[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum druck- und/oder vakuumgestützten Gießen
von Werkstücken gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Beim Herstellen von Werkstücken mittels Gießverfahren liegt ein besonderes Ziel darin,
an vorbestimmten Stellen des gegossenen Werkstückes vorbestimmte Werkstoffeigenschaften
zu erzielen. Hierzu werden beispielsweise mittels Gießen Verbundmaterialien hergestellt,
wobei beispielsweise in einem äußeren Bereich eine hohe Verschleißfestigkeit des Werkstoffes
erzielt wird, während ein innerer Trägerkörper im wesentlichen duktil ausgebildet
ist. Die Qualität gegossener Werkstücke ist in hohem Maße von der Art des Einfüllvorganges
der Schmelze in die Gießform und dem darauf folgenden Erstarrungsvorgang abhängig.
[0003] Für eine exakt gesteuerte Befüllung einer Gießform mit einer Schmelze ist es beispielsweise
aus EP 0 624 413 A1 bekannt, die Schmelze in einem druckdicht abgeschlossenen Schmelzofen
anzuordnen, wobei der innere Raum des Schmelzofens mittels einer Druckerzeugungsvorrichtung
unter Druck setzbar ist. Aus dem Schmelzofen ragt ein Keramiksteigrohr, welches in
die Schmelze im Ofen eintaucht und mit einem Formhohlraum der Gießform verbunden ist.
Auf diese Weise wird durch das Unterdrucksetzen des Schmelzofens Schmelze durch das
Steigrohr in den Formhohlraum der Gießform gedrückt. Durch entsprechende Steuerung
des Druckes im Schmelzofen kann auf vorbestimmte Art und Weise der Formhohlraum der
Giessform mit Schmelze gefüllt werden.
[0004] Nach dem Befüllen des Formhohlraums der Giessform mit Schmelze ist es wünschenswert,
zum Herstellen eines besonders homogenen und dichten Gefüges einen Nachdruck zu einem
Zeitpunkt zu erzeugen, zu dem die Schmelze nur zum Teil durch Abkühlung auskristallisiert
bzw. erstarrt ist. Hierzu ist es beispielsweise aus der DE-AS 1292795 bekannt, bei
einer Niederdruckgiessvorrichtung nach dem Befüllen des Formhohlraumes mit Schmelze
einen erhöhten Druck im Schmelzofen zu erzeugen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass
durch die vielen, dem Steigrohr vorgelagerten Komponenten, wie Schmelzofen, Schmelztiegel
und Druckerzeugungsvorrichtung, ein exaktes Halten eines vorbestimmten Druckes über
eine längere Zeit schwierig ist. Es kommt systembedingt zu unerwünschten Druckschwankungen.
Femer ist das in die Schmelze eintauchende Steigrohr aus Keramik gefertigt und somit
nicht geeignet, einem höheren Nachverdichtungsdruck standzuhalten. Daher ist ein entsprechender
Nachverdichtungsdruck auf relativ niedrige Drücke begrenzt, um eine Zerstörung des
Keramiksteigrohres zu verhindern.
[0005] Aus der EP-A 937 525 ist eine Vorrichtung für das Niederdruckgiessen von Leichtmetallen
insbesondere Aluminium bekannt, die ein druckbeaufschlagtes Schmelzegefäss enthält,
in welches ein Steigrohr mit einem Verschluss nahe seiner äusseren Mündung eintaucht.
Der Verschluss der Mündung des Steigrohres ist unmittelbar verschliessend bewegbar.
Am Ende eines jeden Giesstaktes wird die vom Steigrohr in den Einguss reichende Schmelzesäule
nahe der Mündung des Steigrohres unter gleichzeitigem Verschluss desselben abgeschert,
wobei das beim Abscheren der Schmelzesäule nach oben verdrängte Schmelzevolumen in
den Einguss der Giessform verdrängt wird und zumindest ein die Schmelzesäule gegen
den Verschluss haltender Überdruck aufrecht erhalten wird.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Vorrichtung der
o.g. Art zu schaffen, mit der eine Nachverdichtung mit hohem Nachverdichtungsdruck
möglich ist und gleichzeitig der hohe Nachverdichtungsdruck über einen längeren Zeitraum
mit hoher Genauigkeit konstant gehalten werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung der o.g. Art mit den in
Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0008] Bei der erfindungsgemädssen Vorrichtung ist vorgesehen, dass das Verschlussmittel
und die zweite Druckerzeugungsvorrichtung einstückig als ein Kolben ausgebildet sind,
welcher oberhalb des Steigrohrs angeordnet ist, wobei der Kolben an einem steigrohrseitigen
Ende über einen ersten vorbestimmten axialen Bereich einen ersten Durchmesser aufweist,
welcher einem Innendurchmesser des Steigrohres derart entspricht, dass der Kolben
bei Einschieben in das Steigrohr mit dem ersten vorbestimmten axialen Bereich das
Steigrohr druckdicht gegen den Formhohlraum verschließt, und in einem benachbarten
zweiten vorbestimmten axialen Bereich einen Durchmesser aufweist, welcher dem Innendurchmesser
der Formhohlraumerweiterung entspricht.
