceding claims, characterized in that cement is used as sealing compound (25).
30. The method according to one of the preceding claims, characterized in that a bituminous cement mortar is used as substratum mass (42).
31. The method according to one of the preceding claims, characterized in that an elastic, especially a porous sealing element is used as casing (41) for the substratum
(42).
32. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the casing (41) is placed before the fine adjustment, in particular before the placing
of the pre-assembled plate (10).
33. The method according to one of the preceding claims, characterized in that rails (30) on the pre-assembled plate (10) are braced in rail fastenings (31) before
the fine adjustment of the pre-assembled plate (10).
34. The method according to one of the preceding claims, characterized in that after the pre-assembled plates (10) have been joined to each other, especially after
the closing of the wide joint (27), the rails (30) are connected to each other.
35. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the finely aligned pre-assembled plate (10) is fixed to the adjacent pre-assembled
plate (10) with spacers, especially with wedges, the steel rods (19) are tensioned
and the joint is subsequently filled up.
36. The method according to one of the preceding claims, characterized in that the spacers are arranged in the area of the narrow joints and/or of the wide joints.
37. The method according to one of the preceding claims, characterized in that after the filling up of the joints the spacers are relieved or removed.
1. Plaque préfabriquée en béton armé, destinée particulièrement à l'utilisation comme
élément de construction d'une voie de roulement rigide pour un véhicule de transport
à grande vitesse, avec au moins deux barres d'acier (19) s'étendant dans le sens de
la longueur de la plaque préfabriquée en béton armé (10) et portant en saillie au
dessus de sa surface de béton, en sa face frontale (17), et avec au moins un, de préférence
plusieurs points de rupture théorique (15) de la plaque préfabriquée en béton armé
(10) s'allongeant perpendiculairement aux barres d'acier (19), caractérisée en ce que la barre d'acier (19) est respectivement ancrée dans la zone comprise entre la face
frontale (17) de la plaque préfabriquée de béton armé (10) et le premier point de
rupture théorique (15) et, dans le sens de la face frontale (17) respective, qu'elle
repose dans son sens longitudinal sur palier de manière essentiellement libre.
2. Plaque préfabriquée selon la revendication de brevet 1, caractérisée en ce que le point de rupture théorique (15) est un joint de retrait-flexion s'étendant perpendiculairement
au sens de la longueur de la plaque préfabriquée (10).
3. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que l'ancrage est prévu à une distance de 50 cm environ de la face frontale (17) de la
plaque préfabriquée (10).
4. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la barre d'acier (19), dans la zone comprise entre la face frontale (17) de la plaque
préfabriquée (10) et l'ancrage, est enveloppée d'un tube (20) ou d'un tuyau flexible,
notamment d'un tuyau flexible thermorétractable.
5. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que l'enveloppe de la barre d'acier (19) présente un diamètre intérieur plus élevé que
le diamètre extérieur de la barre d'acier (19).
6. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la barre d'acier (19) se termine dans une poche (24) de la plaque préfabriquée (10).
7. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la poche (24) est ouverte vers la face supérieure de la plaque préfabriquée (10).
8. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la poche (24) est fermée vers la face inférieure de la plaque préfabriquée (10).
9. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la poche (24) présente une contre-dépouille (29) en vue de dessus.
10. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la poche (24) constitue un joint large (27) vers la plaque préfabriquée (10) adjacente.
11. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce qu'un emplacement de joint (21) est prévu entre deux barres d'acier (19) de la plaque
préfabriquée (10) et/ou vers le bord de la plaque préfabriquée (10) en vue de la constitution
d'un joint mince (26) avec la plaque préfabriquée (10) adjacente.
12. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce qu'à la face frontale de la Plaque préfabriquée (10), la face inférieur à une allure
essentiellement rectiligne et/ou que la face supérieure comporte alternativement des
joints minces et larges (27).
13. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce qu'un moyen de connexion peut être disposé au sein des joints larges (27) en vue de la
connexion de la barre d'acier (19) d'une plaque préfabriquée (10) avec la barre d'acier
(19) de la plaque préfabriquée (10) adjacente.
14. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que des dispositifs d'ajustage, particulièrement des broches, sont disposés à la plaque
préfabriquée (10).
15. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la plaque préfabriquée (10) est réalisée en fibrobéton.
16. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que le joint mince (26) et/ou le joint large (27) entre deux plaques préfabriquées (10)
est rempli d'une masse de scellement (25), particulièrement de béton.
17. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce qu'une sous-couche de ballast (42), particulièrement du mortier au ciment bitumeux, est
coulée entre la plaque préfabriquée (10) et le fond support.
18. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que la sous-couche de ballast (42) est coffrée par un élément d'étanchéité (41), particulièrement
une matière plastique élastique, de préférence poreuse.
19. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que l'élément d'étanchéité (41) est un tapis de caoutchouc, particulièrement du néoprène.
20. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que l'élément d'étanchéité (41) est une éponge.
21. Plaque préfabriquée selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes,
caractérisée en ce que des pièces intercalaires sont disposées dans la zone des joints (26, 27).
22. Procédé pour la fabrication d'une construction mixte de plaques préfabriquées en béton
armé (10), particulièrement comme voie de roulement rigide pour véhicules de transport
à grande vitesse, avec au moins deux plaques préfabriquées (10), des barres d'acier
(19) s'étendant dans le sens de la longueur de la plaque préfabriquée en béton armé
(10) et portant en saillie au dessus de sa surface de béton, en sa face frontale (17),
et avec un joint disposé entre deux plaques préfabriquées (10) adjacentes, caractérisé en ce que les barres d'acier (19) sont respectivement ancrées dans la zone comprise entre la
face frontale (17) de la plaque préfabriquée de béton armé (10) et un premier point
de rupture théorique (15) s'étendant perpendiculairement aux barres d'acier et que,
dans le sens de la face frontale (17) respective, ils reposent dans leur sens longitudinal
sur palier de manière essentiellement libre, en ce que la plaque préfabriquée (10) est déposée et ajustée précisément, en ce qu'une sous-couche de ballast (42) est coulée sous la plaque préfabriquée (10) précisément
ajustée, et ce que, après le durcissement de la sous-couche de ballast (42), la plaque
préfabriquée (10) est connectée à la plaque préfabriquée (10) adjacente par scellement
du joint et connexion des barres d'acier (19).
23. Procédé selon la revendication de brevet 21, caractérisé en ce que les barres d'acier (19) sont allongées en vue de la connexion de la plaque préfabriquée
(10) adjacente.
24. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que des joints minces (26) et des joints larges (27) sont prévus aux joints des plaques
préfabriquées (10), et qu'une masse de scellement (25) est d'abord coulée dans les
joints minces (26), que les barres d'acier (19) sont ensuite mises sous contrainte
et que les joints larges (27) sont alors scellés.
25. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les barres d'acier (19) ne sont mises sous contrainte dans les joints minces (26)
qu'après le durcissement de la masse de scellement (25).
26. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les barres d'acier (19) de plaques préfabriquées (10) adjacentes sont reliées par
des manchons de serrage (28).
27. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les barres d'acier (19) sont soudées l'une à l'autre.
28. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que la plaque préfabriquée (10) est ajustée précisément au moyen de broches (37).
29. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que la masse de scellement (25) utilisée est du béton.
30. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que la sous-couche de ballast (42) utilisée est un mortier au ciment bitumeux.
31. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que le coffrage (41) utilisé pour la sous-couche de ballast (42) est un élément d'étanchéité
élastique, particulièrement poreux.
32. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que le coffrage (41) est répandu avant l'ajustage de précision, particulièrement avant
la dépose de la plaque préfabriquée (10).
33. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que des rails (30) sont mis sous contrainte sur la plaque préfabriquée (10) dans des
dispositifs de fixation de rail (31) avant l'ajustage de précision de la plaque préfabriquée
(10).
34. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les rails (30) sont reliés l'un aux autres après la connexion des plaques préfabriquées
(10) l'une aux autres, particulièrement après le scellement des joints larges (27).
35. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que la plaque préfabriquée (10) est fixée par des pièces intercalaires, particulièrement
des cales, par rapport à la plaque préfabriquée (10) adjacente, que les barres d'acier
(19) sont mises sous contrainte et que le joint est ensuite scellé.
36. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les pièces intercalaires sont disposées dans la zone des joints minces et/ou des
joints larges.
37. Procédé selon l'une quelconque des revendications de brevet précédentes, caractérisé en ce que les pièces intercalaires sont soulagées de la contrainte et démontées après le scellement
des joints.