[0009] Dies hat den Vorteil, daß mit einer einzigen Bewegung eines einzigen Kolbens das
Steigrohr verschlossen und gleichzeitig eine Nachverdichtung mit erhöhtem Druck im
Formhohlraum durchführbar ist. Durch das Abschließen des Steigrohres vom Formhohlraum
ist ein Schutz für das empfindliche Steigrohr vor entsprechenden Nachverdichtungsdrücken
im Formhohlraum geschaffen, wodurch höhere Nachverdichtungsdrücke realisierbar sind.
Femer sind durch die Abkopplung des Steigrohres negative Einflüsse auf die Nachverdichtung
durch Druckschwankungen in der ersten Druckerzeugungsvorrichtung und/oder im Schmelzofen
wirksam vermieden, wodurch sich bei der Nachverdichtung ein homogeneres Werkstoffgefüge
einstellt. Ferner sind Druckschwankungen im Formhohlraum während der Nachverdichtung
aufgrund von temperaturbedingten Verformungen des Steigrohres oder bezüglich des Steigrohres
stromaufseitigen Komponenten verhindert.
[0010] Zweckmäßigerweise ist die erste Druckerzeugungsvorrichtung ein Druckbehälter und/oder
ein Kompressor und/oder eine Vakuumpumpe.
[0011] Die Gießform ist beispielsweise eine Dauerform oder eine verlorene Form, insbesondere
eine Kokille oder eine Sandgußform.
[0012] Die hergestellten Werkstücke sind beispielsweise Kolben, Bremsscheiben, Pleuel, Felgen
u.a. oder Bauteile, bei denen Infiltration oder auch Gradientenstruktur sowie lokal
verstärkte Bereiche realisiert sind.
[0013] Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Gießvorrichtung in schematischer
Schnittansicht und
- Fig. 2
- die bevorzugte Ausführungsform gemäß Fig. 1 in schematischer Schnittansicht im Zustand
der Nachverdichtung.
[0014] Die aus Fig. 1 und 2 ersichtliche Gießvorrichtung umfaßt einen Schmelzofen 10 mit
Beheizung 12, wie beispielsweise einer Heizwicklung, einer induktiven Heizung oder
einer Widerstandsheizung, und mit einem im Schmelzofen 10 angeordneten Schmelztiegel
14. Der Schmelzofen 10 ist mittels eines Deckels 16 und einer entsprechenden Dichtung
druckdicht abgeschlossen. Der so ausgebildete Druckraum 20 ist mittels einer ersten
Druckerzeugungsvorrichtung 22, wie beispielsweise einem Druckbehälter, mit einem vorbestimmten
Druck beaufschlagbar.
[0015] Durch den Deckel 16 hindurch erstreckt sich ein Steigrohr 24, beisp. ein Keramiksteigrohr,
das in eine in dem Schmelztiegel 14 angeordnete Schmelze 26 eintaucht. An einem dem
Schmelzofen 10 abgewandten Ende des Steigrohres 24 mündet dieses in einen Formhohlraum
28, welcher sich bis in eine Gießform 30, beisp. in eine Kokille, erstreckt. In der
Gießform 30 bildet der Formhohlraum 28 in der dargestellten Ausführungsform einen
Hohlraum zum Herstellen eines Kolbens für eine Brennkraftmaschine aus. Es ist jedoch
klar, daß in der Gießform 30 jede beliebige Form ausgebildet sein kann. Es ist ferner
eine Vakuumpumpe 32 vorgesehen, welche wahlweise die Gießform 30 abpumpt.
[0016] Benachbart bzw. axial fluchten gegenüberliegend zur Einmündung des Steigrohres 24
in dem Formhohlraum 28 ist eine Formhohlraumerweiterung 80 ausgebildet, in welcher
ein Kolben angeordnet ist. Dieser Kolben ist in Pfeilrichtung 44 bewegbar und weist
einen ersten Abschnitt 36 auf, welcher in seinem Außendurchmesser einem Innendurchmesser
des Steigrohres 24 entspricht. In einem weiteren Abschnitt 38 weist der Kolben einen
Außendurchmesser auf, welcher dem Innendurchmesser der Formhohlraumerweiterung 80
entspricht und größer als der Innendurchmesser des Steigrohres 24 ist. Der Außendurchmesser
des Abschnittes 36 ist dabei derart gewählt, daß bei Einschieben dieses Abschnittes
36 in eine formhohlraumseitige Öffnung bzw. Einmündung des Steigrohres dieses druckdicht
gegen den Formhohlraum verschlossen wird.
[0017] Im Betrieb der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird zunächst Schmelze 26 über das Steigrohr
24 in den Formhohlraum 28 eingeleitet. Nachdem eine vorbestimmte Zeit verstrichen
ist, in der eine Auskristallisation bzw. Erstarrung der Schmelze im Formhohlraum 28
vorzugsweise an den Randbereichen zur Gießform 30 stattgefunden hat, wird der Kolben
nach unten in Pfeilrichtung 44 gemäß Fig. 1 bewegt. Durch diese Abwärtsbewegung des
Kolbens kommt dieser in eine Position, in der er die Einmündung 40 des Steigrohres
24 in den Formhohlraum 28 bzw. in die Formhohlraumerweiterung 80 mit dem ersten Abschnitt
36 verschließt. Diese Position ist in Fig. 2 dargestellt. Während des Verschließens
des Steigrohres 24 mittels des Abschnittes 36 ist es von großer Bedeutung, daß die
im Formhohlraum 28 bereits vorhandene Schmelze 26 in keiner Weise durch die Bewegung
des Kolbens 36 bewegt wird. Dies wird dadurch erreicht, daß bis zum Verschließen des
Steigrohres 24 der Formhohlraum mit dem Steigrohr 24 und dem Druckraum 20 des Schmelzofens
10 verbunden bleibt, so daß sich durch die Bewegung des Kolbens kein Druck im Formhohlraum
28 aufbauen kann, da dieser in Richtung Schmelzofen 10 entweicht.
[0018] In der in Fig. 2 dargestellten Situation ist das Steigrohr 24 gegen den Formhohlraum
28 durch den ersten Abschnitt 36 vollständig und druckdicht verschlossen. Nunmehr
kann in einem weiteren Schritt der Aufbau eines Nachverdichtungsdrukkes in dem Formhohlraum
28 erfolgen, wobei durch den Verschluß mittels des ersten Abschnittes 36 des Kolbens
dieser Nachverdichtungsdruck nicht in das Steigrohr 24 und diesem vorgeschaltete Komponenten
zurückwirken kann. Das Steigrohr 24 ist somit vor dem nachfolgend im Formhohlraum
28 erzeugten Nachverdichtungsdruck geschützt. Zum Erzeugen des Nachverdichtungsdruckes
wird der Kolben weiter in Pfeilrichtung 44 bewegt, wobei der zweite Abschnitt die
Formhohlraumerweiterung 80 und damit den Formhohlraum 28 selbst verkleinert, wodurch
sich ein erhöhter Druck in dem Formhohlraum 28 aufbaut. Je weiter der Kolben in Richtung
Steigrohr 24 bewegt wird, desto höher ist der in dem Formhohlraum 28 aufgebaute Druck.
Durch diese Verschiebung des Kolbens ergibt sich durch die entsprechende Volumenverringerung
des Formhohlraums 28 ein hoher Nachverdichtungsdruck. Da der Formhohlraum 28 ansonsten
mit keinen beweglichen, druckvariablen oder druckinstabilen Teilen mehr verbunden
ist, wie beisp. dem Steigrohr 24 oder dem Ofen 10, ergeben sich keine unerwünschten
Schwankungen des Nachverdichtungsdruckes im Formhohlraum 28. Die Position des Kolbens
kann sehr genau eingestellt und gehalten werden, so daß sich ein sehr genau vorbestimmbarer
und besonders gut über einen längeren Zeitraum konstant haltbarer Nachverdichtungsdruck
im Formhohlraum 28 ergibt. In der Folge wird ein besonders homogenes und gleichmäßiges
Gefüge in dem so unter dem hohen Nachverdichtungsdruck stehenden Werkstück in der
Gießform 30 erzielt.
[0019] Ein besonderes Problem ergibt sich beim Gießen mittels eines Niederdruckofens in
eine Sandform, wobei ein im Sand der Sandform befindliches Gas mit der Schmelze reagieren
kann. Daher wird, um dem entgegenzuwirken, folgendermaßen vorgegangen:
1. Aussetzen der Schmelze in der Gießform einem Schutzgas,
2. Verfahren des Kolbens in Schließstellung derart, daß der Formhohlraum vom Schmelzofen
getrennt ist,
3. Ausbilden eines Vakuums im Formhohlraum und anschließendes Fluten des Formhohlraumes
mit Schutzgas,
4. Zurückfahren des Kolbens sowie Einsetzen der Formfüllung und
5. optionales Nachverdichten nach Beendigung der Formfüllung.
[0020] Dieses Verfahren ist sowohl bei metallischen Dauerformen mit Sandkemen als auch bei
anderen Einlagen sowie bei Sandformen anwendbar. Im Falle der Sandform wird in einer
vorteilhaften Weiterbildung das Sandpaket durch eine mit Schutzgas geflutete Haube
bedeckt.
[0021] Durch die Nachverdichtung ergibt sich eine verkürzte Zykluszeit, da das Metall an
Wänden der Form 30 gedrückt wird. Dies führt zu einem schnelleren Wärmeübergang. Im
Gegensatz zur herkömmlichen Nachverdichtung ergibt sich eine turbulenzarme Formfüllung,
da die Nachverdichtung erst nach vollständiger Formfüllung einsetzt.
[0022] Diese Technologie bietet u.a. ein großes Potential für die Herstellung von Verbundbauteilen,
die durch beispielsweise Infiltration einer Vorform (preform) aus metallischem oder
keramischem Material hergestellt werden. Ein Anwendungsgebiet ist beispielsweise die
Herstellung von Kolben für Verbrennungsmotoren oder Bremsscheiben für Eisenbahnzüge.
Eine besonders vorteilhafte Erweiterung des Gießverfahrens ergibt sich aus einer Kombination
von Niederdruckgießen, Gegendruckgießen und Vakuumgießen. Die Erfindung kann sowohl
bei metallischen Dauerformen als auch verlorenen Sandformen oder anderen Gießformen
eingesetzt werden. Ein wesentliches Element der Erfindung liegt dabei darin, daß zunächst
die Einmündung 40 des Steigrohrs 24 abgeschlossen wird. Die darauffolgende Nachverdichtung
kann somit ohne Beschädigung des Steigrohres 24 durch entsprechende weitere Bewegung
des einzigen Kolbens erfolgen. Gegebenenfalls wird der Prozeßablauf durch ein Vakuumziehen
mittel der Vakuumpumpe 32 unterstützt.
1. Vorrichtung zum druck- und/oder vakuumgestützten Gießen von Werkstükken, insbesondere
zum Niederdruck-, Gegendruck- und/oder Vakuumgießen, mit einer ersten Druckerzeugungsvorrichtung
(22), welche in einem Schmelzofen (10), in dem eine Schmelze (26) angeordnet ist,
einen vorbestimmten Druck einstellt, wobei ein in die Schmelze (26) tauchendes Steigrohr
(24), insbesondere ein Keramiksteigrohr, mit einem Formhohlraum (28) einer Gießform
(30) verbunden ist, wobei ein Verschlußmittel vorgesehen ist, welches das Steigrohr
(24) stromab zum Formhohlraum (28) wahlweise druckdicht abschließt, und daß eine zweite
Druckerzeugungsvorrichtung vorgesehen ist, welche bei verschlossenem Steigrohr (24)
im Formhohlraum (28) einen vorbestimmten Nachverdichtungsdruck einstellt, wobei das
Verschlußmittel (36) und die zweite Druckerzeugungsvorrichtung (38) als Kolben ausgebildet
sind, welche axial fluchtend zum formhohlraumseitigen Ende des Steigrohrs (24) in
einer Formhohlraumerweiterung (80), deren Innendurchmesser größer ist als ein Innendurchmesser
des Steigrohres (24), angeordnet sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Verschlußmittel (36) und die zweite Druckerzeugungsvorrichtung (38) einstückig
als ein Kolben ausgebildet sind, welcher oberhalb des Steigrohrs (24) angeordnet ist,
wobei der Kolben an einem steigrohrseitigen Ende über einen ersten vorbestimmten axialen
Bereich einen ersten Durchmesser aufweist, welcher einem Innendurchmesser des Steigrohres
(24) derart entspricht, daß der Kolben bei Einschieben in das Steigrohr (24) mit dem
ersten vorbestimmten axialen Bereich (36) das Steigrohr (24) druckdicht gegen den
Formhohlraum (28) verschließt, und in einem benachbarten zweiten vorbestimmten axialen
Bereich (38) einen Durchmesser aufweist, welcher dem Innendurchmesser der Formhohlraumerweiterung
(80) entspricht.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Druckerzeugungsvorrichtung (22) ein Druckbehälter und/oder ein Kompressor
und/oder eine Vakuumpumpe ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gießform (30) eine Dauerform oder eine verlorene Form ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die verlorene Form eine Kokille oder eine Sandgußform ist.
1. A device for pressure- and/or vacuum-supported casting of workpieces, in particular
for low-pressure casting, counterpressure casting and/or vacuum casting, having a
first pressure generating device (22) which is arranged in a smelting furnace (10)
in which a melt (26) is arranged, a predetermined pressure is established, whereby
an ascending tube (24), in particular a ceramic ascending tube which is immersed in
the melt (26) is connected to a mold cavity (28) of a casting mold (30), a sealing
means being provided, optionally sealing the ascending tube (24) to be pressure tight
downstream from the mold cavity (28), and a second pressure generating device is provided,
which establishes a predetermined secondary compression pressure in the mold cavity
(28) when the ascending tube (24) is sealed, whereby the sealing means (36) and the
second pressure generating device (38) are designed as plungers, which are arranged
in axial alignment with the end of the ascending tube (24) on the mold cavity end
in a mold cavity enlargement (80) whose inside diameter is larger than an inside diameter
of the ascending tube (24),
characterized in that
the sealing means (36) and the second pressure generating device (38) are designed
in one piece as a plunger which is arranged above the ascending tube (24), whereby
the plunger has a first diameter on an end near the ascending tube over a first predetermined
axial region, this diameter corresponding to an inside diameter of the ascending tube
(24), such that the plunger seals the ascending tube (24) pressure-tight against the
mold cavity (28) on insertion into the ascending tube (24) with the first predetermined
axial region (36), and in a second predetermined axial region (38) adjacent to the
former it has a diameter which corresponds to the inside diameter of the mold cavity
enlargement (80).
2. The device according to Claim 1, characterized in that the first pressure generating device (22) is a pressure container and/or a compressor
and/or a vacuum pump.
3. The device according to Claim 1 or 2, characterized in that the casting mold (30) is a permanent mold or a lost-casting mold.
4. The device according to Claim 3, characterized in that the lost-casting mold is a chill mold or a sand-casting mold.
1. Dispositif pour le moulage sous pression et/ou sous vide de pièces d'oeuvres, en particulier
pour le moulage à basse-pression, à contre-pression et/ou sous vide, avec un premier
dispositif de génération de pression (22) qui règle une pression prédéfinie dans un
four à fusion (10) dans lequel est disposée une masse fondue (26), où un tuyau ascendant
(24) plongeant dans la masse fondue (26), en particulier un tuyau ascendant en céramique,
est relié avec une empreinte (28) d'un moule (30), moyennant quoi est prévu un moyen
de fermeture lequel isole à volonté le tuyau ascendant (24) en aval de l'empreinte
(28) de manière à conserver la pression, et avec un deuxième dispositif de génération
de pression prévu, lequel règle une pression de recompression prédéfinie dans l'empreinte
(28) avec un tuyau ascendant (24) fermé, moyennant quoi le moyen de fermeture (36)
et le deuxième dispositif de génération de pression (38) sont réalisés sous la forme
de pistons, lesquels sont aménagés de manière à s'aligner axialement avec l'extrémité
du tuyau ascendant (24) du côté de l'empreinte, dans un élargissement de l'empreinte
(80) dont le diamètre intérieur est plus grand qu'un diamètre intérieur du tuyau ascendant
(24),
caractérisé en ce que
le moyen de fermeture (36) et le deuxième dispositif de génération de pression (38)
sont développés d'une seule pièce sous la forme d'un piston lequel est aménagé en
amont du tuyau ascendant (24), où le piston présente, à une extrémité du côté du tuyau
ascendant sur une première zone axiale prédéfinie, un premier diamètre, lequel correspond
à un diamètre intérieur du tuyau ascendant (24), de manière à ce que le piston, lorsqu'il
est inséré dans le tuyau ascendant (24), isole le tuyau ascendant (24) avec la première
zone axiale (36) prédéfinie de l'empreinte (28) de manière à conserver la pression,
et présente un diamètre pour une deuxième zone axiale (38) voisine prédéfinie, lequel
correspond au diamètre intérieur de l'élargissement de l'empreinte (80).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le premier dispositif de génération de pression (22) est un réservoir sous pression
et/ou un compresseur et/ou une pompe à vide.
3. Dispositif selon les revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le moule (30) est un moule permanent ou un moule perdu.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que le moule perdu est une coquille ou un moule de coulage en sable.